-
Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Signalübertragungseinrichtung zur Übertragung
von Signalen zwischen zwei in geringem Abstand relativ zueinander
bewegten Elementen, insbesondere zur Übertragung von Messdaten zwischen
einem rotierenden Teil und einem stationären Teil eines Computertomographen,
bei der auf einem ersten der beiden Elemente eine Sendeeinrichtung
und auf einem zweiten der beiden Elemente eine Empfangseinrichtung
befestigt ist. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur
Signalübertragung.
-
In
vielen Bereichen der Technik sind heutzutage große Datenmengen zwischen in
geringem Abstand relativ zueinander bewegten Elementen, insbesondere
einzelnen Geräteteilen
einer Messeinrichtung, zu übertragen.
Die Daten werden dabei häufig mit
einem verstellbaren Geräteteil
erfasst und müssen
zur Weiterverarbeitung noch während
der Datenerfassung an eine Auswerteeinrichtung an einem stationären Geräteteil übertragen
werden. Ein Beispiel für
eine derartige Anwendung stellt die medizinische Bildgebung und
hierbei insbesondere die Computertomographie dar, bei der von einem
rotierenden Teil, der sog. Gantry, während der Rotation eine große Menge
an Messdaten in Echtzeit an den stationären Teil übertragen werden muss. Die
verfügbare Übertragungsrate
stellt ein wichtiges Kriterium für
die in Echtzeit übertragbare
Datenmenge dar.
-
Bisher
sind unterschiedliche Techniken zur Signalübertragung zwischen zwei in
geringem Abstand relativ zueinander bewegten Elementen bekannt,
die sich im Bereich der Computertomographie einsetzen lassen. Die
bekannten Techniken lassen sich in die Übertragungstechniken mittels
kapazitiver Kopplung und mittels optischer Kopplung einteilen. Bei
der Übertragung durch
kapazitive Kopplung werden die Signale von einem am rotierenden
Teil befestigten Sender auf eine am stationären Teil angeordnete Antenne übertragen.
So beschreibt die
DE
100 07 601 A1 eine Einrichtung zur Datenübertragung, bei
welchem als Sender ein Hohlleiter eingesetzt wird. Für die Datenübertragung
werden die Daten auf ein Trägersignal
aufmoduliert und in den Hohlleiter eingekoppelt. Eine in geometrisch
bestimmter Weise relativ zu dem Hohlleiter angeordnete Antenne empfängt das
Trägersignal
berührungslos,
so dass nach einer Demodulation des Trägersignals die Daten am stationären Teil
zur Verfügung
stehen. In der dargestellten Anwendung ist der Hohlleiter entlang
des Umfanges des C-Bogens eines C-Bogen-Röntgengerätes und
die Antenne an der Lagerung dieses C-Bogens befestigt.
-
Die
US 5,140,696 A beschreibt
eine Einrichtung zur Signalübertragung
zwischen relativ zueinander bewegten Elementen, insbesondere in
einem Computertomographen, bei der als Sender eine kreisförmige Stripleitung
am Umfang der Gantry angeordnet und als Empfänger ein kurzer Abschnitt einer
Stripleitung am stationären
Teil in unmittelbarer Nähe
der Sendeleitung vorgesehen ist. Die Datenübertragung erfolgt in gleicher
Weise wie bei der vorangehend genannten Druckschrift.
-
Bei
einer Signalübertragung
durch optische Kopplung wird die Übertragung der Daten über eine optische
Schnittstelle durchgeführt.
So beschreibt die
US
4,259,584 A eine Einrichtung zur Signalübertragung, insbesondere für einen
Computertomographen, bei dem am stationären Teil ein um das Rotationszentrum
verlaufender Ring aus einem Lichtwellenleiter befestigt ist, an
dessen Auskoppelstelle ein Demodulator angeordnet ist. Am rotierenden
Teil ist gegenüber
dem Lichtwellenleiter eine Lichtquelle befestigt, deren Intensität mit den
zu übertragenden
Daten moduliert wird. Die modulierten Lichtsignale werden während der
Relativbewegung aufgrund dieser geometrischen Anordnung ständig in
den Lichtwellenleiterring eingekoppelt und vom Demodulator empfangen,
der die Daten durch Demodulation extrahiert.
-
Die
US 5,535,033 A zeigt
eine Signalübertragungseinrichtung,
bei der am rotierenden Teil eines Computertomographen ein Ring aus
einem optisch leitfähigen
Material als Teil einer Sendeeinrichtung befestigt ist, der das
eingekoppelte Licht auch senkrecht zu seiner Längsachse abstrahlt. Die zu übermittelnden
Daten werden in diesen Ring durch Modulation einer Lichtquelle eingekoppelt
und am stationären
Teil über
einen optoelektrischen Detektor empfangen. Durch die ringförmige Ausbildung
der Sendeeinrichtung ist auch hier während nahezu jeder Rotationsphase
ein Empfang der Daten durch den Empfänger möglich.
-
Die
US 6,396,613 B1 zeigt
eine vergleichbare Einrichtung zur Signalübertragung, bei der der Ring
aus optisch leitfähigem
Material zusätzlich
mit Streukörpern
versehen ist, um die laterale Abstrahlung zu verbessern.
-
Diese
bekannten Techniken sind jedoch zum Teil in der Übertragungsrate stark beschränkt, so dass
sie für
die Übertragung
der in der Computertomographie ständig zunehmenden Datenmengen
in naher Zukunft nicht mehr einsetzbar sind, oder erfordern aufgrund
der Übertragungstechnik
sehr empfindliche Detektoren, die die Störanfälligkeit der Übertragung
erhöhen.
-
Ausgehend
von diesem Stand der Technik besteht die Aufgabe der vorliegenden
Erfindung darin, eine Einrichtung sowie ein Verfahren zur Signalübertragung
zwischen zwei in geringem Abstand relativ zueinander bewegten Elementen,
insbesondere zur Übertragung
von Messdaten zwischen einem rotierenden Teil und einem stationären Teil
eines Computertomographen, anzugeben, die eine zuverlässige Datenübertragung
in Echtzeit mit einer hohen Übertragungsrate
ermöglichen.
-
Die
Aufgabe wird mit der Signalübertragungseinrichtung
sowie dem Verfahren gemäß den Patentansprüchen 1 bzw.
20 gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Einrichtung sowie des Verfahrens sind
Gegenstand der Unteransprüche
oder lassen sich aus der nachfolgenden Beschreibung sowie den Ausführungsbeispielen
entnehmen.
-
Die
vorliegende Signalübertragungseinrichtung
weist in bekannter Weise eine auf einem ersten der beiden relativ
zueinander bewegten Elemente befestigte Sendeeinrichtung und auf
einem zweiten der beiden Elemente befestigte Empfangseinrichtung auf.
Bei der vorliegenden Signalübertragungseinrichtung
umfasst die Empfangseinrichtung zumindest einen ersten Lichtwellenleiter
aus einem elektrooptische oder magnetooptische Eigenschaften aufweisenden
Material. Das elektrooptische Eigenschaften aufweisende Material,
das bei Anlegen eines elektrischen Feldes aufgrund des Pockels-Effektes
den Brechungsindex ändert,
wird im Folgenden als elektrooptisches Material bezeichnet. Beispiele
für derartige
Materialien sind ADP (NH4H2PO4) , KDP (KH2PO4) , LiNbO3, LiTaO3, CdTe oder mit Chromophoren verunreinigte
Polymerfasern. Die Sendeeinrichtung umfasst eine Anordnung zum Anlegen
eines elektrischen oder magnetischen Feldes lokal an den Lichtwellenleiter.
Der erste Lichtwellenleiter und die Anordnung sind dabei so auf
dem ersten und zweiten Element angeordnet, dass sich die Anordnung
zumindest während
eines Bewegungsabschnittes der Relativbewegung der beiden Elemente
entlang eines Längsabschnittes
des ersten Lichtwellenleiters bewegt, um durch ein mit den zu übertragenden
Signalen moduliertes elektrisches oder magnetisches Feld lokal optische
Eigenschaften des Lichtwellenleiters zu modulieren.
-
Die
vorliegende Signalübertragungseinrichtung
nutzt in einer Ausgestaltung das Prinzip der elektrooptischen Modulation
eines Interferometers, an dessen Ausgang die übertragenen Signale als intensitätsmodulierte
optische Strahlung empfangen und, ggf. nach entsprechender optoelektrischer Wandlung,
de moduliert werden können.
Bei dieser Ausgestaltung ist einer der beiden Interferometerarme
durch den ersten Lichtwellenleiter und der andere durch einen zweiten
Lichtwellenleiter gebildet. Die Anordnung zum Anlegen eines elektrischen
Feldes ist in diesem Fall als Elektrodenanordnung augebildet. Das
Interferometer, das vorzugsweise mit dem Licht eines Lasers betrieben
wird, ist bei einer derartigen Anwendung vorzugsweise so eingestellt,
dass ohne eine durch die Elektrodenanordnung angelegte Spannung
am Ausgang des Interferometers destruktive Interferenz vorliegt,
das Interferometer somit phasenkompensiert ist. Durch die Modulation
der elektrischen Spannung an der Elektrodenanordnung mit den zu übertragenden
Signalen bzw. Daten können
diese somit direkt über
die lokale Brechungsindexmodulation des Lichtwellenleiters in eine
optische Modulation am Ausgang des Interferometers umgesetzt werden.
Die lokale Modulation des Brechungsindex des Lichtwellenleiters ändert die
optische Weglänge
in diesem Interferometerarm, so dass eine entsprechende Modulation
der Interferenz am Ausgang des Interferometers resultiert. Bei der Übertragung digitaler
elektrischer Signale können
diese direkt in digitale optische Signale umgesetzt werden.
-
Das
zugrunde liegende Prinzip der Signalübertragung mittels elektrooptischer
Modulation ist bspw. aus der
US 6,175,672 D1 bekannt. In der Druckschrift
wird dieses Übertragungsprinzip
zur verlustlosen Übertragung
von Hochfrequenzsignalen eingesetzt, die durch eine elektrooptische
Modulation als optische Signale übertragen
und am Ende der Übertragungsstrecke
wieder in Hochfrequenzsignale umgesetzt werden. In einem Beispiel
wird als Modulator auch ein Mach-Zehnder Interferometer beschrieben.
Einen Hinweis auf die Ausgestaltung einer Signalübertragungseinrichtung zur Übertragung
von Signalen bzw. Daten zwischen relativ zueinander bewegten Elementen
liefert diese Druckschrift jedoch nicht.
-
In
einer anderen Ausgestaltung der vorliegenden Signalübertragungseinrichtung
wird der Faraday-Effekt zur Modulation ausgenutzt. Bei Anlegen eines
magnetischen Feldes an den magnetooptische Eigenschaften aufweisenden
Lichtwellenleiter dreht sich die Polarisation eines linear polarisierten,
durch den Lichtwellenleiter transmittierten Lichtstrahls in Abhängigkeit
von der Größe des angelegten
Feldes. In diesem Falle wird als Anordnung zum Anlegen eines mit
den zu übertragenden
Signalen modulierten magnetischen Feldes vorzugsweise ein Elektromagnet
eingesetzt und der Lichtwellenleiter zwischen zwei gekreuzten oder
parallelen Polarisationsfiltern angeordnet. Durch Modulation des
magnetischen Feldes zwischen 0 und einem vorgebbaren Maximalwert
lässt sich
eine Modulation des aus dem Polarisationsfilter am Ausgang des Lichtwellenleiters
austretenden Lichtes messen, aus der die Signale wiedergewonnen
werden können.
-
Bei
Einsatz eines Lichtwellenleiters aus einem elektrooptischen Kristall
mit geeigneter Kristallorientierung lässt sich in Verbindung mit
einer Elektrodenanordnung und den obigen Polarisationsfiltern eine
Modulation des Lichtes durch Polarisationsdrehung auch über den
Pockels-Effekt erreichen. Die Modulationsgeschwindigkeit sollte
hierbei höher
sein als bei Nutzung des Faraday-Effektes.
-
Grundsätzlich lässt sich
die vorliegende Signalübertragungseinrichtung
für unterschiedliche
Bewegungsformen der relativ zueinander bewegten Elemente einsetzen.
So kann bei einer geradlinigen Bewegung der erste Lichtwellenleiter
geradlinig am stationären
oder bewegten Teil verlaufen, so dass er über einen möglichst großen Abschnitt der Bewegung
in Kontakt oder in unmittelbarer Nähe der Anordnung zum Anlegen
des elektrischen oder magnetischen Feldes stehen kann. Bei einer
Rotationsbewegung des bewegten Elementes verläuft der Lichtwellenleiter hingegen
zumindest abschnittsweise auf einer Kreisbahn um das Rotationszentrum.
Selbstverständlich
können
sich bei der Relativbewegung auch beide Elemente bewegen. Eine Signalübertragung
ist nur in dem Abschnitt der Relativbewegung möglich, in dem die Anordnung
zum Anlegen des elektrischen oder magnetischen Feldes an einem der Lichtwellenleiter
anliegt oder sich zumindest in unmittelbarer Nähe befindet, so dass eine lokale
Brechungsindexmodulation oder Drehung der Polarisation möglich ist.
In den restlichen Abschnitten der Bewegung ist die Datenübertragung
unterbrochen. Eine unterbrechungsfreie Datenübertragung kann beispielsweise
dadurch realisiert werden, dass sich der Lichtwellenleiter über den
gesamten Streckenabschnitt der Relativbewegung erstreckt oder dass mehrere
Lichtwellenleiter oder aus diesen gebildete Interferometer in geeigneter
Anordnung, d. h. in Bewegungsrichtung hintereinander oder zumindest
versetzt zueinander, angeordnet werden, um zu jedem Zeitpunkt der
Bewegung eine entsprechende Modulation eines der Lichtwellenleiter
zu erreichen. Bei Einsatz mehrerer Interferometer müssen entsprechende
Schalteinheiten vorgesehen sein, die den Empfang auf die jeweils
aktuellen Interferometer umschalten. Die Interferometer sind dabei
gleichzeitig in Betrieb. Nur die Datenübertragung erfolgt alternierend.
Das Umschalten von einem Interferometer zum anderen wird an den
Stellen vorgenommen, an denen sich die jeweiligen Splitter/Combiner
befinden, um die kontinuierliche Datenübertragung zu erreichen.
-
Für den Einsatz
bei rotierenden Elementen, wie beispielsweise in einem Computertomographen, wird
das Zweistrahlinterferometer vorzugsweise als Mach-Zehnder-Interferometer
aufgebaut. In diesem Falle bilden die beiden Interferometerarme
jeweils zumindest annähernd
Halbkreise in einer Ebene senkrecht zur Rotationsachse der Rotationsbewegung,
die zusammen zumindest annähernd
einen Vollkreis um das Rotationszentrum ergeben. Die Elektrodenanordnung
befindet sich dann während der
Rotationsbewegung jeweils entweder über dem einen oder über dem
anderen Lichtwellenleiter, so dass bis auf die Übergänge zwischen den beiden Halbkreisen,
an denen vorzugsweise auch die Ein- und Auskoppelstellen mit den
entsprechenden Strahlteilern oder Splittern liegen, eine nahezu
ununterbrochene Datenübertragung
ermöglicht
wird. Selbstverständlich
ist die vorliegende Einrichtung auch bei rotatorischen Bewegungen nicht
auf den Aufbau eines Mach-Zehnder-Interferometers beschränkt.
-
Zur
weiteren Verminderung der Unterbrechung der Datenübertragung
sind die beiden Lichtwellenleiter an den Enden der Halbkreise vorzugsweise über Kreuz
geführt.
Weiterhin ist es möglich, zwei
derartige Interferometeraufbauten um 90° versetzt am stationären Teil
anzuordnen. Jedes dieser beiden Interferometer korrespondiert dabei
mit einer eigenen Elektrodenanordnung am rotierenden Teil. Mit entsprechenden
Schalteinheiten lässt
sich dann durch zyklisches Umschalten zwischen den beiden aus Interferometer
und Elektrodenanordnung gebildeten Übertragungssystemen eine unterbrechungsfreie
Datenübertragung
während
der Rotation erreichen.
-
Die
Elektrodenanordnung ist vorzugsweise als Mikrostrip-Leitung ausgebildet,
an deren einem Ende zwei elastische Kontaktfedern ausgebildet sind,
die beidseitig am jeweiligen Lichtwellenleiter anliegen. Die Mikrostrip-Leitung
ist am anderen Ende mit einer charakteristischen Impedanz abgeschlossen.
-
In
einer anderen Ausgestaltung verläuft
die Mikrostrip-Leitung über einen
ausreichend großen Abschnitt
in gleichem Abstand zum Lichtwellenleiter, so dass eine Wanderfeld-Modulation des Lichtwellenleiters
erreicht werden kann. In diesem Fall wird die Impedanz der Mikrostrip-Leitung
so gewählt, dass
die elektromagnetische Feldgeschwindigkeit in der Mikrostrip-Leitung
gleich der Lichtgeschwindigkeit im Lichtwellenleiter ist. Dadurch
ist die Modulationsleistung geringer und der Modulationsprozess
effizienter.
-
Die
vorliegende Signalübertragungseinrichtung
sowie das zugehörige
Verfahren ermöglichen eine
zumindest nahezu kontinuierliche Messdatenübertragung, insbesondere bei
Computertomographen, mit einer Geschwindigkeit, die den bekannten Lösungen weit überlegen
ist. Die Datenübertragung ist
dabei un abhängig
von der Drehgeschwindigkeit des Computertomographen. Durch die abgestimmte Mikrostrip-Technologie
entstehen keine EMV-Probleme im GHz-Bereich. Der Übertragungsweg
ist auch für
atmosphärische
Verschmutzung unempfindlich.
-
Die
vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen
in Verbindung mit den Zeichnungen nochmals kurz erläutert. Hierbei
zeigen:
-
1 das vorliegend in einer
Ausgestaltung eingesetzte Prinzip der Signalübertragung durch elektrooptische
Modulation am Beispiel eines Mach-Zehnder-Interferometers;
-
2 ein Beispiel für den Aufbau
eines Computertomographen mit den relativ zueinander bewegten Elementen;
-
3 schematisch ein Beispiel
für eine
Ausgestaltung der vorliegenden Signalübertragungseinrichtung;
-
4 schematisch ein weiteres
Beispiel für eine
Ausgestaltung der vorliegenden Signalübertragungseinrichtung;
-
5 eine Veranschaulichung
der über Kreuz
geführten
Lichtwellenleiter der 3 und 4;
-
6 ein Beispiel für die Ausgestaltung
der Elektrodenanordnung sowie den Kontakt mit dem Lichtwellenleiter
in Querschnittsansicht und Seitenansicht;
-
7 schematisch ein weiteres
Beispiel für eine
Ausgestaltung der vorliegenden Signalübertragungseinrichtung;
-
8 schematisch ein weiteres
Beispiel für eine
Ausgestaltung der vorliegenden Signalübertragungseinrichtung; und
-
9 ein Beispiel für die Ausgestaltung
der Anordnung zur Erzeugung eines magnetischen Feldes in Querschnittsansicht
und Seitenansicht.
-
1 zeigt schematisiert das
Prinzip der bei der vorliegenden Einrichtung in einer bevorzugten Ausgestaltung
eingesetzten Signalübertragungstechnik
am Beispiel eines Mach-Zehnder-Interferometers
als Empfangseinrichtung. Das Prinzip eines Mach-Zehnder-Interferometers
als elektrooptischer Modulator ist aus der optischen Kommunikationstechnik
bekannt. Die beiden Interferenzarme des Interferometers werden durch
zwei Lichtwellenleiter 8, 9 aus einem elektrooptischen
Material gebildet. Bei einem derartigen Interferometer, wie es auch
bei der vorliegenden Einrichtung zur Signalübertragung zum Einsatz kommen
kann, wird ein von einem Laser 10 emittierter Laserstrahl
durch einen Splitter 11 auf die beiden durch die Lichtwellenleiter 8, 9 gebildeten
Interferometerarme aufgeteilt, die eine identische Länge aufweisen.
Die beiden Lichtwellenleiter 8, 9 werden am Kombinierer 12 wieder
zusammengeführt,
so dass die über
den Splitter 11 aufgeteilten Teilstrahlen des Lasers am
bzw. nach dem Kombinierer 12 interferieren. Für den Einsatz
dieses Interferometers als Modulator wird an einen der beiden Lichtwellenleiter 9 aus
elektrooptischem Material lokal eine elektrische Modulationsspannung
Um angelegt, um den Brechungsindex des Lichtwellenleiters 9 an
dieser Stelle zu ändern.
Dies ist in der 1 schematisch mit
der Elektrodenanordnung 4 angedeutet, die über einen
Generator 14 mit der Modulationsspannung Um beaufschlagt
wird. Das Interferometer ist so eingestellt, dass eine Phasenkompensation
vorliegt, wenn keine elektrische Spannung (Um =
0) über
die Elektrodenanordnung 4 am Lichtwellenleiter 9 anliegt.
Die Teilstrahlen des Lasers erreichen dann den Kombinierer 12 um
180° phasenversetzt,
so dass am Ausgang des Kombinierers 12 durch destruktive
Interferenz eine Löschung
des Signals auftritt. Der Empfänger 13,
der am Ausgang des Kombinierers 12 angeordnet ist, misst
somit in diesem Zustand kein Signal. Wird dagegen durch den Generator 14 eine
Modulationsspannung Um über
die Elektrodenanordnung 4 an den Lichtwellenleiter 9 angelegt,
so misst der Empfänger 13 eine
entsprechend der Modulationsspannung Um modulierte
Ausgangsintensität
am Kombinierer 12, die durch die Interferenz der dann nicht
mehr phasenkompensierten Teilstrahlen erreicht wird. Durch Wechsel
der Spannung der Elektrodenanordnung 4 zwischen den beiden
Zuständen Um = 0 und Um = konstant
lassen sich somit in einfacher Weise digitale Signale übertragen.
Die über
den Generator 14 auf die Elektrodenanordnung 4 aufmodulierten
elektrischen Signale lassen sich am Ausgang des Interferometers,
d. h. am Kombinierer 12, somit als optische Modulation
messen und, falls erforderlich, zum Erhalt der Ursprungssignale
demodulieren.
-
Beim
Einsatz dieser Signalübertragungstechnik
in der vorliegenden Signalübertragungseinrichtung
zur Übermittlung
von Signalen zwischen zwei relativ zueinander bewegten Teilen wird
die Elektrodenanordnung 4 als Teil der Sendeeinrichtung 3 und
das Interferometer 8–13 als
Empfangseinrichtung 7 eingesetzt. Als Lichtwellenleiter 8, 9 werden dabei
vorzugsweise Einmoden-Fasern eingesetzt, deren Faserkern aus dem
elektrooptischen Material besteht, wobei die Splitter bzw. Kombinierer 11, 12 in diesem
Fall Faserkoppler sind. Die Fasern sind kostengünstig herstellbar und insbesondere
aufgrund ihrer Flexibilität
gerade für
Anwendungen geeignet, bei denen die Signalübertragung zwischen einem stationären Teil
und einem innerhalb oder um das stationäre Teil rotierenden Teil erfolgen
soll, wie dies bspw. beim bevorzugten Einsatz der vorliegenden Signalübertragungseinrichtung
in einem Computertomographen der Fall ist.
-
Ein
Computertomograph umfasst u. a. eine Röntgenröhre 18, zeilenförmig angeordnete
Röntgendetektoren 19 und
einen Pati entenlagerungstisch, der in der 2 nicht dargestellt ist. Die Röntgenröhre und
die Röntgendetektoren
sind an einer Gantry 20 angeordnet, welche um den Patientenlagerungstisch
bzw. eine parallel zu diesem verlaufende Untersuchungsachse rotieren.
Der Patientenlagerungstisch ist in der Regel relativ zu der Gantry 20 entlang
der Untersuchungsachse verschiebbar. Die Röntgenröhre erzeugt ein in einer Schichtebene senkrecht
zur Untersuchungsachse fächerförmig aufgeweitetes
Strahlenbündel,
das bei Untersuchungen in der Schichtebene eine Schicht eines Objektes, bspw.
eine Körperschicht
eines Patienten 21, welcher auf dem Patientenlagerungstisch
gelagert ist, durchdringt und auf die der Röntgenröhre 18 gegenüberliegenden
Röntgendetektoren 19 auftrifft.
Der Winkel, unter dem das Röntgenstrahlbündel die
Körperschicht
des Patienten 21 durchdringt und ggf. die Position des
Patientenlagerungstisches relativ zu der Gantry 20 verändern sich
während
der Bildaufnahme mit dem Computertomographen kontinuierlich. Während der
Bildaufnahme fällt
daher eine große
Menge an von den Röntgendetektoren
erfassten Messdaten an, die zur Rekonstruktion eines zweidimensionalen Schnittbildes
oder eines dreidimensionalen Bildes des Körpers des Patienten 21 ausgewertet
werden müssen.
Diese Auswertung erfolgt in der Regel in einem stationären Rechnersystem 24,
das mit dem Computertomographen verbunden ist. 2 zeigt hierbei eine stark schematisierte
Ansicht eines Computertomographen, in dem wesentliche Systemkomponenten
dargestellt sind. In der Figur ist die Gantry 20 mit der
Röntgenröhre 18 und
der gegenüberliegenden
Detektorbank mit den Röntgendetektoren 19 zu
erkennen. Die Gantry 20 rotiert während der Bildaufnahme kontinuierlich
um einen Patienten 21. Das von der Röntgenröhre 18 emittierte
fächerförmige Röntgenstrahlbündel 22 ist
in dieser Figur angedeutet. Die Gantry 20 als erstem Element 1 rotiert
hierbei innerhalb des stationären
Teils 23 des Computertomographen als zweiten Element 2,
der u.a. die Steuerungselektronik des Computertomographen umfassen
kann. Die von den Röntgendetektoren 19 erfassten
Messdaten müssen
ständig
vom rotierenden Teil, der Gantry 20, auf den stationären Teil 23 übertragen werden,
von dem Sie an einen Bildrechner 24 zur Bildrekonstruktion
aus den Messdaten weiter geleitet werden. Für diese Datenübertragung
der Messdaten vom rotierenden auf den stationären Teil sind im vorliegenden
Beispiel am Innenumfang des stationären Teils 23 gegenüber der
Gantry 20 die beiden Lichtwellenleiter-Fasern 8, 9 eines
Zweistrahl-Interferometers
angeordnet, die aus einem elektrooptischen Material bestehen. Der
Verlauf dieser Lichtwellenleiter-Fasern 8, 9 ist
in der Figur nur schematisch angedeutet. Im linken Teil ist die
Einheit mit dem Laser 10 und dem ersten Splitter 11,
im rechten Teil die Einheit mit dem Kombinierer 12 sowie
dem Empfänger 13 zu erkennen.
Vom Empfänger 13 werden
die Messdaten, ggf. über
einen Demodulator 16, an den Bildrechner 24 weiter
geleitet.
-
Auf
Seite des rotierenden Teils 20 ist eine Elektrodenanordnung 4 befestigt,
die während
der Rotation die Lichtwellenleiter 8, 9 berührt oder
sich nahe an diesen bewegt. Die von den Detektoren 19 erfassten
Messdaten werden über
einen Modulator 15 auf eine durch den Generator 14 erzeugte
elektrische Spannung aufmoduliert, die über die Elektrodenanordnung 4 an
den elektrooptischen Fasern 8, 9 anliegt und dort
eine entsprechende Brechungsindexmodulation erzeugt. Hierdurch wird
die kontinuierliche Modulation der Lichtwellenleiter-Fasern während der
Drehung des Systems möglich.
-
Der
grundsätzliche
Aufbau der Sende- und der Empfangseinrichtung bei einer derartigen
Anwendung wird in den nachfolgenden Figuren nochmals näher erläutert. In 3 ist der prinzipielle Verlauf
der elektrooptischen Fasern 8, 9 eines am stationären Teil
des Computertomographen befestigten Mach-Zehnder-Interferometers zu erkennen.
Dieses als Empfangseinrichtung dienende Interferometer weist auch
hier eine Laserquelle 10 auf, deren Licht durch einen Splitter 11 in
zwei Teilstrahlen aufgespalten wird, die in die beiden elektrooptischen
Fasern 8, 9 eingekoppelt werden. Die beiden Fasern 8, 9 verlaufen
auf zwei Halbkreisen um das Rotationszentrum der Gantry und werden über den
Kombinierer 12 wieder zusammengeführt. Der Empfänger 13 misst die
aus dem Kombinierer 12 austretende Lichtintensität. Die Sendeeinrichtung 3 setzt
sich aus dem rotierenden Generator 14 mit der daran angedeuteten Elektrodenanordnung 4 zusammen,
die in Pfeilrichtung innerhalb des stationären Teils des Computertomographen
rotieren.
-
Die
Phasenkompensation des Interferometers wird auf einem seiner Zweige
mit einer Einrichtung zur Phasenkompensation 17 realisiert,
mit der eine einstellbare konstante Spannung Up an
eine der Fasern 9 angelegt werden kann. Diese Phasenkompensation
ist notwendig, um die geometrischen und thermischen Abweichungen
der beiden Zweige des Interferometers auszugleichen. Der Kompensationsvorgang
wird vor jeder Messung so durchgeführt, dass bei einer Spannung
Um = 0 über
die Spannung Up eine Extension des Signals
am Empfänger
eingestellt wird. Mit dieser Einstellung wird dann die Signalübertraqungseinrichtung
am Computertomographen betrieben. Um Temperaturschwankungen der Fasern
auf ein Minimum zu reduzieren, sollte die Gantry im Bereich der
elektrooptischen Fasern 8, 9 auf konstanter Temperatur
gehalten werden.
-
Die Übertragung
der Modulationsspannung Um auf die jeweiligen
Fasern 8, 9 wird beim vorliegenden Beispiel über einen
Mikrostrip-Läufer 5 vorgenommen,
der mit elastischen, elektrisch leitfähigen Kontaktfedern 6 verbunden
ist, wie dies in 6 im Detail
dargestellt ist. Der Mikrostrip-Läufer 5 bildet zusammen
mit den elastischen Kontaktfedern 6 die Elektrodenanordnung 4.
Durch den Einsatz eines Mikrostrip-Läufers können Frequenzen von etwa 40 GHz
mit nur minimalen Reflexionsverlusten geleitet und übertragen
werden.
-
In 4 ist eine weitere Ausgestaltung
der vorliegenden Signalübertragungseinrichtung
dargestellt, bei der ebenfalls ein Mach-Zehnder-Interferometer als
Empfangseinrichtung eingesetzt wird. Im Gegensatz zu der Ausgestaltung
der 3 ist bei dieser
Ausgestaltung jedoch nur der erste Lichtwel lenleiter 8 im
Wesentlichen ringförmig
um die Rotationsachse angeordnet. Der zweite Lichtwellenleiter 9, der
im Vergleich zum ersten Lichtwellenleiter 8 sehr kurz ausgebildet
sein kann und nicht aus elektrooptischem Material bestehen muss,
wird auf direktem Weg in den Kombinierer 12 geführt. Die
Funktionsweise dieser Ausgestaltung ist identisch der Funktionsweise
der vorangehend erläuterten
Ausgestaltung. Zusätzlich
ist hier noch ein einstellbarer Abschwächer 27 im Strahlengang
des zweiten Lichtwellenleiters 9 angeordnet, mit dem die
unterschiedliche Lichtschwächung
in den beiden unterschiedlich langen Lichtwellenleitern ausgeglichen
wird. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass je Umdrehung der Gantry
nur einmal eine kurze Unterbrechung der Signalübertragung stattfindet.
-
6 zeigt den in 3 gestrichelt angedeuteten
Bereich A der Elektrodenanordnung 4 in Querschnitts- und
Seitenansicht im Detail. Die Mikrostrip-Leitung 5 ist mit
der charakteristischen Impedanz Z abgeschlossen, und hat symmetrisch
zur elektrooptischen Faser 8 die beiden elastischen Kontaktfedern 6, über welche
die Modulationsspannung an die Faser 8 gekoppelt wird.
Im linken Teil der Figur ist die Querschnittsansicht durch die am
stationären Teil 23 befestigte
Faser 8 und einen Teil der Gantry 20 mit der darauf
angeordneten Mikrostrip-Leitung 5 und den Kontaktfedern 6 zu
erkennen. Der rechte Teil der Figur zeigt einen Abschnitt dieser
Anordnung in Seitenansicht. Der Spalt zwischen dem stationären Teil 23 des
Computertomographen und der rotierenden Gantry 20 ist so
gering, dass relativ kurze Kontaktfedern 6 eingesetzt werden
können,
die während der
gesamten Drehung der Gantry 20 an der Faser 8 bzw. 9 anliegen.
-
Neben
dieser Ausgestaltung, bei der die Fasern 8, 9 über die
Kontaktfedern 6 direkt kontaktiert werden, kann die Elektrodenanordnung 4 auch
in einem geringen Abstand zur Faser 8, 9 geführt werden. Hierbei
sollte die Länge
der Mikrostrip-Leitung 5 parallel
zur Faser 8 bzw. 9 so gewählt werden, dass eine Wanderfeld-Modulation
der Faser ermöglicht
wird. Diese Wanderfeld-Modulation lässt sich mit geringerer Spannung
durchführen
als die Modulation bei dem Ausführungsbeispiel
der 6. Im Falle der Wanderfeld-Modulation
wird die Impedanz der Mikrostrip-Leitung 5 so eingestellt,
dass die elektromagnetische Feldgeschwindigkeit gleich der Lichtgeschwindigkeit
in der elektrooptischen Faser 8, 9 ist. Somit
ist die Modulationsleistung geringer und damit der Modulationsprozess
sehr effizient. Ein direkter Kontakt mit der Faser ist bei dieser
Ausgestaltung nicht erforderlich.
-
In
dem Beispiel der 3 und 4 ist zu erkennen, dass die
beiden elektrooptischen Fasern 8, 9 (3) bzw. die elektrooptische
Faser 8 (4)
am Splitter 11 bzw. Kombinierer 12 über Kreuz
bzw. überlappend
geführt
sind. Durch diese Maßnahme wird
erreicht, dass die Zeitspanne einer Unterbrechung der Datenübertragung
in diesen Bereichen verkürzt
wird. Die bei der Überlappung
der Fasern entstehende kleine Lücke
im kreisförmigen
Verlauf der Fasern wird vorzugsweise mechanisch mit einem geeigneten
Material aufgefüllt,
um die Bahn der Kontaktfedern bei der Rotation der Gantry kontinuierlich zu
gestalten. In 5 ist
der in den 3 und 4 gestrichelt angedeutete
Bereich B nochmals deutlicher herausgestellt. Der untere Teil der
Figur zeigt schematisisert eine Seitenansicht der beiden Fasern 8, 9 bzw.
der einzelnen Faser 8 im überlappenden Bereich, der obere
Teil zeigt eine Draufsicht an dieser Stelle.
-
Eine
weitere Lösung
zur Erhöhung
der Übertragungskapazität und zur
lückenlosen
Datenübertragung
während
der Rotation kann durch eine Ausgestaltung der vorliegenden Signalübertragungseinrichtung
erreicht werden, wie sie in 7 beispielhaft stark
schematisiert dargestellt ist. Bei diesem Beispiel werden zwei unabhängig voneinander
arbeitende Interferometer mit den entsprechenden elektrooptischen
Fasern 8, 8' und 9, 9' bezüglich der
Ein- und Auskoppelstellen um 90° zueinander
versetzt am stationären
Teil angeordnet. Jedem dieser Interferometer ist eine entsprechende
Sendeeinrichtung mit einer separaten Elektrodenanordnung 4, 4' zugeordnet.
Die von den beiden Empfängern 13, 13' empfangenen
Daten werden einer Schalteinrichtung 25 zugeführt, die
zwischen den beiden Empfängern
umschaltet. Synchron hierzu wird das Laserlicht über eine entsprechende Schalteinrichtung 26 alternierend
den Splittern 11, 11'' der
beiden gleichzeitig betriebenen Interferometer zugeführt. Durch
den Versatz um 90° werden
die Daten jeweils nach Durchlaufen eines Winkelbereiches der Rotation
von 90° von einem
auf das andere System umgeschaltet. Auf diese Weise wird eine Unterbrechung
der Datenübertragung
an den Splitterlücken
vermieden. Die Schaltelektronik 25, 26 sorgt dafür, dass
die Daten mit erhöhter
Kapazität
und ohne Unterbrechung vom rotierenden zum stationären Teil
des Computertomographen gelangen.
-
8 zeigt eine weitere Ausgestaltung
der vorliegenden Signalübertragungseinrichtung,
bei dem ein Faraday Rotator für
die Übertragung
eingesetzt wird. In diesem Beispiel ist ein polarisationserhaltender
Lichtwellenleiter 8 aus einem magnetooptischen Material
annähernd
ringförmig
angeordnet. Hierbei wird ein von einem Laser 10 emittierter
Laserstrahl durch einen Polarisationsfilter 28 linear polarisiert
in den Lichtwellenleiter 8 eingekoppelt und über einen
zweiten Polarisationsfilter 29, der in diesem Beispiel
bezüglich
der Polarisationsrichtung parallel angeordnet ist, aus dem Lichtwellenleiter 8 wieder ausgekoppelt.
Die aus dem zweiten Polarisationsfilter 29 austretende
Lichtintensität
wird mit einem Empfänger 13 zeitaufgelöst erfasst.
Für den
Einsatz dieses Faraday-Rotators als Modulator wird an den Lichtwellenleiter 8 lokal
ein moduliertes magnetisches Feld angelegt, das über eine elektrische Modulationsspannung
Um eines Elektromagneten 30 erzeugt
wird. Durch das Magnetfeld wird die Polarisationsrichtung des durch
den Lichtwellenleiter 8 tretenden Lichtes in Abhängigkeit
von der Größe des Magnetfeldes
gedreht. Dies ist in der 1 schematisch mit
dem Elektromagneten 30 angedeutet, der über einen Generator 14 mit
der Modulations spannung Um beaufschlagt
wird. Der Faraday-Rotator ist im vorliegenden Beispiel so eingestellt,
dass die lineare Polarisation des Lichtes bei einer elektrischen
Spannung Um = konstant um 90° gedreht
wird, so dass am Ausgang des Faraday-Rotators mit dem Empfänger kein Licht
erfasst wird, während
bei einer Spannung Um = 0 die volle Intensität des Laserlichtes
gemessen wird, da in diesem Fall keine Drehung der Polarisation stattfindet.
Durch Wechsel der Spannung des Elektromagneten 30 zwischen
den beiden Zuständen
Um = 0 und Um =
konstant lassen sich somit in einfacher Weise digitale Signale übertragen.
-
9 zeigt den in 8 gestrichelt angedeuteten
Bereich A des Elektromagneten 30 in Querschnitts- und Seitenansicht
im Detail. Im linken Teil der Figur ist die Querschnittsansicht
durch die am stationären
Teil 23 befestigte Faser 8 und einen Teil der
Gantry 20 mit dem darauf angeordneten Elektromagneten 30 zu
erkennen. Der rechte Teil der Figur zeigt einen Abschnitt dieser
Anordnung in Seitenansicht.