DE103134C - - Google Patents
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- DE103134C DE103134C DENDAT103134D DE103134DA DE103134C DE 103134 C DE103134 C DE 103134C DE NDAT103134 D DENDAT103134 D DE NDAT103134D DE 103134D A DE103134D A DE 103134DA DE 103134 C DE103134 C DE 103134C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B07—SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
- B07C—POSTAL SORTING; SORTING INDIVIDUAL ARTICLES, OR BULK MATERIAL FIT TO BE SORTED PIECE-MEAL, e.g. BY PICKING
- B07C3/00—Sorting according to destination
- B07C3/02—Apparatus characterised by the means used for distribution
- B07C3/04—Drum-type sorting machines or having circularly arranged sorting compartments
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- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Φί-J INSTRUMENTE.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. Februar 1897 ab.
Die Erfindung hat den Zweck, das Sortiren von Karten, Briefen und ähnlichen Gegenständen
nach laufenden Nummern oder sonst einer Reihenfolge, das bisher nur mühselig und
zeitraubend mit Hand geschehen mufste, durch einen Apparat zu ermöglichen.
Der Apparat setzt sich in seinen Haupttheilen zusammen aus:
A. (Fig. 4, 5 und 6). Einer um eine horizontal liegende Welle w rotirenden Trommel o, die
in elf Fächer \ eingetheilt ist. In jedem solchen Fache ist ein radial nach aufsen beweglicher
Schlitten s angeordnet. Der Zweck des elften Schlittens S10 soll erst am Schlüsse der Beschreibung
erörtert werden.
Von den zehn Schlitten s von ο bis 9 wirkt jeder einzeln auf je zehn für sich in gleicher
Richtung (also radial nach aufsen) bewegliche Schieber t. Jeder solcher Schieber t seinerseits
ist Träger von einer senkrecht auf ihm angebrachten kleinen Stange u, die (Fig. 7) ihrer
Länge nach mit zehn dachziegelartig an einander gereihten dünnen, von einander abbiegbaren
Metallfähn.chen d versehen ist (Fig. 8). Jeder der Schlitten s und Schieber if besitzt
aufserdem einen durch radial gerichtete Schlitze im Trommelboden ragenden Stift α bezw. b,
dessen Zweck im nächsten Absatz erläutert werden soll.
B. Einer nahe am Trommelboden liegenden, im Gegensatz zur rotirenden Trommel unbeweglichen
Scheibe -D (Fig. 1 und 3) mit zwei Gruppen eingefrä'ster Curvenführungen Im und In,
in welchen die oben genannten Stifte α bezw. b der Schlitten s und Schieber if laufen.
Die Curvenführungen sind derart mit Weichen η und m versehen, dafs bei Rotation der
Trommel in Richtung des Pfeiles durch Verstellen einer Weiche der betreffende Stift a
oder b eines Schlittens oder Schiebers aus der einen Curvenführung in die nächste, vom
Mittelpunkt weiter nach aufsen gelegene Curvenführung gedrängt und damit auch der mit dem
betreffenden Stift ά bezw. b verbundene Schlitten 5 bezw. Schieber t in der rotirenden
Trommel radial nach aufsen bewegt wird.
Von den beiden Gruppen Curvenführungen gehört die innere In zu den Schlitten s, die
äufsere dagegen Im zu den Schiebern if.
C. Drei Gruppen von je zehn (o bis 9) Tasten (Fig. 2 und 6) zur Bethä'tigung der ge-,
nannten drei wichtigsten Bewegungstheile: Schlitten s, Schieber if und Metallfähnchen d,
und zwar die erste Gruppe I — wir wollen sie gleich die der »Hunderter« nennen — dient
zur Bewegung der radial nach aufsen verschiebbaren Schlitten s, indem durch ihre einzelnen
Tasten (Fig. 1 und 3) vermittelst Zugstangen p,
Hebel r und Wellen q die Weichen η der Curvenführungen Gruppe In verstellt werden
können.
Die Tasten -der zweiten Gruppe II — die der »Zehner« — verstellen ihrerseits die Weichen
der Curvenführungen Gruppe Im und bewegen damit — bei der Rotation der Trommel
— die zu jedem der zehn Schlitten s gehörigen, in gleicher Weise und Richtung beweglichen
je 10, also = 100 Schieber t.
Die Tasten der dritten Gruppe III — die der »Einer« — sollen endlich durch zeitweiliges
Hemmen eines der mit der Trommel in Rotation befindlichen, auf die ioo Schieber zu
je io vertheilten, also = iooo Metallfähnchen rf
und damit verbundenes Abbiegen dieses Fähnchens von den übrigen die Möglichkeit gewähren,
in den so neben dem Fähnchen entstandenen freien Raum, also in ein geöffnetes Fach eine Karte, einen Zettel etc. hineinzubefördern.
Aus dem bisher Gesagten geht hervor, dafs der Apparat in seinem Aufbau dem decadischen
Zahlensystem entspricht. Es stellen nämlich die zehn Schlitten s die Hunderter des decadischen
Zahlensystems vor, die zehn Schieber t eines Schlittens 5· jeweils die Zehner und die
zehn Metallfähnchen d jedes Schiebers t die Einer, so dafs ein solcher Schlitten s mit seinen
zehn Schiebern t und diese mit ihren 100 Fähnchen als eine Fächergruppe ^ von hundert
Fächern, Fächergruppe ^1 für Nummern von
ι bis 100, Gruppe II für Nummern von 101
bis 200 u. s. w. anzusehen ist.
Es kann also ein Apparat mit solcher Trommel von zehn Fächergruppen ^0 bis ^9 zu je 100
durch die Metallfähnchen gebildeten Fächern = 1000 Fächern ebenso viele mit Zahlen von
ι bis iooo numerirte Karten, Zettel etc. in
diesen Fächern aufnehmen, d. h. sortiren, indem er jede Karte in das ihrer Nummer entsprechende
Fach befördert.
D. Einem oberhalb der Trommel angebrachten Behälter i (Fig. 4 und 5), in welchem
sich die zu sortirenden Karten oder Zettel etc. befinden und von wo aus dieselben in die
Trommel 0 oder gleich besser gesagt zwischen die einzelnen Metallfähnchen d ihrer Nummer
nach befördert werden sollen.
E. Einem Werfmechanismus Z, d. h. einem Transporteur, der die zu sortirende Karte k,
also die in dem Behälter i befindliche vorderste k im Laufe einer Umdrehung der Trommel 0,
während welcher ja sämmtliche iooo Fächer der Reihe nach unter k vorbeirotiren, gerade
in das der Kartennummer entsprechende Fach zu befördern hat. Dieses Fach wird in dem
Augenblick, in welchem es bei Rotation der Trommel unter der Karte vorbei kommt, durch
den später erläuterten Arbeitsvorgang geöffnet. Beide Arbeitsvorgänge: das Oeffhen des gewünschten
Faches und das Wirken des Werfmechanismus Z werden von den Tasten aus eingeleitet.
Die Trommel 0 wird durch Fufs- oder
mechanischen Antrieb in drehende Bewegung versetzt.
Der Vorgang des Sortirens ist folgender:
In dem Behälter i trage z. B. die vorderste
In dem Behälter i trage z. B. die vorderste
Karte k die Nummer »137«. Die Aufgabe des
Gesammtapparates ist es nun:
1. das zugehörige Fach »137« in der rotirenden
Trommel ο zu öffnen, und
2. die Karte in das Fach hineinzubefördern.
Dieses Fach wird, wie aus dem bisher Gesagten hervorgeht, durch das 7. und 8. Metallfähnchen
d des Schiebers ts in Schiebergruppe ^1,
welche mit dem Schlitten S1 in Verbindung
steht, gebildet.
Der mit dem Sortiren Beauftragte hat weiter nichts zu thun, als die der Kartennummer entsprechenden
Tasten, also Taste 1 der Hunderter-, Taste 3 der Zehner- und Taste 7 der Einer-Gruppe
zu drücken, während die Trommel sich in Bewegung befindet.
Das Zusammenarbeiten der Tasten und Weichen mit den drei auf der sich drehenden
Trommel befindlichen Bewegungstheilen — Schlitten s, Schieber t und Metallfähnchen d—,
d. h. das Herausschieben eines Schlittens s mit seinen zugehörigen zehn Schiebern t, das
weitere Herausschieben eines einzelnen dieser zehn Schieber t und schliefslich das Oeffnen
eines einzelnen von den zehn auf einem Schieber t vereinigten Fächern, oder kurz gesagt,
das Oeffnen des richtigen der iooo Fächer auf der rohrenden Trommel 0, wird in Nachstehendem
beschrieben.
Durch das Anschlagen der Taste 1 der Hunderter-Tastengruppe I wird in der Curvengruppe
In Weiche U1 zwischen den Curvenführungen
JV1 und N2 (Fig. 3) so umgestellt,
dafs bei Drehung der Trommel 0 Stift ax des Schlittens S1 aus seiner Curvenbahn 2V1 in die
nächstäufsere Bahn N1 gedrängt wird, und hierbei
natürlich auch Schlittens S1, in welchen der Stift OL1 fest eingenietet ist, die gleiche radial
nach aufsen gerichtete Bewegung in der rotirenden Trommel macht (Fig. 4 und 5).
Bei dieser Bewegung drückt der Schlitten S1
seinerseits die zu ihm gehörigen zehn Schieber t der Gruppe In in der rotirenden Trommel
ebenfalls radial nach aufsen (Fig. 4 und 5).
Um aber letztere Bewegung der Schieber t nicht zu hemmen, müssen die Curvenführungen
Gruppe I111 den Stiften b der Schieber t so viel
Spielraum gewähren, als in Curvengruppe In die Entfernung einer Curvenführung von ihrer
Nachbarführung beträgt. Dementsprechend besitzen die Curvenführungen Im die nöthige
Breite (s. Fig. 3).
Aus dem Gesagten geht hervor, dafs, wenn die Schieber t noch nicht die durch ihren
Schlitten s hervorgerufene, soeben erwähnte radiale Bewegung ausgeführt haben, ihre Stifte b
an den — dem Mittelpunkt näheren — Innenwandungen
der Curvenführungen In,, nach Ausführung dieser Bewegung dagegen an den
Aufsenwandungen der Curvenführungen (Fig. 3) entlang gleiten.
Dieser Umstand wird ausgenutzt, um einen einzelnen Schieber t aus der durch ihren Schlitten
s schon radial herausgedrängten Schiebergruppe zu einer weiteren radialen Bewegung
zu zwingen, ohne dadurch die entsprechenden einzelnen Schieber t der anderen neun Schieber-
gruppen zu beeinflussen, deren Stifte b dieselbe Curvenführung zu passiren haben.
Es können nämlich die Zungen der Weichen m in Curvengruppe Im nur so weit herumgestellt
werden, dafs zwar ein an den Aufsenwandungen der Curven entlang gleitender
Stift b in eine geöffnete Weiche eintreten mufs, aber alle anderen an den Innenwandungen der
Curven entlang gleitenden Stifte die Zunge nicht berühren.
Es werden also die einzelnen Schieber t einer Schiebergruppe ^ nur dann von geöffneten
. Weichen in der Curvengruppe Im beeinflufst, wenn sie bereits eine gewisse radial nach aufsen
gerichtete Bewegung gemacht haben, so dafs ihre Stifte b an den Aufsenwandungen der
Curvengruppe Im entlang gleiten, d. h. man mufs erst durch Drücken einer Hunderter-Taste
eine Weiche η der Curvengruppe In umstellen,
und es mufs ein Schlitten s durch diese Weiche beeinflufst sein, bevor ein zum Schlitten gehöriger
Schieber t von einer durch eine Zehner-Taste geöffneten Weiche m in Curvengruppe Im
beeinflufst werden kann.
Verfolgen wir Vorstehendes an unserem Beispiel (Nr. 137 Kartennummer): Wie aus Fig. 1
und 3 ersichtlich ist, wurde durch Drücken der Taste 1 der Hunderter-Gruppe I Weiche W1
geöffnet und der Zapfen av des entsprechenden Schlittens S1 gezwungen, beim Passiren der
Weichenstelle nx aus der Bahn der Curve JV1
in die von JV2 überzugehen. Hierbei wurde der Schlitten S1 und mit ihm die Schiebergruppe
^1 um ein bestimmtes Stück nach aufsen verschoben, so dafs jetzt die Zapfen b dieser
Schieber t an den Aufsenwandungen ihrer Curvenführungen (Gruppe Im) entlang gleiten.
Durch Drücken der Taste , 3 der Zehner-Gruppe wurde in analoger Weise vermittelst
Schubstange ρ und Hebel r ein Verstellen der Weiche m3 (Fig. 1 und 3) vorgenommen und
dadurch der Uebergang des Schiebers ts in Schiebergruppe ^1 (Fig. 4) aus Curve Ai3 nach
Curve Mi beim Passiren der betreffenden Weichenstelle
Ot3 vermittelst seines Zapfens b3 erzwungen
und Schieber t3 (Fig. 4) um ein entsprechendes Stück nach aufsen verschoben.
Durch diesen Vorgang, d. h. durch das staffelweise . radiale Schieben einer Fächergruppe
nach aufsen und dann eines einzelnen Schiebers dieser Fä'chergruppe, in unserem Falle Fä'chergruppe
^1, und Schiebers ta wurde seine Fahnchengruppe,
bestehend aus zehn Fähnchen d, aus der Front der übrigen Fähnchen herausgeschoben und in den Bereich der III. Tastengruppe,
die der Einer, gebracht (Fig. 5).
- Es erübrigt nur noch, das Oeffnen eines bestimmten Faches einer herausgeschobenen Fä'chergruppe seitens der Einer-Tasten zu beschreiben.
- Es erübrigt nur noch, das Oeffnen eines bestimmten Faches einer herausgeschobenen Fä'chergruppe seitens der Einer-Tasten zu beschreiben.
In unserem Beispiel ist (Fig. 5) das Abbiegen des 8. (dsj (somit auch aller darunterliegenden)
vom 7. Metallfä'hnchen d7 zu veranlassen, um
die Einwurfstelle für die zu sortirende Karte Nr. 137 geöffnet zu haben. Wie aus Fig. 5
und 7 weiter ersichtlich ist, wird dies auch durch Tastendruck der Taste 7 der Einer-Gruppe
vermittelst ihres heruntergedrückten hakenförmigen Anschlages c erreicht. Im Vorbeibewegen
wird Fähnchen S und mit ihm alle darunterliegenden durch c gehemmt und damit
von 7 und den davorliegenden abgebogen, und zwar ist das Fach 1 37 so lange geöffnet, so
lange der Anschlag der gedrückten Einer-Taste Einflufs auf die sich an ihm vorbeibewegende
Fähnchengruppe hat. Dieser Einflufs hört auf, sobald der Zapfen Z?s des Schiebers ta am
Ende Q1 seiner Curvenführung Af4 angelangt ist
(Fig. 3) und Schieber ts, mitsammt seinen Fähnchen
durch Feder f gezogen (Fig. 5), wieder in seine Ruhelage· zurückkehrt.
Inzwischen mufs der Werfer / (Fig. 4 und 5) in Thätigkeit getreten sein; er mufste die
Karte A137 im Behälter i fassen und in ihr auf
der Trommel geöffnetes Fach 137 schleudern bezw. einführen.
Die Wirkung des Werfers mufs von dem herausgeschobenen Schieber ^3 ausgehen und
kann auf zwei ganz verschiedene Arten erreicht werden: Entweder wird der Werfer I durch
das vordere Ende des herausgeschobenen Schiebers i3 unmittelbar angetrieben, oder aber es
wird seine Bewegung durch den Schieber nur eingeleitet, während die erforderliche Arbeit
zum Antrieb einem anderen Maschinentheil, etwa der sich drehenden Trommelwelle w entnommen
wird.
Für die erstere Art sei ein Beispiel angeführt.
Der vorbeschriebene Schieber t3 (Fig. 4) in
Fächergruppe ^1 stöfst mit seinem äufseren
Ende in demselben Augenblicke, in dem das Abbiegen der Metallfä'hnchen d (8 bis 10) von d7
seitens der Einer-Taste stattgefunden hat, an das Zugstangenende e (Fig. 4), welches durch
Winkelhebelübertragung den um Punkt L schwingenden Werfer. I das Einordnen der
Karte Zr137 ausführen· liefst (Fig. 5).
Der gesammte Arbeitsvorgang beim Einordnen einer Karte sei an der Hand unseres Beispiels
noch einmal kurz wiederholt:
Um Karte 137 in das entsprechende Fach 137
der sich drehenden Trommel einzuordnen, wird Taste ι der Hunderter-, Taste 3 der Zehnerund
Taste 7 der Einer-Gruppe gedrückt und dabei durch Taste 1 (Hunderter) die Weiche H1
(Curvengruppe In) und durch Taste 3 (Zehner) die Weiche ms (Curvengruppe Im) geöffnet.
Auf der umlaufenden Trommel vollziehen sich nun folgende Bewegungen: Schlitten S1 wird
vermittelst seines Zapfens U1 beim Passiren der
Weiche M1 mitsammt seinen Schiebern t um
ein bestimmtes Stück radial herausgeschoben. Aus dieser Schiebergruppe wiederum wird durch
Weiche m3 in Curvengruppe Im Schieber i3 um
ein weiteres Stück radial herausgeschoben, so dafs seine zehn Fähnchen in den Bereich der
Einer-Tasten kommen und Fähnchen d8 nebst allen hinter ihm liegenden durch die gedrückte
Taste 7 von Fähnchen άΊ abgebogen werden
kann. Es ist also hiermit Fach 137 zur Aufnahme der Karte 137 geöffnet. Eingeführt in
das Fach 137 wird die Karte durch den Werfer /, der durch das herausgeschobene Ende
des Schiebers t3 kurz nach Oeffnung des Faches dazu veranlafst wird.
In unserem Beispiel hatten wir eine Karte mit dreistelliger Nummer (137) gewählt und
es mufste je eine Taste der Hunderter-, Zehner- und Einer-Gruppe gedrückt werden.
Dasselbe ist aber auch der Fall bei ein- und zweistelligen Nummern. Trägt z. B. eine
Karte die Nummer 3 = 003, so mufs man Taste ο der Hunderter, Taste ο der Zehner
und Taste 3 der Einer drücken, also wieder in jeder der drei Gruppen eine Taste.
Die Tasten müssen so lange festgehalten werden, bis die betreffende Karte in ihr Fach befördert
ist, und dann sofort freigegeben werden, damit sich nicht nach einer ganzen Umdrehung
der Trommel derselbe Arbeitsvorgang noch einmal wiederholt und auch die folgende
Karte in dasselbe Fach geschleudert wird.
Die bisher aufser Acht gelassenen Einzeltheile, wie das Fach ^10 (Fig. 4 und 5) der
Trommel 0, der · Schlitten S10, die zugehörige
Curve K10 der Gruppe In (Fig. 1 und 3) und
endlich die elfte Taste C der Hunderter-Tastengruppe (Fig. 2 und 6) dienen für solche Karten,
welche nicht mitsortirt werden sollen. Kommt z. B. eine Karte an die Reihe, die nicht unter
die anderen Karten gehört, so drückt man Taste B, wodurch Weiche K10 geöffnet und
Schlitten S10 auf der rotirenden Trommel radial
vorgeschoben wird, indem sein Zapfen a10
durch die geöffnete Weiche W10 aus seiner
Bahn N10 in die Bahn der Curve N0 übergeht.
Das vordere Ende des Schlittens S10 setzt alsdann den Werfer / in Thätigkeit, ebenso wie sonst
die Schieber t es thun; der Werfer Z seinerseits
befördert die betreffende Karte in das Fach ^10.
Ist nun die Karte eingeordnet, sind die Tasten wieder freigegeben, so wird durch das damit
verbundene Wiederzurückstellen der Weichen die alte Bahn der Curven neu hergestellt.
Schlitten s und Schieber t werden im Laufe der Umdrehung beim Austritt ihrer Zapfen a
und b aus den Curven an Stelle P1 und Q1
durch Federn f um das vorgeschobene Stück in ihre Anfangslage zurückgebracht, so dafs
dieselben beim Wiedereintritt in die Curven an Stelle P2 Q2 ihre alte Bahn wieder aufnehmen.
Die abgebogenen Fähnchen werden durch die lange Blattfeder ν (Fig. 5) wieder in ihre
ursprüngliche Lage zurückgedreht.
Nachdem auf solche W'eise alle Karten aus
Behälter i in die einzelnen Fächer der Trommel einsortirt sind, wird letztere angehalten und
geleert, indem man die Karten mit der Hand aus den Fächern herauszieht und in derselben
Reihenfolge, wie sie in der Trommel sortirt stecken, ablegt.
Bemerkt soll noch werden, dafs das Nachrücken der einzelnen Karten im Behälter i durch
eine Feder erreicht wird (Fig. 4 und 5).
Selbstverständlich kann man nach dem Muster und Princip des beschriebenen Apparates auch
kleinere oder gröfsere von etwa 10, 100 oder auch 1 ο 000 und mehr Fächern bauen, indem
man entsprechende Theile, wie Tasten, Weichen und Schieber (Schlitten), fortläfst oder aber
hinzufügt. Bei einem Apparat von 10 000 Fächern z. B. müfsten noch zehn Tasten
(Tausender), zehn Weichen und zehn Schlitten, von denen jeder wieder zehn der schon vorhandenen
Schlitten s zu einer Gruppe zusammenfafst, hinzugefügt werden, während die
Zahl der Schlitten s und Schieber t verzehnfacht würde.
Claims (2)
1. Ein Apparat zum Sortiren von Karten, Zetteln, Briefen und der ä'ufseren Form
nach ähnlichen Gegenständen, gekennzeichnet dadurch, dafs einerseits auf einer umlaufenden
Trommel 0 eine Menge von Fächern, die von dünnen, neben einander liegenden Metallblättern (d) gebildet werden, und die
in Gruppen und Untergruppen, den Potenzen von 10 (= 10, 100, 1000) entsprechend,
eingetheilt sind, auf Schiebern (t) zu je 10 vereinigt, beweglich so angeordnet ist, dafs
die Fächer aufser ihrer kreisenden Bewegung mit der Trommel auch noch auf der umlaufenden Trommel eine nach der Peripherie
derselben gerichtete Bewegung ausführen können, und dafs andererseits aus der Zahl der Fächer dieser umlaufenden
Trommel (0) jedes gewünschte einzelne Fach durch Drücken von Tasten (Einer,
Zehner, Hunderter u. s. w.) vermittelst Weichen (m) und (n), Zapfen (a) und (b),
Schlitten (s), Schieber (t) und Tastenanschläge (c) beim Vorbeibewegen an einer bestimmten
Einwurfstelle geöffnet werden kann.
2. An dem unter 1. geschützten Apparat der Antrieb einer beliebigen Vorrichtung (I) zum
Einwerfen der Karten in das jeweilig geöffnete Fach durch das vordere herausragende
Ende des durch die niedergedrückten Tasten bestimmten Schiebers (t).
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE103134C true DE103134C (de) |
Family
ID=373654
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT103134D Active DE103134C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE103134C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202015106936U1 (de) | 2014-12-19 | 2016-01-21 | Joachim Wießner | Vorrichtung zum Untersuchen eines, insbesondere unter Wasser befindlichen, Holzkörpers auf Befall mit Holzschädlingen |
| DE102015109902A1 (de) | 2014-12-19 | 2016-06-23 | Joachim Wießner | Verfahren zum Untersuchen eines, insbesondere unter Wasser befindlichen, Holzkörpers auf Befall mit Holzschädlingen |
-
0
- DE DENDAT103134D patent/DE103134C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE202015106936U1 (de) | 2014-12-19 | 2016-01-21 | Joachim Wießner | Vorrichtung zum Untersuchen eines, insbesondere unter Wasser befindlichen, Holzkörpers auf Befall mit Holzschädlingen |
| DE202015106936U9 (de) | 2014-12-19 | 2016-05-25 | Joachim Wießner | Vorrichtung zum Untersuchen eines, insbesondere unter Wasser befindlichen, Holzkörpers auf Befall mit Holzschädlingen |
| DE102015109902A1 (de) | 2014-12-19 | 2016-06-23 | Joachim Wießner | Verfahren zum Untersuchen eines, insbesondere unter Wasser befindlichen, Holzkörpers auf Befall mit Holzschädlingen |
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