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DE1030748B - Treibladung fuer Feuerwaffen - Google Patents

Treibladung fuer Feuerwaffen

Info

Publication number
DE1030748B
DE1030748B DES35652D DES0035652D DE1030748B DE 1030748 B DE1030748 B DE 1030748B DE S35652 D DES35652 D DE S35652D DE S0035652 D DES0035652 D DE S0035652D DE 1030748 B DE1030748 B DE 1030748B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
explosives
propellant charge
charged
charge
firearms
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES35652D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Jandebeur
Dr Kurt Scheel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wasag Chemie AG
Original Assignee
Wasag Chemie AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wasag Chemie AG filed Critical Wasag Chemie AG
Priority to DES35652D priority Critical patent/DE1030748B/de
Publication of DE1030748B publication Critical patent/DE1030748B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B47/00Compositions in which the components are separately stored until the moment of burning or explosion, e.g. "Sprengel"-type explosives; Suspensions of solid component in a normally non-explosive liquid phase, including a thickened aqueous phase

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Disintegrating Or Milling (AREA)

Description

  • Treibladung für Feuerwaffen Als Treibladung für Feuerwaffen werden heute im allgemeinen dichte kolloidale Massen verwendet, die auf der Grundlage von Nitrocellulose hergestellt sind und bei denen Verbrennungsdauer und Verb,rennungsgeschwindigkeit durch bestimmte Formgebung, z. B. zu Blättchen, Streifen und Röhren, geregelt sind. Es ist bekannt, in derartige Pulver kristalline Sprengstoffe einzuarbeiten. Während dies bei Sprengstoffen, die, wie Trinitrotoluol oder Dinitroluol, auf Nitrocellulose lösend wirken und damit ein homogenes Gefüge liefern, keine Schwierigkeiten bereitet, ist die Einarbeitung von kristallinen Sprengstoffen, die Nitrocellulose nicht gelatinieren, wie z. B. Pentaerythrittetranitrat, Trimethylentrinitramin, Nitroguanidin u. dgl., mit Nachteilen verbunden. Diese Sprengstoffe, die nur als Fremdkörper in das Nit:rocellulosegel eingebettet sind, setzen dessen Festigkeit stark herab, so daß nur begrenzte Mengen einverleibt werden können. Außerdem treten beim Beschuß von Pulvern, die brisante Sprengstoffe eingebettet enthalten, leicht Gasdrucksprünge auf. Man kann dieser Schwierigkeit zwar dadurch begegnen, daß man die kristallinen Sprengstoffe vor der Einarbeitung besonders fein mahlt. Die Vermahlung muß aber wegen der Detonationsempfindlichkeit dieser Verbindungen auf nassem Wege erfolgen und ist sehr zeitraubend und umständlich.
  • Es wurde nun gefunden, daß kristalline Sprengstoffe in wesentlich einfacherer Weise für Treibladungen von Feuerwaffen verwendet werden können, indem man sie auf eine Grundladung von üblichem rauchschwachem Pulver auflädt. Die Aufladung kann beispielsweise in Gestalt von mit den Sprengstoffen gefüllten Beuteln geschehen.
  • Während bei geringeren Aufladungen von kristallinen Sprengstoffen deren Form nicht von besonderer Bedeutung ist, hat es sich zur Vermeidung von Streuungen der Geschoßgeschwindigkeit und des Gasdruckes bei größeren Aufladungen als zweckmäßig erwiesen, bestimmte Korngrößen des Sprengstoffes zu wählen. Die geeignete Korngröße ist von der Eigenart des Sprengstoffes und der gewünschten ballistischen Leistung abhängig und leicht durch Versuche zu ermitteln.
  • Weitere Versuche haben ergeben, daß der Anteil an aufgeladenem Sprengstoff ohne Einbuße an ballistischer Konstanz der Ladung wesentlich vergrößert werden kann, wenn man an Stelle der Beutelvorlagen den Sprengstoff in Form von gepreßten Körpern bestimmter Dichte verwendet. Als besonders zweckmäßige Form haben sich Hohlzylinder und Ringe er-@viesen. Die bestgeeignete Dichte dieser Preßlinge muß durch Versuche von Fall zu Fall ermittelt werden. Grundsätzlich sind alle kristallinen Sprengstoffe für die Zwecke der Erfindung brauchbar. Besonders geeignet sind solche Sprengstoffe, deren Explosionswärme etwa in derselben Höhe liegt wie die der verwendeten rauchschwachen Pulver. Ein derartiger Sprengstoff ist z. B. Nitroguanidin. Man kann auch Mischungen von Sprengstoffen als Aufladung verwenden und durch entsprechende Abstufung der Komponenten die Explosionswärme der Aufladung regulier en.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Treibladung für Feuerwaffen, dadurch gekennzeichnet, daß auf eine Grundladung von bekanntem rauchschwachem Pulver kristalline Sprengstoffe aufgeladen sind.
  2. 2. Treibladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der kristalline Sprengstoff in Form bekannter Beutelvorlagen aufgeladen ist.
  3. 3. Treibladung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengstoffe in einer bestimmten Korngröße aufgeladen sind.
  4. 4. Treibladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprengstoffe in Form von Preßlingen, vorzugsweise von Hohlzylindern oder Ringen, von geeigneter Dichte aufgeladen sind.
  5. 5. Treibladung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die aufgeladenen Sprengstoffe eine Explosionswärme, die etwa in der Höhe derjenigen der Grundladung liegt, haben.
  6. 6. Treibladung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß als Aufladung Sprengstoffgemische verwendet sind, deren Explosionswärme durch entsprechende Abstufung der Komponenten reguliert ist.
DES35652D 1943-01-19 1943-01-19 Treibladung fuer Feuerwaffen Pending DE1030748B (de)

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