DE1030481B - Elektroden-Tieffassung mit als Schutzmantel ausgebildetem Fassungszylinder - Google Patents
Elektroden-Tieffassung mit als Schutzmantel ausgebildetem FassungszylinderInfo
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- H—ELECTRICITY
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- H05B7/00—Heating by electric discharge
- H05B7/02—Details
- H05B7/10—Mountings, supports, terminals or arrangements for feeding or guiding electrodes
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Elektroden-Tieffassung mit einem in das Ofeninnere hineinragenden, die
Elektrode im Abstand umgebenden Fassungszylinder. Es ist bekannt, daß der als Widerlager für den
Anpreßdruck auf die wassergekühlten Kontaktbacken dienende Fassungszylinder an seinem oberen, der
Ofenhitze abgewandten Ende gegen die Eelektrode. abgedichtet ist. Die obenliegende Dichtung hat den
Nachteil, daß die Wasseranschlüsse an den Kontaktbacken sowie die Dichtheit der wassergekühlten
Kontaktbacken nicht beobachtet werden kann. Durch den an der Elektrode anhaftenden Staub, der durch
den unten offenen, als Schutzmantel ausgebildeten Fassungszylinder eindringen kann, werden die Anpreßflächen
der Kontaktbacken beim Nachsetzen der Elektrode einem erheblichen Verschleiß unterworfen.
Es wurden daher Elektroden-Tieffassungen entwickelt, bei denen der Schutzzylinder oben offen und
die Abdichtung im Bereich der Kontaktbacken vorgenommen ist.
Andererseits ist es für manche Fälle erwünscht, wenn die Dichtung zwischen Fassungszylinder und
Elektrode möglichst weit vom Ofen entfernt ist. Hiervon ausgehend, hat sich die Erfindung die Aufgabe
gestellt, den Verschleiß der Kontaktbacken durch Abrieb sowie ihre Gefährdung durch die Lichtbogenflamme
zu verhindern oder zu vermindern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Fassungszylinder mit einem Anschluß
zum Einleiten eines neutralen Gases in den von Elektrode und Fassungszylinder gebildeten, unten
offenen Ringraum versehen ist. Derartige Gase, die aus dem Ofen stammen können, strömen am unteren
Ende des Fassungszylinders in das Ofeninnere aus und legen damit gewissermaßen einen Schutzschleier
vor die Kontaktbacken. Weder Verunreinigungen noch Flammen, die vom Lichtbogen herrühren, vermögen
entgegen dem Strom des Schutzgases in das Innere des Fassungszylinders und somit an die Kontaktbacken
oder die Elektrode zu gelangen. Das Gas kann in bekannter Weise gekühlt sein und trägt damit zur
Kühlung des Ofendeckels bei. Die Einleitung eines die Ofenflammen und Verunreinigungen abhaltenden
Ciasstromes hat damit letztlich zur Folge, daß ein Defektwerden der Kontaktbacken bzw. der Wasseranschlüsse
und ein Ausfließen des Wassers in das Ofeninnere nicht mehr zu befürchten ist, so daß auf
eine Beobachtungsmöglichkeit der Kontaktbacken verzichtet und damit die Dichtung am oberen Ende
des Fassungszylinders angeordnet werden kann.
Es wurde weiterhin erkannt, daß die Kontaktbacken nicht mehr willkürlich anpreßbar und lösbar zu sein
brauchen, wozu bei der bekannten Tieffassung mit obenliegender Dichtung lange Betätigungsstangen
Elektroden -Tieffassung
mit als Schutzmantel ausgebildetem
Fassungszylinder
Anmelder:
Deniag-Elektrometallurgie G. m. b. H.,
Duisburg, Wolfgang-Reuter-Platz
Duisburg, Wolfgang-Reuter-Platz
Dr.-Ing. Carl Reschke, Duisburg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
notwendig waren, die unter besonderer Abdichtung aus dem Fassungszylinder hinausgeführt werden
mußten. Darüber hinaus konnten beim Lockern der Kontaktbacken — etwa um die Elektrode durchgleiten
zu lassen — besonders leicht Verunreinigungen zwischen die Elektrode und die Kontaktbacken gelangen.
Nachdem durch den Gasschleier am unteren Ende des Fassungszylinders das Eindringen von
Verunreinigungen erschwert ist, wird die Tieffassung gemäß der weiteren Ausgestaltung der Erfindung
dahingehend verbessert, daß die Kontaktbacken vom Fassungszylinder in Richtung quer zur Elektrode
beweglich getragen werden und durch vorzugsweise unveränderlichen Federdruck angepreßt sind und die
Elektrode von einer bekannten, aus zwei oberhalb des Fassungszylinders angeordneten Klemmringen bestehenden
Halte- und Nachsetzvorrichtung, von denen der obere Klemmring sich über Federn od. dgl. auf
dem unteren abstützt und jeder Klemmring die Elektrode einzeln zu halten vermag, getragen wird. Durch
diese Maßnahme wird erreicht, daß jegliche Gestänge zur Betätigung der Kontaktbacken in Fortfall kommen
und die Kontaktbacken mit einem unveränderlichen, nur zur sicheren Stromübertragung bemessenen Anpreßdruck
an die stets saubere Oberfläche der Elektrode angedrückt werden. Das Halten und Nachsetzen
der Elektrode wird mit der Verwendung einer bekannten Nachsetzvorrichtung bewirkt.
Um die benötigte Gasmenge zur Bildung eines Gasschleiers am unteren Ende des Fassungszylinders zu
verringern, ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung der Fassungszyliiider an seinem unteren
Ende bis auf einen Ringspalt an die Elektrode herangeführt. In diesem Ringspalt stellt sich auch bei
geringer Gasmenge eine hohe Gasgeschwindigkeit
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ein, die den Eintritt von Fremdkörpern und Flammen wirksam verhindert. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel
des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Die kontinuierliche Elektrode 1 wird von einer aus zwei Klemmringen 2 bestehenden Halte- und Nachsetzvorrichtung
gehalten und nachgesetzt. Die Wirkungsweise einer derartigen Einrichtung ist bekannt
und braucht nicht näher erläutert zu werden. Der untere Klemmring 2 stützt sich auf den oberen
Flansch 3 eines Fassungszylinders 6 ab, der die Elektrode im Abstand umgibt und über die Kontaktbacken
10 hinweg bis in das Ofeninnere reicht. Der zum Ofeninneren hin offene Ringraum, der durch die
Elektrode 1 und den Fassungszylinder 6 gebildet wird, ist am oberen Ende" des Zylinders durch eine
Dichtung 4 abgedichtet. Bei 5 ist ein Anschluß zur Einleitung eines neutralen Gases vorgesehen, das am
unteren Ende des Zylinders 6 austritt und somit den Zutritt von Verunreinigungen und Flammen in das
Innere des Zylinders verhindert.
Die wassergekühlten Kontaktbacken 10, die über die Leitungen 7 mit Kühlwasser versorgt werden,
erhalten ihren Anpreßdruck durch umfangsverteilte Druckfedern 11,, die sich von innen gegen den
Fassungszylinder 6 abstützen. In Richtung quer zur Elektrode sind die Kontaktbacken 10 beweglich und
werden über die Winkel 14 vom Fassungszylinder 6 getragen. Selbstverständlich sind die Winkel 14 zum
Durchlaß des Gases unterbrochen.
Der untere Teil des Fassungszylinders 6 ist doppelwandig ausgeführt, so daß über den Anschluß 8
Kühlwasser in den dergestalt geschaffenen Hohlraum geleitet werden kann. Das Kühlen eines Schutzmantels
an seinem unteren Ende ist bekannt.
Der äußere Mantel 9 des doppelwandigen Teils des Fassungszylinders gleitet unter Abdichtung in einen
gekühlten Ring 12, der in den Ofendeckel 13 eingesetzt
ist. Der Fassungszylinder 6 bildet somit gleichzeitig einen Tragzylinder für die Hauptfassung
der Elektrode und unterliegt den Bewegungen der Elektroden-Reguliereinrichtung.
Claims (3)
1. Elektroden-Tief fassung mit einem in das Ofeninnere hineinragenden, die Elektrode im Abstand
umgebenden Fassungszylinder, der als Widerlager für den Anpreßdruck auf die wassergekühlten
Kontaktbacken dient und an seinem oberen, der Ofenhitze abgewandten Ende gegen die Elektrode abgedichtet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß der Fassungszylinder mit einem Anschluß zum Einleiten eines neutralen Gases in den
von Elektrode und Fassungszyliiider gebildeten, unten offenen Ringraum versehen ist.
2. Elektroden-Tief fassung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die radial zur Elektrode
beweglichen Kontaktbacken vom Fassungszylinder getragen werden und durch vorzugsweise unveränderlichen
Federdruck angepreßt sind und daß die Elektrode von einer bekannten, aus zwei oberhalb der Fassung angeordneten Klemmringen
bestehenden Halte- und Nachsetzvorrichtung, von denen der obere Klemmring sich über Federn
od. dgl. auf dem unteren abstützt, getragen wird.
3. Elektroden-Tief fassung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Fassungszylinder an seinem unteren Ende bis auf einen Ringspalt an die Elektrode herangeführt
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 527/394 5.58
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DED23724A DE1030481B (de) | 1956-09-01 | 1956-09-01 | Elektroden-Tieffassung mit als Schutzmantel ausgebildetem Fassungszylinder |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DED23724A DE1030481B (de) | 1956-09-01 | 1956-09-01 | Elektroden-Tieffassung mit als Schutzmantel ausgebildetem Fassungszylinder |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1030481B true DE1030481B (de) | 1958-05-22 |
Family
ID=7037930
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED23724A Pending DE1030481B (de) | 1956-09-01 | 1956-09-01 | Elektroden-Tieffassung mit als Schutzmantel ausgebildetem Fassungszylinder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1030481B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2487621A1 (fr) * | 1980-07-25 | 1982-01-29 | Elkem As | Dispositif de porte-electrode pour four de fusion electrothermique |
| EP0120312A1 (de) * | 1983-03-02 | 1984-10-03 | Fuchs Systemtechnik GmbH | Nachsetz- und Haltevorrichtung für eine Elektrode eines Lichtbogenofens |
| EP0145219A1 (de) * | 1983-10-31 | 1985-06-19 | Hatch Associates Ltd. | Elektrodenvorrichtung für elektrische Lichtbogenöfen |
-
1956
- 1956-09-01 DE DED23724A patent/DE1030481B/de active Pending
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2487621A1 (fr) * | 1980-07-25 | 1982-01-29 | Elkem As | Dispositif de porte-electrode pour four de fusion electrothermique |
| DE3128867A1 (de) * | 1980-07-25 | 1982-06-09 | Elkem A/S, Oslo | Elektrodenfassung fuer elektrothermische oefen |
| EP0120312A1 (de) * | 1983-03-02 | 1984-10-03 | Fuchs Systemtechnik GmbH | Nachsetz- und Haltevorrichtung für eine Elektrode eines Lichtbogenofens |
| EP0145219A1 (de) * | 1983-10-31 | 1985-06-19 | Hatch Associates Ltd. | Elektrodenvorrichtung für elektrische Lichtbogenöfen |
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