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Die Erfindung betrifft eine Bipolarplatteneinheit
aus zwei Teilplatten und einem Mittel zum Abdichten, eine elektrochemische
Zelle, insbesondere Brennstoffzelle, oder einen elektrochemischen
Zellstapel mit einer solchen Bipolarplatteneinheit sowie ein Mittel
zum Abdichten für
die Verwendung in Elektrochemischen Zellen oder Zellstapeln.
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Bipolarplatten oder Bipolarplatteneinheiten, letztere
sind zumindest aus zwei Teilplatten zusammengesetzt, finden in elektrochemischen
Zellen wie z.B. Brennstoffzellen, Verwendung. Sie dienen v.a. der
Zu- und Abführung
von Reaktionsstoffen, der Zu- und Abführung von Wärme z.B. mit Hilfe von Wärmetransportmitteln,
der räumlichen
Trennung der Reaktionsstoffe und der Leitung von elektrischem Strom. Gute
Bipolarplatten oder Bipolarplatteneinheiten sind insbesondere in
Polymer-Elektrolyt-Membran-Brennstoffzellen – kurz PEM-BZ – von besonderem
Interesse, da dort z.B. eine effektive Zu- und Abführung von Betriebsstoffen
und Wärmetransportmitteln
von besonderer Bedeutung sind.
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Der prinzipielle Aufbau einer PEM-BZ
ist wie folgt. Die PEM-BZ
enthält
eine Membran-Elektroden-Anordnung – kurz MEA -, die aus einer
Anode, einer Kathode und einer dazwischen angeordneten Polymer-Elektrolyt-Membran – kurz PEM – aufgebaut ist.
Die MEA ist ihrerseits wiederum zwischen zwei Separatorplatten angeordnet,
wobei eine Separatorplatte Kanäle
für die
Verteilung von Brennstoff aufweist und die andere Separator platte
Kanäle
für die Verteilung
von Oxidationsmittel und wobei die Kanäle der MEA zugewandt sind.
Die Elektroden, Anode und Kathode, sind im Allgemeinen als Gasdiffusionselektroden – kurz GDE – ausgebildet.
Diese haben die Funktion, den bei der elektrochemischen Reaktion
(z . B . 2 H2 + O2 → 2 H2O) erzeugten Strom abzuleiten und die Reaktionsstoffe,
Edukte und Produkte, durchdiffundieren zu lassen. Eine GDE besteht
aus wenigstens einer Gasdiffusionsschicht bzw. Gasdiffusionslage – kurz GDL – und einer
Katalysatorschicht, die der PEM zugewandt ist und an der die elektrochemische
Reaktion abläuft.
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Eine derartige Brennstoffzelle kann
bei relativ geringen Betriebstemperaturen elektrischen Strom mit
hoher Leistung erzeugen. Reale Brennstoffzellen sind meist zu so
genannten Brennstoffzellenstapeln – kurz Stacks – gestapelt,
um eine hohe Leistungsabgabe zu erzielen, wobei anstelle der monopolaren
Separatorplatten bipolare Separatorplatten, so genannte Bipolarplatten
oder Bipolarplatteneinheiten, eingesetzt werden und monopolare Separatorplatten
nur als Endplatten des Stacks.
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Als Reaktionsstoffe werden Brennstoffe
und Oxidationsmittel eingesetzt. Meist werden gasförmige Reaktionsstoffe
eingesetzt, z.B. H2 oder ein H2-haltiges
Gas (z.B. Reformatgas) als Brennstoff, und O2 oder
ein O2-haltiges Gas (z.B. Luft) als Oxidationsmittel.
Unter Reaktionsstoffe werden alle an der elektrochemischen Reaktion
teilnehmenden Stoffe verstanden, also auch Reaktionsprodukte wie
z.B. H2O.
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Derartige Separatorplatten, Bipolarplatten oder
Bipolarplatteneinheiten finden, wie erwähnt, nicht nur in PEM-Brennstoffzellen
Verwendung, sondern auch in anderen elektrochemischen Zellen oder Zellstapeln,
wie z.B. Elektrolysezellen.
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Eine wichtige Aufgabe einer Bipolarplatte oder
Bipolarplatteneinheit ist die effektive Zu- und Abführung von
Wärme zu
den elektrochemischen Zellen oder den Zellstapeln. Die effektive
Zuführung von
Wärme ist
insbesondere beim Kaltstart wichtig, d.h. bei der Inbetriebnahme
bei niedrigen Temperaturen, um die elektrochemische Zelle schnell
auf Betriebstemperatur für
eine gute Leistungsabgabe zu bringen. Die effektive Abführung von
Wärme ist
dagegen wichtig, um die elektrochemische Zelle oder den Zellstapel
vor Überhitzung
zu schützen. Überhitzung
kann beispielsweise zur Schädigung
des Elektrolyten führen,
insbesondere bei PEM-BZ, bei denen der Elektrolyt in Form einer
sehr dünnen,
wärmeempfindlichen
Polymermembran vorliegt.
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Für
eine effektive Zu- und Abführung
von Wärme
besonders geeignet sind Bipolarplatteneinheiten, die u.a. aus zwei
Teilplatten bestehen, die so angeordnet sind, dass zwischen ihnen
ein Wärmetransportmittel
fließen
kann, mit dem sowohl Wärme zu-
(Wärmmittel)
als auch abgeführt
(Kühlmittel)
werden kann.
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Eine solche Bipolarplatteneinheit
ist beispielsweise aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 100 15 360 A1 (Dornier)
bekannt. Die dort offenbarte Bipolarplatteneinheit (Separatoreinheit)
ist aus zwei geprägten,
metallischen Teilplatten, so zusammengefügt, dass zwischen den Teilplatten
ein Kanalsystem für
ein Kühlmittel
entsteht und dass an den Hauptoberflächen der fertigen Bipolarplatteneinheit Kanalstrukturen
(Flowfields) für
die Reaktionsstoffe gegeben sind. Das bipolarplatteneinheitinnere
Kanalsystem für
das Kühlmittel
ist dabei im Randbereich der Teilplatten und im Randbereich der
Ports durch Fügestellen,
insbesondere Schweißstellen
oder Schweißnähte, abgedichtet,
wobei die Fügestellen auch
zur Stromleitung dienen können.
Dichtungen werden dabei nicht eingesetzt, sie kommen aber bei der
Abdichtung vom Räumen
zum Einsatz, die an die Bipolarplatteneinheit angrenzen (Anoden- und Kathodenräume). Die
Realisierung von Fügestellen durch
z.B. Laserschweißen
ist jedoch bei zunehmendem äußerem Umfang der
Bipolarplatteneinheiten mit einem unverhältnismäßig zunehmenden Aufwand an
Zeit, Technik und Kosten verbunden. Außerdem müssen bei der Herstellung von
elektrochemischen Zellen mit diesen Bipolarplatteneinheiten zusätzlich zum
Verfahrensschritt, in dem geschweißt wird, in einem separaten
Verfahrensschritt Mittel zur Abdichtung zwischen MEA und Bipolarplatteneinheit eingefügt werden,
um Anoden- und Kathodenräume abzudichten.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es daher, eine Bipolarplatteneinheit zur Verfügung zu stellen,
die die o.g. Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist und
vereinfacht herstellbar ist.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden
Erfindung ist es, eine elektrochemische Zelle zur Verfügung zu
stellen, die vereinfacht herstellbar ist.
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Eine dritte Aufgabe der vorliegenden
Erfindung ist es, ein Mittel zum Abdichten zur Verfügung zu
stellen, mit dem Bipolarplatteneinheiten und elektrochemische Zellen
vereinfacht herstellbar sind.
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Dementsprechend ist ein erster Gegenstand der
vorliegenden Erfindung eine Bipolarplatteneinheit mit zwei Teilplatten
für elektrochemische
Zellen, wobei wenigstens eine der Hauptoberflächen der Teilplatten eine Kanalstruktur
aufweist und wobei die Teilplatten entlang ihrer Hauptoberflächen so übereinander
angeordnet sind, dass zwischen den einander zugewandten Hauptoberflächen ein
inneres Kanalsystem gegeben ist. Erfindungsgemäß sind im Randbereich der Teilplatten
Mittel zum Abdichten des inneren Kanalsystems gegenüber der äußeren Umgebung
der Bipolarplatteneinheit vorgesehen, die die Teilplatten beabstanden.
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Die Teilplatten und die auf ihnen
angeordneten Kanalstrukturen können
durch verschiedene Verfahren hergestellt sein, beispielsweise durch
Prägen, Fräsen, Ätzen, Spritzguss
und dergleichen. Vorzugsweise sind die Teilplatten jedoch geprägt, wobei
insbesondere Teilplatten aus einem oder mehreren Metallen bzw. Mischungen
oder Legierungen aus Metallen geeignet sind. Die Teilplatten können außerdem eine
Beschichtung aufweisen, vorzugsweise eine elektrisch gut leitfähige und/
oder korrosionsbeständige
Beschichtung.
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Die Teilplatten weisen zwei Hauptoberflächen auf,
wobei wenigstens eine Hauptoberfläche, vorzugsweise beide Hauptoberflächen, eine
Kanalstruktur aufweisen. Die Teilplatten einer Bipolarplatteneinheit,
die im Inneren eines Zellstapels angeordnet sind, haben vorzugsweise
an beiden Hauptoberflächen
eine Kanalstruktur, sodass im Inneren der Bipolarplatteneinheit
ein Kanalsystem gegeben ist und an den äußeren Hauptoberflächen der
Bipolarplatteneinheit je eine Kanalstruktur. Dagegen können Teilplatten,
die eine Endplatte eines Zellstapels bilden, nur an einer Hauptoberfläche eine
Kanalstruktur aufweisen, sodass im Inneren der Endplatte ein Kanalsystem
gegeben ist und auf der ins Zellstapelinnere gerichteten Hauptoberfläche der
Endplatte eine Kanalstruktur, auf der dem Zellstapelinneren abgewandten
Hauptoberfläche
der Endplatte jedoch nicht.
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Dabei ist es bevorzugt, wenn eine
Hauptoberfläche
einer Teilplatte jeweils eine positive Kanalstruktur aufweist und
die andere Hauptoberfläche
jeweils eine zur positiven Kanalstruktur korrespondierende, negative
Kanalstruktur, wie z.B. bei einer geprägten metallischen Platte.
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Ferner ist es bevorzugt, wenn die
Teilplatten elektrisch leitend übereinander
angeordnet sind.
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Unter dem inneren Kanalsystem wird
das bipolarplatteneinheitinnere Kanalsystem verstanden, d.h. das
Kanalsystem zwischen den Teilplatten. Dagegen wird unter einer Kanalstruktur
eine bipolarplatteneinheitäußere Kanalstruktur
verstanden, d.h. eine Kanalstruktur auf einer äußeren, vom inneren Kanalsystem
abgewandten Hauptoberfläche
der Bipolarplatteneinheit.
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Unter elektrochemischen Zellen werden
vor allem Elektrolysezellen, Brennstoffzellen und dergleichen verstanden,
insbesondere Brennstoffzellen mit einer PEM.
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Unter dem Randbereich wird der Bereich entlang
der Begrenzungen der Bipolarplatteneinheit bzw. der Teilplatten
verstanden, d.h. sowohl der Bereich entlang des äußeren Umfangs der Bipolarplatteneinheit
bzw. der Teilplatten, als auch der Bereich entlang der Umfänge von
Durchbrüchen
oder Ports. Die Teilplatten berühren
sich im Randbereich vorzugsweise nicht.
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Unter Abdichten wird insbesondere
fluiddichtes Abdichten verstanden.
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Üblicherweise
wird versucht, die Fläche,
die mit Mitteln zum Abdichten abgedichtet wird, möglichst
klein zu halten oder Mittel zum Abdichten ganz zu vermeiden, wo
es möglich
ist, da Mittel zum Abdichten üblicherweise
als störungsanfällig gelten. Nach
herrschender Meinung verlieren Mittel zum Abdichten während des
Betriebs von elektrochemischen Zellen, unter den dabei herrschenden
Bedingungen, ihre Dichtwirkung, indem sie z.B. verrutschen oder
degradieren und dann beispielsweise ausgetauscht werden müssen, wohingegen
z.B. Schweißnähte als
dauerhafte Abdichtung gelten. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung
konnte dieser Nachteil jedoch nicht beobachtet werden. Außerdem weist
die erfindungsgemäße Bipolarplatteneinheit den
Vorteil auf, dass eine aufwändige
und lange Schweißnaht
in ihrem Randbereich überflüssig ist und
damit bei der Herstellung ein Verfahrensschritt entfällt, sodass
Zeit und Kosten eingespart werden können.
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Die Teilplatten sind vorzugsweise
im Randbereich von den Mitteln zum Abdichten umfasst, sodass dort
Umfassungsbereiche gegeben sind. Dabei ist es weiter bevorzugt,
wenn die Mittel zum Abdichten in den Umfassungsbereichen Kräfte auf
die Teilplatten ausüben,
die die Teilplatten zumindest in den Umfassungsbereichen verbinden.
Die Kräfte
sind dabei ins Innere der Bipolarplatteneinheit gerichtet und können beispielsweise
daraus resultieren, dass das Mittel zum Abdichten aus einem elastischen
Material besteht, das die Teilplatten in den Umfassungsbereichen
federnd zusammenhält.
Ein Vorteil dieser Variante der erfindungsgemäßen Bipolarplatteneinheit besteht
darin, dass die Teilplatten bei der Herstellung der Bipolarplatteneinheit
von den Mitteln zum Abdichten und den Kräften, die diese auf die Teilplatten ausüben, in
einer vorbestimmbaren Anordnung zueinander fixiert werden und die
Bipolarplatteneinheit damit, z.B. für nachfolgende Bearbeitungsschritte, präformiert
sind.
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Die Mittel zum Abdichten können sowohl
lösbar
als auch unlösbar
mit einer oder beiden Teilplatten der Bipolarplatteneinheit verbunden
sein. Unter einer unlösbaren
Verbindung wird verstanden, dass die Verbindung nicht ohne Weiteres
lösbar
ist, d.h. dass sie nur gelöst
werden kann, wenn die Mittel zum Abdichten und/oder die Teilplatten
wesentlich verändert
bzw. beschädigt
werden. Lösbare
Mittel zum Abdichten sind bei der Herstellung der Bipolarplatteneinheit
leichter handzuhaben, da sie lediglich in den für sie vorgesehenen Aufnahmen
platziert werden müssen,
während
für die
lösbar
verbundenen Mittel zum Abdichten u.U. Beschichtungen der Teilplatten teilweise
entfernt werden müssen
oder aufwändige Aufnahmen
für die
Mittel zum Abdichten vorgesehen werden müssen. Dafür ist die Gefahr, dass die
Mittel zum Abdichten bei hohen Innendrücken verrutschen und die Bipolarplatteneinheit
dadurch undicht wird, bei unlösbar
verbundenen Mitteln zum Abdichten geringer als bei lösbaren.
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Die erfindungsgemäßen Bipolarplatteneinheit weisen
ferner Ports für
Fluide auf. Unter Fluiden werden die Reaktionsstoffe und Wärmetransportmittel
verstanden, die sowohl gasförmig,
als auch flüssig oder
in flüssiger
Phase gelöst
sein können.
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Um die Fluide räumlich voneinander zu trennen,
sind daher im Bereich der Ports, bei einer ersten Variante, vorzugsweise
Mittel zum Abdichten vorgesehen, die von fluiddurchlässigen Strukturen
unterbrochen sind, sodass eine fluidische Verbindung zwischen einem
Port für
einen Reaktionsstoff oder das Wärmetransportmittel
und dem dafür
vorgesehenen Kanalsystem oder der dafür vorgesehenen Kanalstruktur
besteht.
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Dabei ist es von Vorteil, wenn es
sich bei den fluiddurchlässigen
Strukturen um separate Bauteile handelt, vorzugsweise um stabile,
poröse
Bauteile. Derartige Bauteile können
den Anpressdruck, der im Allgemeinen auf die Bipolarplatteneinheiten
wirkt, wenn sie in elektrochemische Zellen oder Zellstapel eingebaut
sind, gut übertragen
und verhindern dadurch ein Durchhängen der Ports im Bereich der
fluiddurchlässigen
Strukturen. Ein derartiges Durchhängen würde den Strömungsquerschnitt im Bereich
des Übergangs
zwischen Port und Kanalsystem verringern, dadurch die Versorgung
der elektrochemischen Zelle mit Reaktionsstoffen oder Wärmetransportmittel
verschlechtern und dadurch wiederum zu einer reduzierten Leistung
der elektrochemischen Zelle führen.
Gleichzeitig ermöglicht
die Porosität
die Durchfließbarkeit
der Bauteile für
Fluide. Die separaten Bauteile können,
müssen
aber nicht, mit den Mitteln zum Abdichten fluiddicht verbunden sein.
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Bei den fluiddurchlässigen Strukturen
im Bereich der Ports können,
bei einer zweiten Variante, neben Mitteln zum Abdichten auch Fügestellen
vorgesehen werden, da dort nur wenige und kurze Fügestellen
notwendig sind. Die Fügestellen
können
dann etwaige Anpressdrücke übertragen.
Dabei sind die Fügestellen
so zueinander und/oder zu den Mitteln zum Abdichten angeordnet sind,
dass zwischen den Fügestellen
und/oder den Fügestellen
und den Mittel zum Abdichten Abstände gegeben sind, zwischen denen
ein Fluid fließen
kann.
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Bei einer dritten Variante der erfindungsgemäßen Bipolarplatteneinheit
sind im Bereich der Ports für
Fluide keine Mittel zum Abdichten im Sinne der vorliegenden Erfindung
vorgesehen, sondern Fügestellen,
wobei die Fügestellen
so zueinander angeordnet sind, dass sie eine fluiddurchlässige Struktur bilden,
sodass eine fluidische Verbindung zwischen einem Port für einen
Reaktionsstoff oder das Wärmetransportmittel
und dem dafür
vorgesehenen Kanalsystemoder der dafür vorgesehenen Kanalstruktur besteht.
Dabei übernehmen
die Fügestellen
die Abdichtung der Bipolarplatteneinheit gegenüber der äußeren Umgebung. Diese dritte
Variante weist gegenüber
der ersten und der zweiten Variante im Portbereich eine stabilere
und einfacher zu realisierende Konstruktion auf.
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Bei einer Weiterentwicklung der erfindungsgemäßen Bipolarplatteneinheit
weisen die Teilplatten im elektrochemisch aktiven Bereich eine oder
mehrere Fügestellen
auf, die sie miteinander verbinden, wobei kurze Schweißnähte oder
Schweißstellen
bevorzugt sind. Unter dem elektrochemisch aktiven Bereich wird im
Rahmen der vorliegenden Erfindung der Bereich der Bipolarplatteneinheit
verstanden, der bei Einbau in eine elektrochemische Zelle oder einen Zellstapel über dem
elektrochemisch aktiven Bereich einer MEA angeordnet ist. Diese
Fügestellen
können die
Leitung von elektrischem Strom wenigstens zum Teil übernehmen
und verbessern damit den Stromfluß zwischen den Teilplatten.
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Ferner kann durch derartige Fügestellen
auf eine elektrisch leitfähige
Beschichtung auf den einander zugewandten Hauptoberflächen der
Teilplatten verzichtet werden und es muss höchstens eine korrosionsbeständige Beschichtung
vorgesehen werden. Dadurch werden die Teilplatten und die Bipolarplatteneinheit
einfacher und billiger herstellbar. Bei einer vorteilhaften Variante
weisen daher die Teilplatten auf ihren dem inneren Kanalsystem zugewandten Hauptoberflächen eine
korrosionsbeständige
Beschichtung auf und auf ihren dem inneren Kanalsystem abgewandten
Hauptoberflächen
eine korrosionsbeständige
und elektrisch leitfähige
Beschichtung.
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Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung
ist eine elektrochemische Zelle oder ein Stapel aus elektrochemischen
Zellen mit einer oder mehreren MEAs und wenigstens einer Bipolarplatteneinheit
wie sie vorstehend offenbart ist.
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Der erfindungsgemäße Zellstapel kann eine Einrichtung
zum Verspannen der Einzelzellen aufweisen, mit der eine Kraft in
den Zellenstapel eingeleitet werden kann und der die Zellenstapel
zusammenhält.
Die eingeleitete Kraft erzeugt eine Anpressdruck im Zellstapel,
der zur Abdichtung des Zellstapels beitragen kann. Geeignete Einrichtungen
zum Verspannen sind z.B. Zuganker, Spannbänder und dergleichen.
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Die erfindungsgemäße elektrochemische Zelle oder
der Zellstapel können,
insbesondere dank der erfindungsgemäßen Bipolarplatteneinheit,
auf einfache, zeit- und kostensparende Weise hergestellt werden.
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Dabei ist es vorteilhaft, wenn die
Mittel zum Abdichten im Umfassungsbereich eine Teilplatten-zugewandte
Seite aufweisen und eine Teilplatten-abgewandte Seite, die einer
MEA zugewandt ist, und wenn die Mittel zum Abdichten mit ihrer der MEA-zugewandten
Seite an die MEA angrenzen. Dadurch können die elektrochemische Zelle
oder die Einzelzellen des Zellstapels gegenüber der äußeren Umgebung abgedichtet
werden.
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Das Mittel zum Abdichten weist dadurch
zwei Abdichtfunktionen: Zum Einen die Abdichtung des inneren Kanalsystems
einer Bipolarplatteneinheit und zum Anderen die Abdichtung des Inneren
einer Einzelzelle eines Brennstoffzellenstapels, d.h. des Raumes,
der von einer Bipolarplatteneinheit einerseits und einer MEA andererseits
begrenzt wird (Anoden- oder Kathodenraum). Da alle Dichtungen in
der Bipolarplatteneinheit integriert sind, vereinfacht sich auch die
Herstellung der MEA, da auf oder an ihr im wesentlichen kein Mittel
zum Abdichten angebracht werden muss und/oder keine aufwändigen Maßnahmen
für die
Aufnahme eines Mittels zum Abdichten getroffen werden müssen. Die
Herstellung einer elektrochemische Zelle oder eines Zellstapels
vereinfacht sich auch hinsichtlich der Handhabung der Bauteile, da
lediglich zwei Bauteile miteinander verbunden werden müssen, nämlich Bipolarplatteneinheit
(mit integriertem Mittel zum Abdichten) und MEA, anstelle von drei
Bauteilen, nämlich
Bipolarplatteneinheit, Mittel zum Abdichten (z.B. Dichtring) und
MEA, wie im Stand der Technik.
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Dabei ist es von besonderem Vorteil,
wenn die Mittel zum Abdichten mit ihrer der MEA zugewandten Seite
an die PEM der MEA angrenzen und dadurch die Einzelzellen des elektrochemischen
Zellenstapels gegenüber
der äußeren Umgebung
abdichten. Durch das direkte Angrenzen der Mittel zum Abdichten
an die PEM kann eine besonders gute Dichtwirkung für die Elektrodenräume erzielt
werden.
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Ein dritter Gegenstand der vorliegenden
Erfindung ist ein Mittel zum Abdichten, das für den Einsatz in elektrochemischen
Zellen oder Zellstapeln vorgesehen ist und das einen ersten und
einen zweiten Bereich aufweist. Erfindungsgemäß kann der erste Bereich in
einer Öffnung
platziert werden und dichtet dabei diese Öffnung ab und der zweite Bereich umfasst
den Randbereich der Öffnung
und beabstandet ihn von anderen Bauteilen der elektrochemischen Zelle
oder des Zellstapels.
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Ein derartiges Mittel zum Abdichten
ermöglicht
es, mit nur einem Mittel zwei Räume
abzudichten, nämlich
eine Öffnung,
z.B. die Öffnung
zum inneren Kanalsystem einer Bipolarplatteneinheit, und einen oder
mehrere daran angrenzende Räume,
z.B. Anoden- und/oder Kathodenräume.
Ein derartiges Mittel zum Abdichten ermöglicht die vereinfachte Herstellung
von Bipolarplatteneinheiten und elektrochemischen Zellen oder Zellstapeln.
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Dabei ist es von Vorteil, wenn der
zweite Bereich eine in das Öffnungsinnere
gerichtete Kraft auf die Öffnung
ausübt
und die Begrenzung der Öffnung zumindest
im Randbereich verbin det. Dadurch können die Begrenzungen der Öffnung miteinander
auf einfache Weise verbunden werden.
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Mittel zum Abdichten können z.B.
Dichtungen sein, wie z.B. ein oder mehrere Dichtungsringe und/oder
Dichtungsmassen und dergleichen, wobei die Maßgabe besteht, dass es sich
dabei nicht um Fügestellen
wie z.B. Schweißnähte handelt.
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Die Auswahl von geeigneten Materialien
für die
Mittel zum Abdichten ist nicht unproblematisch. Das Material sollte
neben den geforderten Dichtungseigenschaften, wie z.B. Gas- und
Wasserdampfbarriereeigenschaften, trockenen oder feuchten Arbeitsgasen
wie z.B. Sauerstoff, Wasserstoff bei erhöhter Temperatur (ca. 120°C) in Dauerbelastung widerstehen,
ohne dass eine Alterung des Materials durch Versprödung oder
Degradation oder gar eine Quellung eintritt, d.h. das Material sollte
zusätzlich hydrolysestabil
sein. Die Verwendung von Materialien mit Zusatzstoffen wie z.B.
Weichmachern kann im Laufe der Zeit dazu führen, dass sie aus dem Material
herausdiffundieren und sich anderweitig ablagern oder z.B. einen
Katalysator vergiften.
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Geeignete Materialien sind v.a. Polymere, vorzugsweise
Elastomere. Das Material ist bevorzugt thermoplastisch. Als thermoplastische
Polymere sind dabei nur solche geeignet, die den spezifischen Anforderungen
in einer elektrochemischen Zelle oder einem Zellstapel hinsichtlich
der mechanischen und chemischen Anforderungen genügen. Weiterhin
sollte das thermoplastische Material, unter Beibehaltung aller vorgenannten
Eigenschaften, bis mindestens 120°C
stabil bleibt. Das Polymermaterial kann als Basismaterial enthalten:
Polyethylen, Polypropylen, Polyester, Polyamid, Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer, Polyvinylidenchlorid,
Polyvinylchlorid oder dergleichen, sowie Mischungen davon und/oder
Pfropf- und/oder Copolymerisate daraus.
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Es ist jedoch auch möglich, das
Polymermaterial so zu modifi zieren, dass bestimmte für die Verarbeitung
(z.B. Siegelfähigkeit)
bzw. den Betrieb in einer elektrochemischen Zelle notwendigen physikalischen
und/oder chemischen Eigenschaften realisiert werden können. Dies
kann durch die chemische Modifikation des Basismaterials an sich
geschehen und/oder durch die Zugabe von eigenschaftssteuernden Additiven
oder Zusatzstoffen. Die an die Barrierematerialien gestellten Anforderungen
können
sehr vielfältig
sein. Die Forderungen können
dahingehen, dass Barrieren gegen Stoffe mit vollkommen verschiedenen
Eigenschaften erstellt werden müssen. Der
geforderte Eigenschaftskatalog kann häufig nicht allein durch einen
Werkstoff erreicht werden, sodass verschiedenartige Werkstoffe in
Form von Verbunden kombiniert werden müssen. Folienverbunde für Brennstoffzellen
müssen
aus einer Kombination einer Feuchte- mit einer Gasbarriere aufgebaut
sein. Beispielsweise bilden Polyolefine wie Polypropylen oder Polyethylen
hierbei die Feuchtebarriereschicht und polare Materialien wie beispielsweise
Polyamid, Ethylenvinylalkohol oder Polyester die Gasbarriere. Zwischen
den meist unverträglichen
Einzelschichten kommen dem Fachmann geläufige Haftvermittler zum Einsatz,
die aufgrund ihrer chemischen Struktur eine ausreichende Affinität zu beiden
Partnern besitzen.
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Ferner können geeignet sein: Silicone,
Fluorelastomere, Fluorsilicone, Ethylen-Propylen-Copolymere und
Naturgummi. Darunter sind perfluorierte oder Si-haltige Polymere
bevorzugt, insbesondere Polytetrafluorethylen (PTFE) ein Silicone.
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Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend beispielhaft,
anhand von Figuren näher
erläutert.
Dabei zeigt
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1:
Draufsicht auf eine Bipolarplatteneinheit des Standes der Technik;
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2:
Draufsicht auf eine Bipolarplatteneinheit des Standes der Technik
zur Verdeutlichung der Lage von Schweißnähten;
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3:
Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Bipolarplatteneinheit mit
Schweißnähten im
Portbereich;
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4:
(a) Schnitt durch eine Bipolarplatteneinheit (Seitenansicht);
(b)
Schnitt durch eine Mittel zum Abdichten (Seitenansicht);
(c)
Schnitt durch eine erfindungsgemäßen Bipolarplatteneinheit
(Seitenansicht);
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5:
Schnitt durch einen elektrochemischen Zellstapel (Seitenansicht)
mit erfindungsgemäßen Bipolarplatteneinheiten.
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1 zeigt
eine Draufsicht auf eine Bipolarplatteneinheit (1) des
Standes der Technik. Die Bipolarplatteneinheit (1) besteht
u.a. aus zwei Teilplatten, von denen in 1 nur eine Teilplatte sichtbar ist, und
zwar die obere, dem Betrachter zugewandte, während die untere Teilplatte
vollständig
von der oberen Teilplatte verdeckt ist. Die Bipolarplatteneinheit weist
auf ihrer dem Betrachter zugewandten Hauptoberfläche (2) eine Kanalstruktur
(3) auf sowie sechs Ports (4 – 4''''').
In diesem Fall sind beide Teilplatten aus Metall und die Kanalstruktur
wurde durch Prägen erzeugt,
sodass sich auf der vom Betrachter abgewandten Seite die negative
Kanalstruktur zur sichtbaren, dem Betrachter zugewandten Kanalstruktur
(3) befindet. Die beiden einander zugewandten Kanalstrukturen
bilden in der Bipolarplatteneinheit ein inneres Kanalsystem. Die
Ports (4 – 4''''') sind Durchbrüche durch die Teilplatten.
Mit der Anordnung der Kanäle
und der Mittel zum Abdichten (hier nicht dargestellt) kann gesteuert
werden, welche Ports miteinander in fluidischer Verbindung stehen.
Im abgebildeten Fall steht beispielsweise Port (4''') über die
Kanalstruktur (3) mit Port (4'')
in fluidischer Verbindung. Auf der vom Betrachter abgewandten, nicht
sichtbaren Seite steht Port (4''''') über die
korrespondierende Kanalstruktur (3) mit Port (4)
in fluidischer Verbindung und zwischen den Teilplatten, ebenfalls
nicht sichtbar, Port (4'''') über das
innere Kanalsystem mit Port (4'). Der Bereich zwischen den Teilplatten
der herkömmlichen
Bipolarplatteneinheit (1) ist im Bereich des äußeren Umfangs
(5) (Randbereich) mit Schweißnähten gegenüber der Umgebung abgedichtet.
Die Ports (4), (4'') , (4''')
und (4''''') sind im Bereich
der inneren Umfänge,
d.h. der Grenzen der Teilplatten zu den Durchbrüchen (Randbereich), mit Schweißnähten abgedichtet.
Im Bereich der Ports (4'''')
und (4')
sind ebenfalls Schweißnähte vorhanden,
diese sind jedoch so angeordnet, dass eine fluidische Verbindung über das
innere Kanalsystem zwischen den Ports (4'''') und (4') besteht. Mittel zum Abdichten,
die keine Schweißnähte sind,
sind nur an den Hauptoberflächen
der Bipolarplatteneinheit vorgesehen.
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2 zeigt
eine Draufsicht auf eine Bipolarplatteneinheit (1), die
jedoch, der Übersichtlichkeit halber,
schematischer dargestellt ist. So bestehen zwar zwischen bestimmten
Ports fluidische Verbindungen wie in 1,
das entsprechende Kanalsystem (3) ist jedoch nicht dargestellt,
da dessen Ausgestaltung für
die vorliegende Erfindung keine wesentliche Bedeutung hat. Ebenso
sind von den Ports lediglich die inneren Umfänge (6 – 6''''') dargestellt. Die Kanalstruktur
(3) ist in etwa im Bereich von (7) angeordnet,
wobei (7) den Bereich der Bipolarplatteneinheit (1)
kennzeichnet, der in einer elektrochemischen Zelle über dem
elektrochemisch aktiven Bereich einer MEA angeordnet ist. In Anlehnung
daran wird der Bereich (7) kurz als aktiver Bereich bezeichnet.
Die gestrichelte Linie verdeutlicht die Lage der Schweißnähte (8),
die die beiden Teilplatten miteinander verbinden und das innere
Kanalsystem der Bipolarplatteneinheit (1) gegenüber der äußeren Umgebung
abdichten. Die Schweißnähte (8)
sind eigentlich verdeckt zwischen den zwei Teilplatten der Bipolarplatteneinheit
(1) angeordnet und damit in der dargestellten Draufsicht
eigentlich nicht sichtbar, was mit der gestrichelten Linie (8)
angedeutet ist.
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In 3 ist
eine schematische Darstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bipolarplatteneinheit
dargestellt. Im Unterschied zu 2 sind
in 3 anstelle der Schweißnähte in den Randbereichen
Mittel zum Abdichten (9) angeordnet. Die Mittel zum Abdichten
(9) sind zwischen den Teilplatten angeordnet und damit
eigentlich von diesen verdeckt, was mit der gepunktet Linie (9)
angedeutet ist. Die Mittel zum Abdichten (9) sind in diesem
Beispiel bei (10) durch eine fluiddurchlässige Struktur unterbrochen,
die eine fluidische Verbindung zwischen den Ports (4''')
und (4'') über das
innere Kanalsystem (nicht dargestellt) ermöglicht. Die fluidische Verbindung
ist in diesem Beispiel durch Schweißnähte realisiert (gestrichelte
Linien, 10), die so angeordnet sind, dass zwischen ihnen
ein Fluid fließen
kann. Die Schweißnähte der
fluiddurchlässigen
Struktur (10) stützen
außerdem
die Durchgänge
von den Ports (4''') bzw. (4'')
zum inneren Kanalsystem stabil ab, sodass ein Durchhängen der
Teilplatten und damit eine nachteilige Querschnittsverkleinerung
des Durchgangs z.B. infolge eines Anpressdrucks verhindert wird.
In diesem Beispiel sind an den Ports (4''') und (4'') fluiddurchlässige Strukturen angeordnet.
Es ist aber auch möglich,
die fluiddurchlässigen
Strukturen an anderen oder allen Ports anzuordnen, je nachdem ob
Ports und welche Ports miteinander fluidisch über das innere Kanalsystem
verbunden werden sollen.
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Die Striche (11) bezeichnen
ferner Schweißnähte. Die
Schweißnähte verbinden
die beiden Teilplatten dieser Bipolarplatteneinheit (1)
elektrisch leitend miteinander und sind beispielsweise durch Laserschweißen hergestellt.
In diesem Beispiel sind achtzehn kurze Schweißnähte (11) dargestellt,
die in sechs Dreiergruppen angeordnet sind. Die Anzahl der Schweißnähte, ihre
Anordnung und ihre Länge
ist für
die Erfindung jedoch von untergeordneter Bedeutung. Die Schweißnähte sollten
lediglich im aktiven Bereich (7) angeordnet sein. Sie können dabei
aber auch anders oder gar nicht gruppiert, in größerer oder kleinerer Anzahl,
mit größeren oder
kleineren Längen
vorliegend. Dabei sind wenige, kurze Schweißnähte bevorzugt, um den Aufwand
beim Schweißen
möglichst
gering zu halten, damit der Vorteil durch den Verzicht auf Schweißnähte in den Randbereichen
nicht durch übermäßiges Schweißen im aktiven
Bereich verloren geht.
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In 4(a) ist
die schematische Seitenansicht einer Bipolarplatteneinheit gemäß 3 gezeigt. Man erkennt die
beiden Teilplatten (12) und (13), die geprägt sind
und auf ihren voneinander abgewandten Hauptoberflächen jeweils
Vertiefungen (14) aufweisen, die eine negative Kanalstruktur
bilden, und Erhöhungen
(15), die eine zur negativen Kanalstruktur korrespondierende
positive Kanalstruktur bilden. In den Kanalstrukturen können Reaktionsstoffe
fließen.
(16) bezeichnet einen Kanal des inneren Kanalsystems der
Bipolarplatteneinheit, in dem ein Wärmetransportmittel, z.B. ein
Kühlmittel, fließen kann.
Im Randbereich (17) berühren
sich die Teilplatten (12) und (13) nicht, sondern
bilden eine (abzudichtende) Öffnung
(18). Der Randbereich (17) kann einem Port (4 – 4''''') zugewendet sein oder der äußeren Umgebung
der Bipolarplatteneinheit.
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In 4(b) ist
ein schematischer Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Mittel
zum Abdichten (9) dargestellt, und zwar die Seitenansicht.
Das Mittel zum Abdichten (9) weist zwei Bereiche auf, ein
erster Bereich (21) und ein zweiter Bereich (22),
wobei die Geometrie des Mittels zum Abdichten der Geometrie der
abzudichtenden Öffnung
(18) angepasst ist.
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In 4(c) ist
schematisch dargestellt, wie mit dem Mittel zum Abdichten (9)
die Öffnung
(18) abgedichtet ist. (9) umfasst dabei den Randbereich
(17) der Bipolarplatteneinheit (1) und kann dadurch
ins Innere der Öffnung
(18) gerichtete Kräfte
(19) und (20) auf die Öffnung ausüben und so die Teilplatten
(12) und (13) der Bipolarplatteneinheit (1)
im Randbereich (17) verbinden. Der zweite Bereich (22)
des Mittels zum Abdichten (9) steht etwas über die
Teilplatte (12) bzw. (13) hinaus und kann dadurch
die Bipolarplatteneinheit (1) von anderen Bauteilen einer
elektrochemischen Zelle oder eines Zellenstapels beabstanden.
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In 5 ist
schematisch in Seitenansicht ein Schnitt durch einen elektrochemischen
Zellstapel mit erfindungsgemäßen Bipolarplatteneinheit
(1) dargestellt. Als Beispiel wurde ein Ausschnitt aus
einem Stapel von PEM-BZ gewählt. 5 zeigt eine MEA (23)
mit einer PEM (24), an die zwei erfindungsgemäße Bipolarplatteneinheiten
(1) angrenzen. Die Bipolarplatteneinheiten sind, wie vorstehend
beschrieben, mit je einem Mittel zum Abdichten (9) abgedichtet,
die im zweiten Bereich (22) über die Hauptoberflächen der
Bipolarplatteneinheiten (1) überstehen und anodenseitig
bzw. kathodenseitig an die MEA (23) bzw. an die PEM (24)
der MEA (23) angrenzen. (25) bezeichnet Kanäle der Kanalstrukturen
(3), in denen ein Reaktionsstoff fließen kann, z.B anodenseitig
H2 oder ein H2-haltiges Gas und
kathodenseitig O2 oder ein O2-haltiges
Gas. In den Kanälen
des inneren Kanalsystems (16) und (16') kann ein Wärmetransportmittel
fließen.
Die Kanäle
(16) und (16')
sind durch die Kontaktflächen
der Teilplatten (26) fluidisch nicht gegeneinander abgedichtet,
sodass über
die Kontaktfläche
(26) hinweg zwischen den Kanälen (16) und (16') Fluid fließen kann,
wenn auch nur in geringem Ausmaß.
Im Bereich einzelner Kontaktflächen
(26) können
kurze Schweißnähte vorgesehen sein,
um den Fluß von
elektrischem Strom zwischen den Teilplatten zu verbessern (nicht
dargestellt), die aber für
eine fluidische Abdichtung im Bereich der Kontaktflächen (26)
nicht geeignet sind.
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In 5 kann
man erkennen, wie die Mittel zum Abdichten zwei Abdichtfunktionen
gleichzeitig ausüben:
Zum Einen wird das innere Kanalsystem (16) der Bipolarplatteneinheiten
(1) gegenüber
der Umgebung abgedichtet, zum Anderen werden die Räume zwischen
den Bipolarplatteneinheiten (1) und der MEA, Kathoden-
und Anodenraum, gegenüber der
Umgebung abgedichtet.
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Ein derart ausgebildeter elektrochemischer Zellstapel
benötigt
keine Schweißnähte zum
Abdichten der Bipolarplatteneinheiten (1) – es können lediglich
einzelne, kurze Schweißnähte im Bereich
der aktiven Fläche
zur Verbesserung des Stromflusses zwischen den Teilplatten vorgesehen
sein – und
keine zusätzlichen
Mittel zum Abdichten zwischen den Bipolarplatteneinheiten (1)
und MEAs (23). Dadurch können bei der Herstellung Verfahrensschritte
und Zeit eingespart werden und die Herstellung, sowohl der Bipolarplatteneinheit
(1) als auch einer elektrochemischen Zelle oder eines Zellstapels,
vereinfachen sich.
-
- 1
- Bipolarplatteneinheit
- 2
- Hauptoberfläche
- 3
- Kanalstruktur
- 4 – 4'''''
- Ports
- 5
- äußerer Umfang
- 6 – 6'''''
- innere
Umfänge
- 7
- aktiver
Bereich
- 8
- Schweißnaht
- 9
- Mittel
zum Abdichten
- 10
- fluiddurchlässige Struktur
- 11
- Schweißnaht
- 12
- Teilplatte 1
- 13
- Teilplatte 2
- 14
- Vertiefung
- 15
- Erhöhung
- 16,
16'
- Kanal
des inneren Kanalsystems
- 17
- Randbereich
- 18
- Öffnung
- 19
- Kraft
- 20
- Kraft
- 21
- erster
Bereich eines Mittels zum Abdichten
- 22
- zweiter
Bereich eines Mittels zum Abdichten
- 23
- MEA
- 24
- PEM
- 25
- Kanal
für einen
Reaktionsstoff
- 26
- Kontaktfläche der
Teilplatten