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DE10306876A1 - Kaltkanalwerkzeug - Google Patents

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DE10306876A1
DE10306876A1 DE2003106876 DE10306876A DE10306876A1 DE 10306876 A1 DE10306876 A1 DE 10306876A1 DE 2003106876 DE2003106876 DE 2003106876 DE 10306876 A DE10306876 A DE 10306876A DE 10306876 A1 DE10306876 A1 DE 10306876A1
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Stefan Jantzer
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C45/00Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
    • B29C45/17Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29C45/26Moulds
    • B29C45/27Sprue channels ; Runner channels or runner nozzles
    • B29C45/2756Cold runner channels
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C45/00Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
    • B29C45/17Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
    • B29C45/1753Cleaning or purging, e.g. of the injection unit
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29KINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES B29B, B29C OR B29D, RELATING TO MOULDING MATERIALS OR TO MATERIALS FOR MOULDS, REINFORCEMENTS, FILLERS OR PREFORMED PARTS, e.g. INSERTS
    • B29K2021/00Use of unspecified rubbers as moulding material
    • B29K2021/006Thermosetting elastomers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Moulds For Moulding Plastics Or The Like (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Kaltkanalwerkzeug für die Verarbeitung und Herstellung geformter, durch Hitze vulkanisierende Elastomere bzw. elastomerartige Werkstoffe, welches einfache, im wesentlichen schraubenfreie verspannbare Verschlussvorrichtungen für die Angusskanäle des Kaltkanalblocks, vorzugsweise in Form von Keilelementen, aufweist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Kaltkanalwerkzeug, bzw. einen Kaltkanalblock für die Verarbeitung und Herstellung geformter durch Hitze vulkanisierende Elastomere bzw. elastomerartiger Werkstoffe. Das erfindungsgemäße Werkzeug weist neben den bekannten und üblichen Merkmalen, die auf Grund der bestimmungsgemäßen Funktion vorhanden sein müssen, eine auf formschlüssigen verspannbaren Bauelementen basierende, im wesentliche befestigungsmittelfreie, insbesondere schraubenfreie Verschlussvorrichtung der Anguss- bzw. Fließkanäle des Kaltkanalblocks auf, die es ermöglicht auf einfache und schnelle Weise dieselbigen zu reinigen oder zu warten, ohne dass das eingepresste elastomere Rohmaterial an den Nahtstellen bzw. Begrenzungs-/Trennflächen der entsprechenden Kaltkanalblock-Einheiten durch die üblicherweise vorherrschenden hohen Einpressdrücke austritt und so zu unerwünschter Gratbildung mit all den bekannten Folgenachteilen an diesen Stellen und für die Vorrichtung insgesamt fuhrt.
  • Bei der Herstellung von Elastomerformteilen mit entsprechenden Hohlwerkzeugen wird der fließfähige Rohgummi unter Druck in die erhitzte Form eingespritzt und dort auf Grund der Erhitzung ausvulkanisiert. Prinzipiell unterscheidet man dabei Heiß- und Kaltkanalsysteme. Bei den Erstgenannten wird über eine Maschinendüse in das insgesamt erwärmte Formwerkzeug eingespritzt, wobei auch das in den Angusskanälen verbleibende Material vulkanisiert und somit entformt werden muss. Heisskanalwerkzeuge haben jedoch den Vorteil, dass im Gegensatz zum Kaltkanalsystem keine getrennten Heiz- und/oder Kühlsysteme, die überdies gegeneinander isoliert sein sollten, verwendet werden müssen.
  • Im Gegensatz dazu wird beim Kaltkanalverfahren im Angussbereich des Kaltkanaleinsatzes eine geeignete Temperatur eingehalten, die tiefer ist als die Härtungs-, bzw. Vulkanisierungstemperatur der elastomeren Formmasse. Auf diese Weise wird ein Aushärten der Formmasse in den Anguss- bzw. Fließkanälen und somit auch ein Materialverlust vermieden. Erst beim Übergang in das eigentliche Form- oder Vulkanisationswerkzeug wird durch entsprechende Heizung das Rohmaterial so hoch erhitzt, das nach Austritt aus dem Kaltkanalwerkzeug die Vernetzungsreaktion im Formwerkzeug bzw. den Formnestern einsetzt.
  • Kaltkanalsysteme müssen jedoch auf Grund der relativ niedrigeren Temperatur und der damit verbundenen hohen Zähigkeit und des Reibungskoeffizienten, insbesondere im Bereich der Eintrittsdüse und der Angusskanäle oberhalb der Austrittsdüsen, mit verhältnismäßig hohen Drücken betrieben werden, damit eine zufrieden stellende Fließgeschwindigkeit im Angusskanalsystem erzielt werden kann. Dieser Druck ist um so höher je mehr separate Kanäle und Austrittsdüsen das System enthält, um möglichst viele Formnester im Formwerkzeug zu befüllen. Je nach verwendeten Elastomer und individueller Bauart des Kaltkanalblocks müssen Einspritzdrücke zwischen 300 und 3000 bar aufgebracht werden.
  • Bei vielen gängigen und brauchbaren Kaltkanalsystemen des Standes der Technik werden die Anguss- bzw. Fließkanäle durch Ausformungen zweier aufeinander liegender Bauteile gebildet. Dabei kann die Ausformung in beiden Teilen, aber auch nur in einem der Teile vorliegen. Durch Abnehmen zumindest eines derartigen Elementes können so die Kanäle freigelegt und gereinigt werden. Die entsprechenden Abdeck- oder Verschlusselemente werden dabei durch Befestigungsmittel, in der Regel Verschraubungs-Konstruktionen, zusammengehalten. Dabei treten oft Dichtigkeitsprobleme in der Weise auf, dass Elastomer-Rohmaterial an den Nahtstellen der Kanäle, insbesondere an den Umlenkstellen in die Trennflächen der zusammenhaltenden Teile gepresst wird.
  • 2 stellt einen Kaltkanalblock (6) des Standes der Technik dar, bei dem eine obere Platte, deren Unterseite die obere halbzylindrische Bohrung des Kaltkanals (2) aufweist, mit dem restlichen Teil des Kaltkanalblocks, dessen Oberseite passgenau die untere halbzylindrische Bohrung des Fließkanals (2) darstellt, mittels mehrerer Schrauben (5) miteinander verspannt wird. Dieser geteilte Kaltkanalblock hat den Nachteil, dass es zu Gratbildungen an der Trennfläche (3) bedingt durch den Einspritzdruck kommt. Auf diese Weise kann sich im Extremfall elastomeres Rohmaterial auf der gesamten Fläche zwischen den Teilblöcken verteilen, was zu Undichtigkeiten bis hin zum Systemausfall durch Öffnung des Blockes führen kann. Ferner wirken sich die notwendigen zahlreichen Schrauben sehr nachteilig in Bezug auf Wartung und Reinigung der Kanäle aus und stören überdies die Temperierbohrungen (4) des Kaltkanalsystems.
  • 1 stellt einen gebohrten Kaltkanalblock des Standes der Technik dar, welcher keine getrennten Blöcke wie im obigen Fall aufweist, sondern Umlenkstücke, die in Verlängerung des Verteilerkanals senkrecht zu den Ein- und Austrittsdüsen angebracht sind, Diese Umlenkstücke werden durch entsprechende Bohrungen, die direkt auf die Umlenkstellen der Fließkanäle gerichtet sind, sowie passende Verschlussvorrichtungen inklusive Dichtungen gebildet. Mittels einer derartigen Anordnung wird eine Gratbildung oder gar ein Öffnen des Kaltkanalblocks weitgehend verhindert. Das System hat jedoch den Nachteil, dass es auf Grund der schweren Zugänglichkeit das Kanalsystem schwierig und zeitaufwendig zu reinigen ist, was sich insbesondere bei Mischungswechsel oder Störungen, die vorzeitige Ausvulkanisierungen zur Folge haben, auswirkt. Ferner ist die Herstellung der Umlenk- und Verzweigungstellen auf Grund der notwendigen Präzision aufwendig und schwierig.
  • 3 stellt einen mit einem Rohrsystem versehenen Kaltkanalblock des Standes der Technik dar. Dieser ähnelt dem Block der 1, besitzt jedoch darüber hinaus Rohrmanschetten (1) und Umlenkstücke (6), die im kritischen Bereich die Fließkanäle umgeben, und so ein Auseinandertriften der geteilten Blöcke des Kaltkanalblocks verhindern. Dieses Lösung ermöglicht eine sehr gute Zugänglichkeit der Fließkanäle, besitzt jedoch den Nachteil eines hohen Aufwandes bei der Wartung bzw. Zerlegung und Wiederaufbau des Systems. Überdies sind derartige Kaltkanalblöcke aufwendig and damit teuer bei ihrer Fertigung.
  • Wie dargelegt sind die Kaltkanalsysteme des Standes der Technik entweder sehr wartungsfreundlich aber sehr nachteilig im Bezug auf Gratbildung bzw. Dichtigkeit des Systems, oder aber umgekehrt sie zeigen brauchbare Dichtigkeitseigenschaften und verminderte Gratbildung bei sehr hohen Anforderungen an Zugänglichkeit, Herstellung oder Wartung. Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung die genannten Nachteile zu beseitigen, ohne dabei Gratbildung und/oder Undichtigkeiten des Systems in Kauf zu nehmen. Diese Aufgabe wurde durch die Bereitstellung des erfindungsgemäßen Kaltkanalwerkzeuges, wie er folgend und durch die Ansprüche definiert wird, gelöst.
  • Gegenstand der Erfindung ist somit ein Kaltkanalwerkzeug bestehend im wesentlichen aus einem Kaltkanalblock (6), und beweglichen und entfernbaren Fließkanal-Verschlussvorrichtungen (1) (3), einer Eintrittsdüse (7) und mindestens zwei Austrittsdüsen (8), sowie ein mit jeweils diesen verbundenes Fließkanalsystem, bestehend aus in ihrer Anzahl der Zahl der Austrittsdüsen entsprechenden, waagrechten (2) und senkrechten (2a) Fließkanälen. Dabei besitzt der Kaltkanlblock an seiner oberen die Eintrittsdüse aufweisenden Seite Profilöffnungen (9), welche in Zahl und Orientierung der waagrechten Fließkanäle (2) entsprechen und die Verschlussvorrichtungen druckstabil aufnehmen. Ein derartiger Kaltkanalblock ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet und unterscheidet sich insbesondere somit vom bekannten Stand der Technik, dass jede der Verschlussvorrichtungen (1)(3)(a) aus einem oder mehreren dem Profil der Öffnung (9) angepassten verspannbaren Bauelementen besteht, welche durch waagrechtes Einschieben in die jeweilige Profilöffnung mit dem Kaltkanalblock (6) und gegeneinander verspannt werden und somit den jeweiligen waagrechten Fließkanal (2) druckstabil abschließen. Fernen weisen erfindungsgemäß diese verspannbaren Bauelemente keine zusätzlichen Befestigungsmittel, wie beispielsweise Verschraubungen, die sie mit dem Kaltkanalblock (6) in vertikaler Richtung verbindet.
  • In einer besonderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung besteht die Fließkanal-Verschlussvorrichtung, bzw. die verspannbaren Bauelemente aus zwei übereinander positionierten, gegeneinander gerichteten Keilstücken. Es sind jedoch auch andere verspannbare Bauelemente einsetzbar, wie beispielsweise Spannscheiben oder Excenterstücke oder -scheiben, wie sie im Stand der Technik an sich bekannt sind.
  • Die waagrechten Fließkanäle (2) liegen als Ausformungen entweder vollständig auf der Unterseite der Verschlussvorrichtung bzw. im Kaltkanalblock (6) innerhalb der Profilöffnung (9) oder aber zu verschiedenen Teilen, beispielsweise hälftig, in beiden Bauelementen zugleich vor. Gegenstand der Erfindung ist aber insbesondere ein entsprechendes Kaltkanalwerkzeug, bei dem die verspannbaren Bauelemente der Verschlussvorrichtung zwei übereinander positionierte, gegeneinander gerichtete Keilstücke sind, worin das untere Keilstück an seiner Unterseite die vollständigen Aussparungen des betreffenden waagrechten Fließkanals (2) aufweist. Diese Ausführungsform hat überdies den Vorteil, dass einzelne Kanäle oder Verteiler auf Grund der beschriebenen einfachen Bedienbarkeit bei Bedarf verschlossen (durch einfaches Einsetzen von Keilstücken ohne Aussparung) und damit deaktiviert werden, wodurch die Flexibilität der vorliegenden Konstruktionen in Bezug auf unterschiedliche Einsetzbarkeit und Verwendungszwecke im Hinblick auf die herzustellenden elastomeren Formartikel deutlich erhöht werden kann. So kann beispielsweise aus einem Vierfachverteiler einfach ein Zweifachverteiler hergestellt werden, ohne dass dabei ein Totvolumen erzeugt werden muss.
  • Das erfindungsgemäße Kaltkanalwerkzeug vereinigt die Vorteile der einzelnen im Stand der Technik bekannten und oben beschriebenen Vorrichtungen in sich. Die Konstruktion gewährt einen schnellen Zugang zu den Fließkanälen und sichert somit eine rasche und kostengünstige Wartung und Reinigung des Kaltkanalblocks. Trotz dieser Eigenschaften ist ein Öffnen bzw. ein Undichtwerden des Werkzeuges bedingt durch hohe Einspritzdrücke auf Grund der Keilelemente nicht mehr möglich. Arbeitsdrücke bis zu etwa 1500 bar sind somit problemlos verwendbar. Bei höheren Drücken bis zu ca. 3000 bar kann die Dichtigkeit durch zusätzliche erfindungsgemäße Vorrichtungen, beispielsweise Spannschrauben, gewährleistet werden, die an den verspannbaren Bauelementen der Verschlussvorrichtung (1)(3) angebracht werden können. Derartige Spannvorrichtungen (5) bewirken, dass, wie in 4 gezeigt, die Keilelemente (1) und (3) fester mit dem Werkzeugblock verspannt werden können und somit Verschließungselement und Werkzeugblock, welche durch die besagten Ausformungen den Fließkanal bilden, mit großer Kraft gegeneinander gedrückt werden. Die Vorrichtung benötigt, selbst bei sehr hohen Drücken auf die Fließkanäle keine zusätzlichen vertikal gelagerten Befestigungsmittel, wie z.B. Schrauben, welche Verschlusselemente und Werkzeugblock direkt miteinander fest verbinden.
  • Gegenstand der Erfindung ist also ferner insbesondere ein entsprechendes Kaltkanalwerkzeug, bei dem die keilförmigen Bauelemente (1) und (3) und der Kaltkanalblock (6) durch eine Spannvorrichtung (5), vorzugsweise Verschraubungsvorrichtungen, gegeneinander verspannt werden.
  • Ein weitere Vorteil des erfindungsgemäßen Kaltkanalwerkzeuges ist, dass die entsprechenden Keilelemente sehr schnell und einfach aus dem Block entfernt und in diesen hinein geschoben werden können. Es entfällt zeitaufwendiges Lösen der Befestigungsmittel wie bei den im Stand der Technik verwendeten Kaltkanalblöcken.
  • Die Fließkanäle des erfindungsgemäßen Kaltkanalwerkzeuges können verschiedenartige geometrische Formen aufweisen, wobei zylindrische, rechteckige oder trapezförmige Ausgestaltungen bevorzugt sind.
  • Der Kaltkanalblock gemäß der vorliegenden Erfindung kann je nach Brauchbarkeit mit einem Zweifach-, Vierfach-, Sechsfach- oder Achtfachverteiler ausgestattet sein, der mit der Einspritzdüse verbunden ist. Dementsprechend sind zwei, vier, sechs oder acht erfindungsgemäße Verschlussvorrichtungen notwendig. Wie bereits oben dargestellt, können dabei sehr einfach und schnell einzelne Stränge oder ganze Verteiler durch Verwendung entsprechend gestalteter Keilstücke, bzw. anderer funktionsgleicher Bauelemente stillgelegt werden.
  • Erfindungsgemäß können auch zwei oder mehrere derartiger Kaltkanalbblöcke miteinander verbunden werden, um so eine Vielzahl von Formnestern mit einem Arbeitsgang zu bedienen. Gegenstand der Erfindung ist daher auch ein Kaltkanalsystem, bestehend aus zwei oder mehreren mit einander verbundenen Kaltkanalwerkzeugen, wie oben und in den Ansprüchen beschrieben.
  • Die Fließkanäle, die zu einem Verteiler und einer Eintrittsdüse gehören, können radial oder in anderer Geometrie, beispielsweise eine H- oder Gitteranordnung, zur Eintrittsdüse angeordnete sein, Gegenstand der Erfindung ist aber insbesondere ein entsprechendes Kaltkanalwerkzeug, bei dem die Fließkanäle (2, 2a) radial zur Eintrittsdüse angeordnet sind und jeweils im unteren Bereich derselbigen münden (Radialverteiler).
  • Gegenstand der Erfindung ist letztlich die Verwendung des erfindungsgemäßen Kaltkanalwerkzeuges zur insbesondere industriellen Herstellung von geformten vulkanisierten Elastomerprodukten vorzugsweise für den Maschinenbau und der Automobilindustrie.
  • Das Kaltkanalwerkzeug gemäß der vorliegenden Erfindung entspricht außer den dargelegten erfindungsgemäßen Merkmalen ansonsten den bekannten für diese Zwecke einsetzbaren Werkzeugen. Insbesondere ist es aus den gleichen Materialen anzufertigen und besitzt weitere übliche Funktionen, wie Heizungselemente, Temperierbohrungen, Wärmeisolationsvorrichtungen, etc.
  • Kurze Beschreibung der Abbildungen:
  • 1 stellt einen gebohrten Kaltkanalblock des Standes der Technik dar:
  • 1
    Wärmeisolationsschicht
    2, 2a
    Fließkanäle
    3
    Umlenkeinrichtung mit Bohrung
    4
    Temperierbohrung
    5
    Dichtungen für Umlenkeinrichtung
    6
    Kaltkanalblock
    7
    Eintrittsdüse
    8
    Austrittsdüse
  • 2 stellt einen geteilten Kaltkanalblock des Standes der Technik dar:
  • 1
    Wärmeisolationsschicht
    2, 2a
    Fließkanäle
    3
    Trennfläche Verschließungsvorrichtung/Kaltkanalblock
    4
    Temperierbohrung
    5
    Befestigungsschrauben
    6
    Kaltkanalblock
    7
    Eintrittsdüse
    8
    Austrittsdüse
  • 3 stellt einen Kaltkanalblock des Standes der Technik dar, welcher mit einem Rohrsystem ausgestattet ist:
  • 1
    Rohrhülsen
    2, 2a
    Fließkanäle
    3
    Trennfläche Verschließungsvorrichtung/Kaltkanalblock
    4
    Temperierbohrung
    5
    Befestigungsschrauben
    6
    Umlenkrohrhülse
    7
    Eintrittsdüse
    8
    Austrittsdüse
  • 4: stellt zwei verschiedne Schnitte eines Kaltkanalblock gemäß der Erfindung dar, welcher formschlüssige Keilelemente als Verschließungsvorrichtung aufweist:
  • 1
    oberes Verschließungselement, keilförmig
    2
    waagrechter Fließ-, bzw. Angusskanal
    2a
    senkrechter Fließ-, bzw. Angusskanal
    3
    unteres Verschließungselement, keilförmig mit Bohrung für
    Verspannvorrichtung
    4
    Temperierbohrung
    5
    Spannschraube
    6
    Kaltkanalblock
    7
    Eintrittsdüse
    8
    Austrittsdüse
    9
    Profilöffnung im Kalkanalblock zur Aufnahme der
    Verschließungselemente
  • 5 gibt zwei 3D-Ansichten wieder eines Kaltkanalblockes gemäß der Erfindung basierend auf einen Vierfachverteiler
  • 1
    oberes Verschließungselement, keilförmig
    2
    waagrechter Fließ-, bzw. Angusskanal
    2a
    senkrechter Fließ-, bzw. Angusskanal
    3
    unteres Verschließungselement, keilförmig mit Bohrung für
    Verspannvorrichtung
    6
    Kaltkanalblock
    7
    Eintrittsdüse
    9
    Profilöffnung im Kalkanalblock zur Aufnahme der
    Verschließungselemente.
  • Die Abbildungen geben lediglich bevorzugte Beispiele der Erfindung sowie des Standes der Technik in beispielhafter Weise wieder. Sie sind in keiner Weise beschränkend und schließen andere funktionsgleiche oder funktionsähnliche Ausführungsformen nicht aus.
  • Das erfindungsgemäße Kaltkanalwerkzeug funktioniert in der Weise, dass fließfähiges elastomeres Rohmaterial durch die Eintrittsdüse (7) mit den genannten hohen Drücken in den Kaltkanalblock gepresst wird. Das Rohmaterial füllt entsprechend des gewählten Verteilers die Fließkanäle (2, 2a) aus und wird in Richtung der Austrittsdüsen (8) bewegt. Im unteren Teil des Blocks befindet sich eine Heizungseinrichtung, die den unteren Teil des Blocks stärker erwärmt als den oberen Teil. Die Bereiche unterschiedlicher Temperatur sind durch eine Wärmeisolationsschicht von einander getrennt. Während im oberen, der Eintrittsdüse zugewandten Teil Temperaturen zwischen etwa 50 und 100°C vorliegen, die ausreichend sind, um das Rohmaterial gut fließen zu lassen, ohne dass ein nennenswertes Ausvulkanisieren eintritt, werden im unteren, dem Formwerkzeug zugewandten Bereich Temperaturen von etwa 150–200°C eingestellt. Dabei soll aber nach Möglichkeit verhindert werden, dass das Elastomer bereits in den Austrittsdüsen ausvulkanisiert.
  • Falls das Material nun doch auch im oberen Bereich der Fließkanäle des Verteilersystems zumindest teilweise reagiert und fest wird oder aber auch bei Rohmaterialwechsel, muss der Kaltkanalblock geöffnet werden. Erfindungsgemäß geschieht dies durch Entriegeln, bzw Lösen der Keilstücke (1) und (3) (4), gegebenenfalls unter Öffnen der Spannschrauben (5). Die Keilstücke der einzelnen Verteilerarme können nun alle oder gezielt entfernt und die Kanäle gereinigt werden, um anschließend in ebenso einfacher und rascher Weise wieder in den Kaltkanalblock (6) eingesetzt und verriegelt zu werden. Durch die vorgeschlagene Bauweise kann sich der Block durch die hohen Drücke nicht öffnen oder undicht werden, wie dies beispielsweise bei den geteilten Kaltkanalblöcken des Standes der Technik (2) trotz zahlreicher und unpraktischer Verschraubungen des oberen mit dem unteren Teil des Blockes nicht selten geschieht.

Claims (9)

  1. Kaltkanalwerkzeug bestehend im wesentlichen aus (i) einer Eintrittsdüse (7) und mindestens zwei Austrittsdüsen (8), (ii) ein mit jeweils diesen Düsen verbundenes Fließkanalsystem, bestehend aus in ihrer Anzahl der Zahl der Austrittsdüsen entsprechenden waagrechten (2) und senkrechten (2a) Fließkanälen, (iii) beweglichen und entfernbaren Fließkanal-Verschlussvorrichtungen (1)(3), und (iv) einem Kaltkanalblock (6), der an seiner oberen die Eintrittsdüse aufweisenden Seite, Profilöffnungen (9) zur druckstabilen Aufnahme der Verschlussvorrichtungen besitzt, welche in Zahl und Orientierung der waagrechten Fließkanäle (2) entsprechen, wobei diese in Form von vollständigen Aussparungen im Kaltkanalblock (6) oder in den Verschlussvorrichtungen (1)(3) oder von teilweisen Aussparungen in beiden Bauteilen zugleich angelegt sind und bei fester Verbindung der Verschlussvorrichtungen mit dem Kaltkanalblock vervollständigt werden, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Verschlussvorrichtungen (1)(3) (a) aus einem oder mehreren, dem Profil der Öffnung (9) angepassten verspannbaren Bauelementen besteht, welche durch waagrechtes Einschieben in die jeweilige Profilöffnung gegeneinander und gegenüber dem Kaltkanalblock (6) verspannt werden und somit den jeweiligen waagrechten Fließkanal (2) druckstabil abschließen, und (b) keine zusätzlichen Befestigungsmittel aufweist, die sie mit dem Kaltkanalblock (6) in vertikaler Richtung verbindet.
  2. Kaltkanalwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussvorrichtung aus zwei übereinander positionierten, gegeneinander gerichteten Keilstücken besteht.
  3. Kaltkanalwerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Keilstück (3) an seiner Unterseite die vollständigen Aussparungen des betreffenden waagrechten Fließkanals (2) aufweist.
  4. Kaltkanalwerkzeug nach einem der Ansprüche 1–3, dadurch gekennzeichnet, dass die keilförmigen Bauelemente (1) und (3) und der Kaltkanalblock (6) durch eine Spannvorrichtung (5) gegeneinander verspannt werden.
  5. Kaltkanalwerkzeug nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung eine Spannschraube ist.
  6. Kaltkanalwerkzeug nach einem der Ansprüche 1–5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fließkanäle (2, 2a) radial zur Eintrittsdüse angeordnet sind und jeweils im unteren Bereich derselbigen münden.
  7. Kaltkanalwerkzeug nach einem der Ansprüche 1–6, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Heizvorrichtung sowie eine Wärmeisolationsschicht aufweist, welche einen Bereich mit höherer Temperatur im unteren Teil, von einem Bereich mit niedrigerer Temperatur im oberen Teil des Kaltkanalblocks trennt.
  8. Kaltkanalsystem, bestehend aus zwei oder mehreren mit einander verbundenen Kaltkanalwerkzeugen gemäß der Ansprüche 1–7.
  9. Verwendung eines Kaltkanalwerkzeuges gemäß der Ansprüche 1–7 oder eines Kalkanalsystems gemäß Anspruch 8 zur Herstellung von vulkanisierten Elastomerformprodukten.
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