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DE10301944A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Testen der Reinigungsqualität von Waschautomaten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Testen der Reinigungsqualität von Waschautomaten Download PDF

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DE10301944A1
DE10301944A1 DE2003101944 DE10301944A DE10301944A1 DE 10301944 A1 DE10301944 A1 DE 10301944A1 DE 2003101944 DE2003101944 DE 2003101944 DE 10301944 A DE10301944 A DE 10301944A DE 10301944 A1 DE10301944 A1 DE 10301944A1
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Abstract

Die Aufgabe, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Testen der Reinigungsqualität von Waschautomaten, insbesondere von Waschautomaten zur Reinigung von rohrförmigen Instrumenten, bereitzustellen, wird durch die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Testen der Reinigungsqualität von Waschautomaten gelöst, die aus einem Aufnahmeelement besteht, das mit einer gelartigen Substanz versehen ist, wobei das Aufnahmelement vorzugsweise aus einem Hohlkörper besteht, der aus Metall oder Kunststoff hergestellt sein kann. Zur Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt.

Description

  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Testen der Reinigungsqualität von Waschautomaten.
  • Zum Testen der Reinigungsqualität von Waschautomaten, insbesondere von Waschautomaten, die zur Reinigung, Desinfektion und Sterilisation von medizinischen Instrumenten, insbesondere chirurgischen Instrumenten dienen, werden sogenannte TOSI® (Test Object Surgical Instrument) verwendet, wie sie aus der DE 196 02 673 bekannt sind.
  • Diese TOSI® basieren auf der Simulation des Wasch-, Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsverhaltens von chirurgischen Instrumenten und Bestecken aus Edelstahl. Auf die Oberfläche dieser aus Edelstahl bestehenden Teststreifen wird eine Testanschmutzung aufgebracht und so mit einem transparenten Abdeckmittel versehen, daß zwischen der metallenen Oberfläche, auf der die Testanschmutzung aufgebracht ist und dem Abdeckmittel ein sich keilförmig ausbildender Spalt entsteht.
  • Dieser sich verjüngende Spalt simuliert Gelenke und Hinterschneidungen an chirurgischen Instrumenten. Mit diesem sogenannten TOSI® ist es indes nicht möglich, die Wasch- und Reinigungsleistung von Waschvorrichtungen zu testen, die rohrartige, medizinische Instrumente, wie bspw. Endoskope, Laparoskope oder dergleichen reinigen. Die Reinigungsqualität von im wesentlichen rohrförmig aufgebauten Instrumenten wird durch einen sogenannten LUMCHECK® ermittelt, der aus der DE 201 08 346 bekannt ist. Dieser LUMCHECK® bietet die Möglichkeit, einen TOSI® der vorgenannten Art aufzunehmen und so die Reinigungsqualität in im wesentlichen zylindrischen Hohlräumen zu überprüfen. Hierfür ist der LUMCHECK® zweiteilig aufgebaut, d.h. zwei rohrartige Elemente sind über eine Schraubverbindung miteinander verbindbar und schließen einen im wesentlichen zylinderförmigen Hohlraum ab, der so ausgebildet und bemessen ist, einen TOSI® der herkömmlichen Art aufzunehmen.
  • Ein Nachteil dieses LUMCHECK® ist jedoch, daß die Reinigungsleistung lediglich im Zentralbereich des LUMCHECK® hinsichtlich einiger Reinigungsparameter getestet werden kann, d.h. die Reinigungsleistung im Wandbereich des LUMCHECK® ist bisweilen nicht mit gleicher Aussagekraft zu überprüfen wie im Zentralbereich.
  • Weiterhin ist die Testanschmutzung für den TOSI® aus Substanzen zusammengesetzt, die eine Simulation von Humanblut ermöglichen, jedoch nicht die Simulation von Schleim oder gelartigen Körperflüssigkeiten, wie sie bspw. in Endoskopen zur Magenspiegelung oder für Rektoskope notwendig wäre. Da diese endoskopartigen Instrumente während ihres Einsatzes mit körpereigenem Schleim und gelartigen Substanzen in Verbindung kommen und gegebenenfalls an ihnen haften bleiben, d.h. im Wandbereich der rohrartigen Instrumente anhaften, läßt der LUMCHECK® mit darin platzierten TOSI® nur begrenzte Aussagen über die Reimgungsqualität zu.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Testen der Reinigungsqualität von Waschautomaten, insbesondere von Waschautomaten zur Reinigung von rohrförmigen Instrumenten bereitzustellen.
  • Diese Aufgabe wird durch die erfindungsgemäße Vorrichtung mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 und durch das erfindungsgemäße Verfahren mit den Merkmalen gemäß Anspruch 11 gelöst.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Testen der Reinigungsqualität von Waschautomaten besteht aus einem Aufnahmeelement, das mit einer gelartigen Substanz versehen ist, wobei das Aufnahmeelement vorzugsweise aus einem Hohlkörper besteht, der aus Metall oder Kunststoff hergestellt sein kann. Vorzugsweise ist der Hohlkörper aus einem transparenten Material wie beispielsweise Glas oder Kunststoff hergestellt, vorzugsweise ist der Hohlkörper aus einem flexiblen Kunststoffstück, beispielsweise einem Schlauchstück hergestellt.
  • Vorteilhafterweise ist das Aufnahmeelement rohrförmig ausgebildet und dazu geeignet, an ein Rohrsystem angeschlossen zu werden, insbesondere weist das Aufnahmeelement Mittel zum Verbinden mit einem Rohrsystem auf, bspw. eine Luer-Lockverbindung.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist so ausgebildet, daß die gelartige Substanz pfropfenartig im Aufnahmeelement, welches zweckmäßigerweise als Hohlkörper ausgebildet ist, angeordnet ist.
  • Neben der pfropfenartigen Anordnung in dem Aufnahmeelement kann es ebenfalls vorteilhaft sein, die gelartige Substanz an der Wand des Hohlkörpers anzuordnen, da am Wandbereich regelmäßig die geringste Strömungsgeschwindigkeit vorherrscht, jedoch dort die höchsten Anforderungen an die Reinigungsqualität vorherrschen.
  • Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Aufnahmeelement mit mindestens einem Bereich versehen, der vorzugsweise auf der Oberfläche des Aufnahmeelements angeordnet und so ausgebildet ist, daß die gelartige Substanz dort aufgenommen werden kann. Diese Bereiche sind vorzugsweise als Mulden oder Vertiefungen ausgebildet und zumindest teilweise mit der gelartigen Substanz gefüllt.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist der Bereich als Spalt zwischen zwei Flächen ausgebildet und mit der gelartigen Substanz zumindest teilweise gefüllt. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird dieser Spalt durch die Kunststoffabdeckung, die auf einem bekannten TOSI® angeordnet ist, gebildet.
  • Bei der Kombination der erfindungsgemäßen Vorrichtung bzw. dem erfindungsgemäßen Verfahren mit einem bekannten TOSI® wird der Vorteil erreicht, daß bei einer Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einem LUMCHECK® die Reinigungsqualität in endoskopischen Instrumenten als auch bei der Reinigung von herkömmlichen chirurgischen Instrumenten getestet und überprüft werden kann.
  • Denn im Unterschied zu der Testanschmutzung auf einem herkömmlichen TOSI® simuliert die gelartige Substanz auf der erfindungsgemäßen Vorrichtung den im menschlichen Körper anzutreffenden Schleim, bspw. der Magenschleimhaut, der Darmschleimhaut o.ä.
  • Ein "Schleim" ist allgemein ein Gel meist natürlichen (d.h. pflanzlichen, tierischen oder mikrobiellen) Ursprungs, das typischerweise aus Polysacchariden aufgebaut ist oder diese enthält, spezifische Beispiele eines Schleims sind neben den vorstehend erwähnten Schleimendes menschlichen Körpers (z.B. solche aus der Magenschleimhaut, der Darmschleimhaut usw.) bspw. Agar-Agar, Stärke in Wasser, Carrageen, Alginate, Xanthan und Mucine.
  • Mit "Gel" bezeichnet man üblicherweise formbeständige, leicht defortnierbare, disperse Systeme aus mindestens zwei Komponenten, die zumeist aus einem festen, kolloid zerteiltem Stoff mit langen oder stark verzweigten Teilchen und einer Flüssigkeit (insbesondere Wasser) als Dispersionsmittel bestehen. Typische Gele sind beispielsweise Agar-Agar, Carrageen, Alginate, Alginsäure, Pektin usw.
  • In der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird eine Schleimanschmutzung durch ein gelartiges Produkt definierter und standardisierter Zusammensetzung simuliert, wobei das gelartige Produkt bzw. die gelartige Substanz auf einem Träger wie Kunststoff, Glas oder Metall oder in einem Rohr oder Schlauch aufgebracht ist.
  • Erfindungsgemäß kann die Anschmutzung angetrocknet als Xerogel oder in Gelform, d.h. als Lyogel, vorliegen.
  • Zur besseren Sichtbarkeit kann oder können der gelartigen Substanz vorteilhafterweise ein oder mehrere Pigmente (bspw. Titandioxid) oder andere, einem Rückstandsnachweis zugängliche Stoffe, wie Stärke, Cellulose u.ä., zugesetzt werden. Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden der gelartigen Substanz Farbstoffe zugesetzt oder es werden einzelne oder mehrere Molekül-Spezies, aus denen die gelartige Substanz besteht, mit geeigneten Farbstoffen gekoppelt. Diesbezüglich bevorzugte Farbstoffe sind Lumineszenzfarbstoffe, insbesondere Fluoreszenzfarbstoffe, wie Fluoroescein, Riboflavin, Rhodamin, Cyanine usw., die dem Gel zugesetzt oder an darin befindliche Moleküle gekoppelt werden können (Lumineszenz- bzw. Fluoreszenzmarkierung).
  • Somit können mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. der erfindungsgemäßen Vorrichtung Reste der Anschmutzung vorteilhafterweise optisch, bspw. durch Fluoreszenz, insbesondere unter W-Licht, durch UV-VIS-Spektroskopie oder durch geeignete chemische Nachweismethoden qualitativ und/oder quantitativ ermittelt werden.
  • Als gelartige Substanz sind erfindungsgemäß Alginate (bspw. Natrium- oder Ammonium-Alginat) geeignet, wobei die Viskosität deren wässriger Lösungen mit Hilfe von Kalciumionen oder durch Zusatz von Säure eingestellt werden kann. Dies ist auch bei Pektinen und verwandten Substanzen möglich. Des weiteren kann die Eigenschaft der gelartigen Substanz (insbesondere Viskosität/Gelstärke) durch den Zusatz heißer Lösungen von bspw. Agar-Agar/Stärke und/oder Agarose eingestellt werden, die beim Erkalten Gele bilden. Weitere gelartige Substanzen, die zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung geeignet sind, sind bspw. Polycarboxylate und Fibringele, die aus der Polymerisation von Fibrinogen hervorgehen.
  • Durch die Einstellung der Geleigenschaften, insbesondere der Viskosität/Gelstärke, der gelartigen Substanz und deren Einbringen in ein Lumina kann somit vorteilhafterweise ein vorbestimmtes oder, insbesondere zur vollständigen Reinigung von schleimartigen Rückständen, erforderlicher Pumpendruck einer Reinigungsanlage geprüft werden oder durch Simulation eines besonders zähen Schleims durch Bereitstellung eines entsprechenden Gels oder durch komplette Blockierung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, enthaltend einen Pfropfen des gelartigen Produkts, die Kanalprüfung getestet werden.
  • Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ergibt sich, wenn als gelartige Substanz ein Gel mit thixotroper Eigenschaft verwendet wird. Mit "Thixotropie" wird die bei Gelen verbreitete Erscheinung bezeichnet, daß diese sich bei Einwirkung mechanischer Kräfte – z.B. Rühren, Schütteln, unter Ultraschalleinwirkung oder unter Druck – verflüssigen, nach Beendigung der mechanischen Beanspruchung aber wieder verfestigen. Ein Beispiel eines thixotropen Gels ist allgemein ein solches, die ein oder mehrere Thixotropiermttel, bspw. Bentonite, Kaoline, Alginsäure, einem Fachmann bekannte Sio2-Qualitäten, Kieselsäure, Silikate, Metalloxydhydrate (Fe, Al, Ce usw.) enthalten oder daraus bestehen.
  • Ein thixotropes Gel kann insbesondere dazu verwendet werden, die Waschleistung entsprechender Reinigungsgeräte, insbesondere solcher, die in der Medizin, insbesondere der Chirurgie, oder Pharmazie, eingesetzt werden, zu überprüfen, indem das thixotrope Gel in flüssigem Zustand auf zu reinigende Gegenstände und/oder auf die Innenwände des Reinigungsgeräts aufgebracht wird. Dies kann bspw. durch Aufsprühen des thixotropen Gels durchgeführt werden, wobei das thixotrope Gel erfindungsgemäß in einer geeigneten Sprühvorrichtung, umfassend einen Behälter und einen Sprühkopf, vorliegt Durch Beaufschlagen des thixotropen Gels in der Sprühvorrichtung mit einem geeigneten Druck wird dieses verflüssigt und so in flüssiger Form aus der Sprühvorrichtung über den Sprühkopf ausgetrieben und auf zu reinigende Gegenstände und/oder Reinigungsgerät-Innenwände aufgebracht. Dabei verfestigt sich das thixotrope Gel, da die zuvor durch den Druck ausgeübte mechanische Beanspruchung beendet ist.
  • Zum Nachweis gegebenenfalls aufgrund eines nicht ausreichenden Reinigungsleistung des zu testenden Reinigungsgeräts zurückbleibendes thixotropes Gel können durch die vorstehend aufgeführten Maßnahmen, insbesondere den Zusatz von oder die Kopplung mit Farbstoffen, insbesondere Fluoreszenzfarbstoffen, bspw. Flavine, wie Riboflavin, ergriffen werden.
  • Die vorstehende Ausführungsform der vorliegenden Erfindung überwindet insbesondere die Nachteile der im Stand der Technik bekannten Testverfahren, insbesondere solche in der Pharmaindustrie, bei denen die Reinigungsleistung bspw. mit einer Riboflavin-Lösung getestet wird, die einfach über zu reinigende Gegenstände und auf die Waschmaschinen-Innenwände gesprüht wird und deren Reste daher bei UV-Licht leuchten. Nachteil dieser Vorgehensweise ist, daß bspw. wässrige Riboflavin-Lösungen schlecht an senkrechten Wänden haften und weiterhin daß das trockene Riboflavin nur schwach leuchtet, so daß bei einer nur unzureichend waschenden, aber gut trocknenden Reinigungsmaschine deren etwaige unzureichende Waschleistung einem entsprechenden Testergebnis entgeht.
  • Bei der Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird das erfindungsgemäße Verfahren angewandt. Bei der Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Testen der Reinigungsqualität eines Waschautomaten wird eine Testvorrichtung, vorzugsweise nach den Merkmalen gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10 in eine Position im Waschautomaten angeordnet und über ein Rohrsystem mit der Spüflüssigkeit durchspült und nach Beendigung des Waschprogramms die Testvorrichtung aus dem Waschautomaten entnommen, um mittels geeigneter Maßnahmen die Testvorrichtung auf Rückstände der gelartigen Substanz zu untersuchen.
  • Vorteilhafterweise wird die Testvorrichtung in einem sogenannten LUMCHECK® angeordnet und dort von der Spüflüssigkeit sowohl um – als auch durchspült, so daß bei hoher Reinigungsqualität der in der Testvorrichtung angeordnete Pfropfen aus gelartiger Substanz vollständig herausgelöst wird und die Testvorrichtung nach Beendigung des Waschvorgangs entweder mit einfachen optischen Mitteln oder mit entsprechenden Analysevorrichtungen auf etwaige Rückstände der gelartigen Substanz untersucht werden kann.
  • Einige Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den nachfolgenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 ein rohrförmiges Aufnahmeelement mit einer pfropfenförmigen gelartigen Substanz;
  • 2 ein rohrförmiges Element mit einer gelartigen Substanz an der Wand des Aufnahmeelements;
  • 3 eine perspektivische Darstellung eines flächigen Aufnahmeelements.
  • Gemäß 1 wird das Aufnahmeelement 1 rohrförmig ausgebildet und weist in seinem Inneren die gelartige Substanz in Pfropfenform auf, die vorteilhafterweise so in dem rohrförmigen Aufnahmeelement 1 angeordnet ist, daß der Pfropfen eine abdichtende Wirkung ausübt. Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist ein Mindestdruck notwendig, um den Pfropfen aus dem Aufnahmeelement 1 zu lösen und die Reste von der Wand des Aufnahmeelements 1 zu entfernen.
  • Bei der Ausführungsform gemäß 2 ist das Aufnahmeelement 1 ebenfalls rohrförmig ausgebildet, jedoch ist die gelartige Substanz entlang der Wandung des Aufnahmeelements 1 aufgetragen, so daß zur Bestimmung der Reinigungsqualität die Rückstände der großflächig aufgetragenen gelartigen Substanz auf der Wandung des Aufnahmemittels 1 untersucht werden kann.
  • Gemäß 3 ist ein flächiges Aufnahmeelement 1 dargestellt, das so ausgebildet ist, daß in der als Mulde ausgebildeten Vertiefung 3 die gelartige Substanz 2 eingebracht ist und zur Bestimmung der Reinigungsqualität eine im wesentlichen turbulente Strömung des Waschwassers notwendig ist, um die Mulde vollständig von der geradlinigen Substanz 2 zu reinigen.
  • Die nachstehenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung näher, ohne sie einzuschränken.
  • Beispiele
  • Beispiel 1: Alginat/Alginsäure-Gel
  • 1 g Na-Alginat werden in 50 ml demin. Wasser gelöst. Des weiteren werden 5 ml 0,1 n HCl, 200 μl 10% (m/m) CaCl2-Lösung und mit 15 μg Riboflavin in 45 ml Glycerin gelöst. Mit dieser Lösung wird die vorstehende Na-Alginat-Lösung vermischt.
  • Es entsteht ein (aufgrund des Glycerins) nicht trocknender Schleim, wobei die Viskosität durch entstehendes Ca-Alginat und Alginsäure bedingt ist. Der optische Nachweis wird durch die Fluoreszenz von Riboflavin unter W-Licht gewährleistet.
  • Beispiel 2: 2-Komponenten-Gel
  • Komponente A:
  • 1,0 g Na-Alginat werden in 50 ml demin. Wasser gelöst.
  • Komponente B:
  • 0,5 g Agarose werden unter Rühren in 45 ml heißem demin. Wasser gelöst. Die Komponenten A und B werden unter Zugabe von 2,0 g Cellulosepulver vereinigt und unter Rühren auf Raumtemperatur abgekühlt.
  • Bei der Abkühlung geliert die Agarose und durch Cellulose wird eine optische Kontrolle des ansonsten durchsichtigen Gels ermöglicht. Die Viskosität wird weiter erhöht.
  • Beispiel 3: Pektingel
  • 1,0 g Xanthan, 1,5 g Amylopektid und 50 ml demin. Wasser werden mit 0,5 g Titandioxid-Pigment aufgeschlämmt und unter Rühren auf 90° C erhitzt. Anschließend werden 30 ml Glycerin zugegeben. Die entstandene Lösung wird unter Rühren auf Raumtemperatur abgekühlt.
  • Durch Verkleisterung des Amylopektids bildet sich ein zäher Schleim, der durch das Pigment weiß gefärbt ist.
  • Beispiel 4: Thixotroper Leuchtschleim
  • 2,5 g Na-Alginat werden in 75 ml demin. Wasser gelöst. Unter starkem Rühren werden 23 ml 0,1 n HCl und 2 ml Glycerin zugegeben. Anschließend werden 40 mg Riboflavin als Fluoreszenzmarker unter Rühren zugefügt.
  • Die Umwandlung von Na-Algixiat in einen Teil Alginsäure führt zur thixotropen Figenschaft des Gels, wobei Glycerin als Feuchthaltemittel dient.

Claims (14)

  1. Vorrichtung zum Testen der Reinigungsqualität von Waschautomaten bestehend aus einem Aufnahmeelement, das mit einer gelartigen Substanz versehen ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Aufnahmeelement ein Hohlkörper ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, wobei das Aufnahmeelement aus Metall oder Kunststoff besteht.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei das Aufnahmeelement rohrförmig ausgebildet und dazu geeignet ist, an ein Rohrsystem angeschlossen zu werden.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei das Aufnahmeelement Mittel zum Verbindung mit einem Rohrsystem aufweist.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei die gelartige Substanz pfropfenartig im Aufnahmeelement angeordnet ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, wobei die gelartige Substanz an der Wand des Hohlkörpers angeordnet ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Aufnahmeelement Bereiche auf seiner Oberfläche aufweist, die so ausgebildet und angeordnet sind, um die gelartige Substanz aufzunehmen.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Bereiche als Mulde oder Vertiefung ausgebildet und mit der gelartigen Substanz zumindest teilweise gefüllt sind.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei die Bereiche als Spalt zwischen zwei Flächen ausgebildet und mit der gelartigen Substanz zumindest teilweise gefüllt sind.
  11. Verfahren zum Testen der Reinigungsqualität eines Waschautomaten, wobei eine Testvorrichtung mit den Merkmalen gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10 in eine Position im Waschautomaten angeordnet wird und über ein Rohrsystem mit der Spülflüssigkeit durchspült wird und nach Beendigung des Waschprogramms die Testvorrichtung aus dem Waschautomaten entnommen wird, um mittels geeigneter Maßnahmen die Testvorrichtung auf Rückstände der gelartigen Substanz zu untersuchen.
  12. Verwendung der gelartigen Substanz in einer Vorrichtung mit den Merkmalen gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 10.
  13. Verwendung der gelartigen Substanz in einem Verfahren mit den Merkmalen gemäß Anspruch 11.
  14. Verwendung der gelangen Substanz nach einem der Ansprüche 12 oder 13, wobei die gelartige Substanz aus Agar-Agar, Carrageen, Alginate, Alginsäure, Xanthan oder Pektin besteht.
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