DE10317015A1 - Vorrichtung zum Stanzen von Werkstücken - Google Patents
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Abstract
Die Vorrichtung dient zum Stanzen von Werkstücken und weist ein Tragelement mit Stanzöffnung sowie ein relativ zum Tragelement beweglich angeordnetes Druckelement auf. Entlang der Stanzöffnung ist mindestens ein Stanzmesser angeordnet. Ein Auswerfelement ist sowohl relativ zum Tragelement als auch zum Druckelement beweglich geführt. Das Druckelement ist in lotrechter Richtung oberhalb des Tragelementes angeordnet. Gemäß von alternativen Ausführungsformen ist es möglich, daß das Stanzmesser mit dem Tragelement ein gemeinsames Bauteil ausbildet. In Radiusbereichen kann das gemeinsame Bauteil alternativ entweder eine konturgenaue Anarbeitung der Messerklinge oder lineare Anarbeitungen aufweisen. Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann auch ein beweglich angeordneter Stanzstempel verwendet werden, der in die Stanzöffnung eintaucht.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Stanzen von Werkstücken, die ein Tragelement mit Stanzöffnung sowie ein relativ zum Tragelement beweglich angeordnetes Druckelement aufweist.
- Derartige Vorrichtungen werden beispielsweise verwendet, um Chipkarten, Magnetkarten, Chips oder ähnliche Werkstücke aus einem flächigen Ausgangsmaterial auszustanzen. Es werden hierzu Stanzwerkzeuge verwendet, bei denen als Druckelement ein Stanzstempel verwendet wird. Der Stanzstempel wird durch das flächige Ausgangsmaterial hindurch in den Bereich der Stanzöffnung verschoben und stanzt hierbei das herzustellende Werkstück aus dem Ausgangsmaterial aus.
- Eine Außendimensionierung des Stanzstempels ist um ein Schneidspiel kleiner als eine Innenkontur des als Schneidplatte ausgebildeten Tragelementes. Das ausgestanzte Werk stück fällt typischerweise durch eine Ausnehmung im verwendeten Pressentisch aus dem Werkzeug heraus und kann derartig aus der Presse heraus gefördert werden.
- Aufgrund des bei derartigen Vorrichtungen erforderlichen Schneidspiels sind die ausgetanzten Werkstücke mit Maßtoleranzen versehen, die bei vielen Anwendungen als ungünstig empfunden werden. Die Maßtoleranzen hängen im wesentlichen vom Fließverhalten des Materials des Ausgangselementes bei der Durchführung des Stanzvorganges ab. Der Stanzvorgang führt zu einem Abscheren des Materials bei gleichzeitigem Fließen und Herausziehen von Material aus der Bearbeitungszone. Die Endmaße des ausgestanzten Werkstückes sind somit im Rahmen der Maßtoleranzen abhängig vom Kartenmaterial und der Kartendicke. Darüber hinaus entsteht durch die Materialverformung ein Stanzgrat, dessen Dimensionierung gleichfalls vom Kartenmaterial und der Kartendicke abhängig ist und der bei den meisten Anwendungen als zu groß empfunden wird.
- Ein weiterer Nachteil der Vorrichtungen gemäß dem Stand der Technik ist darin zu sehen, daß die Schnittfläche des ausgestanzten Werkstückes typischerweise rauh ausgebildet ist und daß diese Aufrauhungen bei nachfolgenden Produktionsschritten teilweise abgerieben werden, was zu Verschmutzungen durch die abgeriebenen staubartigen Materialpartikel führt.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung der einleitend genannten Art derart zu konstruieren, daß bei einem einfachen konstruktiven Aufbau Werkstücke mit geringen Maßtoleranzen hergestellt werden können.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß entlang der Stanzöffnung mindestens ein Stanzmesser angeordnet ist, daß relativ sowohl zum Tragelement als auch zum Druckelement ein Auswerfelement beweglich geführt ist und daß das Druckelement in lotrechter Richtung oberhalb des Tragelementes angeordnet ist.
- Durch die Anordnung eines Stanzmessers entlang der Stanzöffnung ist es möglich, eine verbesserte Qualität der Schnittkanten zu erreichen. Insbesondere wird durch die exakte Positionierung der Schnittkanten erreicht, daß die Kartengröße nicht durch das Kartenmaterial bestimmt wird. Schwankungen der Größe der Werkstücke in Abhängigkeit vom Material oder der jeweiligen Werkstückdicke können weitgehend vermieden werden. Die Verwendung des Auswerfelementes ermöglicht es, nach einer Durchführung des Schneidvorganges exakt eine Trennung des Werkstückes vom Ausgangsmaterial vorzugeben und einen Abtransport des gestanzten Werkstückes aus dem Stanzbereich einzuleiten. Die Anordnung des Druckelementes oberhalb des Tragelementes unterstützt einen Abtransport der gestanzten Werkstücke in lotrechter Richtung nach unten und somit einen einfachen konstruktiven Grundaufbau.
- Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist darin zu sehen, daß bei vorhandenen Pressen problemlos ein Austausch gegen existierende Werkzeuge erfolgen kann, ohne daß aufwendige Umbauarbeiten an der Presse erforderlich sind. Hierzu trägt wesentlich bei, daß alle erforderlichen Komponenten im Werkzeug selbst enthalten sind.
- Einer Abnutzung des Stanzmessers kann dadurch entgegengewirkt werden, daß in jedem Betriebszustand ein Abstand zwi schen einer Schneidkante des Stanzmessers und einer Anlagefläche des Druckelementes vorgesehen ist.
- Eine exakte Messerpositionierung wird dadurch unterstützt, daß das Stanzmesser fest mit dem Tragelement verbunden ist.
- Zur Unterstützung eines Materialtransportes wird vorgeschlagen, daß im Bereich des Tragelementes ein Auflageelement angeordnet ist.
- Eine automatische Durchführung des Abstreifvorganges wird dadurch unterstützt, daß das Auflageelement relativ zum Tragelement beweglich gelagert ist.
- Insbesondere ist daran gedacht, daß sich das Auflageelement mindestens bereichsweise gegenüber dem Tragelement auf einer Feder abstützt.
- Zu einer kompakten Gestaltung trägt es bei, daß das Auswerfelement vom Druckelement beweglich geführt ist.
- Eine einfache Steuerbarkeit wird dadurch bereitgestellt, daß das Auswerfelement einen pneumatischen Antrieb aufweist.
- Eine typische Anwendung besteht darin, daß das Tragelement zur Halterung von flachen Ausgangsmaterialien ausgebildet ist.
- Insbesondere ist daran gedacht, daß das Tragelement zur Anordnung im Bereich einer Presse ausgebildet ist.
- Zu einer kompakten Konstruktion trägt es ebenfalls bei, daß das Druckelement von einem Oberteil gehaltert ist.
- Eine sehr hohe Schnittkantenqualität kann dadurch erreicht werden, daß das Stanzmesser umlaufend entlang der Stanzöffnung angeordnet ist.
- Zur Vermeidung eines Nachfließens des Materials beim Stanzvorgang wird vorgeschlagen, daß das Stanzmesser eine Messerklinge aufweist, die sich ausgehend von einem Messerkörper in Richtung auf das Druckelement verjüngt.
- Gemäß weiteren nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen ist es für bestimmte zu stanzende Kunststoffmaterialien auch möglich, eine Ausführungsform ohne beweglich gelagertes Auflageelement zu realisieren.
- Bei einem Werkzeug mit Mehrfachstanzungen können die Messerklingen als separate Messerkörper ausgeführt sein. Darüber hinaus ist es auch denkbar, daß die Messerklingen als Kompakteinheiten ein einheitliches Werkstück mit dem Tragelement bilden. Für diesen Fall erweist es sich als zweckmäßig, daß die Messerkonturen in die massive Schneidplatte geschliffen werden.
- Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist für die Herstellung von besonderen zu stanzenden Kunststoffmaterialien daran gedacht, die Messerkonturen geradlinig zu gestalten. Dies ist insbesondere dann möglich, wenn das zu stanzende Material für eine gute Schnittqualität im Radiusbereich keine Messerkante erfordert.
- Für weitere zu stanzende Kunststoffmaterialien ist auch daran gedacht, das Werkzeugoberteil mit dem Stanzstempel und dem Abstreifer auszuführen. Das Werkzeugunterteil wird hierbei in der oben beschriebenen Form mit Stanzmessern als separate Einheiten oder mit Messerkonturen, die in die massive Schneidplatte geschliffen werden, ausgeführt. Bei einer derartigen Konstruktion wird auf ein Distanzelement verzichtet, da der Stanzstempel in die Schneidplatte eintaucht.
- Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist daran gedacht, daß das Werkzeugoberteil in gleicher Weise wie das Werkzeugunterteil ausgeführt wird. Dies kann entweder mit separaten Stanzmessern oder als Kompakteinheit erfolgen. Bei einer derartigen Ausführungsform ist an die zusätzliche Verwendung eines Auswerferelementes gedacht.
- Ein einfacher Materialtransport wird dadurch unterstützt, daß sich ein Auswurfschacht ausgehend von der Stanzöffnung in lotrechter Richtung nach unten erstreckt.
- Ein Abtransport der gestanzten Werkstücke wird dadurch erleichtert, daß unterhalb des Auswurfschachtes eine Fördereinrichtung für die Werkstücke angeordnet ist. Die Fördereinrichtung kann beispielsweise direkt unter dem Auswurfschacht angeordnet sein. Es ist aber auch möglich, daß die Werkstücke zunächst noch durch einen Schacht eines Pressentisches hindurchfallen und erst dann von einer Fördereinrichtung oder einer Stapeleinrichtung beaufschlagt werden.
- Eine besonders flache Gestaltung des Werkzeuges kann dadurch erreicht werden, daß das Auswerfelement innerhalb einer aus dem Druckelement und dem Oberteil ausgebildeten Einheit angeordnet ist.
- Einem Anhaften des Ausgangsmaterials am Druckelement nach einer Beendigung des Stanzvorganges kann dadurch entgegen gewirkt werden, daß im Bereich des Druckelementes mindestens ein Abdrückelement angeordnet ist.
- In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen:
-
1 Einen Vertikalschnitt durch eine Stanzvorrichtung mit Stanzmesser, Druckelement sowie beweglich geführtem Auswerfelement, -
2 einen Längsschnitt gemäß Schnittlinie II-II in1 , -
3 eine Seitenansicht entsprechend2 einer abgewandelten Ausführungsform, bei der der Messerkörper und das Tragelement eine Einheit ausbilden, -
4 eine Draufsicht auf eine Schneidplatte gemäß Schnittlinie IV-IV in3 mit geradlinigen entlang des Randes eines Auswurfschachtes geschliffenen Messerrillen sowie mit Radienanarbeitung im Bereich eines Randes eines weiteren Auswurfschachtes, -
5 eine Seitenansicht einer gegenüber3 abgewandelten Ausführungsform, die ohne beweglich gelagertes Auflageelement ausgebildet ist, -
6 eine Draufsicht auf eine Schneidplatte gemäß Schnittlinie VI-VI in5 mit geradlinigen entlang des Randes eines Auswurfschachtes geschliffenen Messerrillen sowie mit Radienanarbei tung im Bereich eines Randes eines weiteren Auswurfschachtes, -
7 eine Seitenansicht entsprechend3 einer weiteren abgewandelten Ausführungsform, bei der ein Schneidstempel verwendet ist, der in die Schneidplatte eintaucht, -
8 ein Werkzeugoberteil, das wie ein Werkzeugunterteil mit separaten Messerkörpern ausgebildet ist und -
9 ein Werkzeugoberteil und ein Werkzeugunterteil ähnlich zu der Darstellung in8 jedoch mit als Teil des Tragelementes ausgebildeten geschliffenen Messerrillen, sodaß die Messerkörper und die Tragelemente im Werkzeugunterteil eine Einheit bilden und im Werkzeugoberteil eine Gesamtmessereinheit an Stelle von Einzelmessersätzen vorhanden ist. - Die Vorrichtung zum Stanzen besteht gemäß der Ausführungsform in
1 aus einem Tragelement (1 ) mit Stanzöffnung (2 ), auf dem ein flächiges Ausgangsmaterial (3 ) anordbar sowie in einer Transportrichtung (4 ) bei einer entsprechenden Freigabe beweglich ist. Oberhalb des Tragelementes (1 ) ist ein Druckelement (5 ) angeordnet, das in einer Stanzrichtung (6 ) relativ zum Tragelement (1 ) beweglich geführt ist. Die Stanzrichtung (6 ) erstreckt sich im Wesentlichen senkrecht zu einer vom Tragelement (1 ) aufgespannten Begrenzungsfläche (7 ). Entlang eines Randes der Stanzöffnung (2 ) ist mindestens ein Stanzmesser (8 ) angeordnet, das mit einer Messerklinge (9 ) dem Druckelement (5 ) zugewandt positioniert ist. - Das Stanzmesser (
8 ) besteht im Wesentlichen aus der Messerklinge (9 ) und einem Messerkörper (10 ), der gemäß der Ausführungsform in1 über Schrauben (11 ) im Bereich des Tragelementes (1 ) befestigt ist. Der Messerkörper (10 ) erstreckt sich bereichsweise als Einfassung eines Auswurfschachtes (12 ), der sich ausgehend von der Stanzöffnung (2 ) in lotrechter Richtung nach unten erstreckt und für einen Abtransport von gestanzten Werkstücken (13 ) vorgesehen ist. - Das Druckelement (
5 ) ist von einem Oberteil (14 ) gehaltert und kann über Schrauben (15 ) im Bereich des Oberteils (14 ) fixiert sein. Im Bereich des Druckelementes (5 ) ist mindestens ein Abdrückelement (16 ) angeordnet, das bei einem Anheben des Druckelementes (5 ) für ein Abdrücken des Ausgangsmaterials (3 ) vom Druckelement (5 ) dient, so daß vor einem nächsten Stanzvorgang ein Vorschub des Ausgangsmaterials (3 ) in Transportrichtung (4 ) erfolgen kann. Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Abdrückelement (16 ) als ein Stift ausgebildet, der in eine Abdrückrichtung (17 ) beweglich innerhalb des Druckelementes (5 ) geführt ist und der von einer Feder (18 ) gegenüber einem Anschlag (19 ) verspannt ist. - Innerhalb des Druckelements (
5 ) ist beweglich ein Auswerfelement (20 ) geführt, das beim dargestellten Ausführungsbeispiel von einem Zylinder (21 ) in eine Auswerfrichtung (22 ) positionierbar ist. Das Auswerfelement (20 ) ist oberhalb des Auswurfschachtes (12 ) angeordnet und weist eine Außenkontur auf, die ein Einführen in den Auswurfschacht (12 ) ermöglicht. Der Zylinder (21 ) kann im Bereich des Oberteiles (14 ) positioniert sein und nimmt die Positionie rung des Auswerfelementes (20 ) mittels eines Kolbens (23 ) vor. Insbesondere ist daran gedacht, den Kolben (23 ) pneumatisch zu betätigen. - Im Bereich des Tragelementes (
1 ) ist ein beweglich gelagertes Auflageelement (24 ) angeordnet, das sich mit einer Auflagefläche im Wesentlichen oberhalb der Begrenzungsfläche (7 ) erstreckt. Das Auflageelement (24 ) ist relativ zum Tragelement (1 ) von mindestens einer Feder (25 ) verspannt. Bei einer Entfernung des Druckelementes (5 ) vom Tragelement (1 ) hebt die Feder (25 ) das Auflageelement (24) an, so daß in einfacher Weise ein Vorschub des Ausgangsmaterials (3 ) in Transportrichtung (4 ) unterstützt wird, ohne daß durch ein Anhaften des Ausgangsmaterials (3 ) am Stanzmesser (8 ) die Vorschubbewegung behindert würde. Zur Vermeidung eines Abknickens des Ausgangsmaterials (3 ) befindet sich die Auflagefläche des Auflageelementes (24 ) in jedem Betriebszustand oberhalb der Begrenzungsfläche des Tragelementes (1 ). -
2 veranschaulicht, daß quer zur Transportrichtung (4 ) eine Mehrzahl von Auswurfschächten (12 ) mit jeweils zugeordneten Stanzmessern (8 ) und Druckelementen (5 ) vorgesehen sind. Dies ermöglicht bei jedem Arbeitszyklus die gleichzeitige Herstellung einer Mehrzahl von Werkstücken (13 ). - Ebenfalls veranschaulicht
2 , daß zwischen dem Tragelement (1 ) und dem Oberteil (14 ) ein Distanzelement (26 ) angeordnet ist. Das Distanzelement (26 ) ermöglicht die Vorgabe einer maximalen Annäherung bzw. eines minimalen Abstandes des Druckelementes (5 ) an das Stanzmesser (8 ). Hierdurch kann ein unmittelbarer Kontakt zwischen der Messerklinge (9 ) und dem Druckelement (5 ) vermieden werden. Ein Abstumpfen der Messerklinge (9 ) durch einen Kontakt mit dem Druckelement (5 ) kann hierdurch vermieden und eine lange Be triebsfähigkeit der Stanzeinrichtung unterstützt werden. Eine Fixierung und Justierung des Distanzelementes (26 ) relativ zum Tragelement (1 ) erfolgt unter Verwendung von Schraubenbolzen (27 ). - Zu erkennen ist sowohl aus
1 als auch aus2 , daß sich die Messerklinge (9 ) ausgehend vom Messerkörper (10 ) in Richtung auf das Druckelement (5 ) keilartig verjüngt. Diese Gestaltung der Messerklinge (9 ) führt zu einer Kerbwirkung bei der Durchführung des Stanzvorganges und somit zu einem verbesserten Abtrennen des Werkstückes (13 ) vom verbleibenden Restmaterial des Ausgangsmaterials (3 ). - Das Ausgangsmaterial (
3 ) besteht typischerweise aus Bändern oder Bögen. Nach der Durchführung des Stanzvorganges verbleibt vom Ausgangsmaterial (3 ) das in1 dargestellte Restmaterial (28 ), das typischerweise eine Gestaltung in Form eines Streifengitters aufweist. - Ein typischer Stanzvorgang wird derart durchgeführt, daß nach einem Anheben des Oberteils (
14 ) mit dem Druckelement (5 ) das Ausgangsmaterial (3 ) soweit in Transportrichtung (4 ) bewegt wird, bis ein ausreichender Bereich des Ausgangsmaterials (3 ) oberhalb der Stanzöffnung (2 ) positioniert wird. Es erfolgt ein Absenken des Oberteils (14 ) mit dem Druckelement (5 ) und das Druckelement (5 ) führt das Ausgangsmaterial (3 ) gegen das Stanzmesser (8 ). Es wird hierbei aber kein vollständiger Schneidvorgang durchgeführt, sondern durch den vom Distanzelement (26 ) vorgegebenen Mindestabstand verbleibt zunächst ein sehr dünner Bereich des Ausgangsmaterials (3 ) oberhalb der Messerklinge (9 ). Der verbleibende dünne Restbereich bricht aufgrund der einwirkenden mechanischen Belastungen durch, so daß das ausgestanzte Werkstück (13 ) freigegeben und unter Zuhilfe nahme des Auswerfelementes (20 ) in den Auswurfschacht (12 ) hinein befördert wird. - In einem letzten Arbeitsgang wird das Oberteil (
14 ) mit dem Druckelement (5 ) wieder angehoben und das Ausgangsmaterial (3 ) wird unter Verwendung der Abdrückelemente (16 ) vom Druckelement (5 ) und unter Verwendung des Auflageelementes (24 ) vom Stanzmesser (8 ) gelöst . Ebenfalls erfolgt ein Zurückfahren des Auswerfelementes (20 ) in die Ausgangspositionierung. - Nach der Zurückkehr aller Bauelemente in ihre Grundpositionierung kann der oben beschriebenen Vorgang erneut durchlaufen werden.
- Die bereits erläuterte Gestaltung der Messerklinge (
9 ) führt zu einer Kerbwirkung, die ein Nachfließen des Materials bei der Durchführung des Stanzvorganges verhindert. Die Qualität der Schnittkanten wird hierdurch nochmals verbessert. Durch die Anordnung des Auswerfelementes (20 ) innerhalb der aus dem Druckelement (5 ) und dem Oberteil (14 ) gebildeten Einheit sowie durch die Anordnung auch der Zylinder (21 ) im Bereich des Oberteils (14 ) wird eine sehr geringe Bauhöhe des Werkzeuges bereitgestellt, die es ermöglicht, übliche Stanzmaschinen mit der erläuterten Vorrichtung auszurüsten. - Das beschriebene Werkzeug weist intern sämtliche Antriebe auf, um den Ausstoßvorgang der Werkstücke (
13 ) durchzuführen. Es werden somit im sonstigen Bereich der Stanzmaschine keine zusätzlichen Installationen benötigt. Durch den Auswurf der gestanzten Werkstücke (13 ) nach unten aus dem Werkzeug heraus werden aufwendige zusätzliche Fördermechanismen vermieden. Dies führt zum einen zu einem einfachen Aufbau unter Vermeidung kostenintensiver Zusatzelemente, darüber hinaus wird auch eine hohe Taktzahl beim Stanzvorgang unterstützt und die Betriebssicherheit wird durch Vermeidung komplizierter Bewegungen erhöht. -
3 zeigt eine gegenüber2 abgewandelte Ausführungsform. Der Messerkörper (10 ) des Stanzmessers (8 ) bildet hier mit dem Tragelement (1 ) ein gemeinsames Bauteil aus. Typischerweise erfolgt eine Ausformung des Stanzmessers (8 ) bei einer derartigen Ausführungsform durch eine schleiftechnische Bearbeitung des Tragelementes (1 ). -
4 zeigt gemäß Schnittlinie IV-IV in3 eine Draufsicht auf eine Schneidplatte (29 ), die mit dem Tragelement (1 ) eine Einheit bildet. Das Tragelement (1 ) ist entlang von Führungssäulen fixiert. Benachbart zu den Führungssäulen (31 ) sind die Distanzelemente (26 ) angeordnet. Im Bereich des4 rechts eingezeichneten Auswurfschachtes (12 ) ist das Stanzmesser (8 ) mit geradlinig geschliffenen Messerklingen (9 ) versehen. Entlang des Randes des im linken Zeichnungsteil dargestellten Auswurfschachtes (12 ) ist das Stanzmesser (8 ) mit einer Messerklinge (9 ) versehen, die im Radiusbereich eine konturgetreue Gestaltung zum schneiden der Produkte aufweist. - Aus
4 ist ebenfalls erkennbar, daß die Stanzmesser (8 ) rahmenartig entlang der oberen Begrenzung des Auswurfschachtes (12 ) angeordnet sind. Hierdurch wird ein sauberer Schnitt im Bereich des gesamten Randes des zu fertigenden kartenartigen Materials gewährleistet. -
5 zeigt eine Ausführungsform, bei der auf ein beweglich gelagertes Auflageelement (24 ) verzichtet wurde. An sonsten entspricht die Konstruktion gemäß5 im wesentlichen gemäß der Konstruktion gemäß3 . -
6 zeigt einen Querschnitt gemäß Schnittlinie VI-VI in5 . Auch hier ist ähnlich wie in4 im Bereich des linken Auswurfschachtes (12 ) eine Messerklinge (9 ) mit Radienanarbeitung und im Bereich des rechten Auswurfschachtes (12 ) im Bereich des Radius eine lineare Anarbeitung des Messerbereiches eingezeichnet. -
7 zeigt eine weitere gegenüber3 abgewandelte Ausführungsform, bei der das Auswurfelement als ein Schneidstempel (34 ) ausgebildet ist, der entlang der Stanzmesser (8 ) geführt ist und in den Auswurf Schacht (12 ) eintaucht. Statt eines Druckelementes (5 ) ist ein Abstreifer (32 ) verwendet, dessen Funktion entsprechend dem Abstreifer (24 ) realisiert ist. -
8 zeigt eine Ausführungsform, bei der sowohl ein dem Tragelement (1 ) zugeordnetes Werkzeugunterteil als auch das Oberteil (14 ) jeweils mit Stanzmessern (8 ) versehen sind, deren Messerklingen (9 ) einander im wesentlichen gegenüberliegend angeordnet sind. - Bei der Ausführungsform gemäß
9 erfolgt eine Abwandlung gegenüber der Ausführungsform in8 derart, daß die Stanzmesser (8 ) mit geschliffenen Messerrillen versehen sind. Dies bedeutet, daß das dem Werkzeugunterteil zugeordnete Stanzmesser (8 ) wie bei der Ausführungsform gemäß7 einteilig mit dem Tragelement (1 ) ausgebildet ist. Abweichend von8 sind für die einzelnen Auswurfschächte (12 ) nicht separate Stanzmesser (8 ), sondern eine Gesamtmessereinheit (30 ) vorgesehen. Dies ist insbesondere im Bereich der Mittelstege (33 ) erkennbar. In8 gren zen die ringartigen Stanzmesser (8 ) der einzelnen Auswurfschächte (12 ) gegeneinander. In8 sind im Oberteil für jeden Auswurfschacht separate Stanzmesser (8 ) angeordnet. In9 sind im Bereich des Oberteiles alle Stanzmesserelemente als eine gemeinsame Gesamtmessereinheit (30 ) realisiert.
Claims (26)
- Vorrichtung zum Stanzen von Werkstücken, die ein Tragelement mit Stanzöffnung sowie ein relativ zum Tragelement beweglich angeordnetes Druckelement aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß entlang der Stanzöffnung (
2 ) mindestens ein Stanzmesser (8 ) angeordnet ist, daß relativ sowohl zum Tragelement (1 ) als auch zum Druckelement (5 ) ein Auswerfelement (20 ) beweglich geführt ist und daß das Druckelement in lotrechter Richtung oberhalb des Tragelementes (1 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Betriebszustand ein Abstand zwischen einer Schneidkante des Stanzmessers (
8 ) und einer Anlagefläche des Druckelementes (5 ) vorgesehen ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Stanzmesser (
8 ) fest mit dem Tragelement (1 ) verbunden ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Tragelementes (
1 ) ein Auflageelement (24 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Auflageelement (
24 ) relativ zum Tragelement (1 ) beweglich gelagert ist. - Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Auflageelement (
24 ) mindestens bereichsweise gegenüber dem Tragelement (1 ) auf einer Feder (25 ) abstützt. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Auswerfelement (
20 ) vom Druckelement (5 ) beweglich geführt ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Auswerfelement (
20 ) einen pneumatischen Antrieb aufweist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Auflageelement (
24 ) zur Halterung von flachen Ausgangsmaterialien (3 ) ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Tragelement (
1 ) zur Anordnung im Bereich einer Presse ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckelement (
5 ) von einem Oberteil (14 ) gehaltert ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Stanzmesser (
8 ) umlaufend entlang der Stanzöffnung (2 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Stanzmesser (
8 ) eine Messerklinge (9 ) aufweist, die sich ausgehend von einem Messerkörper (10 ) in Richtung auf das Druckelement (5 ) verjüngt. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß sich ein Auswurfschacht (
12 ) ausgehend von der Stanzöffnung (2 ) in lotrechter Richtung nach unten erstreckt. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Auswurfschachtes (
12 ) eine Fördereinrichtung für die Werkstücke (13 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß sich unterhalb des Auswurfschachtes (
12 ) ein weiterer Auswurfschacht eines Pressentisches erstreckt. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Auswerfelement (
20 ) innerhalb einer aus dem Druckelement (5 ) und dem Oberteil (14 ) ausgebildeten Einheit angeordnet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Druckelementes (
5 ) mindestens ein Abdrückelement (16 ) angeordnet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Stanzmesser (
8 ) als ein eigenständiges Bauelement ausgebildet ist. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Stanzmesser (
8 ) gemeinsam mit dem Tragelement (1 ) ein gemeinsames Bauteil ausbildet. - Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Stanzmesser (
8 ) und dem Tragelement (1 ) gebildete gemeinsame Bauteil eine konturgenaue Anarbeitung der Messerklinge im Radiusbereich aufweist. - Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem Stanzmesser (
8 ) und dem Tragelement (1 ) gebildete gemeinsame Bauteil eine lineare Anarbeitung der Messerklinge im Radiusbereich aufweist - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das Tragelement (
1 ) als auch das Oberteil (14 ) jeweils mit mindestens einem Stanzmesser (8 ) ausgestattet sind. - Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl das Tragelement (
1 ) als auch das Oberteil (14 ) jeweils als Kompaktein heit mit angeformten Stanzmesser (8 ) ausgebildet sind. - Vorrichtung zum Stanzen von Werkstücken, die ein Tragelement mit Stanzöffnung sowie einen relativ zum Tragelement beweglich angeordneten Stanzstempel aufweist, der bei fehlendem Distanzstück (
26 ) in den Auswurfschacht (12 ) hineintaucht, dadurch gekennzeichnet, daß entlang der Stanzöffnung (2 ) mindestens ein Stanzmesser (8 ) angeordnet ist, daß mit dem Tragelement (1 ) ein gemeinsames einteiliges Bauelement ausbildet und daß ein beweglich gelagertes Auflageelement (24 ) verwendet ist. - Vorrichtung zum Stanzen von Werkstücken, die ein Tragelement mit Stanzöffnung sowie einen relativ zum Tragelement beweglich angeordneten Stanzstempel aufweist, der bei fehlendem Distanzstück (
26 ) in den Auswurfschacht (12 ) hineintaucht, dadurch gekennzeichnet, daß entlang der Stanzöffnung (2 ) mindestens ein Stanzmesser (8 ) angeordnet ist, daß mit dem Tragelement (1 ) ein gemeinsames einteiliges Bauelement ausbildet.
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|---|---|---|---|
| DE2003117015 DE10317015A1 (de) | 2003-04-11 | 2003-04-11 | Vorrichtung zum Stanzen von Werkstücken |
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|---|---|---|---|
| DE2003117015 DE10317015A1 (de) | 2003-04-11 | 2003-04-11 | Vorrichtung zum Stanzen von Werkstücken |
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