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DE10308393A1 - Mikromechanischer Drehratensensor - Google Patents

Mikromechanischer Drehratensensor Download PDF

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DE10308393A1
DE10308393A1 DE10308393A DE10308393A DE10308393A1 DE 10308393 A1 DE10308393 A1 DE 10308393A1 DE 10308393 A DE10308393 A DE 10308393A DE 10308393 A DE10308393 A DE 10308393A DE 10308393 A1 DE10308393 A1 DE 10308393A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rotation rate
rate sensor
sensor
micromechanical
output signal
Prior art date
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Ceased
Application number
DE10308393A
Other languages
English (en)
Inventor
Markus Keim
Michael Grossmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
Priority to DE10308393A priority Critical patent/DE10308393A1/de
Priority to JP2004026697A priority patent/JP2004239907A/ja
Publication of DE10308393A1 publication Critical patent/DE10308393A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C19/00Gyroscopes; Turn-sensitive devices using vibrating masses; Turn-sensitive devices without moving masses; Measuring angular rate using gyroscopic effects
    • G01C19/56Turn-sensitive devices using vibrating masses, e.g. vibratory angular rate sensors based on Coriolis forces

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Gyroscopes (AREA)

Abstract

Es wird ein mikromechanischer Drehratensensor (35) mit einem Ausgang (32) vorgeschlagen, wobei an dem Ausgang (32) in Abhängigkeit der Bewegung des Drehratensensors (35) ein Ausgangssignal (31) anliegt, wobei das Ausgangssignal (31) einer Winkelinformation (30) entspricht.

Description

  • Die Erfindung geht aus von einem mikromechanischen Drehratensensor nach der Gattung des Hauptanspruchs. Es sind bereits mikromechanische Drehratensensoren bekannt, bei denen das Ausgangssignal aus einer Drehrate besteht, d.h. einer Information bzw. einer Angabe beispielsweise in der Einheit „Grad pro Sekunde" (°/s). Weiterhin sind mikromechanische Drehratensensoren bekannt, bei denen das Ausgangssignal zeitkontinuierlich in analoger Form ausgegeben wird. Eine genaue Erfassung des Ausgangssignals des Sensors erfordert jedoch eine hohe Abfragefrequenz, d.h. eine hohe Samplingrate, mit der das Ausgangssignal abgefragt wird. Dies gilt insbesondere bei analogem Ausgangssignal. Daher kann die hohe Samplingrate – vor allem bei kostenkritischen Anwendungen – einen erhöhten Aufwand für die Bereitstellung eines adäquaten Ausgangssignals bedeuten.
  • Vorteile der Erfindung
  • Der erfindungsgemäße mikromechanische Drehratensensor mit den Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, dass ein einfacher und kostengünstiger Aufbau für die Herstellung eines mikromechanische Drehratensensors vorgeschlagen wird. Solche Drehratensensoren sind beispielsweise in Airbag-Systemen zur Rollover-Erkennung und/oder zur Fahrtrichtungssensierung in Navigationssystemen einsetzbar. Dabei ist es erfindungsgemäß möglich, eine vergleichsweise niedrige Samplingrate und damit einen vergleichsweise kostengünstigen Mikrocontroller bzw. eine vergleichsweise kostengünstige Steuerungseinheit zusammen mit dein Sensor zu verwenden. Hierbei ist es insbesondere vorteilhafterweise vorgesehen, die Ausgabe der zu erfassenden Informationen vom Sensor als sog. Sklave (Slave) an die Steuereinheit (bzw. den Mikrocontroller) als sog. Master vorzunehmen und hierbei eine Samplingrate von beispielsweise 1 kHz zu verwenden.
  • Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im Hauptanspruch angegebenen mikromechanischen Drehratensensors möglich.
  • Besonders vorteilhaft ist, dass das Ausgangssignal in digitaler Form vorliegt ist. Dadurch ist es möglich, die gesamte Signalverarbeitung digital durchzuführen, was den erfindungsgemäßen Sensor weiterhin kostengünstiger macht. Besonders vorteilhaft ist, dass der Drehratensensor mit einer Steuereinheit verbunden ist. Dadurch ist es möglich, die Anwendung der vom Sensor gelieferten Daten zum einen zu korrigieren und zum anderen flexibel auszuwerten. Besonders vorteilhaft ist, dass zwischen dem Drehratensensor und der Steuereinheit Informationen im Rahmen eines SPI-Protokolls (serial peripheral Interface) übertragen werden. Dadurch ist es möglich, eine wohldefinierte Schnittstelle – gemäß einem Industriestandard – zwischen dem Sensor und seiner Umgebung vorzusehen, was wiederum die Kosten – insbesondere für Anpassungsarbeiten – reduziert. Besonders vorteilhaft ist, dass die Steuereinheit eine an die Anwendung angepasste Samplingrate, von vorzugsweise 1 kHz oder einigen Hz, aufweist. Für die Festlegung der Samplingrate sind folgende Überlegungen wichtig. Verschiedene Applikationen haben unterschiedliche Zeitkonstanten, während der zu detektierende Ereignisse auftreten können. Beispielsweise treten für die Rollover-Erkennung in der Regel keine relevanten Ereignisse auf einer Zeitskala von weniger als eine Millisekunden auf, während bei Navigationsanwendungen sogar keine relevanten Ereignisse auf einer Zeitskala von weniger als hundert Millisekunden auftreten. Daher ist es so, dass eine häufigere Abtastung bzw. eine höhere Samplingrate für das Beispiel der Rollover-Erkennung von 1 kHz bzw. für das Beispiel der Navigationsanwendung von einigen Hz wenig ökonomisch ist. Daher ist es erfindungsgemäß vorgesehen, die Samplingrate höchstens unwesentlich höher zu wählen als für die ins Auge gefasste Anwendung sinnvoll erscheint.
  • Dadurch ist es erfindungsgemäß vorteilhaft möglich, eine für die ins Auge gefasste Anwendung hinreichend genaue Sensorinformation mit einer möglichst kostengünstigen Auslegung des Mikrocontrollers und mit einer angepassten zeitlichen Auflösung der Drehratendetektion zu verbinden. Besonders vorteilhaft ist, dass der Drehratensensor ein Integrationsglied aufweist. Dadurch ist es mit einfachen Mitteln und damit kostengünstig möglich, anstelle einer Drehrateninformation als Ausgangssignal eine Winkelinformation als Ausgangssignal vorzusehen. Besonders vorteilhaft ist, dass der Drehratensensor zur Bereitstellung der Winkelinformation einen SPI-Befehl erhält. Dadurch ist es möglich, den erfindungsgemäßen mikromechanischen Drehratensensor gemäß einer Standardschnittstelle zu steuern. Besonders vorteilhaft ist, dass sich die Auflösung der Winkelinformation aus dem maximalen Drehwinkel, insbesondere 360°, und der Anzahl der Bits der digital vorliegenden Winkelinformation ergibt. Dadurch ist es mit vergleichsweise wenigen Bits möglich, eine sehr gute Winkelauflösung zu erhalten.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
  • Es zeigen 1 einen bekannten mikromechanischen Drehratensensor nach dem Stand der Technik,
  • 2 einen erfindungsgemäßen mikromechanischen Drehratensensor und
  • 3 eine Prinzipdarstellung des erfindunsgemäßen mikromechanischen Drehratensensors.
  • Beschreibung des Ausführungsbeispiels
  • In 1 ist ein bekannter mikromechanischer Drehratensensor nach dem Stand der Technik dargestellt. Mit dem Bezugszeichen 10 wird eine Erfassungseinheit des mikromechanischen Drehratensensors bezeichnet. Mit dem Bezugszeichen 120 wird eine Vorverarbeitungseinheit des bekannten mikromechanischen Drehratensensors bezeichnet. Die Erfassungseinheit 10 ist mit der Vorverarbeitungseinheit 120 verbunden und liefert der Vorverarbeitungseinheit 120 ein Rohsignal 12, das technisch insbesondere einem Kapazitätssignal entspricht und das aufgrund des Sensoraufbaus der Drehrate des Sensors (zumindest weitgehend) proportional ist. In der Vorverarbeitungseinheit 120 des Sensors wird das Rohsignal 12 zunächst in eine elektrische Spannung, d.h. in ein Spannungssignal 123, umgewandelt. Falls es sich bei dem Rohsignal 12 um ein Kapazitätssignal handelt, wird dieses in der Vorverarbeitungseinheit 120 zunächst mittels eines Kapazitäts/Spannungs-Wandlers (C/U-Wandler) 122 in das Spannungssignal 123 gewandelt. Das Spannungssignal 123 wird in einem Digital/Analog-Wandler (D/A-Wandler) 124 digitalisiert – wodurch ein digitalisiertes Spannungssignal 125 erzeugt wird – und anschließend in einem Demodulator 126 demoduliert. Hierzu wird dein Demodulator 126 durch eine Hochfrequenzeinheit 40 zusätzlich zu dem digitalisierten Spannungssignal 125 aus dem D/A-Wandler 124 ein entsprechendes Demodulationssignal 41 zugeführt. Der Demodulator 126 erzeugt dabei ein demoduliertes Signal 127, das einem Tiefpass-Filter 128 zugeführt wird. Nach dem Tiefpass-Filter 128 steht das gefilterte Signal als Drehratensignal 130 bzw. Drehrateninformation 130 in Form eines Offsets an einem Ausgang 132 der Vorverarbeitungseinheit 120 bzw. des Sensors zur Verfügung. Ein solchermaßen vorliegendes Ausgangssignal 131 kann dann beispielsweise einer SPI-Schnittstelle 62 (serial peripheral interface) zur Verfügung gestellt werden. Weiterhin kann ein weiteres Ausgangssignal 133 beispielsweise einem Digital/Analog Wandler 50 zur Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt werden.
  • In 2 ist ein erfindungsgemäßer mikromechanischer Drehratensensor dargestellt. Mit dem Bezugszeichen 10 wird eine Erfassungseinheit des mikromechanischen Drehratensensors bezeichnet. Mit dem Bezugszeichen 20 wird eine Vorverarbeitungseinheit des erfindungsgemäßen mikromechanischen Drehratensensors bezeichnet. Die Erfassungseinheit 10 und die Vorverarbeitungseinheit 20 werden im Folgenden gemeinsam als erfindungsgemäßer mikromechanischer Drehratensensor 35 bezeichnet. Die Erfassungseinheit 10 ist mit der Vorverarbeitungseinheit 20 verbunden und liefert der Vorverarbeitungseinheit 20 wiederum das Rohsignal 12, das wiederum technisch insbesondere einem Kapazitätssignal entspricht und das aufgrund des Sensoraufbaus des erfindungsgemäßen Drehratensensors der Drehrate des Sensors (zumindest weitgehend) proportional ist. In der Vorverarbeitungseinheit 20 des Drehratensensors 35 wird das Rohsignal 12 zunächst in eine elektrische Spannung, d.h. in ein Spannungssignal 23, umgewandelt. Falls es sich bei dem Rohsignal 12 um ein Kapazitätssignal handelt, wird dieses in der Vorverarbeitungseinheit 20 zunächst mittels eines Kapazitäts/Spannungs-Wandlers (C/U-Wandler) 22 in das Spannungssignal 23 gewandelt. Das Spannungssignal 23 wird in einem Digital/Analog Wandler (D/A-Wandler) 24 digitalisiert- wodurch ein digitalisiertes Spannungssignal 25 erzeugt wird – und anschließend in einem Demodulator 26 demoduliert. Hierzu wird dem Demodulator 26 durch wiederum eine Hochfrequenzeinheit 40 zusätzlich zu dem digitalisierten Spannungssignal 25 aus dem D/A-Wandler 24 ein entsprechendes Demodulationssignal 41 zugeführt. Der Demodulator 26 erzeugt dabei ein demoduliertes Signal 27, das einem Tiefpass-Filter 28 zugeführt wird, der ein gefiltertes Signal 29 ausgibt.
  • Im Unterschied zum bekannten Sensor ist es jedoch beim erfindungsgemäßen Drehratensensor 35 vorgesehen, die Vorverarbeitungseinheit 20, die insbesondere als Auswerte-ASIC (application specific integrated circuit) 20 vorliegt, derart zu erweitern, dass die durch den Drehratensensor 35 erfasste Information über die detektierte Drehbewegung nicht mehr als Drehrate, sondern als Drehwinkel bzw. absoluter Drehwinkel ausgegeben wird. Die Integration der Drehratensignale kann an verschiedenen Stelle realisiert werden. Erfindungsgemäß ist insbesondere vorgesehen, die Integration in der Vorverarbeitungseinheit 20 bzw. im Digitalteil 20 nach einer Filterung des Signals durch einen Filter 28 in Form eines digitalen Filters 28 durchzuführen. Hierfür ist bei der Verwendung des erfindungsgemäßen Drehratensensors 35 in einem Rollover-System insbesondere eine charakteristische Frequenz des Filters 28 von 30 Hz und bei der Verwendung des erfindungsgemäßen Drehratensensors 35 in einer Navigations-Anwendung insbesondere eine charakteristische Frequenz des Filters 28 von 10 Hz vorgesehen.
  • Eine hohe zeitliche Auflösung des Gesamtsystems bedarf einer hohen Samplingrate, damit der Mikrocontroller die anliegenden Drehraten auswerten kann. In manchen sehr kostengünstigen Systemen kann jedoch die hohe Samplingrate technisch nicht adäquat abgebildet werden, weil der Mikrocontroller nicht über die notwendige Rechenleistung verfügt, beispielsweise weil dieser auch GPS (global position system) und Odometerdaten verarbeitet. Zur Änderung der vom Sensor 35 erfassten Information von einer Drehrateninformation in eine Winkelinformation sieht die Vorverarbeitungseinheit 20 ein Integrationsglied 32 vor, das die als gefiltertes Signal 29 anliegenden Drehrateninformationen aufintegriert. Das Integrationsglied 32 ist hierbei erfindungsgemäß insbesondere als „on-board-Integrationsglied" 32 auf dem Auswerte-ASIC vorgesehen. Die Steuerung und Triggerung dieses Integrationsgliedes 32 erfolgt erfindungsgemäß insbesondere über einen SPI-Befehl, der – in 2 mit einem Pfeil und dein Bezugszeichen 235 dargestellt – mittels einer wiederum vorhandenen SPI-Schnittstelle 62 der Vorverarbeitungseinheit 20 – und hier insbesondere dem Integrationsglied 32 – zugeführt wird. Der SPI-Befehl 235, der erfindungsgemäß ggf. aus mehreren und zu unterschiedlichen Zeitpunkten gesandten Einzelbefehlen besteht, steuert zunächst den Beginn des Integrationsprozesses, anschließend dessen Ende und schließlich die Ausgabe der integrierten Drehrateninformation (d.h. der Winkelinformation aufgrund der zeitlichen Integration im Integrationsglied 32). Das Integrationsglied 32 erzeugt hierbei – im Zusammenspiel insbesondere mit einem Register 34 – die Winkelinformation, die in 2 mit dem Bezugszeichen 30 bezeichnet ist. Das Register 34 ist notwendig, um die anfallenden Drehraten, insbesondere digital, zu speichern. Hierbei ist das Register 34 beispielsweise als Speicher mit einer bestimmten Anzahl an Speicherzellen, beispielsweise für 10 Bit, vorgesehen. In einer Rückkoppelung wird hierbei das vorangegangene Offsetsignal, d.h. das Drehratensignal, gespeichert und zu dem folgenden Offsetsignal, insbesondere mittels einer Feed-Backward-Schleife, addiert. Die zeitliche Koordination erfolgt erfindungsgemäß insbesondere über die interne Uhr bzw. den internen Zeitgeber der Vorverarbeitungseinheit 20, wobei jedoch diese Uhr in 2 der Einfachheit halber nicht dargestellt ist. Die Steuerung der Integration erfolgt erfindungsgemäß insbesondere über die SPI-Schnittstelle 62 mittels eines (oder mehrerer) SPI-Befehls/Befehle 235. Die Ausgabe des Drehwinkels 30 erfolgt insbesondere über die SPI-Schnittstelle, wobei hier vom Prinzip her auch eine analoge Ausgabe des Drehwinkels 30 möglich wäre. Der Messbereich der Drehwinkelinformation 30 ergibt sich aus einem maximalen Drehwinkel von insbesondere 360°. In diesem Fall ist die Winkelauflösung bei einem 10-Bit-Register 34 ca. 0,35°.
  • Die Winkelinformation 30 steht an einem Ausgang 232 der Vorverarbeitungseinheit 20 bzw. des Drehratensensors 35 als Ausgangssignal 231 zur Verfügung und wird erfindungsgemäß insbesondere der SPI-Schnittstelle 62 (serial peripheral interface) zur Verfügung gestellt. Weiterhin kann ein weiteres Ausgangssignal 233 an einem weiteren Ausgang 234 der Vorverarbeitungseinheit 20 bzw. des Drehratensensors 35 beispielsweise einem Digital/Analog-Wandler 50 zur Weiterverarbeitung zur Verfügung gestellt werden.
  • In 2 ist weiterhin eine Steuereinheit 60 dargestellt, die ebenfalls an die SPI-Schnittstelle 62 angeschlossen ist und mit dieser kommuniziert, was durch einen nicht mit einem Bezugszeichen versehenen Doppelpfeil in 2 dargestellt ist.
  • In 3 ist eine Prinzipdarstellung des erfindungsgemäßen mikromechanischen Drehratensensors 35 abgebildet. Eine seismische Masse 14 ist mittels eines elastischen Elements 3 beispielsweise mit einem Substrat 13 verbunden. In Reaktion auf Bewegungen, insbesondere Drehungen, des Sensors 35 und damit der Erfassungseinheit 10 wirkt auf die seismische Masse 14 über das elastische Element 3 eine in 3 der Einfachheit halber nicht dargestellte Trägheitskraft, die die seismische Masse 14 beispielsweise auslenkt. Hierbei ändert sich insbesondere ein erster Kapazitätswert 17 zwischen der seismischen Masse 14 und einem ersten Erfassungselement 15 sowie ein zweiter Kapazitätswert 18 zwischen der seismischen Masse 14 und einem zweiten Erfassungselement 16. Die Kapazitätswerte 17, 18 sind aufgrund der bekannten mechanischen Ausgestaltung der Erfassungseinheit 10 (die in 3 nur vom Prinzip her dargestellt ist) im wesentlichen proportional der Drehrate um eine ausgezeichnete und in der 3 der Einfachheit halber nicht dargestellte Achse, weshalb die Kapazitätswerte 17, 18 auf bekannte Weise das Rohsignal 12 der Erfassungseinheit 10 bilden und der Vorverarbeitungseinheit 20 zur Verfügung stellen.
  • Erfindungsgemäß sind die Zeitkonstanten, die für die Integration des gefilterten Signals 29 bzw. auch für das Abfragen der als Spannungssignal 23 vorliegenden Drehrateninformation zugrunde gelegt werden, durch die Anwendung des erfindungsgemäßen mikromechanischen Drehratensensors 35 bestimmt. Hierbei arbeiten kostengünstige bzw. kostenkritische Systeme generell mit einer kleineren Rechenleistung, d.h. sie fragen seltener ab als weniger kostenkritische leistungsstarke Systeme mit ausreichend Rechenleistung. Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, die komplette Signalverarbeitung in der Vorverarbeitungseinheit in digitaler Form durchzuführen (bis auf die Kapazitäts/Spannungswandlung im C/U-Wandler 22). Die Ausgabe der erfassten Informationen von dem Drehratensensor 35 bzw. von der Vorverarbeitungseinheit 20 des Drehratensensors 35 zu der SPI-Schnittstelle 62 erfolgt je nach zur Verfügung stehender Rechenleistung beispielsweise mit einer Samplingrate von 1 kHz im Rahmen eines SPI-Protokolls oder auch mit einer geringeren Samplingrate mit einem SPI-Protokoll. Hierbei fungiert der erfindungsgemäße Drehratensensor 35 als Slave in Bezug auf den Mikrocontroller 60 bzw, in Bezug auf die Steuerungseinheit 60.
  • Auch in für die Verwendung des erfindungsgemäßen Drehratensensors 35 in Rollover-Systemen kann das beschriebene Konzept der Integration der Drehrateninformation zu einer Drehwinkelinformation in einem Integrationsglied 32 im Sensor 35 dahingehend Vorteile bringen als durch eine Kopplung von „on-board-Integration", d.h. einer Integration im Sensor 35, mit der bekannten Selbsttestfunktion die Verarbeitung von Misuse-Signalen, wie beispielsweise Signalen aufgrund einer Erschütterung (shock) bzw. aufgrund von elektromagnetischen Einflüssen (elektrostatisch oder dynamisch, EMV-Problematik), in einem frühen Stadium vermieden werden kann. Die Aufgabe des Selbsttests wird hierbei erfindungsgemäß insbesondere von einem sogenannten „Built-In Test-Equipment" (BITE) übernommen. Dieses überwacht ständig die wichtigsten internen Regler und stellt somit sicher, dass die ermittelten bzw. gemessenen Drehraten reell, d.h. nicht völlig unplausibel, sind und insbesondere nicht durch Fehlfunktionen hervorgerufen sind. Die Entscheidungswege reelle Drehrate vs. Fehlfunktion sind bei integrierten Systemen kürzer. Hierbei ist ebenfalls die Samplingrate an die Leistungsfähigkeit der Steuerung anpassbar, beispielsweise kann eine Samplingrate von 1 kHz verwendet werden.

Claims (8)

  1. Mikromechanischer Drehratensensor (35) mit einem Ausgang (32), wobei an dem Ausgang (32) in Abhängigkeit der Bewegung des Drehratensensors (35) ein Ausgangssignal (31) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangssignal (31) einer Winkelinformation (30) entspricht.
  2. Mikromechanischer Drehratensensor (35) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausgangssignal (31) in digitaler Form vorliegt ist.
  3. Mikromechanischer Drehratensensor (35) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehratensensor mit einer Steuereinheit (60) verbunden ist.
  4. Mikromechanischer Drehratensensor (35) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Drehratensensor und der Steuereinheit (60) Informationen im Rahmen eines SPI-Protokolls (62) übertragen werden.
  5. Mikromechanischer Drehratensensor (35) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinheit (60) eine an die Anwendung angepasste Samplingrate, von vorzugsweise 1 kHz oder einigen Hz, aufweist.
  6. Mikromechanischer Drehratensensor (35) nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehratensensor (35) ein Integrationsglied (32) aufweist.
  7. Mikromechanischer Drehratensensor (35) nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehratensensor (35) zur Bereitstellung der Winkelinformation (30) einen SPI-Befehl erhält.
  8. Mikromechanischer Drehratensensor (35) nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Auflösung der Winkelinformation (30) aus dein maximalen Drehwinkel, insbesondere 360°, und der Anzahl der Bits der digital vorliegenden Winkelinformation (30) ergibt.
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