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DE1030919B - Elektrischer Unterwassermotor der Nasslaeufer-Bauart - Google Patents

Elektrischer Unterwassermotor der Nasslaeufer-Bauart

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Publication number
DE1030919B
DE1030919B DE1953P0010127 DEP0010127A DE1030919B DE 1030919 B DE1030919 B DE 1030919B DE 1953P0010127 DE1953P0010127 DE 1953P0010127 DE P0010127 A DEP0010127 A DE P0010127A DE 1030919 B DE1030919 B DE 1030919B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
winding
stator
housing
mandrel
ethoxylin
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1953P0010127
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Schneider
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Pleuger & Co
Original Assignee
Pleuger & Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pleuger & Co filed Critical Pleuger & Co
Priority to DE1953P0010127 priority Critical patent/DE1030919B/de
Publication of DE1030919B publication Critical patent/DE1030919B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K3/00Details of windings
    • H02K3/44Protection against moisture or chemical attack; Windings specially adapted for operation in liquid or gas

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Insulation, Fastening Of Motor, Generator Windings (AREA)

Description

  • Elektrischer Unterwassermotor der Naßläufer-Bauart Bei den beispielsweise zum Antrieb von Tauchkreiselpumpen verwendeten elektrischen Unterwassermotoren der Naßläufer-Bauart muß die Ständerwicklung eine völlig flüssigkeitsdichte Isolierung haben, damit das den Motor anfüllende Wasser nicht in die Wicklung eindringen kann. Man versieht deshalb vielfach die Wickeldrähte mit einem flüssigkeitsdichten Isoliermantel, z. B. aus Gummi oder Kunststoffen wie Polyvinylchlorid oder Polyäthylen. Dieses bekannte Isolierprinzip ergibt zwar einen einwandfreien Flüssigkeitsschutz der Wicklung, verringert aber wegen der verhältnismäßig großen Wandstärke des Isoliermantels den in den Ständernuten unterzubringenden Kupferquerschnitt. Eine solche Wicklung ist nur für Unterwassermotoren geeignet, die bei größeren Abmessungen für verhältnismäßig kleine Leistungen ausgelegt sind, kann aber bei räumlich beschränkten Bauarten, z. B. bei in enge Bohrlöcher mit einem Durchmesser von etwa 100 mm eingesetzten Motoren und Betriebsspannungen für 220, 380 Volt oder darüber keine Anwendung finden, weil wegen des geringen Motordurchmessers, der notwendigen großen Leiterzahl je Nut und der für solche Spannungen notwendigen Wandstärke der Drahtisolation das für die Motorleistung erforderliche Kupfervolumen in den Ständernuten nicht mehr untergebracht werden kann. Unterwassermotoren mit einem derartigen kleinen Außendurchmesser und kleinen Leistungen konnten bisher nur für Spannungen von höchstens 110 Volt ausgelegt werden, und für ihren Anschluß an höhere Netzspannungen war die Zwischenschaltung eines Transformators notwendig, der die Kosten einer Tauchpumpenanlage in unerwünschter Weise vergrößert.
  • Das für die Betriebssicherheit von Unterwassermotoren entscheidende Problem der flüssigkeitsdichten Isolierung der Ständerwicklung hat man auf verschiedene Weise zu lösen versucht. So ist es bekannt, das von einem rohrförmigen Gehäuse umschlossene bewickelte Ständerblechpaket unter Verwendung eines in der Ständerbohrung zentrisch mit Spiel eingesetzten Dornes mit einer aushärtbaren Isoliermasse auszugießen, die aus Gummi, Kondensationsprodukten von Phenolen oder Aldehyden oder einer ähnlichen Kompoundmasse besteht und auf ihre Verflüssigungstemperatur erwärmt ist. Derartige Ausgußmassen sind beim Abkühlen einem starken Schrumpfen unterworfen, wodurch an den Berührungsstellen mit dem Ständereisen und Gehäuse keine feste flüssigkeitsdichte Verbindung erreicht werden kann. Es treten hier Risse auf, deren Entstehen auch durch die betriebsmäßigen Temperaturschwankungen in der Wicklung begünstigt wird. Diese Risse lassen sich selbst dann nicht sicher vermeiden, wenn nach einem bekannten Vorschlag die Oberfläche des Ständereisens vor dem Einbringen der Wicklung, z. B. durch einen mehrmaligen Tauchvorgang und anschließendes Erhitzen, einen zusätzlichen Überzug aus gummiähnlichen Isoliermassen erhält, denn diese haften nicht genügend fest und flüssigkeitsdicht an Eisen: Außerdem kann durch einen solchen mehrmaligen Tauchvorgang namentlich an unzugänglichen Stellen des Ständers keine gleichmäßige Isolierschicht erzeugt werden. Die Wickeldrähte sind hierbei von einer gummiähnlichen Masse umhüllt und durch einen zusätzlichen äußeren Gummiüberzug in sich flüssigkeitsfest isoliert. Auf die üblichen isolierenden Einlagen in den Nuten ist dabei werzichtet, weil die Nutenwandungen ebenso wie die ganze Oberfläche des Ständerblechpaketes mit einer stärkeren Isolierschicht überzogen worden sind, die in Verbindung mit dem starken Isoliermantel der Wickeldrähte den für das Wickelkupfer zur Verfügung stehenden Nutenquerschnitt beträchtlich verringert.
  • Man hat bereits in die nicht ausgekleideten Ständernuten die durch eine Bandagierung zusammengehaltenen, vorher mit Lack oder einer Kompoundmasse imprägnierten Wicklungsspulen eingelegt, nach deren Einbringen das Ständerblechpaket mit Gummimasse ausgegossen wird. Hierbei sind die Wickeldrähte ebenfalls in sich flüssigkeitsdicht isoliert und haben einen entsprechenden starken Isolationsauftrag; der den Nutenfüllfaktor herabsetzt. Schon wegen der unzureichenden Haftung der Gummimasse an dem Ständereisen kann kein ausreichender Flüssigkeitsschutz erreicht werden, zumal diese Gummimasse vulkanisiert werden muß und dabei Risse, besonders an den Berührungsstellen mit dem kompliziert geformten Ständereisen, unvermeidlich sind.
  • Soweit nach dem Stand der Technik auf besondere Nutenauskleidungen verzichtet wird, muß die Isolation der Wickeldrähte entsprechend stark bemessen werden, was die Ausnutzung des aktiven Materials beeinträchtigt und trotzdem keine ausreichende Betriebssicherheit des Unterwassermotors gewährleistet.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen elektrischen Unterwassermotor der Naßläufer-Bauart unter Vermeidung der aufgezeigten Nachteile völlig flüssigkeitsdicht auszubilden und dabei eine hohe Ausnutzung bei geringsten Abmessungen zu ermöglichen.
  • Die Erfindung geht dabei von einem Unterwassermotor aus, dessen. Ständerblechpaket zusammen mit der in nicht ausgekleideten Nuten untergebrachten, aus lackierten oder umsponnenen Drähten bestehenden Wicklung nach dem Einsetzen in ein rohrförmiges Gehäuse mit einer aushärtbaren Isoliermasse ausgegossen ist. Der Erfindungsgedanke besteht darin, daß unter Verwendung eines beim Vergießen zentrisch mit Spiel in der Ständerbohrung sitzenden Dornes der gesamte freie Raum zwischen Dorn und Gehäuse mit einem Harz auf Äthoxylinbasis ausgegossen ist, das die gesamte Wicklung im Kopf und Nutenraum sowie die Ständerbohrung umschließt und sowohl an diesen Teilen als auch an der die Wickelköpfe umfassenden Innenfläche des Gehäuses flüssigkeitsdicht festhaftet.
  • Gießharze auf Äthoxylinbasis sind an sich bekannt, und zwar auch als Isoliermittel im Elektromaschinenbau, z. B. zum Verkleben von Dynamoblechen, zum Umgießen von Transformatoren und Spulen oder zur Isolierung der Wickelköpfe eines Generators zwecks Erhöhung der Kurzschlußfestigkeit der Wicklung. Diese Gießharze konnten jedoch im Elektromaschinenbau keine allgemeine Anwendung als Wicklungsisolation finden, weil sie nur eine geringe Wärmeleitfähigkeit haben, die allerdings durch Zusatz von Füllmitteln, wie Quarzmehl, in engen Grenzen verbessert werden kann. Die bei normalen Elektromotoren nachteilige niedrige Wärmeleitfähigkeit dieses Gießharzes ist aber bei Unterwassermotoren der Naßläufer-Bauart ohne Bedeutung, da hier die Wicklung vollständig von Wasser umspült ist, das die im Betrieb entstehende Wärme abführt.
  • Das nach der Lehre der Erfindung in den gesamten freien Raum zwischen Dorn und Gehäuse gegossene Harz auf Äthoxylinbasis haftet an sämtlichen Berührungsstellen mit dem Ständereisen und dem Ständergehäuse überaus fest und unlösbar und verbindet sich völlig flüssigkeitsdicht mit den Eisenflächen sowie der Drahtisolation. der Wicklung. Neben diesem entscheidenden Vorteil ist es von besonderer Bedeutung, daß Gießharz auf Äthoxylinbasis während des Härtens einen äußerst geringen Schwund hat, wodurch jegliche, auch die feinsten Haarrisse. mit Sicherheit vermieden werden.
  • Das Gießharz dringt restlos in sämtliche Hohlräume der Wicklung ein., besonders wenn das Ausgießen unter Vakuum erfolgt, und umschließt in den Ständernuten alle Drähte, die trotz ihrer dünnen Isolierung eine mechanisch und elektrisch hochwertige Schutzhülle erhalten. Es kann daher auch ohne Beeinträchtigung der betrieblichen Eigenschaften des Unterwassermotors auf eine isolierende Auskleidung der Nuten, z. B. aus Preßspan, Pappe oder anderen Isolierfolien, verzichtet werden. Dieses technische Wagnis des Fortfalls einer Nutenauskleidung ist wegen der hervorragenden mechanischen und elektrischen Eigenschaften des Äthoxylinharzes vertretbar, denn es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß der nach der Lehre der Erfindung ausgestaltete Unterwassermotor Isolationswerte nach Warmlauf im Wasser weit größer als 100 Meg0hm hat und auch bei einer Hochspannungsprüfung im Wasser bei 2000 Volt noch keinen Durchschlag ergibt.
  • Im Sinne des Erfindungsgedankens ist als Vergußmasse besonders geeignet Äthoxylinharz, das z. B. als kalthärtendes Harz bei der üblichen Raumtemperatur von etwa 20° C härtet und hierbei einen äußerst geringen Schwund hat.
  • Da nach der Lehre der Erfindung die Wickeldrähte nur eine dünne Isolierung z. B. aus Lack, Umspinnung mit Glasseide od. dgl. haben, kann die aus elektrischen Gründen jeweils notwendige Leiterzahl ohne Schwierigkeiten in den Ständernuten untergebracht werden, die wegen fehlender Auskleidung mit ihrem vollen Ouerschnitt für die Unterbringung der Wickeldrähte ausgenutzt werden können. Zweckmäßig werden die Ständernuten offen ausgebildet, um ein Einträufeln der Wicklung zu ermöglichen.
  • Der Unterwassermotor kann im Sinne der Erfindung beispielsweise in der Weise hergestellt werden, daß das in das rohrförmige Gehäuse eingesetzte und mit der Wicklung versehene Ständerblechpaket vorzugsweise im Vakuum erwärmt wird, um es vollständig auszutrocknen, was beispielsweise in einigen Stunden bei Temperaturen von etwa 50° C erreicht wird. Hierauf wird in die Ständerbohrung ein Dorn zentrisch mit Spiel eingesetzt und in den noch etwa 50° C warmen Ständer das flüssige Gießharz unter Vakuumeingegossen, das annähernd die gleiche Temperatur wie der Ständer hat. Infolge Kapillarwirkung werden sämtliche Hohlräume der Wicklung mit der Ausgußmasse angefüllt, die auch die Innenfläche der Ständerbohrung in einer dünnen, vollkommen homogenen Schicht überzieht, deren Stärke wegen des zulässigen Luftspaltes nur wenige Zehntelmillimeter beträgt. Diese zwischen Ständerbohrung und Dorn entstehende zylindrische Hülse bildet nach dem Erkalten mit der Ausgußmasse, die in den von dem Dorn und dem inneren Gehäusemantel begrenzten, den' Wickelkopf enthaltenden Raum eingefüllt ist, einen einheitlichen Isolierblock, der fest und flüssigkeitsdicht an sämtlichen Eisenflächen, insbesondere auch am Gehäuseteil, der die Wickelköpfe umfaßt, sowie in der Ständerbohrung haftet und für diese Stellen nicht nur einen hochwertigen Korrosionsschutz darstellt, sondern auch jegliches Eindringen von Wasser mit Sicherheit ausschließt.
  • Von besonderer Bedeutung ist es, daß das Gießharz auch in die Ständernuten eindringt und sämtliche Nutenhohlräume vollständig ausfüllt. Für die Wickeldrähte ergibt sich daher trotz ihrer dünnen Isolierung ein hervorragender Flüssigkeitsschutz sowie ein fester Halt in den Ständernuten. Hierbei können in an sich bekannter Weise die sonst zum Festlegen der Wicklung und Verschließen der Nutenschlitze nötigen Keile in Fortfall kommen.
  • Der nach der Lehre der Erfindung ausgebildete Unterwassermotor ist besonders für kleinere Leistungen in der Größenordnung von etwa 0,25 bis 10 PS bei einem Außendurchmesser des Motors von etwa 90 mm geeignet. Ein solcher Motor kann ohne Schwierigkeiten auch für Netzspannungen von 380 Volt und darüber ausgebildet werden, was bisher auch bei Verwendung einer hochwertigen Kunststoffisolation, z. B. von Polyäthylen, nicht möglich war.
  • Da der Unterwassermotor der Naßläufer-Bauart sowohl außen als auch innen von Wasser umspült ist, tritt beim Betrieb infolge der wirksamen Wasserkühlung in der Wicklung keine nennenswerte Temperaturerhöhung auf, so daß das Gießharz seine ursprüngliche Härte und Festigkeit behält.
  • Eine weitere Vereinfachung kann in an sich bekannter Weise erreicht werden, wenn das Stromzuführungskabel unmittelbar unter Fortfall eines Klemmkastens an die Enden der Wickeldrähte angeschlossen und die Verbindungsstelle ebenfalls in das Gießharz eingebettet wird, wodurch eine einfache und billige Bauweise des Motors sowie ein guter Flüssigkeitsschutz der Anschlußstelle des Stromzuführungskabels erhalten wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Elektrischer Unterwassermotor der Naßläufer-Bauart, dessen Ständerblechpaket zusammen mit der in nicht ausgekleideten Nuten untergebrachten, aus lackierten oder umsponnenen Drähten bestehenden Wicklung nach dem Einsetzen in ein rohrförmiges Gehäuse mit einer aushärtbaren Isoliermasse ausgegossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung eines beim Vergießen zentrisch mit Spiel in der Ständerbohrung sitzenden Dornes der gesamte freie Raum zwischen Dorn und Gehäuse mit .einem Harz auf Äthoxylinbasis ausgegossen ist, das die gesamte Wicklung im Kopf und Nutenraum sowie die Ständerbohrung umschließt und sowohl an diesen Teilen als auch an der die Wickelköpfe umfassenden Innenfläche des Gehäuses flüssigkeitsdicht festheftet.
  2. 2. Elektrischer Unterwassermotor nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch Verwendung von kalthärtendem Äthoxylinharz als Vergußmasse. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 857 518; österreichische Patentschrift Nr. 172 554; schweizerische Patentschrift Nr. 184 705; französische Patentschriften Nr. 806 908. 913 448; britische Patentschrift Nr. 111689; USA.-Patentschriften Nr. 1 849 263, 1 908 101, 2 428 816, 2 573 126, 2 636 137; Turner-Hobart, »Die Isolierung elektrischer Maschinen«, deutsche Bearbeitung von K ö n i g s 1 ö w -K r a u s e, Springer, 1906, S. 204; Kunststoffe., 1951, S. 133 und 370; B u 11 e k i n, Oerlikon, 1952, S. 40 und 43; Druckschrift der Firma Pleuger & Co, Hamburg-Wandsbek, Sonderdruck der DVGW-Rundschreiben des Deutschen Vereins von Gas- und Wasserfachmännern vom November 1951, »Entwicklung und Anwendungsbereich der Unterwasserpumpe«, S. 3.
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