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DE10316785A1 - Rollovorrichtung - Google Patents

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DE10316785A1
DE10316785A1 DE2003116785 DE10316785A DE10316785A1 DE 10316785 A1 DE10316785 A1 DE 10316785A1 DE 2003116785 DE2003116785 DE 2003116785 DE 10316785 A DE10316785 A DE 10316785A DE 10316785 A1 DE10316785 A1 DE 10316785A1
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Rupert Hechtl
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Webasto Vehicle Systems International GmbH
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    • B60J7/0007Non-fixed roofs; Roofs with movable panels, e.g. rotary sunroofs moveable head-liners, screens, curtains or blinds for ceilings
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
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    • E06B9/40Roller blinds

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Rollovorrichtung mit einer Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Rollobahnen (12, 14, 16), die parallel zueinander in einer Abwicklungsrichtung (x) jeweils von einer der Rollobahn zugeordneten Wickelwelle einer entsprechenden Mehrzahl von drehbar angeordneten Wickelwellen (18, 20, 22) abwickelbar sind. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass in einem abgewickelten Zustand der Rollobahnen (12, 14, 16) wenigstens zwei (12, 14; 14, 16) der Rollobahnen sich an deren Seitenrändern überlappen (28, 30) oder spaltfrei einander benachbart sind, wobei die diesen beiden Rollobahnen zugeordneten Wickelwellen (18, 20; 20, 22) in der Abwickelrichtung (x) betrachtet versetzt (d) zueinander angeordnet sind.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rollovorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, insbesondere zur Abschattung eines transparenten Bereichs eines Fahrzeugs, beispielsweise eine Rollovorrichtung, die in einem Fahrzeuginnenraum benachbart einem Fenster oder benachbart einem transparenten und/oder öffnungsfähigen Dachabschnitt angeordnet ist.
  • Eine Rollovorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist beispielsweise aus der DE 44 24 188 C1 bekannt. Diese bekannte Rolloanordnung zum Abschirmen eines durchsichtigen Dachbereichs von Fahrzeugen umfasst zwei nebeneinander angeordnete Rollobahnen, die in Fahrzeuglängsrichtung jeweils von einer der Rollobahn zugeordneten Wickelwelle abwickelbar sind. Die beiden Wickelwellen sind in Fahrzeuglängsrichtung betrachtet in gleicher Position angeordnet. Zur Verbesserung der Kopffreiheit sind die beiden Wickelwellen unter einem stumpfen Winkel zueinander angeordnet. Nachteilig ist bei dieser bekannten Rollovorrichtung, dass zwischen den beiden Rollobahnen ein Spalt verbleibt.
  • Aus der DE 197 39 919 A1 ist eine Rollovorrichtung für ein Kraftfahrzeugdach bekannt, bei welcher eine einzige Rollobahn im Wesentlichen über die ganze Fahrzeugdachbreite unterhalb eines Glasdeckels aufgespannt wird. Nachteilig ist hierbei, dass eine Querwölbung des Daches nicht dargestellt werden kann und daher bei einem Fahrzeugdach mit starker Querwölbung relativ viel Bauraum benötigt wird. Außerdem bedeutet die bei dieser bekannten Rollovorrichtung vorgesehene beiderseitige Führung der Rollobahnränder in Führungsschienen einen mehr oder weniger großen konstruktiven Aufwand, der jedoch bei vergleichsweise großer Fläche des abzuschattenden Bereichs in der Praxis zweckmäßig ist, um Flatterbewegungen dieser Seitenränder der Rollobahn zu vermeiden.
  • Aus der DE 100 63 150 A1 ist eine Rollovorrichtung für ein Fahrzeugdach bekannt, bei welcher sich eine einzige Rollobahn im Wesentlichen über die gesamte Breite eines Fahrzeugdaches erstreckt. Eine Besonderheit dieser bekannten Vorrichtung besteht darin, dass die Rollobahn von einer gekrümmten Wickelwelle abgewickelt wird und der Rollobahn durch ein entsprechend gekrümmtes Bauteil am vorderen Rand der Rollobahn insgesamt eine konvexe Krümmung nach oben verliehen wird, um die Vorrichtung zu der innen liegenden Fläche des Fahrzeugdaches anzupassen. Nachteilig ist bei dieser bekannten Vorrichtung zum einen ein gewisser konstruktiver Aufwand zur Aufrechterhaltung der Rollobahn-Querkrümmung und zum anderen die eingeschränkte Gestaltungsfreiheit hinsichtlich des Krümmungsverlaufs der Rollobahn.
  • Aus der DE 100 46 553 A1 ist ein Fensterrollo für Kraftfahrzeuge bekannt, bei welchem drei in verschiedene Richtungen abzuwickelnde Rollobahnen vorgesehen sind, die im ausgefahrenen Zustand die Scheibengestalt des betreffenden Fensters approximieren. Nachteilig ist bei dieser bekannten Vorrichtung, dass zur Unterbringung der drei den Rollobahnen zugeordneten Wickelwellen ein relativ großer Bauraum erforderlich ist und orthogonal zu den Rollobahnebenen betrachtet relativ große Spalte zwischen den Seitenrändern der benachbarten Rollobahnen vorhanden sind.
  • Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Rollovorrichtung der eingangs genannten Art bereitzustellen, mit welcher geringe Bauraumanforderungen verbunden sind und gleichzeitig eine gute, insbesondere vollflächige Abschattung erzielt werden kann, selbst wenn der abzuschattende Bereich nicht eben ist.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Rollovorrichtung nach Anspruch 1. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.
  • Bei der erfindungsgemäßen Rollovorrichtung ist vorgesehen, dass in einem abgewickelten Zustand der Rollobahnen wenigstens zwei der Rollobahnen sich an deren Seitenrändern überlappen, so dass an dieser Überlappungsstelle hinsichtlich der Abschattung (in Abschattungsrichtung betrachtet) kein Spalt verbleibt, und/oder die Seitenränder spaltfrei einander benachbart sind. Somit kann in einfacher Weise eine vergleichsweise großflächige Abschattung erfolgen. Insbesondere kann der Bereich vollständig abgeschattet werden, wenn alle einander benachbarten Seitenränder über deren gesamte Länge einander überlappen und/oder spaltfrei einander benachbart sind. Um dies zu ermöglichen und gleichzeitig die Bauraumerfordernisse hinsichtlich der Unterbringung der Wickelwellen zu verringern, ist ferner vorgesehen, dass die den betreffenden Rollobahnen zugeordneten Wickelwellen in der Abwickelrichtung betrachtet versetzt zueinander angeordnet sind.
  • Besonders wenig Bauraum wird zur Unterbringung der Wickelwellen benötigt, wenn der lichte Abstand zwischen zwei versetzt zueinander angeordneten Wickelwellen samt aufgewickelten Rollobahnen kleiner als das Zweifache jedes Durchmessers dieser Wickelwellen samt aufgewickelten Rollobahnen ist, insbesondere kleiner als jeder dieser Durchmesser ist. Durch diese Maßnahme ist vor allem die Ausdehnung der Wickelwellenanordnung in Abwickelrichtung betrachtet besonders klein. Um auch den quer dazu benötigten Bauraum gering zu halten, ist es bevorzugt, dass seitlich einander benachbarte Stirnseiten von Wickelwellen in Richtung orthogonal zur Rollobahnebene keinen oder nur einen geringen Versatz zueinander aufweisen, beispielsweise einen Versatz, der kleiner als jeder Durchmesser dieser Wickelwellen an deren Stirnseiten ist. Eine kompakte Bauart der Rollovorrichtung lässt sich beispielsweise vorteilhaft dazu nutzen, die Rollovorrichtung als Teil eines vorgefertigten Fahrzeugdachmoduls vorzusehen, welches bei einer Fahrzeugmontage auf den Dachrahmen einer Karosserie aufgesetzt wird.
  • Um auch bei geringfügiger Überlappung der Seitenränder von einander benachbarten Rollobahnen im Hinblick auf schräg einfallendes Licht eine gute Abschattung zu erzielen, lässt sich die Überlappung vorteilhaft derart vorsehen, dass die Seitenränder einander berühren. Dies kann beispielsweise dadurch gewährleistet werden, dass in Querrichtung der betreffenden Rollobahnen betrachtet diese Rollobahnen wenigstens im Überlappungsbereich über eine gemeinsame Ablaufkante geführt werden. Alternativ oder zusätzlich kann zur Realisierung einer berührenden Überlappung vorgesehen sein, dass der Seitenrand derjenigen Rollobahn, deren zugeordnete Wickelwelle in Abwickelrichtung betrachtet nach hinten versetzt angeordnet ist, über einen stirnseitigen Umfangsbereich der benachbarten Wickelwelle geführt wird, so dass dieser Umfangsbereich als eine für die überlappenden Rollobahnen gemeinsame Ablaufkante wirkt. Zur Erzielung dieser Wirkung genügt ein beliebig kleiner Umfangsbereich der in Abwickelrichtung weiter vorne angeordneten Wickelwelle, der im Extremfall linienförmig wird, wenn nämlich diese Umfangsfläche die von der weiter hinten angeordneten Wickelwelle abgewickelte Rollobahn gerade berührt.
  • Aufgrund der Aufeinanderfolge mehrerer Rollobahnen mit jeweils zugeordneten Wickelwellen quer zur Abwickelrichtung ist die erfindungsgemäße Rollovorrichtung besonders geeignet zur Approximation eines nicht eben verlaufenden, abzuschattenden Bereichs, beispielsweise eines in Querrichtung gewölbten Fahrzeugdaches. In einer bevorzugten Ausführungsform ist daher vorgesehen, dass wenigstens zwei der Rollobahnen sich nicht in einer gemeinsamen Ebene erstrecken, insbesondere geneigt zueinander erstrecken. In einer Ausführungsform erstrecken sich wenigstens zwei der Rollobahnen im abgewickelten Zustand in einem stumpfen Winkel zueinander. Von besonderem Interesse ist eine Ausführungsform, bei welcher die Rollovorrichtung einem Dachöffnungssystem eines Kraftfahrzeugs benachbart angeordnet ist, insbesondere mit in Fahrzeuglängsrichtung verlaufender Abwicklungsrichtung.
  • Zur Erzielung eines ansprechenden Erscheinungsbilds lässt sich vorsehen, dass die Anordnung der Rollobahnen im abgewickelten Zustand eine Symmetrieebene besitzt, die sich parallel zur Abwickelrichtung und orthogonal zu einer der Wickelwellen erstreckt. Diese Symmetrie kann beispielsweise mit zwei rechteckigen Rollobahnen realisiert werden, deren Seitenränder sich berühren, sei es, dass diese Rollobahnen sich in einer gemeinsamen Rollbahnebene erstrecken oder sich schräg zueinander erstrecken.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform sind wenigstens drei Rollobahnen angeordnet. Damit lassen sich in der Praxis die meisten gekrümmten abzuschattenden Bereiche eines Fahrzeugs bereits gut darstellen. Zur Erzielung der oben erwähnten Symmetrie können die Rollobahnen im Querschnitt betrachtet einen regelmäßigen Polygonzug definieren. Bei einer ungeraden Anzahl von Rollobahnen, beispielsweise bei drei Rollobahnen, besteht darüber hinaus der Vorteil, dass die Symmetrie auch bei vorgesehener Überlappung sämtlicher einander benachbarter Seitenränder erzielt werden kann. Diese Symmetrie ist jedoch auch für eine gerade Anzahl von Rollobahnen realisierbar. Beispielsweise können vier Rollobahnen derart angeordnet sein, dass die Seitenränder der zwei mittleren Rollobahnen sich berühren und die äußeren Seitenränder dieser mittleren Rollobahnen entweder die inneren Seitenränder der beiden äußeren Rollobahnen berühren oder mit diesen Seitenrändern in symmetrischer Weise überlappen.
  • Für eine möglichst gute Abschattungswirkung lässt sich für wenigstens eine der Rollobahnen eine Überlappung oder Berührung beider Seitenränder durch die Seitenränder von benachbarten Rollobahnen vorsehen. Im Falle einer beiderseitigen Überlappung ist diese bevorzugt symmetrisch vorgesehen. Hierzu ist es zweckmäßig, wenn der Versatz zwischen einer Wickelwelle und einer auf einer Seite benachbarten Wickelwelle und der Versatz zwischen der erstgenannten Wickelwelle und einer auf der anderen Seite benachbarten Wickelwelle gleich orientiert sind. Günstig hinsichtlich des Bauraums ist es auch, wenn die einer Wickelwelle beiderseits benachbart angeordneten Wickelwellen in Abwickelrichtung betrachtet in gleicher Position angeordnet sind.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass wenigstens zwei, insbesondere sämtliche der Rollobahnen durch eine gemeinsame Antriebseinrichtung synchron aufgewickelt und abgewickelt werden. Beispielsweise kann hierzu eine Getriebeverbindung zwischen den Wickelwellen vorgesehen sein, welche eine synchrone Drehbewegung dieser Wickelwellen gewährleistet. Der Antrieb kann hierbei manuell oder automatisiert (z. B. durch einen Elektromotor) erfolgen.
  • Ganz allgemein lassen sich zur Aufwicklung und Abwicklung der Rollobahnen an sich bekannte Betätigungseinrichtungen verwenden, die in vielfältiger Form bekannt sind und daher keiner detaillierteren Erläuterung bedürfen.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist für einander benachbarte Rollobahnen ein gemeinsamer Zugspriegel am vorderen Rand der Rollobahnen vorgesehen. Insbesondere kann ein allen Rollenbahnen gemeinsamer Zugspriegel vorgesehen sein. Falls die Anordnung der Rollobahnen im Querschnitt betrachtet nicht gerade, sondern abgewinkelt und/oder gekrümmt verläuft, so ist ein solcher Zugspriegel in seiner Form entsprechend angepasst zu gestalten.
  • Eine Getriebeverbindung zwischen Wickelwellen ermöglicht es, dass zur Betätigung der gekoppelten Wickelwellen eine Antriebseinrichtung beispielsweise unmittelbar nur an einer Wickelwelle die zur Betätigung notwendige Drehkraft einleitet. In einer einfachen Ausführung werden mehrere Rollobahnen mittels eines gemeinsamen Zugspriegels synchron abgewickelt und mittels eines an einer der betreffenden Wickelwellen vorgesehenen Federmotors und einer geeigneten Getriebeverbindung synchron aufgewickelt.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Es stellen dar:
  • 1 eine Querschnittsansicht eines Fahrzeugdaches mit einer dreiteiligen Rollovorrichtung,
  • 2 eine Draufsicht der in 1 ersichtlichen Rollovorrichtung, und
  • 3 eine Längsschnittansicht des Fahrzeugdaches von 1.
  • 1 ist eine schematische Querschnittsansicht der linken Hälfte eines Kraftfahrzeugdaches 1 mit einer dreiteiligen Rollovorrichtung 10 (Sonnenrollo) zur Abschattung eines Dachbereichs. Die nicht dargestellte rechte Hälfte des Fahrzeugdaches 1 ist symmetrisch hierzu ausgebildet.
  • Im Bereich eines seitlichen Dachrahmens erstreckt sich unter einer Dachhaut 3 in Fahrzeuglängsrichtung eine Seitenführung 5 eines so genannten außengeführten Schiebedachs, mit welchem in an sich bekannter Weise ein einer Dachöffnung zugeordneter Schiebe-Hebe-Glasdeckel 7 (3) bei seiner Öffnungsbewegung nach hinten über die Dachhaut 3 geführt wird. Alternativ könnte an dieser Stelle auch ein anderes Dachöffnungssystem zum wahlweisen Öffnen und Schließen eines Dachausschnitts oder ein transparenter Dachabschnitt (z. B. Panoramadach) vorgesehen sein.
  • Zur Verkleidung des Fahrzeugdaches 1 nach innen hin ist in an sich bekannter Weise ein Innenhimmel 9 unter der Dachhaut 3 angeordnet, der sich beim dargestellten Ausführungsbeispiel in Fahrzeuglängsrichtung nach vorne bis an den hinteren Rand der Dachöffnung erstreckt.
  • Zur Abschattung des durch den Glasdeckel 7 gebildeten transparenten bzw. geöffneten Dachbereichs sind drei rechteckige textile Rollobahnen 12, 14 und 16 vorgesehen, die parallel zueinander in einer Abwickelrichtung x (2) von den Rollobahnen zugeordneten Wickelwellen 18, 20 und 22 abwickelbar und in Querrichtung des Fahrzeugs aufeinander folgend (nebeneinander) angeordnet sind. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die Abwickelrichtung x identisch mit der Fahrzeuglängsrichtung. Jede der Wickelwellen 18, 20, 22 ist mittels fahrzeugfest angeordneter Lagerteile um eine Drehachse drehbar gelagert.
  • 2 zeigt diese Rollobahnanordnung in der Draufsicht im vollständig abgewickelten Zustand der Rollobahnen 12, 14 und 16, die in diesem Ausführungsbeispiel von einem gemeinsamen Zugspriegel 24 synchron in den dargestellten Zustand gezogen werden. Im voll aufgewickelten Zustand der Rollobahnanordnung (nicht dargestellt) befindet sich der Zugspriegel 24 in Fahrzeuglängsrichtung betrachtet etwa auf Höhe des hinteren Dachöffnungsrands, so dass ein dem Zugspriegel 24 benachbarter Teil der Rollobahn-Seitenränder vorteilhaft fest miteinander verbunden (z. B. vernäht) sein kann, ohne die Öffnungs- und Schließbewegungen des Rollos zu behindern.
  • Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel kann die Seitenführung 5 nicht nur die Funktion der Außendachführung sondern vorteilhaft auch die Funktion der Führung der seitlichen Enden des Zugspriegels 24 erfüllen. Gewünschtenfalls kann die Innenseite der Seitenführung 5 auch als Führungsschiene zur Führung der äußeren Seitenränder der Rollobahnen 12 und 16 herangezogen werden.
  • Vorteilhaft kann mit der Rollobahnanordnung der gesamte transparente bzw. geöffnete Dachbereich (in 2 bei 26 gestrichelt angedeutet) abgeschattet werden, da zwischen Seitenrändern einander benachbarter Rollobahnen Überlappungen 28 und 30 vorgesehen sind. Im dargestellten Beispiel wird die mittlere Rollobahn 14 beiderseits von den Seitenrändern der benachbarten Rollobahnen 12, 16 geringfügig (jeweils um weniger als 5% der Breite der Rollobahn 14) auf der Oberseite der Rollobahn 14 überlappt, wobei sich eine insgesamt zur Fahrzeuglängsmittelebene symmetrische Rollobahnanordnung (hier ein Polygonzug) ergibt.
  • Wenngleich die Rollobahnen 12, 14, 16 sich abweichend vom dargestellten Ausführungsbeispiel in einer gemeinsamen Rollobahnebene erstrecken könnten, so ist hier zur Approximation der in Querrichtung gewölbten Dachform eine entsprechende Neigung der äußeren Rollobahnen 12, 16 gegenüber der horizontal sich erstreckenden mittleren Rollobahn 14 vorgesehen, so dass die Kopffreiheit für Fahrzeuginsassen vergleichsweise groß ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist an den Stellen 28 und 30 jeweils eine spaltfreie Überlappung der Seitenränder vorgesehen, d. h. diese einander benachbarten Seitenränder berühren sich. Dies wird bei dem dargestellten Beispiel letztlich dadurch gewährleistet, dass alle Rollobahnen 12, 14, 16 über eine gemeinsame Ablaufkante geführt werden, die von der Unterseite einer über die gesamte Dachbreite sich erstreckenden Ablaufstrebe 32 gebildet wird. In Querrichtung betrachtet besitzt diese Ablaufstrebe 32 wie auch der Zugspriegel 24 auf Höhe der Überlappungsstellen 28, 30 jeweils einen geknickten Verlauf entsprechend dem geknickten Querschnittsverlauf der Rollobahnanordnung 12, 14, 16.
  • Die sich in Querrichtung des Fahrzeugs an den Stirnseiten paarweise überlappenden Wickelwellen 18, 20 und 20, 22 schließen jeweils einen stumpfen Winkel (hier ca. 170°) ein, der in diesem Beispiel mit dem entsprechenden Winkel übereinstimmt, in welchem die betreffenden Rollobahnen 12, 14 bzw. 14, 16 zueinander geneigt sind. In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass die Neigungswinkel der Rollobahnen durch den Verlauf des Zugspriegels 24 und der Ablaufstrebe 32 definiert sind und die Neigungen der Wickelwellen prinzipiell davon abweichend vorgesehen sein können, etwa zur Erfüllung vorgegebener Bauraumerfordernisse bei der Unterbringung der Wickelwellen.
  • Ebenfalls abweichend vom dargestellten Ausführungsbeispiel könnte an den Stellen 28, 30 anstatt einer Überlappung auch lediglich eine spaltfreie Berührung der einander benachbarten Seitenränder der Rollobahnen (seitliche Rollobahnkanten) vorgesehen sein. Auch in diesem Fall ist die Abschattung an den Stellen 28, 30 vorteilhaft praktisch durchgehend.
  • Die Wickelwellen 18, 20, 22 sind in der Abwickelrichtung x betrachtet um einen Abstand d versetzt zueinander angeordnet, so dass die einander benachbarten Stirnseiten dieser Wickelwellen sich räumlich nicht behindern und dennoch eine seitliche Überlappung der Rollobahnen (bei 28 und 30) ermöglicht ist. Dieser Versatz d ermöglicht alternativ auch die erwähnte spaltfreie Berührung zwischen Rollobahnseitenrändern. Was die Größe des Versatzes d anbelangt, so muss dieser mindestens so groß gewählt sein, dass auch bei vollständig aufgewickelten Rollobahnen noch ein gewisser, wenn auch sehr kleiner Abstand zwischen den Rollobahnwickeln verbleibt. In diesem Extremfall benötigt die Wickelwellenandordnung 18, 20, 22 in Abwickelrichtung betrachtet einen minimalen Bauraum. Der von dieser Anordnung in vertikaler Richtung benötigte Bauraum ist im dargestellten Beispiel insofern minimiert, als die Wickelwellen 18, 20, 22 in Vertikalrichtung betrachtet einen relativ kleinen Bereich überstreichen (vgl. 3). Diese kompakte Wickelwellenanordnung lässt sich weitgehend zwischen der Dachhaut 3 und dem in geringem Abstand darunter verlaufenden Innenhimmel 9 unterbringen.
  • 3 zeigt einen Schnitt entlang der Fahrzeuglängsmittelebene. Zur Verdeutlichung der Wickelwellenanordnung ist in dieser Darstellung zusätzlich die hintere Wickelwelle 18 sowie die Seitenführung 5 (auf die Fahrzeuglängsmittelebene projiziert) gestrichelt eingezeichnet. Aus dieser Figur ist ersichtlich, dass die von der in Abwickelrichtung x betrachtet hinteren Wickelwelle 18 abgewickelte Rollobahn 12 mit deren zur Fahrzeugmitte hin gewandten Seitenrand über die in Abwickelrichtung x weiter vorne angeordnete Wickelwelle 20 läuft, so dass bereits aus diesem Grund eine spaltfreie Überlappung der Rollobahnen vorgesehen wird und die Führung der Rollobahnen über die Unterseite der Ablaufstrebe 32 hier im Wesentlichen die Funktion einer geringfügigen Umlenkung der Bahnablaufrichtung x erfüllt.
  • Wenn die drei Wickelwellen 18, 20, 22 über eine Getriebeverbindung gekoppelt sind, so kann vorteilhaft eine gemeinsame Antriebseinrichtung zur synchronen Betätigung der Rollovorrichtung vorgesehen werden. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden die Rollobahnen 12, 14, 16 durch den gemeinsamen Zugspriegel 24 synchron abgewickelt. Die Aufwicklung dieser Rollobahnen kann bei Drehkopplung der Wickelwellen beispielsweise durch einen lediglich an der mittleren Wickelwelle 14 vorgesehenen Federmotor realisiert sein, wie er z. B. üblicherweise im Inneren einer als Holwelle ausgebildeten Wickelwelle angeordnet wird. Etwaig vorgesehene Mittel zur Positionierung der Rollobahnen im geöffneten, im geschlossenen oder in einem Zwischenzustand können in an sich bekannter Weise vorgesehen sein.
  • Mit der beschriebenen Rollovorrichtung 10 kann eine Querwölbung des abzuschattenden Fahrzeugbereichs, bei dem es sich beispielsweise auch um ein Fahrzeugfenster wie Seitenfenster oder Heckfenster handeln kann, gut nachgeformt werden, ohne dass die Abschattung an Übergangsbereichen von einer Rollobahn zu einer benachbarten Rollobahn in einer Weise unterbrochen wird, die einen unerwünschten Lichtdurchtritt gestatten würde.
  • 1
    Kraftfahrzeugdach
    3
    Dachhaut
    5
    Seitenführung
    7
    Glasdeckel
    9
    Innenhimmel
    10
    Rollovorrichtung
    12
    Rollobahn
    14
    Rollobahn
    16
    Rollobahn
    18
    Wickelwelle
    20
    Wickelwelle
    22
    Wickelwelle
    24
    Zugspriegel
    26
    Transparenter Dachbereich
    28
    Überlappung
    30
    Überlappung
    32
    Ablaufstrebe

Claims (12)

  1. Rollovorrichtung mit einer Mehrzahl von nebeneinander angeordneten Rollobahnen (12, 14, 16), die parallel zueinander in einer Abwicklungsrichtung (x) jeweils von einer der Rollobahn zugeordneten Wickelwelle einer entsprechenden Mehrzahl von drehbar angeordneten Wickelwellen (18, 20, 22) abwickelbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass in einem abgewickelten Zustand der Rollobahnen (12, 14, 16) wenigstens zwei (12, 14; 14, 16) der Rollobahnen sich an deren Seitenrändern überlappen (28, 30) und/oder spaltfrei einander benachbart sind, wobei die diesen beiden Rollobahnen zugeordneten Wickelwellen (18, 20; 20, 22) in der Abwickelrichtung (x) betrachtet versetzt (d) zueinander angeordnet sind.
  2. Rollovorrichtung nach Anspruch 1, wobei der lichte Abstand zwischen den beiden versetzt zueinander angeordneten Wickelwellen (18, 20; 20, 22) samt aufgewickelten Rollobahnen (12, 14; 14, 16) kleiner als das Zweifache jedes Durchmessers dieser Wickelwellen samt aufgewickelten Rollobahnen ist, insbesondere kleiner als jeder dieser Durchmesser ist.
  3. Rollovorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Seitenränder der beiden Rollobahnen (12, 14; 14, 16) über einen wickelwellenfernen Teil ihrer Längserstreckung miteinander verbunden sind.
  4. Rollovorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei die Anordnung der Rollobahnen (12, 14, 16) im abgewickelten Zustand eine Symmetrieebene besitzt, die sich parallel zur Abwickelrichtung und orthogonal zu einer der Wickelwellen (18, 20, 22) erstreckt.
  5. Rollovorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei wenigstens drei Rollobahnen (12, 14, 16) angeordnet sind.
  6. Rollovorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei für wenigstens eine (14) der Rollobahnen (12, 14, 16) eine Überlappung oder spaltfreie Berührung (28, 30) beider Seitenränder durch benachbarte Rollobahnen (12, 16) vorgesehen ist.
  7. Rollovorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Versatz (d) zwischen einer Wickelwelle (20) und einer auf einer Seite benachbarten Wickelwelle (18) und der Versatz zwischen der erstgenannten Wickelwelle (20) und einer auf der anderen Seite benachbarten Wickelwelle (22) gleich orientiert sind.
  8. Rollovorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die einer Wickelwelle (20) beiderseits benachbart angeordneten Wickelwellen (18, 22) in Abwickelrichtung (x) betrachtet in gleicher Position angeordnet sind.
  9. Rollovorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei im abgewickelten Zustand der Rollobahnen (12, 14, 16) wenigstens zwei der Rollobahnen sich in einem stumpfen Winkel zueinander erstrecken.
  10. Rollovorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei wenigstens zwei der Rollobahnen (12, 14, 16) durch eine gemeinsame Antriebseinrichtung synchron aufgewickelt und abgewickelt werden.
  11. Fahrzeugdach mit einer Rollovorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 zur Abschattung eines transparenten und/oder öffnungsfähigen Dachbereichs (26).
  12. Kraftfahrzeug mit wenigstens einer Rollovorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
DE2003116785 2003-04-11 2003-04-11 Rollovorrichtung Revoked DE10316785B4 (de)

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