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DE10307827A1 - System und Verfahren zum Bewegen eines Objekts - Google Patents

System und Verfahren zum Bewegen eines Objekts Download PDF

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DE10307827A1
DE10307827A1 DE2003107827 DE10307827A DE10307827A1 DE 10307827 A1 DE10307827 A1 DE 10307827A1 DE 2003107827 DE2003107827 DE 2003107827 DE 10307827 A DE10307827 A DE 10307827A DE 10307827 A1 DE10307827 A1 DE 10307827A1
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DE
Germany
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real
user
time
hmd device
remote control
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Ceased
Application number
DE2003107827
Other languages
English (en)
Inventor
Birgit Rottenkolber
Eberhard Wahl
Silke Malzkorn-Edling
Roland Gischa
Rainer Voigt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Carl Zeiss AG
Original Assignee
Carl Zeiss AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Carl Zeiss AG filed Critical Carl Zeiss AG
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Publication of DE10307827A1 publication Critical patent/DE10307827A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63HTOYS, e.g. TOPS, DOLLS, HOOPS OR BUILDING BLOCKS
    • A63H27/00Toy aircraft; Other flying toys
    • A63H27/02Model aircraft

Landscapes

  • User Interface Of Digital Computer (AREA)

Abstract

Es wird ein System zum Bewegen eines Objekts (1) bereitgestellt, das eine am Objekt befestigte Bildaufnahmeeinrichtung (2) zur Aufnahme der Objektumgebung in Bewegungsrichtung (A) des Objekts (1), eine Erfassungseinheit (4) zum Erfassen von zumindest einer Betriebszustandsgröße des Objekts (1), eine von einem Benutzer (B) zu tragende HMD-Vorrichtung (10), eine Fernsteuerung (12) zum Steuern der Objektbewegung und eine Übertragungseinheit (5) aufweist, die eine Echtzeitaufnahme der Bildaufnahmeeinrichtung (2) sowie einen Echtzeitwert der erfaßten Betriebszustandsgröße zu einer Recheneinheit (6) überträgt, die die Echtzeitaufnahme und den Echtzeitwert so aufbereitet und zur HMD-Vorrichtung (10) überträgt, daß mittels der HMD-Vorrichtung (10) für den Benutzer (B) eine Kombination aus Echtzeitumgebung und virtuell erzeugter Darstellung der Betriebszustandsgröße auf Basis des Echtzeitwerts dargestellt wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein System und ein Verfahren zum Bewegen eines Objekts.
  • Es ist bekannt, zum Bewegen eines Objekts, wie z.B. eines Modellfahrzeugs, das Fahrzeug mit einer Kamera auszustatten, die aus dem Fahrzeug heraus die Umgebung in Bewegungsrichtung des Fahrzeugs aufnimmt, und das Fahrzeug anhand des zu einem Fernsehgerät übertragenen Kamerabildes zu steuern.
  • Solche Systeme bilden aber keine komplette Simulation eines realen Fahr-/Flugerlebnisses, da der Betrachter nicht nur das Fernsehbild wahrnimmt, sondern auch noch die Bereiche neben dem Fernseher. Er befindet sich somit nicht in einer für ihn abgeschlossenen visuellen Umgebung, die ihm das Fahr-/Flugerlebnis möglichst authentisch vermittelt.
  • Ausgehend hiervon ist es Aufgabe der Erfindung, ein System zum Bewegen eines Objekts vorzusehen, mit dem dem Benutzer möglichst realitätsnah der visuelle Eindruck vermittelt wird, daß er sich zusammen mit dem Objekt bewegt, obwohl dies nicht der Fall ist. Ferner soll noch ein entsprechendes Verfahren zum Bewegen eines Objektes bereitgestellt werden.
  • Die erfindungsgemäße Ausgabe wird durch ein System zum Bewegen eines Objektes gelöst, das eine am Objekt befestigte Bildaufnahmeeinrichtung zur Aufnahme der Objektumgebung in Bewegungsrichtung des Objekts, eine Erfassungseinheit zum Erfassen von zumindest einer Betriebszustandsgröße des Objekts, einer von einem Benutzer zu tragende HMD-Vorrichtung, eine Fernsteuerung zum Steuern des Objekts und eine Übertragungseinheit aufweist, die eine Echtzeitaufnahme der Bildaufnahmeeinrichtung sowie ein Echtzeitwert der erfaßten Betriebszustandsgröße zu einer Recheneinheit überträgt, die die Echtzeitaufnahme und den Echtzeitwert so aufbereitet und zur HMD-Vorrichtung überträgt, daß mittels der HMD-Vorrichtung für den Benutzer eine Kombination aus Echtzeitumgebung auf der Basis der Echtzeitaufnahme und virtuell erzeugter Darstellung der Betriebszustandsgröße auf der Basis des Echtzeitwertes dargestellt wird.
  • Durch den Einsatz der HMD-Vorrichtung (Head Mounted Display-Vorrichtung), die eine Kombination der realen Echtzeitumgebung des Objekts und der virtuell erzeugten Darstellung der Betriebszustandsgröße dem Benutzer als in sich abgeschlossene visuelle Umgebung präsentiert, wird dem Benutzer der Eindruck vermittelt, als ob er sich selbst im Modell befindet und sich zusammen mit dem Objekt bewegt.
  • Anhand dieser visuellen Darstellung steuert der Benutzer über die Fernbedienung das Objekt. Dies führt zu der gewünschten Bewegung des Objekts und damit auch zu einer Änderung der realen Umgebung des Objekts, die mittels der Bildaufnahmeeinrichtung erneut aufgenommen und in gleicher Weise dem Benutzer in Echtzeit wieder dargestellt werden. Dies verstärkt den Eindruck, sich mit dem Objekt zu bewegen. Es können natürliche mehrere Echtzeitaufnahmen und -werte zur Recheneinheit übertragen werden.
  • Die HMD-Vorrichtung erzeugt nur für den die HMD-Vorrichtung tragenden Benutzer wahrnehmbare Bilder. Insbesondere kann sie so ausgebildet sein, daß der Benutzer nur noch die von der HMD-Vorrichtung erzeugten Bilder wahrnehmen kann (in diesem Fall kann auch die Fernbedienung mittels der HMD-Vorrichtung dargestellt werden) oder daß der Benutzer neben den HMD-Bildern auch noch die Fernbedienung sehen kann. Auch eine augmentierte Darstellung ist möglich. Die HMD-Vorrichtung kann beispielsweise helmartig oder auch in Form einer abgeschlossenen Brille ausgebildet sein.
  • Insbesondere kann es sich bei dem Objekt um ein Fahrzeug mit einem Cockpit handeln, wobei die Bildaufnahmeeinrichtung den Blick aus dem Cockpit heraus aufnimmt. Das Fahrzeug kann ein Land-, Luft- oder Wasserfahrzeug sein, wobei das Cockpit immer der Bereich ist, in dem sich der Fahrzeugführer normalerweise bei Bewegung des Fahrzeugs aufhalten würde. Insbesondere kann das Objekt (bzw. das Fahrzeug) ein Modellobjekt sein, wie z.B. ein Modellflugzeug, ein Modellauto oder auch ein Modell-U-Boot.
  • Wenn es sich um ein Modellobjekt handelt, kann mittels dem erfindungsgemäßen System eine ausgezeichnete Simulation des Bewegungsverhaltens des Originalobjekts realisieren. Wenn es sich bei dem Objekt selbst um das Originalobjekt handelt, kann man das erfindungsgemäße System insbesondere zur Steuerung des Objekts bei Notfällen einsetzen.
  • Besonders bevorzugt ist es, wenn die virtuelle Darstellung mittels der HMD-Vorrichtung die Darstellung des Cockpits umfaßt. Dadurch wird der visuelle Eindruck für den Benutzer noch realitätsnäher.
  • Insbesondere wird die virtuelle Cockpit-Darstellung ortsfest zu einem vorher festgelegten Punkt (beispielsweise ein Punkt am Boden) erzeugt, so daß eine Kopfdrehung des Benutzers dazu führt, daß dem Benutzer der Eindruck vermittelt wird, er schaue sich im Cockpit um.
  • Eine besonders vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Systems besteht darin, daß die HMD-Vorrichtung eine Abschaltvorrichtung aufweist, mit der die HMD-Vorrichtung auf volle Durchsicht schaltbar ist. Mittels dieser Abschaltvorrichtung kann man sehr schnell sicherstellen, daß der Benutzer seine reale Umgebung und nicht mehr die Darstellung mittels der HMD-Vorrichtung wahrnimmt. Dies ist besonders in Notfällen oder bei Störung der Darstellung wichtig.
  • Insbesondere kann die Abschaltfunktion mittels der Fernbedienung ausgelöst werden. Damit läßt sich die Abschaltung durch den Benutzer selbst schnell durchführen.
  • Alternativ zu der Abschaltfunktion kann die HMD-Vorrichtung klappbar oder schwenkbar so vorgesehen sein, daß sie in einer ersten Stellung dem Benutzer die gewünschten Bilder darbietet, während sie in einer zweiten Stellung den Sichtbereich des Benutzers vollständig freigibt. Dies läßt sich beispielsweise wie bei einem Visier eines Motorradhelms realisieren, das geöffnet werden kann.
  • Bei dem erfindungsgemäßen System kann ferner noch eine oder mehrere Betriebszustandsgrößen der Fernsteuerung mittels der HMD-Vorrichtung angezeigt werden. Dabei kann es sich beispielsweise um die Sender-/Empfängerspannung handeln.
  • Die Übertragung zwischen dem Objekt und der Recheneinheit einerseits und der Fernbedienung und dem Objekt andererseits kann über Kabel oder bevorzugt drahtlos durchgeführt werden. Die drahtlose Übertragung kann je nach Abstand beispielsweise über eine sogenannte WLAN-Verbindung (kürzere Abstände) oder auch über eine Mobilfunkverbindung oder eine Satellitenverbindung hergestellt werden.
  • Die Recheneinheit kann insbesondere so ausgebildet sein, daß die Zeitabstände zwischen den für die HMD-Vorrichtung aufbereiteten Echtzeitaufnahmen so groß gewählt sind, daß für den Benutzer ein deutlich wahrnehmbares Ruckeln erkennbar ist. Dies stört zwar das vermittelte Realitätsgefühl, führt aber zu einem deutlich seltener Auftreten von Übelkeit bei den Benutzern, die insbesondere auf die fehlende Übereinstimmung der visuellen Eindrücke mit den Eindrücken des Gleichgewichtsorgans des Benutzers zurückzuführen sind.
  • Ferner kann das erfindungsgemäße System einen Sitz für den Benutzer aufweisen, wobei die Lage des Sitzes veränderbar ist und er entsprechend der Objektbewegung angesteuert wird. Dies erhöht den Realitätseindruck für den Benutzer deutlich, da er die Bewegungen des Objekts nicht nur sieht, sondern nun auch spürt.
  • Zur Steuerung des Sitzes kann in dem zu bewegenden Objekt ein Gyrosensor vorgesehen sein, mit dem die Ausrichtung des Objekts zum Boden erfaßbar ist. Die von dem Gyrosensor abgegebenen Signale werden über die Übertragungseinheit zur Recheneinheit übertragen, die aufgrund dieser Signale den Sitz ansteuert.
  • Das erfindungsgemäße System kann so weitergebildet werden, daß die Fernsteuerung nur möglich ist, wenn vorgegebene Randbedingungen eingehalten werden. Dabei kann es sich beispielsweise um einen maximalen Abstand zwischen dem zu bewegenden Objekt und dem Benutzer bzw. der Fernsteuerung und der Recheneinheit handeln. Dies ist insbesondere bei der Steuerung von Modellflugzeugen wichtig, da somit die gesetzlich vorgeschriebene maximale Sichtschutzenfternung eingehalten werden kann. Man kann dies beispielsweise dadurch realisieren, daß eine optische Verbindung (beispielsweise zwischen Infrarotleuchtdioden an der HMD-Vorrichtung und einem Empfänger am bewegten Objekt oder andersrum) vorhanden sein muß. Liegt eine längere Unterbrechung dieser optischen Verbindung vor, kann der Benutzer gewarnt werden (beispielsweise optisch oder auch akustisch) und/oder der automatische Rückflug kann eingeleitet werden. Natürlich kann statt der optischen Verbindung eine Funkverbindung genutzt werden. Auch kann man bei Modellflugzeugen z.B. eine maximale Flughöhe vorgeben, die das Modellflugzeug nicht übersteigen darf.
  • Bei der Betriebszustandsgröße des Objekts kann es sich, wenn das Objekt ein Modellflugzeug ist, um die Motordrehzahl, den künstlichen Horizont, die Höhe, die Geschwindigkeit, den Kompaß (mit Deviationstabelle) handeln. Auch kann man eine Anzeige für Einziehfahrwerke, Landeklappen und Restkraftstoffmenge vorsehen. Diese Betriebszustandsgrößen können so wie in einem echten Cockpit dargestellt werden und es ist auch möglich, freie Anzeigeleuchten eines echten Cockpits für Betriebszustandsgrößen zu verwenden, die üblicherweise nicht angezeigt werden.
  • Die Betriebszustandsgrößen können entweder direkt erfaßt werden oder aus anderen erfaßten Größen abgeleitet werden. Die Erfassung und Ableitung können im Objekt selbst durchgeführt werden. Die Ableitung kann natürlich auch erst in der Recheneinheit erfolgen. Neben der visuellen Darstellung können auch noch akustische Signale erzeugt werden, um den Realitätseindruck noch zu verbessern. In diesem Fall weist die HMD-Vorrichtung entsprechende Lautsprecher (bevorzugt Kopfhörer) auf.
  • Am Objekt können weitere Bildaufnahmeeinrichtungen vorgesehen werden, um andere Aufnahmeperspektiven zu realisieren. Insbesondere kann eine 360° Kamera zur Orientierung eingesetzt werden. Die Aufnahmen dieser weiteren Kamera bzw. dieser weiteren Kameras werden in gleicher Weise über die Übertragungseinheit zur Recheneinheit übertragen, die diese auswertet und zusätzlich für den Benutzer noch darstellen kann. Alternativ kann der Benutzer beispielsweise an seiner Fernbedienung die gewünschte Perspektive auswählen. Wesentlich ist es, daß es sich bei den Aufnahmen jeweils um Echtzeitaufnahmen handelt.
  • Die Fernsteuerung kann als klassische Fernsteuerung (wie zur Steuerung von Modellflugzeugen) oder auch zumindest teilweise als virtuelle Fernsteuerung ausgebildet sein. Im letzteren Fall ist noch eine Eingabeeinheit, wie z. B. ein oder mehrere Datenhandschuhe, vorgesehen, mittels der der virtuelle Teil der Fernsteuerung bedienbar ist. Bei Datenhandschuhen wird beispielsweise ihre Lage und Ausrichtung im Raum laufend bestimmt, so daß daraus Aktionen ableitbar sind (wie z. B. Betätigen eines virtuellen Schalters oder Bewegen eines virtuellen Steuerknüppels). Es kann somit ein virtuelles Cockpit mittels der HMD-Vorrichtung dargestellt und mittels der Eingabeeinheit bedient werden. Dies erhöht den Realitätseindruck. Natürlich kann die Eingabeeinheit, wie dies dem Fachmann aus dem Gebiet der virtuellen Realität bekannt ist, noch eine Rückkopplungsfunktion aufweisen, die beim (virtuellen) Betätigen eines Schalters, z. B. eine Kraft auf den Finger des Benutzers ausübt, wodurch der Eindruck für den Benutzer noch realistischer wird.
  • Insbesondere ist das erfindungsgemäße System so ausgebildet, daß die HMD-Vorrichtung, die Recheneinheit und die Fernsteuerung tragbar bzw. mobil sind.
  • Die Aufgabe wird auch gelöst durch ein Verfahren zum Bewegen eines Objekts, bei dem mit einer am Objekt befestigten Bildaufnahmeeinrichtung eine Echtzeitaufrahme der Objektumgebung in Bewegungsrichtung des Objekts durchgeführt wird, zumindest ein Echtzeitwert einer Betriebzustandsgröße des Objekts erfaßt wird, die Echtzeitaufnahme sowie der Echtzeitwert aufbereitet und zu einer von einem Benutzer zu tragenden HMD-Vorrichtung übertragen werden und mittels der HMD-Vorrichtung für den Benutzer eine Kombination aus Echtzeitumgebung auf der Basis der Echtzeitaufnahme und virtuell erzeugter Darstellung der Betriebszustandsgröße auf Basis des Echtzeitwertes dargestellt wird, so daß der Benutzer anhand der HMD-Darstellung mittels einer Fernsteuerung die Objektbewegung steuern kann.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren wird dem Benutzer aufgrund der Kombination der Echtzeitaufnahmen mit dem virtuell erzeugten Betriebzustandsgrößen eine möglichst realitätsnahe Simulation einer Bewegung mit dem Objekt vermittelt.
  • Insbesondere kann das Verfahren noch zusätzlich solche Schritte aufweisen, die mittels des erfindungsgemäßen Systems und seiner Weiterbildung realisierbar sind.
  • Die Erfindung wird nachfolgend beispielhalber anhand der einzigen Figur noch näher erläutert.
  • Wie aus der schematischen Darstellung der einzigen Figur ersichtlich ist, handelt es sich bei dem zu bewegenden Objekt um ein Modellflugzeug 1, in dem eine Kamera 2 angeordnet ist, die die Objektumgebung aus dem Cockpitfenster 3 des Flugzeugs 1 in Bewegungsrichtung A des Flugzeugs 1 aufnimmt.
  • Diese Aufnahmen werden über eine Erfassungseinheit 4 und eine Übertragungseinheit 5 drahtlos zu einer am Boden angeordneten Recheneinheit 6 übertragen. Die drahtlose Übertragung über Antennen 8, 9 ist mit der Strichpunktlinie 7 angedeutet.
  • Die Erfassungseinheit 4 überträgt nicht nur sofort und laufend die Echtzeitaufnahmen der Kamera 2 zur Übertragungseinheit 5, sondern erfaßt auch noch Betriebszustandsgrößen des Flugzeugs 1, wie z.B. die Höhe des Flugzeugs, seine Geschwindigkeit und den künstlichen Horizont. Die Werte dieser Betriebszustandsgrößen werden wiederum sofort und laufend mittels der Übertragungseinheit 5 zur Recheneinheit 6 übertragen.
  • Das System enthält weiterhin eine HMD-Vorrichtung 10, die helmartig ausgebildet ist und die der Benutzer B auf seinem Kopf trägt. Die HMD-Vorrichtung 10 ist über ein Verbindungskabel 11 mit der Recheneinheit 6 verbunden. Natürlich kann statt einem Verbindungskabel zwischen der Recheneinheit 6 und der HMD-Vorrichtung 10 auch eine drahtlose Verbindung vorgesehen werden.
  • Der Benutzer trägt ferner eine Fernsteuerung 12, mit der er über eine drahtlose Verbindung 13 (die wiederum durch eine Stichpunktlinie angedeutet ist) das Flugzeug 1 steuert.
  • Im Betrieb werden somit vom Flugzeug Echtzeitaufnahmen aus dem Cockpit heraus mittels der Kamera 2 aufgenommen und zusammen mit den erfaßten Betriebzustandsgrößen laufend zu der Recheneinheit 6 übertragen. Die Recheneinheit 6 bereitet diese Daten so auf, daß mittels der HMD-Vorrichtung 10 eine Kombination aus Echtzeitumgebung und virtuellem Cockpit für den Benutzer B dargestellt wird. Dem Benutzer wird somit der visuelle Eindruck vermittelt, als ob er selbst im Flugzeug 1 sitzt.
  • Natürlich werden die Kameraaufnahmen und auch die Cockpitdarstellungen ständig aktualisiert, so daß ein äußerst realer Eindruck geschaffen wird.
  • Die Recheneinheit 6 muß nicht als separate Einheit ausgebildet sein, sie kann in die HMD-Vorrichtung 10 oder auch in die Fernsteuerung 12 integriert sein.
  • Natürlich können im Flugzeugcockpit auch zwei Kameras im Augenabstand des Benutzers (bzw. in einem typischen Augenabstand) angeordnet sein, deren Aufnahmen für eine dreidimensionale Darstellung in der HMD-Vorrichtung benutzt werden.

Claims (11)

  1. System zum Bewegen eines Objekts (1), mit einer am Objekt befestigten Bildaufnahmeeinrichtung (2) zur Aufnahme der Objektumgebung in Bewegungsrichtung (A) des Objekts (1), einer Erfassungseinheit (4) zum Erfassen von zumindest einer Betriebzustandsgröße des Objekts (1), einer von einem Benutzer (B) zu tragenden HMD-Vorrichtung (10), einer Fernsteuerung (12) zum Steuern der Objektbewegung und einer Übertragungseinheit (5), die eine Echtzeitaufnahme der Bildaufnahmeeinrichtung (2) sowie einen Echtzeitwert der erfaßten Betriebszustandgröße zu einer Recheneinheit (6) überträgt, die die Echtzeitaufnahme und den Echtzeitwert so aufbereitet und zur HMD-Vorrichtung (10) überträgt, daß mittels der HMD-Vorrichtung (10) für den Benutzer (B) eine Kombination aus Echtzeitumgebung und virtuell erzeugter Darstellung der Betriebszustandsgröße auf Basis des Echtzeitwerts dargestellt wird.
  2. System nach Anspruch 1, bei dem das Objekt (1) ein Fahrzeug mit einem Cockpit ist und die Bildaufnahmeeinrichtung (2) den Blick aus dem Cockpit heraus aufnimmt.
  3. System nach Anspruch 2, bei dem die Recheneinheit (6) die Echtzeitaufnahme und den Echtzeitwert so aufbereitet, daß das Cockpit mittels der HMD-Vorrichtung (10) virtuell dargestellt wird.
  4. System nach Anspruch 3, bei dem die virtuelle Cockpitdarstellung ortsfest zu einem Bezugspunkt unabhängig von der Kopfbewegung des Benutzers (B) erzeugt wird.
  5. System nach einem der obigen Ansprüche, bei dem die HMD-Vorrichtung (10) eine Abschalffunktion aufweist, mit der die HMD-Vorrichtung (10) auf volle Durchsicht schaltbar ist.
  6. System nach Anspruch 5, bei dem die Abschaltfunktion mittels der Fernbedienung (12) ausgelöst werden kann.
  7. System nach einem der obigen Ansprüche, bei dem eine Betriebszustandsgröße der Fernsteuerung (12) erfaßt und mittels der HMD-Vorrichtung (10) angezeigt werden kann.
  8. System nach einem der obigen Ansprüche, bei dem die Recheneinheit (6) die Echtzeitaufnahmen so aufbereitet, daß Änderungen in der Echtzeitumgebung mittels der HMD-Vorrichtung (10) ruckartig dargestellt werden.
  9. System nach einem der obigen Ansprüche, bei dem zumindest eine weitere Bildaufnahmeeinrichtung zur Aufnahme der Objektumgebung in einer anderen Richtung als die Bewegungsrichtung (A) vorgesehen ist, und die Echtzeitaufnahmen der weiteren Bildaufnahmeeinrichtung über die Übertragungseinheit (5) zur Recheneinheit (6) übertragen werden.
  10. System nach einem der obigen Ansprüche, bei dem ein Sitz für den Benutzer (B) vorgesehen ist, dessen Lage veränderbar ist und der in Abhängigkeit der Objektbewegung angesteuert wird.
  11. Verfahren zum Bewegen eines Objekts (1), bei dem mit einer am Objekt (1) befestigten Bildaufnahmeeinrichtung (2) eine Echtzeitaufnahme der Objektbewegung in Bewegungsrichtung (A) des Objekts (1) durchgeführt wird, zumindest ein Echtzeitwert einer Betriebszustandgröße des Objekts (1) erfaßt wird, die Echtzeitaufnahme sowie der Echtzeitwert aufbereitet und zu einer von einem Benutzer (B) zu tragenden HMD-Vorrichtung (10) übertragen werden und mittels der HMD-Vorrichtung (10) für den Benutzer eine Kombination aus Echtzeitumgebung und virtuell erzeugter Darstellung der Betriebszustandsgröße auf der Basis des Echtzeitwerts dargestellt wird, so daß der Benutzer (B) anhand der HMD-Darstellung mittels einer Fernsteuerung (12) die Objektbewegung steuern kann.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT509752B1 (de) * 2010-05-07 2013-01-15 Pendelin Philipp Ing Fernsteuereinrichtung
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8181 Inventor (new situation)

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