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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Drehteil, insbesondere eine Walze
oder einen Zylinder einer Maschine zur Herstellung und/oder Bearbeitung einer
Materialbahn, vorzugsweise einer Papier- oder Kartonbahn, welches
durch eine Drehlageranordnung um eine Drehachse drehbar gelagert
und mittels eines elektrischen Hohlwellenmotors, umfassend einen
bezüglich
der Drehachse drehfesten Stator und einen relativ zu diesem drehenden
Läufer,
zur Drehung um die Drehachse antreibbar ist, wobei der Läufer mit
in einem einen Luftspalt bildenden radialen Abstand zum Stator und
in Drehmomentübertragungsverbindung
mit dem Drehteil an diesem angeordnet ist. Die vorliegende Erfindung
betrifft weiterhin eine Maschine zur Herstellung oder/und Bearbeitung einer
Materialbahn, vorzugsweise einer Papier- oder Kartonbahn, mit einem
erfindungsgemäßen Drehteil, vorzugsweise
in Form einer Walze oder/und eines Zylinders.
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Ein
derartiges Drehteil ist als Walze für eine Papiermaschine aus der
DE 100 25 316 A1 bekannt. Die
aus der genannten Druckschrift bekannten Walzen weisen an ihren
Längsenden
Wellenstümpfe
auf, welche durch ein Wälzlager
drehbar gelagert und durch einen Hohlwellenmotor zur Drehung angetrieben
sind. Dabei ist der Läufer
des Hohlwellenmotors auf den Wellenstumpf aufgesteckt und vom Stator umgeben.
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Der
bezüglich
des Drehteils ruhende Lagerring des Wälzlagers und der Stator des
Hohlwellenmotors sind in einem gemeinsamen Gehäuse möglichst koaxial angeordnet.
Als Drehlageranordnung ist ein Wälzlager
gewählt,
welches zusätzlich
zur vorgesehenen Drehung des Wellenstumpfes um die Drehachse auch
eine Ausgleichskippung um eine zur Drehachse orthogonale Kippachse
ermöglicht.
Dies ist notwendig, da sich das Drehteil unter Last statisch und
dynamisch verformt, so dass die tatsächliche Drehachse des Drehteils
von der idealen Drehachse abweicht, in der Regel sogar zeitlich
und räumlich veränderlich.
Durch diese Abweichung geht die Koaxialität zwischen Hohlwellenmotor
und Wälzlager verloren.
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Nachteilig
an dem bekannten Drehteil ist, dass der Luftspalt zwischen dem Läufer und
dem Stator des Hohlwellenmotors ausreichend groß gewählt werden muss, um eine Verformung
bzw. Verlagerung des Wellenstumpfes im Betrieb zu gestatten, ohne
dass der auf diesen aufgesetzte Läufer mit dem ihn umgebenden
Stator in Kontakt kommt. Durch den erforderlichen großen Luftspalt
wird der Wirkungsgrad des elektrischen Antriebs unerwünschterweise gesenkt.
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Es
ist im Stand der Technik eine Lösung
bekannt, dieser betriebsbedingten Verlagerung des Wellenstumpfes
von der idealen Drehachse weg dadurch entgegenzuwirken und somit
einen geringeren Luftspalt zwischen Läufer und Stator zu erhalten, dass
man zusätzliche
Lager zwischen Läufer
und Stator vorsieht. Dies führt
jedoch nicht nur zu zusätzlichen
Kosten, sondern es muss unter Umständen auch der Wellenstumpf
länger
ausgebildet werden, um Lagerstellen für die Anbringung der zusätzlichen Lager
zu schaffen. Zum einen ist der erforderliche Bauraum häufig nicht
vorhanden, zum anderen begünstigt
gerade eine Verlängerung
des Wellenstumpfes dessen unerwünschte
Verformung bzw. Verlagerung.
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Es
ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein gattungsgemäßes Drehteil
bereitzustellen, welches von einem Elektromotor mit hohem Wirkungsgrad
zur Drehung angetrieben werden kann, und welches gleichzeitig kostengünstig herstellbar ist.
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Die
vorliegende Aufgabe wird gelöst
durch ein Drehteil der eingangs genannten Art, bei welchem die Drehlageranordnung
im Wesentlichen ausschließlich
eine Drehung um die Drehachse zulässt und bei welchem so wohl
der Stator als auch die Drehlageranordnung zur gemeinsamen Kippung
um wenigstens eine zur Drehachse im Wesentlichen orthogonale Kippachse
kippbar gelagert sind.
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Da
die Drehlageranordnung im Wesentlichen ausschließlich eine Drehung um die Drehachse,
jedoch keine Verkippung um eine zur Drehachse orthogonale Kippachse
zulässt,
wird die Lagegenauigkeit von Läufer
und Stator zueinander erhöht. "Im Wesentlichen" bedeutet dabei,
dass derartige Verkippungen auch bei hochsteifen Lagern aufgrund
von endlich großen
Materialelastizitäten
nie vollständig ausgeschlossen
werden können.
Solche auftretenden Minimalverkippungen spielen jedoch im vorliegenden
Fall keine Rolle. Die bezeichneten Lager sind solche, welche ein
Kippmoment um eine zur vorgesehenen Drehachse orthogonale Kippachse
abstützen, d.h.
auf ihre Lagerstelle übertragen.
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Jedoch
sind Lager in der Regel lediglich dazu ausgelegt, Drehmomente um
eine zur idealen Drehachse orthogonale Achse bis zu einer gewissen Höhe abzustützen, wie
sie bei einer dynamischen Verformung von großen oder/und schnelldrehenden Drehteilen
auftreten. Da die Drehlageranordnung und der Stator zur gemeinsamen
Kippung um wenigstens eine zur Drehachse im Wesentlichen orthogonale
Kippachse gelagert sind, kann sich das Drehteil unter den einwirkenden
statischen und vor allem dynamischen Lasten verformen, ohne dass
dies zum einen zu zu hohen Spannungen in der Drehlageranordnung
und zum anderen zu einer Verlagerung des Läufers bezüglich des Stators führt.
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Eine
durch eine Verformung bzw. Verlagerung des Drehteils bedingte Verlagerung
des Läufers wirkt
sich somit nicht oder nur sehr geringfügig auf den Luftspalt zwischen
Läufer
und Stator aus, da der Stator durch die gleiche Verformung des Drehteils, welche
den Läufer
verlagert, ebenfalls verlagert wird. Im Ergebnis ändert sich
der Luftspalt zwischen Läufer
und Stator selbst bei großen
Verformungen und Verlagerungen des Drehteils nur in sehr geringem Maße.
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Als
Folge kann der Luftspalt zwischen Stator und Läufer sehr klein gewählt und
damit der Wirkungsgrad des Hohlwellenmotors verglichen mit den Lösungen des
Standes der Technik beträchtlich
erhöht
werden.
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Ist
die im Betrieb auftretende Verformung bzw. Verlagerung des Drehteils
bekannt, kann es ausreichen, die Drehlageranordnung und den Stator zur
gemeinsamen Kippung um genau eine zur Drehachse im Wesentlichen
orthogonale Kippachse kippbar zu lagern.
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Liegt
dagegen eine unbestimmte oder unvorhersehbare Verformungs- bzw.
Verlagerungssituation vor, kann trotzdem ein Hohlwellenmotor mit
hohem Wirkungsgrad eingesetzt werden, wenn die Drehlageranordnung
und der Stator zur gemeinsamen Kippung um zwei zueinander und zur
Drehachse im Wesentlichen orthogonale Kippachsen kippbar gelagert
sind. Diese konstruktive Ausgestaltung ermöglicht es auch, im Hohlwellenmotor
einen geringen Luftspalt selbst bei sich im Betrieb zeitlich und räumlich ändernder
Verformung bzw. Verlagerung des Drehteils vorzusehen.
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Wichtig
ist dabei, dass der Hohlwellenmotor und die Drehlageranordnung bezüglich der
Drehachse koaxial angeordnet sind. Eine stabile koaxiale Anordnung
trotz einer auftretenden Verformung bzw. Verlagerung des Drehteils
unter Last lässt
sich konstruktiv in einfacher Weise erreichen, indem das Drehteil
ein bezüglich
der Drehachse drehfestes, kippbar gelagertes Gehäuseteil aufweist, an welchem
die Drehlageranordnung abgestützt
und die Magnetfelderzeugungsvorrichtung des Stators vorgesehen.
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Das
Gehäuseteil
kann kardanisch kippbar gelagert sein, was zu einer hohen Lebensdauer
der Kipplagerung führt,
da für
jede vorgesehene Kippachse ein eigenes Gelenk vorhanden ist. Dies
vermindert die auf jedes vorhandene Gelenk wirkende Gesamtbelastung.
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Da
das Drehteil in der Regel eine, etwa zur Führung oder Trocknung einer
Materialbahn vorgesehene, Funktionsoberfläche aufweist, ist es vorteilhaft,
zur Vermeidung einer Störung
der Funktion des Drehteils an dem Drehteil einen Träger vorzusehen, an
welchem die Drehlageranordnung abgestützt und die Magnetfelderzeugungsanordnung
des Läufers vorgesehen
ist.
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In
einer modularen Bauweise, welche die Auswechslung einzelner Baugruppen
im Falle einer Wartung oder einer Montage erleichtert, kann der Träger über ein
Verbindungsglied mit einem koaxial an dem Drehteil vorgesehenen
Wellenstumpf zur Drehmomentübertragung
verbunden sein. Ist dagegen eine möglichst geringe Anzahl an Bauteilen
des Drehteils erwünscht,
kann alternativ eine integrierte Bauweise des Drehteils realisiert
werden, indem der Träger
der koaxial an dem Drehteil vorgesehene Wellenstumpf selbst ist.
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Zur
Erhöhung
der Lebensdauer der Drehlageranordnung kann in dem zwischen dem
Gehäuseteil
und dem Träger
vorhandenen Raum ein Schmiermittel vorgesehen sein. Zur Vermeidung
eines Austritts des Schmiermittels, vor allem zu Funktionsoberflächen des
Drehteils hin, sollte das Gehäuseteil
und der Träger
gegen einen Austritt eines zwischen diesen vorhandenen Schmiermittels
abgedichtet sein.
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Gemäß einer
ersten vorteilhaften Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung kann die Drehlageranordnung zwei in Richtung
der Drehachse mit. Abstand voneinander angeordneten Lager umfassen.
Dies gestattet eine Aufnahme selbst von großen Lastmomenten. Zusätzlich können die
Magnetfelderzeugungsanordnung des Läufers und die Magnetfelderzeugungsvorrichtung
des Stators zwischen den Lagern angeordnet sein. Bei dieser Anordnung befindet.
sich die Magnetfelderzeugungsanordnung und die Magnetfelderzeugungsvorrichtung
zwischen zwei Stützstellen,
so dass eine Verlagerung von Magnetfelderzeugungsanordnung und -vorrichtung
relativ zueinander nahezu vollständig
ausgeschlossen ist. Als Lager können
hydrostatische Gleitlager verwendet werden, vorzugsweise werden
jedoch Wälzlager
eingesetzt. Bei dieser Ausführungsform
können zwei
Wälzlager
als Fest-Los-Lager in bekannter Weise angeordnet sein.
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Alternativ
kann gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung die Drehlageranordnung in Richtung der
Drehachse mit Abstand von der Magnetfelderzeugungsanordnung des Läufers und
der Magnetfelderzeugungsvorrichtung des Stators angeordnet sein.
Diese Ausführungsform hat
den Vorteil, dass man kostengünstig
mit lediglich einem Lager auskommt, welches wiederum ein hydrostatisches
Gleitlager oder ein Wälzlager
sein kann, wobei das Wälzlager
bevorzugt ist. Außerdem bestehen
mehr Freiheitsgrade in der Wahl des Ortes der Anordnung des Hohlwellenmotors.
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Bei
allen genannten Ausführungsformen sollten
die Drehlageranordnung, der Läufer
und der Stator nahe beieinander angeordnet sein, um das gemeinsame
Verkippen zu erleichtern. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die
wenigstens eine Kippachse in der Nähe sowohl der Drehlageranordnung
als auch des Stator verläuft,
um bei einer Kippung nur eine geringe Verlagerung von Drehlageranordnung
und Stator zu erreichen. So verläuft
vorteilhafterweise bei der erstgenannten Ausführungsform die wenigstens eine Kippachse,
vorzugsweise alle Kippachsen, in einem sich in Richtung der Drehachse
zwischen einschließlich
den beiden Lagern der erstreckenden Bereich. Bei der letztgenannten
Ausführungsform
verläuft
die wenigstens eine Kippachse, vorzugsweise alle Kippachsen, in
einem sich in Richtung der Drehachse zwischen einschließlich der
Drehlageranordnung und dem Stator erstreckenden Bereich. Die obigen
Angaben begrenzen den jeweils genannten Bereich nur in axialer Richtung.
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Zwar
reicht grundsätzlich
bei einem Drehteil ein Hohlwellenmotor und eine Drehlageranordnung zur
Lagerung und zum Antrieb des Drehteils aus. Eine steifere Lagerung
erhält
man unter Verwendung von einer Drehlageranordnung an je einem Längsende
des Drehteils. Je nach Gestalt des Drehteils kann es jedoch bei
in Richtung der Drehachse länglichen Drehteilen
zur Vermeidung von Verwindungen durch einseitige Einleitung eines
Drehmoments oder zum schnellen Anlauf (Drehbeschleunigung) vorteilhaft sein,
an jedem axialen Längsende
eine Drehlageranordnung und einen Hohlwellenmotor mit einem oder mehreren
der oben genannten Merkmale vorzusehen.
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Eine
möglichst
gleichmäßige Belastung
sowie ein möglichst
gleichmäßiges Antriebsdrehmoment
kann bei einem Drehteil erhalten werden, welches es bezüglich einer
zur Drehachse orthogonalen Drehteil-Symmetrieebene im Wesentlichen
symmetrisch ist.
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Das
obige Drehteil eignet sich besonders als Walze oder Zylinder für eine Maschine
zur Herstellung oder/und Bearbeitung einer Materialbahn, vorzugsweise
einer Papier- oder Kartonbahn, weshalb eine solche mit erfindungsgemäßen Drehteilen
bestückte
Maschine einen eigenen Wert besitzt, für den unabhängiger Schutz angestrebt wird.
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Die
vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand der beiliegenden
Zeichnungen näher
erläutert.
Es stellt dar:
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1 eine schematische Querschnittsansicht
eines Längsendbereichs
einer ersten Ausführungsform
eines Drehteils gemäß der vorliegenden Erfindung,
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2 eine schematische Querschnittsansicht
eines Längsendbereichs
einer zweiten Ausführungsform
eines Drehteils gemäß der vorliegenden Erfindung,
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3a, 3b eine Ansicht in Richtung der Drehachse
sowie eine Seitenansicht einer um eine Kippachse kippbaren Lagerung
von Drehlageranordnung und Stator, sowie
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4a, 4b eine Ansicht in Richtung der Drehachse
sowie eine Seitenansicht einer um zwei Kippachsen kippbaren Lagerung
von Drehlageranordnung und Stator.
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In 1 ist eine Walze einer Maschine
zur Bearbeitung von Papier- oder Kartonbahnen allgemein mit 10 bezeichnet.
Die Walze 10 umfasst einen im Wesentlichen zylindrischen
Walzenkörper 12,
an dessen Längsenden
koaxial ein Wellenstumpf 14 vorgesehen ist. Die Walze 10 ist
um eine Drehachse 16 drehbar gelagert.
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An
dem Wellenstumpf 14 ist ein Hohlwellenmotor 18 vorgesehen.
Der Hohlwellenmotor 18 umfasst einen drehfest mit dem Wellenstumpf 14 verbundenen
Läufer 20 sowie
einen den Läufer
in einem radialen Abstand umgebenden Stator 22. Zwischen der
Magnetfelderzeugungsanordnung 24 des Läufers 20 und der Magnetfelderzeugungsvorrichtung 26 des
Stators 22 ist ein Luftspalt 27 gebildet.
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Der
Läufer 20 umfasst
einen hülsenartigen Träger 28,
welcher über
einen Spannsatz 30 oder andere geeignete, eine Drehmomentübertragung
gestattende Verbindungsmittel mit dem Wellenstumpf 14 verbunden
ist. An seiner radial äußeren Umfangsfläche 32 ist
sowohl die Magnetfelderzeugungsanordnung 24 aufgenommen
als auch eine Drehlageranordnung 34 abgestützt. Die
Drehlageranordnung 34 umfasst zwei in Richtung der Drehachse 16 mit
Abstand voneinander angeordnete Wälzlager 36 und 38,
von denen eines (in 1 das
linke Wälzlager 36)
als Festlager und das andere (in 1 das
rechte Wälzlager 38)
als Loslager vorgesehen sind.
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Die
Magnetfelderzeugungsanordnung 24 umfasst vorzugsweise Permanentmagnete,
die zur Sicherstellung einer möglichst
effektiven Drehmomentübertragung
in Vertiefungen der Außenumfangsfläche 32 des
Trägers 28 oder
alternativ in Vertiefungen der Außenumfangsfläche des
Wellenstumpfes 14 eingesetzt sein können. Es ist aus Kostengesichtspunkten
auch möglich,
die Außenumfangsfläche des
die Magnetfelderzeugungsanordnung 24 tragenden Elements
nicht mit Ausnehmungen zu versehen, sondern die Magnetfelderzeugungsanordnung 24 etwa über Spannringe
reibschlüssig
an der jeweiligen Trägeroberfläche festzulegen.
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Radial
außen
sind die beiden Wälzlager 36 und 38 an
einem Gehäuseteil 40 abgestützt, welches die
Magnetfelderzeugungsvorrichtung 26 des Stators 22 trägt. Die
Magnetfelderzeugungsanordnung 24 und die Magnetfelderzeugungsvorrichtung 26 sind dabei
vorteilhaft zwischen den beiden Wälzlagern 36 und 38 vorgesehen,
da aufgrund der steifen Wälzlager 36 und 38 in
dem zwischen ihnen liegenden Raum keine oder nur sehr geringe lastbedingte
Verformungen auftreten. Dies hat zur Folge, dass der Luftspalt zwischen
Magnetfelderzeugungsanordnung 24 und Magnetfelderzeugungsvorrichtung 26 sehr
klein gewählt
werden kann, was den Wirkungsgrad des Hohlwellenmotors 18 beträchtlich
erhöht.
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Der
zwischen Gehäuseteil 40 und
Träger 28 gebildete
Raum ist durch Dichtungen 42 nach außen abgedichtet, so dass in
diesem Raum ein Schmiermittel eingefüllt sein kann. Dies erhöht die Lebensdauer
der eingesetzten Wälzlager 36 und 38.
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Gemäß einer
vorteilhaften Variante der vorliegenden Erfindung kann die Magnetfelderzeugungsanordnung 24 unmittelbar
an dem Wellenstumpf 14 vorgesehen sein, welcher dann als
Träger fungiert.
Ebenso können
die Wälzlager 36 und 38 radial
innen an der Außenumfangsfläche des
Wellenstumpfes 14 als Träger abgestützt sein. Dadurch werden der
in 1 dargestellte Träger 28 und
die benötigten
Verbindungsmittel 30 als Bauteile eingespart. Andererseits
hängt das
vom Hohlwellenmotor erzeugbare Drehmoment vom Umfang des Läufers und
des Stators ab, welcher dann durch die Abmessungen des Wellenstumpfs
begrenzt ist.
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Unter
Last kann es aufgrund von Unwuchten oder anderen dynamischen Einflüssen zu
einer Verformung der Walze 10 kommen, so dass die tatsächlich vorhandene
Drehachse nicht mehr mit der idealen Drehachse 16 zusammenfällt. Eine
solche unter Last real auftretende Drehachse ist in 1 mit 16' bezeichnet. Zur Verdeutlichung
der Verformung der Drehachse 16' ist diese übertrieben dargestellt.
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Um
zu vermeiden, dass derartige Verformungen Spannungen in der Drehlageranordnung 34 erzeugen,
die unter Umständen
zur Zerstörung
der Drehlageranordnung 34 führen können, ist das Gehäuseteil 40 durch
ein Drehgelenk 44 kippbar gelagert. Das Drehgelenk 44 kann
um eine zur Drehachse 16 sowie zur Zeichenebene der 1 orthogonale Kippachse
A1 kippen. Damit kann der Hohlwellenmotor 18, d. h. genauer
der Stator 22 und die daran abgestützte Drehlageranordnung 34 einer
Verformung der Walze 10 folgen. Die Kippachse A1 liegt
in einem axialen Bereich a1, welcher sich in Richtung der Drehachse 16 zwischen
den beiden Lagern 36 und 38 erstreckt. Dadurch
wird die von dem Stator 22 und von der Drehlageranordnung 34 bei
einer Kippung um die Kippachse A1 tatsächlich zurückgelegte Wegstrecke möglichst
gering gehalten.
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2 zeigt eine weitere Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung. Dabei sind gleiche Bauteile wie in 1 mit gleichen Bezugszeichen
versehen, jedoch erhöht
um die Zahl 100. Die Ausführungsform der 2 wird lediglich insoweit beschrieben,
als sie sich von der in 1 dargestellten
unterscheidet, auf deren Beschreibung ausdrücklich verwiesen wird.
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Wesentlicher
Unterschied zwischen den in 1 und 2 gezeigten Ausführungsformen
ist, dass 2 als Drehlageranordnung 134 ein
zwei reihiges Kegelrollenlager mit einer ersten Kegelrollenlagerreihe 136 und
einer an dieser anliegenden zweiten Kegelrollenreihenreihe 138 verwendet
wird. Die Magnetfelderzeugungsanordnung 124 des Läufers 120 ist
in Richtung der Drehachse 116 neben der Drehlageranordnung 134 nahe
derselben angeordnet. Bei dieser Anordnung der Drehlageranordnung und
des Hohlwellenmotors wird in Richtung der Drehachse 116 sehr
wenig Bauraum beansprucht, so dass sie auch an kürzeren Wellenstümpfen 114 vorgesehen
werden kann.
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Darüber hinaus
ist die Drehlageranordnung 134 radial innen unmittelbar
an der Außenumfangsfläche des
Wellenstumpfes 114 abgestützt. Wie zuvor beschrieben,
kann alternativ auch die Magnetfelderzeugungsanordnung 124 statt
am Träger 128 unmittelbar
an der Außenumfangsfläche des
Wellenstumpfes 124 vorgesehen sein.
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Weiterhin überragt
bei der Ausführungsform der 2 das Gehäuseteil 140 den
Wellenstumpf 114 in Richtung der Drehachse 116 und
ist mit einem Deckel 146 bedeckt, so dass der Wellenstumpf 114 in seinem
axialen Längsendbereich
sowohl mantel- als auch stirnseitig von dem Gehäuse des Hohlwellenmotors 118 umgeben
ist. Dadurch kann weiterhin eine Dichtung eingespart werden, da
lediglich eine einzige Dichtung 142 auf der Wellenstumpfeintrittsseite
des Gehäuses
des Hohlwellenmotors 118 ausreicht.
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Die
Kippachse A1 des Lagers 144 liegt in einem axialen Bereich
a2, welcher sich in Richtung der Drehachse 16 zwischen
der Drehlageranordnung 134 und dem Stator 122 erstreckt.
Dadurch wird die von dem Stator 122 und von der Drehlageranordnung 134 bei
einer Kippung um die Kippachse A1 tatsächlich zurückgelegte Wegstrecke möglichst
gering gehalten. Bevorzugt liegen die Kippachsen in der Mitte der
Lagerung 134.
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In
den 3a und 3b ist eine um lediglich eine
zur Drehachse orthogonale Kippachse A2 kippbare Lagerung von Stator
und Drehlageranordnung gezeigt. 3a zeigt
dabei eine Ansicht in Richtung der Drehteil-Drehachse, 3b zeigt eine den 1 und 2 entsprechende Seitenansicht.
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Gleiche
Bauteile wie in 2 sind
in 3a und 3b mit gleichen Bezugszeichen
versehen, jedoch erhöht
um die Zahl 100. Auf die Beschreibung von 1 wird ausdrücklich verwiesen.
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Das
Gehäuseteil 240 weist
hierzu zwei diametral gegenüberliegende
und voneinander weg verlaufende Zapfen 260 und 262 auf,
welche im montierten Zustand des Gehäuseteils 240 im Wesentlichen orthogonal
zur Drehachse 216 angeordnet sind. Darüber hinaus sind im gezeigten
Beispielsfalle die Zapfen 260 und 262 auch parallel
zur Bezugsebene 264 eines Maschinenbetts oder eines Hallenbodens
angeordnet. Die beiden Zapfen 260 und 262 sind
in einem U-förmigen
Halter 266 um ihre Längsachse 263 drehbar
aufgenommen, welche die Kippachse A2 bildet. Die Kippachse A2 verläuft in einem
sich in Richtung der Drehachse erstreckenden axialen Bereich a3,
welcher, je nach Bauart der Lager-Antrieb-Einheit, den vorstehend
genannten Bereichen a1 oder a2 entspricht.
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Der
U-förmige
Träger 266 ist
dabei mit seinem Mittelschenkel 266a am Maschinenbett oder
am Hallenboden festgelegt. An den Längsenden des Mittelschenkels 266a steht
jeweils ein Schenkel 266b bzw. 266c ab, welche
Durchgangsöffnungen
aufweisen, in die die Zapfen 260 und 262 eingesetzt
sind.
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Die
in den 3a und 3b gezeigte Kipplagerung
ist in der Lage, sehr hohe Lasten aufzunehmen.
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In
den 4a und 4b ist eine modifizierte Kipplagerung
gemäß 3a und 3b dargestellt. Gleiche Bauteile wie
in den 3a und 3b sind in den 4a und 4b mit gleichen Bezugszeichen versehen,
jedoch erhöht
um die Zahl 100. Bezüglich
der Beschreibung dieser Bauteile wird auf die Beschreibung zu den
vorhergehenden Figuren verwiesen. Die Darstellungen der 4a und 4b entsprechen jenen der 3a und 3b.
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Die
Modifikation der 4a und 4b besteht darin, dass der
Schenkel 366a des U-förmigen
Trägers 366 an
einem Gelenk 370 um eine sowohl zu Drehachse 316 als
auch zu einer durch die Zapfen 360 und 362 definierten
Kippachse A2 orthogonale weitere Kippachse A3 kippbar gelagert ist.
Dadurch wird eine kardanische Aufhängung des Gehäuseteils 340 erreicht.
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Wie
zuvor ist auch die in den 4a und 4b gezeigte Kipplagerung
zur Aufnahme großer
Kräfte in
der Lage.
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Die
Kippachsen A2 und A3 verlaufen beide in dem sich in Richtung der
Drehachse erstreckenden axialen Bereich a3, welcher, je nach Bauart
der Lager-Antrieb-Einheit, den vorstehend genannten Bereichen a1
oder a2 entspricht.