-
Die Erfindung betrifft eine Anordnung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 26.
-
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die
Verwendung drahtloser Messwertaufnehmer in Krankenhäusern zu
ermöglichen,
auch wenn mehrere drahtlose Messwertaufnehmer gleichzeitig betrieben
werden und besondere Anforderungen an die Hygiene und die Mobilität gestellt
werden.
-
Diese Aufgabe wird durch eine Anordnung mit
den Merkmalen des Anspruchs 1 oder 10 gelöst sowie durch ein Verfahren
mit den Merkmalen des Anspruchs 26.
-
Die Erfindung schlägt mit anderen
Worten ein modular aufgebautes Übertragungssystem
vor:
Die Messwertaufnehmer erlauben aufgrund der Trennung in
eine sensorische und eine elektronische Komponente ein einfaches,
preisgünstiges
und schnelles Auswechseln nur einer der Komponenten, sei es der
mechanischen Belastungen stärker
ausgesetzten Sensorik oder der empfindlicheren Elektronik. Dabei
ist eine sensorische Komponente vorgesehen, welche beispielsweise
eine oder mehrere Messfühler
aufweist. Diese Messfühler
wandeln eine physikalische Größe, wie
beispielsweise Temperatur, Druck, oder ähnliches in ein elektrisches
Signal, welches von der elektronischen Komponente verarbeitet und
an den Empfänger
(das Master-System) gesendet wird. An dem angeschlossenen medizinischen Gerät kann das
Signal weiterverarbeitet und zur Anzeige gebracht werden, derart,
dass z.B. das EKG Signal, EEG-Signal, Sauerstoffsättigung,
usw. sichtbar ist.
-
Zudem reduziert sich die Anzahl der
benötigten
Kabelverbindungen an den Einsatzorten des Systems, wie beispielsweise
im OP, auf den Intensivstationen und peripheren Stationen. Eine
Reduzierung der vorhanden Kabelverbindungen, ermöglicht eine übersichtlichere
Installation und erhöht
die Betriebssicherheit, da
- – sich keine störenden Kabel
im Umfeld des Patienten befinden, die die Bewegungsfreiheit des Pflegepersonals
oder des Patienten selber einschränken
- – Gerätefehler,
verursacht durch Kabelbruch, verhindert werden
- – eine
Patientengefährdung
durch unbeabsichtigtes Trennen des Messwertaufnehmers vom medizinischen
Gerät,
z. B. bei einer Umlagerung des Patienten vermieden wird.
-
Die Auftrennug des Meßwertaufnehmers
in zwei Komponenten ermöglicht
zudem eine optimale Reinigung, dadurch, dass jede der beiden Komponenten
in einer für
sie optimierten Form gereinigt werden kann.
-
Die Reinigung kann vorzugsweise durch eine
reinigungsfreundliche Oberflächengestaltung unterstützt werden:
- – so
kann eine Oberflächenbeschichtung
mit einer reinigungsfreundlichen Oberflächenstruktur wie z. B. einer
schmutzabweisenden Mikrorauhigkeit vorgesehen sein,
- – und
/ oder es kann eine Oberflächenbeschichtung
vorgesehen sein, die antibakterielle oder schmutzabweisende Bestandteile
enthält,
- – oder
der Gehäusewerkstoff
selbst kann die vorerwähnten
Bestandteile und / oder die vorerwähnte Oberflächenstruktur aufweisen.
-
Als zweiter wesentlicher Bestandteil
dieses mehrere Module umfassenden Systems ist ein Empfänger vorgesehen,
der die drahtlos übermittelten Messsignale
des Senders, also des Messwertaufnehmers, empfängt und welcher seinerseits
die Messsignale dem medizinischen Gerät zuführt.
-
Vorteilhaft kann auch dieser Empfänger wiederum
modular aufgebaut sein, z. B. mit Steckkarten oder ähnlich austauschbaren
Modulen versehen sein, so dass jedem Sender ein jeweils eigenes
Empfangsmodul zugeordnet werden kann, wobei dann von jedem Empfangsmodul
aus die Signalleitung zum medizinischen Gerät erfolgt. Dabei bezeichnet ein
"Empfangsmodul" entweder eine Schaltung mit einer eigenen Empfangsfunktion,
oder – vorteilhaft – bei Verwendung
eines einzigen Empfängers
lediglich eine Art Adapter, der die Schnittstelle zu dem jeweiligen
medizinischen Gerät
aufweist, und welcher ggf. eine Adapter- oder Umsetzungsschaltung
aufweisen kann, welche die empfangenen Signale in ein für das jeweilige
medizinische Gerät
geeignetes Format aufbereitet.
-
Insbesondere kann vorgesehen sein,
dass das Empfangsmodul einem bestimmten medizinischen Gerät zugeordnet
ist und die drahtlos empfangenen Messsignale in Messsignale umsetzt,
welche unmittelbar von dem medizinischen Gerät verarbeitet werden können. Abhängig von
den in einem bestimmten Raum vorhandenen medizinischen Geräten wird
daher der Empfänger
mit den geeigneten Empfangsmodulen ausgestattet, wobei von jedem Empfangsmodul
eine Signalübertragung
zu dem jeweils zugeordneten medizinischen Gerät erfolgt.
-
Die zweikomponentige Bauweise des
Messwertaufnehmers ermöglicht
die Verwendung einer in Serie gefertigten und dementsprechend preisgünstigen,
standardisierten elektronischen Komponente, die für unterschiedliche
sensorische Komponenten gleich ausgestaltet sein kann.
-
In diesem Fall weisen die sensorischen
Komponenten vorteilhafte Kennungen auf, sei es mechanisch in Form
von Vorsprüngen
und / oder Ausnehmungen, oder sei es elektronisch in Form von eingebauten
Chips, wie Transpondern, oder sei es durch Spulen, Magnete oder ähnliche
eingebaute Elemente in der sensorischen Komponente, welche von entsprechenden
Sensoren der elektronischen Komponente erkannt werden, sodass der
Typ des Messwertaufnehmers von der elektronischen Komponente erkannt
werden kann. Als Typ im Sinne des vorliegenden Vorschlags wird unterschieden,
ob es sich bei der sensorischen Komponente beispielsweise um einen
Temperatursensor oder eine oder mehrere EKG-Elektroden handelt wobei
sich unterschiedliche Typen durch die Art, und ggf. Anzahl der einzelnen Sensoren
unterscheiden.
-
Die elektronische Komponente kann
vorzugsweise eine nicht nur herstelter- oder typbezogene, sondern
eine individuelle Kennung aufweisen. Bei der Signalübermittlung
von dem Messwertaufnehmer zum Empfänger kann somit außer der
eigentlichen Übermittlung
des Messsignals die Übertragung
eines Identifizierungs-Codes der elektronischen Komponente erfolgen,
sodass beim Empfänger
eindeutig feststellbar ist, von welchem Sender das Signal übertragen
wird.
-
Vorzugsweise wird der Sender zunächst beim
Empfänger
"angemeldet", sodass bei der späteren
Signalübermittlung
sichergestellt ist, dass ausschließlich das bestimmte Empfangsmodul,
bei welchem dieser Sender angemeldet ist, die von diesem Sender übertragenen
Signale auswertet und weiterverarbeitet zu Messsignalen, die an
ein medizinisches Gerät
weitergeleitet werden. Diese "Anmeldung" kann beispielsweise durch
eine Kontaktierung zwischen Sender und Empfänger erfolgen, z. B. zwischen
der vorgenannten elektronischen Komponente des Messwertaufnehmers
und dem vorgenannten Empfangsmodul innerhalb des Empfängers. Auch bei
dieser Anmeldung kann die Auftrennung des Messwertaufnehmers in
die beiden Komponenten aus Gründen
des Handlings vorteilhaft sein, wenn nämlich nur die elektronische
Komponente für
diese Anmeldung gehandhabt werden muß.
-
Die Anmeldung kann jedoch auch kontaktlos erfolgen,
z. B. mittels eines in der elektronischen Komponente vorhandenen
Transponders. Dabei ist der Empfänger
als Transmitter ausgestaltet, der nicht nur Signale empfangen sondern
auch Signale aussenden kann. Der Transponder ist als Transmitter
in der Lage, die vom Empfänger
ausgesandten Signale zu empfangen und die in seinem Mikrochip gespeicherte
Codierung der elektronischen Komponente an den Empfänger auszusenden.
-
Die Zuordnung des geeigneten Empfangsmoduls,
das mit dem gewünschten
medizinischen Gerät
verbunden ist, kann durch eine optische – z.B. farbliche – Codierung
unterstützt
werden, indem die einander zugeordneten Empfangsmodule und sensorischen
Komponenten des Messwertaufnehmers farblich gleich codiert sind,
wobei für
jeden medizinischen Gerätetyp
ein eigener optischer Code – z.
B. eine eigene Farbe – vorgesehen
ist.
-
Alternativ kann die Anmeldung des
Messwertaufnehmers beim Empfänger
und die Zuordnung des Messwertaufnehmers zu dem richtigen medizinischen
Gerät mit
den folgenden Schritten vorgesehen sein:
- – die elektronische
Komponente des Messwertaufnehmers wird zunächst in die sensorische Komponente
des Messwertaufnehmers eingeschoben bzw. mit dieser verbunden, sodass
aufgrund der vorerwähnten
Codierung die elektronische Komponente registriert, mit welchem
Typ von sensorischer Komponente sie zusammenwirkt, also um welche
Art von Messwertaufnehmer es sich handelt.
- – Außer ihrer
eigenen, für
jedes Exemplar individuellen Kennung, welche die elektronische Komponente identifiziert,
kann die elektronische Komponente daher auch eine Typ-Kennung aussenden,
welche den Typ der sensorischen Komponente bezeichnet.
- – Beim
Empfänger
kann vorgesehen sein, dass er nur Signale umsetzt und weiterverarbeitet,
welche die entsprechend für
diesen Empfänger
korrekte Typ-Kennung
enthalten. So ist sichergestellt, dass beim gleichzeitigen Betrieb
mehrerer drahtloser Messwertaufnehmer die einzelnen Empfänger bzw. die
einzelnen Empfangsmodule innerhalb eines Empfängers stets nur die Signale
auswerten, die von spezifisch denjenigen Messwertaufnehmern ausgesendet
werden, die dem medizinischen Gerät zugeordnet sind, an welches
der Empfänger
angeschlossen ist.
-
Wenn in der Umgebung des Empfängers ausschließlich unterschiedliche
Typen von Messwertaufnehmern betrieben werden und somit ausgeschlossen
ist, dass Sendesignale eines zweiten Exemplars, jedoch desselben
Typs eines Messwertaufnehmers zum Empfänger gesendet werden können, so
ist die Typ-Kennung ausreichend, um die einzelnen Messwertaufnehmer
voneinander unterscheiden zu können.
Wenn jedoch mehrere Exemplare desselben Typs in derselben Umgebung
des Empfängers betrieben
werden, sich deren Sendesignale also überlappen und von demselben
Empfänger
empfangen werden können,
z. B. bei zwei benachbarten Operationssälen, so ist eine individuelle
Kennung jedes einzelnen Messwertaufnehmers dadurch erzielbar, dass
eine individuelle Kennung jeder elektronischen Komponente zum Empfänger übertragen
wird.
-
Vorteilhaft können die elektronischen Komponenten
auswechselbare Energiespeicher enthalten, sodass an einer zentralen
Aufladungsstelle die Energiespeicher ausgetauscht oder aufgeladen
werden können
und anschließend
die elektronischen Komponenten jeweils mit einem "frischen" Energiespeicher
optimaler Kapazität
ausgestattet werden können.
-
Die sensorische Komponente kann vorteilhaft
glatte Oberflächen
aufweisen, sodass sie besonders leicht zu reinigen ist und keine
Sammelstellen für
Keimnester aufweist. Auch die elektronische Komponente, die aufgrund
ihrer empfindlichen Bestandteile möglicherweise nicht den Temperatur-
und Feuchtigkeitsbedingungen einer krankenhaustypischen Spüleinrichtung
ausgesetzt werden darf, kann vorteilhaft glatt an ihrer Oberfläche ausgestaltet
sein, sodass sie zumindest im Rahmen einer Wischreinigung möglichst
gut gereinigt werden kann. Sie kann insbesondere durch eine geschützte – z.B. verdeckte – Einbaulage
einem lediglich geringeren Verschmutzungsrisiko z. B. durch Blutspritzer
ausgesetzt sein als die sensorische Komponente.
-
Vorteilhaft kann vorgesehen sein,
dass mittels Lagesensoren feststellbar ist, ob sich der Messwertaufnehmer
in seiner Betriebsposition befindet, beispielsweise am Körper des
Patienten oder dergleichen. Diese Sensoren können als mechanische Taste
ausgestaltet sein oder auch berührungslos
den korrekten Abstand bzw. Kontakt oder die korrekte Lage ermitteln.
Die Sensoren ermöglichen
zusammen mit einer geeigneten Schaltung, dass keine Messsignale
an das zugeordnete medizinische Gerät übermittelt werden, wenn die
Sensoren fehlenden Kontakt bzw eine falsche Betriebsposition registrieren.
-
Dies ermöglicht es, den Messwertaufnehmer während des
Betriebs, also beispielsweise während einer
Operation, umzusetzen, wobei fehlerhafte Messwerte unterdrückt werden.
Dabei kann vorgesehen sein, dass bei falscher Betriebsposition der Messwertaufnehmer
erst gar keine Messsignale an den Empfänger aussendet. Alternativ
kann vorgesehen sein, dass eine derartige Registrierung der Sensorsignale
beim Empfänger
erfolgt, und bei falscher Betriebsposition des Messwertaufnehmers
die weitere Verarbeitung der vom Sender eintreffenden Messsignale
im Empfänger
unterbrochen bzw. die Weiterleitung von Messsignalen an das medizinische
Gerät unterbunden
wird.
-
Unabhängig von dem modulartigen,
eine Serienfertigung elektronischer Komponenten ermöglichenden
Ausgestaltung des Messwertaufnehmers kann das Verfahren angewendet
werden, den Sender, also den Messwertaufnehmer, beim Empfänger anzumelden
und erst durch diese Anmeldung die Empfangsbereitschaft des Empfängers für die Signale
des betreffenden Messwertaufnehmers herzustellen. Durch die Anmeldung
wird bewirkt, dass der Empfänger
lediglich die Signale derjenigen Messwertaufnehmer auswertet und
umsetzt, die bei ihm angemeldet worden sind.
-
Bei unterschiedlichen Typen von Messwertaufnehmern
kann es daher ausreichend sein, dass der Typ des Messwertaufnehmers
als Kennung codiert zusammen mit den Messsignalen übertragen wird,
da in diesem Fall auch bei gleichzeitiger Verwendung mehrerer Messwertaufnehmer
von jedem Typ des Messwertaufnehmers nur ein Exemplar vorliegt,
sodass anhand dieser unterschiedlichen Typen die Messwertaufnehmer
eindeutig individualisiert sind.
-
Wenn jedoch mehrere Messwertaufnehmer desselben
Typs benachbart betrieben werden, sodass sich deren Signale möglicherweise überschneiden
können,
kann das irrtümliche
Auswerten der Signale durch einen an sich für den betreffenden Messwertaufnehmer
nicht vorgesehenen Empfänger
dadurch vermieden werden, dass jeder einzelne Sender eine individuelle
Kennung enthält,
unabhängig von
oder gegebenenfalls ergänzend
zu einer Kennung, die den Typ des Messwertaufnehmers kennzeichnet.
-
Bei Verwendung der vorerwähnten Lagesensoren
kann vorgesehen sein, dass eine Abmeldung des Senders beim Empfänger erfolgt,
solange keine korrekte Betriebsposition des Messwertaufnehmers festgestellt
wird. Um ein gegebenenfalls umständliches
erneutes Anmelden zu vermeiden, kann vorgesehen sein, dass eine
automatische Wiederherstellung der Empfangsbereitschaft erfolgt,
sofern die korrekte Betriebsposition innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne
wiederhergestellt wird, zum Beispiel innerhalb von ein oder zwei
Minuten. In der Praxis reicht diese Zeit aus, um den Messwertaufnehmer beispielsweise
lediglich kurz von einem zum anderen Ort umzusetzen.
-
Weiterhin kann eine automatische
Abschaltung der Empfangsbereitschaft erfolgen, wenn der Messwertaufnehmer
funktionslos wird, z. B. durch Ausfall des Energiespeichers oder
wenn ein zweikomponentig ausgestalteter Messwertaufnehmer aufgetrennt
wird, wenn also die elektronische Komponente von der sensorischen
Komponente getrennt wird. Nach Beendigung einer Operation, wenn
die Messwertaufnehmer zum Aufladen des Energiespeichers sowie zur
Reinigung aus dem Operationssaal entfernt werden, ist daher nicht
eine umständliche Abmeldung
des Senders vom Empfänger
erforderlich, sondern beim Auftrennen des Messwertaufnehmers oder
bei der Entnahme des Energiespeichers erfolgt diese Abmeldung automatisch.
-
Die Abmeldung kann beispielsweise
dadurch erfolgen, dass die elektronische Komponente bei der Trennung
von der sensorischen Komponente nun kein Signal mehr über den
Typ der sensorischen Komponente erhält, sodass diese Typkennung
fehlt. Allein das Ausbleiben dieser Typkennung kann beispielsweise
dazu genutzt werden, dass die elektronische Komponente nun ein Abmeldesignal
an den Empfänger
schickt.
-
Alternativ kann vorgesehen sein,
dass die elektronische Komponente in regelmäßigen Abständen oder zumindest innerhalb
vorgegebener Zeitintervalle Anwesenheitssignale an den Empfänger übermittelt.
Bleiben diese Anwesenheitssignale aus, so erfolgt die automatische
Abmeldung des betreffenden Senders beim Empfänger. Die Anwesenheitssignale
bleiben beispielsweise dann aus, wenn der Sender so weit vom Empfänger entfernt
wird, dass die Sendeleistung nicht mehr ausreicht, um den Empfänger zu
erreichen. Weiterhin bleiben die Anwesenheitssignale aus, wenn der
Energiespeicher aus der elektronischen Komponente entfernt wird.
Weiterhin kann bei derartigen Anwesenheitssignalen vorgesehen sein,
dass diese die individuelle Kennung des Senders und beispielsweise
auch die Typ-Kennung des Messwertaufnehmers enthalten. Wird also die
elektronische Komponente von der sensorischen Komponente getrennt,
und fehlt dementsprechend die Typ-Kennung, so führt dies automatisch dazu, dass
kein vollständiges
Anwesenheitssignal mehr vorliegt, sodass hierdurch die automatische
Abmeldung des Senders beim Empfänger
ausgelöst
werden kann.
-
Bei der Verwendung mehrerer Messwertaufnehmer,
beispielsweise innerhalb eines Operationssaals, Intensivzimmers,
einer peripheren Station oder eines Krankenzimmers kann vorzugsweise
ein einziger zentraler Empfänger
vorgesehen sein, der in vorbeschriebener Weise modulartig mit einzelnen Empfangsmodulen
ausgestattet sein kann. Diese Empfangsmodule sind jeweils an ein
bestimmtes medizinisches Gerät
angepasst und setzen die drahtlos übermittelten Messignale, wie
sie von dem Messwertaufnehmer zum Empfänger gelangen, in ein Signalformat
oder Datenformat um, welches vom medizinischen Gerät verarbeitet
werden kann, wobei hier vorzugsweise eine drahtgebundene Signalübermittlung
zwischen dem Empfänger
und dem medizinischen Gerät
vorgesehen sein kann.
-
Die Schaffung eines zentralen Empfängers ermöglicht es,
diesen in einer optimalen Empfangslage innerhalb eines Raumes anzuordnen.
Würden demgegenüber jeweils
separate Empfänger
in den medizinischen Geräten
selbst angeordnet sein, so könnte
es je nach Anordnung der medizinischen Geräte im Raum oder je nach Anordnung
von zusätzlichen,
teilweise auch beweglichen Elementen gegebenenfalls zu Abschattungen
kommen, sodass eine sichere drahtlose Signalübertragung nicht gewährleistet
wäre. Der
vorschlagsgemäß vorgesehene Empfänger hingegen
kann an optimaler Stelle plaziert werden, wobei dann die einzelnen
Empfangsmodule eine sichere, beispielsweise drahtgebundene, Datenübertragung
der Messsignale zum medizinischen Gerät ermöglichen.
-
Vorteilhaft können sowohl der Sender in dem Messwertaufnehmer
als auch der Empfänger
bidirektional arbeiten, also jeweils senden und empfangen und daher
als Transmitter ausgestaltet sein. So ist es möglich, einen einzigen Empfänger zu
verwenden, der nacheinander an die Messwertaufnehmer ein für den jeweiligen
Messwertaufnehmer spezifisches Aufforderungssignal aussendet. Auf
dieses Aufforderungssignal hin übermittelt
der "aufgeforderte" Messwertaufnehmer entweder nur dann ein Signal,
wenn sich eine Zustandsänderung
ergeben hat, z. B. wenn ein neues Messsignal vorliegt oder der Energiespeicher
eine kritische Ladungsgrenze erreicht hat, oder der "aufgeforderte"
Messwertaufnehmer übermittelt sämtliche
Informationen über
seinen derzeitigen Zustand.
-
Vorteilhaft kann vorgesehen sein,
einen zentralen Empfänger
(das "Master-System") für
mehrere Messwertaufnehmer zu verwenden, wobei rein beispielhaft
EKG oder EEG Signale erwähnt
werden. Das Master-System führt
die von den einzelnen Messwertaufnehmern empfangenen Signale den
zugehörigen
medizinischen Geräten
zu. Dies stellt gemäß Anspruch
10 einen zweiten Ansatz des vorliegenden Vorschlags dar, ein modulares
System zu schaffen, welches für
den Betrieb in einem Krankenhaus aufgrund der Vielzahl der dort
auf kleinem Raum vorhandenen Messwertaufnehmer besonders geeignet
ist, da diese Messwertaufnehmer vorschlagsgemäß drahtlos betrieben werden
können und
somit sowohl Kabelgewirr und Stolperfallen vermieden werden als
auch eine sichere Signalübertragung
gewährleistet
wird.
-
Zusätzlich kann vorgesehen werden,
ein von einem Messwertaufnehmer erzeugtes Signal auf mehrere oder
alle angeschlossenen medizinischen Geräte zu verteilen.
-
Alternativ kann auch ein Messwertaufnehmer
bei mehreren Empfängern
angemeldet sein, die wiederum untereinander die empfangenen Messignale
austauschen. Ein Anwendungsfall hierfür wäre beispielsweise die Überwachung
von im Krankenhaus mobilen Patienten.
-
Weiterhin sieht das Konzept vor,
dass ein aus seiner Betriebsposition gebrachter Messwertaufnehmer
gesperrt wird. Bleibt der Messwertaufnehmer über einen definierten Zeitraum
in dieser Lage, wird er am Master-System abgemeldet, um zu vermeiden, dass
der Messwertaufnehmer aus dem Arbeitsbereich entfernt und an einer
anderen Stelle wieder in Betrieb genommen werden kann. Dieses könnte fehlerhafte
Messwerte und Fehldiagnosen verursachen.
-
Um die räumliche Änderung des Messwertaufnehmers
zu detektieren, können
zusätzliche
Empfänger
installiert werden, die die Empfangsfeldstärke des Messwertaufnehmers
messen und diese an das Master-System weiter geben. Damit ist die
Lokalisierung des Messwertaufnehmers innerhalb der Empfangszelle überwachbar. Überschreitet
die Feldstärke
an einem der zusätzlichen
Empfänger
einen bestimmten Wert (evtl. im Verhältnis zur am Master-System
gemessenen Feldstärke),
so kann dies als ein unzulässig
weites Umsetzen des Messwertaufnehmers gewertet werden und zum Abmelden des
Messwertaufnehmers führen.
-
Um z. B. Statusinformationen auszutauschen
oder um evtl. Wiederholungen gestörter Datensätze anzufordern ist es sinnvoll,
den Empfänger auch
mit einem Sender und den Sender auch mit einem Empfänger auszustatten.
-
Weitere Informationen zum Status
des Messwertaufnehmers wie z.B. der Anmeldezustand (z.B. Sender
nicht installiert / nicht korrekt am sensorischen Teil angeschlossen
) oder die Akkuladung und die verbleibende Betriebsdauer können vom
Messwertaufnehmer zum Master-System übertragen und dort visualisiert
oder weitergeleitet werden.
-
Sendemodule (der elektronische Teil
des Messwertaufnehmers ) werden inaktiv, sobald sie aus dem Messwertaufnehmer
entfernt werden. Um sie auch in diesem Zustand lokalisieren zu können, kann
ein Kommando vorgesehen werden, das vom Master-System versendet wird und das einen
optischen oder akustischen Signalgeber im Sendemodul aktiviert.
Andererseits ist es auch möglich,
zentral alle Ladezustände
zu verfolgen und zu überwachen und
an die Ladung zu erinnern.
-
Denkbar ist es auch, die vorgenannten
und zusätzliche
vom Empfänger
(Master-System) übertragene
Informationen am Empfänger
zu visualisieren (z. B. durch ein im Messwertaufnehmer eingebautes
Display) oder akustisch zu signalisieren.
-
Um die Kosten des Master-Systems
gering zu halten oder das Master-System vollständig in ein medizinisches Gerät zu integrieren,
können
neben den Messwerten auch alle relevanten Betriebsdaten (als Rohwerte
oder in bereits aufbereiteter Form) an das angeschlossene medizinische
Gerät weitergeleitet
und dort verarbeitet bzw. visualisiert werden.
-
Um Empfangsstörungen durch ungünstige räumliche
Verhältnisse
(z. B. durch Abschattung) zu vermeiden oder die Reichweite des Senders
zu vergrößern, können Relais-Stationen
vorgesehen werden, die die gesendeten Informationen empfangen, und
an das Master-System weiterleiten.
-
Um den Verlauf einer OP oder auch
beispielsweise Betriebsstörungen
zu analysieren und beheben zu können,
kann im Master ein Monitor installiert werden, der sämtliche übertragenen
Messdaten und Betriebszustände
protokolliert und die aufgezeichneten Daten dem Anwender oder Service-Personal
später
bei Bedarf wieder zur Verfügung
stellt.