DE1030461B - Polarisiertes elektromagnetisches Relais - Google Patents
Polarisiertes elektromagnetisches RelaisInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H51/00—Electromagnetic relays
- H01H51/22—Polarised relays
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Description
DEUTSCHES
kl. 21g 4/01
INTERNAT. KL. H Ol h
PATENTAMT
ANMELDE TA G:
T 12836 VHI c/21 s 5. NOVEMBER 1956
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DEK
AUSLEGESCHRIFT: 2 2. M A I 1 9 5 8
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DEK
AUSLEGESCHRIFT: 2 2. M A I 1 9 5 8
Die Erfindung bezieht sich auf polarisierte elektromagnetische Relais oder ähnliche polarisierte Schaltgeräte,
welche einen Anker aufweisen, der so eingerichtet ist, daß ein über den magnetischen Verbundbauteil
des Gerätes durch ein Eingangssignal hervo-rgerufener veränderlicher Arbeits- bzw. Steuerfluß
darauf zur Einwirkung kommt.
Es ist üblich, für den magnetischen Verbundbauteil des Gerätes eine Nickeleisenlegierung zu verwenden,
weil diesen Legierungen eine nur geringe Koerzitivkraft eigentümlich ist, durch welche sichergestellt
wird, daß auf den Anker auf Grund des sich daraus ergebenden geringen Restflusses, d. h. des
Flusses, der im Verbundbauteil verbleibt, nachdem ein Eingangssignal zu Ende ist bzw. aufgehört hat
(Remanenzfluß), nur eine geringe oder gar keine Vorspannungswirkung ausgeübt wird. Eine solche Vorspannungswirkung
würde natürlich dann auftreten, wenn der Verbundbauteil aus einem Werkstoff, wie
beispielsweise Siliziumeisen, welcher eine verhältnismäßig große Koerzitivkraft besitzt, hergestellt wäre.
Nun sind aber ungünstigerweise solche Nickeleisenlegierungen
mit äußerst geringer Koerzitivkraft nicht nur viel kostspieliger als Siliziumeisen,, sondern
auch ihre Sättigungsflußdichte, welche etwa 8000 Feldlinien/cm2 bzw. Kraftlinien pro Quadratzentimeter
oder Gauß beträgt, ist gering und beträgt weniger als die Hälfte der Kraftfluß dichte bei
Siliziumeisen. Dadurch unterliegt das magnetische Verbundbauteil des Gerätes einer Begrenzung, und
folglich muß dessen Querschnitt, wenn solche Nickeleisenlegierungen
verwendet werden, mindestens doppelt so groß wie bei Anwendung von Siliziumeisen
sein, vorausgesetzt, daß der gesamte Signalsteuerfluß, welcher durch die erwünschte Ansprechempfindlichkeit
des Gerätes bestimmt bzw. festgelegt wird und mit dem gerechnet werden muß, in beiden Fällen
der gleiche ist. Dies ist natürlich besonders nachteilig bei Geräten, bei denen der Raum, welcher durch den
magnetischen. Verbundbauteil und die Signalwicklung eingenommen ist, beschränkt ist.
Erfindungsgemäß setzt sich der mit der Signalwicklung verkettete magnetische Verbundbauteil eines
polarisierten Relais oder eines ähnlichen polarisierten Schaltgerätes zusammen aus einem ersten Teilstück,
durch welches hindurch der Hauptanteil des Steuerflusses fließt, und aus einem zweiten Teilstück, welches
zum ersten Teilstück in Nebenschluß liegt und aus einem Werkstoff besteht, welcher im Vergleich zum
Werkstoff des ersten Teilstückes eine geringe Koerzitivkraft, eine geringe Sättigungsflußdichte und eine
starke Permeabilität für die im ersten Teilstück durch den Restfluß hervorgerufene Magnetkraft hat,
derart, daß ein solcher Magnetfluß durch Umleitung Polarisiertes elektromagnetisches Relais
Anmelder:
Telephone Manufacturing Company
Limited, London
Limited, London
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Schubert, Patentanwalt,
Siegen (Westf.), Oranienstr. 14
Siegen (Westf.), Oranienstr. 14
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 8. November 1965
Großbritannien vom 8. November 1965
Frederick Emil Rommel, London,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
durch das zweite Teilstück hindurch daran gehindert wird, auf den Anker einzuwirken. Weil der magnetische
Verbundbauteil eines derartigen erfindungsgemäßen Schaltgerätes ein Teilstück aufweist, welches
aus einem Werkstoff hergestellt ist, der eine große Sättigungsflußdichte hat, kann es einen gegebenen
Signalfluß bei geringerer Querschnittsfläche durchleiten, als dies bei einem Verbundbauteil der Fall
wäre, der im ganzen aus einem Werkstoff mit einer geringen Sättigungsfluß dichte hergestellt ist. Die
starke Koerzitivkraft des ersten Teilstückes ruft jedoch andererseits keine wesentliche Vorspannung
des Ankers hervor, weil der Remanenz- oder Restfluß im Teilstück durch diese Kraft nicht durch den
Anker hindurch, sondern durch das zweite Teilstück entgegen seiner geringen Koerzitivkraft hindurchgeleitet
wird, wobei dieses zweite Teilstück natürlich unter diesen Bedingungen als ein magnetischer Nebenschluß
von geringer Relektanz bzw. von geringem magnetischem Widerstand auf Grund seiner hohen
Permeabilität wirkt.
Vorzugsweise ist die Querschnittsfläche des ersten Teilstücks größer als die des zweiten Teilstücks, so
daß dann ein magnetischer Verbundbauteil einer gegebenen Querschnittsfläche einen größeren Gesamtfluß
durchlassen kann.
Die beiden Werkstoffe, welche für die beiden Teilstücke verwendet werden, bestehen zweckmäßigerweise
aus der üblichen Qualität von Weicheisen, wie beispielsweise Siliziumeisen, und einer Nickeleisenlegierung
jener Gattung, die die entsprechenden obenerwähnten Eigenschaften besitzt.
809 527/374
Um das zweite Teilstück zu einem äußerst wirkungsvollen Nebenschluß zu gestalten, werden die
beiden Teilstücke vorzugsweise für Kontaktberührung miteinander über ihre Gesamtlänge hinweg angeordnet,
so daß der magnetische Widerstand zwischen ihnen gering ist.
Die Erfindung soll nunmehr an Hand von zwei Ausführungsbeispielen solcher Relais und der sie
beispielsweise wiedergebenden Zeichnungen näher erläutert werden, und zwar zeigt
Fig. 1 eine diagrammartige Vorderansicht der ersten Ausführungsform eines Relais,
Fig. 2 einen Querschnitt durch die erste Ausführungsform
des Relais, und zwar entlang der Schnittlinie H-II in Fig. 1,
Fig. 3 in räumlicher Darstellung ein Teilstück der zweiten Ausführungsform des Relais, während
Fig. 4 eine Perspektivansicht dieser zweiten. Ausführungsform des Relais, in seine Bestandteile zerlegt,
wiedergibt.
Es sei zunächst auf die Fig. 1 und 2 Bezug genommen. Das dargestellte Relais, welches zu der
Carpenter-Gattung gehört, die in der deutschen Patentschrift 607 203 beschrieben ist, ist mit einem Anker 1
unteren Teil des Ankers, so daß letzterer nicht mehr im Sinne einer Spannung beeinflußt werden kann.
In den Fig. 3 und 4 wird die zweite Ausführungsform des Relais dargestellt, dessen Magnetkreis ebenfalls
zur Carpenter-Gattung gehört und in Übereinstimmung mit der deutschen Patentschrift 872 063
konstruiert worden ist. Der Anker 20 des Relais wird von zwei Federn 21 gehalten, welche vermittels
Schrauben (von denen eine bei 22 gezeigt ist) an
ίο Blocken 23 befestigt sind, von denen jeder an einem
der beiden Hauptpolstücke 24 a und 24 b des Rahmens befestigt ist. Der Anker 20 trägt an seinem oberen
Ende die beweglichen (Arbeits-) Kontakte, von denen einer bei 25 dargestellt ist, welche mit den. (nicht
gezeigten) festen (Ruhe-) Kontakten zusammenwirken,
die auf den gegenüberliegenden Seiten des Ankers liegen. Mit seinem unteren Ende liegt der Anker
zwischen zwei sich gegenüberstehenden Flächen der Polstücke 24 a und 24 b, wobei sich dieses Ende beim
Schwingen des Ankers auf diese Flächen zu und von diesen hinweg bewegt.
Die Signalwicklung 29 des Relais sitzt auf einem waagerechten schichtförmigen Kern 30, welcher an
beiden Enden an je einem entsprechenden senkrechten
versehen, der bei 2 schwenkbar ist und an seinem ag Schenkel 31 befestigt ist. Jeder dieser Schenkel 31 ist
oberen Ende die beiden beweglichen Kontakte an seinem oberen Ende vermittels Schrauben 32 an
(Arbeitskontakte) 3α und 3 b trägt, welche jeweils mit dem einen der beiden Polstücke 24 des Rahmens befesten Kontakten (Ruhekontakten) 4a und 45 zu- festigt. Jeder der polarisierten Dauermagnete 33,
sammenwirken. Ein Schwenkbolzen 2 des Ankers welche in gestrichelten Linien in Fig. 3 angedeutet
sitzt in dem Luftspalt 5 zwischen den beiden Nord- 30 sind, des Relais ist an einem senkrechten Silizium
polflächen der beiden Dauermagnete 7 a und 7 b, deren gegenüberliegende bzw. entgegengesetzte Pole in
direkter Kontaktberührung mit den oberen Enden eines Magnet-Verbundbauteiles 8 stehen. Dieser Verbundbauteil
8 weist zwei Polstücke bzw. Polschuhe 8 A und 85 auf und ist aus drei, gleichartig geformten
Schichtkörpern 8 a, 8 b und 8 c (s. Fig. 2) aufgebaut, wobei der Schichtkörper 8 b zwischen den. beiden
anderen Schichtkörpern und in direkter Berührung mit diesen über ihre Gesamtlänge hinweg angeordnet
ist. Das untere Ende des Ankers 1 liegt im Arbeitsluftspalt 10, welcher sich zwischen den Stirnflächen
der Polstücke 8A und 8B befindet. Die Signalwicklung
11 des Relais ist um den waagerechten Kern 8 C des Magnet-Verbundbauteiles gewickelt.
Bei derartigen Relais, die bisher gemäß Fig. 1 konstruiert worden sind, besteht der Verbundbauteil 8
aus einem einzelnen Werkstoff, woraus sich dann der eine oder andere der bereits erwähnten Nachteile entwickelt.
Wenn dieser Verbundbauteil aus Siliziumeisen hergestellt ist, so bewirkt die große Koerzitivkraft
dieses Werkstoffes, daß große Restflüsse über den Luftspalt 10 von einem nach dem anderen Polstück
fließen, woraus sich eine Vorspannung des Ankers ergibt.
Um diese Vorspannung zu verhindern oder wenigstens wesentlich zu verringern, bestehen nur zwei der
drei Schichtkörper8a, 8b, 8c, welche den Verbundbauteil
8 mit seinen Polstücken 8 A, 8 B bilden, aus Siliziumeisen, während der dritte Schichtkörper, d. h.
der mittlere, 8b, aus einer Nickeleisenlegierung besteht. Auf Grund der geringen Koerzitivkraft des
letzteren Werkstoffes und dessen hoher Permeabilität für Magnetfelder einer Größenordnung, welche von dem
Restmagnetismus der Siliziumeisenschichten 8 α und 8 c
hervorgerufen wird, verläuft der Fluß, der durch diesen Restmagnetismus erzeugt wird, welcher sonst
den Luftspalt 10 durchqueren würde, jetzt über die Schicht 8 & von einer Polfläche nach der anderen.
Somit bestehen jetzt keine Kraftfelder mehr am eisenschaft 34 befestigt, welcher bei 35 an dem einen
der Polstücke 24 befestigt ist. Die Schäfte 34 dienen dazu, die Ruhekontakte des Relais zu halten, wie dies
in der vorerwähnten Patentschrift beschrieben ist. Die beiden Polstücke 24 werden durch Schrauben, von
denen eine bei 36 gezeigt ist, in genauer gegenseitiger Beziehung zueinander gehalten, wobei die Schrauben
durch beide Polstücke und nichtmagnetische Lagerbuchsen 37 hindurchführen.
Soweit entspricht der Aufbau des Relais dem der vorerwähnten Patentschrift. Somit verläuft der Fluß,
welcher einen Stromweg aufweist, der dem des Relais gemäß Fig. 1 ähnlich ist, vom Kern 30 her, den einen
Schenkel Sl hinauf, das eine Polstück 24a entlang, über den Luftspalt zwischen den beiden Bauteilen 24,
durch das untere Ende des Ankers hindurchgehend, und dann zurück zum Kern 30 über das Polstück 24 b
und den anderen Schenkel 31. Der durch die Magnete 33 hervorgerufene Polarisierungsfluß verläuft abwärts
in Längsrichtung des Ankers 20, wobei der eine Anteil des Flusses über das Polstück 24 a nach dem einen
Magnet zurückkehrt, während der andere Anteil über das Polstück 24 & nach seinem Magnet zurückkehrt.
Bisher wurden die Polstücke 24, der Kern 30 und die Schenkel 31 aus Siliziumeisen hergestellt, was,
wie bereits erwähnt, eine Vorspannung des Ankers zur Folge hatte. Eine solche Vorspannung wird von
den Polstücken 24, dem Kern 30 und den Schenkeln 31 hervorgerufen, welche als ein einzelner schwacher
Magnet wirken, dessen Pole bei 40 und 41 angedeutet sind, wobei der von diesen Magneten erzeugte Fluß
den Luftspalt zwischen den Polstücken 24 durchquert. Um die Wirkung zu verhindern oder wenigstens
beträchtlich zu verringern, werden die Polstücke 24, der Kern 30 und die Schenkel 31 teilweise
aus Siliziumeisen und teilweise (bis zur Hälfte der Geßamtquerschnittsfläche) aus der vorgenannten bekannten Nickeleisenlegierung hergestellt. Somit ist
jedes der Polstücke 24 aus zwei Schichtkörpern 24a', 24 a" oder 24&', 24 b" gefertigt, von denen der innere,
24α', 24 ί>', aus Nickeleisen und der äußere, 24a",
24&", aus Siliziumeisen besteht. Gleichzeitig sind der eine der drei den Schenkel 31 bildenden Schichtkörper
und der eine der drei den Kern. 30 bildenden. Schichtkörper aus Nickeleisen, während die restlichen
Schichtkörper aus Siliziumeisen bestehen. Die Nickel eisenschichten sind jeweils bei 31' und 30' angezeigt.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß der Luftspalt zwischen den Polstücken 24 von dem Fluß von den
Enden 40 und 41 her umgangen wird, wobei dieser Fluß die Nickeleisenschichtkörper 24a', 24&', 30'
und 31' durchsetzt.
Claims (6)
1. Polarisiertes elektromagnetisches Relais oder ähnliches polarisiertes Schaltgerät mit einem
Anker, auf welchen ein durch ein Eingangssignal hervorgerufener veränderlicher Steuerfluß zur Einwirkung
kommt, dadurch gekennzeichnet, daß sich der mit der Signal wicklung verkettete Magnetverbundbauteil
aus zwei Teilstücken zusammensetzt, wobei der Hauptanteil des Steuerflusses das erste Teilstück durchfließt oder durchsetzt und das
zweite Teilstück zum ersten Teilstück im Neben-Schluß liegt und aus einem Werkstoff besteht, welcher
im Vergleich zum Werkstoff des ersten Teilstückes eine geringe Koerzitivkraft, eine geringe
Sättigungsflußdichte und eine hohe Permeabilität für die durch den Restfluß im ersten Teilstück
hervorgerufene Magnetkraft hat, derart, daß ein solcher Restfluß durch Umleitung durch das zweite
Tailstück hindurch daran gehindert wird, auf den Anker einzuwirken.
2. Schaltgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsfläche des ersten
Teilstückes größer als die des zweiten Teilstückes ist.
3. Schaltgerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Teilstück aus
Silizium eisen gefertigt ist.
4. Schaltgerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Teilsrück aus einer
Nickeleisendegierung besteht.
5. Schaltgerät nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teilstücke über
ihre Gesamtlänge hinweg miteinander in Kontaktberührung sind.
6. Schaltgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbundbauteil schichtförmig
aufgebaut ist und jeder der besagten Teilstücke einen oder mehrere Schichtkörper aufweist
und daß der Anker in einem Luftspalt liegt, welcher von Schichtkörpern begrenzt wird, die aus
dem gleichen Werkstoff wie das zweite Teilstück angefertigt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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