DE10315692A1 - Längenausgleichselement für zwei Bowdenzüge - Google Patents
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- F16C—SHAFTS; FLEXIBLE SHAFTS; ELEMENTS OR CRANKSHAFT MECHANISMS; ROTARY BODIES OTHER THAN GEARING ELEMENTS; BEARINGS
- F16C1/00—Flexible shafts; Mechanical means for transmitting movement in a flexible sheathing
- F16C1/10—Means for transmitting linear movement in a flexible sheathing, e.g. "Bowden-mechanisms"
- F16C1/101—Intermediate connectors for joining portions of split flexible shafts and/or sheathings
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Abstract
Die
Erfindung betrifft ein zwischen zwei Bowdenzügen angeordnetes Längenausgleichselement,
bei dem die Gesamtlänge
der zwei Bowdenzüge
mit dem Längenausgleichselement
unverändert
bleibt und bei dem die Länge
der Seelen variieren kann.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Längenausgleichselement für zwei Bowdenzüge gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Ein Bowdenzug ist eine mechanisch flexible Vorrichtung, durch welche Zugkräfte beispielsweise zwischen einem Bremshebel und dem Bremsklotz einer Handbremse übertragen werden. Der Bowdenzug besteht dabei aus einem Mantel und einer Seele.
- Der Mantel besteht in der Regel aus gewickeltem Stahlblech, das äußerlich von einem elastischen Kunststoffmaterial umgeben ist. Innerhalb des Mantels ist zur Reibungsreduzierung ein Kunststoffschlauch angeordnet.
- Die Seele besteht häufig aus einem Stahldraht oder aus mehreren miteinander verdrillten Stahldrähten, kann aber auch aus einem Kunststoff, beispielsweise Nylon oder Kevlar, gefertigt werden.
- Ein Nachteil von Bowdenzügen ist, dass sich mit der Zeit durch die Krafteinwirkung die Seele verlängert und sich der Mantel verkürzt. Dadurch müsste mindestens an einem der Teile, zwischen den Zugkräfte übertragen werden, ein Überlauf angeordnet sein, in den hinein sich die Seele verschieben kann. Alternativ kann ein Längenausgleichselement verwendet werden.
- Längenausgleichselemente sind seit langem bekannt und beispielsweise in der
DE 36 02 754 C1 , derEP 0 511 088 B1 und der WO 00/08715 beschrieben. Diese Längenausgleichselemente weisen jedoch den Nachteil auf, dass durch sie zum Längenausgleich die Länge des Mantels des Bowdenzuges verändert wird, während die Länge der Seele unverändert bleibt. Dadurch muss der Bowdenzug selbst so verlegt werden, dass die Längenänderung des Bowdenzuges möglich ist. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Längenausgleichselement für zwei Bowdenzüge gemäß dem Oberbegriff es Patentanspruchs 1 anzugeben, bei dem zum Längenausgleich die Länge der Seele verändert wird, während die Länge des Mantels unverändert bleibt.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im Kennzeichen des Patentanspruchs 1 gelöst, wonach zwischen den beiden Bowdenzügen ein Aufnahmen für die Enden der Mäntel aufweisendes Gehäuse angeordnet ist, in dem ein die Seelen aufeinanderzuziehendes Federelement angeordnet ist.
- In einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass in dem Gehäuse zwei axial bewegliche Formteile angeordnet sind. Das erste Formteil weist eine Aufnahme für die Seele des ersten Bowdenzuges auf. Analog weist das zweite Formteil eine Aufnahme für die Seele des zweiten Bowdenzuges auf.
- In dem ersten Formteil ist ein Hohlraum zur Aufnahme des zwei Seiten aufweisenden Federelementes ausgebildet. Die erste Seite des Federelementes stützt sich an der dem zweiten Formteil zugewandten Seite gegen das erste Formteil ab.
- Das zweite Formteil weist eine Ausformung auf, welche sich am Federelement vorbei in das erste Formteil hinein erstreckt und sich gegen die zweite Seite des Federelementes abstützt.
- Das Federelement kann dabei vorteilhaft als Druckfeder ausgebildet werden.
- In einer nächsten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass in dem Hohlraum des ersten Formteils zur Aufnahme des Federelementes ein den Federweg begrenzender Anschlag ausgebildet ist.
- In weiteren vorteilhaften Weiterbildungen der Erfindung ist vorgesehen, dass die Enden der Mäntel als aus Messing gefertigte Drehteile ausgebildet sind. Das Gehäuse, das erste Formteil und das zweite Formteil sind aus Kunststoff gefertigt.
- Die Seelen der Bowdenzüge sind als Stahlseelen ausgebildet, wobei an den Enden der Stahlseelen aus Blei gefertigte Abschlussstücke ausgebildet sind, welche in die Aufnahmen des ersten Formteils und des zweiten Formteils passen.
- Die Mäntel der Bowdenzüge sind als gewickeltes Stahlblech ausgebildet, um das herum ein elastisches Kunststoffmaterial angeordnet ist. Das Innere der Bow denzüge wird von einen Kunststoffschlauch zur Vermeidung von Reibung beim Bewegen der Seele gebildet.
- Wird das Längenausgleichselement nahe an einem der Teile angeordnet, zwischen denen die Zugkraft übertragen werden soll, ist es vorteilhaft den kurzen Bowdenzug starr auszubilden. Werden die Bowdenzüge an einem Fahrzeug verlegt, wird das Längenausgleichselement beispielsweise mit dem Fahrzeug verschraubt. Zwischen dem Zugkraft zu übertragenen Teil, welches ebenfalls mit dem Fahrzeug verschraubt ist, und dem Längenausgleichselement wird eine Seele verlegt. Der Mantel des starren Bowdenzuges wird dabei von Fahrzeugteilen gebildet.
- In einer letzten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Längenausgleichselement bei Bowdenzügen verwendet wird, die zwischen einem in Motorraum angeordneten Motorhaubenschloss und einem in einer Fahrgastzelle angeordneten Öffnungshebel eines Kraftfahrzeuges verlegt sind.
- Eine derartig ausgebildetes Längenausgleichselement wird zum Längenausgleich die Länge der Seele verändert, während die Länge des Mantels unverändert bleibt. Dadurch kann das Längenausgleichselement mit den zwei Bowdenzügen in räumlich sehr begrenzten Bereichen verlegt werden, die keine Längenänderung der Bowdenzüge und des Längenausgleichselementes zulassen.
- Im folgenden ist das erfindungsgemäße Längenausgleichselement anhand von einem Ausführungsbeispiel im Zusammenhang mit einer Figur dargestellt und erläutert.
- Es zeigt:
- die Figur ein Schnittbild durch das zwischen zwei Bowdenzüge angeordnete Längenausgleichselement mit einer Druckfeder.
- Zwischen einem in Motorraum angeordneten Motorhaubenschloss und einem in der Fahrgastzelle eines Kraftfahrzeuges angeordneten Öffnungshebel werden aus Montagegründen zwei Bowdenzüge verlegt, die durch ein Längenänderungselement miteinander verbunden sind.
- Die Bowdenzüge bestehen jeweils aus einem Mantel und einer Seele, wobei die Mäntel aus gewickeltem Stahlblech bestehen, um das herum ein elastisches Kunststoffmaterial angeordnet ist. Zwischen der Seele und dem Mantel ist ein eine Teflonschicht aufweisender Kunststoffschlauch zur Führung der Seele und zur Reibungsreduzierung angeordnet. Die Enden der Mäntel werden von aus Messing gefertigten Drehteilen gebildet.
- Die Seelen bestehen aus mehreren miteinander verdrillten Stahldrähten. An den Enden dieser Stahlseelen sind aus Blei gefertigte Abschlussstücke ausgebildet.
- Die Figur zeigt in einem Schnittbild das Längenausgleichselement
1 und die zwei Bowdenzüge2 ,3 . Das Längenausgleichselement1 weist ein Gehäuse4 auf, an dem Aufnahmen4.1 für die Enden der Mäntel2.1 ,3.1 ausgebildet sind. In dem Gehäuse4 ist ein die Stahlseelen2.2 ,3.2 aufeinanderzuziehendes Federelement angeordnet, das als Druckfeder8 ausgebildet ist. - In dem Gehäuse
4 sind zwei axial bewegliche Formteile5 ,6 angeordnet. Das erste Formteil5 weist eine Aufnahme für die Stahlseele2.2 des ersten Bowdenzuges2 auf. Entsprechend weist das zweite Formteil6 eine Aufnahme für die Stahlseele3.2 des zweiten Bowdenzuges3 auf. - In dem ersten Formteil
5 ist ein Hohlraum5.1 zur Aufnahme der zwei Seiten A, B aufweisenden Druckfeder8 ausgebildet, deren erste Seite A sich an der dem zweiten Formteil6 zugewandten Seite gegen das erste Formteil5 abstützt. - Das zweite Formteil
6 weist eine Ausformung6.1 auf, welche sich durch die Druckfeder8 hindurch bis in das erste Formteil5 hinein erstreckt und sich gegen die zweite Seite B des Federelementes abstützt. - Das Gehäuse
4 , das erste Formteil5 und das zweite Formteil6 sind aus Kunststoff gefertigt. Das Gehäuse4 und die Formteile4 ,5 sind vorzugsweise rund ausgebildet, können aber auch beispielsweise einen viereckigen Querschnitt aufweisen. - In dem Hohlraum
5.1 des ersten Formteils5 zur Aufnahme der Druckfeder8 ist ein den Federweg der Druckfeder8 begrenzender Anschlag7 ausgebildet, an den das zweite Formteil6 beim Einwirken einer Zugkraft stößt. Durch den Anschlag7 ist ein definierter Druckpunkt gegeben, an dem das Motorhaubenschloss durch den Öffnungshebel entriegelt wird. - Ist das Längenausgleichselement konstruktionsbedingt direkt bei dem Öffnungshebel oder direkt bei dem Motorhaubenschloss angeordnet, kann einer der zwei Bowdenzüge so ausgebildet sein, dass lediglich eine kurze Seele zwischen dem Längenausgleichselement und beispielsweise dem Motorhaubenschloss verlegt ist. Dabei sind das Längenausgleichselement und das Motorhaubenschoss auf einem Querträger der Fronttragstruktur des Kraftfahrzeugs befestigt. Der Mantel der kurzen Seele wird dabei von dem Querträger gebildet, über den sich das Längenausgleichselement und das Motorhaubenschloss bei der Zugkraftübertragung zum Entriegeln des Motorhaubenschlosses abstützten.
- Durch das Längenausgleichselement wird zum Längenausgleich die Länge der Stahlseele verändert, während die Länge des Mantels unverändert bleibt. Dadurch könnte das Längenausgleichselement und die zwei Bowdenzügen auch fest mit dem Kraftfahrzeug verbunden werden, wodurch eine Längenänderung der Bowdenzüge und des Längenausgleichselementes nicht möglich wäre.
Claims (10)
- Längenausgleichselement (
1 ) für zwei jeweils aus einem Mantel (2.1 ,3.1 ) und einer Seele bestehenden Bowdenzüge (2 ,3 ), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen beiden Bowdenzügen (1 ,2 ) ein Aufnahmen für die Enden der Mäntel (2.1 ,3.1 ) aufweisendes Gehäuse (7 ) angeordnet ist, und dass in dem Gehäuse (7 ) ein die Seelen aufeinanderzuziehendes Federelement angeordnet ist. - Längenausgleichselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (
7 ) zwei axial bewegliche Formteile (5 ,6 ) angeordnet sind, dass das erste Formteil (5 ) eine Aufnahme für die Seele des ersten Bowdenzuges (2 ) aufweist, dass das zweite Formteil (6 ) eine Aufnahme für die Seele des zweiten Bowdenzuges (3 ) aufweist, dass in dem ersten Formteil (5 ) ein Hohlraum (5.1 ) zur Aufnahme des zwei Seiten (A, B) aufweisenden Federelementes ausgebildet ist, dessen erste Seite (A) sich an der dem zweiten Formteil (6 ) zugewandten Seite gegen das erste Formteil (5 ) abstützt, und dass das zweite Formteil (6 ) eine Ausformung (6.1 ) aufweist, welche sich in das erste Formteil (5 ) hinein erstreckt und sich gegen die zweite Seite (B) des Federelementes abstützt. - Längenausgleichselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Hohlraum (
5.1 ) des ersten Formteils (5 ) zur Aufnahme des Federelementes ein den Federweg des Federelementes begrenzender Anschlag (7 ) ausgebildet ist. - Längenausgleichselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement als Druckfeder (
8 ) ausgebildet ist. - Längenausgleichselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Mäntel als aus Messing gefertigte Drehteile (
2.3 ,3.3 ) ausgebildet sind. - Längenausgleichselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (
4 ), das erste Formteil (5 ) und das zweite Formteil (6 ) aus Kunststoff gefertigt sind. - Längenausgleichselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Seelen der Bowdenzüge (
2 ,3 ) als Stahlseelen (2.2 ,3.2 ) ausgebildet sind, an deren Enden aus Blei gefertigte Abschlussstücke (2.4 ,3.4 ) ausgebildet sind. - Längenausgleichselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Mäntel (
2.1 ,3.1 ) der Bowdenzüge (2 ,3 ) als gewickeltes Stahlblech ausgebildet sind, um das herum ein elastisches Kunststoffmaterial angeordnet ist, und in das ein eine Teflonschicht aufweisender Kunststoffschlauch zur Führung der Seele (2.2 ,3.2 ) angeordnet ist. - Längenausgleichselement nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bowdenzüge (
2 ,3 ) an einem Fahrzeug verlegt sind, und dass die Mäntel (2.1 ,3.1 ) der Bowdenzüge (2 ,3 ) von Fahrzeugteilen gebildet werden. - Längenausgleichselement zur Verwendung bei Bowdenzügen (
2 ,3 ), die zwischen einem in Motorraum angeordneten Motorhaubenschloss und einem in einer Fahrgastzelle angeordneten Öffnungshebel eines Kraftfahrzeuges verlegt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2003115692 DE10315692A1 (de) | 2003-04-07 | 2003-04-07 | Längenausgleichselement für zwei Bowdenzüge |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2003115692 Withdrawn DE10315692A1 (de) | 2003-04-07 | 2003-04-07 | Längenausgleichselement für zwei Bowdenzüge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2009118686A1 (en) | 2008-03-25 | 2009-10-01 | Land Rover | Cable connector |
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| US20240200591A1 (en) * | 2022-12-14 | 2024-06-20 | Gregor Horacek | Bowden Cable Coupling For Releasably Coupling A First Bowden Cable To A Second Bowden Cable |
-
2003
- 2003-04-07 DE DE2003115692 patent/DE10315692A1/de not_active Withdrawn
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