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Die
Anmeldung ist eine "continuation-in-part" der US-Anmeldung
Nr.
09/999,598 mit
dem Titel "An Apparatus
and Method for Optimizing the Efficiency of a Bypass Diode in Solar
Cells" vom 24. Oktober 2001.
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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Gebiet von Halbleiterbauelementen.
Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf photoelektrische
bzw. photovoltaische Solarzellen.
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Ausgangspunkt
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Photoelektrische
Zellen, die auch als Solarzellen bezeichnet werden, sind eine der
wichtigsten neuen Energiequellen, welche in den letzten Jahren verfügbar geworden
sind. Ein erheblicher Aufwand wurde in die Entwicklung von Solarzellen
gesteckt. Infolgedessen werden Solarzellen derzeitig in einer großen Anzahl
von Handelsüblichen
und konsumerspezifischen Anwendungen verwendet. Während erhebliche
Fortschritte auf diesem Gebiet gemacht wurden, hat die Anforderung
an die Solarzellen die Bedürfnisse
von höher
entwickelten Anwendungen zu erfüllen
mit der Nachfrage nicht Schritt gehalten. Anwendungen, wie beispielsweise
Satelliten, die in Mobilfunk und Telefonkommunikationen verwendet werden,
haben drastisch die Anforderungen für Solarzellen mit Verbesserten
Leistungs- und Energieumwandlungscharakteristika erhöht.
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Bei
Satelliten und anderen Weltraumanwendungen, sind die Größe, Masse
und Kosten eines Satelliten-Energie- bzw. Leistungssystems abhängig von
der Leistung und der Energieumwandlungseffizienz der verwendeten
Solarzellen. Anders ausgedrückt,
sind die Größe der Nutzlast
und die Verfügbarkeit
von an Bord befindlichen Diensten proportional zur Größe der vorgesehenen
Leistung. Wenn die Nutzlasten anspruchsvoller bzw. höher entwickelt werden,
dann werden die Solarzellen, welche als die Leistungsumwandlungseinrichtungen
für die
sich an Bord befindlichen Leistungssysteme dienen immer wichtiger.
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Solarzellen
werden häufig
in einem Array bzw. einer Anordnung verwendet, einer Anordnung von
Solarzellen, die zusammen in Serie geschaltet sind. Die Form und
Struktur eines Arrays, sowie die Anzahl der Zellen die es enthält, werden
teilweise durch die gewünschte
Ausgangsspannung und den Strom bestimmt.
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Wenn
Solarzellen in einem Array Sonnenlicht empfangen oder beleuchtet
werden, wird jede Zelle in Durchlassrichtung vorgespannt. Wenn jedoch
irgendeine der Zellen nicht beleuchtet wird, in Folge einer Abschattung
oder einer Beschädigung, dann
können
diese abgeschatteten Zellen dazu gebracht werden in Sperrrichtung
vorgespannt zu werden, um den durch die beleuchteten Zellen erzeugten Strom
zu tragen bzw. zu befördern.
Diese Vorspannung in Sperrrichtung kann die Zellen verschlechtern und
die Zellen schlussendlich inoperabel machen. Um eine Vorspannung
in Sperrrichtung zu verhindern, wird häufig eine Diodenstruktur implementiert.
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Der
Zweck der Bypassdiode ist das Wegziehen von Strom von der abgeschatteten
oder beschädigten
Zelle. Der Bypass wird in Durchlassrichtung vorgespannt, wenn die
abgeschattete Zelle in Sperrrichtung vorgespannt wird. Statt einen
Strom durch die abgeschattete Zelle hindurchzuzwingen zieht die Diode
den Strom von der abgeschatteten Zelle weg und behält die Verbindung
zu der nächsten
Zelle bei.
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Eine übliche Bypassdiode
ist üblicherweise mit
dem äußeren einer
Solarzellenanordnung verbunden. Ein Problem, das mit dieser Art
Bypassdiode assoziiert ist, liegt darin, dass sie schwer herzustellen ist
und weniger verlässlich
ist, da die äußere Anbringung
durch den Monteur bzw. die Zusammenbaueinheit für das Array bzw. die Anordnung
statt dem Zellenhersteller durchgeführt wird.
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Ein
weiteres herkömmliches
Verfahren zum Schutz der Solarzelle ist das Plazieren einer Bypassdiode
zwischen benachbarten Zellen, wobei die Anode der Bypassdiode mit
einer Zelle verbunden ist und die Katode der Diode mit einer benachbarten
Zelle verbunden ist. Ein Problem, das mit dieser Technik assoziiert
ist, liegt jedoch darin, dass sie den Herstellungsvorgang erschwert
und den Zusammenbau des Solarzellenarrays erschwert.
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Eine
dritte Technik zum Schutz der Solarzelle umfasst das Ausbilden einer
Ausnehmung an der Solarzellenstruktur und das Plazieren einer Bypassdiode
in der Ausnehmung. Infolge der Zerbrechlichkeit der Zellen ist diese
Technik schwierig in einer Fertigungsstraße zu implementieren. Zusätzlich müssen die
benachbarten Zellen mit der Diode verbunden werden durch die Monteure
bzw. die Zusammenbaueinheiten für
das Array.
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Was
somit benötigt
wird, ist ein Mechanismus und ein Verfahren zum Verbessern der Effizienz und
der Leistung von Bypassdioden in Mehrfachübergangs-Solarzellenstrukturen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Ein
Solarbauelement mit einer Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
mit einer Bypassdiode ist offenbart. Die Bypassdiode sieht einen
Schutz gegenüber
einer Sperrvorspannung für
die Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
vor. In einem Ausführungsbeispiel
umfasst die Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
ein Substrat, eine Bodenzelle, eine Mittelzelle, eine obere Zelle,
eine Bypassdiode, eine seitliche Verbindungsschicht und einen Nebenschluss.
Eine seitliche Verbindungsschicht ist über die obere Zelle hinweg
abgeschieden. Die Bypassdiode ist über der seitlichen Verbindungsschicht
abgeschieden. Eine Seite des Nebenschlusses ist mit dem Substrat
verbunden und eine andere Seite des Nebenschlusses ist mit der seitlichen
Verbindungsschicht verbunden. Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel
enthält
die Bypassdiode eine i-Schicht zum Verbessern der Diodenleistung.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der detaillierten
Beschreibung, den Figuren und den nachfolgenden Ansprüchen.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnungen
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Die
vorliegende Erfindung ergibt sich noch deutlicher aus der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung und den Zeichnungen unterschiedlicher Ausführungsbeispiele
der Erfindung, welche jedoch nicht dazu dienen sollen, die Erfindung
auf die speziellen Ausführungsbeispiele
zu beschränken,
sondern nur zur Erklärung
und zum besseren Verständnis
vorgesehen sind; in den Zeichnungen zeigt:
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1 ein
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung einer Mehrtachübergangs-Solarzelle nach der
Beendigung aller Prozessschritte, welches den Aufbau eines solchen
Ausführungsbeispiels
darstellt;
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2 die
zwei Pfade, die der Strom in der Zelle gemäß 1 nehmen
kann bei Vorgabe eines bestimmten Satzes von Umständen;
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3 ein
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung einer Mehrfachübergangs-Solarzelle, vor jeglichen
Prozessschritten;
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4 einen
ersten Prozessschritt, der verwendet wird zum Aufbau eines Ausführungsbeispiels der
vorliegenden Erfindung;
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5 die
zweiten und dritten Prozessschritte, die verwendet werden zum Aufbauen
eines Ausführungsbeispiels
der vorliegenden Erfindung;
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6 ein
Blockdiagramm, das eine schematische Schnittdarstellung zeigt, welche
eine Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
mit einer Bypassdiode gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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7 ein
Logikdiagramm, das eine Dreifachübergangs-Solarzellenstruktur
und eine Bypassdiode gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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8 ein
Blockdiagramm, das eine detaillierte schematische Schnittansicht
zeigt, welche eine Dreifachübergangs-Solarzellenstruktur
mit einer Bypassdiode und einem Nebenschluss gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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9A bis 9E Blockdiagramme,
welche einen Herstellungsprozess einer Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
mit einer Bypassdiode und einem Nebenschluss gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung zeigt; und
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10 ein
Flussdiagramm, das ein Verfahren zur Herstellung einer Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
mit einer Bypassdiode gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung zeigt.
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Detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
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Ein
Verfahren und eine Vorrichtung einer Solarzelle mit einer Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
mit einer Bypassdiode mit einer i-Schicht werden beschrieben.
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In
der folgenden Beschreibung werden zum Zwecke der Erklärung zahlreiche
spezifische Details angegeben, um ein gründliches Verständnis der
Erfindung vorzusehen. Es wird sich dem Fachmann jedoch ergeben,
dass diese speziellen Details nicht notwendig sind zur Durchführung der
Erfindung. In anderen Fällen
sind bekannte Schaltungen und Bauelemente in Blockdiagrammform gezeigt,
um zu verhindern, dass die vorliegende Erfindung unklar wird.
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Es
sei bemerkt, dass die vorliegende Erfindung Transistorschaltungen
enthalten kann, die leicht herstellbar sind unter Verwendung bekannter CMOS
("Komplementäre Metalloxid
Halbleiter"/"complementary metal-oxid
semiconductor") Technologie
oder anderen Halbleiterherstellungsprozessen. Zusätzlich kann
die vorliegende Erfindung mit anderen Herstellungsprozessen für die Herstellung
digitaler Bauelemente implementiert werden.
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Mehrfachübergangs-Solarzelle
mit wenigstens einer integralen monolithischen Bypassdiode. Die Schichten,
welche die Solarzelle aufweisen, sind insbesondere ausgewählt für ihre Kombination
hinsichtlich Effizienz und Herstellbarkeit. Wie nachfolgend beschrieben
wird, besteht ein Ausführungsbeispiel aus
einer Mehrfachübergangs-Struktur
mit wenigstens drei Übergängen mit
einer einzigartigen modifizierten Pufferstruktur.
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Der
Prozess zur Herstellung der Solarzelle mit einer integralen monolithischen
Bypassdiode ist aus fünf
deutlichen Schritten aufgebaut, die nachfolgenden Beschrieben werden.
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1 ist
eine Darstellung eines Ausführungsbeispiels
der Erfindung, einer monolithischen Solarzelle mit einer integralen
Bypassdiode. 2 ist eine Serie von schematischen
Zeichnungen von zwei möglichen
Strompfaden durch die Zelle.
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1 zeigt
eine Mehrfachübergangs-Solarzelle 100 mit
einer Zelle aus Indium Gallium Phosphor (InGaP) 101 und
einer Zelle aus Galliumarsenid (GaAs) 102 über einem
GaAs-Puffer 103 auf einem Germanium-(Ge)-Substrat 104.
Wenn die Solarzelle 100 beleuchtet wird, werden sowohl
eine Spannung als auch ein Strom erzeugt. 2A repräsentiert
die Solarzelle, wie sie in 4 zu sehen
ist ohne die Metallisierung 107 und die nachfolgend beschriebene seitliche
Leitungsschicht 113. Wenn die Solarzelle beleuchtet wird,
gibt es keine Barriere für
den Strom, der durch den Zellenpfad 201 durch die Schichten der
Solarzelle strömt,
den Ge-Übergang 104,
den GaAs-Übergang 102 und
den InGaP-Übergang 101.
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Wenn
die Solarzelle 100 jedoch kein Sonnenlicht empfängt, entweder
infolge einer Abschattung durch eine Bewegung des Satelliten oder
infolge einer Beschädigung
der Zelle, dann besteht entlang des Zellenpfades 201 ein
Widerstand. Da Solarzellen in einem Array angeordnet sind muss Strom
von beleuchteten Zellen durch abgeschirmte bzw. abgeschattete Zellen
hindurchgehen. Wenn es keine Diode gäbe, würde der Strom sich einen Weg
durch den Zellenpfad 201 erzwingen, wodurch die Vorspannung der
Zellen umgekehrt wird und die Zellen verschlechtert, wenn nicht
gar zerstört
würden.
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Wenn
die Zelle jedoch eine Diode enthält, kann
dem Strom ein alternativer Parallelpfad 202 angeboten werden
und die abgeschattete Zellen werden erhalten. Das Problem mit diesem
Konzept war die Schwierigkeit bei der Erzeugung einer Diode, die relativ
einfach herzustellen ist und die ein sehr geringes Spannungsniveau
zum Anschalten und Betreiben verwendet. Die hier beschriebene Erfindung
löst diese
Probleme.
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Wenn
eine Zelle abgeschattet wird oder auf andere Weise kein Sonnenlicht
erhält,
dann muss, damit der Strom den Diodenpfad 202 wählt, die
Anschaltspannung für
den Diodenpfad 202 kleiner sein als die Durchschlagsspannung
entlang des Zellenpfades 201. Die Durchschlagsspannung
entlang des Zellenpfades wird typischerweise wenigstens 5 Volt wenn
nicht gar mehr betragen. Der Schottky-Kontakt 403 erfordert eine
relativ geringe Spannungsgröße zum "Anschalten" – 600 Millivolt. Um jedoch
durch den Ge-Übergang 104 hindurchzugehen
muss die Vorspannung des Ge-Übergangs 104 umgekehrt werden,
was eine große
Spannung erfordert. Das Umkehren der Vorspannung des Ge-Übergangs 104 erfordert
ungefähr
9,4 Volt, so dass annähernd
10 Volt notwendig sind, damit der Strom dem Diodenpfad 202 in 2A folgt.
10 Volt, die zum Umkehren der Vorspannung des Ge-Übergangs
verwendet werden bedeutet, dass 10 Volt weniger vorhanden sind, die
ansonsten für
andere Anwendungen verfügbar wären. Die
durch 4 dargestellte Vorrichtung ist daher zwar eine
funktionierende Bypassdiode, aber eine ineffiziente aus einer Leistungsverwertungsperspektive.
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Um
diese Ineffizienz anzusprechen, wird während des Metallisierungsprozesses,
bei dem die Titangold-(TiAu)-Kontakte 109, 110 zu
der Solarzelle hinzugefügt
werden eine zusätzliche
Metallschicht 107 ebenfalls hinzugefügt. Bei dem in 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel
ist das Metall TiAu, obwohl der Fachmann erkennen kann, das andere
Metalle auch verwendet werden können.
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Der
Effekt des Metalls 107 ist das "Kurzschließen" des Ge-Übergangs 104 zur Basis
der Ge-Zelle 104. Infolge des Kurzschlusses ist eine minimale
Spannung erforderlich, um einen Strom zwischen der Schicht 113 und
dem Ge-Substrat hindurchzuleiten. Es ist nicht länger eine hohe Spannung erforderlich,
um den Strom durch den Ge-Übergang 104 hindurch
zu zwingen. Der Strom fließt
leicht durch den "Kurzschlusspfad" 107. 2B sieht
eine schematische Darstellung vor. Wenn die Solarzelle abgeschattet
ist, wird die Zelle nicht länger
in Sperrrichtung vorgespannt, um den Strom der Array- bzw. Anordnungskette
hindurchzuleiten. Es gibt einen Pfad mit einem geringeren Widerstand,
der einen viel geringeren Spannungsabfall für den Strom erfordert, um durch
die Bypassdiode 202 hindurchzugehen. Mit dem Hinzufügen der
Metallisierung 107 wird die Ge-Zelle 104 kurzgeschlossen.
Infolgedessen trifft der Strom statt einer in Sperrrichtung vorgespannten Diode
mit einer 9,4 Volt Anschaltspannung einen ohmschen Widerstandspfad,
der durch den Widerstand 204 dargestellt ist.
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Die
Schicht ist auf ungefähr
7 bis 8 mal 1017 cm3 dotiert,
um zwei Dinge zu bewirken. Zunächst
reduziert dies den Kontaktwiderstand der Metallschicht 107 und
ferner sieht es eine Pfad mit niedrigem Widerstand für die seitliche
Leitungsschicht vor. Ohne die seitliche Leitungsschicht beträgt der Widerstand an
dem Widerstand 204 ungefähr 20 Ohm. 20 Ohm repräsentiert
eine erhebliche Senke für
den Strom der Solarzelle. Um diesen Widerstand zu verringern, wird
eine seitliche Leiterschicht 113 zu der Solarzelle hinzugefügt. 2C repräsentiert
die Strompfade in der Solarzelle wie sie in 1 dargestellt
sind. Wenn die Solarzelle abgeschattet ist, dann fließt der Strom zu
dem Widerstand 204. Infolge der Gegenwart der seitlichen
Leitungsschicht 113 kann der Widerstand an dem Widerstand
so klein sein, wie beispielsweise 0,4 Ohm.
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Der
Herstellungsprozess für
die Solarzelle 100 weist fünf Schritte auf. 3 zeigt
eine Mehrfachübergangs-Solarzelle 100 und
die Bauelemente: die Mehrfachübergangs-Struktur 301 und
die Pufferstruktur 302. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
wird eine obere Zelle aufgebaut aus einem n-auf-p InGaP2 101 aufgewachsen über einer
Zelle aus n-auf-p GaAs 102. Ein dritter diffundierter Ge-Übergang 104 wird
gebildet durch Diffusion von As während des Wachstums der Pufferschicht 103.
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Ein
Puffer existiert zwischen den oberen Übergängen in der Solarzelle und
dem Ge-Substrat 104, da die oberen Übergänge aus einem III–V Material
hergestellt sind und die gesamte Zelle auf ein Ge-Substrat 104 aufgewachsen
ist. Ge ist ein Gruppe IV Element, so dass es unterschiedliche Gitterparameter
besitzt als Gruppe III–V
Elemente. Eine Gitteranpassung ist unter Fachleuten ein allgemein akzeptierter
Weg zum Erhöhen
der Effizienz einer Solarzelle und es folgt, dass eine fehlende
Gitteranpassung die Gesamteffizienz der Zelle verringert. Um eine
Gitteranpassung zu erreichen, wird eine Pufferschicht in dem Herstellungsprozess
eingefügt; üblicherweise
ist es eine dicke Schicht aus GaAs, die über dem Ge-Substrat aufgewachsen wird. Ein Gitter einer
InGaP-Schicht passt viel besser mit einer GaAs-Schicht zusammen,
als mit einer Ge-Schicht.
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Die
Pufferstruktur 302 ist aus dem Folgenden aufgebaut: einem
InGaP-Schottky Kontakt 303 als die obere Schicht der Pufferstruktur 302.
Diese wird später
die Schottky Diode bilden. Die Pufferstruktur 302 ist auch
aus einem zusätzlichen Ätzanschlag 304 aufgebaut.
Der Ätzanschlag 304 ermöglicht,
dass das Bauelement leichter hergestellt werden kann. Beim "Nass-Ätzen" erzeugt der Ätzanschlag
Barrieren während
der Behandlung, welche die Bildung der Bypassdiode fördern. Die
seitliche Leiterschicht 113 existiert in dieser Pufferschicht
zum effizienteren Führen
des Stroms aus der Diode, wie oben beschrieben. Wie in 4 dargestellt
ist, ist der erste Schritt bei dem Herstellungsprozess die Durchführung eines "Nass-Ätzens" das in die Zelle 100 hineingeht
und an der InGaP-Schicht 403 endet.
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Ein
TiAu-Kontakt 110 wird auf der InGaP-Schicht 403 ausgebildet.
Ein TiAu-Kontakt 109 wird
auf der Oberseite der Zelle ausgebildet zur Herstellung eines ohmschen
Kontakts mit der n+-GaAs-Schicht 112.
Der TiAu-Kontakt 110 auf der InGaP-Schicht 403 bildet
einen Schottky Kontakt, der nicht ohmisch ist. Mit anderen Worten
bilden ein solcher Kontakt 403 und der TiAu-Kontakt 110 statt
wie ein Widerstand auszusehen eine Diode.
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Der
zweite Schritt bei dem Herstellungsprozess ist in 5 dargestellt. 5 zeigt
eine "Mesa-Ätzung" 501 bis
zu dem Niveau der Ge-Zelle 104. Der Hauptzweck dieses Schritts
liegt in der Erzeugung einer echten Diode 106 durch elektrisches
Isolieren der Übergänge 105 innerhalb
der Solarzelle von der Diode 106. Wenn die gesamte Solarzelle
hergestellt wird und die Metallkontakte verbunden und die Zelle
verpackt wird, liegen die Zelle 105 und die Diode 106 parallel,
jedoch elektrisch voneinander getrennt.
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Der
dritte Schritt ist eine "Kurzschluss-
bzw. Nebenschluss-Ätzung" 502, welche
einen "Absatz" vorsieht, auf dem
das Metall 107 in dem nächsten Schritt
aufgebracht wird. Um Ätzungen
in der Mitte des Herstellungsvorgangs durchzuführen ohne Ätzstopps bzw. Ätzanschläge zwischen
den Schichten müsste
man eine "winzige
bzw. exakte Ätzung" durchführen, welche
in diesem Fall schwierig mit einem gewissen Grad an Genauigkeit
einzusetzen wäre.
Der Ätzstopp 304 erlaubt
dass die Solarzelle effizienter hergestellt wird.
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Der
vierte Schritt ist der Metallisierungsprozess. Die Ti-Au-Kontakte 109, 110 werden
hinzugefügt
und die Metallschicht 107 wird hinzugefügt. Bei diesem Ausführungsbeispiel
ist das Metall, das die Schicht aufweist TiAu. Wo der TiAu-Kontakt 110 die InGaP-Schicht 403 trifft
wird ein Schottky Kontakt erzeugt.
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An
dem TiAu-Kontakt 109 auf der Oberseite der Zelle bildet
TiAu einen ohmschen Kontakt zu dem GaAs 112 des n-Typs.
Dies ist für
den Fachmann eine herkömmliche
Zellenleitung für
diesen Typ Zelle. Mit dem TiAu-Kontakt 110 an der InGaP-Schicht 403 wird
ein Schottky Kontakt erzeugt. Da jedoch das Ziel darin liegt, die
Ge-Zelle 104 "kurz
zu schließen" wurde der Kontakt
zu der stark dotierten n+-GaAs-Zelle 113 hergestellt. Die
Schicht 113 besitzt auch eine seitliche Leitungsschicht.
Bei Herstellen des Kontakts zu der GaAs-Schicht 113 wird
ein Widerstand erzeugt. Der Widerstand an dem Widerstand 204 betrug
ungefähr
20 Ohm, wie in 2A dargestellt ist. 20 Ohm Leistungsdissipation
kann die Zelle zu ineffizient aus einer Leistungsverbrauchperspektive
machen.
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Der Ätzanschlag
bzw. Ätzstopp
an dem GaAs-Pufferkontakt 304 überwindet dieses Problem. Der
GaAs-Pufferkontakt 113 ist n+ dotiert und zwar auf demselben
Niveau wie der GaAs-Pufferkontakt 112 auf der Oberseite
der Zelle. Dies erzeugt eine Zelle mit derselben Kontaktqualität zwischen
dem TiAu-Kontakt 109 und der GaAs-Kontaktschicht 112 auf
der Oberseite der Zelle, wie der Metallkontakt 107 mit
der GaAs-Schicht 113.
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Ein
Modifizieren der Dicke der unterschiedlichen Schichten in der Diode 106 ist
eine andere Art zum Verringern des Widerstands in der Diode 106.
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Die
seitliche Leitungsschicht 113 verringert auch den Widerstand
durch die Diode 106 von 20 Ohm hinunter bis zu 0,4 Ohm.
Der Strompfad geht durch die Diode 106 hindurch und die
Dicke der Diode würde üblicherweise
einen Widerstand bewirken, aber die seitliche Leitungsschicht 113 hilft
dem Strom dabei sich effizienter zu dem Metall zu bewegen. Bei diesem
Ausführungsbeispiel
ist die seitliche Leitungsschicht aus hochdotiertem n+-GaAs ausgebildet.
Die Neben- bzw.
Kurzschlussschicht 107 kann so hergestellt sein, dass sie
teilweise oder vollständig den
Kontakt 110 umgibt, was noch weiter den seriellen Widerstand
verringert.
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Die
seitliche Leitungsschicht 113 und die Metallisierung 107 sind
die wichtigsten Mittel zum Verringern der benötigten Spannung zum "Anschalten" der Diode und zum
Umgehen der abgeschatteten Zelle. Durch Reduzieren des seriellen
Widerstands, wird auch die Größe der lokalisierten
I2R-Erwärmung
reduziert. Dieser Prozess ist auch einzigartig, da die Anzahl der
Prozessschritte reduziert wird, da die Bypassdiodenschichten intern
zu den Pufferschichten der Zelle aufgewachsen werden statt als zusätzliche Schichten,
die auf die Oberseite der Zelle aufgewachsen werden müssen. Die
Stromeinrichtung sieht ein niedriges Bypassdiodenanschalten, sowie
eine Bypassdiode mit niedrigem seriellen Widerstand vor. Eine Vervollständigung
der Bypassdiodenschaltung erfordert die Herstellung einer gelöteten oder
geschweißten
Zwischenverbindung zwischen den Kontakten 109 und 110.
Dies kann als Teil der üblichen Zwischenverbindungsschweißung erfolgen.
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Der
fünfte
Schritt bei dem Herstellungsprozess ist das Anlegen der nichtreflektierenden
Beschichtung und umfasst Ätzungen,
wo externe Kontakte angebracht werden.
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Wie
sich aus der vorhergehenden Beschreibung ergibt, ist der Prozess,
mit dem die Diode hergestellt wird integral zu der Herstellung der
Zelle und erfordert keine zusätzlichen
Herstellungsschritte oder zusätzlichen
Schichten, die auf die Zelle aufgewachsen werden müssen.
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Die
folgende Beschreibung illustriert ein weiteres Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung, bei der eine Bypassdiode epitaxial über einer Mehrfachübergangs-Solarzelle
mit einer i-Schicht aufgebracht wird. 6 ist ein
Blockdiagramm 600, das eine schematische Schnittansicht
illustriert, welche eine Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur 640 mit
einer Bypassdiode 620 gemäß einem Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung darstellt. Das Diagramm 600 umfasst
ein Substrat 602, eine Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur 640, eine
Bypassdiode 620, eine Wanne bzw. ein Well 650 und
einen Neben- bzw. Kurzschluss 630. In einem Ausführungsbeispiel
ist das Substrat 602 ein Germaniumsubstrat. Die Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur 640 umfasst
ferner obere, mittlere und untere Teil- bzw. Subzellen. Es sei bemerkt,
dass der Begriff Solarzellen, Zellen und Subzellen austauschbar
verwendet werden. Die Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
ist in zwei Teile 642 bis 644 aufgeteilt, wobei
der Teil 642 Solarzelle umfasst zum Umwandeln von Solarleistung
in elektrische Leistung und wobei der Teil 644 eine Bypassdiode 620 enthält.
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Gemäß 6 ist
die Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur 640 eine
Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
bei der eine untere Solarzelle 604 über dem Substrat abgeschieden
ist und eine mittlere Solarzelle 606 über der unteren Solarzelle 604 abgeschieden
ist. Die obere Solarzelle 608 der Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
ist über der
mittlere Solarzelle 606 abgeschieden. Jede Solarzelle innerhalb
der Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
ist so aufgebaut, dass sie Solarenergie innerhalb eines Bereichs
von Wellenlängen λ des Solarspektrums
umwandelt. Zum Beispiel ist die obere Solarzelle 608 der
Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
so aufgebaut, dass sie den Hochfrequenzteil des Solarspektrums in
elektrische Energie umwandelt. Der Hochfrequenzteil kann ultraviolette,
Röntgenstrahlen
und/oder Gammastrahlen des Solarspektrums umfassen. Bei einem Ausführungsbeispiel deckt
der Hochfrequenzteil λ in
einem Bereich von ungefähr
700 nm bis 100 nm ab. Die mittlere Solarzelle 606 ist verantwortlich
zum Umwandeln der Solarenergie in einen Bereich von ultraviolettem
Licht, sichtbarem Licht und/oder Teilen von Infrarotlicht in dem
Solarspektrum, das ungefähr
zwischen 90 nm bis 1000 nm liegt. Die untere Solarzelle 604 ist
verantwortlich zum Umwandeln der Solarenergie in einem Bereich von
Infrarot, Mikrowellen und/oder Hochfrequenzwellen, welche ungefähr zwischen
700 nm und/oder größer liegen.
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Es
ist für
den Fachmann bekannt, dass das Solarspektrum in mehr als drei Bereiche
aufgeteilt werden kann und, dass jeder Bereich eine assoziierte Solarzelle
besitzt, zum Einfangen von Photonen innerhalb des jeweiligen Bereichs.
Es sei ferner bemerkt, dass das zugrunde liegende Konzept der vorliegenden
Erfindung sich auf Mehrfachübergangs-Solarzellenstrukturen 640 bezieht,
welche mehr oder weniger als drei Subzellen besitzen.
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Das
Diagramm 600 umfasst ferner eine seitliche Leitungsschicht 610 und
eine Ätzstoppschicht 612.
Für ein
Ausführungsbeispiel
ist die seitliche Leitungsschicht 610 stark dotiert, so
dass sie die Eigenschaft hoher elektrischer Leitfähigkeit
besitzt. Die Ätzstoppschicht 612 wird
gemäß einem
Aspekt benötigt,
zum Erzeugen eines Kurzschlusskontaktpads bzw. einer Kurzschlusskontaktfläche 652 während des Ätzvorgangs.
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Gemäß 6 umfasst
die Bypassdiode 620 eine Schicht 626 des n-Typs,
eine Schicht 624 des i-Typs und eine Schicht 622 des
p-Typs. Zum Beispiel könnte
die Schicht 626 des n-Typs eine n-dotierte Galliumarsen-("GaAs")-Schicht sein und
eine Schicht 622 des p-Typs könnte eine p-dotierte GaAs-Schicht sein.
Bei einem Ausführungsbeispiel
ist die Bypassdiode mit einer p-auf-n-Polarität ausgebildet, wenn eine Verbundschicht
des p-Typs über
einer Verbundschicht des n-Typs abgeschieden wird. Bei einem weiteren
Ausführungsbeispiel
könnte
eine Bypassdiode mit einer n-auf-p-Polarität ausgebildet werden, wenn
eine Verbundschicht des n-Typs über
einer Verbundschicht des p-Typs abgeschieden wird. Die Schicht 624 des
i-Typs wird auch als eine intrinsische Schicht, eine leicht dotierte
Schicht, eine i-Schicht und/oder nicht dotierte Schicht bezeichnet.
Es sei bemerkt, dass die Begriffe Schicht des i-Typs, intrinsische
Schicht, leicht dotierte Schicht, i-Schicht und undotierte Schicht
hier austauschbar sind. Eine Funktion der i-Schicht 624 liegt
im Verringern eines Defekt Breakdowns bzw. Zusammenbrechens, wie beispielsweise
ein Mikroplasmabreakdown. Mit anderen Worten reduziert die i-Schicht 624 einen
Leckstrom, wenn sich die Bypassdiode 620 in einem Sperrvorspannungsmodus
befindet. Wie oben beschrieben sichert die Bypassdiode 620 die
Integrität der
Solarzelle durch Verhindern, das die Solarzelle in den Sperrvorspannungsmodus
eintritt.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
wird die Bypassdiode 620 epitaxial ausgebildet über der
Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur 640,
so dass die Bypassdiode 620 ein integraler Teil der Solarzellenstruktur
wird. Mit anderen Worten ist die Bypassdiode 620 Teil der
monolithischen Solarzellenstruktur. Während des Herstellungsprozesses
wird z.B., sobald eine Schicht 626 des n-Typs über der Ätzstoppschicht 612 abgeschieden
wird, eine Schicht 624 des i-Typs über der Schicht 626 des
n-Typs abgeschieden. Eine Bypassdiode wird fertig gestellt, nachdem eine
Schicht 622 des p-Typs über
der Schicht 624 des i-Typs abgeschieden wird. Ein Vorteil
einer integralen Bypassdiode 620 liegt darin, dass sie
erlaubt, dass die Bypassdiode zur selben Zeit wie die Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur 640 hergestellt wird.
Die Bypassdiode 620 ist elektrisch gegenüber dem
aktiven Teil der Solarzelle isoliert durch die Wanne bzw. das Well 650.
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Die
Wanne bzw. das Well 650 wird in einem Ausführungsbeispiel
erzeugt durch einen Ätzvorgang,
wie beispielsweise eine Mesa-Ätzung.
Diese erzeugt einen physikalischen Raum oder Spalt zwischen der
Solarzelle und der Bypassdiode 620. Mit anderen Worten
sieht die Wanne bzw. das Well 650 eine elektrische Trennung
zwischen dem aktiven Teil der Solarzelle und der Bypassdiode 620 vor.
Das Well bzw. die Wanne 650 sieht auch einen Pfad vor, der
einem Nebenschluss 630 erlaubt, auf das Substrat zuzugreifen.
In einem Ausführungsbeispiel
kann, sobald der Nebenschluss 630 abgeschieden ist, die Wanne
bzw. das Well 650 mit nicht leitenden Materialien gefüllt werden,
wie beispielsweise nicht reflektierende Materialien. Es sei bemerkt,
dass die Breite des Spalts oder Raums, der durch die Wanne bzw. das
Well 650 erzeugt wird, zwischen dem aktiven Teil der Solarzelle
und der Bypassdiode von der Halbleitertechnologie abhängt.
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Der
Nebenschluss 630 ist über
die Wanne 650 hinweg abgeschieden, wobei eine Seite des
Nebenschlusses 630 in Kontakt mit dem Substrat steht und
eine andere Seite des Nebenschlusses 630 mit der seitlichen
Leitungsschicht 610 in Kontakt steht. Bei einem Ausführungsbeispiel
steht eine Seite des Nebenschlusses 630 auch in Kontakt
mit einem Teil der Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur 640, welche
die Bypassdiode 620 enthält. Mit anderen Worten schließt der Nebenschluss 630 bei
diesem Ausführungsbeispiel
einen Teil der Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
kurz, der unterhalb der Bypassdiode 620 liegt. Bei diesem
Ausführungsbeispiel ist
der Nebenschluss 630 aus Metall, um zu ermöglichen,
dass er elektrischen Strom von dem Substrat zu der Bypassdiode 620 leitet,
und zwar mit minimalen Stromverlust.
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Ein
Vorteil der Verwendung eines Nebenschlusses liegt darin, dass er
die Notwendigkeit für externe
Schweißbrücken oder
Kurzschlussverbindungen, welche die Verlässlichkeit der Solarzelle beeinträchtigen,
reduziert.
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7 ist
ein Logikdiagramm 700, dass eine Dreifachübergangs-Solarzellenstruktur
und eine Bypassdiode 620 gemäß einem Ausführungsbeispiel der
vorliegenden Erfindung zeigt. Das Logikdiagramm 700 umfasst
eine obere Zelle 608, eine mittlere Zelle 606,
eine untere Zelle 604, eine Bypassdiode 620, einen
Widerstandsblock 702 und vier Pfade 710 bis 716.
Bei einem Ausführungsbeispiel
umfasst der Widerstandsblock 702 einen Widerstand aus dem
kurzgeschlossenen Teil der Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur,
der unterhalb der Bypassdiode 620 angeordnet ist, und dem
Widerstand von dem Nebenschluss 630.
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Während eines
normalen Ansatzes (z.B. sind die Solarzellen 604 bis 608 Sonnenlicht,
Solarlicht, Licht, Strahlung, und/oder Photonen ausgesetzt) sind
die Solarzellen 604 bis 608 in Vorwärtsrichtung
vorgespannt. Sie wandeln Solarenergie in elektrische Energie um
und leiten elektrischen Strom zwischen den benachbarten Solarzellen
hindurch, die in Serie geschaltet sind. Es sei bemerkt, dass die Begriffe
Sonnenlicht, Solarlicht, Licht, Strahlung, und/oder Photonen hier
austauschbar verwendet werden. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Solarzellen
in Serie angeordnet. Während
die Solarzellen 604 bis 608 in Durchlassrichtung
vorgespannt sind, ist die Bypassdiode 620 in Sperrrichtung
vorgespannt, da die Bypassdiode 620 eine entgegengesetzte
Polarität
gegenüber
den Solarzellen besitzt. Wenn sich die Bypassdiode 620 in
dem Sperrvorspannungsmodus befindet, geht kein elektrischer Strom
durch die Bypassdiode 620 hindurch.
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Wenn
elektrischer Strom, der von den benachbarten Solarzellen erzeugt
wird, an den Solarzellen 604 bis 608 über den
Pfad 710 ankommt, leiten die Solarzellen 604 bis 608 den
gesamten elektrischen Strom, der Strom umfasst, der durch die Solarzellen 604 bis 608 umgewandelt
wird und Strom der von benachbarten Solarzellen über den Pfad 710 ankommt,
und zwar zu dem Pfad 716 über den Pfad 712.
Der Pfad 716 kann mit einer weiteren Solarzelle und/oder
anderen elektrischen Geräten
verbunden sein.
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Während der
Situation, in der sich die Solarzellen 604 bis 608 jedoch
in einem Sperrvorspannungsmodus befinden, wenn z.B. die Solarzellen 604 bis 608 abgeschattet
sind, dann wird die Bypassdiode 620 in Durchlassrichtung
vorgespannt. In dieser Situation wird die Bypassdiode 620 aktiv
und leitet den Strom von den benachbarten Solarzellen über den
Pfad 710 zum Pfad 716 und zwar über den
Pfad 714. Mit anderen Worten wird die Bypassdiode 620 in Durchlassrichtung
vorgespannt und verwendet den Pfad 714 zum Hindurchleiten
des Stroms von dem Pfad 710 zu dem Pfad 716, wenn
sich die Solarzellen 604 bis 608 in dem Sperrvorspannungsmodus
befinden.
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Es
sei bemerkt, dass das zugrunde liegende Konzept der vorliegenden
Erfindung anwendbar ist, wenn zusätzliche Solarzellen und Bypassdioden
zum Logikdiagramm 700 hinzugefügt werden.
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8 ist
ein Blockdiagramm 800, das eine detaillierte schematische
Schnittansicht darstellt, die eine Dreifachübergangs-Solarzellenstruktur 640 mit einer
Bypassdiode 620 gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung zeigt. Gemäß 8 umfasst
das Blockdiagramm 800 ein Substrat 602, eine Dreifachübergangs-Solarzellenstruktur 640,
eine Bypassdiode 620, eine Wanne bzw. ein Well 650 und
einen Nebenschluss 630. Die Dreifachübergangs-Solarzellenstruktur 640 umfasst
ferner untere, mittlere und obere Teil- bzw. Subzellen 604 bis 608.
Das Blockdiagramm 800 umfasst auch Kontaktpads 802 bis 806,
wobei das Kontaktpad 806 über einer seitlichen Leitungsschicht 610 abgeschieden
ist und das Kontaktpad 804 über der Bypassdiode 620 abgeschieden
ist.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
ist das Substrat ein p-Typ-Germanium-("Ge")-Substrat 602,
das über
einem Metallkontakpad 802 ausgebildet ist. Die untere Zelle 604 enthält eine
p-Typ-Ge-Basisschicht 810, eine n-Typ-Ge-Emitterschicht
812 und eine n-Typ-GaAs-Keimbildungsschicht 814. Die Basisschicht 810 ist über dem
Substrat 602 abgeschieden. Die Keimbildungsschicht 814 ist über der
Basisschicht 810 abgeschieden, die in einem Ausführungsbeispiel
durch Diffusion von einer Emitterschicht 812 ausgebildet
sein kann. Nachdem die untere Zelle 604 abgeschieden ist,
werden p-Typ und n-Typ Tunnelübergangsschichten 816,
die auch dafür bekannt
sind, dass sie eine Struktur bilden, die manchmal als eine Tunneldiode
bezeichnet wird, abgeschieden.
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Die
mittlere Zelle 606 umfasst ferner eine Back-Surface-Field-("BSF")-Schicht 820,
eine p-Typ-GaAs-Basisschicht 822, eine n-Typ-GaAs-Emitterschicht 824 und
ein n-Typ-Galliumindiumphosphid2-("GaInP2")-Fensterschicht
bzw. Window Layer 826. Die Basisschicht 822 ist über der
BSF-Schicht 820 abgeschieden, sobald die BSF-Schicht 820 über den
Tunnelübergangsschichten 816 abgeschieden
wird. Die Window Layer 826 wird nachfolgend auf der Emitterschicht 824 abgeschieden,
nachdem die Emitterschicht 824 auf der Basisschicht 822 abgeschieden
ist. Die BSF-Schicht 820 wird verwendet zum Reduzieren des
Rekombinationsverlustes in der mittleren Zelle 606. Die
BSF-Schicht 820 treibt Minoritätsträger aus einem stark dotierten
Bereich in der Nähe
der Rückseite
heraus, zum Minimieren des Effekts eines Rekombinationsverlustes.
Mit anderen Worten reduziert eine BSF-Schicht 820 einen Rekombinationsverlust an
der Rückseite
der Solarzelle und reduziert dadurch die Rekombination in dem Emitterbereich.
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Die
Window Layer 826, die in der mittleren Zelle 606 verwendet
wird arbeitet auch zum Reduzieren des Rekombinationsverlustes. Die
Window Layer 826 verbessert auch die Passivierung der Zellenoberfläche der
unterliegenden Übergänge. Es
sollte für
den Fachmann offensichtlich sein, dass eine oder mehrere zusätzliche
Schichten hinzugefügt
oder in dem Blockdiagramm 800 entfernt werden können, ohne
vom Umfang der Erfindung abzuweichen. Vor der Abscheidung der oberen
Zelle 608, werden p-Typ und n-Typ Tunnelübergangsschichten 830 über der mittleren
Zelle 606 abgeschieden.
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Die
obere Zelle 608 gemäß diesem
Ausführungsbeispiel
umfasst eine p-Typ-Indiumgalliumaluminiumphosphid2-("InGaAlP2")-BSF-Schicht 840,
eine p-Typ-GaInP2-Basisschicht 842, eine n-Typ-GaInP2-Emitterschicht 844 und eine n-Typ-Aluminiumindiumphosphid2-("AlInP2")-Window
Layer 846. Die Basisschicht 842 wird auf der BSF-Schicht 840 abgeschieden,
sobald die BSF-Schicht 840 über den Tunnelübergangsschichten 830 abgeschieden
ist. Die Window Layer 846 wird nachfolgend auf der Emitterschicht 844 abgeschieden,
nachdem die Emitterschicht 844 auf der Basisschicht 842 abgeschieden
ist.
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Gemäß diesem
Ausführungsbeispiel
wird eine n-Typ-GaAs-Cap Layer bzw. Abdeckschicht 850 verwendet
zum Fördern
eines besseren Kontaktes mit Metallmaterialien. Die Cap Layer 850 ist über der oberen
Zelle 608 abgeschieden. Die seitliche Leitungsschicht 610,
die aus n-Typ-GaAs geformt ist, wird über der Cap Layer 850 abgeschieden.
Eine n-Typ-GaInP2-Ätzstoppschicht ist über der
seitlichen Leitungsschicht 610 abgeschieden. Nachdem die Ätzstoppschicht
abgeschieden ist, wird die Bypassdiode epitaxial abgeschieden.
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Die
Bypassdiode 620 umfasst eine n-Typ-GaAs-Schicht 860,
eine i-Typ-GaAs-Schicht 862 und
eine p-Typ-GaAs-Schicht 864. Die n-Typ Schicht 860 ist über der Ätzstoppschicht 612 abgeschieden.
Die i-Typ Schicht 862 ist über der n-Typ Schicht 860 abgeschieden.
Die p-Typ Schicht 864 ist über der i-Typ Schicht 862 abgeschieden.
Nachdem die Schicht 864 abgeschieden wurde, wird ein Kontakt
Pad 806 über
der Bypassdiode 620 abgeschieden. Sobald das Kontatkpad 804 ausgebildet
ist, wird eine p-i-n-Bypassdiode mit einer p-auf-n Polarität über der
Solarzelle ausgebildet. In einem anderen Ausführungsbeispiel kann auch ein
n-i-p-Bypass mit einer
n-auf-p Polarität
Bypassdiode über
einer Solarzellenstruktur ausgebildet werden, und zwar unter Verwendung ähnlicher
Prozesse, wie der oben beschriebenen.
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Es
sei für
den Fachmann bemerkt, dass eine oder mehrere zusätzliche Schichten in der Bypassdiode 620 hinzugefügt oder
weggelassen werden können,
ohne vom Umfang der Erfindung abzuweichen.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel
wird ein Metallnebenschluss 630 über eine Wanne 650 hinweg abgeschieden.
Eine Seite des Nebenschlusses 630 ist mit dem Substrat 602 verbunden
und eine andere Seite des Nebenschlusses 630 ist mit der
seitlichen Leitungsschicht 610 verbunden und einem Teil
der Dreifachübergangszelle 644.
Eine Antireflexionsbeschichtung kann über bestimmten Teilen der Solarzelle
abgeschieden sein, um die Leistung der Solarzelle zu verbessern.
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Es
sei bemerkt, dass die Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
ausgebildet sein kann durch irgendeine Kombination von Gruppe III
bis V Elementen, die im Periodensystem aufgelistet sind, wobei die
Gruppe III Elemente Bor (B), Aluminium (Al), Gallium (Ga), Indium
(In), und Thallium (Tl) umfassen. Die Gruppe IV umfasst Kohlenstoff
(C), Silizium (Si), Ge und Zinn (Sn). Die Gruppe V umfasst Stickstoff
(N), Phosphor (P), Arsen (As), Antimon (Sb) und Wismuth (Bi).
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Die 9A bis 9E sind
Blockdiagramme, welche einen Herstellungsprozess für eine Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur 640 mit
einer Bypassdiode 620 und einem Nebenschluss 630 gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung darstellt. 9A illustriert
eine Dreifachübergangs-Solarzellenstruktur 900 mit
einer integralen Bypassdiode 602, die epitaxial an der
Dreifachübergangs-Solarzellenstruktur 900 ausgebildet
ist. Die Dreifachübergangs-Solarzelle 900 umfasst
eine untere, eine mittlere und eine obere Zelle 604 bis 608.
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9B illustriert,
dass ein Teil 922 der Bypassdiode 602 weggeätzt wurde. 9C illustriert, dass
eine Wanne 932 durch einen Ätzprozess erzeugt wurde, wie
beispielsweise ein Mesa-Ätzverfahren. 9D illustriert,
dass ein zweiter Teil 942 der Bypassdiode 620 weggeätzt ist.
Die Ätzstoppschicht 612 wird
in einem Ausführungsbeispiel
verwendet, zum Steuern des Ätzvorgangs
zum Entfernen des Teils 942 der Bypassdiode 620 zum
Erzeugen eines Nebenschlusskontaktpads 652. 9E illustriert
den nächsten
Schritt zur Bildung des Nebenschlusses 952. Es sollte für den Fachmann
klar sein, dass zusätzliche
Schichten und Schritte hinzugefügt
oder einige weggelassen werden könnten,
ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen.
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10 ist
ein Flussdiagramm 1000, dass ein Verfahren zur Herstellung
einer Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
mit einer Bypassdiode gemäß einem
Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung darstellt. Im Block 1010 scheidet
der Prozess ein Germanium-Substrat ab. Bei einem Ausführungsbeispiel
wird das Germanium Substrat über
einer Kontaktschicht abgeschieden. Sobald das Substrat ausgebildet
ist, geht der Prozess zum Block 1012.
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Im
Block 1012 scheidet der Prozess eine Solarzelle ab. Bei
einem Ausführungsbeispiel
ist die Solarzelle eine Dreifachübergangs-Solarzelle,
welche eine untere, eine mittlere und einer obere Subzelle umfasst.
Darüber
hinaus kann die untere Subzelle eine Germanium-Solarsubzelle und
die mittlere Subzelle kann einen GaAs-Solarsubzelle sein. Die obere Subzelle
kann eine GaInP2-Solarsubzelle sein. Es sei bemerkt,
dass nicht vom Umfang der Erfindung abgewichen wird, wenn die Homoübergangssubzellen
mit Heteroübergangssubzellen
ersetzt werden. Nachdem die Zelle ausgebildet ist, geht der Vorgang
zum Block 1014.
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Im
Block 1014 scheidet der Prozess eine seitliche Leitungsschicht über der
Solarzelle ab. Bei einem Ausführungsbeispiel
ist die seitliche Leitungsschicht eine n-dotierte GaAs-Schicht,
die als das Nebenschlusskontaktpad verwendet wird. Sobald die seitliche
Leitungsschicht abgeschieden ist, geht der Prozess zum Block 1016.
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Im
Block 1016 scheidet der Prozess eine Bypassdiode über der
seitlichen Leitungsschicht ab. Bei einem Ausführungsbeispiel wird nachdem
eine Ätzstoppschicht
auf der seitlichen Leitungsschicht abgeschieden wird, eine n-Typ-GaAs-Schicht über der Ätzstoppschicht
abgeschieden. Nachdem eine i-Typ-GaAs-Schicht über der n-Typ-Schicht abgeschieden
ist, wird eine p-Typ-GaAs-Schicht über der i-Typ-Schicht abgeschieden.
Bei einem Ausführungsbeispiel
ist die Konzentration der n-Dotierung in der n-Typ-GaAs-Schicht
zwischen 1017 bis 1018.
Wie bei der n-Typ-Schicht ist die Konzentration der p-Dotierung
in der p-Typ-GaAs-Schicht
zwischen 1017 bis 1018.
Im Gegensatz hierzu ist die Konzentration der Dotierung für die i-Typ-GaAs-Schicht
kleiner als 1016. Sobald die Bypassdiode
ausgebildet ist, geht der Prozess zum Block 1018.
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Im
Block 1018 wird eine Wanne oder ein Spalt oder Freiraum
erzeugt zum Vorsehen einer elektrischen Trennung zwischen der Bypassdiode und
der Solarzelle. Die Wanne erlaubt auch, dass der Nebenschluss auf
das Substrat zugreift. Nach der Erzeugung der Wanne geht der Prozess
zum Block 1020.
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Im
Block 1020 wird ein Nebenschluss entlang eines Teils der
Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
abgeschieden, wobei eine Seite des Nebenschlusses mit dem Substrat
verbunden ist und eine andere Seite des Nebenschlusses mit dem Nebenschlusskontaktpad
verbunden ist.
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In
der vorhergehenden Beschreibung wurde die Erfindung unter Bezugnahme
auf spezielle Ausführungsbeispiele
hiervon beschrieben. Es ist jedoch offensichtlich, dass unterschiedliche
Modifikationen und Änderungen
daran durchgeführt
werden können, ohne
von dem Umfang der Erfindung abzuweichen. Die Beschreibung und die
Zeichnungen sind daher in einer darstellenden statt in einer einschränkenden Weise
zu würdigen.
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Zusammenfassung
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Eine
Solarzelle mit einer Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
mit einer Bypassdiode ist offenbart. Die Bypassdiode sieht einen
Schutz gegenüber
einer Sperrvorspannung für
die Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
vor. In einem Ausführungsbeispiel
umfasst die Mehrfachübergangs-Solarzellenstruktur
ein Substrat, eine Bodenzelle, eine Mittelzelle, eine obere Zelle,
eine Bypassdiode, eine seitliche Verbindungsschicht und einen Nebenschluss.
Eine seitliche Verbindungsschicht ist über die obere Zelle hinweg
abgeschieden. Die Bypassdiode ist über der seitlichen Verbindungsschicht
abgeschieden. Eine Seite des Nebenschlusses ist mit dem Substrat
verbunden und eine andere Seite des Nebenschlusses ist mit der seitlichen
Verbindungsschicht verbunden. Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel
enthält
die Bypassdiode eine i-Schicht zum Verbessern der Diodenleistung.