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DE10312485A1 - Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung - Google Patents

Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung Download PDF

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DE10312485A1
DE10312485A1 DE2003112485 DE10312485A DE10312485A1 DE 10312485 A1 DE10312485 A1 DE 10312485A1 DE 2003112485 DE2003112485 DE 2003112485 DE 10312485 A DE10312485 A DE 10312485A DE 10312485 A1 DE10312485 A1 DE 10312485A1
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Abstract

Eine endoskopische Punktionsnadelvorrichtung, die an ihrem proximalen Ende mit einer Halterungs- und Betätigungseinrichtung (HB1) verbindbar ist, weist einen in einen Instrumentierkanal eines Endoskops einführbaren elastischen Katheter (Ka) und einen von dem Katheter (Ka) aufgenommenen flexiblen Gleithohlkörper (Gl) sowie eine von diesem kraftschlüssig aufgenommene flexible Punktionshohlnadel (Pu) auf, welche mit ihrem distalen Ende von dem distalen Ende des betreffenden flexiblen Gleithohlkörpers (Gl) vorsteht und mit ihrem distalen Ende am distalen Ende des Katheters (Ka) aus diesem herausschiebbar und in diesen wieder einziehbar ist; der genannte flexible Gleithohlkörper (Gl) liegt in dem elastischen Katheter (Ka) an dessen Innenwandung formschlüssig gleitend an und ist lediglich innerhalb des betreffenden Katheters (Ka) verschiebbar.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf eine endoskopische Punktionsnadelvorrichtung, die einen in einen Instrumentierkanal eines Endoskops einführbaren elastischen Katheter und einen von dem Katheter aufgenommenen flexiblen Gleithohlkörper sowie eine von diesem kraftschlüssig aufgenommene flexible Punktionshohlnadel aufweist, welche mit ihrem distalen Ende von dem distalen Ende des betreffenden flexiblen Gleithohlkörpers vorsteht und welche mit ihrem distalen Ende am distalen Ende des Katheters aus diesem herausschiebbar und in diesen wieder einziehbar ist, und die an ihrem proximalen Ende mit einer Halterungs- und Betätigungseinrichtung verbindbar ist.
  • Eine endoskopische Punktionsnadelvorrichtung der vorstehend genannten Art ist bereits im Buch "Endoscopic Ultrasonography with Curved Array Transducer in Diagnosis of cancer in and adjacent to the Upper Gastrointestinal Tract" von Peter Vilmann, Munksgaard, Kopenhagen 1998, erste Auflage, insbesondere auf Seiten 112 und 113 beschrieben worden. Bei der betreffenden bekannten endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung sind Nadeln mit einer Länge von 10 bis 40 mm und einem Durchmesser von 0,6 mm von einem als Gleithohlkörper dienenden inneren Kunststoffkatheter kraftschlüssig aufgenommen, das in einem größeren äußeren Katheter zum Schutz des Biopsikanals während der Einführung aufgenommen ist. Die betreffende Anordnung ist dabei als einem konventionellen Nadelkatheter ähnlich bezeichnet, der für eine Injektions-Sklerotherapie angewandt wird.
  • In dem betreffenden Zusammenhang ist ferner erwähnt, dass verschiedene Materialien für die äußeren Katheter getestet wur den, wie Teflon® und Metall-Außenkatheter. Im übrigen ist im Zusammenhang mit dieser bekannten endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung auch ein Stilett erwähnt, welches in den inneren Katheter eingeführt wird und welches dort endet, wo die Punktionshohlnadel an dem Kunststoffkatheter angebracht ist. Durch diese Maßnahme wird eine Stabilisierung des gesamten Nadelkatheters erreicht.
  • In der Praxis hat sich jedoch herausgestellt, dass die vorstehend betrachtete bekannte endoskopische Punktionsnadelvorrichtung nicht sicher genug gehandhabt werden kann. Wird nämlich die betreffende Punktionshohlnadel zusammen mit ihrem inneren Katheter aus dem äußeren Katheter herausgeschoben, so kann es durch Gewebe relativ leicht zum Abknicken der Punktionshohlnadel kommen, da dieser in diesem Falle die erforderliche Führung fehlt. Der Verfasser des oben genannten Buches hat daher weitere endoskopische Punktionsnadelvorrichtungen getestet, mit denen zuverlässiger zu arbeiten war und ist als mit der zuvor betrachteten bekannten Punktionsnadelvorrichtung (siehe die Seiten 114 und 115 des oben genannten Buches). Die betreffenden weiteren Punktionsnadelvorrichtungen enthielten im wesentlichen jeweils lediglich eine über die gesamte Länge der betreffenden Vorrichtung sich erstreckende Hohlnadel aus Stahl, die von einem Teflon®-Katheter aufgenommen war. Dieser Aufbau ist praktisch der heute in der Praxis üblicherweise zu findende Aufbau von endoskopischen Punktionsnadelvorrichtungen. Bei diesen weiteren Punktionsnadelvorrichtungen ist zwar die Gefahr eines Abknickens der aus dem Katheter am distalen Ende herausgeführten Punktionshohlnadel geringer als bei der eingangs betrachteten bekannten Punktionsnadelvorrichtung, allerdings ist die Gefahr des Durchstechens des Katheters am distalen Vorrichtungsende durch die aus diesem herauszuführende Punktionshohlnadel relativ hoch, wenn das betreffende distale Ende aufgrund von örtlichen Gegebenheiten gekrümmt ist. Um diese Gefahr des Durchstechens des Katheters durch die Punktionshohlnadel zu vermeiden, kann zwar der betreffende Katheter durch eine Metallspirale gebildet sein. Dadurch ist je doch dann der Reibungswiderstand zwischen der Punktionshohlnadel und dem betreffenden Metallspiralenkatheter erhöht, was sich bei Krümmungen des distalen Punktionsnadelvorrichtungsendes sehr nachteilig auswirkt.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, einen Weg zu zeigen, wie eine endoskopische Punktionsnadelvorrichtung der eingangs genannten Art so zu gestalten ist, dass ein problemloser Gebrauch der betreffenden Punktionsnadelvorrichtung ermöglicht ist, ohne dass die mit den zuvor betrachteten bekannten Punktionshohlnadeln verbundenen Nachteile auftreten.
  • Gelöst wird die vorstehend aufgezeigte Aufgabe bei einer endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch, dass der genannte flexible Gleithohlkörper in dem elastischen Katheter an dessen Innenwandung formschlüssig gleitend anliegt und lediglich innerhalb des betreffenden Katheters verschiebbar ist.
  • Durch diese erfindungsgemäßen Maßnamen ist eine sehr sicher und bequem handhabbare endoskopische Punktionsnadelvorrichtung geschaffen, die auch in dem Fall, dass sie einer erheblichen Krümmung ausgesetzt ist, und zwar insbesondere am distalen Vorrichtungsende, einwandfrei arbeitet. Reibungsprobleme, wie sie in Verbindung mit den konventionellen Punktionsnadelvorrichtungen oben erwähnt worden sind, treten bei der erfindungsgemäßen Punktionsnadelvorrichtung jedenfalls nicht auf. Auch ein Durchstechen des Katheters durch die Punktionshohlnadel kann bei der erfindungsgemäßen Punktionsnadelvorrichtung nicht auftreten. Insgesamt werden also durch die Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung die Nachteile vermieden, die den oben betrachteten bekannten Punktionsnadelvorrichtungen anhaften.
  • Gemäß zweckmäßiger Weiterbildung der vorliegenden Erfindung erstreckt sich der Gleithohlkörper entweder über die gesamte Länge der Punktionshohlnadel und den Katheter, und zwar in dem Fall, dass sich die betreffende Punktionshohlnadel selbst über die gesamte Länge des Katheters erstreckt und am distalen Ende des Gleithohlkörpers mit ihrem distalen Ende absteht, oder der Gleithohlkörper erstreckt sich über nahezu die gesamte Länge des Katheters und trägt an seinem distalen Ende eine kurze Punktionshohlnadel kraftschlüssig. Hinsichtlich der Punktionshohlnadeln liegen damit Verhältnisse vor, wie sie bei den oben betrachteten bekannten Punktionsnadelvorrichtungen vorhanden sind. Allerdings ist hier der in dem Katheter an dessen Innenwandung formschlüssig gleitend anliegende und bei seiner Bewegung den Katheter nicht verlassende Gleithohlkörper wesentliches Element der Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung.
  • Gemäß einer anderen zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung erstreckt sich der Gleithohlkörper lediglich über eine relativ kurze Strecke des Katheters und ist an seinem distalen Ende mit einer kurzen Punktionshohlnadel kraftschlüssig verbunden, und an seinem proximalen Ende ist der betreffende Gleithohlkörper mit einem Schiebeglied verbunden, welches bis zum proximalen Ende des Katheters verläuft und dort relativ zu dem betreffenden Katheter in dessen Längsrichtung verschiebbar ist. Hierdurch kommt man in vorteilhafter Weise mit einem relativ kurzen Gleithohlkörper aus.
  • Das zuvor erwähnte Schiebeglied ist vorzugsweise durch ein Schieberohr bzw. eine Schiebestange, das bzw. die insbesondere ein von einem Schlauch umgebenes oder aufgenommenes Metallgeflecht enthält, oder durch einen Kunststoffschlauch, insbesondere aus Polyvinylidenfluorid gebildet. Auf diese Weise lässt sich in vorteilhafter Weise ein relativ einfaches, aber dennoch stabiles Schiebeglied einsetzen.
  • Zweckmäßigerweise ist am distalen Ende des Katheters ein die Punktionshohlnadel aufnehmendes Führungsglied vorgesehen. Dieses Führungsglied kann beispielsweise in Form eines Metallrings vorliegen, der eine Mittelöffnung zur Durchführung der Punktionshohlnadel aufweist. Das betreffende Führungsglied kann dabei überdies nicht nur zur Führung der Punktionshohlnadel herangezogen werden, sondern es kann außerdem zur Begrenzung des Ausfahrhubes des Gleithohlkörpers am distalen Ende des Katheters mit ausgenutzt werden.
  • Vorzugsweise enthält der Katheter eine Materialspirale, insbesondere eine Metallspirale, die insbesondere in einem Kunststoffschlauch eingebettet ist. Dies ergibt den Vorteil eines besonders stabilen, aber dennoch flexiblen Katheters. Die betreffende Material- bzw. Metallspirale kann dabei vorzugsweise lediglich am distalen Katheterende vorgesehen sein. Auf diese Weise wird der Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung unter Beibehaltung ihrer Flexibilität eine am distalen Vorrichtungsende besonders erwünschte Stabilität verliehen.
  • Alternativ kann der Katheter aus einem Kunststoffschlauch bestehen, was den Vorteil besonderer Einfachheit ergibt.
  • Als Material für den Kunststoffschlauch wird vorzugsweise Polytetrafluorethylen (Teflon®) oder Polyvinylidenfluorid verwendet. Diese Materialien besitzen besonders günstige Gleiteigenschaften, was der Funktionsfähigkeit der Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung sehr zuträglich ist.
  • Vorzugsweise besteht der Gleithohlkörper ebenfalls aus einem Kunststoffschlauch und zweckmäßigerweise ebenfalls aus Polytetrafluorethylen oder Polyvinylidenfluorid. Dies ergibt den Vorteil einer besonders guten Gleiteigenschaft des Gleithohlkörpers in dem Katheter.
  • Zweckmäßigerweise ist die Punktionshohlnadel auf ihrer Oberfläche so bearbeitet oder ausgebildet, dass sie bei ihrem Einsatz in einem Individuum zumindest im Bereich ihres distalen Endes mittels eines Ultraschall-Beobachtungsgeräts sichtbar ist. Diese Maßnahme bringt den Vorteil mit sich, dass mit der Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung besonders ein fach und sicher gearbeitet werden kann. Es ist jedoch hier anzumerken, dass die Ausbildung einer Punktionshohlnadel auf ihrer Oberfläche in der gerade erwähnten Weise für sich bekannt ist (siehe z.B. WO98/18387, US-PS 5.820.554 , US-PS 5.201.314 , EP-A-0.624.342 ).
  • Anhand von Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend an Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • 1A und 1B zeigen in stark vergrößerten Schnittansichten eine erste Ausführungsform einer endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung.
  • 2A und 2B zeigen in stark vergrößerten Schnittansichten eine zweite Ausführungsform einer endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung.
  • 3A, 3B und 3C zeigen in stark vergrößerten Schnittansichten eine dritte Ausführungsform der endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung zusammen mit einer Modifikation der verwendeten Katheterspitze.
  • Bevor auf die in den Zeichnungsfiguren dargestellten Ausführungsbeispiele der endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung eingegangen wird, sei angemerkt, dass für gleiche oder entsprechende Elemente in sämtlichen Zeichnungsfiguren gleiche Bezugszeichen verwendet sind.
  • In 1A und 1B ist in einem stark vergrößerten Maßstab eine erste Ausführungsform einer endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung gezeigt. Diese Punktionsnadelvorrichtung enthält einen in einen hier nicht dargestellten Instrumentierkanal eines Endoskops einführbaren elastischen Katheter Ka, der beispielsweise durch einen runden Kunststoffschlauch gebildet sein kann, welcher beispielsweise aus Poly tetrafluorethylen oder aus Polyvinylidenfluorid besteht. Ferner weist die betreffende Punktionsnadelvorrichtung einen von dem Katheter Ka aufgenommenen flexiblen Gleithohlkörper Gl auf, der ebenfalls vorzugsweise aus einem runden Kunststoffschlauch besteht, welcher vorzugsweise ebenfalls aus Polytetrafluorethylen oder aus Polyvinylidenfluorid besteht. Dieser flexible Gleithohlkörper GL liegt gemäß der vorliegenden Erfindung an der Innenwand des Katheters Ka formschlüssig gleitend an.
  • Schließlich weist die dargestellte Punktionsnadelvorrichtung eine Punktionshohlnadel Pu auf, die von dem Gleithohlkörper Gl kraftschlüssig aufgenommen ist. Im vorliegenden Fall ist die betreffende Punktionshohlnadel Pu lediglich durch ein kurzes Nadelstück gebildet, das im distalen Ende des Gleithohlkörpers Gl kraftschlüssig angeordnet ist. Prinzipiell könnte sich die Punktionshohlnadel Pu jedoch durch den gesamten Gleithohlkörper Gl hindurch erstrecken. Die betreffende Punktionshohlnadel Pu kann eine Stahlnadel oder eine Hohlnadel aus Nitinol (einer Nickel-Titan-Legierung) sein. Die Verwendung einer Punktionshohlnadel aus Nitinol bringt dabei den erheblichen Vorteil mit sich, dass diese Punktionshohlnadel nach Austritt aus dem distalen Ende des Katheters stets formstabil gerade bleibt, also nicht etwa eine gekrümmte Form infolge einer Krümmung des distalen Katheterendes annimmt, wie dies bei einer aus Stahl bestehenden Punktionshohlnadel indessen der Fall sein könnte.
  • Die vorstehend erwähnte Punktionshohlnadel Pu kann, wie oben bereits erwähnt, auf ihrer Oberfläche übrigens so bearbeitet oder ausgebildet sein, dass sie bei ihrem Einsatz in einem Individuum zumindest im Bereich ihres distalen Endes mittels eines Ultraschall-Beobachtungsgeräts sichtbar ist. Diese Maßnahme bringt den Vorteil mit sich, dass mit der Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung besonders einfach und sicher gearbeitet werden kann.
  • Wie aus 1A und 1B hervorgeht, ist der Gleithohlkörper Gl mit einem Schiebeglied Sg in Form eines Schieberohres versehen, das gegebenenfalls auch durch eine Schiebestange ersetzt sein kann, durch das bzw. die der Gleithohlkörper Gl mit der von ihm kraftschlüssig aufgenommenen Punktionshohlnadel Pu in dem Katheter Ka verschiebbar ist. Das betreffende Schiebeglied Sg enthält insbesondere ein von einem Schlauch umgebenes oder aufgenommenes Metallgeflecht. Es sei hier noch erwähnt, dass das betreffende Schiebeglied Sg gegebenfalls auch einfach durch einen Kunststoffschlauch, insbesondere aus Polyvinylidenfluorid gebildet sein kann.
  • Die anhand der 1A und 1B erläuterte erste Ausführungsform der endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung ist an ihrem proximalen Ende mit einer in 1B angedeuteten Halterungs- und Betätigungseinrichtung HB1 verbindbar, die beispielsweise aus zwei Zylinderteilen Z1, Z2 besteht, von denen der Zylinderteil Z2 als Innenzylinderteil von dem als Außenzylinderteil dienenden Zylinderteil Z1 aufgenommen ist. Mit dem Innenzylinderteil Z2 ist das Schiebeglied Sg verbindbar, was in der Zeichnung nur schematisch angedeutet ist, und mit dem Außenzylinderteil Z1 ist der Katheter Ka mit seinem proximalen Ende verbindbar, was in 1B ebenfalls nur schematisch angedeutet ist. Mit dem Innenzylinderteil Z2 ist gemäß 1B noch ein Verbindungsteil Lu verbunden, welches beispielsweise durch eine Luer-Lock-Verbindung gebildet sein kann. Durch diese Halterungs- und Betätigungseinrichtung HB1 ist die Punktionshohlnadel Pu mit dem sie aufnehmenden Gleithohlkörper Gl in dem Katheter Ka so verschiebbar, dass der betreffende Gleithohlkörper Gl lediglich innerhalb des betreffenden Katheters Ka verschoben wird, also gemäß 1A mit seinem distalen Ende bis zum distalen Ende des Katheters Ka. Dabei ist auf jeden Fall sichergestellt, dass der betreffende Gleithohlkörper Gl nicht aus dem Katheter Ka heraustritt.
  • Die in 2A und 2B ebenfalls in stark vergrößertem Maßstab in Schnittansichten gezeigte zweite Ausführungsform der endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung unterscheidet sich von der in 1A und 1B dargestellten ersten Ausführungsform im wesentlichen dadurch, dass zum einen am distalen Ende des Katheters Ka ein Führungsglied Fg in Form beispielsweise eines Metallrings angeordnet ist, der ein Mittelloch Lo zur Führung der Punktionshohlnadel Pu aufweist. Außerdem kann das betreffende Führungsglied Fg zusätzlich zur Begrenzung des Ausfahrhubes des Gleithohlkörpers GL am distalen Ende des Katheters Ka mit ausgenutzt werden.
  • Es sei hier angemerkt, dass das betreffende Führungsglied Fg selbstverständlich auch bei allen anderen Ausführungsformen der endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung verwendet werden kann.
  • Ein weiterer Unterschied zwischen der in 2A und 2B gezeigten zweiten Ausführungsform und der in 1A und 1B gezeigten ersten Ausführungsform der endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung besteht darin, dass gemäß 2A und 2B der Gleithohlkörper Gl selbst als Schiebeglied dient, das heißt, dass hier also kein gesondertes Schiebeglied, wie das Schiebeglied Sg gemäß 1A und 1B vorgesehen ist.
  • Die in 2A und 2B gezeigte zweite Ausführungsform der endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung ist mit ihrem proximalen Ende an einer Halterungs- und Betätigungseinrichtung HB2 anbringbar, die sich von der in 1B dargestellten Halterungs- und Betätigungseinrichtung HB1 lediglich dadurch unterscheidet, dass der Innenzylinderteil Z2 und der Außenzylinderteil Z1 hier in ihrer Reihenfolge vom proximalen Punktionsnadelvorrichtungsende aus vertauscht sind.
  • Hinsichtlich der Arbeitsweise der in 2A und 2B gezeigten zweiten Ausführungsform der endoskopischen Punktionsnadelvor richtung gemäß der Erfindung ist darauf hinzuweisen, dass diese dieselbe ist, wie sie im Zusammenhang mit der in 1A und 1B gezeigten ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erläutert worden ist.
  • Die in 3A, 3B und 3C ebenfalls in stark vergrößertem Maßstab in Schnittansichten gezeigte dritte Ausführungsform der endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung unterscheidet sich hinsichtlich der in 3A und 3C dargestellten Verhältnisse von den in 1A und 1B gezeigten Verhältnissen lediglich dadurch, dass das Schiebeglied Sg sich nicht durch den Gleithohlkörper Gl hindurch erstreckt, sondern lediglich mit dessen proximalen Ende kraftschlüssig verbunden ist.
  • Hinsichtlich der in 3B dargestellten Verhältnisse ist anzumerken, dass diese eine Modifikation des distalen Endes der in 3A dargestellten Katheterspitze veranschaulichen. Gemäß 3B ist nämlich am distalen Ende des Katheters Ka eine Materialspirale Sp, insbesondere eine Metallspirale vorgesehen, die von dem den Katheter Ka bildenden Kunststoffschlauch in diesem Bereich umgeben ist. sein. Auf diese Weise wird der Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung unter Beibehaltung ihrer Flexibilität eine am distalen Vorrichtungsende besonders erwünschte Stabilität verliehen.
  • Prinzipiell könnte sich die Material- bzw. Metallspirale Sp auch über die gesamte Länge des Katheters Ka erstrecken. Die betreffende Spirale ist im vorliegenden Fall aus einem Material, wie zum Beispiel aus Stahl, mit rundem Querschnitt hergestellt; sie kann aber auch aus einem Material mit anderem Querschnitt, wie zum Beispiel mit viereckigem Querschnitt hergestellt sein.
  • An dieser Stelle sei noch angemerkt, dass die im Zusammenhang mit 3B erläuterte Modifikation prinzipiell auch bei den vorstehend betrachteten ersten und zweiten Ausführungsformen der endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung angewandt werden können.
  • Hinsichtlich der Arbeitsweise der in 3A, 3B und 3C gezeigten dritten Ausführungsform der endoskopischen Punktionsnadelvorrichtung gemäß der Erfindung ist darauf hinzuweisen, dass diese dieselbe ist, wie sie im Zusammenhang mit der in 1A und 1B gezeigten ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erläutert worden ist.
  • Fg
    Führungsglied
    Gl
    Gleithohlkörper
    HB1, HB2
    Halterungs- und Betätigungseinrichtung
    Ka
    Katheter
    Lo
    Mittelloch
    Lu
    Verbindungsteil
    Pu
    Punktionshohlnadel
    Sg
    Schiebeglied
    Sp
    Material- bzw. Metallspirale
    Z1
    Außenzylinderteil
    Z2
    Innenzylinderteil

Claims (13)

  1. Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung, die einen in einen Instrumentierkanal eines Endoskops einführbaren elastischen Katheter und einen von dem Katheter aufgenommenen flexiblen Gleithohlkörper sowie eine von diesem kraftschlüssig aufgenommene flexible Punktionshohlnadel aufweist, welche mit ihrem distalen Ende von dem distalen Ende des betreffenden flexiblen Gleithohlkörpers vorsteht und welche mit ihrem distalen Ende am distalen Ende des Katheters aus diesem herausschiebbar und in diesen wieder einziehbar ist, und die an ihrem proximalen Ende mit einer Halterungs- und Betätigungseinrichtung verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte flexible Gleithohlkörper (Gl) in dem elastischen Katheter (Ka) an dessen Innenwandung formschlüssig gleitend anliegt und lediglich innerhalb des betreffenden Katheters (Ka) verschiebbar ist.
  2. Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Gleithohlkörper (Gl) sich über die gesamte Länge der Punktionshohlnadel (Pu) und den Katheter (Ka) erstreckt.
  3. Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleithohlkörper (Gl) sich über nahezu die gesamte Länge des Katheters (Ka) erstreckt und an seinem distalen Ende eine kurze Punktionshohlnadel (Pu) kraftschlüssig trägt.
  4. Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleithohlkörper (Gl) sich lediglich über eine relativ kurze Strecke des Katheters (Ka) erstreckt, an seinem distalen Ende mit einer kurzen Punktionshohlnadel (Pu) kraftschlüssig verbunden ist und an seinem proximalen Ende mit einem Schiebeglied (Sg) verbunden ist, welches bis zum proximalen Ende des Katheters (Ka) verläuft und dort relativ zu dem betreffenden Katheter (Ka) in dessen Längsrichtung verschiebbar ist.
  5. Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Schiebeglied (Sg) durch ein Schieberohr oder eine Schiebestange, das bzw. die insbesondere ein von einem Schlauch umgebenes oder aufgenommenes Metallgeflecht enthält, oder durch einen Kunststoffschlauch, insbesondere aus Polyvinylidenfluorid gebildet ist.
  6. Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass am distalen Ende des Katheters (Ka) ein die Punktionshohlnadel (Pu) aufnehmendes Führungsglied (Fg) vorgesehen ist.
  7. Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Katheter (Ka) durch eine Materialspirale (Sp), insbesondere eine Metallspirale enthält.
  8. Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Materialspirale (Sp) in einem Kunststoffschlauch (Ka) eingebettet ist.
  9. Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Katheter (Ka) aus einem Kunststoffschlauch besteht.
  10. Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffschlauch aus Polytetrafluorethylen (Teflon®) oder Polyvinylidenfluorid besteht.
  11. Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, dass der Gleithohlkörper (Gl) aus einem Kunststoffschlauch besteht.
  12. Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoffschlauch aus Polytetrafluorethylen (Teflon®) oder Polyvinylidenfluorid besteht.
  13. Endoskopische Punktionsnadelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Punktionshohlnadel (Pu) auf ihrer Oberfläche so bearbeitet oder ausgebildet ist, dass sie bei ihrem Einsatz in einem Individuum zumindest im Bereich ihres distalen Endes mittels eines Ultraschall-Beobachtungsgeräts sichtbar ist.
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