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Die Erfindung betrifft eine Zündsteuerungsvorrichtung für
eine Brennkraftmaschine, die eine Kurbelwelle der
Bremskraftmaschine mit einem Zylinder in der
Vorwärtsrichtung und in der Rückwärtsrichtung in Drehung
versetzt.
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In einem Fahrzeug mit kleiner Größe wie einem Roller
(Scooter) oder einem Schneemobil ist kein Rückwärtsgang
vorgesehen, um die Größe zu verringern und das Gewicht zu
verkleinern. In diesem Fahrzeug, bei dem der
Rückwärtslauf nicht durch Ändern des Gangs ausgewählt
werden kann, ist daran gedacht, den Rückwärtslauf durch
Umkehrung der Rotationsrichtung der Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine zu verwirklichen.
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In einem in der JP-A-2001-152905 offenbarten Zündsystem
kann die Kurbelwelle einer Brennkraftmaschine in
Vorwärtsrichtung und in Rückwärtsrichtung bei niedrigen
Kosten unter Verwendung lediglich eines Sensors gedreht
werden, um die Anzahl der Teile wie die Anzahl der
Zusammenbauschritte zu reduzieren. Jedoch ist dieses
Zündsystem durch die Bedingung beschränkt, dass die
Mittelabstände (Mittelfreiräume), in Rotationsrichtung
genommen, eines Paars von Vorsprüngen (oder Zähnen) als
die Positionserfassungsabschnitte eines sich drehenden
Rotors, während er den Sensor zugewandt ist, an drei
Abschnitten im Wesentlichen gleich sein müssen. Solange
diese Beschränkungsbedingung nicht erfüllt ist, kann eine
fehlerhafte Bestimmung in der Vorwärts-
/Rückwärtsrotationsrichtung auftreten.
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In dem Fall, dass ein ähnliches Zündsystem bei einer
Brennkraftmaschine mit einem Zylinder (oder einem
einzelnen Zylinder) angewandt wird, ist es ebenfalls
wünschenswert, die Vorwärts-/Rückwärtsrichtung schnell zu
bestimmen, indem ein Paar von Vorsprüngen an drei
Abschnitten des Rotors angeordnet wird. Bei der
Herstellung des Rotors ist der Freiheitsgrad des Entwurfs
in Bezug auf die Positionsbeziehung der Vorsprünge
reduziert.
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Daher liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Zündsteuerungsvorrichtung für eine
Brennkraftmaschine bereitzustellen, durch die ein
präzises und stabiles Zündverhalten durch eine einfache
Steuerung entsprechend den Laufbedingungen
(Fahrbedingungen) auch in jeder Rotationsrichtung in dem
Fall erzielt werden kann, dass die Mittelabstände eines
Paars von Vorsprüngen in der Rotationsrichtung an
zumindest zwei Abschnitten gleich sind.
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Diese Aufgabe wird durch eine Zündsteuerungsvorrichtung
gelöst, wie sie in Patentanspruch 1 dargelegt ist.
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Bei einer Zündsteuerungsvorrichtung für eine
Brennkraftmaschine sind ein Paar erster
Positionserfassungsabschnitte und zwei Paare zweiter
Positionserfassungsabschnitte an dem äußeren Umlauf eines
Rotors gebildet, wobei lediglich die Länge eines der
ersten Positionserfassungsabschnitte unterschiedlich
ausgeführt ist. Die Rotationsrichtung der Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine mit lediglich einem Zylinder wird
schnell auf der Grundlage des Erfassungsergebnisses durch
eine Positionserfassungsvorrichtung im Hinblick auf dem
einen Paar erster Positionserfassungsabschnitte und den
zwei Paaren zweiter Positionserfassungsabschnitte
bestimmt, so dass der Zündzeitverlauf der
Brennkraftmaschine präzise und stabil entsprechend der
Fahrbedingung gesteuert wird.
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Vorzugsweise werden ein Rotationsführungssignal und ein
Rotationsnachlaufsignal der individuellen
Positionserfassungsabschnitte auf der Grundlage der
Erfassungssignale erzeugt. Lediglich durch Vergleich des
vorhergehenden Signalerzeugungsintervalls und des
jetzigen Signalerzeugungsintervalls auf der Grundlage
dieses Rotationsführungssignals und dieses
Rotationsnachlaufsignals wird gefunden, ob die
Rotationsrichtungsbestimmung der Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine korrekt ist. Daher wird die
Arbeitsbelastung bei der Rotationsrichtungsbestimmung
verringert.
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Vorzugsweise wird die Rotationsrichtung der
Brennkraftmaschine auf der Grundlage entweder des
Verhältnisses der Signalerzeugungsintervalle der
Rotationsführungssignale oder des Verhältnisses der
Signalerzeugungsintervalle der Rotationsnachlaufsignale
bestimmt, wenn der Zustand, in der das gegenwärtige
Signalerzeugungsintervall länger als das letzte
vorhergehende Signalerzeugungsintervall des
Rotationsführungssignals oder des
Rotationsnachlaufsignals ist, sich alternativ, jedoch
aufeinanderfolgend um eine vorbestimmte Anzahl von Malen
fortsetzt.
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Die vorstehend beschriebenen Aufgaben, Merkmale und
Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der
nachstehenden ausführlichen Beschreibung unter Bezugnahme
auf die beiliegende Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
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Fig. 1 ein Blockschaltbild, das schematisch ein
Zündsystem veranschaulicht, bei der eine
Zündsteuerungsvorrichtung für eine Brennkraftmaschine
gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung angewandt wird,
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Fig. 2 ein Zeitverlaufsdiagramm, das Übergangszustände
verschiedener Sensorsignale und verschiedener
Steuerungsgrößen während der Vorwärtsrotation einer
Kurbelwelle der Brennkraftmaschine in dem Zündsystem
gemäß Fig. 1 darstellt,
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Fig. 3 ein Zeitverlaufsdiagramm, das Übergangszustände
verschiedener Sensorsignale und der verschiedenen
Steuerungsgrößen während der Rückwärtsrotation der
Kurbelwelle der Brennkraftmaschine in dem Zündsystem
gemäß Fig. 1 veranschaulicht.
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Fig. 4 ein Flussdiagramm, das eine Verarbeitungsprozedur
einer Umkehrungsschaltstimmung in einer Steuerungseinheit
darstellt, die in der Zündsteuerungsvorrichtung der
Brennkraftmaschine gemäß dem Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung verwendet wird,
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Fig. 5 ein Flussdiagramm einer Verarbeitungsprozedur
einer Rotationsrichtungsumschaltsteuerung in der
Steuerungseinheit der Zündsteuerungsvorrichtung der
Brennkraftmaschine gemäß dem Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung, und
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Fig. 6 eine Kennliniendarstellung eines
Bestimmungsspielraums in dem Zündsystem gemäß Fig. 1.
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Gemäß Fig. 1 steuert ein Zündsystem den Zündzeitverlauf
einer bekannten Zweitakt-Brennkraftmaschine mit einem
einzelnen Zylinder, in der eine Kurbelwelle mit Hin- und
Herbewegung eines in einem Zylinder untergebrachten
Kolbens in Rotation versetzt wird. Das Zündsystem ist
derart aufgebaut, dass es einen Rotor 10, einen
Zeitverlaufssensor 30 und eine Steuerungseinheit 40
aufweist.
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Der Rotor 10 wird mit der Kurbelwelle zusammen in Drehung
versetzt, um eine Umdrehung für eine Umdrehung der
Kurbelwelle auszuführen. Der Rotor 20 ist mit einem
scheibenförmigen Rotorkörper 11 sowie Vorsprüngen 21, 22,
23, 24, 25 und 26 versehen, die derart an dem äußeren
Umlauf des Rotorkörpers 11 geformt sind, dass sie radial
nach außen vorspringen, um als
Positionserfassungsabschnitte zu agieren. Von diesen ist
der Vorsprung 21 in der Rotationsrichtung länger als die
verbleibenden Vorsprünge 22 bis 26 geformt.
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Die Länge des Vorsprungs 21 ist derart eingestellt, dass
dessen Rotationsführungsseite während der
Vorwärtsrotation der Brennkraftmaschine im Wesentlichen
in der Mitte zwischen der Rotationsführungsseite des
Vorsprungs 26 und der Rotationsführungsseite der
Vorsprungs 22 positioniert ist. Die Vorsprünge 21 und 22
sind um den oberen Totpunkt (TDC, Top Dead Center)
angeordnet, der zwischen dem Kompressionshub und dem
Explosionshub eines Zylinders der Brennkraftmaschine
angeordnet ist, so dass sie um X Grad CA
(Kurbelwellenwinkel), beispielsweise 5 Grad CA, von dem
Totpunkt 12 in Vorwärts- und Rückwärtsrotationsrichtung
beabstandet sind. Weiterhin sind die Vorsprünge 23 und 24
und die Vorsprünge 25 und 26 jeweils um 2X Grad CA
voneinander in Rotationsrichtung beabstandet. Die Mitte
der Vorsprünge 23 und 24 und die Mitte der Vorsprünge 25
und 26 sind um gleiche Winkel Y Grad CA, beispielsweise
110 Grad CA, von dem oberen Totpunkt 12 des Rotorkörpers
11 beabstandet. Dabei sind diese Vorsprünge 23, 24, 25
und 26 derart angeordnet, dass die Rotationsrichtung des
Rotors 10, der synchron mit der Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine in Drehung versetzt wird, schnell
erfasst werden kann.
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Der Zeitverlaufssensor 30 ist ein magnetischer Aufnehmer
(Pickup) zur Ausgabe von Zeitverlaufssensorsignalen als
Erfassungssignale an der Rotationsführungsseite und der
Rotationsnachlaufseite der Vorsprünge 21-26, wie es in
Fig. 2 und 3 dargestellt ist. Dabei kann der
Zeitverlaufssensor 30 ein Hall-Element, ein MRE
(Magnetwiderstandelement) oder dergleichen sein. Die
Steuerungseinheit 40 ist derart aufgebaut, dass sie eine
CPU aufweist, die als bekannte
Zentralverarbeitungseinheit zur Ausführung verschiedener
Berechnungsoperationen agiert, ein ROM zum Speichern
eines Steuerungsprogramms, eines Steuerkennfelds oder
dergleichen, ein RAM zum Speichern verschiedener Daten
oder dergleichen und eine Steuerungsschaltung aufweist,
und wird mit elektrischer Energie aus einer Energiequelle
41 versorgt.
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Ein Zündmechanismus 50 passt zu einem Zylinder der
Brennkraftmaschine und ist derart aufgebaut, dass er eine
Zündspule 51 und eine Zündkerze 52 aufweist. Bei dem
Zündzeitverlauf für jeden Zylinder wird ein Schaltsignal
aus der Steuerungseinheit 40 zu der Zündspule 51
gesendet, so dass ein Funken an der Zündkerze 52 durch
die in der Zündspule 51 erzeugten elektromagnetischen
Kraft erzeugt wird.
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Gemäß den Darstellungen in Fig. 2 und 3 wird angenommen,
dass die linke Seite in der voreilenden Richtung, d. h. in
der Rotationsführungsseite liegt, und die rechte Seite in
der nacheilenden Richtung, d. h. der
Rotationsnachlaufseite liegt. Der Zeitverlaufssensor 30
gibt positive/negative Signale, wie es in Fig. 2 und 3
gezeigt ist, an den Rotationsführungsseiten und den
Rotationsnachlaufseiten der einzelnen Vorsprünge 21 bis
26 aus. In der Steuerungsschaltung der Steuerungseinheit
40 wird ein Rotationsführungssignal G1 oder ein
Impulssignal auf der Rotationsführungsseite auf der
Grundlage eines aus dem Zeitverlaufssensors 30
ausgegebenen negativen Signals erzeugt, und wird ein
Rotationsführungssignal G2 oder ein Impulssignal auf der
Rotationsnachlaufseite auf der Grundlage eines aus dem
Zeitverlaufssensor 30 aufgegebenen positiven Signals
erzeugt.
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In dem Fall, dass die Rotationsrichtung der
Brennkraftmaschine während des Laufs der
Brennkraftmaschine von vorwärts zu rückwärts oder von
rückwärts zu vorwärts umzukehren ist, wird beispielsweise
ein (nicht gezeigter) Umkehrungsschalter betätigt. Dabei
kann die Rotationsrichtung der Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine nicht umgekehrt werden, bis die
Maschinendrehzahl abfällt.
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Die Steuerungseinheit 40 ist zur Ausführung einer
Verarbeitungsprozedur einer Umkehrungsschaltbestimmung
programmiert, wie es in einem Flussdiagramm gemäß Fig. 4
dargestellt ist. Dabei wird diese
Umkehrungsschaltbestimmungsroutine wiederholt jeweils zu
bestimmte Zeitperioden in der Hauptroutine der
Steuerungseinheit 40 ausgeführt.
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In Schritt 101 gemäß Fig. 4 wird bestimmt, ob eine
Umkehrungsanforderung durchgeführt worden ist oder nicht.
Wenn die Bestimmungsbedingung von Schritt 101 erfüllt
ist, d. h., wenn der Umkehrungsschalter durch einen Fahrer
betätigt worden ist, schreitet die Routine zu Schritt 102
voran, in dem ein Umkehrungs-Flag (Umkehrungskennung) zum
Einstellen des Umkehrungssignals gesetzt wird, und diese
Routine wird beendet. Wenn die Bestimmungsbedingung von
Schritt 101 nicht erfüllt ist, d. h., wenn der
Umkehrungsschalter nicht betätigt worden ist, endet diese
Routine.
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Die Steuerungseinheit 40 ist weiterhin zur Ausführung
eines in dem Flussdiagramm gemäß Fig. 5 gezeigten Ablaufs
programmiert, das eine Verarbeitungsprozedur einer
Rotationsrichtungsschaltungssteuerung der Kurbelwelle
zeigt. Dabei wird diese
Rotationsrichtungsschaltungssteuerungsroutine wiederholt
für jeden Interrupt ausgeführt, wie er im Ansprechen auf
die Erzeugung des Rotationsführungssignals G1 und des
Rotationsnachlaufsignals G2 erzeugt wird.
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In Schritt 201 wird bestimmt, ob die Rotationsrichtung
der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine bestimmt worden
ist oder nicht. Wenn diese Bestimmungsbedingung von
Schritt 201 nicht erfüllt ist, schreitet die Routine zu
Schritt 202 voran, in dem bestimmt wird, ob es möglich
ist, die Rotationsrichtung der Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine zu bestimmen oder nicht.
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Dabei wird die Rotationsrichtung der Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine wie folgt bestimmt.
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Die Intervalle zwischen den vorletzten und den letzten
Signalen zwischen den letzten und der jetzigen Signale
sind jeweils als Tn-1 und Tn für das
Rotationsführungssignal G1 und Rotationsnachlaufsignal G2
bezeichnet.
- 1. <1> Wenn Tn-1 < Tn erfasst wird, wird ein Zähler
auf den Anfangswert 1 gesetzt und wird eine
Inkrementierung gestartet.
- 2. <2> Nach dem Start der Inkrementierung des Zählers
wird der Zähler bei jedem Abfall (abfallende Flanke) des
Rotationsführungssignals G1 oder des
Rotationsnachlaufsignals G2 inkrementiert.
- 3. <3> Wenn der Zählerwert ungradzahlig ist, wird die
Rotationsrichtung mit der Anzahl (beispielsweise 4 gemäß
dem vorliegendem Ausführungsbeispiel)
aufeinanderfolgender Erfüllungen der nachstehenden
Ungleichung (1) bestimmt. Dabei bezeichnet der Buchstabe
K eine Bestimmungskonstante, die entsprechend der Länge
jedes Vorsprungs in der Rotationsrichtung vorab
eingestellt ist.
Tn/Tn-1 ≥ K (1).
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Wenn die Bestimmungsbedingung von Schritt 202 erfüllt
ist, d. h., wenn die Ungleichung (1) aufeinanderfolgend
vier Mal auf der Seite des Rotationsführungssignals G1
oder Rotationsnachlaufsignals G2 erfüllt ist, wird
bestimmt, dass die Rotationsrichtung der Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine bestimmt werden kann, und die Routine
schreitet zu Schritt 203 voran. In diesem Schritt 203
wird bestimmt, ob die Rotationsrichtung der Kurbelwelle
der Brennkraftmaschine "vorwärts" ist oder nicht.
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Wenn in Schritt 203 bestimmt wird, dass die Ungleichung
(1) aufeinanderfolgend viermal auf der Seite des
Rotationsnachlaufsignals G2 erfüllt ist, wird bestimmt,
dass die Rotationsrichtung "vorwärts" ist und die Routine
schreitet zu Schritt 204 voran, in dem das Vorwärts-Flag
(die Vorwärtskennung) gesetzt wird (EIN). Wenn in Schritt
202 bestimmt wird, dass die Ungleichung (1) aufeinander
folgend vier Mal auf der Seite des
Rotationsführungssignals G1 erfüllt wird, wird bestimmt,
dass die Rotationsrichtung "rückwärts" ist. Dann
schreitet die Routine zu Schritt 205 voran, in dem das
Umkehrungs-Flag (Umkehrungskennung) gesetzt wird (EIN).
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Wenn in Schritt 204 das Vorwärts-Flag gesetzt ist (EIN),
wenn das Rückwärts-Flag in Schritt 205 gesetzt ist (EIN)
oder wenn die Rotationsrichtung der Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine in Schritt 201 bestimmt worden ist,
schreitet die Routine zu Schritt 206 voran. In diesem
Schritt 206 wird bestimmt, ob die Maschinendrehzahl der
Brennkraftmaschine niedriger als eine vorbestimmte
Drehzahl "1" ist oder nicht. Wenn die
Bestimmungsbedingung von Schritt 206 nicht erfüllt ist,
d. h., wenn die Maschinendrehzahl höher als der
vorbestimmte Wert "1" ist, schreitet die Routine zu
Schritt 207 voran, um eine feste Zündung der Zündkerze 52
durch die Steuerungsschaltung bei jeden Zeitpunkt der
Erzeugung des Rotationsnachlaufsignals G2 zu blockieren.
In Schritt 207 wird ein Maskierungssignal zur Löschung
des Rotationsnachlaufsignals G2 erzeugt. Danach schreitet
die Routine zu Schritt 208 voran, in dem bestimmt wird,
ob die Rotationsrichtung "vorwärts" ist oder nicht.
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Wenn die Bestimmungsbedingung von Schritt 208 erfüllt
ist, d. h., wenn die Rotationsrichtung "vorwärts" ist,
schreitet die Routine zu Schritt 209 voran, in dem der
Zählerwert auf den Zündzeitverlauf (ignition timing)
entsprechend dem Laufzustand (Fahrzustand) der "Vorwärts-"
Rotationsrichtung der Brennkraftmaschine eingestellt
wird, und die gegenwärtige Routine wird beendet. Wenn die
Bestimmungsbedingung von Schritt 208 nicht erfüllt ist,
d. h., wenn die Rotationsrichtung "rückwärts" ist,
schreitet die Routine zu Schritt 210 voran, in dem der
Zählerwert auf den Zündungszeitverlauf
(Zündungszeitpunkt) entsprechend dem Fahrzustand der
"Rückwärts-" Rotationsrichtung der Brennkraftmaschine
eingestellt wird, woraufhin die gegenwärtige Routine
beendet wird. Dabei wird, wenn das berechnete
Zündungssignal "AUS" ist, wie es in Fig. 2 und 3 gezeigt
ist, d. h., wenn der Zählerwert "0" (Null) ist, eine
andere Interruptroutine gestartet, so dass die Zündkerze
52 gezündet wird.
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Durch Erfassung der Referenzposition auf diese Weise
anhand des Vorwärts-/Rückwärtsbestimmungsergebnisses und
in Bezug auf den langen Vorsprung 21 kann die
Rotationsposition, zu der das Herunterzählen des
Zündungssignals für einen Zylinder der Brennkraftmaschine
zu starten ist, vorab entsprechend der Rotationsrichtung
spezifiziert werden. Wenn die Rotationsrichtung und die
Rotationsposition zum Starten des Herunterzählens zur
Ausgabe des Zündungssignals bekannt sind, kann weiterhin
der Zündungszeitverlauf (Zündungszeitpunkt), der auf die
Vorwärtsrotationszeit oder die Rückwärtsrotationszeit
eingestellt ist, derart ausgegeben werden, dass der
Ausgabezeitverlauf (Ausgabezeitpunkt) des Zündsignals
präzise und stabil erhalten werden kann.
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Wenn die Bestimmungsbedingung von Schritt 206 erfüllt
ist, d. h., wenn die Maschinendrehzahl niedriger als die
vorbestimmte Drehzahl "1" ist, schreitet demgegenüber die
Routine zu Schritt 211 voran, in dem bestimmt wird, ob
das Umkehrungssignal vorhanden ist oder nicht. Wenn die
Bestimmungsbedingung von Schritt 211 nicht erfüllt ist,
d. h., wenn das Umkehrungs-Flag als das Umkehrungssignal
"AUS" ist, oder wenn die Bestimmungsbedingung von Schritt
202 nicht erfüllt ist, d. h., wenn die Ungleichung (1)
nicht vier Mal hintereinander auf der Seite des
Rotationsführungssignals G1 oder des
Rotationsnachlaufsignals G2 erfüllt worden ist, so dass
die Rotationsrichtung der Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine nicht bestimmt werden kann, schreitet
die Routine zu Schritt 212 voran.
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In Schritt 212 wird mit der festen Zündung durch das
Zündungssignal mit fester Startzeit die Zündkerze 52 zu
einem festen Zeitverlauf (Kurbelwellenwinkel) durch die
Steuerungsschaltung jedes Mal beim Auftreten des
Rotationsnachlaufsignals G2 gezündet, das dem
Zeitverlaufssensorsignal des oberen Totpunkts (TDC) 12
eines Zylinders oder den X Grad CA vor und nach dem
oberen Totpunkt ± Y Grad CA entspricht.
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Somit wird, wenn das Steuerungsprogramm durch die
Steuerungsschaltung 40 nicht zu der Startzeit der
Brennkraftmaschine agiert, die Zündkerze 52 fest mit dem
Zündungssignal mit fester Startzeit entsprechend jedem
Auftreten des Rotationsnachlaufsignals G2 gezündet, wie
es in Fig. 2 und 3 gezeigt ist. Zu der Startzeit werden
insbesondere die Zündsignale derart ausgegeben, dass sie
den Vorsprüngen 21 bis 26 des Punktes vor dem oberen
Totpunkt (BTDC, vor oberen Totpunkt, before top dead
center) X Grad CA unabhängig von der Rotationsrichtung
entsprechend und gemäß dem geforderten anfänglichen
Zündzeitverlauf ausgegeben, so dass stabile Rotationen
erzielt werden können. Dabei wird gemäß Fig. 2 und Fig. 3
die Zündkerze 52 mit dem Zündungssignal mit fester
Startzeit vor und nach dem oberen Totpunkt 12 eines
Zylinders und vor und nach TDC ± Y Grad CA gezündet.
Selbst wenn die Zündung auf der Seite durchgeführt wird,
die im Winkel hinter dem oberen Todzeitpunkt 12 eines
Zylinders und dem TDC ± Y Grad CA verzögert ist, wurde
der Brennstoff bereits verbrannt, so dass die Rotation
der Kurbelwelle der Brennkraftmaschine nicht behindert
wird.
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Wenn die Bestimmungsbedingung von Schritt 211 erfüllt
ist, d. h., wenn das Umkehrungssignal vorhanden ist, so
dass der Umkehrungsschalter betätigt worden ist,
schreitet demgegenüber die Routine zu Schritt 213 voran,
in dem bestimmt wird, ob die Maschinendrehzahl niedriger
als eine vorbestimmte Drehzahl "2" ist. Dabei ist diese
vorbestimmte Drehzahl "2" niedriger als die vorbestimmte
Drehzahl "1". Wenn die Bestimmungsbedingung von Schritt
213 nicht erfüllt ist, d. h. wenn die Maschinendrehzahl
nicht niedriger als die vorbestimmte Drehzahl "2" ist,
schreitet die Routine zu Schritt 214 voran. Wenn
beurteilt wird, dass die Maschinendrehzahl immer noch
höher ist, wird die Zündkerze 42 nicht gezündet, sondern
wird eine Fehlzündung in Schritt 214 erzeugt, um die
Maschinendrehzahl zu verringern, woraufhin die
gegenwärtige Routine beendet wird.
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Wenn die Bestimmungsbedingung von Schritt 213 erfüllt
ist, d. h., wenn die Maschinendrehzahl niedriger als die
vorbestimmte Drehzahl "2" ist, wird bestimmt, dass die
Kurbelwelle der Brennkraftmaschine umgekehrt werden kann,
(die Laufrichtung der Kurbelwelle umgekehrt werden kann),
und die Routine schreitet zu Schritt 215 voran, in dem
bestimmt wird, ob die Rotationsrichtung "vorwärts" ist
oder nicht. Wenn die Bestimmungsbestimmung von Schritt
215 erfüllt ist, d. h., wenn die Rotationsrichtung
"vorwärts" ist, schreitet die Routine zu Schritt 216
voran, in dem eine Übervoreilungszündung (Over-Advanced-
Ignition) für die Vorwärtsrotation ausgeführt wird.
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Wenn die Bestimmungsbedingung von Schritt 215 nicht
erfüllt ist, d. h. wenn die Rotationsrichtung "rückwärts"
ist, schreitet demgegenüber die Routine zu Schritt 217
voran, in dem die Übervoreilungszündung für die
Rückwärtsrotation ausgeführt wird. Als ein Ergebnis wird
die Zündkerze 52 an einer Position gezündet, die
gegenüber dem normalen Zündzeitverlauf voreilt, so dass
der Kolben zurückgeschoben wird, bevor der Kolben den
oberen Todzeitpunkt (TDC) 12 eines Zylinders erreicht, um
dadurch die Rotationsrichtung der Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine umzudrehen. Nach dem Vorgang gemäß
Schritt 216 oder Sehritt 217 schreitet die Routine zu
Schritt 218 voran, in dem das Umkehrungs-Flag
zurückgesetzt (gelöscht wird). Danach schreitet die
Routine zu Schritt 219 voran, in dem die
Rotationsinformationen wie das Vorwärts-Flag, das
Rückwärts-Flag oder die Maschinendrehzahl gelöscht
werden, woraufhin die gegenwärtige Routine beendet wird.
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Gemäß dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel
kann, wenn K = 2 und die Maschinendrehzahl NE = 1000 U/Min.
in der Ungleichung (1) gelten, beispielsweise die
Y Grad CA in der Bestimmung mit dem
Rotationsnacheilungssignal G2 während der
Vorwärtsrotation auf einen beliebigen Wert innerhalb des
Bereichs eingestellt werden, der als Freiheitsgrad des
Entwurfs gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel gemäß
Fig. 6 gezeigt ist. Dabei hat der als Freiheitsgrad der
Auslegung gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel in
Fig. 6 gezeigte Bereich von Y Grad CA eine
Spiegelsymmetrie von 120 Grad CA. Dabei ist der
Bestimmungsspielraum durch das Produkt des Quotienten des
Berechnungsergebnisses von Tn/Tn-1 der Ungleichung (1)
dividiert durch den Wert K der Ungleichung (1) mit "100"
definiert.
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Eine fehlerhafte Bestimmung tritt auf, falls der
Bestimmungsspielraum niedriger als 100% ist. Daher können
die Y Grad CA innerhalb eines derartigen Bereichs von
etwa 82 Grad CA bis zu etwa 158 Grad CA eingestellt
werden, da dies einen Bestimmungsspielraum von 100% oder
höher ergibt. Daher kann der Bereich des Freiheitsgrads
des Entwurfs gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel
breites gemacht werden als in dem Beispiel gemäß dem
Stand der Technik, das auf den Zustands (wie er durch
eine doppelt punktierte Linie in Fig. 6 angegeben ist)
für beispielsweise K = 4 in einer Ungleichung von
{(Tn-1 + Tn)/Tn-1} ≥ K für Tn-1 < Tn-1 oder
{(Tn-1 + Tn)/Tn} ≥ K für Tn-1 > Tn gemäß der JP-A-2001-
152905 beruht.
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Somit kann die Zündsteuerungsvorrichtung der
Brennkraftmaschine gemäß dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel die Kurbelwelle der
Brennkraftmaschine mit einem Zylinder frei in
Vorwärtsrichtung und Rückwärtsrichtung in Rotation
versetzen.
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Wie vorstehend beschrieben, weist ein Rotor 10 einer
Kurbelwelle Vorsprünge 21-26 auf. Ein Zeitverlaufssensor
10 erzeugt ein Rotationsführungssignal G1 und ein
Rotationsnachlaufsignal G2. Eine Steuerungseinheit 40
misst ein vorhergehendes Signalerzeugungsintervall Tn-1
und ein gegenwärtiges Signalerzeugungsintervall Tn auf
der Grundlage der Rotationssignale G1, G2 und bestimmt,
dass der Rotor 10 sich in Vorwärtsrotation befindet,
falls eine Ungleichung von Tn/Tn-1 ≥ K alternativ, jedoch
aufeinander folgend vier Mal auf der Seite des
Rotationsnachlaufsignals G2 gilt. Als Ergebnis kann bei
der Herstellung des Rotors der Freiheitsgrad der
Auslegung in Bezug auf die Positionsbezüge der Vorsprünge
21-26 verbessert werden, so dass der Zündzeitverlauf
präzise und stabil gesteuert werden kann.