DE10306282A1 - Doppelfernrohr mit Aufnahmefunktion - Google Patents
Doppelfernrohr mit AufnahmefunktionInfo
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Abstract
Ein Doppelfernrohr mit Aufnahmefunktion umfasst ein Gehäuse, eine Kamera mit einer Abbildungsvorrichtung und einen Anschluss. Der Anschluss gibt mit der Abbildungsvorrichtung erhaltene Bilddaten an ein Gerät außerhalb des Doppelfernrohrs aus. Der Anschluss ist an einer Frontwand des Gehäuses angeordnet.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Doppelfernrohr mit Aufnahmefunktion.
- Bekanntlich werden Doppelfernrohre beispielsweise dazu eingesetzt, Sportveranstaltungen, freifliegende Vögel etc. zu beobachten. Dabei kommt es häufig vor, dass der Benutzer des Doppelfernrohrs etwas sieht, das er aufnehmen, d. h. fotografieren will. Das Aufnehmen des gewünschten Motivs schlägt jedoch häufig fehl, da der Benutzer zunächst das Doppelfernrohr durch eine Kamera ersetzen muss und während der dafür benötigten Zeit die Möglichkeit zur Aufnahme verstrichen ist. Deshalb wurde ein Doppelfernrohr vorgeschlagen, das eine Kamera enthält, mit der der Benutzer sofort eine Aufnahme durchführen kann, während er weiterhin durch das Doppelfernrohr blickt.
- Wie eine gewöhnliche digitale Kamera kann das Doppelfernrohr mit einem Ausgangsanschluss wie einem Videoanschluss und einem USB-Anschluss versehen werden, so dass das mit dem Doppelfernrohr eingefangene Objektbild in Echtzeit auf einem TV-Monitor beispielsweise als bewegtes Bild dargestellt oder an einen Personalcomputer gesendet werden kann.
- Um einen lang andauernden unterbrechungsfreien Betrieb des Doppelfernrohrs sicherzustellen, muss es mit einer Wechselstromquelle oder einem Hochleistungsnetzteil (Netzteil mit hoher Kapazität) versehen werden. In diesem Fall muss das Doppelfernrohr mit einem Eingangsanschluss für eine externe Stromquelle versehen sein.
- Die Hauptfunktion eines solchen Doppelfernrohrs ist die eines üblichen Doppelfernrohrs. Dies bedeutet, dass das Doppelfernrohr deutlich länger in den Händen gehalten wird als eine Kamera. Beide Seitenflächen des Gehäuses des Doppelfernrohrs sollten deshalb so geformt sein, dass der Benutzer das Doppelfernrohr für lange Zeit stabil halten kann. Ist das Doppelfernrohr jedoch so klein bemessen wie das in der ungeprüften Japanischen Patentveröffentlichung 10-115764 beschriebene, flach ausgeführte Doppelfernrohr, bei dem die Gehäuse nach rechts und links verschiebbar sind, um den Abstand zwischen den optischen Achsen der rechten und der linken Fernrohroptik einzustellen, so hat man nicht genügend Freiheitsgrade, den Ausgangsanschluss oder den Eingangsanschluss für die externe Stromquelle an einer Doppelfernrohrfläche anzuordnen. Ein solch flach ausgeführtes Doppelfernrohr wird im folgenden als Flachdoppelfernrohr bezeichnet.
- Aufgabe der Erfindung ist es, ein Doppelfernrohr mit Aufnahmefunktion anzugeben, an dem ein Ausgangs- oder Eingangsanschluss so ausgebildet ist, dass er die Handhabung des Doppelfernrohrs nicht beeinträchtigt.
- Die Erfindung löst diese Aufgabe durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Die Erfindung wird im Folgenden an Hand der Figuren näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1 eine Draufsicht auf ein Flachdoppelfernrohr mit Aufnahmefunktion, das ein erstes Ausführungsbeispiel darstellt,
- Fig. 2 eine Vorderansicht des Flachdoppelfernrohrs, bei dem ein beweglicher Gehäuseteil in einen Hauptgehäuseteil geschoben ist,
- Fig. 3 eine Vorderansicht des Flachdoppelfernrohrs, bei dem der bewegliche Gehäuseteil aus dem Hauptgehäuseteil gezogen ist,
- Fig. 4 eine Seitenansicht des Flachdoppelfernrohrs,
- Fig. 5 eine Vorderansicht des Flachdoppelfernrohrs, bei dem ein Anschlussdeckel und ein Batteriedeckel geöffnet sind,
- Fig. 6 eine Draufsicht auf das Flachdoppelfernrohr, bei dem ein Videostecker mit dem Videoanschluss verbunden und eine Blindbatterie in einem Batteriefach untergebracht ist, und
- Fig. 7 eine Vorderansicht eines Flachdoppelfernrohrs, clas ein zweites Ausführungsbeispiel darstellt.
- Die Erfindung wird im Folgenden an Hand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele beschrieben.
- Fig. 1 zeigt eine Draufsicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Flachdoppelfernrohrs mit Aufnahmefunktion. Fig. 2 zeigt eine Vorderansicht des Doppelfernrohrs. Das Doppelfernrohr hat ein kastenförmiges Gehäuse 10, das aus einem rechten Hauptgehäuseteil 10R und einem linken beweglichen Gehäuseteil 10L besteht. Ein Paar Fernrohroptiken, d. h. eine rechte Fernrohroptik und eine linke Fernrohroptik, sind in dem rechten bzw. dem linken Gehäuseteil 10R, 10L untergebracht. Die Fernrohroptiken bestehen jeweils aus einem Objektivlinsensystem, einem Aufrichtprismensystem und einem Okularlinsensystem.
- Die Okularlinsensysteme der beiden Fernrohroptiken sind in Linsentuben 12R und 12L untergebracht. Die Objektivlinsensystemen 14R und 14L der beiden Fernrohroptiken sind an dem rechten bzw. dem linken Gehäuseteil 10k, 10L befestigt. Die Aufrichtprismensysteme und die Okularlinsensysteme sind relativ zu den Objektivlinsensystemen bewegbar, so dass eine Fokussierung der beiden Fernrohroptiken vorgenommen werden kann. Zur Fokussierung der Fernrohroptiken werden die Linsentuben 12R, 12L relativ zu den Gehäuseteilen 10R, 10L vor- und zurückbewegt.
- Um die Beschreibung zu vereinfachen, ist im Folgenden mit "rechter" bzw. "linker" Seite die entsprechende vom Benutzer aus gesehene Seite gemeint, wenn dieser den Okularlinsensystemen der Fernrohroptiken zugewandt ist. Mit "vorne" ist die Seite der Objektivlinsensysteme und mit "hinten" die Seite der Okularlinsensysteme gemeint.
- In den Fig. 1 und 2 sind die beiden Gehäuseteile 10R und 10L an einer Trennlinie DL geteilt. Die beiden Gehäuseteile 10R und 10L sind an der Trennlinie DL nach rechts und links relativ zueinander bewegbar, wie Fig. 3 zeigt. Da die rechte Fernrohroptik in dem rechten Gehäuseteil 10R und die linke Fernrohroptik in dem linken Gehäuseteil 10L montiert ist, wird dadurch, dass die beiden Gehäuseteile 10R und 10L nach rechts und links relativ zueinander bewegt werden, der Abstand zwischen den optischen Achsen der beiden Fernrohroptiken und damit der Augenabstand eingestellt.
- Eine sichelförmige Vertiefung 15 ist an der oberen Fläche des beweglichen Gehäuseteils 10L ausgebildet. Der Benutzer kann mit einem Finger in diese Vertiefung 15 greifen, so dass der linke Gehäuseteil 10L leicht aus denn rechten Gehäuseteil 10R gezogen werden kann.
- In dem Hauptgehäuseteil 10R ist eine fotografische Optik 16 eingebaut, die im Folgenden als Aufnahmeoptik bezeichnet wird. Die Aufnahmeoptik 16 ist in einem nicht gezeigten Linsentubus untergebracht, der in dem rechten Gehäuseteil 10R so montiert ist, dass er zwischen der rechten und der linken Fernrohroptik angeordnet ist. In dem rechten Gehäuseteil 10R ist ferner eine Festkörper- Abbildungsvorrichtung wie eine CCD-Abbildungsvorrichtung eingebaut und an einer vorbestimmten Stelle hinter der Aufnahmeoptik 16 angeordnet. In dem rechten Gehäuseteil 10R ist somit eine digitale Kamera vorgesehen, welche die CCD-Abbildungsvorrichtung und die Aufnahmeoptik 16 umfasst.
- Die optische Achse OS der Aufnahmeoptik 16 befindet sich zwischen den optischen Achsen OR und OL der rechten bzw. der linken Fernrohroptik. Die optischen Achsen OR und OL sind parallel zueinander und auch parallel zur optischen Achse OS. Wie in den Fig. 2 und 3 gezeigt, legen die optischen Achsen OR und OL der beiden Fernrohroptiken eine Ebene P fest, die parallel zur optischen Achse OS der Aufnahmeoptik 16 ist. Die beiden Fernrohroptiken werden parallel zur Ebene P bewegt, so dass der Abstand zwischen ihren optischen Achsen und damit der Augenabstand eingestellt wird.
- An der oberen Fläche des rechten Gehäuseteils 10R ist ein LCD-Monitor 18 vorgesehen. LCD steht hierbei für Flüssigkristallanzeige. Der LCD-Monitor 18 hat die Form einer flachen rechteckigen Platte. Der LCD-Monitor 18 ist so angeordnet, dass seine vordere Seite und seine gegenüberliegende hintere Seite senkrecht zur optischen Achse der Aufnahmeoptik 16 verlaufen. Ferner ist der LCD-Monitor 18 um eine Schwenkachse 20 schwenkbar, die entlang der Vorderseite verläuft. Üblicherweise ist der LCD-Monitor 18 heruntergeklappt oder verschlossen, wie in den Fig. 1 bis 3 gezeigt. Da die Anzeigefläche des LCD-Monitors 18 in diesem Zustand der oberen Fläche des rechten Gehäuseteils 10R zugewandt ist, kann nicht auf die Anzeigefläche geblickt werden. Ist dagegen der LCD-Monitor 18, wie in Fig. 4 gezeigt, um die Schwenkachse 20 nach oben geschwenkt, so ist die Anzeigefläche von der Seite der Okularlinsensysteme der Fernrohroptiken her sichtbar.
- In dem rechten Gehäuseteil 10R ist ein Drehrad 22 angeordnet. Ein Teil des Drehrades 16 steht aus der oberen Fläche des rechten Gehäuseteils 10R hervor und liegt demnach frei, wie in Fig. 4 gezeigt. Das Drehrad 22 ist an der Außenfläche eines nicht gezeigten Drehrad-Zylinders ausgebildet, der in dem rechten Gehäuseteil 10R drehbar gelagert ist. Wird dieser Zylinder über das Drehrad 22 gedreht, so werden die Linsentuben 12R und 12L vor- und zurückbewegt, wodurch eine Fokussierung der Fernrohroptiken erfolgt. Für die Fokussierung der Fernrohroptiken ist in dem Drehrad-Zylinder ein Umsetzmechanismus vorgesehen, der eine Drehbewegung des Drehrad-Zylinders in eine fokussierende Bewegung der beiden Linsentuben 12R und 12L umsetzt.
- In diesem Ausführungsbeispiel ist der Linsentubus der Aufnahmeoptik 16 in dem Zylinder des Drehrades 22 untergebracht und wird längs der optischen Achse der Aufnahmeoptik 16 bewegt, wenn der Zylinder gedreht wird. Zum Fokussieren der für die CCD-Abbildungsvorrichtung vorgesehenen Aufnahmeoptik ist nämlich zwischen dem Drehrad-Zylinder und dem Linsentubus ein Umsetzmechanismus vorgesehen, der eine Drehbewegung des Zylinders in eine fokussierende Bewegung des Linsentubus umsetzt.
- Sind durch Drehen des Drehrades 22 die beiden Fernrohroptiken fokussiert, so ist auch die für die CCD-Abbildungsvorrichtung vorgesehene Aufnahmeoptik fokussiert. Es ist darauf hinzuweisen, dass das Drehrad 22 von dem LCD-Monitor 18 bedeckt ist, wenn dieser, wie in den Fig. 1 bis 3 gezeigt, heruntergeklappt ist.
- Wie in Fig. 1 gezeigt, sind an der oberen Fläche des rechten Gehäuseteils 10R Schalttasten unterschiedlicher Art wie eine Auslösetaste 24, eine Objekttaste 26, eine Menütaste 28 und eine Tasten-Kreuzanordnung 30 vorgesehen. Diese Tasten sind derart angeordnet, dass sie bei heruntergeklapptem LCD-Monitor 18 nahe dessen rechter Seite auf der oberen Fläche des rechten Gehäuseteils 10R freiliegen. Eine Stromquellentaste ist an einer geeigneten Stelle des Gehäuses 10 angeordnet, z. B. an der Bodenfläche des rechten Gehäuseteils 10R. Die Stromquellentaste ist mit einem Stromschalter einer elektrischen Schaltung verbunden. Ist der Stromschalter ausgeschaltet, so ist eine Betätigung der Auslösetaste 24 unwirksam. Dagegen ist eine Betätigung der Auslösetaste 24 wirksam, sobald der Stromschalter eingeschaltet ist.
- Die Tasten 24, 26, 28 und 30 sind mit Schaltern verbunden, die an einer in dem rechten Gehäuseteil 10R montierten Steuerplatine vorgesehen sind. Die Steuerplatine ist mit einem Mikrocomputer versehen, der überwacht, ob die mit den Tasten 24, 26, 28 und 30 verbundenen Schalter eingeschaltet sind oder nicht. Ist einer dieser Schalter eingeschaltet, so führt der Mikrocomputer die entsprechende Funktion aus.
- Die Auslösetaste 24 ist mit dem Auslöseschalter verbunden. Wird der Auslöseschalter eingeschaltet, so wird in später beschriebener Weise eine Aufnahmeoperation durchgeführt.
- Die Objekttaste 26 ist mit einem Wählschalter verbunden, der dazu dient, festzulegen, ob auf der Anzeigefläche des LCD-Monitors 18 ein Objektbild als bewegtes Bild dargestellt werden soll oder nicht. Unmittelbar nach Einschalten des Stromschalters wird ein Betriebszustand eingestellt, in dem auf der Anzeigefläche des LCD-Monitors 18 nichts angezeigt wird. Dieser Betriebszustand wird im folgenden als Nichtanzeige-Betriebszustand bezeichnet. Wird die Objekttaste 26 gedrückt, um den Wählschalter einzuschalten, so wird ein von der CCD-Abbildungsvorrichtung durch die Aufnahmeoptik 16 empfangenes Objektbild als bewegtes Bild auf der Anzeigefläche des LCD-Monitors 18 dargestellt. Wird die Objekttaste 26 nochmals gedrückt, um den Wählschalter einzuschalten, so wird die Anzeigefläche des LCD-Monitors 18 wieder in den Nichtanzeige-Betriebszustand zurückversetzt.
- Die Menütaste 28 ist mit einem Wählschalter verbunden, der dazu dient, festzulegen, ob auf der Anzeigefläche des LCD-Monitors 18 ein Menüauswahlbild dargestellt werden soll oder nicht. Unmittelbar nach Einschalten des Stromschalters wird der Nichtanzeige-Betriebszustand eingestellt. Wird die Menütaste 28 gedrückt, um den Wählschalter einzuschalten, so wird auf der Anzeigefläche des LCD-Monitors 18 ein Menüauswahlbild dargestellt, das unterschiedliche Arten von Einstellelementen anzeigt. In diesem Betriebszustand wird eines der Einstellelemente ausgewählt und durch Betätigen der Tasten-Kreuzanordnung 30eingestellt. Wird die Menütaste 28 nochmals gedrückt, so wird die Anzeigefläche des LCD-Monitors 18 in den Nichtanzeige-Betriebszustand zurückversetzt.
- Wird die Objekttaste 26 nach Einschalten des Stromschalters gedrückt, so wird ein auf einer Lichtempfangsfläche der CCD-Abbildungsvorrichtung erzeugtes Objektbild auf fotoelektrischem Wege in ein auf ein Einzelbild bezogenes Bildsignal gewandelt. Das Bildsignal wird aus der CCD-Abbildungsvorrichtung in vorbestimmten Zeitabständen ausgelesen, einer Bildbearbeitung unterzogen und dann in auf ein Einzelbild bezogene digitale Bildsignale gewandelt. Die digitalen Bildsignale werden in einem auf der Steuerplatine vorgesehenen Bildspeicher temporär gespeichert und dann aus diesem als digitales Videosignal ausgelesen. Das digitale Videosignal wird anschließend in ein analoges Videosignal gewandelt, einer Bildbearbeitung unterzogen und an den LCD-Monitor 18 gesendet, so dass auf dessen Anzeigefläche das Objektbild als bewegtes Bild dargestellt wird. Wird die Objekttaste 26 nochmals gedrückt, so wird die Anzeigefläche des LCD- Monitors 18 in den Nichtanzeige-Betriebszustand zurückversetzt.
- Wird die Auslösetaste 24 gedrückt, um den Auslöseschalter einzuschalten, so werden die in dem Bildspeicher gespeicherten Bilddaten als Einzelbilddaten ausgelesen und temporär in einem Speicher gespeichert, der in dem auf der Steuerplatine vorgesehenen Mikrocomputer ausgebildet ist. Die Bilddaten werden durch den Mikrocomputer einer vorbestimmten Bildbearbeitung unterzogen und dann in eine Speicherkarte z. B. in einem vorbestimmten Format geschrieben.
- Wie in Fig. 2 gezeigt, ist an der Unterseite des rechten Gehäuseteils eine Ausbauchung 31 vorgesehen, in der ein Kartenhalter für die Speicherkarte, die Steuerplatine etc. untergebracht sind. Die Speicherkarte ist lösbar an dem Kartenhalter angebracht. Nachdem die Einzelbilddaten in der Speicherkarte aufgezeichnet sind, wird diese nach Bedarf aus dem Kartenhalter gelöst und beispielsweise in ein Speicherkartenlaufwerk (Kartentreiber) eines Bildbearbeitungscomputers eingelegt, um die Einzelbilddaten einer Bildbearbeitung zu unterziehen. Ein Drucker gibt dann das aufgenommene oder fotografierte Bild aus.
- In diesem Ausführungsbeispiel wird ein Videosignal zur Darstellung des Objektbildes auf dem LCD-Monitor 18 an ein Gerät außerhalb des Doppelfernrohrs übertragen, so dass das Objektbild von einem externen Fernseh- oder TV- Monitorgerät dargestellt wird. Das mit der Aufnahmeoptik 16 erhaltene Objektbild wird also auf dem externen TV-Monitorgerät in Form des Bildes dargestellt, das durch die beiden Fernrohroptiken betrachtet worden ist. Über das externe TV- Monitorgerät können viele Betrachter dieses Objektbild anschauen.
- In dem vorliegenden Ausführungsbeispiel wird das Doppelfernrohr mit Aufnahmefunktion an einen tragbaren Personalcomputer angeschlossen, auf den nach Bedarf die in der Speicherkarte aufgezeichneten Einzelbilddaten übertragen werden. Durch diese Funktion und durch Verwendung eines Mobiltelefons kann ein mit dem Doppelfernrohr aufgenommenes Einzelbild in Echtzeit weltweit übertragen werden.
- Wie in Fig. 5 gezeigt, sind in dem Doppelfernrohr ein Videoanschluss 36 zur Videosignalübertragung und ein USB-Anschluss 38 zur Einzelbilddatenübertragung vorgesehen. Die Anschlüsse 36 und 38 sind am rechten Ende der Frontwand des Hauptgehäuseteils 10R angeordnet. Am rechten Ende der Frontwand des rechten Gehäuseteils 10R ist eine Schwenkachse 32 befestigt, an der ein Anschlussdeckel 34 schwenkbar gehalten ist, um diesen zu öffnen und zu schließen und damit den Videoanschluss 36 und den USB-Anschluss 38 abzudecken.
- Ist ein Videostecker 40 mit dem Videoanschluss 36 verbunden, so führt ein mit dem Videostecker 40 verbundenes Anschlusskabel 42 von der Frontwand des rechten Gehäuseteils 10R weg, wie in Fig. 6 gezeigt ist. Hält cler Benutzer mit seiner rechten Hand die rechte Seite des rechten Gehäuseteils 10R, um mit dem Doppelfernrohr ein Objekt zu betrachten, so stört das Anschlusskabel 42 nicht die Handhabung des Doppelfernrohrs.
- Wie in Fig. 1 und Fig. 5 gezeigt, ist im linken Ende des beweglichen Gehäuseteils 10L ein Batteriefach 45 ausgebildet. Das Batteriefach 45 ist an der Frontwand des linken Gehäuseteils 10L offen. Die Öffnung des Batteriefachs 45 wird durch einen Batteriedeckel 46, der schwenkbar an einer Schwenkachse 44 gehalten ist, verschlossen und geöffnet. Fig. 5 zeigt das Doppelfernrohr mit geöffnetem Batteriedeckel 46. In dem Batteriefach 45 sind zwei Batterien BT untergebracht, wobei deren verschiedene Elektroden zur Öffnung hin freiliegen.
- Wie in Fig. 5 gezeigt, ist an der Rückfläche des Batteriedeckels 46 eine leitende Federscheibe 48 aus einem geeigneten Material angebracht. Wird der Batteriedeckel 46 geschlossen, wie in Fig. 1 gezeigt, so kommt die leitende Federscheibe 48 in Kontakt mit den Elektroden der beiden Batterien BT, so dass letztere elektrisch miteinander verbunden sind. Ist der Batteriedeckel 46 geschlossen, so drückt die Federscheibe 48 die beiden Batterien BT elastisch in das Batteriefach 45, so dass die Elektroden auf der anderen Seite der Batterien in festen elektrischen Kontakt mit nicht gezeigten elektrischen Anschlüssen kommen.
- An Stelle der Batterien BT kann in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel eine externe Stromquelle wie ein Adapter für eine Wechselstromquelle, im folgenden als Wechselstromadapter bezeichnet, oder ein Hochleistungsnetzteil (Netzteil hoher Kapazität) eingesetzt werden. Werden ein solcher Wechselstromadapter oder ein solches Netzteil verwendet, so werden die Batterien BT aus dem Batteriefach 45 genommen, und es wird eine Blindbatterie DB als Stromversorgungs- Anschlussstück in das Batteriefach 45 eingelegt, wie Fig. 6 zeigt. Die Blindbatterie DB hat die Form der beiden Batterien BT, so dass sie genau in das Batteriefach 45 passt. Ein Ende der Blindbatterie DB ist mit Stromversorgungsanschlüssen versehen, die in Kontakt mit den in dem Batteriefach 45 angeordneten Stromversorgungsanschlüssen sind. Ist die Blindbatterie DB in dem Batteriefach 45 untergebracht, so kommen deshalb die Stromversorgungsanschlüsse des Batteriefachs 45 und die der Blindbatterie DB in Kontakt miteinander, so dass dem Doppelfernrohr die elektrische Energie aus dem Wechselstromadapter oder dem Netzteil zugeführt werden kann.
- Der Blindbatterie DB schließt sich ein Stromversorgungskabel 50 an, das den Wechselstromadapter oder das Netzteil erreicht. Wie in Fig. 5 gezeigt, ist am seitlichen Rand des Batteriedeckels 46 eine Kerbe 52 ausgebildet, durch die sich das Stromversorgungskabel 50 aus dem Doppelfernrohr nach außen erstreckt, wenn der Batteriedeckel 46, wie in Fig. 6 gezeigt, geschlossen ist. Da das Stromversorgungskabel von der Frontwand des linken Gehäuseteils 10L wegführt, wenn der Benutzer die linke Seite des linken Gehäuseteils 10L mit seiner linken Hand hält, um ein Objekt mit dem Doppelfernrohr zu betrachten, stört das Stromversorgungskabel 50 nicht die Handhabung des Doppelfernrohrs.
- Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf Fig. 7 ein zweites Ausführungsbeispiel des Doppelfernrohrs beschrieben. Fig. 7 entspricht Fig. 5, so dass die Teile, die denen nach Fig. 5 entsprechen, mit den in Fig. 5 verwendeten Bezugszeichen versehen sind.
- Bei dem in den Fig. 1 bis 6 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel dient die Blindbatterie als Anschlussstück für die externe Stromquelle, wenn das Doppelfernrohr von der externen Stromquelle, also z. B. dem Wechselstromadapter oder dem Hochleistungsnetzteil, mit elektrischer Energie versorgt wird. Dagegen wird in dem in Fig. 7 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel ein normales Arschlussstück für die externe Stromquelle verwendet. Wie in Fig. 7 gezeigt, hat das Batteriefach 45 als ein Eingangsanschluss für eine externe Stromquelle eine Buchse 54, an die ein mit einem Anschluss der externen Stromquelle verbundener Stecker anschließbar ist. In dem Batteriedeckel 46 ist ein Zugangsloch 56 ausgebildet. Ist der Batteriedeckel 46 verschlossen, so sind die Buchse 54 und das Zugangsloch 56 aneinander ausgerichtet. Das normale Anschlussstück ist also durch das Zugangsloch 56 an der Buchse 54 angeschlossen, wodurch das Doppelfernrohr von dem Wechselstromadapter und dem Hochleistungsnetzteil mit elektrischer Energie versorgt wird.
- In dem ersten und dem zweiten Ausführungsbeispiel sind der Videoanschluss und der USB-Anschluss in dem rechten Hauptgehäuseteil vorgesehen, während das Batteriefach in dem linken bewegbaren Gehäuseteil ausgebildet ist. Das Batteriefach kann jedoch ebenso in dem rechten Gehäuseteil ausgebildet sein, während der Videoanschluss und der USB-Anschluss in dem linken Gehäuseteil vorgesehen sind.
- Das erste und das zweite Ausführungsbeispiel finden auf ein flach ausgeführtes Doppelfernrohr Anwendung. Ein solches Flachdoppelfernrohr stellt den optimalen Doppelfernrohrtyp mit Aufnahmefunktion dar. Denn bei dem Flachdoppelfernrohr ist die Parallaxe zwischen dem aufzunehmenden und dem betrachteten Bereich minimal ist, und das Doppelfernrohr selbst ist gut zu tragen. Die Erfindung kann jedoch auch auf andere Doppelfernrohre angewendet werden, bei denen der Augenabstand durch Schwenken der Fernrohroptiken um die Aufnahmeoptik eingestellt wird.
- Da bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen die Ausgangsanschlüsse wie der Videoanschluss und der USB-Anschluss an der Frontwand des Gehäuses angeordnet sind, führt das mit dem jeweiligen Ausgangsanschluss verbundene Anschlusskabel von der Frontwand weg. Dadurch ist sichergestellt, dass das Anschlusskabel den Benutzer nicht beim Greifen des Doppelfernrohrs stört, wenn er dessen Gehäuse hält. So ist ein ruhiges und stabiles Betrachten und Fotografieren möglich, auch wenn das Anschlusskabel an das Doppelfernrohr angeschlossen ist.
Claims (10)
1. Doppelfernrohr mit Aufnahmefunktion, umfassend ein Gehäuse mit einer
Frontwand, eine Kamera mit eine Abbildungsvorrichtung und mindestens
einen Anschluss zum Ausgeben von mit der Kamera erhaltenen Bilddaten an
ein Gerät außerhalb des Doppelfernrohrs, dadurch gekennzeichnet, dass
der Anschluss an der Frontwand des Gehäuses angeordnet ist.
2. Doppelfernrohr nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen an der
Frontwand des Gehäuses angeordneten Deckel, der geöffnet und
geschlossen werden kann, um den Anschluss zu abzudecken.
3. Doppelfernrohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das
Gehäuse einen ersten und einen zweiten Gehäuseteil umfasst, in denen
eine rechte und eine linke Fernrohroptik untergebracht sind, dass der erste
und der zweite Gehäuseteil relativ zueinander derart bewegbar sind, dass
der Abstand zwischen den optischen Achsen der beiden Fernrohroptiken
einstellbar ist, und dass der Anschluss an einem Endabschnitt eines der
beiden Gehäuseteile angeordnet ist.
4. Doppelfernrohr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Anschluss einen Videoanschluss umfasst.
5. Doppelfernrohr nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Anschluss einen USB-Anschluss umfasst.
6. Doppelfernrohr mit Aufnahmefunktion, umfassend ein Gehäuse mit einer
Frontwand und einem Batteriefach, in dem eine Batterie aufnehmbar ist und
das eine Öffnung zum Herausnehmen der Batterie hat, und einen Deckel
zum Öffnen und Verschließen der Öffnung, dadurch gekennzeichnet, dass
die Öffnung an der Frontwand des Gehäuses ausgebildet ist.
7. Doppelfernrohr nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in dem
Batteriefach eine Blindbatterie aufgenommen ist, wenn das Doppelfernrohr
von einer externen Stromquelle mit elektrischer Energie versorgt wird, und
dass der Deckel eine Aussparung hat, durch die ein Stromversorgungskabel
tritt, das die Blindbatterie und die externe Stromquelle miteinander verbindet.
8. Doppelfernrohr nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das
Batteriefach einen Eingangsanschluss für eine externe Stromquelle hat, an den
ein über ein Stromversorgungskabel mit einem Anschluss der externen
Stromquelle verbundener Stecker anschließbar ist, und dass der Deckel
einen ein Zugangsloch hat, durch welches das Stromversorgungskabel tritt.
9. Doppelfernrohr nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass das Gehäuse einen ersten und einen zweiten Gehäuseteil
umfasst, in denen eine rechte und eine linke Fernrohroptik untergebracht sind,
dass der erste und der zweite Gehäuseteil so relativ zueinander bewegbar
sind, dass der Abstand zwischen den optischen Achsen der beiden
Fernrohroptiken einstellbar ist, und dass das Batteriefach in einem Endabschnitt
eines der beiden Gehäuseteile angeordnet ist.
10. Doppelfernrohr mit Aufnahmefunktion, umfassend:
ein Gehäuse mit einem ersten und einem zweiten Gehäuseteil, in denen eine rechte und eine linke Fernrohroptik untergebracht sind, wobei der erste und der zweite Gehäuseteil so relativ zueinander bewegbar sind, dass der Abstand zwischen den optischen Achsen der beiden Fernrohroptiken einstellbar ist, und der erste Gehäuseteil ein Batteriefach zur Aufnahme einer Batterie hat, das in einem äußeren Endabschnitt des ersten Gehäuseteils ausgebildet ist,
eine Kamera mit einer Abbildungsvorrichtung und mindestens einen Anschluss zum Ausgeben von mit der Kamera erhaltenen Bilddaten an ein Gerät außerhalb des Doppelfernrohrs, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss an einem äußeren Endabschnitt der Frontwand des zweiten Gehäuseteils angeordnet ist.
ein Gehäuse mit einem ersten und einem zweiten Gehäuseteil, in denen eine rechte und eine linke Fernrohroptik untergebracht sind, wobei der erste und der zweite Gehäuseteil so relativ zueinander bewegbar sind, dass der Abstand zwischen den optischen Achsen der beiden Fernrohroptiken einstellbar ist, und der erste Gehäuseteil ein Batteriefach zur Aufnahme einer Batterie hat, das in einem äußeren Endabschnitt des ersten Gehäuseteils ausgebildet ist,
eine Kamera mit einer Abbildungsvorrichtung und mindestens einen Anschluss zum Ausgeben von mit der Kamera erhaltenen Bilddaten an ein Gerät außerhalb des Doppelfernrohrs, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschluss an einem äußeren Endabschnitt der Frontwand des zweiten Gehäuseteils angeordnet ist.
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