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DE10314875A1 - Temperaturbeständiges elektronisches Bauteil in Form eines Sensors oder Aktors und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Temperaturbeständiges elektronisches Bauteil in Form eines Sensors oder Aktors und Verfahren zu seiner Herstellung Download PDF

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DE10314875A1
DE10314875A1 DE2003114875 DE10314875A DE10314875A1 DE 10314875 A1 DE10314875 A1 DE 10314875A1 DE 2003114875 DE2003114875 DE 2003114875 DE 10314875 A DE10314875 A DE 10314875A DE 10314875 A1 DE10314875 A1 DE 10314875A1
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DE
Germany
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housing
layers
thermal expansion
layer
micromechanical element
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DE2003114875
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Attila Bokodi
Alois Dr. Friedberger
Wolfgang Legner
Christoph Dipl.-Ing. Richter
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Airbus Defence and Space GmbH
Original Assignee
EADS Deutschland GmbH
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    • B81MICROSTRUCTURAL TECHNOLOGY
    • B81BMICROSTRUCTURAL DEVICES OR SYSTEMS, e.g. MICROMECHANICAL DEVICES
    • B81B7/00Microstructural systems; Auxiliary parts of microstructural devices or systems
    • B81B7/0032Packages or encapsulation
    • B81B7/0045Packages or encapsulation for reducing stress inside of the package structure
    • B81B7/0048Packages or encapsulation for reducing stress inside of the package structure between the MEMS die and the substrate

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  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
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Abstract

Ein temperaturbeständiges elektronisches Bauteil in Form eines Sensors (10) oder Aktors hat ein mikromechanisches Element (12), das als Sensor- oder Aktorelement ausgestaltet ist, ein Gehäuse (11), in dem das mikromechanische Element (12) angeordnet ist, und Kontaktstifte (17) zum elektrischen Anschluss des mikromechanischen Elements (12). Dabei ist das mikromechanische Element (12) in dem Gehäuse (11) auf einem Stapel von Schichten (13, 14) mit unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten befestigt, die schrittweise den Wärmeausdehnungskoeffizienten des mikromechanischen Elements (12) an den Wärmeausdehnungskoeffizienten des Gehäuses (11) anpassen. Die Schichten (13, 14) zur Anpassung des Wärmeausdehnungskoeffizienten sind beispielsweise Keramikscheiben. Bei einem Verfahren zur Herstellung des Sensors (10) wird die erste Schicht (13) im Gehäuse (11) angebracht und anschließend die zweite Schicht (14) auf die erste Schicht (13) aufgebracht. Anschließend wird das mikromechanische Element (12) auf der zweiten Schicht (14) befestigt.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein temperaturbeständiges elektronisches Bauteil in Form eines Sensors oder Aktors gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 sowie ein Verfahren zum Herstellen eines Sensors oder Aktors.
  • Sensoren und Aktoren mit mikromechanischen Elementen sind in vielfältigen Ausführungsformen bekannt, beispielsweise als Drucksensor oder als Aktor mit piezoelektrischen Elementen. Im Fall von Drucksensoren ist beispielsweise eine Membran vorgesehen, die sich bei Beaufschlagung mit Druck verformt und deren Verformung mit Piezowiderständen oder anderen geeigneten Messelementen gemessen wird. Im Falle von Aktoren sind z.B. piezoelektrische Elemente vorgesehen, die sich bei einer Beaufschlagung mit Spannung verformen und deren Verformung zum Antrieb verwendet wird. Dabei sind die eigentlichen Sensorelemente in einem Gehäuse untergebracht, um sie vor mechanischen Einflüssen oder sonstigen Beschädigungen zu schützen. Im Betrieb werden die Sensoren und Aktoren oftmals erhöhten oder schwankenden Temperaturen ausgesetzt.
  • Dabei besteht das Problem, dass in den Sensoren oder Aktoren bei einer Veränderung der Umgebungstemperatur mechanische Spannungen verursacht werden. Diese können die Ausgangssignale des Sensors verfälschen oder auch Risse verursachen und somit den Sensor zerstören. Im Fall von Aktoren führen veränderte oder erhöhte Temperaturen ebenfalls zu mechanischen Spannungen, die die Stellung und die Bewegung der Aktorik beeinflussen und dadurch Ungenauigkeiten hervorrufen oder die Gefahr einer Zerstörung beinhalten.
  • Um dem Problem mechanischer Spannungen bei welchselnden Temperaturen zu begegnen, wurde bisher versucht, das Sensorelement an Kontaktstiften zu befestigen. Dabei ergab sich jedoch der Nachteil einer geringen Stabilität. Weiterhin werden zu niedrige Resonanzfrequenzen verursacht, die zu Schwingungen beim normalen Betrieb führen.
  • Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Sensoren und/oder Aktoren mit einem Gehäuse zu schaffen, bei denen mechanische Spannungen aufgrund von Temperaturveränderungen vermieden werden und die Zuverlässigkeit und die Genauigkeit erhöht werden. Weiterhin soll ein Verfahren zur Herstellung von Sensoren und/oder Aktoren angegeben werden, mit dem zuverlässige Sensoren und Aktoren, die weitgehend unempfindlich gegenüber Temperaturveränderungen sind, geschaffen werden.
  • Die Aufgabe wird gelöst durch das temperaturbeständige elektronische Bauteil in Form eines Sensors oder Aktors gemäß Patentanspruch 1 und durch das Verfahren zum Herstellen eines Sensors oder Aktors gemäß Patentanspruch 13. Weitere vorteilhafte Merkmale, Aspekte und Details der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
  • Merkmale, die im Zusammenhang mit dem elektronischen Bauteil beschrieben werden, gelten auch für das erfindungsgemäße Verfahren, ebenso wie Merkmale, die im Zusammenhang mit dem Verfahren beschrieben werden, auch für das elektronische Bauteil gelten.
  • Das erfindungsgemäße elektronische Bauteil in Form eines Sensors oder Aktors umfasst ein mikromechanisches Element, das als Sensor- oder Aktorelement ausgestaltet ist, ein Gehäuse, in dem das mikromechanische Element angeordnet ist, und Kontaktelemente zum elektrischen Anschluss des mikromechanischen Elements, wobei das mikromechanische Element in dem Gehäuse auf einem Stapel von Schichten mit unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten befestigt ist, die schrittweise den Wärmeausdehnungskoeffizienten des mikromechanischen Elements an den Wärmeausdehnungskoeffizienten des Gehäuses anpassen.
  • Durch die Erfindung wird die Zuverlässigkeit und Messgenauigkeit der entsprechenden Sensoren und Aktoren erhöht, selbst wenn der Einsatz bei hohen Temperaturen und in aggressiven Medien erfolgt.
  • Vorteilhafterweise umfasst der Stapel von Schichten ein Trägerelement und ein darauf befestigtes adaptives Element, auf dem das mikromechanische Element befestigt ist, wobei der Wärmeausdehnungskoeffizient des adaptiven Elements zwischen dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des Trägerelements und dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des mikromechanischen Elements liegt. Dadurch können die Ausdehnungskoeffizienten derart angepasst werden, dass Verspannungen weiter minimiert oder verhindert werden. Auch bei hohen Temperaturen wird eine Stabilität der Messergebnisse erreicht.
  • Die Schichten mit unterschiedlichen spezifischen Wärmeausdehnungskoeffizienten können auch Teil eines Trägerelements sein, beispielsweise in Form von mehreren übereinander angeordneten Lagen, wobei sich die Wärmeausdehnungskoeffizienten der Schichten schrittweise von einer Seite des Trägerelements zur anderen Seite hin erhöhen.
  • Bevorzugt ist das Trägerelement und/oder das adaptive Element aus Keramik hergestellt, beispielsweise aus LTCC-Keramik (Low Temperature Cofired Ceramics) d.h. Keramiken, die bei niedrigen Temperaturen gesintert sind. Das Trägerelement und/oder das adaptive Element sind beispielsweise als Scheiben ausgebildet. Dadurch ergibt sich eine schnelle, kostengünstige und stabile Bauweise.
  • Bevorzugt sind die Kontaktelemente als Kontaktstifte ausgestaltet, die z.B. durch den Stapel von Schichten insbesondere senkrecht zur Schichtebene geführt sind und das mikromechanische Element kontaktieren. Dadurch ergibt sich insbesondere ein stabiler und zuverlässiger elektrischer Kontakt, wobei auch eine hermetische Abdichtung erreicht werden kann.
  • Vorteilhafterweise sind an den Durchführungen der Kontaktstifte Dichtungen, insbesondere Lotringe, vorgesehen, um die Durchführungen hermetisch abzudichten. Dadurch kann eine zuverlässige hermetische Abdichtung des Sensorinnenraums erfolgen.
  • Beispielsweise sind die Kontaktelemente mittels Metallwolle elektrisch an das mikromechanische Element angeschlossen. Die Metallwolle bietet aufgrund ihrer Federwirkung einen sicheren Kontakt. Die Metallwolle liegt beispielsweise in Form eines dünnen Metalldrahtes vor, der zu einem Knäuel geformt ist.
  • Es ist aber auch möglich, die Kontaktelemente mittels einer Metallisierungspaste elektrisch an das mikromechanische Element anzuschließen.
  • Bevorzugt hat das mikromechanische Element versenkt angeordnete Kontaktflächen zum elektrischen Anschluss der Kontaktelemente. Dadurch ist es möglich, das an das mikromechanische Element anzuschließende Kontaktelement mit einem Ende in dem mikromechanischen Element versenkt anzuordnen und somit einen besonders sicheren und zuverlässigen elektrischen Kontakt zu gewährleisten.
  • Vorteilhafterweise weist das Gehäuse in seinem Innenraum eine Stufe auf, auf der der Stapel von Schichten gelagert ist, wobei sich das mikromechanische Element auf der Oberseite des Schichtstapels befindet. Da nur die unterste Schicht des Schichtstapels auf dem Absatz der Stufe gelagert ist und somit mit dem Gehäuse bzw. mit der Gehäusewandung verbunden ist, ergibt sich im Bereich des Übergangs vom Gehäuse zum Schichtstapel nur ein gering veränderter Wärmeausdehnungskoeffizient, ebenso wie beim Übergang zur nächsten Schicht und gegebenenfalls zu weiteren Schichten sowie zum mikromechanischen Element, so dass zwischen dem Gehäuse und dem mikromechanischen Element aufgrund der Schichten eine schrittweise Anpassung der Wärmeausdehnungskoeffizienten erfolgt und dadurch Verspannungen aufgrund thermischer Beeinflussungen vermieden werden.
  • Bevorzugt sind die Schichten untereinander und/oder mit dem mikromechanischen Element durch Lot, insbesondere Glaslot, verbunden.
  • Vorteilhafterweise ist das Gehäuse als Hohlzylinder geformt und der Stapel von Schichten mit dem mikromechanischen Element zylindrisch gestaltet und in dem Hohlzylinder angeordnet. Dadurch ist eine kostengünstige Herstellung möglich, und es wird eine stabile und zuverlässige Bauweise gewährleistet.
  • Bevorzugt hat das Gehäuse in seinem Innenraum einen Bereich, der durch den Stapel von Schichten und das darauf gehaltene mikromechanische Element hermetisch verschlossen ist. Dadurch kann der Sensorinnenraum vor störenden oder schädlichen Stoffen bzw. Gasen geschützt werden, und es kann weiterhin ein Absolutdrucksensor realisiert werden.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Herstellen eines Sensors oder Aktors angegeben, das die folgenden Schritte aufweist: Bereitstellen eines als Sensor- oder Aktorelement ausgestalteten mikromechanischen Elements; Bereitstellen eines Gehäuses für das mikromechanische Element; Bereitstellen einer ersten Schicht, deren Wärmeausdehnungskoeffizient zwischen dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des Gehäuses und dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des mikromechanischen Elements liegt; Anordnen von Kontaktelementen zur elektrischen Kontaktierung des mikromechanischen Elements; Anbringen der ersten Schicht am Gehäuse; Aufbringen einer zweiten Schicht, deren Wärmeausdehnungskoeffizient zwischen dem Wärmeausdehnungskoeffizienten der ersten Schicht und dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des mikromechanischen Elements liegt, auf die erste Schicht; und Aufbringen des mikromechanischen Elements auf die zweite Schicht.
  • Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist es möglich, einen temperaturbeständigen Sensor oder Aktor herzustellen, bei dem Spannungen aufgrund thermischer Einflüsse vermieden werden, so dass er eine erhöhte Zuverlässigkeit und Messgenauigkeit aufweist und temperaturbeständig ist.
  • Vorteilhafterweise wird die erste Schicht auf einem stufenförmigen Absatz, der in einer Wandung des Gehäuses ausgebildet ist, angeordnet. Dadurch wird die erste Schicht mit den darauf liegenden weiteren Schichten stabil gelagert, wobei nur die erste bzw. unterste Schicht mit der Gehäusewandung in direktem Kontakt steht, während die weiteren Schichten oberhalb der ersten Schicht und das mikrome chanische Element mit der Gehäusewandung nicht in direktem Kontakt stehen. Dadurch werden mechanische Verspannungen aufgrund veränderter oder erhöhter Temperaturen vermieden oder reduziert.
  • Bevorzugt wird die erste Schicht, gegebenenfalls auch mit ein oder mehreren weiteren Schichten, auf einem Montagesockel angeordnet, anschließend eine Gehäusewandung auf dem Montagesockel mit der darauf befindlichen ersten Schicht aufgesetzt, der Aufbau verlötet, und danach wird der Montagesockel entfernt.
  • Dadurch kann das Sensor- bzw. Aktorelement schnell und einfach hergestellt werden, so dass eine kostengünstige Fertigung bzw. Serienfertigung möglich ist.
  • Vorteilhafterweise sind die Kontaktelemente als Kontaktstifte ausgestaltet, die jeweils mit einem Ende in dem Montagesockel gehalten werden und durch die erste Schicht hindurchgeführt werden. Dadurch werden zuverlässige und stabile Kontaktdurchführungen geschaffen.
  • Vorteilhafterweise ist das Gehäuse als Hohlzylinder ausgestaltet, in dem die als Scheiben ausgestalteten Schichten befestigt werden. Dadurch wird eine stabile und dauerhafte Befestigung der Schichten in dem Gehäuse erreicht.
  • Bevorzugt werden die Schichten z.B. mit Glaslot verlötet. Sie können aber auch verklebt werden.
  • Vorteilhaft durchdringen die als Kontaktstifte ausgestalteten Kontaktelemente die Schichten senkrecht zur Schichtebene, und die Durchführungen werden beispielsweise mit Lotringen hermetisch verschlossen.
  • Bevorzugt werden die als Kontaktstifte ausgestalteten Kontaktelemente mit jeweils einem Ende in dem mikromechanischen Element versenkt, wobei Metallwolle und/oder Metallpaste zur elektrischen Kontaktierung verwendet wird. Durch die Metallwolle ergibt sich ein besonders dauerhafter und zuverlässiger elektrischer Kontakt zu den Kontaktelementen. Diese besondere Zuverlässigkeit wird aufgrund der Federwirkung der Metallwolle erreicht.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen und anhand der Figuren beschrieben, in denen
  • 1 einen Sensor in teilweiser Schnittansicht zeigt, der eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung darstellt;
  • 2 eine Schnittansicht in Form eines schematischen Längsschnitts durch den Sensor zeigt;
  • 38 schematische Schnittansichten des erfindungsgemäßen Sensors während verschiedener Stufen des Herstellungsverfahrens zeigen.
  • In 1 ist ein Drucksensor 10 schematisch in perspektivischer Darstellung gezeigt. Der Drucksensor 10 hat ein als Hohlzylinder ausgestaltetes Gehäuse 11, in dem ein Sensorelement 12 angeordnet ist, wobei sich das Sensorelement 12 am vorderen Ende des Drucksensors 10 befindet. Das Sensorelement 12 ist auf zwei übereinander liegenden Schichten 13, 14 aus Keramik angeordnet, die unterschiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten besitzen. Dabei steht das Sensorelement 12 nicht mit dem Gehäuse 11 in Verbindung, sondern es ist beabstandet von dem Gehäuse 11 auf der zweiten Keramikschicht 14 befestigt. Die Wärmeausdehnungskoeffizienten der Keramikschichten 13, 14 sind so gewählt, dass sie zwischen den Wärmeausdehnungskoeffizienten des Gehäuses 11 und des Sensorelements 12 liegen, wobei durch die Schichten 13, 14 ein schrittweiser Übergang bzw. eine schrittweise Anpassung der Wärmeausdehnungskoeffizienten vom Gehäuse 11 hin zum Sensorelement 12 erfolgt.
  • Das Sensorelement 12 ist auf der zweiten Keramikschicht 14 durch Verlöten mittels Lotglas 15 befestigt. Weiterhin sind die beiden Schichten 13, 14 durch Verlöten mittels Lotglas 15 miteinander verbunden. Die erste Schicht 13 ist durch Verlöten fest mit dem Gehäuse 11 verbunden. Dazu befindet sich eine Schicht aus ei nem Lot 16, das z.B. Kupfer und Titan enthält, am unteren Ende der Schicht 13, um dort das Gehäuse 11 mit der ersten Keramikschicht 13 zu verbinden.
  • Der aus den beiden Keramikschichten 13, 14 und dem Sensorelement 12 gebildete Stapelaufbau bietet eine schrittweise Anpassung der Wärmeausdehnungskoeffizienten α, die in diesem Beispiel wie folgt gewählt sind: α (Sensorelement 12) ≅ 3 × 10–6 K–1, α (zweite Schicht 14) ≅ 4,5 × 10–6 K–1, α (erste Schicht 13) ≅ 6 × 10–6 K–1, α (Gehäuse 11) ≅ 7 × 10–6 K–1. Selbstverständlich sind auch andere Wärmeausdehnungskoeffizienten und noch weitere Schichten möglich, solange die Wärmeausdehnungskoeffizienten der Schichten 13, 14 und gegebenenfalls weiterer Schichten, die sich zwischen dem Gehäuse 11 und dem Sensorelement 12 befinden, eine schrittweise Anpassung des Wärmeausdehnungskoeffizienten bieten.
  • Die übereinander gestapelten Schichten 13, 14 sind z.B. aus LTCC-Keramik (Low Temperature Cofired Ceramics) gefertigt, d.h. aus Keramikmaterial, das bei relativ niedrigen Temperaturen gesintert ist. Die untere Schicht 13 bildet ein Trägerelement, und die obere Schicht 14, auf der das Sensorelement 12 befestigt ist, bildet ein adaptives Element aus LTCC-Keramik. Anstelle der Befestigung durch Verlöten kann z.B. auch eine Befestigung durch Verkleben erfolgen. In diesem Fall sind anstelle des Lots 15, 16 Klebemittel bzw. Klebeschichten vorgesehen.
  • Vom rückwärtigen Ende des Sensors 10 bis zum Sensorelement 12 erstrecken sich Kontaktelemente in Form von vier Kontaktstiften 17 im Innenraum des Sensors 10 in dessen Längsrichtung. Dabei sind die Kontaktstifte 17 in dem Sensor innerhalb eines rohrförmigen Behälters 18 angeordnet, der aus Keramik, z.B. als Al2O3 gefertigt ist und eine Keramikkapillare zur Halterung und Führung der Kontaktstifte 17 bildet. Die Kontaktstifte 17 sind aus Metall gefertigt und können vergoldet sein, um die elektrische Kontaktierung zu erleichtern. Im vorderen Bereich des Sensors 10 erstrecken sich die Kontaktstifte 17 durch das Trägerelement bzw. die erste Schicht 13 und das adaptive Element bzw. die zweite Schicht 14 hindurch und kontaktieren die Unterseite oder Innenseite des Sensorelements 12. Dazu sind die jeweiligen Enden der Kontaktstifte 17 im Sensorelement 12 versenkt und kontaktieren im Sensorelement 12 versenkt angeordnete Kontaktflächen mit tels einer Metallpaste oder Metallwolle, so dass ein sicherer Kontakt gewährleistet wird.
  • Das in der Art eines Hohlzylinders ausgestaltete Gehäuse 11 des Sensors 10 ist an seiner Außenfläche stufenförmig ausgebildet, d.h. es weist unterschiedliche Außendurchmesser auf, die je nach dem vorgesehenen Einsatzzweck ein Anbringen des Sensors an anderen Bauteilen ermöglichen.
  • 2 zeigt in schematischer Darstellung eine Schnittansicht durch den vorderen Teil des Drucksensors 10. Das Gehäuse 11 weist an seiner Innenseite eine Stufe 11a bzw. einen stufenförmigen Absatz auf, auf dem die erste Keramikschicht 13 mit der darüber liegenden zweiten Keramikschicht 14 und dem darauf angeordneten Sensorelement 12 gelagert ist. D.h., dass nur der Rand der unteren Schicht 13 auf der Stufe bzw. dem Absatz 11a befestigt ist, während das Zentrum der unteren Schicht 13 frei schwebt.
  • Der Stapel von Schichten 13, 14 und das Sensorelement 12 sind als runde Scheiben bzw. Chips ausgestaltet, deren Außendurchmesser geringer ist als der Innendurchmesser des Gehäuses 11 in dem Bereich, in dem diese Bauteile aufgenommen sind, so dass nur in einem Randbereich der Unterseite der ersten Schicht 13 ein mechanischer Kontakt zum Gehäuse 11 besteht. Die als adaptives Element wirkende Schicht 14 und das Sensorelement 12 sind mit einem Abstand d zum Gehäuse 11 angeordnet, d.h. sie stehen nur über die untere Schicht 13 mit dem Gehäuse 11 in Kontakt.
  • Das Lot 16 oder Klebemittel, das die untere Schicht 13 auf dem stufenförmigen Absatz 11a fixiert, bildet gleichzeitig eine hermetische Abdichtung, so dass der Sensor 10 unterhalb des Sensorelements 12 und der Schichtfolge 13, 14 einen hermetisch abgedichteten Innenraum 25 hat.
  • Zur Durchführung der Kontaktstifte 17 sind in den Schichten 13, 14 aus Keramik durchgehende Bohrungen 21 angeordnet, durch die sich die Kontaktstifte 17 erstrecken. Dabei sind die Bohrungen 21 an der Unterseite der ersten Schicht 13 mit einem größeren Innendurchmesser ausgeführt als im zentralen Bereich, so dass Lotringe 22 im Bereich der Bohrungen 21 angeordnet sind und jeweils einen Kontaktstift 17 umschließen, so dass eine hermetische Abdichtung der Kontaktdurchführungen erfolgt.
  • Zwischen der unteren Schicht 13, die das Trägerelement bildet, und der oberen Schicht 14, die das adaptive Element bildet, sowie zwischen der oberen Schicht 14 und dem Sensorelement 12, sind jeweils Schichten aus dem Lot 15 bzw. Glaslot angeordnet.
  • Das Sensorelement 12 umfasst zwei übereinander liegende Siliziumwafer, wobei der zentrale Bereich 12a des oberen Wafers als Membran ausgebildet ist. Unterhalb der Membran 12a befindet sich ein Hohlraum, der z.B. evakuiert ist. An der Membran 12a sind in den Figuren nicht dargestellte Piezowiderstände angeordnet, die eine Verformung der Membran bei Beaufschlagung mit Druck messen.
  • An der Unterseite des Sensorelements 12 sind Ausnehmungen 12b ausgestaltet, die jeweils zur Aufnahme der Endbereiche der Kontaktstifte 17 dienen. Das Sensorelement 12 hat versenkt angeordnete Kontaktflächen, die von den Kontaktstiften 17 kontaktiert werden. Zu diesem Zweck befindet sich in den Ausnehmungen 12b Metallwolle oder Metallpaste.
  • Nachfolgend wird die Herstellung des erfindungsgemäßen elektronischen Bauteils am Beispiel eines Drucksensors anhand der 3 bis 8 beschrieben.
  • Zunächst wird ein Trägerelement, das später die erste Schicht 13 bildet, aus einem Material mit geeignetem Wärmeausdehnungskoeffizienten gefertigt. Der Wärmeausdehnungskoeffizient wird dabei so gewählt, dass er zusammen mit weiteren Schichten einen schrittweisen Übergang vom Wärmeausdehnungskoeffizienten des Gehäuses 11 (siehe 2) zum Wärmeausdehnungskoeffizienten des Sensorelements 12 bildet.
  • In dem hier gezeigten bevorzugten Ausführungsbeispiel wird das Trägerelement aus Keramik bzw. LTCC-Keramik gefertigt. Die fertig gebrannte Keramik wird anschließend mit einer Mikrofräse gefräst oder gebohrt, um die Durchführungen 21 für die Kontaktstifte 17 zu schaffen. Das die spätere erste Schicht 13 bildende Trägerelement ist scheibenförmig ausgestaltet und hat einen Durchmesser von 3 mm, eine Dicke von 500 μm und einen Durchmesser der Bohrungen bzw. Durchführungen 21 von 300 μm. Im Anfangsbereich der Bohrungen ist der Durchmesser auf 700 μm vergrößert, um dort Sacklöcher 21a auszubilden. Es ist aber auch möglich, die einzelnen Lagen der Keramik im grünen Zustand mit den Löchern zu versehen, beispielsweise um mechanische Bearbeitung zu vermeiden.
  • In ähnlicher Weise wie beim Trägerelement, das die erste Schicht 13 bildet, erfolgt die Herstellung und Bereitstellung des adaptiven Elements, das die spätere zweite Schicht 14 bildet. Dabei wird für das adaptive Element ein Material mit einem Wärmeausdehnungskoeffizienten gewählt, der zwischen dem Wärmeausdehnungskoeffizienten der ersten Schicht 13 und dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des Sensorelements 12 liegt. Als Material wird ebenfalls LTCC-Keramik gewählt und das adaptive Element wird mit Löchern zur Durchführung der Kontaktstifte 17 versehen.
  • Die Lotringe 22 werden z.B. mit einem Außendurchmesser von 700 μm und einem Innendurchmesser von 300 μm sowie mit einer Dicke von 300 μm hergestellt. Weiterhin werden Lotringe 16 mit größerem Durchmesser bereitgestellt, die für die Verbindung der unteren Schicht 13 mit dem Gehäuse 11 verwendet werden. Diese Lotringe 16 haben einen Außendurchmesser von ca. 3.100 μm, einen Innendurchmesser von ca. 2.700 μm und eine Dicke von 50 μm.
  • Das Sensorelement 12 wird z.B. als Chip bereitsgestellt, der im vorliegenden Fall ein Absolutdrucksensor ist, mit einer Membran, die sich oberhalb einer evakuierten und verschlossenen Kavität befindet und sich bei Beaufschlagung mit Druck verformt. An der Membran sind Piezowiderstände bzw. Messelemente angeordnet, die die Verformung der Membran messen.
  • Die Kontaktstifte 17 werden z.B. mit einer Dicke von 270 μm bereitgestellt. Sie bestehen aus Metall und können vergoldet sein, was die elektrische Kontaktierung erleichtert.
  • Um das Gehäuse 11 bereitzustellen, wird ein möglichst korrosionsbeständiges Metall verwendet, das zugleich einen möglichst geringen Wärmeausdehnungskoeffizienten hat.
  • 3 zeigt den ersten Schritt der Montage mit Hilfe eines Montagesockels 31, der z.B. aus Graphit gefertigt ist, das z.B. durch Karbonisierung gehärtet werden kann. Auf den Montagesockel 31 wird das die erste Schicht 13 bildende Trägerelement gelegt. Nun werden die Lotringe 22 im Bereich der Durchführungen 21 für die Kontaktstifte 17 eingelegt. Weiterhin wird der Lotring 16, der zur Verbindung der ersten Schicht 13 mit dem Gehäuse 11 dient, aufgelegt.
  • In einem weiteren Schritt werden die Kontaktstifte 17 eingeführt, so dass sie sich durch die Durchführungen 21 der ersten Schicht 13 erstrecken, und in Bohrungen im Montagetool 31 positioniert werden. Dadurch sind die Kontaktstifte 17 in ihrer Lage, Ausrichtung und Tiefe exakt positioniert.
  • 4 zeigt das Anbringen des Gehäuses 11 an der ersten Schicht 13. Dazu wird das Gehäuse 11, das an seiner inneren Wandung die Stufe 11a bzw. Abstufung aufweist, auf den Montagesockel 31 und das darauf angeordnete Trägerelement, das die erste Schicht 13 bildet, aufgesetzt. Dabei kontaktiert die Stufe 11a an der Innenseite des Gehäuses 11 die spätere Unterseite der Schicht 13 in einem schmalen Randbereich. An der Kontaktstelle befindet sich der oben beschriebene Lotring 16, dessen Durchmesser im Wesentlichen dem Außendurchmesser der ersten Schicht 13 entspricht.
  • 5 zeigt die seitliche Fixierung des Gehäuses 11 mittels einer seitlichen, zylindrischen Montagehalterung 32. Nach der Fixierung und Ausrichtung erfolgt das Verlöten im Vakuum bei ca. 950°C. Zum Verlöten kann das Gehäuse 11 auch mit einem Gewicht beschwert werden. Nach dem Verlöten werden der Montagesockel 31 und die Montagehalterung 32 abgenommen. Das Lot 16 und die Kontaktstifte 17 sind mit dem Trägerelement bzw. der ersten Schicht 13 fest verbunden und gleichzeitig ist das Trägerelement mit dem Gehäuse 11 fest verbunden.
  • 6 zeigt die am Gehäuse 11 befestigte erste Schicht 13 nach Abnehmen des Montagesockels 31 und der Montagehalterung 32. Dabei wird die Anordnung um 180° gedreht.
  • Zur Verbindung der restlichen Komponenten wird ein Material gewählt, das einen wesentlich geringern Wärmeausdehnungskoeffizienten hat als z.B. das TiCu-Aktivlot, das die erste Schicht 13 mit dem Gehäuse 11 verbindet. Das Material wird derart gewählt, dass die zu versiegelnden Teile gegenüber einer korrosiven Atmosphäre nach außen abgedichtet sind. Vorteilhafterweise wird z.B. Glaslot verwendet, das als Paste aufgetragen werden kann. Bei einer Fertigung in hohen Stückzahlen ist es aber auch möglich, Glaslot in Form vorgefertigter dünner Scheiben aufzulegen.
  • 7 zeigt das Gehäuse 11 mit der darin befestigten ersten Schicht 13 und den befestigten Kontaktstiften 17, sowie das auf der ersten Schicht 13 aufgebrachte Glaslot 15.
  • Das Glaslot 15 wird z.B. in Form eines geschlossenen Rings auf die erste Schicht 13 aufgetragen und gegebenenfalls erfolgt eine Vorverglasung z.B. in zwei Schritten, beispielsweise zuerst bei 350°C und dann bei 650°C, jeweils in sauerstoffhaltiger Atmosphäre. Bei vergoldeten Kontaktstiften 17 wird eine Oxidation vermieden. Zur Vermeidung der Oxidation kann auch eine zweite Vorverglasung z.B. in Vakuum oder unter Schutzgas erfolgen.
  • In analoger Weise wird auf das adaptive Element, das die zweite Schicht 14 bildet, ebenfalls Glaslot aufgetragen, und gegebenenfalls erfolgt eine Vorverglasung in z.B. zwei Schritten.
  • 8 zeigt das Aufsetzen des adaptiven Elements, das die Schicht 14 bildet, auf die erste Schicht 13. Auf der Oberseite des adaptiven Elements befindet sich das zuvor aufgetragene Lot 15 bzw. Glaslot. Nun wird eine Metallisierung 40, beispielsweise Goldpaste auf die Kontaktflächen des Sensorelements 12 und/oder auf die Spitzen der Kontaktstifte 17 aufgetragen.
  • Nun wird das Sensorelement 12 justiert und auf die Kontaktstifte 17 und auf das adaptive Element bzw. die zweite Schicht 14 aufgesetzt, so dass sich der in 2 gezeigte Aufbau ergibt. Die Kontaktflächen des Sensorelements 12 können im Sensorelement versenkt sein oder sich an dessen Unterseite befinden. Das Sensorelement 12 kann auch ohne Versenkungen für die Kontaktstifte 17 ausgeführt sein.
  • Bei ca. 700°C werden das Trägerelement 13, das adaptive Element 14 und das Sensorelement 12 verlötet, während gleichzeitig die Kontaktflächen des Sensorelements 12 durch die Metallpaste 40 mit den Kontaktstiften 17 verbunden werden. Zur Vermeidung von Schäden an dem Metallisierungssystem des Sensorelements 12 erfolgt die Verlötung in Vakuum oder unter Schutzgas, beispielsweise Argon.
  • Durch Auswahl von Glaslotpaste und Metallisierungspaste vermischen sich diese nicht, selbst wenn die Glaslotpaste auf dem adaptiven Element bzw. der zweiten Schicht 14 die Metallisierungspaste auf dem Sensorelement 12 überlappt.
  • Durch diese Verlötung sind die oftmals sehr empfindlichen Kontaktflächen des Sensorelements 12 durch das Glaslot vor korrosiver Atmosphäre geschützt, wie sie z.B. in Flugzeugturbinen auftritt. Das Verlöten kann durch Beschweren des Sensorelements 12 unterstützt werden.
  • Wie oben beschrieben, kann anstelle der Metallisierungspaste auch Metallwolle verwendet werden, die z.B. aus einem sehr dünnen Metalldraht, der zu einem Knäuel geformt ist, hergestellt ist. Durch die Federwirkung der Metallwolle wird ein sicherer Kontakt gewährleistet.
  • Der gesamte hier beschriebene Aufbau oder Teile davon kann z.B. nach dem Verlöten mit einer Schutzschicht überzogen werden, so dass eine weiter verbesserte Widerstandsfähigkeit gegenüber korrosiven Medien erzeugt wird. Dazu kann z.B. amorphes Siliziumkarbid abgeschieden werden. Dieses kann bei ca. 650°C in Vakuum getempert werden, so dass sich die mechanischen Verspannungen abbauen.
  • Zur Vermeidung von Kurzschlüssen kann eine nichtleitende Kapillare, z.B. aus Al2O3, über die Kontaktstifte 17 gestülpt werden. Dadurch ergibt sich der röhrenartige Behälter 18 (s. 1). An die Kontaktstifte 17 wird beispielsweise ein hochtemperaturstabiles Kabel angeschlossen.
  • Das hier detailliert beschriebene, besonders bevorzugte Ausführungsbeispiel betrifft einen Drucksensor. Der erfindungsgemäße Aufbau ist jedoch auch für andere Arten von Sensoren und Aktoren geeignet, um eine Anpassung der thermischen Ausdehnungskoeffizienten zu erreichen. Beispielsweise können auch Gassensoren, Fluss- bzw. Flüssigkeitssensoren oder andere Sensoren mit der erfindungsgemäßen Anpassung der Wärmeausdehnungskoeffizienten durch den Stapelaufbau ausgestaltet werden. Dadurch werden empfindliche Messelemente vor einer Verformung aufgrund von Verspannungen, die sich unter thermischer Beeinflussung ergeben, geschützt, so dass verbesserte Messergebnisse und eine höhere Zuverlässigkeit erzielt werden.
  • Zur Bereitstellung des Stapels von Schichten mit verschiedenen Wärmeausdehnungskoeffizienten ist es ebenso möglich, das oben beschriebene Trägerelement aus Lagen mit unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten herzustellen. In diesem Fall kann auf das adaptive Element verzichtet werden. Weiterhin kann der Schichtstapel auch mehr als zwei Schichten mit unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten zur schrittweisen Anpassung aufweisen.

Claims (20)

  1. Temperaturbeständiges elektronisches Bauteil in Form eines Sensors (10) oder Aktors, mit einem mikromechanischen Element (12), das als Sensor- oder Aktorelement ausgestaltet ist, einem Gehäuse (11), in dem das mikromechanische Element (12) angeordnet ist, und Kontaktelementen (17) zum elektrischen Anschluss des mikromechanischen Elements, dadurch gekennzeichnet, dass das mikromechanische Element (12) in dem Gehäuse (11) auf einem Stapel von Schichten (13, 14) mit unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten befestigt ist, die schrittweise den Wärmeausdehnungskoeffizienten des mikromechanischen Elements (12) an den Wärmeausdehnungskoeffizienten des Gehäuses (11) anpassen.
  2. Elektronisches Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stapel von Schichten ein Trägerelement (13) und ein darauf befestigtes adaptives Element (14) umfasst, auf dem das mikromechanische Element (12) befestigt ist, wobei der Wärmeausdehnungskoeffizient des adaptiven Elements (14) zwischen dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des Trägerelements (13) und dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des mikromechanischen Elements (12) liegt.
  3. Elektronisches Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten Teil eines Trägerelements (13) sind, wobei sich die Wärmeausdehnungskoeffizienten der Schichten schrittweise von einer Seite zur ande ren Seite hin erhöhen.
  4. Elektronisches Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere der Schichten (13, 14) aus Keramik hergestellt und als Scheiben ausgebildet sind.
  5. Elektronisches Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente (17) als Kontaktstifte ausgestaltet sind, die durch den Stapel von Schichten (13, 14) geführt sind und das mikromechanische Element (12) kontaktieren.
  6. Elektronisches Bauteil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an den Durchführungen (21) der Kontaktstifte (17) Lotringe (22) vorgesehen sind, um die Durchführungen (21) hermetisch abzudichten.
  7. Elektronisches Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, die Kontaktelemente (17) mittels Metallwolle elektrisch an das mikromechanische Element (12) angeschlossen sind.
  8. Elektronisches Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mikromechanische Element (12) versenkt angeordnete Kontaktflächen zum elektrischen Anschluss der Kontaktelemente (17) aufweist.
  9. Elektronisches Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (11) in seinem Innenraum eine Stufe (11a) aufweist, auf der der Stapel von Schichten (13, 14) gelagert ist, wobei sich das mikromechanische Element (12) auf der Oberseite des Stapels von Schichten (13, 14) befindet.
  10. Elektronisches Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten (13, 14) untereinander und/oder mit dem mikromechanischen Element (12) durch Glaslot (23, 24, 19) verbunden sind.
  11. Elektronisches Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (11) als Hohlzylinder geformt ist und der Stapel von Schichten (13, 14) mit dem mikromechanischen Element (12) zylindrisch gestaltet und in dem Hohlzylinder angeordnet ist.
  12. Elektronisches Bauteil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (11) in seinem Innenraum einen Bereich (25) aufweist, der durch den Stapel von Schichten (13, 14) und das darauf gehaltene mikromechanische Element (12) hermetisch verschlossen ist.
  13. Verfahren zum Herstellen eines Sensors oder Aktors mit den Schritten: Bereitstellen eines als Sensor- oder Aktorelement ausgestalteten mikromechanischen Elements (12); Bereitstellen eines Gehäuses (11) für das mikromechanische Element (12); Bereitstellen einer ersten Schicht (13), deren Wärmeausdehnungskoeffizient zwischen dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des Gehäuses (11) und dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des mikromechanischen Elements (12) liegt; Anordnen von Kontaktelementen (17) zur elektrischen Kontaktierung des mikromechanischen Elements (12); Anbringen der ersten Schicht (13) im Gehäuse (11); Aufbringen einer zweiten Schicht (14), deren Wärmeausdehnungskoeffizient zwischen dem Wärmeausdehnungskoeffizienten der ersten Schicht (13) und dem Wärmeausdehnungskoeffizienten des mikromechanischen Elements (12) liegt, auf die erste Schicht (13); und Aufbringen des mikromechanischen Elements (12) auf die zweite Schicht (14).
  14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Wandung des Gehäuses (11) ein stufenförmiger Absatz (11a) ausgebildet ist, auf dem die erste Schicht (13) angeordnet wird.
  15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Schicht (13) auf einem Montagesockel (31) angeordnet wird, anschließend eine Wandung des Gehäuses (11) auf den Montagesockel (31) mit der darauf befindlichen ersten Schicht (13) aufgesetzt wird und danach der Montagesockel (31) entfernt wird.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktelemente als Kontaktstifte (17) ausgestaltet sind, die in dem Montagesockel (31) gehalten werden und durch die erste Schicht (13) hindurch geführt werden.
  17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (11) als Hohlzylinder ausgestaltet ist, in dem die als Scheiben ausgestalteten Schichten (13, 14) befestigt werden.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Schichten (13, 14) mit Glaslot (23, 24) verlötet werden.
  19. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die als Kontaktstifte ausgestalteten Kontaktelemente (17) die Schichten (13, 14) senkrecht durchdringen und die Durchführungen (21) mit Lotringen (22) hermetisch verschlossen werden.
  20. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die als Kontaktstifte ausgestalteten Kontaktelemente (17) mit jeweils einem Ende in dem mikromechanischen Element (12) versenkt werden, wobei Metallpaste und/oder Metallwolle zur elektrischen Kontaktierung verwendet wird.
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