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Die Erfindung bezieht sich auf einen
Gehäuseverschluss
gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1. Die Erfindung kann beispielsweise bei Installationsgeräten, wie
Kabelabzweigdosen, Kabelanschlussdosen, Steckdosen, Schaltern, Dimmern
usw. verwendet werden.
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Aus der
DE 195 12 130 A1 ist ein
Gehäuse mit
abnehmbarem Deckel bekannt, wobei der Deckelverschluss aus der Kombination
eines Bajonett- oder Schraubverschlusses mit einem Schnappverschluss
besteht. Der Schnappverschluss rastet beim Verschließen des
Deckels ein. Zum Abnehmen des Deckels ist der Schnappverschluss über einen schmalen
Schlitz im Gehäuse
zugänglich
und kann entriegelt werden. Der Schnappverschluss wird von einer
Rastlasche und einer Rastnase gebildet, hinter der die Rastlasche
beim Verschließen
des Deckels einschnappt.
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Aus der
DE 690 07 689 T2 ist eine Schnappverbindungsanordnung
zur lösbaren
Befestigung einer Abdeckung auf einem Gehäuse bekannt. Ein mit einer
Nase versehenes Verbindungselement sowie ein mit einer Klinke versehenes
Element sind federn bewegbar, so dass sich die Nase entlang der
Klinke bewegen lässt
und sich anschließend
in eine Sperrposition zurückbewegt,
nachdem die Nase die Klinken passiert hat.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
einen Gehäuseverschluss
anzugeben, welcher schnell geschlossen und geöffnet werden kann.
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Diese Aufgabe wird in Verbindung
mit den Merkmalen des Oberbegriffes erfindungsgemäß durch
die im Kennzeichen des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
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Die mit der Erfindung erzielbaren
Vorteile bestehen insbesondere darin, dass der vorgeschlagene Gehäuseverschluss
sehr schnell und unter Einsatz eines handelsüblichen Werkzeuges (Schraubenzieher)
betätigt
werden kann, wobei gleichzeitig mit dem Schließen ein Zusammenpressen von
Deckel und Unterteil des Gehäuses
erfolgt, was zur Gehäusedichtigkeit
beiträgt.
Der Gehäuseverschluss
ist kostengünstig
produzierbar. Der separat zu fertigende Verriegelungskeil ist zwar
beweglich, jedoch unverlierbar an der Führungseinrichtung montiert.
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Weitere Vorteile sind aus der nachstehenden Beschreibung
ersichtlich.
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Vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
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Die Erfindung wird nachstehend anhand
der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert. Es
zeigen:
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1 einen
Schnitt durch ein Gehäuse
in geöffneter
Position,
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2 einen
Schnitt durch ein Gehäuse
in geschlossener Position,
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3 einen
Schnitt durch einen Deckel des Gehäuses,
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4 einen
Schnitt durch ein Unterteil des Gehäuses,
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5 einen
Schnitt durch einen Verriegelungskeil,
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6 einen
Schnitt durch den Gehäuseverschluss
in geöffneter
Position,
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7 einen
Schnitt durch den Gehäuseverschluss
in geschlossener Position.
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In 1 ist
ein Schnitt durch ein Gehäuse
in geöffneter
Position dargestellt. Das Gehäuse 1 besteht
aus einem Unterteil 2 (allgemein erstes Gehäuseteil)
mit Bodenplatte 3 und Seitenwandungen 4 sowie
aus einem Deckel 8 (allgemein zweites Gehäuseteil)
mit Frontplatte 9 und Seitenwandungen 10. Die Seitenwandungen 4 des
Unterteils 2 bzw. die Seitenwandungen 10 des Deckels 8 sind
jeweils mit einander angepassten, umlaufenden, keilförmigen Seitenkanten 5 bzw. 11 versehen,
so dass ein staubdichtes Zusammenfügen von Unterteil 2 und
Deckel 8 des Gehäuses 1 gewährleistet
ist. Des weiteren ergibt sich hierdurch selbsttätig eine Zentrierung des Deckels 2 beim
Aufsetzen auf das Unterteil 2.
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Für
das Zusammenfügen
von Unterteil 2 und Deckel 8 (Schließen des
Gehäuses 1)
sind hauptsächlich
folgende Mittel vorgesehen:
- – An der
Bodenplatte 3 des Unterteils 2 sind (innenseitig)
zwei Dome 6 angeformt, welche an ihren freien Enden jeweils
einen keilförmigen Schlitz 7 aufweisen.
Zweckmäßig sind
die Dome 6 mit Verstärkungsrippen
versehen.
- – An
der Frontplatte 9 des Deckels 8 sind (innenseitig)
zwei Führungseinrichtungen 12 zur
Führung
von Verriegelungskeilen 15 angeformt. Die Führungseinrichtungen 12 weisen
jeweils einen Schlitz 13 zur Führung eines Verriegelungskeils 15 auf.
- – Die
in den Führungseinrichtungen 12 gehalterten
Verriegelungskeile 15 weisen jeweils Winkelflächen 16 auf,
welche in geschlossener Position in die keilförmigen Schlitze 7 der
Dome 6 eingreifen und dort verklemmen.
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Die geschlossene Position des Gehäuses 1 wird
eingestellt, indem ein Schraubenzieher oder ähnliches Werkzeug durch neben
den Führungseinrichtungen 12 angeordnete
Aussparungen 14 in der Frontplatte 9 des Deckel 8 eingeführt wird
und in Aussparungen 17 der Verriegelungskeile 15 eingreift.
Die Verriegelungskeile 15 lassen sich für das Schließen des
Gehäuseverschlusses
in Richtung zu den Domen 6 verschieben, so dass die Winkelflächen 16 der Verriegelungskeile 15 in
die keilförmigen
Schlitze 7 der Dome 6 eingreifen.
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Die geöffnete Position des Gehäuses 1 wird eingestellt,
indem ein Schraubenzieher oder ähnliches
Werkzeug durch die Aussparungen 14 in der Frontplatte 9 des
Deckel 8 eingeführt
wird und in die Aussparungen 17 der Verriegelungskeile 15 eingreift. Die
Verriegelungskeile 15 lassen sich für das Öffnen des Gehäuseverschlusses
in zu den Domen entgegengesetzter Richtung verschieben, bis die
Winkelflächen 16 der
Verriegelungskeile 15 vollständig aus den Schlitzen 7 der
Dome 6 herausgezogen sind. Nunmehr lässt sich der Deckel 8 vom
Unterteil 2 abheben.
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In 2 ist
ein Schnitt durch ein Gehäuse 1 in
geschlossener Position dargestellt. Die Winkelflächen 16 der in den
Führungseinrichtungen 12 verschiebbar
gehalterten Verriegelungskeile 15 greifen in die Schlitze 7 der
an der Bodenplatte 3 des Unterteils 2 angeformten
Dome 6 ein. Die Aussparungen 17 in den Verriegelungskeilen 15 sind
durch die Aussparungen 14 in der Frontplatte 9 des
Deckels 8 zugänglich,
um derart das Öffnen/Schließen des
Gehäuses 1 zu
ermöglichen.
Die keilförmigen
Seitenkanten 5 bzw. 11 der Seitenwandungen 4 bzw. 10 pressen
abdichtend gegeneinander.
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In 3 ist
ein Schnitt durch einen Deckel 8 des Gehäuses 1 dargestellt,
wobei insbesondere die zum Gehäuseinneren
gerichtete Deckelausbildung mit den beiden an der Frontplatte 9 angeformten
Führungseinrichtungen 12 zur
Führung
der Verriegelungskeile 15 zu erkennen ist. Schlitze 13 in
den Führungseinrichtungen 12 dienen
zur Längsverschiebung
der Verrieglungskeile 15, wobei die Verschiebung selbst
durch Eingriff eines Werkzeuges in die Aussparungen 17 der
Verriegelungskeile 15 erfolgt. Die keilförmigen Seitenkanten 11 der
Seitenwandungen 10 verlaufen derart, dass die Keilflächen dem Gehäuseinneren
zugewandt sind.
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In 4 ist
ein Schnitt durch ein Unterteil 2 des Gehäuses 1 dargestellt,
wobei insbesondere die zum Gehäuseinneren
gerichtete Ausgestaltung mit den beiden an der Bodenplatte 3 angeformten
Domen 6 mit endseitigen Schlitzen 7 zu erkennen
ist. Die keilförmigen
Seitenkanten 5 der Seitenwandungen 4 verlaufen
derart, dass die Keilflächen
vom Gehäuseinneren
abgewandt sind.
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In 5 ist
ein Schnitt durch einen Verriegelungskeil dargestellt. Es sind die
sich von der Oberseite zur ersten Stirnfläche erstreckende Winkelfläche 16 sowie
die sich von der Oberseite zur Unterseite durchgängig erstreckende Aussparung 17 zu
erkennen. Am Übergang
der Winkelfläche 16 zur
Oberseite des Verriegelungskeils 15 ist ein Anschlag 24 ausgebildet.
Der Verrieglungskeil 15 weist an seiner Unterseite zwei
Führungsnuten 18, 19 auf,
wobei beide Führungsnuten
durch einen Zwischensteg 20 voneinander getrennt sind,
welcher mittels einer Schrägfläche 21 die
Führungsnute 18 und
mittels einer Schrägfläche 22 die
Führungsnute 19 begrenzt.
Das weitere Ende der Führungsnute 18 ist
zur zweiten Stirnfläche
des Verriegelungskeils hin geöffnet.
Ein Anschlag 23 bildet das weitere Ende der Führungsnute 19.
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In 6 ist
ein Schnitt durch den Gehäuseverschluss
in geöffneter
Position dargestellt. Der Verriegelungskeil 15 ist in die
an der Frontplatte 9 angeformte Führungseinrichtung 12 zurückgeschoben
so dass er nicht in den Schlitz 7 des Domes 6 eingreift. Der
Schlitz 13 der Führungseinrichtung 12 weist
an seiner der Unterseite des Verriegelungskeils 15 zugewandten
Fläche
eine Nase 25 auf, welche in geöffneter Position in die Führungsnute 19 eingreift,
so dass das Zurückschieben
des Verriegelungskeiles 15 innerhalb des Schlitzes 13 der
Führungseinrichtung 12 begrenzt
wird, sobald diese Nase 25 den Anschlag 23 berührt. Somit
ergibt sich auch bei geöffneter
Position des Gehäuseverschlusses
eine „unverlierbare" Befestigung des
Verriegelungskeiles 15 an der Führungseinrichtung 12.
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Um den Gehäuseverschluss zu schließen, greift
ein Werkzeug (Schraubenzieher) durch die Aussparung 14 in
der Frontplatte 9 in die Aussparung 17 des Verriegelungskeiles 15 ein.
Durch Pressen des Werkzeuges in Richtung zum Dom hin wird bewirkt,
dass sich der Verriegelungskeil in Richtung Dom bewegt, so dass
die Nase 25 längs
der Schrägfläche 22 und über den
Zwischensteg 20 von der Führungsnute 19 in die
Führungsnute 18 gleitet. Gleichzeitig
greift die Winkelfläche 16 des
Verriegelungskeiles 15 in den keilförmigen Schlitz 7 des
Domes 6 derart ein, dass Unterteil 2 und Deckel 8 des Gehäuses zusammengepresst
werden, was vorteilhaft zur Folge hat, dass die keilförmigen Seitenkanten 5 und 11 der
Seitenwandungen 4 und 10 abdichtend gegeneinander
verschoben werden. Die durch Werkzeugeinsatz bewirkte Längsbewegung
des Verriegelungskeiles 15 wird begrenzt, sobald der Anschlag 24 den
Dom 6 berührt.
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In 7 ist
ein Schnitt durch den Gehäuseverschluss
in geschlossener Position dargestellt. Die Winkelfläche 16 greift
vollständig
in den Schlitz 7 des Domes 6 ein. Eine Arretierung
des Verriegelungskeiles 15 in der geschlossenen Position
ergibt sich, indem die Schrägfläche 21 der
Führungsnute 18 und die
Nase 25 im Schlitz 13 der Führungseinrichtung 12 gegeneinander
pressen.
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Um den Gehäuseverschluss zu öffnen, greift ein
Werkzeug (Schraubenzieher) durch die Aussparung 14 in der
Frontplatte 9 in die Aussparung 17 des Verriegelungskeiles 15 ein.
Durch Pressen des Werkzeuges wird bewirkt, dass sich der Verriegelungskeil 15 weg
vom Dom bewegt, so dass die Nase 25 im Schlitz 13 längs der
Schrägfläche 21 und über den Zwischensteg 20 von
der Führungsnute 18 in
die Führungsnute 19 gleitet.
Gleichzeitig wird die Winkelfläche 16 des
Verriegelungskeiles 15 aus dem Schlitz 7 des Domes 6 zurückgezogen,
so dass der Deckel 8 vom Unterteil 2 entfernt
werden kann.
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Auch wenn im vorstehend erläuterten
Ausführungsbeispiel
das Unterteil 2 mit den Domen 6 und der Deckel 8 mit
den Führungseinrichtungen 12 für die Führungskeile 15 versehen
ist, so ist die Erfindung nicht hierauf beschränkt, sondern es kann alternativ
auch umgekehrt das Unterteil mit den Führungseinrichtungen für die Führungskeile
sowie der Deckel mit den Domen versehen sein. Alternativ zur Anformung
der Dome an der Bodenplatte ist auch eine Anformung an der Seitenwandung
realisierbar. Alternativ zur Anformung der Führungseinrichtungen 12 an
der Frontplatte ist auch eine Anformung an der Seitenwandung realisierbar.
Alternativ zu einer einstückigen
Anformung der Dome und Führungseinrichtungen
an den entsprechenden Gehäuseteilen sind
auch andere Befestigungsarten realisierbar, wie Anschrauben, Aufklipsen/Aufschnappen,
Aufkleben usw.
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Die Anzahl der Gehäuseverschlüsse richtet sich
nach den Abmessungen des Gehäuses
und der Steifigkeit des verwendeten Gehäusematerials. Bei relativ kleinen
Gehäusen
genügen
zwei an gegenüberliegenden
Seitenwänden
des Gehäuses
vorgesehene Gehäuseverschlüsse. Bei
größeren Gehäusen können selbstverständlich auch
mehrere Gehäuseverschlüsse längs jeder
Seitenwand vorgesehen sein.
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- 1
- Gehäuse
- 2
- Unterteil
des Gehäuses
(allgemein erstes Gehäuseteil)
- 3
- Bodenplatte
des Unterteils
- 4
- Seitenwandung
des Unterteils
- 5
- keilförmige Seitenkante
der Seitenwandung
- 6
- Dom
mit Verstärkungsrippen
- 7
- keilförmiger Schlitz
im Dom zum Eingriff des Verriegelungskeils
- 8
- Deckel
des Gehäuses
(allgemein zweites Gehäuseteil)
- 9
- Frontplatte
des Deckels
- 10
- Seitenwandung
des Deckels
- 11
- keilförmige Seitenkante
der Seitenwandung
- 12
- Führungseinrichtung
für Verriegelungskeil
- 13
- Schlitz
zur Führung
des Verriegelungskeils
- 14
- Aussparung
in Frontplatte zum Eingriff eines Schraubenziehers
- 15
- Verriegelungskeil
- 16
- Winkelfläche des
Verriegelungskeils
- 17
- Aussparung
im Verriegelungskeil zum Eingriff eines Schraubenziehers
- 18
- Führungsnute
in der Unterseite des Verriegelungskeils
- 19
- Führungsnute
- 20
- Zwischensteg
zwischen beiden Führungsnuten
- 21
- Schrägfläche
- 22
- Schrägfläche
- 23
- Anschlag
- 24
- Anschlag
- 25
- Nase