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DE1030673B - Verfahren zur Herstellung von Registrierpapier - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Registrierpapier

Info

Publication number
DE1030673B
DE1030673B DER12116A DER0012116A DE1030673B DE 1030673 B DE1030673 B DE 1030673B DE R12116 A DER12116 A DE R12116A DE R0012116 A DER0012116 A DE R0012116A DE 1030673 B DE1030673 B DE 1030673B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
top layer
paper
layers
production
recording paper
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER12116A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hermann Winzer
Kurt Klein
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Renker Belipa GmbH
Original Assignee
Renker Belipa GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Renker Belipa GmbH filed Critical Renker Belipa GmbH
Priority to DER12116A priority Critical patent/DE1030673B/de
Publication of DE1030673B publication Critical patent/DE1030673B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M5/00Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein
    • B41M5/124Duplicating or marking methods; Sheet materials for use therein using pressure to make a masked colour visible, e.g. to make a coloured support visible, to create an opaque or transparent pattern, or to form colour by uniting colour-forming components

Landscapes

  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Registrierpapier Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Registrierpapier durch Bedecken weißen oder farbigen Papiers mit einer andersfarbigen, durch einen Schreibstift ritzbaren wachsartigen, höher als Stearinsäure schmelzenden Deckschicht. Es sind Registrierpapiere bekannt, deren Registrierschichten aus weißen undurchsichtigen Fetten oder Wachsen, wie z. B. aus Stearin, Mischungen von Stearin und Paraffin, Stearin mit kolloiden Bindemitteln, Stearaten oder Stearaten, mit kolloiden Bindemitteln bestehen. Diese Schichten werden in der Weise erzeugt, daß die genannten Stoffe in Form ihrer Lösungen in organischen Lösungsmitteln auf farbigem Papier aufgetragen und dann an der Luft getrocknet werden. Besonders gute Erfolge werden mit diesem Verfahren dann erzielt, wenn man gut geleimte oder satinierte, mit kolloiden Bindemitteln vorgestrichene Papiere benutzt.
  • Da die genannten Stoffe die organischen Lösungsmittel meist lange zurückhalten bzw. schwer abgeben, geht der Trocknungsproz.eß langsam vonstatten, so daß ein schnelleres Arbeiten nicht möglich ist. Stearinschichten haben außerdem den Nachteil, d.aß sie auf dem Papier schlecht haften und beim Knittern des Papiers leicht abbröckeln. Auch ist es nicht immer möglich, auf den Schichten feine Linien sehr dicht nebeneinander zu ziehen, weil die zwischen den Linien befindlichen Stege ausbrechen. Dies trifft besonders zu auf die in ihrer Verwendung für Registri.erpapiere bereits bekannten Metallsalzehochmolekularer organischer Säuren, deren Schmelzpunkt teilweise höher als der Schmelzpunkt der Stearinsäure liegt (z. B. Steara.te, Palmita,te, naphthensaure Salze u. dgl.), da die erwähnten Metallverbindungen sich pulverförmig abscheiden und keine zusammenhängenden Schichten ergeben, sondern hart und bröckelig sind.
  • Es wurde nun gefunden, daß die vorerwähnten Mängel sich beheben lassen, wenn man gut kristallisierende Montanwachssäuren zur Erzeugung der Deckschichten verwendet. Man erhält dann sehr gut haftende und den Untergrund gut abdeckende Schichten, auf denen sich feinste Registrierlinien wiedergeben lassen, ohne das die Schichten abbröckeln. oder daß Stücke ausbrechen. Solche gut kristallisierenden Montanwachssäuren mit verhältnismäßig hoch liegendem Schmelzpunkt zeigen gleichzeitig gute Aufnahmefähigkeit für organische Pigmente.
  • Die erfindungsgemäßen, gut kristallisierenden Montanwachssäuren dienen dazu, um auf einem Registri.erpapier trübe, opake Schichten zu erzielen.
  • Es war nicht vorauszusehen, daß sich diese Wirkung bei der erfindungsgemäßen Herstellung von Registrierpapieren herbeiführen ließ. An sich sind Montanwachssäuren der angehenen Art hart und durchscheinend, so, daß sie von vornherein wenig geeignet scheinen, stark getrübte, leicht ritzfähige und durch Schreibmaschinentypen scharf beeindruckbare Schichten zu geben. Auch war es überraschend, daß die aus den Lösungsmitteln in ganz dünner Schicht sich ausscheidenden Montanwachssäuren viel weißere Schichten ergaben als beispielsweise Stearin und Metallsteaxate, die an sich schon getrübte und weiße Pulver darstellen, aber in dickerer Schichtablagerung auf dem Papier viel geringere Weiße ergeben als die erfindungsgemäße Präparation.
  • Bei der Herstellung der Schichten verfährt man praktisch so, daß man. die betreffenden Mon.tanwa,chssäuren in geeigneten, leichtflüchtigen organischen Lösungsmitteln, z. B. Essigäther, Benzin, Benzol, Chlorkohlenwasserstoffen u. dgl. auflöst, diese Lösungen unter Benutzung der bekannten Walzenauftragsvorrichtungen und Verteilungseinrichtungen auf den farbigen Papieruntergrund aufträgt und sie sofort trocknet. Wichtig ist, daß die Aufstreicblösungen, die Arbeitsgeschwindigkeit und die Leimung des Papiers aufeinander abgestimmt sind. Bei geringerer Arbeitsgeschwindigkeit kommt man mit dünneren Lösungen aus, muß dann aber gut geleimte Papiere verwenden. Bei schneller laufenden Maschinen kann man konzentrierte Lösungen verwenden. Die Papierleimung braucht in diesem Fall nicht so stark zu sein, weil bei denn schnelleren Arbeitstempo die Lösung keine Zeit hat, in das Papier einzudringen. Zweckmäßig verwendet man möglichst hochkonzentrierte Lösungen.
  • Der Lösung können gegebenenfalls kleinere Mengen von Weichmachern, z. B. in Form von Schmieröl, Paraffin, Paraffinöl, Weichwachsen, Wachsen niedrigeren Schmelzpunktes, Mikrowachsen u. dgl. ferner lösliche oder Pigmentfarbstoffe zugesetzt werden. Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens bestehen darin, daß man gut zusammenhängende, nicht abbröckelnde., sehr gut bedruckbare Schichten erhält und daß man auch ungeleimte Papiere verwenden kann. Die Papiere .sind auch nicht so temperaturempfindlich wie die handelsüblichen Stearinpapiere. Das beschriebene Verfahren. kann sowohl in der Weise durchgeführt werden, daß man weiße Schichten auf farbigem Papieruntergrund erzeugt, wobei die Färbung der Deckschicht gegebenenfalls in an sich bekannter Weise durch Zusatz weißer Pigmente, z. B. geringerer Mengen von Metallstearaten, von fettsauren Metallverbindungen, vertieft wird, andererseits kann man auch farbige Schichten auf weißem Papieruntergrund erzeugen.
  • Die erfindungsgemäß ausgestalteten Papiere können mit besonderem Vorteil für Registrierzwecke verschiedenster Art, ferner z. B. für Durchschreibezwecke unter Fortfall der bisherigen Kohle:- und Durchschreibepapiere, so zur Anfertigung von Kopien bei Kassablocks oder für ähnliche Zwecke verwendet werden.
  • Eine Variante des beschriebenen Verfahrens besteht ferner darin, daß man die Lösungen, nachdem sie gallertartig erstarrt sind, aufs neue möglichst nahe an den Siedepunkt des Lösungsmittels erhitzt und. in. diesem Zustand auf das Papier aufträgt und sofort verstreicht.

Claims (3)

  1. PATENTANSPHÜCIIE: 1. Verfahren zur Herstellung von Registrierpapier durch Bedecken weißen oder farbigen Papiers mit einer andersfarbigen, durch einen Schreibstift ritzharen, wachsartigen, höher als - Stearinsäure schmelzenden Deckschicht, dadurch gekennzeichnet, daß gut kristallisierte Montanwachssäuren als Deckschicht aufgetragen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Färbung der Deckschicht in an sich bekannter Weise durch Zusatz von weißen oder farbigen Pigmenten vertieft wird.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckschicht kleinere Mengen von Weichmachern, z. B. in Form von Schmieröl, Paraffin. Paraffinöl, Wachsen mit niedrigerem Schmelzpunkt, Mikrowachsen u. dgl., zugesetzt werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 536 841, 538 495, 747 563; schweizerische Patentschriften Nr. 200 102, 236 596; britische Patentschrift Nr. 503 695; Verpackungs-Rundschau, 1951, S. 484 bis 486; Die neue Verpackung, 1953, S. 303.
DER12116A 1953-07-09 1953-07-09 Verfahren zur Herstellung von Registrierpapier Pending DE1030673B (de)

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Citations (6)

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CH236596A (de) * 1942-03-20 1945-02-28 Emil Holtzmann Fa Verfahren zur Herstellung eines Registrierpapiers.

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