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DE1030336B - Verfahren zur Herstellung von Perfluorcyclohexenen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Perfluorcyclohexenen

Info

Publication number
DE1030336B
DE1030336B DEM30563A DEM0030563A DE1030336B DE 1030336 B DE1030336 B DE 1030336B DE M30563 A DEM30563 A DE M30563A DE M0030563 A DEM0030563 A DE M0030563A DE 1030336 B DE1030336 B DE 1030336B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
preparation
acids
perfluorocyclohexenes
ring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM30563A
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas S Reid
Wilbur H Pearlson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
3M Co
Original Assignee
Minnesota Mining and Manufacturing Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Minnesota Mining and Manufacturing Co filed Critical Minnesota Mining and Manufacturing Co
Priority to DEM30563A priority Critical patent/DE1030336B/de
Priority claimed from GB1586856A external-priority patent/GB787919A/en
Publication of DE1030336B publication Critical patent/DE1030336B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/361Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving a decrease in the number of carbon atoms
    • C07C17/363Preparation of halogenated hydrocarbons by reactions involving a decrease in the number of carbon atoms by elimination of carboxyl groups

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
M30563IVb/12o ANMELDETAG: 22. MA I 1956
B EKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 22.MAI1958
Die Erfindung betrifft ein neuartiges Verfahren zur Herstellung von Perfluor cyclohexenkohlenwasser stoff en.
Die Erfindung betrifft außer der Herstellung von Perfhiorcyclohexen auch die Herstellung von Perfluormethylcyclohexenen mit einem oder mehreren Trifluormethylsubstituenten am Ring.
Diese Perfluorcyclohexene sind reaktionsfähig und polymerisierbar; sie können auch mischpolymerisiert werden. Sie sind ferner als chemische Zwischenprodukte wertvoll. Sie gehen außerdem Additionsreaktionen ein und können z. B. durch basische wäßrige Permanganatlösung unter Bildung zweibasischer Fluorcarbonsäuren oxydiert werden. Aus Perfluorcyclohexen kann z. B. Perfiuoradipinsäure, (CF2)4(COOH)2, hergestellt werden.
Entdeckt wurde, daß diese Perfluorcyclohexene auf sehr einfache Weise und in praktisch quantitativen Ausbeuten durch Pyrolyse von Perfluorcyclohexan- und Perfluormethylcyclohexancarbonsäuren hergestellt werden können. In diesen Säuren ist eine Carboxylgruppe direkt an ein C-Atom eines Perfluorcyclohexanringes gebunden. An die C-Atome des Ringes können auch eine oder mehrere Trifhiormethylgruppen gebunden sein, die bei der Pyrolyse erhalten bleiben. Der Ring muß aber ein Fluoratom an dem C-Atom aufweisen, das dem die COOH-Gruppe tragenden C-Atom benachbart ist, d. h., er muß mindestens ein (5-ständiges Fluoratom aufweisen.
COOH
10 Verfahren zur Herstellung von Perfluorcyclohexenen
Anmelder:
Minnesota Mining and Manufacturing Company, Saint Paul, Minn. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. H. Ruschke, Berlin-Friedenau, und Dipl.-Ing. K. Grentzenberg, München 27,
Pienzenauerstr. 2, Patentanwälte
20 Thomas S. Reid, George H. Smith Erfinder genannt worden St. A.),
und Wilbur H. Pearlson, Saint Paul, Minn. (V.
sind als
Carboxylgruppe und jß-Fluoratom werden unter BiI-dung einer Doppelbindung im Ring nach folgendem Schema abgespalten:
CF CF
F2C CF2 etwa_SSO°_C_ F2C CF
F2C CF2 F2C CF
C C
F9 F9,
CO2 + HF
Die Perfluorcyclohexancarbonsäure siedet bei Kp.74O = 172° C und Perfluorcyclohexen bei Kp.74O = 52° C.
Die Ausgangssäure wird im Dampfzustand durch ein Rohr geleitet, das auf eine Temperatur von etwa 5500C erhitzt worden ist und das lang genug ist, um eine praktisch vollständige Umwandlung zu ermöglichen. Ein Katalysator wird nicht benötigt. Das Reaktionsrohr kann ein einfaches, ungefülltes, mit Graphit oder einem ähnlichen Material ausgekleidetes Rohr sein. CO2 und HF und nicht umgesetzte Ausgangssäure, die wasserlöslich sind und sauer reagieren, können leicht von dem in Wasser unlöslichen und normalerweise flüssigen Perfluorcyclohexen getrennt werden, das durch fraktionierte Destillation weiter gereinigt werden kann.
Beispiele für Ausgangssäuren zur Herstellung von Perfluormethylcyclohexenen mit einer oder mehreren Trifluormethylgruppen am Ring sind die vollständig fluorierte 2 - Methylcyclohexancarbonsäure, 3-Methylcyclohexancarbonsäure, ^Methylcyclohexancarbonsäure, 2,4-Dimethylcyclohexancarbonsäure und 2,2,6-Trimethylcyclohexancarbonsäure.
Die vorliegende Reaktion stellt keine übliche Decarboxylierungsreaktion nach dem Schema
R-COOH ->■ R —H +CO2
dar, da neben CO2 noch HF abgespalten wird.
Die Perfluorcyclohexancarbonsäuren können aus den entsprechenden Cyclohexancarbonsäuren durch Elektrolyse in wasserfreiem flüssigem Fluorwasserstoff unter Benutzung einer bei etwa 0° C mit 5 bis 6 Volt Spannung arbeitenden Zelle mit Stahlkathode und Nickelanode hergestellt werden. Die Ausgangssäure wird dabei in das
809. 527/481
entsprechende völlig fluorierte Säurefluorid (Ry.COF, worin Rf der Perfluorcyclohexanrest ist) übergeführt, das sich zusammen mit Nebenprodukten am Boden der Zelle absetzt. Diese Produkte werden mit der theoretisch zur Hydrolyse des Perfluorcyclohexancarbonsäurefluorids erforderlichen Menge Wasser gemischt und die gebildete Perfluorcyclohexancarbonsäure dann durch fraktionierte Destillation gewonnen.
Da die elektrochemische Fluorierung bewirkt, daß ungesättigte Verbindungen Fluor addieren, kann man auch aromatische Carbonsäuren als Ausgangsverbindungen zur Herstellung der im vorliegenden Verfahren als Ausgangsstoffe verwendeten Perfluorcyclohexancarbonsäuren einsetzen. So können z. B. Benzoesäure, o-, m- und p-Toluylsäure verwendet werden.
Das vorstehend genannte elektrochemische Verfahren ist eingehend in der USA.-Patentschrift 2 519 983 beschrieben. Die Herstellung der Pernuorcyclohexancarbonsäuren nach diesem Verfahren ist wiederum eingehend in der deutschen Patentschrift 836 796 beschrieben.
Die im vorliegenden Verfahren benutzten Perfluorcyclohexancarbonsäuren unterscheiden sich im Verhalten deutlich von den nicht cyclischen PerfLuoralkancarbonsäuren. Im Gegensatz zu diesen können sie durch Pyrolyse in fast quantitativer Ausbeute selbst in Abwesenheit eines Katalysators in die Perfluorcyclohexene übergeführt werden.
Beispiel
Als Reaktionsraum diente ein ungefülltes, mit Graphit oder einem ähnlichen Material ausgekleidetes Stahlrohr mit einem Innendurchmesser von etwa 2 cm und einer geeigneten Länge, das zu 33 cm in einem elektrischen Ofen steckte. Die Temperatur wurde mit einem Thermoelement gemessen, das außerhalb des Rohres angebracht war. Es wurden nun durch das auf 550° C erhitzte Rohr innerhalb von 2 Stunden 70 g verdampfte Perfluorcyclohexylcarbonsäure geleitet. Die austretende Gasmischung wurde zwecks Entfernung des HF durch ein NaF-Rohr und dann nacheinander durch drei Vorlagen geschickt, die durch Eis (0° C), ein Gemisch aus Aceton und festem CO2 (-8O0C) und schließlich flüssige Luft (-18O0C) gekühlt waren. Die Kondensate der ersten beiden Vorlagen wurden vereinigt und das unter Raumtemperatur siedende Material verflüchtigt. Der Rest wurde in einer mit Glaskörpern gefüllten Laboratoriums-Destillationssäule fraktioniert destilliert und lieferte dabei 60 g eines farblosen, in Wasser unlöslichen flüssigen Produktes, das bei Kp.74O = 51 bis 52° C siedete und als relativ reines Perfluorcyclohexen identifiziert wurde. Es hatte im Infrarotabsorptionsspektrum ein Maximum bei 5740 ΐημ. Die Ausbeute war fast 100°/0ig. Undecafluorcyclohexan konnte nicht festgestellt werden. Die Zusammensetzung wurde durch Analyse und durch Untersuchung der Reaktionseigenschaften bestätigt.
Eine besonders reine Mittelfraktion hatte den Brechungsindex #|5 = 1,289 und die Dichte D2i = 1,665; Kp.,40 = 52,0 bis 52,5° C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Verfahren zur Herstellung von Perfluorcyclobexenen, dadurch gekennzeichnet, daß man Perfluorcyclohexancarbonsäure oder Perfluormethylcyclohexancarbonsäuren mit mindestens einer Trifluormethylgruppe im Ring und mindestens einem /?-ständigen Fluoratom in der Dampfphase durch ein auf etwa 550° C erhitztes Rohr leitet und darauf das kondensierte Perfluorcyclohexen in üblicher Weise, wie durch fraktionierte Destillation, abtrennt.
    © 809 527/4S1 5.58
DEM30563A 1956-05-22 1956-05-22 Verfahren zur Herstellung von Perfluorcyclohexenen Pending DE1030336B (de)

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GB1586856A GB787919A (en) 1956-05-22 1956-05-22 The production of cyclohexene fluorocarbons
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DE1030336B true DE1030336B (de) 1958-05-22

Family

ID=25986724

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DE (1) DE1030336B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4847442A (en) * 1988-07-18 1989-07-11 Allied-Signal Inc. Process for the preparation of difluorobenzenes

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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