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Die Erfindung betrifft eine Zusammentragmaschine
zum Zusammentragen von Bögen
aus Papier oder dergleichen, mit einem eine horizontale Bogen-Fördereinrichtung
aufweisenden Zusammentragtisch, einer Mehrzahl von entlang dem Zusammentragtisch
nebeneinander angeordneten Maschinenstationen, die jeweils einen
Stapeltisch zur Aufnahme eines Stapels aus übereinander liegenden Bögen aufweisen,
sowie mit Saughebern zur Abnahme einzelner Bögen von den Stapeln und zur
Ablage der Bögen
auf dem Zusammentragtisch.
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Eine derartige Zusammentragmaschine,
wie sie beispielsweise aus der
DE 31 35 549 C2 bekannt ist, wird in der
Druckindustrie zur Herstellung von Broschüren, Kalendern, Zeitschriften,
Blocks und dergleichen eingesetzt. Mittels der Zusammentragmaschine
werden die bedruckten Bögen
jeweils zu Sätzen
oder Blöcken
zusammengestellt. Die zusammengestellten Sätze oder Blöcke werden dann durch die Bogen-Fördereinrichtung
des Zusammentragtisches einer weiteren Verarbeitung zugeführt. An
der Auslageseite des Zusammentragtisches kann beispielsweise eine
Heft-Falz-Maschine angeordnet sein, mittels welcher die Sätze oder
Blöcke
zu den jeweiligen Endprodukten miteinander verbunden werden.
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Die Stapeltische der entlang dem
Zusammentragtisch nebeneinander angeordneten Maschinenstationen
nehmen jeweils einen Stapel aus identisch bedruckten Bögen auf.
Die Bögen
werden dann mittels der Zusammentragmaschine in der Reihenfolge,
in der sie auf den nebeneinander angeordneten Maschinenstationen
abgelegt sind, zu Sätzen
oder Blöcken
zusammengestellt. Bei der Broschürenfertigung
beispielsweise befindet sich das Broschüren-Deckblatt auf der von der
Auslageseite der Maschine her gesehen ersten Station. Die sich daran anschließenden Stationen
nehmen die Broschüren-Zwischenbögen auf,
und auf der letzten Station befindet sich der Broschüren-Mittelbogen.
Beim Zusammentragen mittels der Zusammentragmaschine entsteht ein
Stapel, der zuoberst das Broschüren-Deckblatt,
dann die Broschüren-Zwischenbögen und
zuunterst den Broschüren-Mittelbogen
aufweist. Der Stapel wird dann mittels der Bogen-Fördereinrichtung
des Zusammentragtisches einer Heft-Falz-Maschine zugeführt, welche den Stapel entlang
seiner Mittellinie falzt und zu einer Broschüre zusammenheftet. Gegebenenfalls
führt die Heft-Falz-Maschine
zusätzlich
einen Frontbeschnitt des gefalzten Stapels durch.
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Zur Abnahme der Bögen von den auf den Stapeltischen
befindlichen Stapeln und zum Übertragen
derselben auf den Zusammentragtisch kommen bei den üblichen
Zusammentragmaschinen Saugheber zum Einsatz. Diese bestehen aus
pneumatischen Saugern, die an horizontal und vertikal beweglichen Armen
angebracht sind. Mittels der Sauger wird jeweils der oberste Bogen
von einem Stapel angesaugt, so daß er dann von dem Stapel abgehoben und
auf den Zusammentragtisch überführt werden kann.
Durch seitlich, in Höhe
der Oberfläche
des jeweiligen Stapels zugeführte
Blasluft wird gewährleistet,
daß sich
die in dem Stapel übereinander
liegenden Bögen
voneinander trennen und immer nur ein Bogen abgehoben und auf den
Zusammentragtisch überführt wird.
Der Abhebe- und Ablagevorgang wird zyklisch wiederholt, während die
auf dem Zusammentragtisch abgelegten Bögen von der Bogen-Fördereinrichtung
zur jeweils nächsten
Maschinenstation weitergefördert
werden.
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Nachteilig ist bei den bekannten
Zusammentragmaschinen, daß diese
aufgrund der fest vorgegebenen Anzahl von Maschinenstationen nicht
sehr flexibel eingesetzt werden können. Entweder weisen bekannte
Zusammentragmaschinen eine große
Anzahl von Maschinenstationen auf, wobei die Maschine dann aber
aufgrund der geringen Größe der einzelnen
Stationen nur für
kleine Papierformate einsetzbar ist. Sollen hingegen auch große Papierformate
verarbeitet werden können,
so ergibt sich daraus zwangsläufig,
daß die
Zahl der Maschinenstationen und damit die Anzahl der zusammentragbaren Bögen stark
beschränkt
ist.
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Zwar ist es zur Umgehung dieser Problematik
beispielsweise bekannt, die Maschinenstationen von Zusammentragmaschinen,
die für
große
Papierformate ausgelegt sind, jeweils mit zwei oder mehr Stapeln
zu beschicken. Bei diesem Vorgehen besteht dann allerdings eine
Beschränkung
auf kleine Papierformate. Außerdem
können
ausschließlich
Bögen von
identischer Stärke
verarbeitet werden, da die in derselben Maschinenstation befindlichen
Stapel von ein und demselben Stapeltisch getragen werden, so daß für das Funktionieren
der Saugheber sichergestellt sein muß, daß die Stapelhöhen identisch sind.
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Vor diesem Hintergrund liegt der
vorliegenden Erfindung die Aufgabenstellung zugrunde, eine Zusammentragmaschine
bereitzustellen, mittels welcher in möglichst flexibler Art und Weise
sowohl großformatige
Bögen,
als auch große
Anzahlen kleinformatiger Bögen
verarbeitbar sind. Dabei sollen insbesondere keinerlei Beschränkungen
hinsichtlich der Stärke
der zu verarbeitenden Bögen
bestehen.
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Diese Aufgabenstellung wird ausgehend
von einer Zusammentragmaschine der eingangs genannten Art dadurch
gelöst,
daß die
Maschinenstationen durch seitliche Trennwände voneinander getrennt sind,
wobei zumindest einige der jeweils nebeneinander angeordneten Maschinenstationen
durch Herausnehmen der dazwischen angeordneten Trennwände vergrößerbar sind.
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Die Trennwände zwischen den Maschinenstationen
dienen dazu, die auf den Stapeltischen befindlichen Stapel seitlich
abzustützen
und auszurichten. Dadurch daß die
Trennwände
bei der erfindungsgemäßen Zusammentragmaschine
herausnehmbar ausgebildet sind, können die Maschinenstationen
zur Verarbeitung von großformatigen
Bögen nach
Bedarf vergrößert werden.
Die Stapel aus großformatigen
Bögen werden
dann von zwei oder mehr Stapeltischen der nebeneinander angeordneten,
ursprünglich
kleineren Maschinenstationen getragen. Im Prinzip ist die Zusammentragmaschine gemäß der Erfindung
von vorneherein zur Verarbeitung einer möglichst großen Anzahl von Stapeln aus kleinformatigen
Bögen ausgelegt.
Die Maschine weist eine dementsprechend große Anzahl von Maschinenstationen
mit unabhängig
voneinander nutzbaren Stapeltischen auf. Bei der Verarbeitung von kleinformatigen
Bögen ergeben
sich also keinerlei Einschränkungen
in Bezug auf die Stärken
der verarbeiteten Bögen
bzw. auf die Stapelhöhen.
Werden zur Verarbeitung großformatiger
Bögen einige
der Trennwände
zwischen den Maschinenstationen herausgenommen, so tragen jeweils
zwei oder mehr Stapeltische einen Stapel aus übereinander liegenden Bögen und
die Anzahl der Stationen verringert sich dementsprechend.
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Zweckmäßigerweise weisen die Maschinenstationen
der erfindungsgemäßen Zusammentragmaschine
elektronisch gesteuerte Hubantriebe für die Stapeltische auf. Mittels
eines geeigneten Sensorsystems werden automatisch die Stapelhöhen der einzelnen
in den Maschinenstationen befindlichen Stapel ermittelt, und die
Stapeltische werden mittels ihrer Hubantriebe automatisch nachgeführt, so
daß sich
die Oberflächen
der Stapel stets in einer Position befinden, in welcher sie von
den Saughebern problemlos erreicht werden können. Werden gemäß der Erfindung
einzelne der zwischen den Maschinenstationen angeordneten Trennwände zur
Verarbeitung größerer Bogenformate
herausgenommen, so sollten die Stapeltische der betreffenden Maschinenstationen
zweckmäßigerweise
mittels der Hubantriebe synchron anhebbar sein. Da zwei oder mehr
Stapeltische jeweils einen Stapel aus großformatigen Bögen tragen,
müssen
sich die Tische beim Anheben des Stapels stets auf gleicher Höhe befinden.
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Besonders sinnvoll ist es, daß der Zusammentragtisch
der erfindungsgemäßen Zusammentragmaschine
als Zahnriementisch ausgebildet ist, wobei die horizontale Bogen-Fördereinrichtung
eine Mehrzahl von parallel zueinander in Förderrichtung umlaufenden Zahnriemen
umfaßt,
an welchen Mitnehmer zum Fördern
von auf dem Zusammentragtisch abgelegten Bögen angeordnet sind. Ein derartiger
Zahnriementisch gewährleistet
einen ruhigen, d. h. vibrationsarmen und sicheren Transport der
Bögen.
Dabei entsprechen die Abstände
zwischen den Mitnehmern sinnvollerweise den Abständen zwischen den Trennwänden nebeneinander
angeordneter Maschinenstationen. Auf diese Weise sind die durch
die Mitnehmer auf dem Zusammentragtisch gebildeten Fächer für die darin
abgelegten Bögen
an die Dimensionen der Maschinenstationen angepaßt. Falls die Maschinenstationen,
beispielsweise gemäß der Erfindung
durch Herausnehmen der dazwischen angeordneten Trennwände, vergrößerbar ausgebildet
sind, sollten die Abstände
zwischen den Mitnehmern dementsprechend verändert werden können, damit
auch größere Bögen auf
dem Zusammentragtisch abgelegt und von diesem transportiert werden können.
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Wenn bei der erfindungsgemäßen Zusammentragmaschine
der Zusammentragtisch in der zuvor beschriebenen Art als Zahnriementisch
mit Mitnehmern ausgebildet ist, können die Mitnehmer zweckmäßigerweise
stiftförmig
ausgebildet sein, wobei der Zusammentragtisch in Förderrichtung
verlaufende Schlitze aufweist, in welchen die stiftförmigen Mitnehmer
laufen. Der Zusammentragtisch hat dabei eine möglichst glatte Oberfläche, auf
welcher die darauf abgelegten Bögen
gleiten. Der Zahnriemen läuft unterhalb
der Oberfläche
des Tisches und die in den Schlitzen laufenden Mitnehmer greifen
an den Bögen beim
Transport an. Damit die demgemäß ausgebildete
horizontale Bogen-Fördereinrichtung
auch für
große
Bogenformate nutzbar ist, wenn die Maschinenstationen beispielsweise
durch Herausnehmen der dazwischen angeordneten Trennwände vergrößerbar sind,
können
einige der Mitnehmer in besonders vorteilhafter Weise klappbar ausgebildet
sein, derart, daß die
klappbaren Mitnehmer im umgeklappten Zustand nicht über die
Oberfläche
des Zusammentragtisches hinausragen. Demgemäß kann die Bogen-Fördereinrichtung
des Zusammentragtisches besonders einfach und in kürzester
Zeit an verschiedene Bogenformate angepaßt werden.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
wird im folgenden anhand der Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
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1:
Draufsicht auf eine Zusammentragmaschine gemäß der Erfindung ;
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2:
Draufsicht auf die Zusammentragmaschine gemäß 1 mit herausgenommener Trennwand;
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3:
Seitenansicht zweier Maschinenstationen der erfindungsgemäßen Zusammentragmaschine;
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4:
Zusammentragmaschine gemäß 4 mit herausgenommener Trennwand;
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5:
Zahnriemen mit stiftförmigen
Mitnehmern.
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Die Figuren zeigen eine Zusammentragmaschine,
die als Ganzes mit der Bezugsziffer 1 bezeichnet ist. Die
Draufsichten gemäß den 1 und 2 zeigen einen Zusammentragtisch 2 der
Zusammentragmaschine 1, welcher als Zahnriementisch ausgebildet
ist. Als horizontale Bogen-Fördereinrichtung
weist dieser drei parallel zueinander in Förderrichtung umlaufende Zahnriemen 3 auf.
An den Zahnriemen 3 sind Mitnehmer 4 und 5 zum
Fördern von
auf dem Zusammentragtisch 2 abgelegten Bögen 6, 7 und 8 angeordnet.
Die Mitnehmer 4 und 5 sind, wie in der 5 zu erkennen ist, stiftförmig ausgebildet.
Der Zusammentragtisch 2 weist, wie in den 1 und 2 dargestellt,
in Förderrichtung
verlaufende Schlitze 9 auf, in welchen die stiftförmigen Mitnehmer 4 und 5 laufen.
Eine Mehrzahl von Maschinenstationen sind bei der dargestellten
Zusammentragmaschine entlang dem Zusammentragtisch 2 nebeneinander
angeordnet. Diese weisen jeweils einen Stapeltisch 10 zur
Aufnahme von Stapeln 11, 12 und 13 aus übereinander
liegenden Bögen
auf. Zur Abnahme einzelner Bögen
von den Stapeln 11, 12 und 13 sind Saugheber 14 bzw. 15 vorgesehen.
Die einzelnen Maschinenstationen sind durch seitliche Trennwände 16, 17 und 18 voneinander
getrennt. Gemäß der Erfindung
ist die Trennwand 17 der Zusammentragmaschine 1 herausnehmbar
ausgebildet, so daß die
in den 1 bis 4 dargestellten, nebeneinander
angeordneten Maschinenstationen vergrößerbar sind. Die 1 und 3 zeigen die Zusammentragmaschine 1 mit
eingesetzter Trennwand 17, während die Zusammentragmaschine 1 in
den 2 und 4 mit herausgenommener Trennwand 17 dargestellt
ist. Durch die Herausnahme der Trennwand 17 wird erreicht,
daß statt
zweier kleiner Maschinenstationen, welche vergleichsweise kleinformatige
Stapel 11 und 12 aufnehmen, eine große Maschinenstation zur
Verfügung
steht, welche einen Stapel 19 aus großformatigen Bögen aufnimmt.
Die Zusammentragmaschine 1 weist nicht näher dargestellte,
elektronisch gesteuerte Hubantriebe für die Stapeltische 10 auf.
Die Stapeltische 10 der nebeneinander angeordneten Maschinenstationen
sind mittels dieser Hubantriebe synchron anhebbar. Wie in der 3 zu erkennen ist, bestehen
die Stapel 11 und 12 aus unterschiedlich starken
Bögen.
Beim Zusammentragen müssen
die Stapeltische 10 dementsprechend unterschiedlich nachgeführt werden,
damit die Oberflächen
der Stapel 11 und 12 stets in Reichweite der Saugheber 14 und 15 bleiben.
Gemäß 4 wird der Stapel 19 gleichzeitig
von zwei Stapeltischen 10 getragen. In diesem Fall müssen die
beiden Stapeltische 10 während des Betriebs der Zusammentragmaschine 1 synchron
angehoben werden. Anhand der 1 ist
zu erkennen, daß die
Abstände
zwischen den Mitnehmern 4 und 5 im wesentlichen den Abständen zwischen
den Trennwänden 16, 17 und 18 entsprechen.
Falls, wie in den 2 und 4 dargestellt, die Zusammentragmaschine 1 für großformatige
Bögen 19 genutzt
werden soll, müssen
die Abstände
zwischen den Mitnehmern veränderbar
sein. Zur Veränderung
des zwischen den Mitnehmerpaaren zur Verfügung stehenden Raums zur Ablage
von Papierbögen
sind die Mitnehmer 5, wie insbesondere anhand der 5 zu erkennen ist, klappbar
ausgebildet, wobei die klappbaren Mitnehmer 5 im umgeklappten
Zustand, der in der 5 gestrichelt
angedeutet ist, nicht über
die Oberfläche 20 des
Zusammentragtisches 2 hinausragen. Die 2 zeigt, daß ein großformatiger Bogen 21 problemlos
zwischen den Mitnehmern 4 Platz findet, wenn die Mitnehmer 5 umgeklappt
werden.