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DE10308425A1 - Leistungsendstufe mit Kurzschlussschutz - Google Patents

Leistungsendstufe mit Kurzschlussschutz Download PDF

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DE10308425A1
DE10308425A1 DE10308425A DE10308425A DE10308425A1 DE 10308425 A1 DE10308425 A1 DE 10308425A1 DE 10308425 A DE10308425 A DE 10308425A DE 10308425 A DE10308425 A DE 10308425A DE 10308425 A1 DE10308425 A1 DE 10308425A1
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power
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power transistor
transistor
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DE10308425A
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Bernhard Wolf
Oliver Messerschmid
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Robert Bosch GmbH
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Robert Bosch GmbH
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    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K17/00Electronic switching or gating, i.e. not by contact-making and –breaking
    • H03K17/08Modifications for protecting switching circuit against overcurrent or overvoltage
    • H03K17/082Modifications for protecting switching circuit against overcurrent or overvoltage by feedback from the output to the control circuit
    • H03K17/0822Modifications for protecting switching circuit against overcurrent or overvoltage by feedback from the output to the control circuit in field-effect transistor switches
    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
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    • H03K17/08Modifications for protecting switching circuit against overcurrent or overvoltage
    • H03K2017/0806Modifications for protecting switching circuit against overcurrent or overvoltage against excessive temperature

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  • Control Of Electric Motors In General (AREA)
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Abstract

Die erfindungsgemäße Leistungsendstufe mit Kurzschlussschutz weist einen Leistungstransistor (TL) auf, welcher wiederum einen Steuersignalausgang (A) umfasst, an dem ein betriebstemperaturabhängiges Signal abgreifbar ist. Zudem ist eine Erfassungs- und Steuereinheit (RSL, DSL, TKL, DKL, CKL) vorgesehen, die derart ausgebildet und betreibbar ist, dass ein Kurzschluss erfasst werden kann und im Kurzschlussfall die Betriebstemperatur im Leistungstransistor (TL) erhöht wird. Des Weiteren ist eine Endstufensteuerung (BT) zur Steuerung des Leistungstransistors (TL) vorgesehen, welche eingangsseitig mit dem Steuersignalausgang (A) und ausgangsseitig mit dem Steuereingang (G) des Leistungstransistors (TL) verbunden ist und derart ausgebildet und betreibbar ist, dass beim Überschreiten einer bestimmten Betriebstemperatur der Leistungstransistor (TL) abgeschaltet wird.

Description

  • Technisches Gebiet
  • Die Erfindung betrifft eine Leistungsendstufe mit Kurzschlussschutz.
  • Bei der Steuerung von vorzugsweise Gleichstrommotoren mit Hilfe einer Leistungsendstufe ist es in der Regel auch erforderlich, einen umfassenden Kurzschlussschutz vorzusehen.
  • Stand der Technik
  • Eine einfache Möglichkeit, einen gewissen Schutz vorzusehen, besteht darin, die Leistungsendstufe und damit das Steuergerät für den Gleichstrommotor in ein thermisch widerstandsfähiges Gehäuse einzubauen. Dadurch wurde bislang weitestgehend vermieden, dass ein Kurzschluss am Ausgang der Leistungsendstufe mit einer sich daraus ergebenden thermischen Oxidation zu einem Schaden an anderen Teilen, die sich in der Nähe des Steuergerätes befinden, führt. Nachdem es durch einen Kurzschluss zur erwähnten thermischen Oxidation gekommen ist, muss das Steuergerät selbst ausgetauscht werden. Wird das Steuergerät in einem Kraftfahrzeug verwendet, führt ein solcher Schaden in vielen Fällen zum Liegenbleiben des Fahrzeugs oder zumindest aber zu einer Beeinträchtigung des Fahrkomforts.
  • Beispiele für verschiedene mögliche Kurzschlüsse, die in einem solchen Steuergerät auftreten können, sind in 1 gezeigt. Über eine Batterie B und einen Pufferkondensator C, welcher zur Batterie B parallel geschaltet ist, wird eine sogenannte H-Brücke mit Spannung versorgt. Dabei ist die H-Brücke einerseits mit dem positiven Betriebspotential UB und andererseits mit dem Massepotential GND verbunden. Die H-Brücke selbst weist vier Transistoren T1, T2 und T3, T4 auf, wobei jeweils zwei Transistoren T1 , T2, T3 und T4 miteinander in Reihe geschaltet sind. Der Widerstand R bildet einen Shunt-Widerstand. Der erste Ausgang der H-Brücke wird durch die Steuerausgänge der beiden Transistoren T1 und T2 und der zweite Ausgang der H-Brücke durch die beiden Steuerausgänge der Transistoren T3 und T4 gebildet. An diesen beiden H-Brückenausgängen kann, wie in 1 gezeigt ist, beispielsweise ein Motor M angeschlossen sein.
  • Im in 1 mit A gekennzeichneten Kurzschlussfall ist der Transistor T3 dauerhaft leitend. Dies führt dazu, dass, falls die beiden Transistoren T1 und T4 zur Steuerung des Motors leitend werden, die Batterie B über die beiden Transistoren T3 und T4 kurzgeschlossen wird, so dass ein Kurzschlussstrom IKA über den Transistor T4 fließt. Mit dem Bezugszeichen B ist in 1 ein zweiter Kurzschluss fall angedeutet, wobei hier der Motor M selbst den Kurzschluss bildet. Falls die beiden Transistoren T1 und T4 leitend werden, fließt über diese ein Kurzschlussstrom IKB. Der in 1 dargestellte dritte Kurzschlussfall ist mit dem Bezugszeichen C gekennzeichnet. In diesem Fall ist der Transistor T4 dauerhaft leitend. Über den ersten Transistor T1 fließt dann ein Kurzschlussstrom IKC.
  • Darstellung der Erfindung
  • Die erfindungsgemäße Leistungsendstufe mit Kurzschlussschutz mit den in Patentanspruch 1 genannten Merkmalen bietet dem gegenüber den Vorteil, dass ein Kurzschluss rechtzeitig erkannt wird und ohne die Gefahr einer Zerstörung der Endstufe bzw. des Steuergeräts die gesamte Leistungsendstufe oder Teile davon rechtzeitig abgeschaltet werden. Die erfindungsgemäße Leistungsendstufe mit Kurzschlussschutz weist dazu einen Leistungstransistor auf, welcher wiederum einen Steuersignalausgang umfasst, an dem ein betriebstemperaturabhängiges Signal abgreifbar ist. Zudem ist eine Erfassungs- und Steuereinheit vorgesehen, die derart ausgebildet und betreibbar ist, dass ein Kurzschluss erfasst werden kann und im Kurzschlussfall die Betriebstemperatur im Leistungstransistor erhöht wird. Des weiteren ist eine Endstufensteuerung zur Steuerung des Leistungstransistors vorgesehen, welche eingangsseitig mit dem Steuersignalausgang und ausgangsseitig mit einem Steuereingang des Leistungstransistors verbunden ist und derart ausgebildet und betreibbar ist, dass beim Überschreiten einer bestimmten Betriebstemperatur der Leistungstransistor abgeschaltet wird.
  • Vorteilhafter Weise erfolgt bei der erfindungsgemäßen Lösung die Erkennung und Abschaltung der gesamten Leistungsendstufe oder Teilen davon, ohne dass es dafür einer speziellen Software und damit eines Mikrocontrollers bedarf.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den in den abhängigen Patentansprüchen angegebenen Merkmalen.
  • Bei einer möglichen Ausführungsform der Erfindung ist die Erfassungs- und Steuereinheit der Leistungsendstufe derart ausgebildet und betreibbar, dass im Kurzschlussfall eine definierte Spannung am Steuereingang des Leistungstransistors erzeugt wird, die niedriger als die Spannung ist, die von der Endstufensteuerung erzeugt wird. Damit kann auf einfache Art und Weise dafür gesorgt werden, dass der Spannungsabfall zwischen dem Drain-, und dem Sourceanschluss des Leistungstransistors vergrößert wird, weil der Einschaltwiderstand im Leistungstransistor steigt. Durch die sich dadurch ergebende erhöhte Verlustleistung erwärmt sich der Leistungstransistor, was am Steuersignalausgang des Leistungstransistors detektiert werden kann.
  • Bei einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Leistungsendstufe weist die Erfassungs- und Steuereinheit einen mit einer ersten Diode in Reihe geschalteten Widerstand auf, welche zwischen dem Steuereingang und einem Steuerausgang des Leis tungstransistors geschaltet sind. Die Erfassungs- und Steuereinheit weist zudem einen mit einer zweiten Diode in Reihe geschalteten Transistor auf, wobei die zweite Diode mit dem Steuereingang des Leistungstransistors und der Steuereingang des Transistors mit einem Kondensator und der ersten Diode verbunden ist. Damit kann mit wenigen zusätzlichen Bauelementen auf einfache Art und Weise ein Kurzschluss erkannt und entsprechend zügig darauf reagiert werden, indem die Steuerspannung am Steuereingang des Leistungstransistors herabgesetzt wird.
  • Vorteilhafter Weise ist bei der erfindungsgemäßen Leistungsendstufe die zweite Diode als Z-Diode oder Zener-Diode oder Lawinen-Diode ausgebildet. Mit Hilfe dieser Z-Diode kann die Spannung eingestellt werden, die am Steuereingang des Leistungstransistors anliegen soll, falls die Erfassungs- und Steuereinheit einen Kurzschluss detektiert.
  • Zudem ist es von Vorteil, wenn bei der erfindungsgemäßen Leistungsendstufe mit Kurzschlussschutz der Transistor als Metal-oxide Semiconductor Field Effect Transistor (MOSFET) ausgebildet ist.
  • Darüber hinaus kann die erfindungsgemäße Leistungsendstufe mit Kurzschlussschutz auch einen zweiten Leistungstransistor und eine mit diesem verbundene zweite Erfassungs- und Steuereinheit aufweisen. Der zweite Leistungstransistor wird ebenfalls über die Endstufensteuerung gesteuert. Damit kann eine einfache Brückenschaltung beispielsweise für die Ansteuerung eines. Gleichstrommotors realisiert wer den, bei der sowohl der erste als auch der zweite Leistungstransistor auf mögliche Kurzschlussfälle hin überwacht werden.
  • Die erfindungsgemäße Leistungsendstufe mit Kurzschlussschutz kann nach einem weiteren Merkmal der Erfindung einen dritten und einen vierten Leistungstransistor aufweisen, welche mit einer dritten und einer vierten Erfassungs- und Steuereinheit verbunden sind. Der dritte und der vierte Leistungstransistor werden ebenfalls über die Endstufensteuerung gesteuert. Damit ist eine Brückenschaltung realisierbar, bei der sämtliche Leistungstransistoren auf Kurzschlussfälle hin überprüfbar sind.
  • Vorteilhafter Weise bilden die vier Leistungstransistoren der Leistungsendstufe eine H-Brücke.
  • Bei einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen Leistungsendstufe können die Leistungstransistoren als Speed-TEMPFET ausgebildet sein.
  • Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann die Leistungsendstufe noch weiter verbessert werden, indem ein Mikrocontroller vorgesehen ist, der eingangsseitig mit den Steuerausgängen der Leistungstransistoren verbunden ist. Der Mikrocontroller wiederum kann abhängig von den Steuersignalen, die von den Leistungstransistoren geliefert werden, Einfluss auf die Endstufensteuerung nehmen.
  • Schließlich kann die erfindungsgemäße Leistungsendstufe mit Kurzschlussschutz zur Steuerung eines Mo tors und insbesondere eines Gleichstrommotors verwendet werden.
  • Im folgenden wird die Erfindung mit mehreren Ausführungsbeispielen anhand von Figuren weiter erläutert.
  • 1 zeigt den prinzipiellen Aufbau einer H-Brücke und der möglichen Kurzschlussfälle.
  • 2 zeigt eine mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäßen Leistungsendstufe mit Kurzschlussschutz.
  • Wege zur Ausführung der Erfindung
  • Auf die Beschreibung der H-Brücke, wie sie in 1 gezeigt ist, wird hier nicht weiter eingegangen, sondern auf die Beschreibungseinleitung verwiesen.
  • In 2 ist der prinzipielle Aufbau der Leistungsendstufe mit Kurzschlussschutz gezeigt. Die Leistungsendstufe wird über die beiden Klemmen 1 und 2 mit der Batteriespannung UB bzw. dem Massepotential GND verbunden. Über einen Brückentreiber BT mit Bootstrap-Schaltung werden zwei Leistungstransistoren TH und TL gesteuert. Der erste Leistungstransistor TH ist dazu mit seinem Steuereingang G über einen Vorwiderstand RGH mit Steuerausgang GH des Brückentreibers BT verbunden. Der zweite Leistungstransistor TL ist über seinen Steuereingang G und einen Vorwiderstand RGL mit dem Steuerausgang GL des Brückentreibers BT verbunden. Der Sourceausgang S des ersten Leistungstransistors TH und der Drainausgang D des zweiten Leistungstransistors TL bilden gemeinsam den Ausgang bzw. die Ausgangsklemme zum Anschließen des zu steuernden Verbrauchers, beispielsweise eines Elektromotors M.
  • Im normalen Betriebsfall, d. h. in einem Betriebszustand, in dem keine Kurzschlüsse vorhanden sind, wird über den Brückentreiber BT entweder der erste Leistungstransistor TH oder der zweite Leistungstransistor TL leitend geschaltet, d. h. geschlossen, um den Motor M mit der Batteriespannung UB bzw. dem Massepotential GND zu verbinden. Die Steuerung der beiden Leistungstransistoren TH und TL erfolgt jeweils über eine Steuerspannung, die an den Ausgängen GH bzw. GL des Brückentreibers BT abgreifbar ist und beispielsweise 0 Volt oder 10 Volt beträgt. Für den Fall, dass beispielsweise der erste Leistungstransistor TH leitend sein soll, wird am Ausgang GH des Brückentreibers BT eine Spannung in Höhe von 10 Volt angelegt.
  • Der Vorwiderstand RGH, welcher auch als Gate-Widerstand bezeichnet wird, ist ein Widerstand, dessen Wert beispielsweise zwischen 5 und 10 Ohm liegt. Über den Gate-Widerstand RGH wird der Anstieg der Spannung am Gate oder Steuereingang G des ersten Leistungstransistors TH eingestellt. Zudem können mit Hilfe des Gate-Widerstands RGH die Vorschriften bezüglich der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) erfüllt werden. Sinngemäß gilt für den Gate-Widerstand RGL, der sich zwischen dem Steuerausgang GL und dem Gate-Anschluss G des zweiten Leistungstransistors TL befindet, das gleiche.
  • Während des normalen Betriebszustands fällt, falls der erste Leistungstransistor TH leitend ist, zwischen dessen Drain- und Sourceanschlüssen eine Drain-Source-Spannung UDSH ab, die im Bereich von wenigen Millivolt liegt.
  • Der Widerstand RSH, die Diode DSH, die Z-Diode DKH, der Transistor TKH und der Kondensator CKH bilden zusammen eine Erfassungs- und Steuereinheit, mit der ein Kurzschluss detektiert werden kann, bei dem der erste Leistungstransistor TH involviert ist. Der Kurzschlussstrom, der durch den ersten Leistungstransistor TH fließt, wird mit IKH bezeichnet. Mit Hilfe des Widerstands RSL, der Diode DSL, der Z-Diode DKL, dem Transistor TKL und dem Kondensator CKL wird eine zweite Erfassungs- und Steuereinheit realisiert, mit deren Hilfe ein Kurzschluss detektierbar ist, bei dem der zweite Leistungstransistor TL involviert ist. Der Kurzschlussstrom, der durch den zweiten Leistungstransistor TL fließt, wird mit IKL bezeichnet.
  • Im folgenden wird am Beispiel des zweiten Leistungstransistors TL die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Leistungsendstufe mit Kurzschlussschutz für den Fall eines sogenannten harten Kurzschlusses beschrieben.
  • Als harter Kurzschluss wird im Gegensatz zu einem sogenannten weichen Kurzschluss nicht ein kurzzeitiger Überlastungszustand oder ein länger anhalten der, nicht tolerierbarer Belastungszustand bezeichnet, sondern ein tatsächlicher Kurzschluss. Tritt nun ein harter Kurzschluss auf, steigt die Drain-Source-Spannung UDSL am zweiten Leistungstransistor TL schnell auf einen Wert über 1 Volt an, weil der durch den zweiten Leistungstransistor TL fließende Strom, nämlich der Kurzschlussstrom IKL sich erhöht hat. Die Drain-Source-Spannung UDSL ergibt sich aus der Gleichung: UDSL = RDSon × IKLwobei RDSon der Einschaltwiderstand des Leistungstransistors TL ist.
  • Eine sich über dem Kondensator CKL aufbauende Spannung sorgt nun dafür, dass der Transistor TKL durchschaltet, d. h. leitend wird, und die Zener-Diode DKL den Gate-Anschluss G des zweiten Leistungstransistors TL auf eine definierte Gate-Spannung, welche ursprünglich 10 V betragen hat, nunmehr beispielsweise auf 3 Volt einstellt. Die Höhe der Gate-Spannung ergibt sich aus der Dimensionierung der Zener-Diode DKL. Damit wird der Strom durch den zweiten Leistungstransistor TL innerhalb kurzer Zeit, beispielsweise innerhalb von 10 Mikrosekunden auf einen neuen Drain-Strom IDL, welcher kleiner als der Kurzschlussstrom IKL ist, reduziert. Aufgrund des höheren Einschaltwiderstands RDSon steigt jedoch die Drain-Source-Spannung UDSL weiter an und die am zweiten Leistungstransistor TL abfallende Verlustleistung PV, welche sich zu PV = UDSL × IDL ergibt, erwärmt den zweiten Leistungstransistor TL. Sobald der zweite Leistungstransistor TL eine Junction-Temperatur von ca. 150°C bis 170°C erreicht hat, schaltet der Thyristor des Leistungstransistors TL durch. Dies hat zur Folge, dass am Steuerausgang A des Leistungstransistors TL das durch den Leistungstransistor TL erzeugte Steuersignal seinen Pegel wechselt und dies über den Enabel-Eingang ENL des Brückentreibers BT diesem mitteilt. Der Brückentreiber BT legt dann an seinem Ausgang GL die Gate-Spannung auf 0 Volt. Dieser Zustand bleibt bis zur Löschung des Thyristors erhalten.
  • Durch eine zusätzliche Verbindung des Steuerausgangs A, welcher gleichzeitig der Thyristor-Ausgang ist, zu einem Mikrocontroller μC kann das System über den Fehlerzustand informiert werden. Weiterhin kann damit der Thyristor durch ein Massesignal wieder zurückgesetzt werden.
  • Die Diode DSL kann je nach Anwendungsfall und technischen Erfordernissen als Schottky- oder als Silizium-Diode ausgebildet sein. Über die Dimensionierung des Kondensators CKL kann das Ansprechverhalten der Erfassungs- und Steuereinheit eingestellt werden. In einer möglichen Ausführungsform liegt der Wert des Widerstands RSL in einem Bereich von ca. 10 – 30 kΩ. Sinngemäß gilt dies auch für die Diode DSH, den Kondensator CKH und den Widerstand RSH.
  • Im folgenden wird die Funktionsweise der Schaltung für den Fall eines weichen Kurzschlusses beschrieben.
  • Beim Auftreten eines weichen Kurzschlusses, also immer dann, wenn ein länger anhaltender, nicht tolerierbarer Belastungszustand auftritt, verharrt die Drain-Source-Spannung UDSL bei ca. 1 Volt. Die Gate-Spannung am Steuereingang G des Leistungstransistors TL wird eventuell schon etwas eingeschnürt. Dies führt dazu, dass aufgrund der sich dadurch ergebenden erhöhten Verlustleistung PV die Temperatur im Leistungstransistor TL steigt. Erreicht die Junction-Temperatur den kritischen Wert, der im Bereich von 150°C bis 170°C liegt, wird der zweite Leistungstransistor TL mit Hilfe des Brückentreibers BT abgeschaltet, indem der Ausgang GL des Brückentreibers BT auf 0 Volt gelegt wird. Dem Brückentreiber BT wird der Befehl zum Abschalten des Leistungstransistors TL dadurch mitgeteilt, dass das Steuersignal am Steuerausgang A des Leistungstransistors TL seinen Pegel wechselt.
  • Bei der Bestimmung des maximalen Kurzschlusswiderstands an den Klemmen, bei dem gerade noch ein Kurzschluss erkannt wird, gehen der Verlauf des Einschaltwiderstands RDSon über der Temperatur, die Wärmeübergangswiderstände und die Übergangswiderstände mit ein.
  • Die Beschreibung der Funktionsweise im Betriebsmodus harter Kurzschluss und im Betriebsmodus weicher Kurzschluss gilt analog auch für die erste Erfas sungs- und Steuereinheit und den ersten Leistungstransistor TH.
  • Die in 2 gezeigte Schaltungsanordnung ist ohne weiteres auch auf eine H-Brücke, wie sie in 1 gezeigt ist, erweiterbar. Dabei ist es von Vorteil, für jeden Leistungstransistor eine eigene Erfassungs- und Steuereinheit vorzusehen. Um das Steuersignal am Steuerausgang A der Leistungstransistoren zu stabilisieren, können Pull-up-Widerstände RPL und RPH vorgesehen sein, die mit einer definierten Spannung VCC verbunden sind.
  • Die Steuerausgänge A der Leistungstransistoren können auch zuerst zusammengefasst und dann als gemeinsames Steuersignal auf den Brückentreiber geführt werden.
  • Als Brückentreiber BT können konventionelle handelsübliche Bauelemente verwendet werden. So sind für die erfindungsgemäße Leistungsendstufe als Brückentreiber beispielsweise die Bausteine L 9903 oder L 9904, welche von ST-Microelectronics hergestellt werden, verwendbar.
  • Als Leistungstransistoren werden vorteilhafter Weise Speed-TempFETs verwendet.
  • Mit der erfindungsgemäßen Leistungsendstufe kann somit auf einfache Art und Weise ein Kurzschluss zuverlässig erkannt und die Leistungsendstufe insgesamt oder aber Teile davon rasch abgeschaltet werden. Ein kurzzeitiger Überlastungszustand, welcher beispielsweise beim Anlaufen eines Motors ent steht, führt nicht dazu, dass dies als Kurzschluss gewertet wird. Gleichwohl werden jedoch länger anhaltende Belastungszustände im Bereich des maximalen Motorstroms als sogenannter weicher Kurzschluss erkannt und die Leistungstransistoren abgeschaltet, bevor die einzelnen Transistoren bzw. der Motor thermisch überlastet werden.
  • Die vorhergehende Beschreibung der Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung dient nur zu illustrativen Zwecken und nicht zum Zwecke der Beschränkung der Erfindung. Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Änderungen und Modifikationen möglich, ohne den Umfang der Erfindung sowie ihre Äquivalente zu verlassen.

Claims (11)

  1. Leistungsendstufe mit Kurzschlussschutz, mit einem Leistungstransistor (TL), welcher einen Steuersignalausgang (A) zum Abgreifen eines betriebstemperaturabhängigen Signals aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Erfassungs- und Steuereinheit (RSL, DSL, TKL, DKL, CKL) vorgesehen ist, die derart ausgebildet und betreibbar ist, dass ein Kurzschluss erfasst werden kann und im Kurzschlussfall die Betriebstemperatur im Leistungstransistor (TL) erhöht wird, und dass eine Endstufensteuerung (BT) zur Steuerung des Leistungstransistors (TH) vorgesehen ist, welche eingangsseitig mit dem Steuersignalausgang (A) und ausgangsseitig mit dem Steuereingang (G) des Leistungstransistors (TL) verbunden ist und derart ausgebildet und betreibbar ist, dass beim Überschreiten einer bestimmten Betriebstemperatur der Leistungstransistor (TL) abgeschaltet wird.
  2. Leistungsendstufe nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungs- und Steuereinheit (RSL, DSL, TKL, DKL, CKL) derart ausgebildet und betreibbar ist, dass im Kurzschlussfall eine definierte Spannung am Steuereingang (G) des Leistungstransistors (TL) erzeugt wird, die niedriger als die Spannung ist, die von der Endstufensteuerung (BT) erzeugt wird.
  3. Leistungsendstufe nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungs- und Steuereinheit (RSL, DSL, TKL, DKL, CKL) einen mit einer ersten Diode (DSL) in Reihe geschalteten Widerstand (RSL) aufweist, welche zwischen den Steuereingang (G) und einen Steuerausgang (D) des Leistungstransistors (TL) geschaltet sind, und dass die Erfassungs- und Steuereinheit (RSL, DSL, TKL, DKL, CKL) einen mit einer zweiten Diode (DKL) in Reihe geschalteten Transistor (TKL) aufweist, wobei die zweite Diode (DKL) mit dem Steuereingang (G) des Leistungstransistors (TL) und der Steuereingang des Transistors (TKL) mit einem Kondensator (CKL) und der ersten Diode (DSL) verbunden ist.
  4. Leistungsendstufe nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Diode (DKL) eine Z-Diode ist.
  5. Leistungsendstufe nach Patentanspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Transistor (TKL) als MOSFET ausgebildet ist.
  6. Leistungsendstufe nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweiter Leistungstransistor (TH) und eine mit diesem verbundene zweite Erfassungs- und Steuereinheit (RSH, DSH, TKH, DKH, CKH) vorgesehen sind, und dass der zweite Leistungstransistor (TH) ebenfalls über die Endstufensteuerung (BT) gesteuert wird.
  7. Leistungsendstufe nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein dritter und ein vierter Leistungstransistor vorgesehen sind, welche mit einer dritten und einer vierten Erfassungs- und Steuereinheit verbunden sind, und dass der dritte und vierte Leistungstransistor ebenfalls über die Endstufensteuerung (BT) gesteuert werden.
  8. Leistungsendstufe nach Patentanspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vier Leistungstransistoren eine H-Brücke bilden.
  9. Leistungsendstufe nach einem der Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Leistungstransistoren (TL, TH) als Speed-TEMPFET ausgebildet sind.
  10. Leistungsendstufe nach einem der Patentansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Microcontroller (μC) vorgesehen ist, der eingangsseitig mit den Steuerausgängen (A) der Leistungstransistoren (TL, TH) verbunden ist.
  11. Verwendung der Leistungsendstufe nach einem der Patentansprüche 1 bis 10 zur Steuerung eines Motors (M).
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