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DE10318888B3 - Gasgenerator für ein Insassenschutzsystem eines Fahrzeugs - Google Patents

Gasgenerator für ein Insassenschutzsystem eines Fahrzeugs Download PDF

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DE10318888B3
DE10318888B3 DE10318888A DE10318888A DE10318888B3 DE 10318888 B3 DE10318888 B3 DE 10318888B3 DE 10318888 A DE10318888 A DE 10318888A DE 10318888 A DE10318888 A DE 10318888A DE 10318888 B3 DE10318888 B3 DE 10318888B3
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Benedikt Heudorfer
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Gasgenerator für ein Insassenschutzsystem eines Fahrzeugs mit einem eine Ausströmöffnung (100) aufweisenden Druckgasspeicher (1) zur Speicherung eines Druckgases, einer die Ausströmöffnung (100) verschließenden Bersteinrichtung (2) und einer ein Gas erzeugenden Auslösevorrichtung (5) zur Öffnung der Ausströmöffnung (100), wobei mindestens eine weitere Bersteinrichtung (3) vorgesehen ist, sich die Bersteinrichtungen (2, 3) bei verschlossenem Druckgasspeicher (1) gegeneinander abstützen und zwischen den Bersteinrichtungen (2, 3) mittels des erzeugten Gases der Auslösevorrichtung (5) ein erhöhter Druck zum Bersten einer Berstvorrichtung (2, 3) aufbaubar ist. Die Erfindung löst die Aufgabe, einen verbesserten Gasgenerator mit einem Druckgasspeicher anzugeben, bei dem der Druckgasspeicher sicher verschlossen und reaktionsschnell geöffnet werden kann.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Gasgenerator für ein Insassenschutzsystem eines Fahrzeugs gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Gasgeneratoren für Insassenschutzsysteme in Fahrzeugen dienen dazu, Gassäcke zum Schutz der Insassen bei einem Unfall mit Gas zu befüllen und aufzublasen. Je nach Anwendungsbereich des Gassackes ist es wünschenswert, dass der Gasdruck im Gassack über einen längeren Zeitraum, insbesondere über mehrere Sekunden, aufrecht erhalten bleibt. Dies ist insbesondere bei Gassäcken für den Seitenschutz notwendig, da ein Fahrzeugüberschlag im Allgemeinen eine gewisse Zeitdauer andauert, innerhalb derer der Gassack zum Schutz der Insassen prall gefüllt sein soll. Eine solche lange Standzeit ist mit einem Kaltgasgenerator erreichbar, bei dem ein kaltes Druckgas als Füllgas dient. Die von einem pyrotechnischen Gasgenerator erzeugten heißen Gase würden hingegen aufgrund ihrer schnellen Abkühlung zu einem ebenso schnellen Druckabfall innerhalb des Gassacks führen.
  • Kaltgasgeneratoren weisen im Allgemeinen einen Druckgasspeicher auf, in dem das gespeicherte Druckgas unter hohem Druck gespeichert ist. Zur Öffnung des Druckgasspeichers wird üblicherweise eine pyrotechnische Feststoffladung verwendet, die gleichzeitig einen Beitrag zur Füllung des Gassackes liefern kann. Man spricht dann von sogenannten Hybridgasgeneratoren.
  • Ein sicheres Verschließen des Druckgasspeichers auch bei hohen Außentemperaturen und ein schnelles und zuverlässiges Öffnen des Druckgasspeichers im Auslösefall ist für die zuverlässige Anwendung dieser Gasgeneratoren essentiell.
  • Ein solcher Hybridgasgenerator ist beispielsweise aus der DE 199 51 672 A1 bekannt. Ein Druckgasspeicher ist hier mit einer Berstscheibe gasdicht verschlossen. Die Berstscheibe stützt sich gegen den Behälterinnendruck an einer Stützeinrichtung ab, die durch den bei der Verbrennung einer pyrotechnischen Feststoffladung entstehenden Druck teilweise zerstörbar und/oder bewegbar ist.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, einen verbesserten Gasgenerator mit einem Druckgasspeicher anzugeben, bei dem der Druckgasspeicher sicher verschlossen und reaktionsschnell geöffnet werden kann.
  • Die Aufgabe wird durch einen Gasgenerator für ein Insassenschutzsystem eines Fahrzeuges gemäß dem Anspruch 1 gelöst.
  • Dem gemäß weist der Gasgenerator einen eine Ausströmöffnung aufweisenden Druckgasspeicher zur Speicherung eines Druckgases auf, wobei die Ausströmöffnung mit einer Bersteinrichtung verschlossen ist und zur Öffnung der Ausströmöffnung eine ein Gas erzeugende Auslösevorrichtung vorgesehen ist. Erfindungsgemäß ist, mindestens eine weitere Bersteinrichtung vorgesehen, wobei sich die Bersteinrichtungen bei verschlossenem Druckgasspeicher gegeneinander abstützen und zum Bersten einer Bersteinrichtung zwischen den Bersteinrichtungen mittels des erzeugten Gases der Auslösevorrichtung ein erhöhter Druck aufbaubar ist.
  • Die Grundidee der Erfindung ist also, den Druckgasspeicher mittels mindestens zweier Bersteinrichtungen zu verschließen. Die Bersteinrichtungen können insbesondere als Berstscheiben oder andere Membranen ausgeführt sein. Durch eine geeignete Festlegung der Festigkeitswerte, insbesondere durch die Materialwahl, die Dicke und die Geometrie der Bersteinrichtungen werden sie derart ausgebildet, dass sie dem Innendruck des Druckgasspeichers nur gemeinsam standhalten können. Als Konsequenz daraus werden bei Zerstörung einer ersten Bersteinrichtung auch die anderen Bersteinrichtungen unter dem Innendruck des Druckgasspeichers zerstört werden. Durch die Zerstörung mindestens einer Bersteinrichtung wird also die Öffnung des Druckgasspeichers erreicht.
  • Die Zerstörung einer ersten Bersteinrichtung wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass zwischen den Bersteinrichtungen mittels des erzeugten Gases der Auslösevorrichtung ein erhöhter Druck aufbaubar ist. Auf die äußere der Bersteinrichtungen wirkt daher der Druck des erzeugten Gases der Auslösevorrichtung und zusätzlich der Teil des Innendruckes des Druckgasspeichers, der von den innenliegenden Bersteinrichtungen auf die außenliegende Bersteinrichtung übertragen wird. Auf die innenliegenden Bersteinrichtungen wirkt hingegen der Innendruck des Druckgasspeichers abzüglich des erhöhten Drucks des erzeugten Gases der Auslösevorrichtung und abzüglich des Krafteintrages auf die äußeren Bersteinrichtungen. Die äußerste Bersteinrichtung wird daher bei Erreichen eines durch die Auslösevorrichtung aufgebauten, kritischen Druckes zuerst bersten. Die inneren Bersteinrichtungen können dann aufgrund ihrer Auslegung dem Innendruck des Druckgasspeichers nicht mehr standhalten und bersten ebenfalls. Damit wird der Druckgasspeicher geöffnet. Hierdurch wird zum einen ein sicheres Verschließen des Druckgasspeichers durch die mindestens zwei Bersteinrichtungen und zum anderen ein effizientes und schnelles Öffnen des Druckgasspeichers erreicht.
  • Um zwischen mindestens zwei Bersteinrichtungen zuverlässig und effizient einen erhöhten Druck aufbauen zu können, wird vorteilhaft zwischen mindestens zwei Bersteinrichtungen ein Hohlraum ausgebildet, in dem dann mittels des erzeugten Gases der Auslösevorrichtung ein erhöhter Druck aufbaubar ist. Zur Ausbildung des Hohlraumes ist es von Vorteil, wenn sich die beiden Bersteinrichtungen über ein Abstandselement gegeneinander abstützen, da über das Abstandselement unter anderem die Dimensionierung des Hohlraumes einfach eingestellt werden kann.
  • Das von der Auslösevorrichtung erzeugte Gas wird vorteilhaft über eine Gasleitung zwischen die mindestens zwei Bersteinrichtungen geleitet. Diese Gasleitung ist in einer kostengünstigen Variante direkt in eine die Bersteinrichtungen haltende Haltevorrichtung integriert. Diese Haltevorrichtung kann weiterhin direkt in das Gehäuse des Druckgasspeichers integriert werden, so dass hier durch Formung des Gehäuses des Druckgasspeichers gleichzeitig die Haltevorrichtung für die Bersteinrichtungen und die Gasleitung zur Leitung des von der Auslösevorrichtung erzeugten Gases hergestellt werden können.
  • Eine einfache Zuordnung der Auslösevorrichtung zu dem Druckgasspeicher wird dadurch erreicht, dass eine Gasaustrittsöffnung der Auslösevorrichtung direkt gegenüber der Gasleitung angeordnet ist, wobei zwischen der Gasaustrittsöffnung und der Gasleitung ein Spalt vorhanden sein kann. Da das Gas der Auslösevorrichtung mit hoher Geschwindigkeit aus der Gasaustrittsöffnung austritt, kann der so entstehende Gasstrahl direkt in die Gasleitung hinein gezielt werden. Eine direkte Verbindung der Gasaustrittsöffnung mit der Gasleitung ist daher nicht erforderlich. Hierdurch kann die Montage des Gasgenerators erheblich vereinfacht werden. In einer weiteren Variante ist es jedoch auch möglich, die Gasaustrittsöffnung mit der Gasleitung dichtend zu verbinden.
  • Soll das Gas der Auslösevorrichtung gleichzeitig zum Befüllen eines Gassackes dienen, so bietet es sich an, die Auslösevorrichtung direkt in eine Vorkammer einströmen zu lassen und dann von dieser Vorkammer in die Gasleitung zu führen. Der in der Vorkammer aufgebaute Druck der Auslösevorrichtung kann dann weiterhin zum Befüllen eines Gassackes verwendet werden.
  • Ein besonders kompaktes Baumaß des Gasgenerators wird in einer Weiterbildung der Erfindung dadurch erreicht, dass zwischen den Bersteinrichtungen ein gaserzeugender Treibsatz der Auslösevorrichtung vorgesehen ist. Der gaserzeugende Treibsatz kann sich dabei entweder über den gesamten Bereich der Ausströmöffnung des Druckgasspeichers oder nur in einem Teilbereich zwischen den Bersteinrichtungen befinden. Die Bersteinrichtungen können sich insbesondere auch über den Treibsatz gegeneinander abstützen. Um eine möglichst effiziente Ausnutzung des von dem Treibsatz entwickelten Gases zu erreichen bzw. einen möglichst kleinen Treibsatz verwenden zu können, bietet es sich an, den zwischen den Bersteinrichtungen liegenden Hohlraum im Wesentlichen gasdicht abzuschließen. Durch diese Ausführungsform, bei der ein Treibsatz der Auslösevorrichtung zwischen den Bersteinrichtungen liegt, lässt sich ein sehr kompaktes Baumaß des Gasgenerators erreichen. Das Baumaß bestimmt sich dabei im Wesentlichen nur durch die Ausdehnung des Druckgasspeichers. Die Auslösevorrichtung befindet sich dann im Wesentlichen im Verschluss der Ausströmöffnung des Druckgasspeichers.
  • Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnungen der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine Schnittdarstellung durch einen Gasgenerator im Bereich der Ausströmöffnung eines Druckgasspeichers;
  • 2 eine Schnittdarstellung durch einen Gasgenerator im Bereich der Ausströmöffnung eines Druckgasspeichers, wobei die Ausströmöffnung durch zwei Bersteinrichtungen verschlossen ist und zwischen den Bersteinrichtungen ein Hohlraum ausgebildet ist;
  • 3 eine Schnittdarstellung eines Gasgenerators im Bereich der Ausströmöffnung eines Druckgasspeichers mit zwei Bersteinrichtungen, die sich über ein Abstandselement gegeneinander abstützen;
  • 4 eine Schnittdarstellung durch einen weiteren Gasgenerator im Bereich der Ausströmöffnung eines Druckgasspeichers, bei dem Gas von einer Auslösevorrichtung zunächst in eine Vorkammer einströmbar ist;
  • 5 eine Schnittdarstellung durch einen Gasgenerator im Bereich der Ausströmöffnung eines Druckgasspeichers, wobei zwischen zwei Bersteinrichtungen ein gaserzeugender Treibsatz angeordnet ist; und
  • In 1 ist in einer Schnittdarstellung ein Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Gasgenerators gezeigt. Ein Druckgasspeicher in Form einer Druckgasflasche 1 mit einem Gehäuse 11 ist mit einem Druckgas gefüllt, das bei Auslösung des Gasgenerators zur Beaufschlagung beispielsweise eines Gassacks dient. Im Gehäuse 11 der Druckgasflasche 1 ist eine Ausströmöffnung 100 vorgesehen, aus der das in der Druckgasflasche 1 gespeicherte Druckgas ausströmen kann. Diese Ausströmöffnung ist durch zwei Bersteinrichtungen in Form vom Membranen 2, 3 verschlossen. Die beiden Membranen 2, 3 stützen sich dabei aneinander ab und sind in der in 1 gezeigten Ausführungsform durch den in der Druckgasflasche 1 herrschenden Innendruck nach außen hin ausgewölbt.
  • Die beiden Membranen 2, 3 sind so ausgestaltet, dass die dem in der Druckgasflasche 1 herrschenden Innendruck nur gemeinsam standhalten können. Eine einzige der beiden Membranen 2, 3 kann dem Innendruck hingegen nicht standhalten und birst unter dem aufgebrachten Druck. Nur durch die Abstützung der beiden Membranen 2, 3 gegeneinander kann eine zuverlässige Abdichtung der Druckgasflasche 1 erreicht werden.
  • Die beiden Membranen 2, 3 sind in einer Haltevorrichtung 12, die am Gehäuse 11 der Druckgasflasche 1 befestigt ist, gehalten. Es wird so ein gasdichter Abschluss des Innenraums der Druckgasflasche 1 durch die beiden Membranen 2, 3 erreicht, wobei die eigentliche Dichtung durch die in Richtung des Innraums gerichtete Membran 2 erreicht wird.
  • In der Haltevorrichtung 12 ist eine Gasleitung 10 vorgesehen, mit der ein von einer schematisch angedeuteten Auslösevorrichtung 5 erzeugtes Gas zwischen die beiden Membranen 2, 3 geleitet werden kann. Die Auslösevorrichtung 5 weist insbesondere einen pyrotechnischen Treibsatz auf und dient zur Auslösung des Gasgenerators. Hier kann beispielsweise ein bekannter Feststoffgasgenerator als Auslösevorrichtung 5 dienen.
  • Das in der Auslösevorrichtung 5 generierte Gas entweicht über eine Öffnung 51 der Auslösevorrichtung. Diese Öffnung 51 ist gegenüber der Gasleitung 10 angeordnet, so dass das Gas mit einer hohen Ausströmgeschwindigkeit gezielt in die Gasleitung 10 strömt. Dabei kann auch ein Luftspalt 53 zwischen der Öffnung 51 und der Gasleitung 10 überbrückt werden. Gasleitung 10 und Öffnung 51 schließen also nicht gasdicht miteinander ab.
  • Ein gasdichter Abschluss, bei dem die Öffnung direkt dichtend mit der Gasleitung abschließt, ist in einer hier nicht dargestellten Weiterbildung der in 1 gezeigten Ausführungsform vorgesehen.
  • Über die Gasleitung 10 kann durch das Gas der Auslösevorrichtung zwischen den beiden Membranen 2, 3 ein erhöhter Druck aufgebaut werden. Erreicht dieser Druck eine kritische Höhe, so birst eine der beiden Membranen 3, wodurch dann die verbleibende Membran 2 mit dem vollen Innendruck der Druckgasflasche 1 beaufschlagt wird. Unter diesem Innendruck kollabiert auch die zweite Membran 2, so dass die Ausströmöffnung 100 der Druckgasflasche 1 geöffnet ist.
  • Die Öffnung der Ausströmöffnung 100 wird hier also durch eine Kombination von zwei Membranen, die dem Innendruck der Druckgasflasche allein nicht standhalten können, und einer zusätzlichen Beaufschlagung der Membranen durch ein von einer Auslösevorrichtung erzeugten Gas erreicht. Dabei wird zunächst eine der beiden Membranen 2, 3 durch das von der Auslösevorrichtung bereitgestellte Gas zerstört, woraufhin auch die zweite Membran durch den in der Druckgasflasche 1 herrschenden Innendruck kollabiert.
  • In 2 ist eine Weiterbildung dieses Prinzips gezeigt. Hier ist wiederum eine Druckgasflasche 1 mit zwei Membranen 2, 3 verschlossen. Die innenliegende Membran 2 ist dabei so in einer in das Gehäuse 11 der Druckgasflasche 1 integrierten Haltevorrichtung 12 gehalten, dass sie erst nach einer deutlichen Auswölbung mit der zweiten Membran 3 in Kontakt tritt. Durch unterschiedliche Ausgestaltung der Membranen 2, 3, insbesondere bezüglich ihrer Radien, ihres Materials und/oder ihrer Dicke lassen sich so unterschiedliche Wölbungsstrukturen einer oder beider Membranen 2, 3 erzielen. Aufgrund der Wölbung entsteht zwischen den beiden Membranen ein Hohlraum 23. Dieser Hohlraum ist im Wesentlichen gasdicht abgeschlossen und kommuniziert im in 2 gezeigten Ausführungsbeispiel über eine Gasleitung 10 mit einer direkt mit an diese angeschlossene Auslösevorrichtung 5.
  • Die Öffnung der Ausströmöffnung 100 der Druckgasflasche 1 wird wiederum durch Aufbau eines erhöhten Druckes zwischen den beiden Membranen 2, 3 durch das in der Auslösevorrichtung 5 erzeugte Gas erreicht. Das in der Auslösevorrichtung 5 erzeugte Gas gelangt über den Gaskanal 10 in den zwischen den beiden Membranen 2, 3 liegenden Hohlraum 23. Hier baut sich schnell ein erhöhter Druck auf, der sowohl auf die außenliegende Membran 3 als auch auf die innenliegende Membran 2 wirkt. Auf die innenliegende Membran wirkt daher ein Druck, der sich aus dem Innendruck der Druckgasflasche 1 abzüglich dem in den Hohlraum 23 aufgebauten Druck zusammensetzt – also ein reduzierter Druck. Auf die äußere Membran 3 wirkt der in dem Hohlraum 23 durch das einströmende Gas aufgebaute erhöhte Druck zuzüglich dem von der Membran 2 übertragenen Teil des Innendrucks der Druckgasflasche 1 – also ein erhöhter Druck. Die außenliegende Membran 3 wird daher üblicherweise zuerst kollabieren. Die innenliegende Membran 2 wird daraufhin nach dem Wegfall der Abstützung durch die äußere Membran 3 voll mit dem in der Druckgasflasche 1 wirkenden Innendruck beaufschlagt und daher ebenfalls zerstört. Damit ist die Ausströmöffnung 100 geöffnet.
  • In 3 ist eine Weiterbildung der in 2 gezeigten Ausführungsform gezeigt. Hier stützen sich die beiden Membranen 2, 3 über ein Abstandselement 4, das beispielsweise als Distanzscheibe oder Distanzring ausgebildet sein kann, gegeneinander ab. Dadurch wird der zwischen den beiden Membranen 2, 3 gebildete Hohlraum 23 vergrößert bzw. die Auswölbung der innenliegenden Membran 2 verringert. Über die Dimensionierung des Abstandselements 4 lassen sich so die gewünschten Volumina für den Hohlraum 23 zwischen den beiden Membranen 2, 3 einstellen.
  • In 4 ist eine weitere Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Gasgenerators gezeigt. Eine Druckgasflasche 1 ist in einem Gehäuse 9 des Gasgenerators angeordnet, wobei das Gehäuse 9 einfach über die Druckgasflasche 1 gestülpt sein kann. Die Druckgasflasche 1 ist wiederum mit zwei Membranen 2, 3 verschlossen, die sich gegeneinander über ein Abstandselement 4 abstützen. In den zwischen den beiden Membranen 2, 3 liegenden Hohlraum 23 kann Gas über eine im Gehäuse 11 der Druckgasflasche 1 liegende Gasleitung 10 einströmen.
  • Das Gehäuse 9 weist eine Kammer 90 auf, in die das von der Auslösevorrichtung 5 erzeugte Gas einströmen kann. Aus der Kammer 90 kann über eine gegenüber der Öffnung der Gasleitung 10 liegende Öffnung 91 der Kammer 90 von der Auslösevorrichtung 5 erzeugtes Gas in die Gasleitung 10 einströmen. Dabei wird ein zwischen der Öffnung 91 der Kammer 90 und der Gasleitung 10 liegender Luftspalt überbrückt, da das Gas mit einer hohen Ausströmgeschwindigkeit aus der Öffnung 91 gezielt in die Gasleitung 10 strömt.
  • Der erforderliche Überdruck im Hohlraum 23 zwischen den beiden Membranen 2, 3 wird daher aufgrund der hohen Ausströmgeschwindigkeit des Gases aus der Öffnung 91 der Kammer 90 erreicht. Die Membranen 2, 3 werden in der bereits beschriebenen Weise zerstört und die Ausströmöffnung 100 der Druckgasflasche 1 wird geöffnet.
  • In 5 ist eine Weiterbildung des erfindungsgemäßen Gasgenerators gezeigt. Die Ausströmöffnung 100 einer Druckgasflasche 1 ist wiederum über zwei Membranen 2, 3 gasdicht verschlossen. Die Membranen werden wiederum in einer Haltevorrichtung 12, die an dem Gehäuse 11 der Druckgasflasche 1 angebracht ist, gasdicht gehalten. Zwischen den beiden Membranen 2, 3 ist in dieser Ausführungsform ein Treibsatz 55 der Auslösevorrichtung angeordnet. Der Treibsatz 55 kann sich dabei entweder über die ganze Fläche zwischen den beiden Membranen 2, 3 erstrecken, oder aber nur in einem Teilbereich, insbesondere einem Ring, zwischen den beiden Membranen 2, 3 erstrecken.
  • Die beiden Membranen 2, 3 können sich daher über einen als Festkörper ausgebildeten Treibsatz 55 gegeneinander abstützen. Zündkontakte 56 stehen im direkten Kontakt mit dem Treibsatz 55, wobei die Zündkontakte dabei durch die Haltevorrichtung 12 hindurchgeführt werden.
  • Zur Öffnung der Ausströmöffnung 100 wird nun der Treibsatz 55 über die Zündkontakte 56 gezündet, wodurch sich ein Gas im Zwischenraum 23 zwischen den beiden Membranen 2, 3 entwickelt. Dieses Gas baut einen erhöhten Druck im Hohlraum 23 auf, der letztendlich nach dem bekannten Prinzip zur Zerstörung der beiden Membranen 2, 3 führt. Auch hier sind die beiden Membranen so ausgebildet, dass sie nur gemeinsam den Innendruck der Druckgasflasche 1 standhalten.

Claims (16)

  1. Gasgenerator für ein Insassenschutzsystem eines Fahrzeugs mit einem eine Ausströmöffnung (100) aufweisenden Druckgasspeicher (1) zur Speicherung eines Druckgases, einer die Ausströmöffnung (100) verschließenden Bersteinrichtung (2) und einer ein Gas erzeugenden Auslösevorrichtung (5) zur Öffnung der Ausströmöffnung (100), gekennzeichnet durch mindestens eine weitere Bersteinrichtung (3), wobei sich die Bersteinrichtungen (2, 3) bei verschlossenem Druckgasspeicher (1) gegeneinander abstützen und derart ausgebildet sind, dass sie nur gemeinsam dem Innendruck des Druckgasspeichers (1) standhalten und zwischen den Bersteinrichtungen (2, 3) mittels des erzeugten Gases der Auslösvorrichtung (5) ein erhöhter Druck zum Bersten einer Bersteinrichtung (2, 3) aufbaubar ist.
  2. Gasgenerator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen mindestens zwei Bersteinrichtungen (2, 3) ein Hohlraum (23) ausgebildet ist, in dem mittels des erzeugten Gases der Auslösevorrichtung (5) ein erhöhter Druck aufbaubar ist.
  3. Gasgenerator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich zur Ausbildung des Hohlraums (23) mindestens zwei Bersteinrichtungen (2, 3) über ein Abstandselement (4) gegeneinander abstützen.
  4. Gasgenerator nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Bersteinrichtungen (2, 3) unterschiedliche Geometrien, insbesondere unterschiedliche Radien, aufweisen und der Hohlraum (23) aufgrund sich einstellender, unterschiedlicher Verformungen der Bersteinrichtungen (2, 3) ausgebildet ist.
  5. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (23) im Wesentlichen gasdicht abgeschlossen ist und nur über eine Gasleitung (10) mit dem erzeugten Gas der Auslösevorrichtung (5) beaufschlagbar ist.
  6. Gasgenerator nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasleitung (10) in einer die Bersteinrichtungen (2, 3) haltenden Haltevorrichtung (12) vorgesehen ist.
  7. Gasgenerator nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (12) in das Gehäuse (11) des Druckgasspeichers (1) integriert ist.
  8. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasleitung (10) direkt mit einer Gasaustrittsöffnung der Auslösevorrichtung (5) verbunden ist.
  9. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gasaustrittsöffnung (51) der Auslösevorrichtung (5) gegenüber der Gasleitung (10) angeordnet ist, wobei zwischen der Gasaustrittsöffnung (51) und der Gasleitung (10) ein Spalt (53) vorhanden ist, durch den Gas austreten kann.
  10. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasleitung (10) über eine im Gehäuse (9) des Gasgenerators angeordnete Vorkammer (90) mit der Auslösevorrichtung (5) verbunden ist.
  11. Gasgenerator nach einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch mindestens einen zwischen den Bersteinrichtungen (2, 3) angeordneten, gaserzeugenden Treibsatz (55) der Auslösevorrichtung.
  12. Gasgenerator nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Bersteinrichtungen (2, 3) über den Treibsatz (55) gegeneinander abstützen.
  13. Gasgenerator nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der zwischen den Bersteinrichtungen (2, 3) liegende Hohlraum (23) im Wesentlichen gasdicht abgeschlossen ist.
  14. Gasgenerator nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass Zündkontakte (56) zur Zündung des Treibsatzes (55) durch eine die Bersteinrichtungen (2, 3) haltende Haltevorrichtung (12) hindurchgeführt sind.
  15. Gasgenerator nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bersteinrichtungen durch zerstörbare Membranen (2, 3) ausgebildet sind.
  16. Gasgenerator nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausströmöffnung (100) des Druckgasspeichers (1) durch mindestens eine der Membranen (2) gasdicht abgeschlossen ist.
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