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Die
Erfindung betrifft einen Leichtmörtel
der auf einem tragenden Untergrund aufgebracht und mit einem Belag
versehen als Fußboden
nutzfähig
ist, der aber auch zur Herstellung von Bauelementen oder ähnlichem
eingesetzt werden kann.
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Im
Stand der Technik werden unterschiedliche Ausführungsformen von hydraulisch
gebundenem als Leichtestrich eingesetzte Leichtmörtel vorgeschrieben.
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So
wird beispielsweise in der
DE
195 40 273 A1 ein pumpfähiger
Leichtmauermörtel
der Klasse LM 21 vorgestellt der insbesondere als Werk-Trockenmörtel eingesetzt
werden soll und der neben Zement, Kalkhydrat, Cellulosesther und
Luftporenbildnern auch Schaumglasgranulat enthält und der nach dem Austrocknen,
wie für
einen solchen Baustoff zwingend erforderlich, geschlossenporig und
luftundurchlässig
ist.
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Unter
der Produktbezeichnung Thermocell, Wedi X-Fix oder Styrocrete sind
darüber
hinaus beispielsweise hydraulisch gebundene Styroporgranulate bekannt,
welche jedoch eine geringe Druckfestigkeit von max. 1,5 N/mm2 aufweisen. Aufgrund dieser sehr geringen
Druckfestigkeit sind derartige Dämm- und Ausgleichsschichten
nicht direkt belegbar und erfordern zwangsläufig den zusätzlichen
Einbau von Lastverteilungschichten.
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Zwar
ermöglichen
diese Produkte einen maschinellen Einbau, jedoch keine maschinelle
Verarbeitung (Glätten).
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Darüber hinaus
sind derartige Dämm-
und Ausgleichsschichten nur bedingt feuchtigkeits-, und frostbeständig.
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Im
Stand der Technik ist weiterhin unter der Handelsbezeichnung „Wedi X-Dry" ein hydraulisch gebundenes
Styrodurgranulat bekannt, welches jedoch wiederum lediglich eine
niedrige bis mittlere Druckfestigkeit von maximal 1,34 N/mm2 und eine Biegezugfestigkeit von maximal
0,62 N/mm2 aufweist.
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Dieses
Produkt erfordert zudem eine Mindestaufbaustärke 40 mm und ist aufgrund
seiner geringen Druck und Biegezugfestigkeit wiederum nicht direkt
belegbar und erfordert daher wiederum den Einbau von zusätzlichen
Lastverteilungs-/Tragschichten.
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Im
DE 298 09 236 U1 wird
ein hydraulisch gebundenes Blähtongranulat,
Handelsbezeichnung Floormix B550, Blank" mit einer mittlere Druckfestigkeit
von größer 0,5
N/mm
2 vorgeschrieben.
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Auch
dieses Material ermöglicht
lediglich den maschinellen Einbau jedoch keine maschinelle Verarbeitung
(Glätten),
ist zudem aufgrund seiner geringen Druckfestigkeit nicht direkt
belegbar und erfordert ebenfalls den zusätzlichen Einbau von Lastverteilungsschichten.
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Zudem
zeichnet sich das im
DE
298 09 236 U1 vorbeschriebene hydraulisch gebundene Blähtongranulat
lediglich durch einen mittleren Wärmedämmwert von 0,1 W/mK.
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Im
Stand der Technik ist darüber
hinaus unter der Bezeichnung „Knauf
EPO Leicht" ein
Kunstharz gebundenes Blähglasgranulat
vorbeschrieben, welches sich durch eine niedrige Druckfestigkeit
von maximal 1 N/mm2 und eine Biegezugfestigkeit
von maximal 0,5 N/mm2 auszeichnet, so dass
auch diese Ausführungsform
wiederum den zusätzlichen
Einbau einer Lastverteilungsschicht erfordert. Diese Ausführungsform
erfordert in Verbindung mit einem Fliesenbelag beispielsweise eine
20 mm starke mineralische Tragschicht.
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Auch
diese Ausführungsformen
ermöglicht bedingt
einen maschinellen Einbau jedoch keine maschinelle Verarbeitung
(Glätten).
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Aus
dem Gebrauchsmuster
DE
295 04 355.5 U1 sind zudem hydraulisch gebundene Recyclingkunststoffe
aus PE, LDPE, HDPE, PP etc. mit einem spezifischen Trockengewicht
von mehr als 650 kg/m
3 bekannt, welche jedoch
nahezu keine wärmedämmenden
Eigenschaften aufweisen und darüber
hinaus (nach DIN 4102 Brandschutzklasse B2) brennbar sind.
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Zudem
ist aus der
DE 197
02 560 A1 ein Verfahren zur Verwertung von Bildröhrenaltglas
bekannt bei dem das Bildröhrenaltglas
zu einem Schaumglasgranulat umgewandelt wird, welches dann in eine
gegenüber
dem Schaumglasgranulatanteil mindestens 20 bis 90 vol.-%-ige, vorzugsweise
20 bis 50 vol.-%-ige Gips-, Zement- oder Kunststoffmatrix eingebettet
wird.
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Infolge
dieses hohen Gips-, Zement- bzw. Kunststoffanteils ist das Schaumglasgranulat
vollständig
vom Matrixwerkstoff ummantelt.
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Aus
der
DE 197 33 611
A1 ist weiterhin ein schalldämmender-, rutschhemmender Wärmedämmestrich
bekannt geworden, bei dem durch teilweises oder vollständiges Ersetzen
des herkömmlichen Zuschlages
(z.B. Sand) durch eine Mischung von Glas- und Kunststoff die Schalldämmung, Rutschhemmung
und Wärmedämmung des
Estrichs verbessert werden soll.
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Ein
wesentlicher Nachteil dieses Estrichs besteht darin, dass mit diesem
Estrich ein verminderter Wärmedämmeffekt
bei minimaler Gewichtsreduzierung gegenüber herkömmlichem Estrich erzielt werden
kann.
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Entsprechend
den Anforderungen des heutigen Standes der Technik ist eine Wärmedämmung zwingend
erforderlich.
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In
der
DE 40 09 906 C1 wird
eine Trockenmischung aus einem mineralischen Schüttgut und Gips vorbeschrieben,
welches auf dem Boden aufzutragen und anschließend mit Wasser zu besprühen ist, um
so eine Ausgleichsschicht für
den nachträglichen Aufbau
eines Fließestrichs
zur Verfügung
stellen.
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Die
Trockenmischung selbst besteht dabei aus 10 Gew.-% bis 40 Gew.-%
eines mineralischen Schüttgutes
aus der Gruppe geblähter
Perlite, Bims, Schaumglas, Lava, Blähton und/oder geblähtem Vermiculit
in einer Kornfraktion kleiner 10 mm mit 60–90 Gew.-% eines abbindefähigen Calciumsulfatträgers. Ein
wesentlicher Nachteil dieser Trockenmischung besteht darin, dass
diese Ausgleichsschicht einerseits weder feuchtigkeitsresistent
noch frostbeständig
ist und daher beispielsweise im Außen-, Bad- oder Großküchenbereich
nicht eingesetzt werden kann.
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Der
Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde die Nachteile des Standes
der Technik zu beseitigen, und einen Leichtmörtel zu entwickeln der sowohl
als Estrich im Außen-,
Bad- oder Großküchenbereich
ohne nachfolgende Verdichtung bereits ab einer Mindestschichtdicke
von 12 mm spannungsarm selbst auf problematischen Untergründen rißfrei aufgebracht
werden kann, dabei wärmedämmend, nicht
brennbar (nach DIN 4102 Brandklasse A1), chemisch hochbeständig gegenüber Säuren, Laugen und
organischen Lösungsmitteln
sowie feuchtigkeitsresistent und frostbeständig ist, darüber hinaus
eine Druckfestigkeit von mindestens 2,5 N/mm2 und
eine Biegezugfestigkeit von mindestens 0,8 N/mm2 aufweist
und nach dem Aufbringen eines beispielsweise hydraulisch gebundenen
Ausgleichs (beim Fliesenlegen z.B. der Fliesenkleber) eine direkte
Belegung mit Hart- bzw. Weichbelägen
ohne einen zusätzlichen Einbau
von Lastverteilungsschichten ermöglicht,
dabei ein spez. Trockengewicht von maximal 550 kg/m3,
d.h. eine sehr geringe Eigenflächenlast
bei sehr guter Wärmedämmung mit
einer Wärmeleitfähigkeit
von maximal 0,08–0,1
W/mK aufweist, einen maschinellen Einbau und eine maschinelle Verarbeitung
(Glätten)
ermöglicht,
selbst bis 750°C
formstabil und zudem vollständig
recycelbar ist, sowie nach maximal 2 Tagen Trocknung bereits belastbar
und selbst ohne den Einsatz von Beschleunigern bereits nach maximal
7 Tagen Trocknung vollständig
ausgetrocknet ist, wie auch zu Bauelementen verarbeitet sowie im
Formenbau eingesetzt werden kann und dabei spangebend leicht bearbeitbar
ist.
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Erfindungsgemäß wird diese
Aufgabe durch einen ersten Leichtmörtel gelöst der sich dadurch auszeichnet,
dass einem geschlossenzelligen Schaumglasgranulat dessen Kornfraktionen
von mindestens 0,25 mm bis maximal 8 mm reichen 60 Gew.-% bis 160
Gew.-% Zement bezogen auf den Schaumglasgranulatgehal, Additive
und Wasser beigegeben werden wobei das Wasser/Zement-Verhältnis 0,3
bis 0,5 beträgt.
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Ein
erfindungsgemäßer zweiter
Leichtmörtel besteht
aus einem geschlossenzelligen Schaumglasgranulat, dessen Kornfraktionen
von mindestens 0,25 mm bis maximal 8 mm reichen und 10 Gew.-% bis
35 Gew.-% Kunstharz, bezogen auf den Schaumglasgranulatgehalt.
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Beide
erfindungsgemäßen Leichtmörtel gewährleisten,
dass diese ohne jegliche nachfolgende Verdichtung bereits ab einer
Mindestschichtdicke von 12 mm spannungsarm selbst auf problematischen Untergründen rißfrei aufgebracht
werden können, dabei
wärmedämmend, nicht
brennbar (nach DIN 4102 Brandklasse A1) chemisch hochbeständig gegenüber Säuren, Laugen
und organischen Lösungsmitteln
sowie feuchtigkeitsresistent und frostbeständig ist, darüber hinaus
eine Druckfestigkeit von mindestens 2,5 N/mm2 und
eine Biegezugfestigkeit von mindestens 0,8 N/mm2 aufweisen
und nach dem Aufbringen eines beispielsweise hydraulisch gebundenen
Ausgleichs (beim Fliesenlegen der Fliesenkleber) eine direkte Belegung
mit Hart- bzw. Weichbelägen
ohne einen zusätzlichen
Einbau von Lastverteilungsschichten ermöglicht, dabei ein spez. Trockengewicht
von maximal 550 kg/m3, d.h. eine sehr geringe
Eigenflächenlast
bei sehr guter Wärmedämmung mit
einer Wärmeleitfähigkeit
von maximal 0,08–0,1 W/mK
aufweist, einen maschinellen Einbau und eine maschinelle Verarbeitung
(Glätten)
ermöglicht,
selbst bis 750°C
formstabil und zudem vollständig
recycelbar ist, sowie nach maximal 2 Tagen Trocknung bereits belastbar
und selbst ohne den Einsatz von Beschleunigern bereits nach maximal
7 Tagen Trocknung vollständig
ausgetrocknet ist, wie auch zu Bauelementen verarbeitet sowie im
Formenbau eingesetzt werden kann und dabei spangebend leicht bearbeitbar
ist.
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Kennzeichnend
ist weiterhin, dass in Verbindung mit dem Zement als Additive Vergütungsmittel mit
Kunstharz und/oder Kunststoffanteilen eingesetzt werden.
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Mittels
derartiger Additive können
der maschinelle Einbau, die Verarbeitbarkeit wie das Glätten weiter
verbessert, die Verdichtung bei sinkendem Wasserbedarf erhöht und die
Parameter der Druck- und Biegezugfestigkeit weiter gesteigert werden.
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Weitere
Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich neben
dem Wortlaut der Ansprüche
auch aus den nachfolgenden Erläuterungen
zu den Ausführungsbeispielen.
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Die
Erfindung soll nun in Verbindung mit sechs Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
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Dabei
zeigen:
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1 :
Fußbodenaufbau
auf unebenem Untergrund im Schnitt in der Seitenansicht;
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2:
Fußbodenaufbau
auf einer Holzbalkendecke im Schnitt in der Seitenansicht;
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3:
Fußbodenaufbau
mit Gefälle
im Bad- oder Großküchenbereich
in der Seitenansicht im Schnitt;
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4:
Fußbodenaufbau
im rahmen der Sanierung von Industriefußböden in der Seitenansicht im
Schnitt;
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5:
Einsatz des Leichtmörtels
als Fertigelement in der Seitenansicht im Schnitt;
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6:
Einsatz des Leichtmörtels
als Formblock im Rohzustand in einer räumlichen Darstellung;
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7:
Einsatz des Leichtmörtels
als Formblock nach 6 jedoch im bearbeiteten Zustand
in der Draufsicht;
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8:
Darstellung gemäß 7 im
Schnitt bei A-A.
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Bei
der Instandsetzung oder Sanierung von Altbauten findet man sehr
häufig
unebene Rohfußböden.
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Um
nun einerseits im Rahmen der Modernisierung dieser Altbauten die
Kosten für
die Instandsetzung der Fußböden so gering
wie möglich
zu halten aber gleichzeitig auch die Zimmerhöhe nicht zu stark einzuschränken und
dadurch die Wohnqualität zu
beeinträchtigen
ist es wünschenswert,
die Schichtdicke des neu aufzubringenden, ebenen Fußbodenaufbaus
möglichst
gering zu halten.
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Zur
optimalen Nivellierung des in der 1 dargestellten
Rohfußbodens 1 und
zur gleichzeitigen Einbindung von Versorgungsleitungen im Rahmen der
Altbausanierung wird der erfindungsgemäße Leichtmörtel bestehend aus einem geschlossenzelligen
Schaumglasgranulat dessen Kornfraktionen von mindestens 1 mm bis
maximal 4 mm reichen mit 125 Gew.-% Zement (bezogen auf den Schaumglasgranulatgehalt)
sowie flüssigen,
für hydraulisch
gebundenen Mörtel
verwendeten Additiven als Leichtestrich eingesetzt.
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Das
Wasser/Zement-Verhältnis
beträgt
0,4.
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Dieser
spezielle erfindungsgemäße, hydraulisch
gebundene Leichtmörtel
erfüllt
in Verbindung mit seiner hohen Schüttdichte und seiner sehr guten Rieselfähigkeit
alle im Rahmen der Altbausanierung gestellten Kriterien der Fußbodensanierung.
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Auf
dem unebenen Rohfußboden 1 sind
entsprechend der Gefällelage,
wie in der 1 dargestellt, ein Abwasserrohr 3,
Wasserleitungsrohre 4 und eine Elektroinstallation 5 angeordnet.
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Diese
Versorgungsleitungen sind im erfindungsgemäßen, hydraulisch gebundenen
Leichtmörtel 2 derart
eingebettet, dass oberhalb der höchstgelegenen
Versorgungsleitungsoberkante eine Mindestschichtdicke von beispielsweise
25 mm gewährleistet
ist.
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In
der 1 sind dabei zwischen den zwei Wänden 9 nebeneinander
drei unterschiedliche Möglichkeiten
des Fußbodenaufbaus
auf einem unebenen Rohfußboden 1 dargestellt.
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So
kann ein begehbarer Fußboden
beispielsweise schon dadurch erzielt werden, daß auf dem hydraulisch gebundenen,
als Leichtestrich eingesetzten erfindungsgemäßen Leichtmörtel 2 lediglich ein
mineralische Ausgleich 7 aufgebracht wird.
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Selbstverständlich kann,
wie in der 1 mittig dargestellt, auf dem
mineralische Ausgleich 7 auch ein Oberbodenbelag 8 angeordnet
werden.
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In
einem weiteren in der 1 rechts dargestellten Fußbodenaufbau
wurde auf dem hydraulisch gebundenen Leichtmörtel 2 eine in einem
mineralischen Ausgleich 7 eingebettete Fußbodenheizung 6 angeordnet.
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Die 2 zeigt
in der Seitenansicht nebeneinander drei unterschiedliche Möglichkeiten
des Fußbodenaufbaus
auf einer Holzbalkendecke 10 zwischen zwei Wänden 9 im
Schnitt.
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In
all diesen Einsatzfällen
wird der Leichtmörtel
erfindungsgemäß aus einem
geschlossenzelligen Schaumglasgranulat hergestellt, dessen Kornfraktionen
von mindestens 0,25 mm bis maximal 8 mm reichen und 130 Gew.-% Zement
(bezogen auf den Schaumglasgranulatgehalt) unter Verwendung von
handelsüblichen
Additiven hergestellt. Das Wasser-Bindemittelverhältnis beträgt hierbei
0,45.
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Dieser
spezielle erfindungsgemäße, hydraulisch
gebundene Leichtmörtel
erfüllt
in Verbindung mit seiner hohen Schüttdichte und seiner sehr guten Rieselfähigkeit
alle an einen Fußbodenaufbau
auf einer Holzbalkendecke 10 gestellten Kriterien.
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Um
eine vollständige
Einbindung der Versorgungsleitungen beim Einbau des erfindungsgemäßen Leichtmörtels zwischen
den Balkenlagen zu gewährleisten
ist eine Zwischenverdichtung empfehlenswert.
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Die
links in der 2 dargestellte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Fußbodenaufbaus
zeigt ein auf der Holzbalkendecke 10 angeordnetes Abwasserrohr 3 welches
vom erfindungsgemäßen Leichtmörtel 2 problemlos
fast vollständig
eingebettet wird.
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Auf
diesem erfindungsgemäßen Leichtmörtel 2 ist
wiederum ein mineralischer Ausgleich 7 angeordnet.
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Auf
dem mineralischen Ausgleich 7 befindet sich eine Entkopplungsmatte 11 auf
welcher das Parkett 12 verlegt wurde.
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Die
mittig in der 2 dargestellte Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Fußbodenaufbaus
auf einer Holzbalkendecke zeigt neben der am Holzbalken befestigten
Elektroinstallation 5 zwei vom erfindungsgemäßen Leichtmörtel 2 wiederum
problemlos nahezu vollständig
umschlossene Wasserleitungsrohre 4.
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Auf
dem Leichtmörtel 2 ist
eine mit einem Dick-/Mittelbettkleber 19 verlegte Trittschalldämmung 13 angeordnet
auf der ein Oberbodenbelag 8 verklebt wurde.
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Eine
weitere Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Fußbodenaufbaus
auf einer Holzbalkendecke 10 ist rechts in der 2 dargestellt.
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Auf
dem erfindungsgemäßen Leichtmörtel 2 ist
in dieser Ausführungsform
wiederum ein mineralischer Ausgleich 7 angeordnet.
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Auf
diesem mineralischen Ausgleich 7 ist eine Kunstharzbeschichtung 14 aufgebracht.
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Die 3 zeigt
zwei mögliche
Varianten des erfindungsgemäßen Fußbodenaufbaus
beispielsweise im Bad- oder Großküchenbereich
mit Gefälle,
zwischen den Wänden 9 auf
einem Rohfußboden 1 in der
Seitenansicht im Schnitt.
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Bei
diesem speziellen Einsatzfall wird der erfindungsgemäße, als
Leichtestrich eingesetzte Leichtmörtel aus geschlossenzelligem
Schaumglasgranulat, dessen Kornfraktionen von mindestens 0,25 mm
bis maximal 8 mm reichen hergestellt und (bezogen auf den Schaumglasgranulatgehalt)
mit etwa 135 Gew.-% Zement der Sorte CEM I/42,5 R unter Zugabe von
handelsüblichen
flüssigen
Additiven vermischt.
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Das
Wasser-Bindemittelverhältnis
beträgt 0,4.
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Auch
dieser spezielle erfindungsgemäße, hydraulisch
gebundene Leichtestrich erfüllt
in Verbindung mit seiner hohen Schüttdichte und seiner sehr guten
Rieselfähigkeit
wiederum alle an einen Fußbodenaufbau
im Bad- oder Großküchenbereich
gestellten Anforderungen.
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Links
sind in der 3 ist, im erfindungsgemäßen hydraulisch
gebundenen Leichtmörtel 2 vollständig eingebettet,
ein Abwasserrohr 3, eine Elektroinstallation 5 und
die/der am tiefsten Punkt des späteren
Fußbodens
auf einem Distanzstück 16 angeordneten
Kastenrinne mit Fußbodenablauf 15 dargestellt.
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Die
Oberfläche
des erfindungsgemäßen hydraulisch
gebundenen Leichtmörtels 2 ist
mit einem Gefälle
zur Kastenrinne und dem Fußbodenablauf 15 versehen.
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Auf
der Oberfläche
des Leichtmörtels 2 ist eine
Abdichtung 17 angeordnet auf der der Fließenbelag 18 in
einem Dick-/Mittelbettkleber 19 verlegt wurde.
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Rechts
in der 3 ist eine andere mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Fußbodenaufbaus
mit Gefälle,
insbesondere für
den Bad- oder Großküchenbereich
dargestellt.
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In
dieser Darstellung werden von dem wiederum mit einem Gefälle (zu
der/dem auf einem Distanzstück 16 angeordneten
Fußbodenablauf 15 mit/ohne
Kastenrinne) versehenen erfindungsgemäßen als Leichtestrich eingesetzten
Leichtmörtel
mehrere auf dem Rohfußboden 1 verlegte
Wasserleitungsrohre 4 nahezu vollständig eingebettet.
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Auf
der Oberfläche
des erfindungsgemäßen Leichtmörtel ist
in dieser Ausführungsform
auf einer Abdichtung 17 eine Kunstharzbeschichtung 14 angeordnet.
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Die 4 zeigt
eine weitere Möglichkeit
des erfindungsgemäßen Fußbodenaufbaus
zwischen den Wänden 9 beispielsweise
im Rahmen der Sanierung und zum Ausgleich von Industriefußböden ab einer
Schichtstärke
von 12 mm im Verbund, unter Verwendung eines mineralischen bzw.
Kunstharz-Haftbrückensystems 20,
auf einem Rohfußboden 1 in
der Seitenansicht im Schnitt.
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In
diesem speziellen Einsatzfall wird der erfindungsgemäße Leichtmörtel 2 aus
geschlossenzelligem Schaumglasgranulat dessen Kornfraktionen von
mindestens 0,25 mm bis maximal 4 mm reichen hergestellt, mit 95
Gew.-% Zement (bezogen auf den Schaumglasgranulatgehalt) und handelsüblichem Additiv
vermischt und als Leichtestrich eingesetzt.
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Das
Wasser-Bindemittelverhältnis
beträgt 0,35.
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In
dieser Ausführungsform
ist der erfindungsgemäße hydraulisch
gebundene Leichtmörtel 2 vollständig auf
ein Haftbrückensystem 20 mit
einer minimalen Schichtstärke
vom 12 mm insbesondere zum Fußbodenausgleich
und zur Wärmedämmung verlegt.
Nach der Aushärtung
wurde auf dem Leichtmörtel 2 ein
normales Fußbodensystem
mit einer Trittschalldämmung 13 und
einem Estrich 21 als Nutzschicht angeordnet.
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Der
als Estrich eingesetzte erfindungsgemäße, hydraulisch gebundenen
Leichtmörtel 2 erfüllt auch
in dieser Ausführungsform
in Verbindung mit seiner hohen Schüttdichte und seiner sehr guten
Rieselfähigkeit
wiederum alle an einen Fußbodenaufbau im
Verbundsystem gestellten Kriterien.
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Die 5 zeigt
eine weitere Einsatzmöglichkeit
des erfindungsgemäßen Leichtmörtels 2 als
wärmedämmendes
Fertigelement z.B., wie in dieser 5 dargestellt,
als wärmedämmender
Leichtbaurahmen 24 für
Fenster 23.
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Durch
den Einsatz eines solchen oder ähnlichen
Leichtbaurahmens 24 können
die im Fenster- aber auch im Türbereich
zwischen der Wärmedämmfassade 22 und
dem Mauerwerk 9 bestehenden Wärmebrücken vermieden werden.
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Der
Leichtbaurahmen 24 selbst wird hierbei aus erfindungsgemäßem Leichtmörtel 2 mit
einem geschlossenzelligen Schaumglasgranulat dessen Kornfraktionen
von mindestens 0,25 mm bis maximal 2 mm reichen und im vorliegenden
Fall mit 120 Gew.-% Spezialzement (bezogen auf den Schaumglasgranulatgehalt),
wie beispielsweise einem Schnellzement und einem handelsüblichen
Additiv vorgefertigt, und dann vor Ort beispielsweise als Fertigbauteil
eingebaut. Das Wasser-Bindemittelverhältnis beträgt 0,35.
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In
den 6, 7 und 8 ist eine
weitere Einsatzmöglichkeit
des erfindungsgemäßen Leichtmörtels dargestellt.
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Die 6 zeigt
in einer räumlichen
Darstellung einen Formenblock 25 aus erfindungsgemäßem Leichtmörtel 2 mit
einem geschlossenzelligen Schaumglasgranulat dessen Kornfraktionen
von mindestens 0,25 mm bis maximal 1 mm reichen und (bezogen auf
den Schaumglasgranulatgehalt) 25 Gew.-% Kunstharz im Rohzustand.
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Auf
Grund der guten spanenden Bearbeitbarkeit des erfindungsgemäßen Leichtmörtels kann
mit einfachen Werkzeugen wie beispielsweise mit Hammer und Meißel, aber
auch z.B. mit Bohrer, Säge,
Feile und/oder Fräs-
bzw. Schleifwerkzeugen aus dem Formenblock 25 wie in der 7 in
einer Draufsicht, und der 8 einem
Schnitt gemäß der 7 bei
A-A dargestellt, ein Hohlraum 26 herausgearbeitet werden,
dessen Oberfläche
wie beispielsweise die in der 8 deutlich
sichtbar die Kontur einer Badewanne aufweist.
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Diese
jeweils individuell herausgearbeitete Kontur kann dann auf Grund
der hervorragenden chemischen und physikalischen Eigenschaften des erfindungsgemäßen Leichtmörtels, beispielsweise nach
dem Feinspachteln, z.B. im Auflegeverfahren mit kunstharzgetränktem Laminat
beschichtet werden.
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Nach
dem Aushärten
des Kunstharzes kann dann das individuell geformte Erzeugnis, hier
die Badewanne, aus dem Formenblock 25 entnommen werden.
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Mit
der erfindungsgemäßen Lösung ist
es somit gelungen einen Leichtmörtel
zu entwickeln der beispielsweise als Estrich im Außen-, Bad-
oder Großküchenbereich
ohne nachfolgende Verdichtung bereits ab einer Mindestschichtdicke
von 12 mm spannungsarm selbst auf problematischen Untergründen rißfrei aufgebracht
werden kann, dabei wärmedämmend, nicht
brennbar (nach DIN 4102 Brandklasse A1) chemisch hochbeständig gegenüber Säuren, Laugen
und organischen Lösungsmitteln
sowie feuchtigkeitsresistent und frostbeständig ist, darüber hinaus
eine Druckfestigkeit von mindestens 2,5 N/mm2 und
eine Biegezugfestigkeit von mindestens 0,8 N/mm2 aufweist
und nach dem Aufbringen eines beispielsweise hydraulisch gebundenen
Ausgleichs (beim Fliesenlegen der Fliesenkleber) eine direkte Belegung
mit Hart- bzw. Weichbelägen
ohne einen zusätzlichen
Einbau von Lastverteilungsschichten ermöglicht, dabei ein spez. Trockengewicht
von maximal 550 kg/m3, d.h. eine sehr geringe
Eigenflächenlast
bei sehr guter Wärmedämmung mit
einer Wärmeleitfähigkeit
von maximal 0,08–0,1
W/mK aufweist, einen maschinellen Einbau und eine maschinelle Verarbeitung
(Glätten)
ermöglicht,
selbst bis 750°C
formstabil und zudem vollständig
recycelbar ist, sowie nach maximal 2 Tagen Trocknung bereits belastbar
und selbst ohne den Einsatz von Beschleunigern bereits nach maximal
7 Tagen Trocknung vollständig
ausgetrocknet ist, und auch zu Bauelementen verarbeitet sowie im
Formenbau eingesetzt werden kann und dabei spangebend leicht bearbeitbar ist.
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- 1
- Rohfußboden
- 2
- Leichtmörtel
- 3
- Abwasserrohr
- 4
- Wasserleitungsrohr
- 5
- Elektroinstallation
- 6
- Fußbodenheizung
- 7
- Ausgleich
- 8
- Oberbodenbelag
- 9
- Wand
- 10
- Holzbalkendecke
- 11
- Entkopplungsmatte
- 12
- Parkett
- 13
- Trittschalldämmung
- 14
- Kunstharzbeschichtung
- 15
- Fußbodenablauf
- 16
- Distanzstück
- 17
- Abdichtung
- 18
- Fliesenbelag
- 19
- Dick-/Mittelbettkleber
- 20
- Haftbrückensystem
- 21
- Estrich
- 22
- Wärmedämmfassade
- 23
- Fenster
- 24
- Leichtbaurahmen
- 25
- Formblock
- 26
- Hohlraum