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DE10313231B4 - Hochfeste Flächengebilde für endballistischen Schutz und Verschleißschutz - Google Patents

Hochfeste Flächengebilde für endballistischen Schutz und Verschleißschutz Download PDF

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DE10313231B4 DE10313231A DE10313231A DE10313231B4 DE 10313231 B4 DE10313231 B4 DE 10313231B4 DE 10313231 A DE10313231 A DE 10313231A DE 10313231 A DE10313231 A DE 10313231A DE 10313231 B4 DE10313231 B4 DE 10313231B4
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Abstract

Hochfeste Flächengebilde für endballistischen Schutz und Verschleißschutz, bestehend aus Einzelkörpern, die, zu einem flächigen Körper zusammengesetzt und auf einem Backing-Material befestigt, das hochfeste Flächengebilde ergeben, wobei die Einzelkörper die Form von Pyramiden und Tetraedern oder Pentaedern und/oder Hexaedern und/oder daraus zusammengesetzten Verbundkörpern aufweisen.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf die Gebiete der Werkstoffwissenschaften, der Keramik, der Materialien für Schutzpanzerungen und für Verschleißbeanspruchungen und betrifft hochfeste Flächengebilde für endballistischen Schutz, beispielsweise für den Schutz von Fahrzeugen und Personen, und für Verschleißschutz, beispielsweise für den Einsatz in Brechern, Mühlen, Förderrinnen und Rohren.
  • Zur Sicherung von Personen, Fahrzeugen und Einrichtungen im militärischen und auch im zivilen Bereich wird eine Konstruktion zur Sicherung des entsprechenden Objektes nach der jeweils spezifischen Bedrohung ausgelegt. Die Überlebensfähigkeit derartig geschützter Objekte kann durch den Einsatz von Schutzpanzerungen aus geschossfestem Material erhöht werden. Da die Rückhaltefähigkeit derartiger Schutzpanzerungen im Wesentlichen von der Oberflächenhärte der Schutzflächen der Panzerungselemente abhängt, wurden bisher in erster Linie Spezialstähle mit hoher Härte und entsprechend abgestimmter Zähigkeit, aber auch keramische Werkstoffe eingesetzt.
  • Aus der DE 198 56 597 A1 , DE 34 26 457 C1 und aus US 6 332 390 B1 sind ballistische Schutzpanzerungen bekannt, welche aus einem Backing-Material und darauf aufgebrachten Kacheln bestehen. Bei diesen geschossfesten Plattenmaterialien handelt es sich um geschosshemmende Flächengebilde mit einem textilen Laminat (Backing-Material), auf das Platten aus Keramik formschlüssig zueinander aufgeklebt sind. Dieser Werkstoffverbund soll, bei möglichst geringem Gewicht, Schüsse, insbesondere von Hartkerngeschossen mit hohen Geschwindigkeiten und damit hoher Auftreffenergie, unwirksam machen. Die durch das Geschoss eingebrachte Energie an der Einschussstelle wird im westlichen durch die Zerstörung der betroffenen Kachel abgebaut.
  • Wenn in vielen Fällen Stahl trotz des hohen Gewichtes für die Panzerung gegen Geschosse Anwendung findet, so im wesentlichen deshalb, weil durch die Härte und Elastizität des Stahls nur geringfügige Schädigungen am Panzermaterial auftreten, so dass folgende Treffer im Abstand von nur wenigen Millimetern zum vorherigen Treffer wiederum gehalten werden können.
  • Bei keramischen Werkstoffen ist dies jedoch völlig anders. Hier ist es zwar möglich, den ersten Treffer durch eine dünnere Schutzschicht von sehr geringem Gewicht im Vergleich zu Stahl zu halten, jedoch zerstört jeder Treffer im keramischen Material eine relativ große Fläche, so dass der nächste Treffer mit Sicherheit nur dann gehalten werden kann, wenn er auf ein vom zuerst getroffenen Keramikstück unabhängiges, d.h. separat aufgebrachtes Keramikstück auftrifft. Die Tatsache führt dazu, dass Keramikelemente, insbesondere Einzelkacheln verwendet werden müssen, um bei einem geringen Geschossabstand die Schutzwirkung nicht zu verlieren. Die Abstimmung der Plattengröße erfolgt deshalb meist nach dem möglichen Trefferabstand, was kleinere Kachelabmessungen zur Folge hat. Dadurch ergibt sich ein weiteres Problem, nämlich, wie die Kachelanordnung beschaffen sein muss, damit die zwangsläufig vorhandenen engen Spalte zwischen den Kacheln als Schwachstellen der Gesamtschutzschicht möglichst geschützt werden können.
  • Bei der Mosaikanordnung von keramischen Kacheln ist es deshalb allein wegen des Kantenproblems trotz einer bekannten Anordnung nach Art eines Verbundmauerwerkes ( DE 34 26 457 A1 ) immer noch notwendig, eine höhere Dicke und damit ein höheres Gewicht zu verwenden. Dadurch kann das Problem der Schwachstelle bei den Kanten verringert werden, jedoch eine völlig gleiche Halteleistung bezüglich der Schutzwirkungen der Kacheln an den Kanten wird nicht erreicht.
  • Auch im Bereich des Verschleißschutzes ergeben sich Einsatzgebiete für Schutzpanzerungen, wie z.B. gegen Prallbeanspruchung oder Gleitverschleiß. Hohem Verschleiß ausgesetzte Platten oder Formstücke in Kanälen, Behältern, Sichtern, heißgehenden Zyklonen, Mühlen oder Brechern zeigen besonders starke Abrasionserscheinungen an den Kanten der sich berührenden Kacheln. Die Standfestigkeit der Verschleißpanzerung hängt demnach vorrangig von der Kantenstabilität ab, was eine höhere Dichte der Auskleidung zur Folge hat.
  • Aus der EP 0 967 453 A1 ist ein flexibles, aufprall- oder stoß-resistentes Compositmaterial bekannt, welches eine Stoßseite aufweist, die aufprallresistent ist und die aneinander grenzenden Platten des Compositmaterials eine vollständig stumpfe Kante aufweisen. Weiterhin ist ein schichtförmiges flexibles Material vorhanden, welches eine hohe Widerstandskraft gegen lokale Deformationen aufweist.
  • Nach der DE 39 40 623 A1 ist ein Panzerungselement für eine ballistische Panzerplattenanordnung bekannt, bei dem die Beschussfläche nach außen erhaben ausgebildet ist, so dass eine Ablenkung eines auf die Beschussfläche auftreffenden Projektils erfolgt.
  • Gemäß der US 3 523 057 A ist eine flexible armierte Platte bekannt, die einen flexible Matrix aufweist, in der eine Vielzahl von spherischen Elementen in ihrem Inneren aufweist.
  • In der US 5 736 474 A wird ein multistrukturelles ballistisches Material beschrieben, welches aus mehreren Schichten aus ballistisch gewobenem oder ungewobenem Material aufgebaut ist, wobei eine der inneren Schichten geometrische Elemente enthält.
  • Ein weiteres Schutzelement ist in der US 4 538 301 A oder auch in der US 3 867 239 A beschrieben. Danach besteht das Element aus einem flexiblen Material, auf, welchem verschiedene geometrische Elemente angeordnet und fixiert sind.
  • Aus der DE 199 39 533 A1 ist weiterhin ein Schutzaufbau in Sandwichbauweise bekannt, bei dem ein ballistisches Schutzmaterial zwischen zwei Deckschichten angeordnet ist und aus der DE 32 28 264 A1 ist ein beschusssicheres Mehrschichtmaterial bekannt, bei dem Körper in eine Kunstharzschicht eingebettet und auf einer Trägerschicht aufgebracht sind.
  • Gemäß der AT 410 142 B ist eine Einrichtung zum Schutz von Körperteilen vor eindringenden Gegenständen aus einer Trägerschicht aufgebaut, auf der eine energieaufnehmende Schicht, eine weitere Schicht und nachfolgend Schutzplatten angeordnet sind.
  • Die Panzerung gemäß der DE 1 952 759 A besteht aus einer Trägerkonstruktion aus einem verformbaren, zähen Material, auf der ein beinahe kontinuierlicher Belag aus sich wiederholenden Plättchen angeordnet ist, der sich an die Deformierungen der Trägerkonstruktion anpassen kann.
  • Zusammenfassend kann gesagt werden, dass zahlreiche Lösungen für ballistische Schutzpanzerungen bekannt sind, die in einem flexiblen Material eingebettet ein Schutzmaterial aufweisen, welches aus den verschiedensten geometrischen Formen aufgebaut ist.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, hochfeste Flächengebilde für den endballistischen Schutz und Verschleißschutz anzugeben, bei denen nur im unmittelbaren Umfeld einer Geschosseinwirkung oder eines lokalen Verschleißes die Zerstörung des Flächengebildes erfolgt.
  • Die Aufgabe wird durch die in den Ansprüchen angegebene Erfindung gelöst. Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • Das erfindungsgemäße hochfeste Flächengebilde für endballistischen Schutz und Verschleißschutz besteht aus Einzelkörpern, die, zu einem flächigen Körper zusammengesetzt und auf einem Backing-Material befestigt, das hochfeste Flächengebilde ergeben, wobei die Einzelkörper die Form von Pyramiden und Tetraedern oder Pentaedern und/oder Hexaedern und/oder daraus zusammengesetzten Verbundkörpern aufweisen.
  • Vorteilhafterweise ist der flächige Körper ganz oder teilweise von einem Backing-Material umgeben.
  • Weiterhin vorteilhafterweise bestehen die Einzelkörper und/oder die daraus zusammengesetzten flächigen Körper ganz oder teilweise aus keramischen und/oder metallischen Materialien, und besonders vorteilhafterweise aus keramischen Materialien, wie SiC, Si3N4, Al2O3, aus metallischen Materialien, wie Hartmetalle, höherfestem Stahl, wie V2A-Stahl, ST 52-3 oder aus Keramik-Metall-Verbundwerkstoffen.
  • Weiterhin vorteilhafterweise besteht ein flächiger Körper aus 5 Pyramiden und 4 Tetraedern, der mehrfach wiederholt und jeweils als Formenverbund abwechselnd umgekehrt zusammengesetzt, den flächigen Körper bilden.
  • Das Flächengebilde weist auf der Ober- und Unterseite jeweils eine im Wesentlichen ebene Fläche auf, die außer den Spalten zwischen den Einzelkörpern keine weiteren Fehlstellen aufweist. Die Ebenheit der Flächen zur Ober- und Unterseite richtet sich im Wesentlichen nach dem Anwendungsfall, der auch gebogene und/oder gewölbte Oberflächen erfordern kann.
  • Ebenfalls vorteilhafterweise ist die Verbindung der Einzelkörper kraftschlüssig, durch Verkleben, Verschweißen, Löten oder durch Klammern realisiert.
  • Von Vorteil ist es auch, wenn die Einzelkörper und/oder der daraus zusammengesetzte Verbundkörper Abmessungen von 5 bis 200 mm Kantenlänge, noch vorteilhafterweise Abmessungen von 10 bis 100 mm Kantenlänge aufweisen.
  • Und auch von Vorteil ist es, wenn im Falle des Vorliegens von Spalten zwischen den Flächen und/oder Kanten der Einzelkörper und/oder des daraus zusammengesetzten flächigen Körpers diese durch einen Kleber oder ein Lot oder ein Gewebe gefüllt sind.
  • Mit der erfindungsgemäßen Lösung ist es möglich, eine verbesserte Panzerung zum endballistischen Schutz und/oder zum Verschleißschutz zu erreichen, deren Zerstörung durch Geschosseinwirkung oder Verschleiß nur im unmittelbaren Umfeld des Geschosskalibers oder der Verschleißeinwirkung auftritt und somit eine verbesserte Beständigkeit gegen Mehrfachbeschuss oder Dauerbeanspruchung durch Verschleiß aufweist. Dies gelingt erfindungsgemäß durch die Verkleinerung der Einzelkörper, was einerseits den Nachteil einer hohen Anzahl an Flächen gegenüber der Geschoss- oder Verschleißeinwirkung aufweist, erfindungsgemäß aber trotzdem eine verbesserte geschosshemmende oder verschleißhemmende Wirkung erreicht. Dieser Vorteil wird erreicht, indem die Schwachstellen einer derartigen Verbundfläche, die nach dem Stand der Technik bestanden, verringert und/oder nicht mehr unmittelbar in Einwirkungsrichtung der Geschosse oder des Verschleißes angeordnet worden sind.
  • Dieser Vorteil trifft auch für den Bereich des Verschleißschutzes zu, bei dem in erster Linie eine Prallbeanspruchung der Panzerung vorliegt.
  • Durch die erfindungsgemäße Lösung wird neben der verbesserten Anpassbarkeit des Flächengebildes an unregelmäßige Formen auch eine Verringerung des spezifischen Gewichtes erreicht, ohne die Schutzwirkung zu verschlechtern; im Gegenteil, es wird sogar in vielen Fällen eine verbesserte Schutzwirkung erreicht.
  • Mit der erfindungsgemäßen Lösung wird die kritische Kantenstabilität und Kantenhärte des Flächengebildes auf die Halteleistung zum Backing-Material und ggf. eines weiteren flächigen Materials und der Härte des Materials des Flächengebildes jeweils ganz oder teilweise reduziert.
  • Bei der erfindungsgemäßen Lösung weisen die Einzelkörper des Flächengebildes jeweils nur eine Verbindung zum Backing-Material und/oder zu einem anderen flächigen Material auf und ergeben dann umgekehrt zusammengesetzt ein vollständiges Flächengebilde. Dabei sollte zwischen den Einzelkörpern des Flächengebildes ein möglichst vollständiger formschlüssiger Kontakt ihrer Flächen und/oder Kanten bestehen. Im Falle des Vorliegens von Spalten zwischen den Flächen und/oder Kanten der Einzelkörper oder der daraus zusammengesetzten Verbundkörper sind diese vollständig gefüllt. Die Füllung kann dabei ein Kleber oder ein Lot oder ein Gewebe sein. Die Spalte zwischen den Flächen und/oder Kanten der Einzelkörper oder den daraus zusammengesetzten Verbundkörpern sind vorteilhafterweise zwischen 0,1 und 10 mm breit, wobei bei geringeren Abmessungen der Einzelkörper oder der Verbundkörper auch geringere Spaltabmessungen vorliegen.
  • Unter der im Rahmen dieser Erfindung verwendeten Bezeichnung "Backing-Material" wird ein Material verstanden, auf das Einzelkörper oder die zusammengesetzten Verbundkörper befestigt werden oder das die Einzelkörper oder die zusammengesetzten Verbundkörper ganz oder teilweise umgibt. Im Falle des endballistischen Schutzes handelt es sich bei dem Backing-Material vorteilhafterweise um Fasergewebe-Formkörper und im Falle des Verschleißschutzes vorteilhafterweise um Metalle, beispielsweise in Form von Blechen. Die Verwendung von Metallblechen als Backing-Material für den endballistischen Schutz, als auch die Verwendung von Fasergewebe-Formkörpern als Backing-Material im Verschleißschutz ist ebenfalls denkbar.
  • Die Erfindung wird nachfolgend an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Beispiel 1
  • Aus keramischen Platten aus flüssigphasengesintertem Siliciumcarbid werden mittels Trennschleifen 400 unregelmäßige Pentaeder mit den Abmessungen 30 × 20 × 20 mm3 (jeweils größte L × B × H) hergestellt. Die Form entspricht der Kombination aus einer regelmäßigen Pyramide und einem Tetraeder, die so verbunden sind, dass eine Keilform entsteht, wobei zwei Seiten die Fläche eines Parallelogramms ergeben, zwei Flächen die Form eines gleichschenkligen Dreiecks ergeben und die Grundfläche ein Quadrat ist.
  • Diese Pentaeder werden so zusammengesetzt, dass gegenüber dem Backing-Material, welches ein Aramid(faser)-Formkörper mit den Abmessungen 400 × 400 mm ist, und der Außenseite des zukünftigen Flächengebildes jeweils ebene Oberflächen entstehen. Die zusammengesetzten 400 Pentaeder bedecken mit ihrer ebenen Flächengebildeseite zum Backing-Material das gesamte Backing-Material. Diese Flächengebildeseite wird mit dem Backing-Material durch Kleben mit einem Zweikomponenten-Kunstharzkleber kraftschlüssig verbunden.
  • Ein derart hergestelltes Flächengebilde wird in eine Schutzpanzerung für ein Militärfahrzeug eingearbeitet.
  • Bei einer senkrechten Geschosseinwirkung eines Hartkerngeschosses von 12,7 mm Kaliber werden je Geschoss maximal 6 Pentaeder, üblicherweise aber nur 2 bis 4 Pentaeder, jeweils nur in unmittelbarer Umgebung der Einschussstelle zerstört. Aufgrund der Überdeckung der Panzerplatten bleibt, im Gegensatz zu herkömmlichen keramischen Schutzpanzerungen, die Schutzwirkung unmittelbar neben der Einschussstelle erhalten. Die maximal zerstörte Fläche beträgt 40 × 40 mm, üblicherweise aber nur 20 × 40 mm.
  • Im Vergleich dazu werden bei einer herkömmlichen Plattenanordnung von Platten einer Größe von 75 × 75 × 20 mm in Form eines Mauerwerkes maximal eine Fläche von 150 × 150 mm, üblicherweise 75 × 75 mm zerstört.
  • Bei der erfindungsgemäßen Lösung wird der Schuss auch gehalten, wenn das Geschoss auf die Kanten der sich berührenden Pentaeder trifft.
  • Dagegen wird bei der herkömmlichen Plattenanordnung der Schuss nicht gehalten, wenn das Geschoss auf die sich berührenden Plattenkanten trifft. Daher ist bei der herkömmlichen Anordnung eine höhere Plattendicke von mindestens 30 mm erforderlich, um den Schuss zuverlässig zu halten, was in einer 33 %-igen Gewichtserhöhung resultiert.
  • Beispiel 2
  • Ein stranggegossener hochfester Stahl (ST 52-3) mit einem dreieckigen Querschnitt wird durch schräges Abschneiden des Stranges zu Pyramiden mit einer Grundfläche von 40 × 40 mm und einer Höhe von 40 mm verarbeitet. Aus einem ebensolchen Stahlstrang und nachfolgendem schrägen Schneiden werden Tetraeder mit einer Länge der sich jeweils rechtwinklig gegenüberliegenden Kanten von 40 mm und einer Höhe von 40 mm hergestellt. Dabei werden 200 Pyramiden mit jeweils einem Tetraeder bereits durch Verlöten mit einem Weichlot kraftschlüssig zu einem Verbundkörper miteinander verbunden. Die Pyramiden und Tetraeder als Verbundkörper werden jeweils zu 200 Stück in einem Rahmen zu einem ebenen Flächengebilde angeordnet. Die dem Backing-Material zugewandte Seite wird mit dem Backing-Material aus einem Stahlblech der Qualität ST37 der Abmessungen 400 × 400 mm mit einem Weichlot und entsprechendem Flussmittel miteinander verbunden.
  • Ein derart hergestelltes Flächengebilde wird als Schutzpanzerung für die Prallplatte eines Hammerbrechers eingearbeitet.
  • Bei der Abrasionsbeanspruchung an der Prallplatte werden die sich berührenden Kanten der Panzerplatten stärker erodiert als die Platten selbst.
  • Bei der erfindungsgemäßen Lösung verläuft die Teilung aufgrund der Anordnung der Tetraeder und Pyramiden schräg zur Beanspruchungsrichtung, wodurch sich eine verringerte Abrasion an den sich berührenden Kanten ergibt, was eine um die 1½ – fache längere Einsatzdauer zur Folge hat. Aufgrund der Lötverbindung sind eine Auswechslung der Schutzplatten und eine Wiederverwendung der Sicherungseinrichtung möglich.

Claims (11)

  1. Hochfeste Flächengebilde für endballistischen Schutz und Verschleißschutz, bestehend aus Einzelkörpern, die, zu einem flächigen Körper zusammengesetzt und auf einem Backing-Material befestigt, das hochfeste Flächengebilde ergeben, wobei die Einzelkörper die Form von Pyramiden und Tetraedern oder Pentaedern und/oder Hexaedern und/oder daraus zusammengesetzten Verbundkörpern aufweisen.
  2. Flächengebilde nach Anspruch 1, bei dem der flächige Körper ganz oder teilweise von einem Backing-Material umgeben ist.
  3. Flächengebilde nach Anspruch 1 oder 2, bei dem die Einzelkörper und/oder die daraus zusammengesetzten flächigen Körper ganz oder teilweise aus keramischen und/oder metallischen Materialien bestehen.
  4. Flächengebilde nach Anspruch 3, bei dem als keramische Materialien SiC, Si3N4, Al2O3 eingesetzt sind.
  5. Flächengebilde nach Anspruch 3, bei dem als metallische Materialien Hartmetalle oder höherfeste Stähle eingesetzt sind.
  6. Flächengebilde nach Anspruch 3, bei dem die Einzelkörper und/oder die daraus zusammengesetzten flächigen Körper aus Keramik-Metall-Verbundwerkstoffen bestehen.
  7. Flächengebilde nach Anspruch 1 oder 2, bei dem ein flächiger Körper aus 5 Pyramiden und 4 Tetraedern besteht, der mehrfach wiederholt und jeweils als Formenverbund abwechselnd umgekehrt zusammengesetzt, den flächigen Körper bildet.
  8. Flächengebilde nach Anspruch 1, bei dem die Verbindung der Einzelkörper kraftschlüssig, durch Verkleben, Verschweißen, Löten oder durch Klammern realisiert ist.
  9. Flächengebilde nach Anspruch 1, bei dem die Einzelkörper und/oder der daraus zusammengesetzte Verbundkörper Abmessungen von 5 bis 200 mm Kantenlänge aufweisen.
  10. Flächengebilde nach Anspruch 9, bei dem die Einzelkörper und/oder die daraus zusammengesetzten Verbundkörper Abmessungen von 10 bis 100 mm Kantenlänge aufweisen.
  11. Flächengebilde nach Anspruch 1 oder 2, bei dem im Falle des Vorliegens von Spalten zwischen den Flächen und/oder Kanten der Einzelkörper und/oder des daraus zusammengesetzten flächigen Körpers diese durch einen Kleber oder ein Lot oder ein Gewebe gefüllt sind.
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