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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Höhenverstellung, mit deren Hilfe
eine Podestplatte stufenlos auf die jeweils gewünschte Nutzhöhe eingestellt
werden kann.
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Podeste
werden für
Konzerte, Theaterstücke oder
andere Kultur- oder auch Sportveranstaltungen genutzt, um eine erhöhte Bühne zu bilden.
Eine solche Bühne
kann eingesetzt werden, um bessere Sicht auf die Protagonisten zu
ermöglichen,
wie etwa einen Künstler
oder eine Gruppe von Schauspielern, sie kann aber auch als ein erhöhter und
umgrenzter Publikumsraum genutzt werden. Häufig besitzen Podeste eine
Höhenverstellung,
um ihre Höhe
dem Einsatzzweck und den örtlichen
Gegebenheiten entsprechend variabel anzupassen.
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Zumeist
wird eine größere Zahl
von Podesten flächendeckend
nebeneinander aufgestellt. Besonders bei fest installierten Bühnen ist
es wünschenswert,
die einzelnen Podeste in ihrer Höhe ohne
Aufwand und vorteilhafterweise sogar ferngesteuert zu verstellen.
Eine solche Bühne,
die somit eigentlich ein Podestfeld ist, kann dann modular beispielsweise über einen
Computer herauf- und heruntergefahren werden, etwa um bestimmte
Kulissenteile zu festgelegten Zeiten zu präsentieren. Auch kann auf diese
Weise die gesamte Bühne
heruntergefahren werden, wenn sie nicht benötigt wird.
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In
herkömmlicher
Weise wird die Höhenverstellung
solcher Podeste über
eine Scherenkonstruktion vorgenommen, welche die Höhe der Podestplatte
in dem Maße
verstellt, in dem sich die Neigung der scherenartig angeordneten
Metallarme zueinander ändert.
Dabei übertragen
diese an der Podestplatte befestigten Metallarme die durch die Betätigung der Höhenverstellung,
das Eigengewicht und die auf der Podestplatte befindliche Last verursachten
Kräfte
auf einen Metallrahmen und den Boden.
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Als
Antriebe für
eine solche Höhenverstellung
mit Scherenkonstruktion sind Hydrauliken und Motoren bekannt, die
auf eine Schubstange wirken. Auch kann, bei kleineren und leichteren
Konstruktionen, eine Höhenverstellung
von Hand mit oder ohne Unterstützung
einer kraftreduzierenden Mechanik vorgenommen werden.
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Eine
Eigendrehung derartiger auf einer Scherenkonstruktion basierender
Podeste ist ausgeschlossen, da die Podestplatte gegenüber dem
Rahmen prinzipiell nicht drehbar ist. Genauso wird eine Eigendrehung
auch in einem fest montierten Bühnenfeld,
aber auch schon bei zwei mit einer Kante lückenlos aneinanderstoßenden Podestplatten
und stets zwischeneinander gleicher Höhenverstellung ohne weitere
Einrichtungen vermieden.
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Die
genannten scherenartigen Höhenverstellungen
lassen sich zwar stufenlos und über
einen Antrieb einstellen. Sie haben jedoch den Nachteil, daß beim Hub
die Kraft unregelmäßig eingeleitet wird,
da die benötigte
Hubkraft von dem Neigungswinkel der scherenartig angeordneten Metallarme abhängt. Die
Leistung eines Motors zum Antrieb der Höhenverstellung muss naturgemäß entsprechend der
in der Spitze benötigten
Hubkraft dimensioniert sein und wird demnach nur über einen
kleinen Teil der gesamten Hubstrecke ausgenutzt. Somit werden leistungsstarke
und teure Motoren eingesetzt, ohne daß die hohe Leistung vorteilhaft
genutzt werden könnte,
wie beispielsweise durch eine höhere
Zusatzlast.
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Schließlich können sich
beim Verstellen der Höhe
Gegenstände
oder gar Körperteile
zwischen der Podestplatte und den Metallarmen, zwischen den Metallarmen
selbst oder an deren Kontakt zum Rahmen verfangen. Damit besteht
nicht nur ein Ausfallrisiko der Höhenverstellung, sondern darüber hinaus die
Gefahr einer Beschädigung
solcher Gegenstände oder
gar eine Gefährdung
von Personen.
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Aufgabe
der Erfindung ist es deshalb, eine Höhenverstellung einer Podestplatte
anzugeben, welche die aufgeführten
Nachteile vermeidet und welche also eine gleichmäßige Kraftverteilung und somit
gleichmäßige Hubleistung
bei hoher Zuverlässigkeit
und Langlebigkeit garantiert.
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Die
Erfindung löst
diese Aufgabe, indem das Prinzip der Scherenkonstruktion mit den
einer ungleichmäßigen Krafteinleitung
ausgesetzten Scherenarmen das Prinzip einer Teleskopführung bzw. -lastaufnahme
ersetzt wird. Elemente einer Führungs- bzw. Tragsäule werden
teleskopartig ineinander angeordnet und durch einen Eingriff verbunden, der
in der gewünschten
Ausfuhrhöhe
verriegelt wird. Ist der Eingriff als ein gegen die Horizontale
geneigtes Paar von Kraftübertragungselement
und passender Führungsnut
ausgebildet, so kann die Kraft auch horizontal aufgebracht werden
und wird dann von dem Eingriff in Hub umgesetzt.
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Auf
diesen Prinzipien aufbauend ist die erfindungsgemäße Lösung im
einzelnen durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs
und ihre Erweiterungen in den Unteransprüchen angegeben. Dabei ist eine
teleskopartig ausfahrbare Trag- und/oder
Führungssäule vorgesehen,
der eine Verriegelungseinrichtung für die Verriegelung in einer ausgefahrenen
Stellung zugeordnet ist.
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Vorteilhafterweise
wird die Hubkraft für
das Ausfahren der Säule
zumindest teilweise von einem elektrischen Antrieb bereitgestellt,
um die Podesthöhe
ohne Anstrengung und sogar auch ferngesteuert einzustellen. Die
Hubkraft wird bevorzugt über Schubketten,
eine Pneumatik, eine Hydraulik oder einen Luftbalg aufgebracht.
In einer speziellen Ausführungsform
kann die Hubkraft zweckmäßigerweise auch
zumindest teilweise von Hand aufgebracht werden. Damit kann man
sich von elektrischem Anschluss unabhängig machen und die gewünschte Höhe nach
Augenmaß selbst
einstellen.
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Bevorzugt
wird zum Einfahren der Säule
die Verriegelungseinrichtung an dem einen Ende der Säule gelöst und löst sich
dann beim teleskopartigen Einfahren sukzessive automatisch. Dann
braucht beim Einfahren lediglich der oberste Teil des Verriegelungseinrichtung
von Hand oder elektrisch entriegelt zu werden, und alle weiteren
Verriegelungseinrichtungen lösen
sich durch eine integrierte Mechanik beim Absenken, beispielsweise
durch automatisch wirksam werdende Hacken, Bolzen oder ähnliche Einrichtungen.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist die Podestplatte gegen Eigendrehung gesichert und die Trag-/Führungssäule zusätzlich als Hubsäule ausgebildet,
die einen ersten Zylinder, der mit der Podestplatte zumindest mittelbar
drehfest verbunden ist, einen zweiten Zylinder mit von dem ersten
Zylinder verschiedenem Durchmesser, der zumindest mittelbar mit
einer Bodenplatte mittels einer drehbaren Lagerung verbunden ist,
sowie eine Drehkraft-Übertragungseinrichtung
aufweist, mittels derer der zweite Zylinder mit Hilfe eines Antriebes
ein Drehmoment aufnehmen und somit in eine Drehbewegung versetzt
werden kann.
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Dabei
weist der zweite Zylinder am Umfang ein Kraftübertragungselement, insbesondere
einen Gleitstein, und der erste Zylinder eine gegen die Horizontale
geneigte Führungsnut
auf, in die das Kraftübertragungselement
eingreift, und die beiden Zylinder sind derart ineinander gesetzt,
daß sie
konzentrisch zu der gemeinsamen Symmetrieachse liegen und gegeneinander
durch den Eingriff des Kraftübertragungselement
in die Führungsnut
abgestützt
sind.
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Bei
Betätigung
des Antriebes dreht sich der zweite Zylinder und zwingt über das
Kraftübertragungselement
und die Führungsnut
den ersten Zylinder und somit die Podestplatte je nach Drehrichtung stufenlos
nach oben oder nach unten.
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Alternativ
kann auch der zweite Zylinder zumindest mittelbar drehfest mit der
Bodenplatte verbunden und der erste Zylinder zumindest mittelbar mit
einer drehbaren Lagerung mit der Podestplatte verbunden sein, mittels
derer der erste Zylinder mit Hilfe eines Antriebs ein Drehmoment
aufnehmen und somit in eine Drehbewegung versetzt werden kann.
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In
Weiterbildung der Erfindung ist mindestens ein weiterer konzentrisch
zu der gemeinsamen Symmetrieachse des ersten und zweiten Zylinders liegender
Zylinder vorgesehen, wobei die Zylinder kleinsten und größten Durchmessers
den ersten bzw. zweiten Zylinder bilden. Jeder Zylinder ist in dem
Zylinder nächstgrößeren Durchmessers
angeordnet, und die Zylinder weisen jeweils Kraftübertragungselemente
und gegen die Horizontale geneigte Führungsnuten auf, derart, daß jeweils
ein Kraftübertragungselement
in die zugehörige
Führungsnut
eines benachbarten Zylinders eingreift.
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Bei
Betätigung
des Antriebs dreht sich der größte Zylinder,
und diese Drehbewegung wird durch die Kraftübertragungselemente in den
Führungsnuten
in eine Hub- oder
Absenkbewegung umgesetzt, bei der die Hubsäule schraubenartig wie ein
Teleskop aus- oder eingefahren wird.
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Durch
den Einsatz mehrerer Zylinder kann der einzelne Zylinder eine geringe
Höhe besitzen, ohne
die maximale Verstellhöhe
zu begrenzen. Somit kann die Vorrichtung so hergestellt werden,
daß sie im
eingefahrenen Zustand prinzipiell beliebig niedrig ist, und das
Eigengewicht jedes einzelnen Zylinders kann gering bleiben.
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Alternativ
kann bei der ersten Weiterbildung der größte Zylinder mit der Podestplatte
und der kleinste Zylinder mit der Bodenplatte verbunden sein.
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Genauso
kann bei der ersten Weiterbildung alternativ die Verbindung mit
der Bodenplatte drehfest und die Verbindung mit der Podestplatte
die drehbare Lagerung sein.
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Der
Antrieb überträgt vorteilhafterweise
die Drehkraft von einer Drehantriebsquelle über eine Kette, einen Riemen
oder einen Zahnradmechanismus auf die Drehkraft-Übertragungseinrichtung.
Dadurch kann die Antriebsquelle räumlich von der Hubsäule getrennt
werden.
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Zweckmäßigerweise
kann die Antriebsquelle für
die Drehkraft einem Motor aufweisen, um zum einen bequem die Hubleistung
aufzubringen und zum anderen eine leichte Ansteuerungsmöglichkeit
für eine
Fernsteuerung zu bieten. Auch hier ist zweckmäßigerweise die Möglichkeit
der manuellen Bedienung vorgesehen, beispielsweise mit Hilfe einer Handkurbel,
deren Bedienung bevorzugt durch eine Untersetzung unterstützt wird.
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Die
Zylinder sind bevorzugt aus Stahl, aus Messing oder aus Aluminium
gefertigt, und die Kraftübertragungselemente
bestehen bevorzugt aus einem Material, das in Bezug auf das ausgewählte Material
der Zylinder einen niedrigen Gleitreibungskoeffizienten hat, wie
etwa Messing, Bronze, Stahl oder Kunststoff. Eine niedrige Gleitreibung
wirkt sich ebenso vorteilhaft auf die notwendige Antriebsleistung
wie auch auf den Verschleiß der
tragenden Teile aus, also der Kraftübertragungselemente und der Führungsnuten.
Hierfür
können
auch Rollen als Kraftübertragungselemente
sorgen.
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Eine
besonders gute Kraftübertragung
lässt sich
erreichen, indem der Neigungswinkel der oder jeder Führungsnut
gegen die Horizontale weniger als 45° beträgt und insbesondere zwischen
10° und
35° liegt.
In solchen Fällen
ist der Kraftweg länger
als der Lastweg, was sich in einer geringeren Leistungsanforderung
an den Antrieb niederschlägt,
insbesondere mit einem Faktor, der eine geringere notwendige Leistung
mit einer immer noch raschen Hubübertragung
verbindet.
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Vorteilhafterweise
weist das oder weisen die Kraftübertragungselemente
eine Vielzahl von in einer Linie angeordneten Gleitsteinen auf,
wobei diese Linie gegenüber
der Horizontalen unter einem Winkel geneigt ist, der demjenigen
der zugehörigen
Führungsnut
entspricht. Eine solche Vielzahl von Gleitsteinen sorgt für eine geringe
Gleitreibung mit den bereits genannten Vorteilen.
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In
Fortbildung der Erfindung sind eine oder mehrere zusätzliche
Hubsäulen
vorgesehen, wobei schon die Verbindung der ersten und mindestens
einer weiteren Hubsäule
mit der Podestplatte deren Eigendrehungen verhindert. Damit kann
die Last unter Erhöhung
der Stabilität
an mehreren Stellen abgestützt
werden, eine größere Podestplatte
benutzt werden und ein Podest auch isoliert und ohne jede weitere
Sicherung gegen Eigendrehungen eingesetzt werden.
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Die
Hubsäulen
werden dabei vorteilhafterweise mit Hilfe eines einzelnen Antriebs
angetrieben. Dies spart Platz, Gewicht und Kosten.
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Eine
besondere Ausführungsform
der Erfindung sieht eine Höhenverstellung
mit zwei oder mehr jeweils drehfest mit der Podestplatte verbundene Hubsäulen vor,
deren Führungsnuten
den gleichen Neigungswinkel aufweisen und deren Drehkraft-Übertragungseinrichtungen über zwei
oder mehr mit einem einzelnen Antrieb verbundene Ketten betätigt werden.
Dies garantiert eine synchrone Höhenveränderung
der beiden oder der mehreren Hubsäulen, die auf diese Weise automatisch
die Podestplatte eben halten und gegen Eigendrehungen sichern.
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Die
zuletzt genannte Ausführungsform
ist besonders geeignet für
eine Podestfläche
von wenigen Quadratmetern, wie sie häufig eingesetzt wird, und bietet
neben einem kompakten Aufbau eine ausgewogene gewichts- und kostensparende
Höhenverstellung.
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Bevorzugt
ist ein Gelenk in der Verbindung zwischen der Podestplatte und dem
oberen Ende jeder Säule
vorgesehen, um die Podestplatte zu neigen. Damit können nicht
nur ebene, sondern auch schräge
Bühnenteile
aufgebaut werden.
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Bevorzugt
umschließt
die senkrechte Projektion der Podestplatte die Vorrichtung vollständig, derart,
daß eine
Vielzahl von Podestplatten und zugehörigen Vorrichtungen eine größere Podestfläche in modulartigem
Aufbau lückenlos
abdeckt. Damit entspricht die Vorrichtung den Anforderungen eines
besonders häufigen
Einsatzes für
größere Bühnen und Festinstallationen.
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Die
erfindungsgemäße Lösung sorgt
somit für
eine gleichmäßige Kraftverteilung
auf eine Vielzahl von Elementen der teleskopartigen Säulen. Dadurch
nutzt sie die zur Verfügung
stehende Leistung des Motors optimal und vermeidet auch erhöhten Verschleiß besonders
beanspruchter Teile. Dies sichert die Langlebigkeit und ist besonders
wartungsfreundlich.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung
zur Höhenverstellung
kann zudem etwaige Leistungsreserven des Motors voll als Auftriebsreserve
nutzen, um Zusatzlasten anzuheben. Schließlich erlaubt sie gar keinen
möglichen
Eingriff in freiliegende Teile der Höhenverstellung, wie bei der
genannten Scherenkonstruktion, und schließt entsprechende Sicherheitsrisiken
zuverlässig
aus.
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Die
Erfindung wird im folgenden beispielhaft und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen anhand von
Ausführungsbeispielen
erläutert.
Die Figuren zeigen in:
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1 eine Vorderansicht eines
maximal ausgefahrenen Podestes mit einer Ausführungsform der Höhenverstellung
gemäß der Erfindung,
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2 eine Vorderansicht des
vollständig eingefahrenen
Podestes gemäß 1,
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3 eine perspektivische Darstellung
des untersten und zweier mittlerer Zylinder aus 1,
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4a einen Aufriß des untersten
Zylinders aus 1,
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4b einen Aufriß eines
mittleren Zylinders aus 1,
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4c einen Aufriß des obersten
Zylinders aus 1,
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5 eine Draufsicht auf die
Bodenplatte und den untersten Zylinder gemäß 1,
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6 eine Vorderansicht einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung mit zwei Säulen,
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7 eine Draufsicht auf die
Bodenplatte und die jeweils untersten Zylinder der Säulen gemäß 6,
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8a eine Vorderansicht einer
weitere Ausführungsform,
bei der die Säulen
quadratischen Querschnitt haben,
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8b eine Draufsicht der Ausführungsform gemäß 8a,
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8c eine Vorderansicht einer
Variante der Ausführungsform
gemäß 8a mit rechteckigem Säulenquerschnitt,
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8d eine Draufsicht der Variante
gemäß 8c,
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8e eine Vorderansicht einer
Variante der Ausführungsform
gemäß 8a mit nur einer Säule,
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8f eine Seitenansicht der
Variante gemäß 8e und
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9 eine weitere Ausführungsform
mit schräggestellter
Podestplatte.
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In 1 ist die Vorderansicht
einer mit einer Podestplatte 10 montierten erfindungsgemäßen Höhenverstellung
mit einer Säule 30 als
Trag-/Führungssäule, die
zugleich auch als Hubsäule
dient, im maximal ausgefahrenen Zustand dargestellt. Die Säule 30 weist
einen untersten Zylinder 31, acht mittlere Zylinder 32 und
einen obersten Zylinder 33 auf. Die Zylinder besitzen Kraftübertragungselemente 34 und
Führungsnuten 35,
auf die unten noch näher
eingegangen wird.
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Der
oberste Zylinder 33 ist fest mit der Podestplatte 10 verbunden,
indem ein Deckel auf den Zylinder 33 geschweißt und dieser
an der Podestplatte 10 verschraubt ist. Der unterste Zylinder 31 ist
mit einem Antriebsrad 42 durch Schweißen fest verbunden, das seinerseits
auf einer drehbaren Lagerung 22 ruht, die aus einem gefetteten
Gleitlager auf einem Messingblech besteht. Diese Lagerung 22 ist auf
einer Bodenplatte 20 befestigt. Eine Antriebskette 43 überträgt die Drehbewegung
des Arbeitsrades 41 eines Antriebsmotors 40 auf
das Antriebsrad 42. Der unterste Zylinder 31 ist
in einer achteckigen Lagerungskassette 21 angeordnet.
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Die
Zylinder 31, 32, 33 sind konzentrisch
zu ihrer gemeinsamen Symmetrieachse ineinandergesetzt, so daß jeder
Zylinder innerhalb des Zylinders mit nächstgrößerem Durchmesser angeordnet
ist. In 1 ist die Hubsäule ausgefahren,
und somit überlappt
nur jeweils der untere Randbereich jedes Zylinders 32, 33,
den untersten Zylinder 31 ausgenommen, mit dem oberen Randbereich
des Zylinders 31, 32 nächstgrößeren Durchmessers. Im vollständig eingefahrenen
Zustand der Säule 30,
wie in 2 dargestellt,
liegen dagegen die Zylinder 31, 32, 33 ineinander,
so daß die
Höhe der
Säule allein
von dem Zylinder mit der größten Höhe bestimmt
wird.
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3 illustriert perspektivisch,
wie die Kraftübertragungselemente 34 und
die Führungsnuten 35 der
untersten drei Zylinder 31, 32 ineinander eingreifen.
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Der
unterste Zylinder 31 ist, wie im Aufriß in 4a dargestellt, an insgesamt vier Stellen
mit Kraftübertragungselementen 34 versehen,
die jeweils aus vier zu einer geneigten Linie angeordneten Löchern mit
je einem darin innen eingesetzten Gleitstein bestehen. 4c zeigt den Aufriß des obersten Zylinders 33,
der an insgesamt vier Stellen mit Führungsnuten 35 versehen
ist, deren Neigung gerade derjenigen der Linie entspricht, in der
die Gleitsteine der Kraftübertragungselemente 34 angeordnet
sind. Die mittleren Zylinder 32 weisen nun, wie in 4b zu sehen ist, sowohl
Kraftübertragungselemente 34 wie
auch Führungsnuten 35 auf,
die ansonsten ganz genau wie diejenigen des obersten Zylinders 33 bzw. untersten
Zylinders 31 aufgebaut sind. In der Praxis genügen in der
Regel drei Stellen für
die Kraftübertragungselemente,
verteilt über
den Umfang, bei Bedarf können
jedoch auch mehr Stellen verwendet werden.
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In 5 wird die Bodenplatte 20 in
der Draufsicht dargestellt. Der unterste Zylinder 31 ist nach
außen
mit der Lagerungskassette 21 verkleidet. Die Antriebskette 43 ist
von Kettenführungen 44 zu dem
Arbeitsrad 41 des Motors 40 geführt. Da
das Antriebsrad 42 fest mit dem untersten Zylinder 31 verbunden
ist, versetzt also die Betätigung
des Motors 40 den untersten Zylinder 31 in eine
gleichgerichtete Drehbewegung.
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Im
eingefahrenen Ausgangszustand ruhen die Zylinder 32, 33 innerhalb
des untersten Zylinders 31 (2).
Wird nun der Antriebsmotor 40 betätigt, so möchte sich der unterste Zylinder 31 drehen
und drückt
dabei das Kraftübertragungselement 34 des untersten
Zylinders 31 mit einer horizontalen Kraft gegen die Wandungen
der Führungsnut 35 des nächstkleineren
mittleren Zylinders 32. Dieser kann die horizontale Kraft
nicht unmittelbar in eine Drehbewegung umsetzen, weil er selbst
durch seine Kraftübertragungselemente 34 in
den Führungsnuten
des wiederum nächstkleineren
mittleren Zylinders 32 gehalten wird.
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Die
Kraft wird also analog weiter auf die inneren Zylinder 32 und
schließlich
auf den innersten, obersten Zylinder 33 übertragen.
Aber auch der oberste Zylinder 33 kann sich nicht ohne
Gegenkraft drehen, weil er fest mit der Podestplatte 10 ver bunden
ist, die gegen Eigendrehung gesichert ist (zum Beispiel durch Anliegen
an einer weiteren Podestplatte; die Sicherung gegen Eigendrehung
ist nicht dargestellt).
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Diese
Gegenkraft setzt sich aus Reibungskräften der Kraftübertragungselemente
in den Führungsnuten
und der Gewichtskraft innenliegender Zylinder zusammen. Erst wenn
die Antriebskraft die Gegenkraft übersteigt, die an einem der
Eingriffe zwischen Kraftübertragungselement 34 und
Führungsnut 35 auftritt,
zwingt die Antriebskraft das betreffende Kraftübertragungselement 34 zu
einer Bewegung in der Führungsnut 35.
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Dabei
drehen sich der angetriebene unterste und die weiteren Zylinder
absteigenden Durchmessers bis zu dem und einschließlich desjenigen
größeren Durchmessers
der beiden, an dem der genannte Eingriff besteht. Da die Führungnut
zur Horizontalen geneigt ist, werden dabei der Zylinder kleineren Durchmessers
der beiden, an denen der Eingriff besteht, sowie alle innerhalb
liegenden einschließlich des
obersten Zylinders 33 und auch der Podestplatte 10 angehoben.
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Die
beschriebene schraubenartige Hubbewegung kann sich aber zunächst nur
so lange fortsetzen, bis das Kraftübertragungselement 34 das
Ende der Führungsnut 35 erreicht.
Dann wird die Hubbewegung nach einem völlig analogen Mechanismus durch
Bewegung eines anderen Kraftübertragungselementes 34 eines
anderen Zylinders in der Führungsnut 35 eines
weiteren Zylinders fortgesetzt.
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Bevorzugt
wird zunächst
der oberste Zylinder 33 und nachfolgend die anderen in
der Reihenfolge zunehmenden Durchmessers nach oben gezwungen werden,
weil sie jeweils die geringste entgegenwirkende Gewichtskraft erfahren.
Genauso wird jeweils die Schraubbewegung bis zum Anschlag fortgesetzt
werden, ehe sie an einem anderen Eingriff zwischen Kraftübertragungselement 34 und
Führungsnut 35 aufgenommen
wird, weil die Gleitreibung der einmal eingesetzten Bewegung kleiner
ist als die Haftreibung der ruhenden Zylinder.
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Für die Erfindung
spielt es aber keine Rolle, ob sich die Zylinder in regelmäßiger Reihenfolge
oder gänzlich
ungeordnet oder sogar einander vor Erreichen des Anschlags abwechselnd
nach oben bewegen. Es ist nur erfindungswesentlich, daß die Antriebsleistung
in jedem Fall in Hubarbeit umgesetzt wird. Haben bei fortgesetzter
Drehbewegung des untersten Zylinders alle Kraftübertragungselemente 34 die
Enden der Führungsnuten 35 erreicht,
so ist die Hubsäule
maximal ausgefahren (vgl. 1).
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Bei
dem beschriebenen Prozess wird die Podestplatte 10 stufenlos
nach oben gefahren und kann in jeder Zwischenposition durch Unterbrechen
des Antriebs und somit der Drehbewegung stabil verharren. Dabei
wirkt eine Arretierung des Motors 40 als Verriegelungseinrichtung,
weil der drehfest arretierte Motor 40 Drehbewegungen der
Zylinder 31, 32 und 33 verhindert und
somit die Kraftübertragungselemente 34 sich
nicht in den Führungsnuten 35 bewegen
können.
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Bei
Umkehrung der Drehbewegung fährt
das Podest entsprechend nach unten. Wiederum aufgrund der Gewichtskraft
dürfte
sich zunächst
der zweitgrößte Zylinder,
also der unterste der mittleren Zylinder 32, nach unten
bewegen, in gleichmäßiger durch
absteigenden Durchmesser gegebener Nachfolge der restlichen Zylinder 32, 33.
Auch diese Reihenfolge ist aber aus den aufgeführten Gründen für die Funktion der Säule 30 nicht
wesentlich. Haben alle Kraftübertragungselemente 34 das
nunmehr andere Ende der Führungsnuten 35 erreicht,
so ist die Säule 30 wieder
vollständig
eingefahren (2).
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6 zeigt eine weitere Ausführungsform
einer Höhenverstellung
gemäß der Erfindung.
Diese Ausführungsform
unterscheidet sich von der ersten durch eine zweite Säule 130 als
Hubsäule
und eine Erweiterung des Antriebsmechanismus, um auch die zweite
Säule 130 als
Hubsäule
durch den Antriebsmotor 40 anzusteuern.
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Die
beiden Säulen 30, 130 sind
mit der Podestplatte fest und mit der Bodenplatte 20 über je ein erstes
und ein zweites Antriebsrad 42, 142 gleichen Umfangs
mittels einer ersten und einer zweiten Lagerung 22, 122 verbunden.
Der jeweils unterste Zylinder 31, 131 wird durch
eine erste und eine zweite Lagerungskassette 21, 121 nach
außen
verkleidet. Aufbau und Funktion der Säulen 30, 130 sind
ansonsten identisch zu der oben beschriebenen ersten Ausführungsform,
wobei hier speziell noch alle Neigungswinkel zweckmäßigerweise
gleich sind, welche die Kraftübertragungselemente 34 und
die Führungsnuten 35 jeweils
mit der Horizontalen einschließen.
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In 7 wird der Antriebsmechanismus
veranschaulicht. Der Antriebsmotor 40 treibt zugleich ein
erstes und ein zweites Arbeitsrad 41, 141 gleichen
Umfangs. Eine erste Antriebskette 43 überträgt über ein Umlenkrad 45 und
durch Kettenführungen 44 hindurch
die Drehbewegung auf das erste Antriebsrad 42. Eine zweite
Antriebskette 143 überträgt über ein
Umlenkrad 145 und durch Kettenführungen 144 die Drehbewegung
auf ein zweites Antriebsrad 142 mit gleichem Umfang wie
das Antriebsrad 42. Da die Arbeitsräder 41, 141 und
die Antriebsräder 42, 142 jeweils
gleichen Umfang haben, drehen sie sich bei gegebenem Vorschub des
Motors um den gleichen Winkel.
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Da
auch die Führungsnuten 35 in
den Zylindern der ersten und der zweiten Säule 30 bzw. 130 den
gleichen Neigungswinkel haben, bewirkt eine Drehung des der untersten
Zylinders 31, 131 um den gleichen Winkel dies
gleiche Hubhöhe.
Die Podestplatte 10 wird somit immer von beiden Hubsäulen gleichmäßig gehoben
oder abgesenkt, und durch die starre Verbindung beider Säulen 30, 130 mit
der Podestplatte 10 werden deren Eigendrehungen wirksam
und ohne äußere Hilfsmittel
verhindert.
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Die
Funktionsweise der Höhenverstellung gemäß der zweiten
Ausführungsform
unterscheidet sich ansonsten nicht weiter von derjenigen der ersten Ausführungsform.
Statt der Kettenkonstruktion, die den Antrieb eines einzigen Motors
auf beide Hubsäulen überträgt, können alternativ
auch mehrere synchronisierte Motoren Verwendung finden. Ganz analog
kann auch eine Höhenverstellung
aus mehr als zwei Hubsäulen
aufgebaut werden, die von einer entsprechenden Anzahl Ketten angetrieben
werden.
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Die 8a bis 8f zeigen Varianten von Ausführungsformen,
die von einer separaten Hubeinrichtung 40a aus- und eingefahren
werden, die zwischen der Podestplatte 10 und der Bodenplatte 20 angeordnet
ist. Die als Trag- bzw. Führungssäulen ausgebildeten
Säulen 30 sind
Prismen und dienen der Führung
der Hubbewegung bzw. tragen nach Verriegelung der zwischen den Säulenelementen
angebrachten Verriegelungseinrichtungen die Podestplatte in einem
ausgefahrenen Zustand.
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In
den 8a und 8b sind zwei derartige Säulen 30 von
quadratischem Querschnitt vorgesehen. 8c und 8d zeigt eine ähnliche
Ausführungsform
mit zwei Säulen
von rechteckigem Querschnitt, während
in den 8e und 8f eine einzige Säule 30 vorgesehen
ist, die wie gezeigt zweckmäßigerweise
rechteckigen Querschnitt haben kann und bei der die Hubeinrichtung 40a in
ihrem Innenraum vorgesehen ist.
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9 erläutert eine weitere Ausführungsform,
bei der die Säulen 30 drehfest,
aber über
ein Gelenk 11 mit der Podestplatte 10 verbunden
sind. Durch unterschiedliche Ausfahrhöhe der beiden Säulen kann
damit auch die Neigung der Podestplatte 10 gegen die Horizontale
variiert werden.
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Insgesamt
löst die
Erfindung die beschriebene Aufgabe, indem sie die Last gleichmäßig auf
die große
Zahl der Säulenelemente
verteilt und damit eine zuverlässige
und wartungsärmere,
folglich auch langlebigere Funktion der Höhenverstellung sichert. Die
eingeleitete Kraft wird nahezu gleichmäßig in Hubhöhe umgesetzt, und die Dimensionierung
eines Antriebsmotors muss sich nicht nach Lastspitzen ausrichten.
Jede Leistungsreserve des Motors kann somit voll als Auftriebsreserve
für zusätzliche
Lasten ausgenutzt werden. Schließlich verhindert die Erfindung,
indem die beweglichen Teile der Vorrichtung zur Höhenverstellung
von vorneherein nicht von außen
durchdringbar gemacht sind, wirksam Störungen oder gar Verletzungen
durch in die Vorrichtung eindringende Fremdkörper.
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Obwohl
die Erfindung anhand der Ausführungsbeispiele
mit bestimmten Merkmalskombinationen beschrieben worden ist, so
umfasst sie doch auch solche
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Ausführungsformen,
bei denen die genannten Merkmale in anderer vorteilhafter Weise
miteinander kombiniert werden.
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- 10
- Podestplatte
- 11
- Gelenk
- 20
- Bodenplatte
- 21
- Lagerungskassette
- 22
- drehbare
Lagerung
- 30
- Säule
- 31
- erster
Zylinder
- 32
- mittlere
Zylinder
- 33
- zweiter
Zylinder
- 34
- Kraftübertragungselement
- 35
- Führungsnut
- 40
- Antriebsmotor
- 40a
- Hubeinrichtung
- 41
- Arbeitsrad
- 42
- Antriebsrad
- 43
- Antriebskette
- 44
- Kettenführung
- 45
- erstes
Umlenkrad
- 121
- zweite
Lagerungskassette
- 130
- zweite
Säule
- 131
- unterster
Zylinder
- 141
- zweites
Arbeitsrad
- 142
- zweites
Antriebsrad
- 143
- zweite
Antriebskette
- 144
- zweite
Kettenführung
- 145
- zweites
Umlenkrad