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Technisches Gebiet
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Dispersion eines Metalloxids,
die zur Bildung eines Metall-Dünnfilms
geeignet ist, und ein Verfahren zur Bildung eines Metall-Dünnfilms
auf einem Substrat unter Verwendung dieser Dispersion. Die vorliegende
Erfindung bezieht sich auch auf ein Verfahren zur Herstellung eines
porösen
Metall-Dünnfilms.
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Stand der Technik
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Herkömmliche
Verfahren wie Vakuumverdampfung, Sputtern, CVD, Plattieren und das
Metallpasten-Verfahren sind als Verfahren zur Bildung eines Metall-Dünnfilms
auf einem Substrat bekannt. Von diesen Verfahren leiden die Vakuumverdampfung,
das Sputtern und das CVD alle an dem Problem, dass für sie eine
kostspielige Vakuumkammer notwendig ist und ihre Filmabscheidungsraten
langsam sind.
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Durch
Plattierungsverfahren kann relativ leicht ein Metall-Dünnfilm auf
Substraten, die leitfähig sind,
gebildet werden. Wenn man jedoch einen Dünnfilm auf einem isolierenden
Substrat bildet, ist es für
das Plattieren erforderlich, dass man zuerst eine leitfähige Schicht
bildet, wodurch das Verfahren umständlich wird. Plattierungsverfahren
leiden an einem anderen Problem, und zwar dahingehend, dass, weil
sie auf einer Reaktion in Lösung
beruhen, eine große
Menge an Flüssigkeitsabfall
erzeugt wird, für dessen
Reinigung viel Arbeit und Kosten notwendig sind.
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Ein
Metallpasten-Verfahren ist ein Verfahren, das das Folgende umfasst:
das Auftragen einer Lösung,
in der Metallteilchen dispergiert sind, auf ein Substrat und die
anschließende
Wärmebehandlung, um
einen Metall-Dünnfilm
zu ergeben. Dieses Verfahren hat die Vorteile, dass für dasselbe
keine speziellen Gerätschaften
notwendig sind, wie diejenigen bei der Vakuumverdampfung und dergleichen,
und dass das Verfahren einfach ist. Um die Metallteilchen zu verschmelzen,
ist bei dem Verfahren jedoch üblicherweise
eine hohe Temperatur von 1000°C
oder darüber
notwendig. Somit sind die Substrate auf solche eingeschränkt, die
eine Wärmebeständigkeit
aufweisen, wie keramische Substrate, und dennoch verbleibt das Problem,
dass das Substrat für
eine Beschädigung
durch Wärme
oder eine durch das Erwärmen
verursachte Restspannung anfällig
ist.
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Andererseits
gibt es eine bekannte Technologie zur Reduktion der Brenntemperatur
einer Metallpaste, indem man den Teilchendurchmesser der Metallteilchen
herabsetzt. Z. B. offenbart
JP-B-2561537 ein Verfahren
zur Bildung eines Metall-Dünnfilms
unter Verwendung einer Dispersion, in der feine Metallteilchen eines
Teilchendurchmessers von 100 nm oder weniger dispergiert sind. Da
jedoch das Verfahren zur Herstellung der notwendigen Metallteilchen
mit einem Teilchendurchmesser von 100 nm oder weniger ein Verfahren
ist, das ein schnelles Kühlen
von Metalldampf umfasst, der unter niedrigem Druck verdampft wurde,
leidet dieses Verfahren an den dahingehenden Problemen, dass die
Massenproduktion schwierig ist und die Kosten der Metallteilchen
sehr hoch sind. Ein Verfahren, umfassend die Bildung eines Metall-Dünnfilms
unter Verwendung einer Metalloxid-Paste, in der Metalloxid-Teilchen
dispergiert sind, ist auch bekannt. Ein Verfahren wird in
JP-A-05-98195 offenbart,
umfassend das Erwärmen
einer ein kristallines Polymer enthaltenden Metalloxid-Paste, in
der ein Metalloxid mit einem Teilchendurchmesser von 300 nm oder
weniger dispergiert ist, wobei das kristalline Polymer zersetzt
wird, um einen Metall-Dünnfilm
zu erhalten. Bei diesem Verfahren ist jedoch ein vorhergehendes
Dispergieren des Metalloxids von 300 nm oder weniger zu dem kristallinen
Polymer notwendig, wofür
zusätzlich
dazu, dass ein großer
Aufwand notwendig ist, auch eine Temperatur von 400°C bis 900°C erforderlich
ist, um das kristalline Polymer zu zersetzen. Somit hat dieses Verfahren
das Problem, dass brauchbare Substrate eine Wärmebeständigkeit oberhalb dieser Temperatur
haben müssen,
was eine Einschränkung
bezüglich
der verwendbaren Substrate darstellt.
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Aus
dem Obigen ist ersichtlich, dass ein Verfahren zum Erhalten eines
Metall-Dünnfilms
durch Auftragen einer Dispersion, in der Metallteilchen oder Metalloxidteilchen
dispergiert sind, auf ein Substrat und die anschließende Durchführung einer
Wärmebehandlung
geringe Prozesskosten hat. Verfahren, in denen Metallteilchen verwendet
werden, haben jedoch den Nachteil, dass die Teilchenkosten sehr hoch
sind. Zusätzlich
dazu ist es bei Verfahren, in denen Metalloxidteilchen verwendet
werden, notwendig, dass die Teilchen vorher in dem kristallinen
Polymer dispergiert werden, was das Problem mit sich bringt, dass
die Erwärmungstemperatur
hoch ist, um das kristalline Polymer abzubrennen. Daher werden solche
Verfahren zur Zeit in der Praxis nicht verwendet. Insbesondere ist
es derzeit schwierig, die Verfahren zur Bildung eines Metall-Dünnfilms
auf Harzsubstrate anzuwenden, die im kommerziellen Bereich verwendet
werden. Inzwischen ist es schwierig, einen porösen Metall-Dünnfilm durch
Wärmebehandlung
bei einer relativ niedrigen Temperatur zu erhalten.
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Plattierungs-
und Aufschlämmungsverfahren sind
auch als Verfahren zur Herstellung poröser Metallfilme bekannt. Das
Plattieren ist ein Verfahren zum Erhalten eines metallischen porösen Körpers durch Kleben
eines Kohlepulvers oder dergleichen an die Gerüststruktur-Oberfläche eines
Schaumharzes wie Urethanschaum, um derselben Leitfähigkeit
zu verleihen, das Abscheiden einer Metallschicht durch Plattieren
auf derselben und das anschließende
Abbrennen des Schaumharzes und Kohlepulvers, um den metallischen
porösen
Körper
zu erhalten. Dieses Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass sein
Produktionsschritt mühsam
ist. Andererseits besteht das Aufschlämmungsverfahren darin, einen
porösen
metallischen Körper
zu erhalten, indem man ein Metallpulver oder eine Metallfaser mit
der Gerüststruktur-Oberfläche eines
Schaumharzes wie Urethanschaum durchtränkt oder ein Metallpulver oder
eine Metallfaser auf dieselbe aufträgt und danach die Harz-Komponente
durch Erwärmen
abbrennt, um das Metallpulver zu sintern und den metallischen porösen Körper zu
erhalten. Bei diesem Verfahren ist es erforderlich, dass das Metallpulver.
oder die Metallfaser, die dessen Rohmaterialien sind, kleine Teilchen sind,
um das poröse
Harz zu durchtränken.
Im Allgemeinen werden Teilchen mit einem Durchmesser von mehreren
zehn μm
bis mehreren hundert μm
verwendet. Für
die Herstellung eines Metallpulvers mit einem kleinen Teilchendurchmesser
ist jedoch ein umständlicher
Produktionsschritt notwendig, wie derjenige, der in einem Verfahren
des Sprühens
eines geschmolzenen Metalls verwendet wird, oder ein Zerstäubungsverfahren.
Daher hat dieses Verfahren den Nachteil, dass seine Rohmaterialien
kostspielig sind. Es besteht auch eine Brand- oder Explosionsgefahr aufgrund
des Metallpulvers mit kleinem Teilchendurchmesser, das eine große spezifische
Oberfläche hat,
was dahingehende Probleme verursachen kann, dass die Kosten für die Produktionsgerätschaften
zu hoch werden. Da darüber
hinaus der sich ergebende Porendurchmesser des porösen Körpers den Öffnungsdurchmesser
des durchtränkten
Schaumharzes widerspiegelt, beträgt
der Porendurchmesser mehrere zehn μm oder mehr.
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Es
ist auch ein Verfahren (
JP-A-05-195110 ) zum Erhalten
eines metallischen porösen
Körpers bekannt,
indem man ein Metalloxidpulver und kein Metallpulver mit einem Harz-Bindemittel
vermischt, diese Mischung unter Verwendung eines Werkzeugs zu einer
vorherbestimmten Gestalt formt, dann das Produkt in einer oxidierenden
Atmosphäre
erwärmt, um
das Harz-Bindemittel abzubrennen und einen porösen Metalloxid-gesinterten
Körper
zu erhalten, der dann in einer reduzierenden Atmosphäre gebrannt wird,
um den metallischen porösen
Körper
zu erhalten. Obwohl das Verfahren den Vorteil hat, dass die Herstellung
eines metallischen porösen
Körpers
mit einem geringen Porendurchmesser von etwa 1 μm aus preiswerten Metalloxid-Rohmaterialien
ermöglicht
wird, hat das Verfahren jedoch den Nachteil, dass das Produktionsverfahren
umständlich
ist, weil bei demselben ein Druckanwendungsschritt erforderlich
ist. Zusätzlich
dazu sind die Harze, die als Harz-Bindemittel verwendet werden können, hydrophile
Harze wie Polyvinylalkohol-Harz, Butyralharz und Acrylharz. Eine
hohe Temperatur von 1000°C oder
darüber
ist erforderlich, um diese Bindemittel vollständig abzubrennen, die in einem
unter Druck stehenden Zustand vorliegen. Demgemäß leidet dieses Verfahren an
einem Problem in Form seiner Produktionsgerätschaf ten, wobei eine Brennapparatur, die
an hohe Temperaturen angepasst werden kann, notwendig ist.
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Das
Vermischen eines Metalloxid Pulvers mit einem organischen Bindemittel
und das anschließende
Brennen in einer reduzierenden Umgebung ohne Druckformen, ermöglicht ein
Entfernen des Bindemittels bei einer niedrigeren Temperatur, z.
B. 700°C, wenn
Polyvinylalkohol als Bindemittel verwendet wird, weil das organische
Bindemittel sich nicht in einer komprimierten Umgebung befindet
(Siehe
JP-A-2000500826 ). Da die Metalloxid-Teilchen
nicht komprimiert sind, erfolgt jedoch kein Verschmelzen der Metallteilchen,
die durch die Reduktion erhalten wurden, wodurch nur ein granuliertes
Metallpulver erhalten wird und ein metallischer poröser Körper nicht erreicht
werden kann.
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Somit
sind zur Zeit keine Verfahren bekannt, in denen ein Metalloxid als
Rohmaterial zum Erhalten eines porösen Metall-Dünnfilms
bei niedriger Temperatur verwendet wird, der einen geringen Porendurchmesser
von 1 μm
oder weniger aufweist, ohne dass man einen umständlichen Schritt wie ein Unterdrucksetzen
durchläuft.
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Daher
besteht ein durch die vorliegende Erfindung zu lösendes Problem darin, eine
Metalloxid-Dispersion bereitzustellen, die einen Dünnfilm bilden
kann, der eine hohe Adhäsion
an ein Substrat hat, und ein Verfahren zur Herstellung eines Metall-Dünnfilms
auf einem Substrat bereitzustellen, in welchem diese Metalloxid-Dispersion
verwendet wird, und zwar zu geringen Kosten und unter Verwendung
einer Wärmebehandlung
bei niedriger Temperatur. Ein anderes Problem besteht auch darin,
ein Herstellungsverfahren zum Erhalten eines porösen Metall-Dünnfilms
bereitzustellen.
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Offenbarung der Erfindung
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Der
Erfinder vollendete die vorliegende Erfindung nach ausgedehnten
Untersuchungen, um die obigen Probleme zu lösen.
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D.
h. die vorliegende Erfindung ist wie folgt:
- 1.
Eine Metalloxid-Dispersion, umfassend ein Metalloxid mit einem Teilchendurchmesser
von weniger als 200 nm und ein Dispergiermedium, wobei das Metalloxid-Dispergiermedium
einen mehrwertigen Alkohol und/oder eine Polyether-Verbindung umfasst.
- 2. Die Metalloxid-Dispersion gemäß dem obigen Punkt 1, wobei
der mehrwertige Alkohol 10 oder weniger Kohlenstoffatome hat.
- 3. Die Metalloxid-Dispersion gemäß den obigen Punkten 1 oder
2, wobei der mehrwertige Alkohol ein Zuckeralkohol ist.
- 4. Die Metalloxid-Dispersion gemäß irgendeinem der obigen Punkte
1 bis 3, wobei die Polyether-Verbindung ein aliphatischer Polyether
mit Repetiereinheiten einer geradkettigen oder einer cyclischen
Oxyalkylengruppe mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen ist.
- 5. Die Metalloxid-Dispersion gemäß irgendeinem der obigen Punkte
1 bis 4, wobei die Molmasse der Polyether-Verbindung 150 oder größer und 6000
oder kleiner ist.
- 6. Die Metalloxid-Dispersion gemäß dem obigen Punkt 5, wobei
die Polyether-Verbindung ein Polyethylenglycol und/oder Polypropylenglycol
mit einer Molmasse von 250 oder mehr und 1500 oder weniger ist.
- 7. Die Metalloxid-Dispersion gemäß irgendeinem der obigen Punkte
1 bis 6, wobei der spezifische Volumenwiderstand eines Metalls,
das durch Reduktion eines Metalloxids erhalten wird, 1 × 10–4 Ωcm oder
kleiner ist.
- 8. Die Metalloxid-Dispersion gemäß irgendeinem der obigen Punkte
1 bis 7, wobei das Metalloxid Kupferoxid oder Silberoxid ist.
- 9. Die Metalloxid-Dispersion gemäß dem obigen Punkt 8, wobei
das Metalloxid Kupfer(I)oxid ist.
- 10. Die Metalloxid-Dispersion gemäß irgendeinem der obigen Punkte
1 bis 9, wobei der Gehalt des Metalloxids 5–90 Gew.-% des Gesamtgewichts
der Metalloxid-Dispersion ausmacht.
- 11. Die Metalloxid-Dispersion gemäß irgendeinem der obigen Punkte
1 bis 10, wobei die Metalloxid-Dispersion ein Metallpulver in einer
Menge umfasst, dass das Gesamtgewicht des Metallpulvers und der
feinen Metalloxidteilchen 5 Gew.-% oder mehr und 95 Gew.-% oder
weniger des Gesamtgewichts der Metalloxid-Dispersion ausmacht.
- 12. Die Metalloxid-Dispersion gemäß irgendeinem der obigen Punkte
1 bis 11, wobei das Metallpulver wenigstens eine Metallspezies einschließt, die
aus der Gruppe ausgewählt
ist, bestehend aus Gold, Silber, Kupfer, Palladium, Platin, Nickel, Chrom,
Aluminium, Zinn, Zink, Titan, Wolfram, Tantal, Barium, Rhodium,
Ruthenium, Osmium, Bismut, Iridium, Cobalt, Indium, Eisen und Blei.
- 13. Die Metalloxid-Dispersion gemäß irgendeinem der obigen Punkte
1 bis 12, wobei die Metalloxid-Dispersion ein wärmehärtbares Harz in einer Menge
von 0,1–20
Gew.-% des Gesamtgewichts der Metalloxid-Dispersion umfasst.
- 14. Die Metalloxid-Dispersion gemäß irgendeinem der obigen Punkte
1 bis 13, wobei die Metalloxid-Dispersion ein Reduktionsmittel – das das Metalloxid
reduzieren kann und das von einem mehrwertigen Alkohol und einer
Polyether-Verbindung verschieden ist – in einer Menge von 0,1–70 Gew.-%
des Gesamtgewichts der Metalloxid-Dispersion umfasst.
- 15. Die Metalloxid-Dispersion gemäß irgendeinem der obigen Punkte
1 bis 14, wobei der Gehalt des mehrwertigen Alkohols 0,1 Gew.-%
oder mehr und 95 Gew.-% oder weniger des Gesamtgewichts der Metalloxid-Dispersion
ausmacht.
- 16. Die Metalloxid-Dispersion gemäß irgendeinem der obigen Punkte
1 bis 15, wobei der Gehalt der Polyether-Verbindung 0,1–70 Gew.-%
des Gesamtgewichts der Metalloxid-Dispersion ausmacht.
- 17. Die Metalloxid-Dispersion gemäß irgendeinem der obigen Punkte
1 bis 16, wobei der Gehalt der Polyether-Verbindung weniger als
0,1 Gew.-% des Gesamtgewichts der Metalloxid-Dispersion ausmacht.
- 18. Metall-Dünnfilm,
der gebildet wird, indem man kontaktherstellende Anteile einer Mehrzahl
von angesammelten feinen Metallteilchen mit einem primären Durchmesser
von weniger als 200 nm, die durch Brennen der Metalloxid-Dispersion
gemäß dem obigen
Punkt 16 erhalten wurden, verschmilzt.
- 19. Metall-Dünnfilm
mit einer porösen
Struktur, der gebildet wird, indem man kontaktherstellende Anteile
einer Mehrzahl von angesammelten feinen Metallteilchen mit einem
primären
Durchmesser von weniger als 200 nm, die durch Brennen der Metalloxid-Dispersion
gemäß dem obigen Punkt
17 erhalten wurden, verschmilzt.
- 20. Verfahren zur Herstellung eines Metall-Dünnfilms, umfassend das Auftragen
der Metalloxid-Dispersion gemäß irgendeinem
der obigen Punkte 1 bis 16 auf ein Substrat und die anschließende Durchführung einer
Wärmebehandlung.
- 21. Verfahren zur Herstellung eines Metall-Dünnfilms gemäß dem obigen Punkt 20, das
die Durchführung
der Wärmebehandlung
in einer nicht oxidierenden Atmosphäre umfasst.
- 22. Verfahren zur Herstellung eines Metall-Dünnfilms gemäß dem obigen Punkt 20, umfassend das
Auftragen der Metalloxid-Dispersion auf ein Substrat, dann das Erwärmen und
Brennen der Dispersion in einer inerten Atmosphäre und das anschließende Erwärmen und
Brennen in einer reduzierenden Atmosphäre.
- 23. Verfahren zur Herstellung eines Metall-Dünnfilms gemäß irgendeinem der obigen Punkte
20 bis 22, in dem die Wärmebehandlungstemperatur 50 °C oder mehr
und 500°C
oder weniger ist.
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Beste Art zur Durchführung der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung wird nun im Detail beschrieben.
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Wie
oben beschrieben wurde, umfasst die Metalloxid-Dispersion gemäß der vorliegenden
Erfindung als wesentliche Bestandteile ein Metalloxid mit einem
Teilchendurchmesser von 200 nm oder weniger und ein Dispergiermedium.
Die Metalloxid-Dispersion gemäß der vorliegenden
Erfindung ist auch dadurch gekennzeichnet, dass das Dispergiermedium
einen mehrwertigen Alkohol und/oder eine Polyether-Verbindung umfasst.
Diese Bestandteile werden im Folgenden beschrieben.
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Der
Teilchendurchmesser des Metalloxids, das in der vorliegenden Erfindung
verwendet wird, ist kleiner als 200 nm, vorzugsweise kleiner als
100 nm und mehr bevorzugt kleiner als 30 nm. Der Teilchendurchmesser
soll einen primären
Teilchendurchmesser bedeuten, der durch morphologische Beobachtung
unter Verwendung eines Elektronenmikroskops oder dergleichen bestimmt
werden kann. Wenn der Teilchendurchmesser kleiner als 200 nm ist,
wird angenommen – weil
der Teilchendurchmesser der feinen Metallteilchen, die durch Reduktion
des Metalloxids erhalten werden, klein ist -, dass die Oberflächenenergie
der feinen Metallteilchen groß wird,
wodurch ihr Schmelzpunkt herabgesetzt wird, so dass die Metallteilchen
bei niedriger Temperatur miteinander verschmelzen, um einen Metall-Dünnfilm zu
bilden. Je kleiner der Teilchendurchmesser der Metalloxidteilchen
ist, desto leichter werden die Metalloxidteilchen reduziert. Somit
werden im Hinblick auf die Leichtigkeit der Reduktion kleinere Metalloxidteilchen bevorzugt.
Wenn der Teilchendurchmesser des Metalloxids größer als 200 nm ist, ist das
Verschmelzen der Metallteilchen, die durch Reduktionsbehandlung erhalten
wurden, nicht ausreichend, wodurch eine dichte und starke Struktur
nicht erreicht werden kann. Wenn der Teilchendurchmesser andererseits
kleiner als 100 nm ist, können
solche Teilchen als leitfähige Tinte
für ein
Tintenstrahl-Verfahren
verwendet werden, um feine Drähte
durch Extrusion feiner Tröpfchen
zu bilden, was bevorzugt wird, wenn eine Schaltung mit feinem Rasterabstand
ohne ein Ätzverfahren
hergestellt wird.
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Es
kann jedes Metalloxid verwendet werden, solange es durch eine Wärmebehandlung
reduziert wird. Die einzelnen Metalloxidteilchen können aus
einem einzigen Metalloxid bestehen oder ein Verbund-Metalloxid sein,
das aus einer Mehrzahl von Metalloxiden besteht. Der spezifische
Volumenwiderstand des Metalls, das durch Reduktion des Metalloxids
erhalten wird, ist vorzugsweise 1 × 10–4 Ωcm oder
weniger und mehr bevorzugt 1 × 10–5 Ωcm oder weniger.
Ein solches Metalloxid wird bevorzugt verwendet, weil die elektrische
Leitfähigkeit
für den
erhaltenen Metall-Dünnfilm
hoch ist. Solche Metalloxide schließen z. B. Silberoxid, Kupferoxid,
Palladiumoxid, Nickeloxid, Bleioxid und Cobaltoxid ein. Von diesen
werden Kupferoxid und Silberoxid besonders bevorzugt, da sie leicht
reduziert werden können
und eine hohe elektrische Leitfähigkeit
haben, nachdem sie reduziert wurden. Silberoxid schließt Silber(I)oxid, Silber(II)oxid
und Silber(III)oxid ein. Da es keine Einschränkungen bezüglich des Oxidationszustandes des
Silbers gibt, wird bezüglich
der Pulverbeständigkeit
Silber(I)oxid mehr bevorzugt. Kupferoxid schließt Kupfer(I)oxid und Kupfer(II)oxid
ein. Obwohl es keine Einschränkungen
bezüglich
des Oxidationszustandes des Kupfers gibt, wird bezüglich der
Leichtigkeit der Reduktion zu metallischem Kupfer, Kupfer(I)oxid besonders
bevorzugt.
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Dieses
Metalloxid kann ein im Handel erhältliches Produkt sein oder
es kann unter Verwendung eines bekannten Syntheseverfahrens hergestellt werden.
Im Handel erhältliche
Produkte schließen feine
Kupfer(I)oxid-Teilchen von C.I. Kasei Co., Ltd. ein, die einen durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von etwa 30 nm (nominell) aufweisen. Bekannte Syntheseverfahren
eines Kupfer(II)oxids mit einem Teilchendurchmesser von weniger
als 200 nm schließen
die folgenden ein: ein Syntheseverfahren, umfassend das Erwärmen eines
Acetylacetonat-Kupfer- Komplexes
in einem Polyol-Lösungsmittel
bei etwa 200°C
(Angewandte Chemie International Edition, Nr. 40, Bd. 2, S. 259,
2001) und ein Verfahren, umfassend das Erwärmen einer Organo-Kupfer-Verbindung
(Kupfer-N-nitrosophenylhydroxylamin-Komplex) bei einer hohen Temperatur
von etwa 300 °C
in einer inerten Atmosphäre
in Gegenwart eines Schutzmittels wie Hexadecylamin (Journal of Chemical
Society 1999, Bd. 121, S. 11595).
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Das
in der vorliegenden Erfindung verwendete Metalloxid hat einen Teilchendurchmesser
von 200 nm oder weniger, und sofern ein Verschmelzen der Teilchen
während
der Wärmebehandlung
nicht verhindert wird, kann ein Teil der Metalloxidteilchen durch
ein Material ersetzt werden, das von einem reduzierbaren Metalloxid
verschieden ist. Hierin ist "ein Material,
das von einem reduzierbaren Metalloxid verschieden ist" z. B. ein Metall
oder Metalloxid, das nicht durch Erwärmen bei 500°C oder weniger
reduziert wird, oder eine organische Verbindung. Beispiele derselben
schließen
feine Teilchen eines Metall-Metalloxid-Komplexes vom Kern-Hülle-Typ ein, wobei der zentrale
Teil ein Metall ist, und die Oberfläche desselben mit einem Metalloxid
bedeckt ist.
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Die
feinen Metalloxidteilchen, die in der vorliegenden Erfindung verwendet
werden, können
in der Metalloxid-Dispersion schwach miteinander agglomeriert sein.
Wenn sie jedoch beim Siebdruck oder dergleichen angewendet werden,
wird es bevorzugt, vor dem Drucken erneut zu dispergieren, so dass
das Agglomerat kein Verstopfen auf dem Sieb verursacht. Bei Anwendungen
wie dem Auftragen durch das Tintenstrahl-Verfahren ist der Agglomerat-Durchmesser vorzugsweise
kleiner als 100 nm. Diese Agglomerate sind als sekundäre Agglomerate bekannt
und ihr Teilchendurchmesser kann durch ein Laserstreuungsverfahren
bestimmt werden.
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Das
Gewicht des Metalloxids macht 5 Gew.-% oder mehr bis 95 Gew.-% oder
weniger des Gesamtgewichts der Metalloxid-Dispersion aus. Vorzugsweise
beträgt
es 10 Gew.-% oder mehr bis 80 Gew.-% oder weniger. Wenn es kleiner
als 5 Gew.-% ist, ist die Filmdicke des Metall-Dünnfilms, der durch ein Auftragen
und Brennen erhalten wird, dünn. Wenn
andererseits das Gewicht größer als
95 Gew.-% ist, wird die Viskosität
der Dispersion zu hoch, wodurch ein Auftragen derselben auf ein
Substrat erschwert wird.
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Das
Dispergiermedium, das in der vorliegenden Erfindung verwendet wird,
ist ein organisches Lösungsmittel
und/oder Wasser. Beispiele des organischen Dispergiermediums schließen flüssige Alkohol-Lösungsmittel,
Keton-Lösungsmittel,
Amid-Lösungsmittel,
Ester-Lösungsmittel
und Ether-Lösungsmittel
ein.
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Beispiele
der Alkohol-Lösungsmittel
schließen
Folgendes ein: einwertige Alkohole wie Methanol, Ethanol, n-Propanol,
i-Propanol, n-Butanol, i-Butanol, sec-Butanol, t-Butanol, n-Pentanol,
i-Pentanol, 2-Methylbutanol, sec-Pentanol, t-Pentanol, 3-Methoxybutanol, n-Hexanol,
2-Methylpentanol, sec-Hexanol, 2-Ethylbutanol, sec-Heptanol, 3-Heptanol,
n-Octanol, 2-Ethylhexanol, sec-Octanol, n-Nonylalkohol, 2,6-Dimethylheptanol-4,
n-Decanol, sec-Undecylalkohol, Trimethylnonylalkohol, sec-Tetradecylalkohol, sec-Heptadecylalkohol,
Phenol, Cyclohexanol, Methylcyclohexanol, 3,3,5-Trimethylcyclohexanol,
Benzylalkohol und Diacetonalkohol; mehrwertige Alkohole wie Ethylenglycol,
1,2-Propylenglycol, 1,3-Butylenglycol, 2,4-Pentandiol, 2-Methyl-2,4-pentandiol, 2,5-Hexandiol,
2,4-Heptandiol, 2-Ethyl-l,3-hexandiol, Diethylenglycol, Dipropylenglycol,
Hexandiol, Octandiol, Triethylenglycol, Tripropylenglycol und Glycerin; und
partielle Ether von mehrwertigen Alkoholen wie Ethylenglycolmonomethylether,
Ethylenglycolmonoethylether, Ethylenglycolmonopropylether, Ethylenglycolmonobutylether,
Ethylenglycolmonohexylether, Ethylenglycolmonophenylether, Ethylenglycolmono-2-ethylbutylether,
Diethylenglycolmonomethylether, Diethylenglycolmonoethylether, Diethylenglycolmonopropylether,
Diethylenglycolmonobutylether, Diethylenglycolmonohexylether, Propylenglycolmonomethylether,
Propylenglycolmonoethylether, Propylenglycolmonopropylether, Propylenglycolmonobutylether,
Dipropylenglycolmonomethylether, Dipropylenglycolmonoethylether
und Dipropylenglycolmonopropylether. Diese Alkohol-Lösungsmittel
können
allein oder in Kombination von zweien oder mehreren derselben verwendet
werden.
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Beispiele
der Keton-Lösungsmittel
schließen die
folgenden ein: Aceton, Methylethylketon, Methyl-n-propylketon, Methyl-n-butylketon,
Diethylketon, Methyl-ibutylketon, Methyl-n-pentylketon, Ethyl-n-butylketon,
Methyl-n-hexylketon, Di-ibutylketon, Trimethylnonanon, Cyclohexanon,
2-Hexanon, Methylcyclohexanon, 2,4-Peptandion, Acetonylaceton und
Acetophenon. Beispiele derselben schließen weiterhin Folgendes ein: β-Diketone
wie Acetylaceton, 2,4-Hexandion, 2,4-Heptandion, 3,5-Heptandion, 2,4-Octandion,
3,5-Octandion, 2,4-Nonandion, 3,5-Nonandion, 5-Methyl-2,4-hexandion, 2,2,6,6-Tetramethyl-3,5-heptandion
und 1,1,1,5,5,5-Hexafluor-2,4-heptandion.
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Beispiele
der Amid-Lösungsmittel
schließen die
folgenden ein: Formamid, N-Methylformamid, N,N-Dimethylformamid,
N-Ethylformamid, N,N-Diethylformamid, Acetamid, N-Methylacetamid,
N,N-Dimethylacetamid, N-Ethylacetamid, N,N-Diethylacetamid, N-Methylpropionamid,
N-Methylpyrrolidon, N-Formylmorpholin, N-Formylpiperidin, N-Formylpyrrolidin,
N-Acetylmorpholin, N-Acetylpiperidin und N-Acetylpyrrolidin.
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Beispiele
der Ester-Lösungsmittel
schließen die
folgenden ein: Diethylcarbonat, Ethylencarbonat, Propylencarbonat,
Diethylcarbonat, Methylacetat, Ethylacetat, γ-Butyrolacton, γ-Valerolacton,
n-Propylacetat, i-Propylacetat, n-Butylacetat, i-Butylacetat, sec-Butylacetat, n-Pentylacetat,
sec-Pentylacetat, 3-Methoxybutylacetat, Methylpentylacetat, 2-Ethylbutylacetat,
2-Ethylhexylacetat, Benzylacetat, Cyclohexylacetat, Methylcyclohexylacetat,
n-Nonylacetat, Methylacetoacetat, Ethylacetoacetat, Ethylenglycolmonomethyletheracetat,
Ethylenglycolmonoethyletheracetat, Diethylenglycolmonomethyletheracetat, Diethylenglycolmonoethyletheracetat,
Diethylenglycolmono-n-butyletheracetat, Propylenglycolmonomethyletheracetat,
Propylenglycolmonoethyletheracetat, Propylenglycolmonopropyλetheracetat,
Propylenglycolmonobutyletheracetat, Dipropylenglycolmonomethyletheracetat,
Dipropylenglycolmonoethyletheracetat, Glycoldiacetat, Methoxytriglycolacetat, Ethylpropionat,
n-Butylpropionat, i-Amylpropionat, Diethyloxalat, Di-n-butyloxalat,
Methyllactat, Ethyllactat, n-Butyllactat, n-Amyllactat, Diethylmalonat,
Dimethylphthalat und Diethylphthalat. Diese Ester- Lösungsmittel können alleine
oder in Kombination von zweien oder mehreren derselben verwendet
werden.
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Beispiele
der Ether-Lösungsmittel
schließen die
folgenden ein: Dipropylether, Diisopropylether, Dioxan, Tetrahydrofuran,
Tetrahydropyran, Ethylenglycoldimethylether, Ethyleneglycoldiethylether, Ethylenglycoldipropylether,
Propylenglycoldimethylether, Propylenglycoldiethylether, Propylenglycoldipropylether,
Diethylenglycoldimethylether, Diethylenglycoldiethylether und Diethylenglycoldipropylether.
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Diese
Dispergiermedien können
allein oder in Kombination von zweien oder mehreren derselben verwendet
werden. Insbesondere bei einer Tintenstrahl-Anwendung wird es bevorzugt, dass ein
Metalloxid mit einem Teilchendurchmesser von weniger als 200 nm
gleichmäßig dispergiert
werden kann und die Metalloxid-Dispersion eine niedrige Viskosität hat.
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Die
Metalloxid-Dispersion gemäß der vorliegenden
Erfindung muss einen mehrwertigen Alkohol und/oder eine Polyether-Verbindung
in ihrem Dispergiermedium umfassen. Der mehrwertige Alkohol und/oder
die Polyether-Verbindung kann ein Feststoff oder eine Flüssigkeit
sein. Wenn der mehrwertige Alkohol und/oder die Polyether-Verbindung,
die (der) in der Metalloxid-Dispersion enthalten ist, ein Feststoff
ist, kann derselbe verwendet werden, indem man ihn in dem oben erwähnten Dispergiermedium eines
organischen Lösungsmittels
und/oder Wasser löst.
Wenn andererseits der mehrwertige Alkohol und/oder die Polyether-Verbindung,
die (der) in der Metalloxid-Dispersion enthalten ist, eine Flüssigkeit ist,
kann sie (er) von sich aus als Dispergiermedium dienen.
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In
der vorliegenden Erfindung soll "mehrwertiger
Alkohol" eine Verbindung
mit 2 oder mehr Hydroxylgruppen bedeuten, und "Polyether-Verbindung" soll eine Verbindung mit 2 oder mehr Ether-Bindungen
bedeuten. Verbindungen mit 2 oder mehr Hydroxylgruppen und 2 oder
mehr Ether-Bindungen werden gemäß den folgenden
Kriterien in eine der beiden Gruppen eingeteilt: (i) wenn die betreffende
Verbindung mehr Hydroxylgruppen (nachstehend "n1")
als Ether- Bindungen
(nachstehend "n2") hat, d.h. wenn
n1 > n2, wird die
betreffende Verbindung als mehrwertiger Alkohol eingestuft, und
(ii) wenn n1 < n2
oder n1 = n2, wird die betreffende Verbindung als Polyether-Verbindung
eingestuft. Gemäß diesen
Kriterien hat z. B. Maltotriose, die ein Typ von Trisaccharid ist,
in ihrer Gerüststruktur
11 Hydroxylgruppen und 5 Ether-Bindungen. Daher wird sie gemäß den obigen
Kriterien als mehrwertiger Alkohol eingestuft. Als anderes Beispiel
wird Triethylenglycol, das 2 Hydroxylgruppen und 2 Ether-Bindungen
in seiner Gerüststruktur
hat, als Polyether-Verbindung einklassifiziert.
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Wenn
ein mehrwertiger Alkohol in der Metalloxid-Dispersion vorliegt,
wird die Dispergierbarkeit der Metalloxidteilchen in der gleichen
Dispersion verbessert. Beispiele eines solchen mehrwertigen Alkohols
schließen
die folgenden ein: Ethylenglycol, Diethylenglycol, 1,2-Propandiol,
1,3-Propandiol, 1,2-Butandiol, 1,3-Butandiol, 1,4-Butandiol, 2-Buten-l,4-diol, 2,3-Butandiol,
Pentandiol, Hexandiol, Octandiol, 1,1,1-Trishydroxymethylethan,
2-Ethyl-2-hydroxymethyl-1,3-propandiol,
1,2,6-Hexantriol, 1,2,3-Hexantriol und 1,2,4-Butandiol. Zusätzlich dazu
können
Zuckeralkohole wie Glycerin, Threit, Erythrit, Pentaerythrit, ein
Pentit und ein Hexit auch verwendet werden, wobei der Pentit Xylit,
Ribit und Arabit einschließt. Weiterhin
schließt
der Hexit Mannit, Sorbit und Dulcit ein. Zucker wie Glycerinaldehyd,
Dioxyaceton, Threose, Erythrulose, Erythrose, Arabinose, Ribose,
Ribulose, Xylose, Xylulose, Lyxose, Glucose, Fructose, Mannose,
Idose, Sorbose, Gulose, Talose, Tagatose, Galactose, Allose, Altrose,
Lactose, Xylose, Arabinose, Isomaltose, Glucoheptose, Heptose, Maltotriose, Lactulose
und Trehalose können
auch verwendet werden. Weil die mehrwertigen Alkohole reduzierend wirken,
werden sie bevorzugt, wenn das Metalloxid reduziert wird.
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Besonders
bevorzugte mehrwertige Alkohole sind solche mit 10 oder weniger
Kohlenstoffatomen. Von diesen werden solche Alkohole bevorzugt, die
im flüssigen
Zustand vorliegen und eine niedrige Viskosität aufweisen, weil sie – wie oben
beschrieben wurde – von
sich aus als Dispergiermedium dienen können. Beispiele solcher mehrwertigen
Alkohole schließen
Ethylenglycol, Diethylengly col, 1,2-Propandiol, 1,3-Propandiol,
1,2-Butandiol, 1,3-Butandiol, 1,4-Butandiol, 2,3-Butandiol, Pentandiol,
Hexandiol und Octandiol ein.
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Von
den mehrwertigen Alkoholen werden die Zuckeralkohole wie Glycerin,
Threit, Erythrit, Pentaerythrit, Pentit und Hexit bevorzugt, da
sie die Agglomerationsbeständigkeit
der feinen Metalloxidteilchen in der Metalloxid-Dispersion besonders
verbessern.
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Der
mehrwertige Alkohol wird vorzugsweise in einer Menge von 0,1 Gew.-%
oder mehr und 95 Gew.-% oder weniger des Gesamtgewichts der Metalloxid-Dispersion und mehr
bevorzugt von 1 Gew.-% oder mehr und 90 Gew.-% oder weniger zugegeben.
Wenn die Menge kleiner als 0,1 Gew.-% ist, ist die Zunahme der Dispergierbarkeit
der Metalloxidteilchen gering. Eine Menge von größer als 95% wird nicht bevorzugt,
weil die Menge an Metalloxid in der Dispersion gering wird, wodurch
die Bildung eines Metall-Dünnfilms
guter Qualität
erschwert wird. Diese mehrwertigen Alkohole können alleine oder in Kombination
von zweien oder mehreren derselben verwendet werden.
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Wenn
eine Polyether-Verbindung in der Metalloxid-Dispersion vorliegt,
wird die Dichte des Metall-Dünnfilms,
der durch Brennen der gleichen Dispersion erhalten wird, verbessert
und auch das Adhäsionsvermögen am Substrat
wird verbessert. Eine Polyether-Verbindung ist eine Verbindung,
die eine Ether-Bindung in ihrer Gerüststruktur aufweist. Vorzugsweise
ist sie in dem Dispergiermedium homogen dispergiert. Die mikroskopische
Struktur des Metall-Dünnfilms
kann unterschiedlich sein, und zwar in Abhängigkeit davon, ob Polyether-Verbindungen,
die sich von der Metalloxid-Dispersion ableiten, in der Metalloxid-Dispersion
enthalten sind oder nicht enthalten sind. Wenn die Menge der Polyether-Verbindung
in der Metalloxid-Dispersion kleiner als 0,1 Gew.-% des Gesamtgewichts
der Metalloxid-Dispersion ist, ist der erhaltene Dünnfilm ein
poröser
Metall-Dünnfilm
mit einer Porenstruktur, die einen Porendurchmesser von 1 μm oder weniger
aufweist. Wenn andererseits die Menge der Polyether-Verbindung in
der Metalloxid-Dispersion 0,1 Gew.-% oder mehr und 70 Gew.-% oder
weniger des Gesamtgewichts der Metalloxid-Dispersion ist, hat der
erhaltene Metall-Dünnfilm
nur wenige Löcher,
und diese Löcher
sind klein, somit wird die Dichte verbessert.
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Es
wird nicht nachgewiesen, warum die Dichte und das Adhäsionsvermögen des
Metall-Dünnfilms,
der durch Brennen erhalten wird, verbessert werden, wenn man eine
Polyether-Verbindung zu der Metalloxid-Dispersion gibt. Es wird
jedoch angenommen, dass dies darauf zurückgeführt werden kann, dass eine
lokalisierte Granulierung der Metalloxidteilchen während des
Verlaufs des Brennens verhindert wird, und dass auch eine winzige Menge
der Polyether-Verbindung selbst als Bindemittel zurückbleibt
oder zu Kohlenstoff reduziert wird, um ein Bindemittel in dem Metall-Dünnfilm oder
an der Grenze zwischen dem Dünnfilm
und dem Substrat zu sein.
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Zusätzlich dazu
werden Polyether-Verbindungen durch das Metall, das durch die Reduktion des
Metalloxids erhalten wird, leicht zersetzt. Insbesondere in einer
Atmosphäre,
in der auch ein reduzierendes Gas wie Wasserstoff vorliegt, wird
die Polyether-Verbindung bevorzugt, weil sie häufig bei einer niedrigen Temperatur
katalytisch zersetzt wird, wodurch sie leicht verschwindet. Da Polyether-Verbindungen von
sich aus reduzierend sind, werden sie bevorzugt, wenn ein Metalloxid
reduziert wird.
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Amorphe
Polyether-Verbindungen werden im Hinblick auf die Dispergierbarkeit
in dem Dispergiermedium der feinen Metalloxidteilchen bevorzugt. Von
diesen werden aliphatische Polyether bevorzugt, in denen insbesondere
die Repetiereinheiten geradkettige oder cyclische Oxyalkylengruppen
mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen sind. Die molekulare Struktur eines
aliphatischen Polyethers mit Repetiereinheiten geradkettiger oder
cyclischer Oxyalkylengruppen mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen kann
ein Ring, eine geradkettige oder verzweigtkettige Struktur sein
und kann ein binäres
oder höheres
Polyether-Copolymer sein oder kann ein binäres oder höheres Polyether-Blockcopolymer
sein. Spezielle Beispiele derselben schließen die folgenden ein: Polyether-Homoplymere
wie Polyethylenglycol, Polypropylenglycol und Polybutylenglycol;
binäre
Copolymere wie Ethylenglycol/Propylenglycol- und Ethylenglycol/Butylenglycol-Copolymere,
und geradkettige tertiäre
Copolymere wie ternäre
Ethylenglycol/Propylenglycol/Ethylenglycol-, Propylenglycol/Ethylenglycol/Propylenglycol-
und Ethylenglycol/Butylenglycol/Ethylenglycol-Copolymere, obwohl
der Polyether nicht darauf beschränkt ist. Die Polyether-Blockcopolymere
schließen
Folgendes ein: binäre
Blockcopolymere wie Polyethylenglycol/Polypropylenglycol und Polyethylenglycol/Polybutylenglycol
und geradkettige, ternäre Blockcopolymere
wie ein Polyethylenglycol/Polypropylenglycol/Polyethylenglycol,
ein Polypropylenglycol/Polyethylenglycol/Polypropylenglycol und
ein Polyethylenglycol/Polybutylenglycol/Polyethylenglycol.
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Polyether-Verbindungen,
die in der vorliegenden Erfindung verwendet werden, können andere funktionelle
Gruppen in ihrer molekularen Struktur umfassen, wie eine Alkoholgruppe,
eine Estergruppe, eine Glycidylgruppe, eine Imidgruppe, eine Alkylgruppe,
eine Amidgruppe, eine Estergruppe, eine Aminogruppe, eine Phenylgruppe,
eine Aldehyd-Gruppe, ein Carbonat-Gruppe, eine Isocyanat-Gruppe und eine Sulfonsäure-Gruppe.
Die Polyether-Verbindungen können
auch einen Substituenten umfassen, der diese Gruppen kombiniert,
wie eine Alkylester-Gruppe,
eine Alkylamid-Gruppe und eine Alkylcarbonat-Gruppe, obwohl sie
nicht darauf beschränkt
sind. Sie können
auch eine polymerisierbare Vinylgruppe, Vinylidengruppe, Vinylengruppe, Glycidylgruppe,
Allylgruppe und Acrylat- oder Methacrylat-Gruppe umfassen, die diese
Gruppen umfasst. Es kann eine Mehrzahl dieser funktionellen Gruppen
in dem Molekül
vorliegen. Z. B. kann das Molekül
eine Gruppe eines mehrwertigen Alkohols wie einen Zucker oder Zuckeralkohol
umfassen.
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Beispiele
der Struktur der Polymerketten, die an die Hydroxylgruppe gebunden
sind, welche im Zuckeralkohol enthalten ist, schließen Glycerin-Polyethylenglycol-Polypropylenglycol
und Erythrit-Polyethylenglycol-Polypropylenglycol-Polyethylenglycol ein,
wobei die Polymerkette an eine Hydroxylgruppe gebunden ist, die
in Glycerin, Threit, Erythrit, Pentaerythrit, Pentit, Hexit und
dergleichen enthalten ist. Spezielle Beispiele der Zuckerkette schließen die
folgenden ein: Glycerinaldehyd, Dioxyaceton, Threose, Erythrulose,
Erythrose, Arabinose, Ribose, Ribulose, Xylose, Xylulose, Lyxose,
Glucose, Fructose, Mannose, Idose, Sorbose, Gulose, Talose, Tagatose,
Galactose, Allose, Altrose, Lactose, Xylose, Isomaltose, Glucoheptose,
Heptose, Maltotriose, Lactulose, Trehalose und dergleichen.
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Die
terminale Gruppe des aliphatischen Polyethers, der in der vorliegenden
Erfindung verwendet wird, ist nicht speziell eingeschränkt und
kann eine Gruppe, die durch eine Hydroxylgruppe, einen geradkettigen,
verzweigtkettigen oder cyclischen Alkylether, eine Alkylestergruppe,
eine Alkylamidgruppe, eine Alkylcarbonat-Gruppe, eine Urethan-Gruppe oder
eine Trialkylsilyl-Gruppe modifiziert wurde und dergleichen mit
1 bis 8 Kohlenstoffatomen einschließen. Spezielle Beispiele solcher
modifizierten aliphatischen terminalen Polyethergruppen werden nachstehend
beschrieben.
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Beispiele-
der Alkylveretherung wenigstens einer Endgruppe schließen Ether
wie Methylether, Ethylether, Propylether und Glycidylether ein.
Spezielle Beispiele derselben schließen die folgenden ein: Polyethylenglycolmonomethylether,
Polyethylenglycoldimethylether, Polypropylenglycoldimethylether, Polyisobutylenglycoldimethylether,
Polyethylenglycoldiethylether, Polyethylenglycolmonoethylether, Polyethylenglycoldibutylether,
Polyethylenglycolmonobutylether, Polyethylenglycoldiglycidylether, Polyethylenpolypropylenglycoldimethylether, Glycerinpolyethylenglycoltrimethylether, Pentaerythritpolyethylenglycoltetramethylether, Pentitpolyethylenglycolpentamethylether,
Sorbitpolyethylenglycolhexamethylether und dergleichen.
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Beispiele
von aliphatischen Polyethern, die eine terminale Estergruppe (terminale
Estergruppen) aufweisen, wobei wenigstens eine endständige Gruppe
derselben mit einem Ester modifiziert ist, schließen solche
ein, die mit einem Essigsäureester, einem
Propionsäureester,
einem Acrylsäureester,
einem Methacrylsäureester
oder einem Benzoesäureester
modifiziert sind. Es wird auch bevorzugt, dass die endständige Gruppe
eines Alkylenglycols mit einem Carboxymethylether modifiziert ist,
und die Carboxylgruppe der endständigen
Gruppe mit einem Alkylether modifiziert ist. Spezielle bevorzugte
Beispiele solcher aliphatischen Polyether schließen die folgenden ein: ein
Polyethylenglycolmonoacetat, ein Polyethylenglycoldiacetat, ein
Polypropylen glycolmonoacetat, ein Polypropylenglycoldiacetat, ein
Polyethylenglycoldibenzoat, ein Polyethylenglycoldiacrylat, ein
Polyethylenglycolmonomethacrylat, ein Polyethylenglycoldimethacrylat,
ein Polyethylenglycolbiscarboxymethyletherdimethylester, ein Polypropylenglycolbiscarboxymethyletherdimethylester,
ein Glycerinpolyethylenglycoltriacetat, ein Pentaerythritpolyethylenglycoltetraacetat,
ein Pentitpolyethylenglycolpentaacetat und ein Sorbitpolyethylenglycolhexaacetat.
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Beispiele
aliphatischen Polyether, die eine terminale Amidgruppe aufweisen,
schließen
solche ein, die durch ein Verfahren erhalten werden, das die Modifizierung
wenigstens einer endständigen
Gruppe mit einem Carboxymethylether und die anschließende Amidierung
umfasst; und solche, die durch ein Verfahren erhalten – werden,
das die Modifizierung einer Hydroxyl-Endgruppe mit einer Aminogruppe und
die anschließende
Amidierung umfasst. Speziell bevorzugte Beispiele solcher aliphatischen
Polyether schließen
die folgenden ein: ein Polyethylenglycol-bis(carboxymethyletherdimethylamid),
ein Polypropylenglycol-bis(carboxymethyletherdimethylamid), ein
Polyethylenglycol-bis(carboxymethyletherdiethylamid), ein Glycerinpolyethylenglycol-tri(carboxymethyletherdimethylamid),
ein Pentaerythritpolyethylenglycol-tetra(carboxymethyletherdimethylamid),
ein Pentitpolyethylenglycol-penta(carboxymethyletherdimethylamid)
und ein Sorbitpolyethylenglycol-hexa(carboxymethyletherdimethylamid).
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Beispiele
aliphatischen Polyether, die eine terminale Alkylcarbonat-Gruppe
aufweisen, schließen
solche ein, die erhalten werden, indem man eine Formylester-Gruppe an wenigstens
eine endständige Gruppe
z. B. des oben erwähnten
Polyalkylenglycols bindet. Spezielle Beispiele solcher aliphatischen
Polyether schließen
die folgenden ein: ein Bis(methoxycarbonyloxy)polyethylenglycol,
ein Bis(ethoxycarbonyloxy)polyethylenglycol, ein Bis(ethoxycarbonyloxy)polypropylenglycol
und ein Bis(tert-butoxycarbonyloxy)polyethylenglycol).
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Aliphatische
Polyether, die mit einer Urethangruppe oder einer Trialkylsilylgruppe
an der endständigen
Gruppe modifiziert sind, können
auch verwendet werden. Bezüglich
der Modifizierung mit einer Trialkylsilylgruppe wird insbesondere
die Modifizierung mit einer Trimethylsilylgruppe bevorzugt. Eine
solche Modifizierung kann unter Verwendung von Trimethylchlorsilan,
Trimethylchlorsilylacetamido, Hexamethyldisilazan oder dergleichen
durchgeführt
werden.
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Bezüglich der
Löslichkeit
und Dispergierbarkeit der feinen Metalloxidteilchen in dem Dispergiermedium
ist die am meisten bevorzugte terminale Gruppe des aliphatischen
Polyethers eine Hydroxylgruppe. Polyether-Verbindungen, die eine
niedrige Molmasse haben und im flüssigen Zustand vorliegen, können von
sich aus als Dispergiermedium verwendet werden.
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Um
einen Metall-Dünnfilm
mit hoher Leitfähigkeit
durch Brennen einer Metalloxid-Dispersion, die
eine Polyether-Verbindung umfasst, zu erhalten, wird die Polyether-Verbindung vorzugsweise
abgebrannt, indem man dieselbe bei einer niedrigen Temperatur abbrennt,
wobei eine bevorzugte Molmasse derselben 150 bis 6000 ist und eine
mehr bevorzugte Molmasse im Bereich von 250 bis 1500 liegt. Wenn die
Molmasse der verwendeten Polyether-Verbindung zu hoch ist, wird
es schwierig, sie während
des Brennens abzubrennen, weswegen eine große Menge der Polyether-Verbindung
in dem Metall-Dünnfilm zurückbleibt.
Wenn eine große
Menge der Polyether-Verbindung in dem Metall-Dünnfilm zurückbleibt, können Probleme auftreten wie
ein Ansteigen des spezifischen Volumenwiderstandes und dergleichen. Darüber hinaus
wird eine Polyether-Verbindung, deren Molmasse zu hoch ist, nicht
bevorzugt, weil die Dispergierbarkeit in dem Dispergiermedium nicht ausreichend
ist. Wenn die Molmasse zu niedrig ist, wird die filmbildende Eigenschaft
und die Dichte des Metall-Dünnfilms,
der durch Wärmebehandlung
erhalten wurde, reduziert, was auch nicht bevorzugt wird.
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Die
Menge an Polyether-Verbindung, die zu der Metalloxid-Dispersion
gegeben wird, ist 0,1–70 Gew.-%
des Gesamtgewichts der Metalloxid-Dispersion und mehr bevorzugt
1–50 Gew.-%.
Wenn die Menge der zugefügten
Polyether-Verbindung kleiner als 0,1 Gew.-% ist, wird die Dichte
der Metallfilme des Metalls, das durch Reduktion des Metalloxids
erhalten wurde, geringer und die Adhäsionsfähigkeit an dem Substrat nimmt
häufig
auch ab. Wenn die Menge der zugefügten Polyether- Verbindung 70 Gew.-% übersteigt,
nimmt häufig
auch die Viskosität
der Metalloxid-Dispersion zu, was nicht bevorzugt wird.
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Ein
allgemeines Verfahren zum Dispergieren eines Pulvers in einer Flüssigkeit
kann verwendet werden, um die Metalloxid-Dispersion in dem Dispergiermedium
zu dispergieren. Beispiele eines solches Verfahrens schließen die
folgenden ein: ein Ultraschallverfahren, ein Mischverfahren, ein
Dreiwalzen-Mischverfahren, ein Zweiwalzen-Mischverfahren, eine Pulverisierungsvorrichtung
(Attritor), einen Banbury-Mischer, eine Lackschüttelvorrichtung, einen Kneten,
einen Homogenisator, eine Kugelmühle und
eine Sandmühle. Üblicherweise
wird eine Dispergierung unter Verwendung einer Mehrzahl dieser Dispergiermedien
durchgeführt.
Wenn der mehrwertige Alkohol (und/oder die Polyether-Verbindung) eine
Flüssigkeit
ist, können
der mehrwertige Alkohol (und/oder die Polyether-Verbindung) und das Metalloxid gleichzeitig
zu dem Dispergiermedium für
die Dispersion gegeben werden. Wenn der mehrwertige Alkohol (und/oder
die Polyether-Verbindung) ein Feststoff ist, wird es bevorzugt,
zuerst den mehrwertigen Alkohol (und/oder die Polyether-Verbindung)
in dem Dispergiermedium zu lösen,
dann das Metalloxid zu dieser Lösung
für die
Dispersion zu geben. Diese Dispergierbehandlungen können bei
Raumtemperatur und auch unter Erwärmen durchgeführt werden,
um die Viskosität
des Lösungsmittels
zu reduzieren. Die Metalloxid-Dispersionsbehandlung kann weggelassen
werden, indem man ein Metalloxid synthetisiert, das einen Teilchendurchmesser
von weniger als 200 nm in dem in der vorliegenden Erfindung verwendeten
Dispergiermedium hat.
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Es
wird insbesondere bevorzugt, in der Metalloxid-Dispersion mehrwertige
Alkohole mit 10 oder weniger Kohlenstoffatomen als Dispergiermedium
zu verwenden und eine oben beschriebene Polyether-Verbindung in
dem Dispergiermedium einzuschließen.
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Vorzugsweise
wird zusätzlich
zu den Metalloxidteilchen ein Metallpulver in die Metalloxid-Dispersion
eingefügt,
weil die Eigenschaften der Metall-Verbindungsschicht, die durch
Wärmebehandlung
erhalten wird, verbessert sind und es möglich ist, die Menge der verwendeten
feinen Metalloxidteilchen zu reduzieren. Es gibt keine besonderen
Einschränkungen
des Metallpulvers, das verwendet werden kann, und solche Beispiele
schließen
Folgendes ein: Gold, Silber, Kupfer, Palladium, Platin, Nickel,
Chrom, Aluminium, Zinn, Zink, Titan, Wolfram, Tantal, Barium, Rhodium,
Ruthenium, Osmium, Bismut, Iridium, Cobalt, Indium, Eisen, Blei
und dergleichen. Ein oder mehrere Metallpulver können gemäß dem Zweck ausgewählt werden.
Wenn eine hohe Leitfähigkeit
erwünscht
ist, werden besonders bevorzugt Silber, Nickel und Kupfer verwendet,
da sie in der Industrie preiswert erhältlich sind. Silber wird auch
bevorzugt, da es den Effekt hat, dem Metall-Dünnfilm
eine hohe Oxidationsbeständigkeit
zu verleihen. Wenn weiterhin eine Wanderungsbeständigkeit an der Metall-Verbindungsschicht
erforderlich ist, kann eine große Menge
an Kupfer zugegeben werden, da es eine große Wanderungsbeständigkeit
hat.
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Es
gibt keine bestimmten Einschränkungen bezüglich des
Teilchendurchmessers dieser Metallpulver, so dass in Abhängigkeit
von der Anwendung ein Metallpulver mit einem bevorzugten Durchmesser
verwendet werden kann. Wenn der Metall-Dünnfilm
durch Brennen erhalten wird, ist der bevorzugte Durchmesser des
Metallpulvers 100 μm
oder weniger, und 10 μm
oder weniger werden mehr bevorzugt. Wenn der Durchmesser des Metallpulvers
größer als 100 μm ist, ist
der Größenunterschied
zwischen dem Metallpulver und den feinen Metalloxidteilchen zu groß. Dies
wird nicht bevorzugt, weil die Glätte der Metall-Verbindungsschicht
abnimmt. Wenn die Metalloxid-Dispersion als Tintenstrahldruckertinte
verwendet wird, ist der Durchmesser des Metallpulvers vorzugsweise
200 nm oder weniger und mehr bevorzugt 100 nm oder weniger.
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Die
Menge des Metallpulvers, die zur Metalloxid-Dispersion gegeben wird,
ist vorzugsweise derartig, dass der Gesamtgehalt an Metallpulver
und feinen Metalloxidteilchen 5 Gew.-% oder mehr und 95 Gew.-% oder
weniger des Gesamtgewichts der Metalloxid-Dispersion ist. Das Gewichtsverhältnis von Metallpulver
zu feinen Metalloxidteilchen ist vorzugsweise 9 : 1 bis 1 : 9. Wenn
der Gesamtgehalt von Metallpulver und feinen Metalloxidteilchen,
der zuzufügen
ist, geringer als 5 Gew.-% ist, ist der Additiveffekt klein, und
wenn der Gesamtgehalt 95 Gew.-% überschreitet,
nimmt die Viskosität
der Metalloxid-Dispersion zu, was nicht bevorzugt wird, weil es
schwierig ist, die Dispersion aufzutragen und einzufüllen. Wenn das
Gewichtsverhältnis
von Metallpulver zu feinen Metalloxidteilchen von dem Bereich von
9 : 1 bis 1 : 9 abweicht, werden die Wirkungen des Vermischens der
beiden Typen von Teilchen klein, was nicht bevorzugt wird.
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Es
wird bevorzugt, ein wärmehärtbares
Harz zu der obigen Metalloxid-Dispersion zu geben, da das Adhäsionsvermögen an der
Metalloberfläche durch
die Wärmehärtung verbessert
wird und auch die Festigkeit zunimmt. Wärmehärtbare Harze, die verwendet
werden können,
sind nicht speziell eingeschränkt,
solange sie sich in dem zu verwendenden Dispergiermedium lösen können und
für die
Dispergierbareit der Metalloxid-Dispersion nicht schädlich sind.
Beispiele derselben schließen
die folgenden ein: ein Epoxyharz, ein Phenolharz, ein Resolharz, ein
Polyimid, ein Polyurethan, ein Melaminharz, ein Harnstoffharz, ein
Polyimidharz und dergleichen.
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Beispiele
des Epoxyharzes schließen
die folgenden ein: ein Bisphenol-A-Epoxyharz, ein Bisphenol-F-Epoxyharz,
ein (Cresol) Novolak-Epoxyharz, ein halogeniertes Bisphenol-Epoxyharz,
ein Resorcin-Epoxyharz, ein Tetrahydroxy-phenylethan-Epoxyharz, ein Polyalkohol-Polyglycol-Epoxyharz,
ein Glycerintriethyl-Epoxyharz, ein Polyolefin-Epoxyharz, ein epoxidiertes
Sojaöl,
ein Cyclopentadiendioxid, Vinylcyclohexendioxid und dergleichen.
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Flüssige Epoxyharze
haben vorzugsweise eine niedrige Viskosität. Beispiele derselben schließen die
folgenden ein: Phenoxyalkylmonoglycidylether, Bisphenol-A-diglycidylether,
Propylenglycoldiglycidylether, Polyproplyenglycoldiglycidylether,
Hexandioldiglycidylether, hydrierter Bisphenol-A-diglycidylether,
Neopentylglycoldiglycidylether, Glycerindiglycidylether, N,N-Diglycidylanilin,
N,N-Diglycidyltoluidin,
Trimethylolpropantriglycidylether, Glycerintriglycidylether und
der entsprechende Polysiloxandiglycidylether der Flüssigkeiten.
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Von
den flüssigen
Epoxyharzen werden vorzugsweise Alkohol-Epoxyharze verwendet, die
in einem Dispergiermedium eines mehrwertigen Alkohols gut dispergieren.
Beispiele derselben schließen
Polyethylenglycoldiglycidylether, Polyproplyenglycoldiglycidylether,
1,4-Butandioldiglycidylether und dergleichen ein.
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In
der vorliegenden Erfindung kann ein allgemeines Epoxy-Härtungsmittel
als Epoxy-Härtungsmittel
verwendet werden. Beispiele desselben schließen die folgenden ein: aliphatische
Polyamine wie Triethylentetramin und m-Xyloldiamin, aromatische Amine
wie m-Phenylendiamin und ein Diaminodiphenylsulfon, tertiäre Amine
wie Benzyldimethylamin und ein Dimethylaminomethylphenol, Säureanhydride
wie Phthalsäureanhydrid
und ein Hexahydrophthalsäureanhydrid
und Bortrifluorid-Amin-Komplexe wie ein BF3-Pyridin-Komplex.
Zusätzlich
dazu können
Bisphenol-Verbindungen wie Bisphenol A auch verwendet werden. Ein
Dicyandiamid, 2-Ethyl-4-methylimidazol oder Tris(methylamino)silan
können auch
verwendet werden. Beispiele von Harz-Härtungsmitteln schließen die
folgenden ein: Polyamidharze, die aus Linolensäure-Dimer und einem Ethylendiamin
hergestellt werden, und dergleichen, Polysulfidharze, die eine Mercaptogruppe
an beiden Enden aufweisen, ein Novolak-Phenolharz und dergleichen.
Diese können
allein oder in Kombination von zweien oder mehreren derselben verwendet
werden.
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Die
zugefügte
Menge des Härtungsmittels
ist in Abhängigkeit
von dem Härtungsmittel
unterschiedlich. Wenn das Mittel mit der Glycidylgruppe wie einem
Anhydrid in einem stöchiometrischen
Verhältnis reagiert,
wird die optimal zugefügte
Menge aus der Epoxy-Äquivalentmenge
bestimmt. Wenn das Mittel katalytisch reagiert, sind 3–30 Gew.-%
typisch. Wenn die Reaktivität
dieser Härtungsmittel
bei Raumtemperatur hoch ist, kann die Flüssigkeit, die den Initiator enthält, kurz
vor der Anwendung mit dem Klebstoff vermischt werden, oder das Härtungsmittel
kann eine Mikrokapsel sein, die in einer Gelatinekapsel von etwa
100 μm oder
dergleichen eingekapselt ist.
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Polyimidharze,
die ein anderes Beispiel des wärmehärtbaren
Harzes sind, können
durch Wärmekondensation
einer Polyamidsäure-Lösung erhalten werden,
die eine Vorstufe derselben ist. Polyamidsäuren, die in der vorliegenden
Erfindung verwendet werden können,
können
aus einem Tetracarbonsäuredianhydrid
und einer Diamino-Verbindung hergestellt werden. Beispiele des Tetracarbonsäuredianhydrids
schließen
die folgenden ein: Pyromellitsäuredianhydrid,
3,3',4,4'-Benzophenontetracarbonsäuredianhydrid,
1,4,5,8-Naphthalintetracarbonsäuredianhydrid,
2,3,6,7-Naphthalintetracarbonsäuredianhydrid,
1,2,5,6-Naphthalintetracarbonsäuredianhydrid, 3,3',4,4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid, 2,2',3,3'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid, 2,3,3',4'-Biphenyltetracarbonsäuredianhydrid, 2,3,3',4'-Benzophenontetracarbonsäuredianhydrid, 2,2-Bis(3,4-dicarboxyphenyl)propandianhydrid
und 2,2-Bis[5-(3,4-dicarboxyphenoxy)phenyl]propandianhydrid.
Beispiele der Diamino-Verbindung schließen die folgenden ein: m-Phenylendiamin,
p-Phenylendiamin, 2,4-Tolylendiamin,
3,3'-Diaminodiphenylether,
3,4'-Diaminodiphenylether,
4,4'-Diaminodiphenylether,
3,3'-Diaminodiphenylsulfon,
4,4'-Diaminodiphenylsulfon,
3,4'-Diaminodiphenylsulfon,
3,3'-Diaminodiphenylmethan,
4,4'-Diaminodiphenylmethan, 3,4'-Diaminodiphenylmethan,
4,4'-Diaminodiphenylsulfid,
3,3'-Diaminodiphenylketon,
4,4'-Diaminodiphenylketon,
3,4'-Diaminodiphenylketon, 2,2'-Bis(4-aminophenyl)propan
und dergleichen.
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In
der vorliegenden Erfindung beträgt
die Menge des wärmehärtbaren
Harzes, das zu der Metalloxid-Dispersion gegeben wird, vorzugsweise
0,1 – 20
Gew.-% des Gesamtgewichts von Dispergiermedium, Polyether, Verbindung
und wärmehärtbarem Harz
und mehr bevorzugt 1–10
Gew.-%. Wenn die Menge an wärmehärtbarem
Harz geringer als 0,1 Gew.-% ist, ist der Effekt der Zugabe gering.
Weiterhin ist eine Menge, die 20% übersteigt, als Metall-Dünnfilmbildendes
Material ungeeignet, weil die Leitfähigkeit der Metall-Verbindungsschicht
deutlich abnimmt.
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In
der vorliegenden Erfindung haben der mehrwertige Alkohol und die
Polyether-Verbindung, die
beide Reduktionsmittel sind, den Effekt, das Metalloxid zu reduzieren.
Es wird jedoch bevorzugt, wenn ein Reduktionsmittel, das das Metalloxid
reduzieren kann, zusätzlich
zu dem mehrwertigen Alkohol und der Polyether-Verbindung zur Metalloxid-Dispersion
gegeben wird, weil das Metalloxid noch leichter reduziert werden
kann. Ein solches Reduktionsmittel ist nicht speziell eingeschränkt und
kann ein organisches Reduktionsmittel oder ein anorganisches Reduktionsmittel
sein, solange es befähigt
ist, das Metalloxid zu reduzieren. Beispiele eines anorganischen Reduktionsmittels
schließen
die folgenden ein: Hydride wie Natriumborhydrid und Lithiumborhydrid, Schwefel-Verbindungen wie
Schwefeldioxid, das Salz niedriger Oxide wie Sulfit, Iodwasserstoff,
Kohlenstoff und dergleichen.
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Beispiele
organischer Reduktionsmittel, die von einem mehrwertigen Alkohol
und einer Polyether-Verbindung verschieden sind, schließen Aldehyde,
Hydrazine, Diimide und Oxalsäuren
ein. Beispiele von Aldehyden schließen die folgenden ein: aliphatische
gesättigte
Aldehyde wie Formaldehyd, Acetaldehyd, Propionaldehyd, Butyraldehyd,
Isobutyraldehyd, Valeraldehyd, Isovaleraldehyd, Pivalinaldehyd, Capronaldehyd,
Heptaldehyd, Caprylaldehyd, Pelargonaldehyd, Undecylaldehyd, Lauraldehyd,
Tridecylaldehyd, Myristataldehyd, Pentadecylaldehyd, Palmitaldehyd,
Margarinaldehyd und Stearinaldehyd; aliphatische Dialdehyde wie
Glyoxal und Succindialdehyd; aliphatische ungesättigte Aldehyde wie Acrolein,
Crotonaldehyd und Propionaldehyd; aromatische Aldehyde wie Benzaldehyd,
o-Tolylaldehyd, m-Tolylaldehyd, p-Tolylaldehyd, Salicylaldehyd,
Zimtaldehyd, α-Naphthaldehyd
und β-Naphthaldehyd, und
heterocyclische Aldehyde wie Furfural.
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Die
Diimide können
durch thermische Zersetzung von Azodicarboxylat, Hydroxylamin-O-sulfonsäure, N-Allensulfonylhydrazid
oder N-Acylsulfonylhydrazid erhalten werden. Beispiele des N-Allensulfonylhydrazids
oder N-Acylsulfonylhydrazids schließen die folgenden ein: p-Toluolsulfonylhydrazid,
Benzolsulfonylhydrazid, 2,4,6-Trisisopropylbenzolsulfonylhydrazid,
Chloracetylhydrazid, o-Nitrobenzolsulfonylhydrazid, m-Nitrobenzolsulfonylhydrazid und
p-Nitrobenzolsulfonylhydrazid.
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Der
Gehalt an organischen Reduktionsmitteln, die von einem mehrwertigen
Alkohol oder einer Polyether-Verbindung verschieden sind, ist 0,1–70 Gew.-%
des Gesamtgewichts der Metalloxid-Dispersion, vorzugsweise 0,1–50 Gew.-%
und mehr bevorzugt 0,1–20
Gew.-% und noch mehr bevorzugt 1–10 Gew.-%.
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In
der vorliegenden Erfindung kann eine Metalloxid-Vorstufe wie eine
Metallalkoxid-Verbindung zur Metalloxid-Dispersion gegeben werden,
um die Festigkeit des durch das Brennen erhaltenen Metall-Dünnfilms
zu verbessern und die Haftfähigkeit am
Substrat zu verbessern. Das Metallalkoxid wird durch die allgemeine
Formel M(OR1)n dargestellt,
in der M ein Metallelement ist, R1 eine
Alkylgruppe ist und n die Oxidationszahl des Metalls ist. Beispiele von
M schließen
Silicium, Titan, Zirconium, Aluminium und dergleichen ein. Beispiele
der Alkylgruppe schließen
die Methylgruppe, die Ethylgruppe, die i-Propylgruppe, die n-Butylgruppe,
die t-Butylgruppe und dergleichen ein. Repräsentative Beispiele der Metallalkoxid-Verbindung
schließen
die folgenden ein: Silicium-Verbindungen wie Tetramethoxysilan, Tetraethoxysilan,
Tetra(n-propoxy)silan, Tetra(i-propoxy)silan,
Tetra(n-butoxy)silan, Tetra-sec-butoxysilan und Tetra-tert-butoxysilan; und
Titanium-Verbindungen wie Tetraethoxytitan, Tetra(n-propoxy)titan, Tetra(i-propoxy)titan,
Tetra(n-butoxytitan, Tetra-sec-butoxytitan und Tetra-tert-butoxytitan.
Flüssige
Verbindungen dieser Verbindungen werden bevorzugt, weil sie leicht
in der Metalloxid-Dispersion dispergiert werden können. Darüber hinaus
können auch
Verbindungen, die eine organische Gruppe R2 haben,
die direkt an das Metall gebunden ist, verwendet werden, wie ein
Metallalkoxid, dargestellt durch (R2)x(M)(OR1)n–x (wobei
n–x 1
oder größer ist).
Die organische Gruppe R2 ist z. B. eine
Methylgruppe, eine Ethylgruppe, eine Propylgruppe, eine Phenylgruppe und
eine Butylgruppe.
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Ein
allgemeines Verfahren kann als Verfahren zum Dispergieren der Materialien,
wie des Metallpulvers, des wärmehärtbaren
Harzes, des Reduktionsmittels, des Alkoxids, in der Metalloxid-Dispergierflüssigkeit
verwendet werden, wie ein Ultraschall-Verfahren, ein Mischer-Verfahren,
ein Dreiwalzenmischer-Verfahren, ein Zweiwalzenmischer-Verfahren,
ein Zerstäubungsverfahren
(Attritor), ein Banbury-Mischer, eine Lackschüttel-Vorrichtung, ein Kneter,
ein Homogenisator, eine Kugelmühle
und eine Sandmühle.
Das Dispergieren dieser Materialien kann gleichzeitig mit dem Dispergieren
des mehrwertigen Alkohols (und/oder der Polyether-Verbindung) und
des Metalloxids in dem Dispergiermedium durchgeführt werden.
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Als
nächstes
wird ein Verfahren zur Herstellung eines Metall-Dünnfilms
auf einem Substrat (Verfahren zur Herstellung eines Laminats, umfassend ein
Substrat und einen Metall-Dünnfilm)
unter Verwendung der Metalloxid-Dispersion
gemäß der vorliegenden
Erfindung erklärt.
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Es
kann entweder ein anorganisches Substrat oder ein organisches Substrat
als Substrat verwendet werden. Beispiele der anorganischen Substrate,
die verwendet werden können,
schließen
Folgendes ein: Halbleiter-Substrate wie ein Glassubstrat, Silicium
und Germanium und Halbleiter-Mischsubstrate wie Gallium-Arsen und
Indium-Antimon. Diese Halbleiter-Substrate können mit einem Dünnfilm eines
anderen Materials, das darauf gebildet wird, verwendet werden. Beispiele
des Materials für einen
solchen Dünnfilm
schließen
die folgenden ein: Metalle wie Aluminium, Titan, Chrom, Nickel,
Kupfer, Silber, Tantal, Wolfram, Osmium, Platin und Gold, anorganische
Verbindungen wie Siliciumdioxid, fluoriertes Glas, Phosphatglas,
Borphosphatglas, Borsilicatglas, polykristallines Silicium, Aluminiumoxid,
Titanoxid, Zirconiumoxid, Siliciumnitrid, Titannitrid, Tantalnitrid,
Bornitrid, Hydrogensilsesquioxan und ITO (Indium-Zinn-Oxid), Methylsilsesquioxan,
amorphen Kohlenstoff, fluorierten amorphen Kohlenstoff und ein Polyimid.
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Es
gibt keine bestimmten Einschränkungen bezüglich des
organischen Substrats, das verwendet werden kann, solange es bei
der Erwärmungstemperatur
der Metalloxid-Dispersion keine thermische Beschädigung erleidet. Z. B. können Substrate
wie ein Polyimid-Substrat, ein Polyethylenterephthalat (PET)-Substrat,
ein Aramid-Substrat, ein Epoxy-Substrat und ein Fluorharz-Substrat
verwendet werden.
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Vor
der Bildung eines Dünnfilms
muss die Oberfläche
des Substrats mittels einer physikalischen Arbeitsweise wie einer
Plasma-Behandlung oder einer Elektronenstrahl-Behandlung behandelt werden,
um die Haftung zu verbessern, oder mittels einer chemischen Arbeitsweise
wie mit einem Haftvermittler behandelt werden. Beispiele des Haftvermittlers
schließen
Substanzen, die als sogenanntes Silan-Kupplungsmittel verwendet
werden, oder Chelat-Verbindungen von Aluminium ein. Besonders bevorzugte
Beispiele des Haftvermittlers schließen die folgenden ein: 3-Aminopropyltrimethoxysilan,
3-Aminopropyltriethoxysilan, N(2-Aminoethyl)-3-aminopropyltrimethoxysilan,
N-(2-Aminoethyl)-3-aminopropylmethyldimethoxysilan, Vinyltrichlorsilan,
Vinyltriethoxysilan, 3-Chlorpropyltrimethoxysilan, 3-Chlorpropylmethyldichlorsilan,
3-Chlorpropylmethyldimethoxysilan, 3-Chlorpropylmethyldiethoxysilan,
3-Mercaptopropyltrimethoxysilan, 3-Glycidoxypropyltrimethoxysilan, 3-Glycidoxypropylmethyldimethoxysilan,
3-Methacryloxypropyltrimethoxysilan,
3-Methacryloxypropylmethyldimethoxysilan, Hexamethyldisilazan, (Ethylacetoacetat)aluminum,
Diisopropoxid, Tris(ethylacetoacetat)aluminum, Bis(ethylacetoacetat)aluminummonoacetylacetonat
und Tris(acetylacetonat)aluminum. Wenn der Haftvermittler auf ein Substrat
aufgetragen wird, können – falls
es erwünscht
ist – andere
Additive zu dem Reagens gegeben werden und das Reagens kann mit
einem Lösungsmittel
verdünnt
werden. Die Behandlung durch den Haftvermittler kann durch ein bekanntes
Verfahren durchgeführt
werden.
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Um
die Haftung für
ein organisches Substrat zu verbessern, kann das organische Substrat
einem Eintauchen in eine wässrige
alkalische Lösung
unterzogen werden und dann erwärmt
werden. Z. B. ist es für
ein Polyimidharz bekannt, dass durch die etwa fünfminütige Behandlung in einer etwa
5 M Kaliumhydroxid-Lösung die
Carboxylgruppen, die durch das Spalten des Imidrings gebildet werden,
einen Verankerungseffekt bereitstellen.
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Um
einen Metall-Dünnfilm
unter Verwendung der Metalloxid-Dispersion gemäß der vorliegenden Erfindung
auf einem Substrat zu bilden, wird die Metalloxid-Dispersion zuerst
auf das Substrat aufgetragen. Das Auftragsverfahren kann ein Verfahren
sein, das üblicherweise
zum Auftragen einer Dispersion auf ein Substrat verwendet wird,
wie ein Siebdruckverfahren, ein Eintauchbeschichtungsverfahren,
ein Sprühauftragsverfahren,
ein Schleuderbeschichtungsverfahren (Spincoating-Verfahren) und
ein Tintenstrahl-Verfahren. Die aufgetragene Dicke, wenn die Dispersion
auf dem Substrat aufgetragen ist, ist vorzugsweise 0,1–100 μm und mehr
bevorzugt 1–30 μm.
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Sobald
die Dispersion auf dem Substrat aufgetragen ist, wird das Substrat
mit der darauf aufgetragenen Dispersion einer Wärmebehandlung bei einer Temperatur
unterzogen, die ausreichend ist, um das Metalloxid zum Metall zu
reduzieren, wodurch auf dem Substrat ein Metall-Dünnfilm gebildet
wird. Wenn der erhaltene Metall-Dünnfilm leicht oxidiert wird,
wird es bevorzugt, die Wärmebehandlung
in einer nicht oxidierenden Atmosphäre durchzuführen. Wenn das Metalloxid allein
durch die Reduktionsmittel in der Metalloxid-Dispersion (der mehrwertige
Alkohol, die Polyether-Verbindung und irgendein Reduktionsmittel,
das zusätzlich
zugegeben wurde, welches von dem mehrwertigen Alkohol und der Polyether-Verbindung
verschieden ist) nicht leicht reduziert wird, wird es bevorzugt,
in einer reduzierenden Atmosphäre
zu brennen. Es wird auch bevorzugt, ein Brennen in einer reduzierenden
Atmosphäre
nach dem Brennen in einer inerten Atmosphäre durchzuführen, weil die Dichte des erhaltenen
Metall-Dünnfilms
weiterhin zunimmt. Eine nicht oxidierende Atmosphäre ist eine
Atmosphäre,
die keine oxidierenden Gase wie Sauerstoff enthält, so dass eine inerte Atmosphäre und eine
reduzierende Atmosphäre
vorliegen. Eine inerte Atmosphäre
ist eine Atmosphäre, die
voll von inerten Gasen ist, wie z. B. Argon, Helium, Neon oder Stickstoff.
Eine reduzierende Atmosphäre
bedeutet eine Atmosphäre,
in der reduzierende Gase wie Wasserstoff oder Kohlenmonoxid vorliegen.
Das Brennen kann in Form eines geschlossenen System durchgeführt werden,
indem man den Brennofen mit diesen Gasen füllt, oder es kann in Form eines
Strömungssystems
durchgeführt
werden, wobei die Gase in den Brennofen strömen. Wenn in einer nicht oxidierenden
Atmosphäre
gebrannt wird, wird es bevorzugt, zuerst ein Vakuum an den Brennofen
anzulegen, um Sauerstoff aus dem Brennofen zu entfernen, dann diesen
durch ein nicht oxidierendes Gas zu ersetzen. Das Brennen kann in
einer unter Druck stehenden Atmosphäre oder in einer Atmosphäre eines
reduzierten Druckes durchgeführt werden.
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Eine
bevorzugte Erwärmungstemperatur während dieser
reduzierenden Behandlungen ist 50°C
oder mehr und 500°C
oder weniger, mehr bevorzugt 80°C
und mehr bis 400°C
oder weniger und noch mehr bevorzugt 100°C oder mehr und 350°C oder weniger.
Die Polyether-Verbindung und/oder der mehrwertige Alkohol, die ein
wesentlicher Bestandteil der Metalloxid-Dispersion gemäß der vorliegenden
Erfindung sind, können
bei relativ niedrigen Temperaturen abgebrannt (oder zersetzt) werden. Wenn
das Metalloxid bei einer Temperatur von weniger als 50°C reduziert
wird, verschlechtert sich häufig die
Lagerbeständigkeit
der Metalloxid-Dispersion, was nicht bevorzugt wird. Eine Temperatur
von mehr als 500°C übersteigt
die Wärmebeständigkeit
vieler organischer Substrate, was nicht bevorzugt wird, weil eine
Anwendung auf organischen Substraten unmöglich wird. Die Zeitspanne,
die für
die Wärmebehandlung
erforderlich ist, wird durch den Typ des Metalloxids, die Erwärmungsatmosphäre und -temperatur
und durch die Morphologie und Größe der Dispersion,
die wärmebehandelt
werden soll, bestimmt. Wenn Kupferoxid als Metalloxid verwendet
wird, sind 1 bis 2 Stunden ausreichend, wenn der Dünnfilm in der
Größenordnung
von μm liegt,
Wasserstoffgas wird als reduzierendes Gas ohne Verdünnung verwendet,
und die Erwärmungstemperatur
wird auf etwa 200–300°C eingestellt.
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Selbst
bei dem gleichen Metalloxid gibt es Fälle, in denen ein Metalloxid
mit geringem Durchmesser allein durch Brennen in einer inerten Atmosphäre reduziert
wird, während
für ein
Metalloxid mit großem
Durchmesser ein Brennen in einer reduzierenden Atmosphäre erforderlich
ist; und zwar deshalb, weil ein Metalloxid mit einem geringen Teilchendurchmesser
leichter reduziert wird als ein solches, das einen großen Teilchendurchmesser
hat. In solchen Fällen
ist es möglich,
einen Metall-Dünnfilm ohne
irgendwelche praktischen Probleme durch ein Brennen in einer inerten
Atmosphäre
zu bilden.
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Der
durch das Brennen der Metalloxid-Dispersion gemäß der vorliegenden Erfindung
erhaltene Metall-Dünnfilm
hat als Rohmaterialien feine Metalloxidteilchen mit einem Teilchendurchmesser
von weniger als 200 nm. Dies bedeutet, dass die mikroskopische Struktur
des Dünnfilms
eine Struktur ist, in der die primären Teilchen der feinen Metallteilchen
eines Durchmessers von weniger als 200 nm, die durch Reduktion der
feinen Metalloxidteilchen der Rohmaterialien erhalten wurden, miteinander
verschmolzen sind. Bezüglich
weiterer Details der Struktur gilt: die feinen Metallteilchen mit
einem primären
Teilchendurchmesser von weniger als 200 nm verschmelzen unter Bildung
von Körnern,
die dann miteinander in Kontakt gebracht werden oder verschmelzen,
um einen Dünnfilm
zu bilden. Dies kann unter Verwendung eines Elektronenmikroskops
bei einem gebrannten Metall-Dünnfilm
beobachtet werden.
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Die
Größe der Metallkörner, die
durch das Verschmelzen der feinen Metallteilchen gebildet werden,
die durch die Reduktion der feinen Metalloxidteilchen erhalten werden,
wird durch die Wärmebehandlungsatmosphäre und -temperatur
und die Behandlungszeit beeinflusst. Metallkörner, die durch eine Langzeit-Hochtemperatur-Wärmebehandlung gebildet
werden, sind größer. Metallkörner werden häufig größer, wenn
sie durch eine Wärmebehandlung
in einer reduzierenden Atmosphäre
gebildet werden. Je größer die
Größe der Metallkörner ist
und je kleiner die Porenstruktur unter Metallkörnern ist, die dicht zusammen
gepackt sind, und je geringer die Anzahl der Poren ist, desto geeigneter
wird der Metall-Dünnfilm
als leitfähiger
Dünnfilm,
weil die Leitfähigkeit
des Metall-Dünnfilms
sich mehr dem Metallmaterialwert annähert.
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Wie
im Folgenden erklärt
wird, hängt
die Struktur des Metall-Dünnfilms,
der durch Brennen der Metalloxid-Dispersion erhalten wird, von dem
Gehalt der Polyether-Verbindung in der Metalloxid-Dispersion ab.
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Die
Metallkörner
in einem Metall-Dünnfilm, der
durch Brennen einer Metalloxid-Dispersion
erhalten wird, die einen Gehalt an Polyether-Verbindung zwischen
0,1 Gew.-% und 70 Gew.-% des Gesamtgewichts der Metalloxid-Dispersion
aufweist, sind dicht gepackt, so dass der spezifische Volumenwiderstand
des Metall-Dünnfilms
nahe bei seinem Metallmaterialwert liegt. Daher können solche
Filme z. B. vorzugsweise auf Implementationsgebieten als Verdrahtungsmaterial
oder Verbindungsmaterial verwendet werden, für die ein niedriger Volumenwiderstand
erforderlich ist.
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Ein
Metall-Dünnfilm,
der durch Brennen einer Metalloxid-Dispersion erhalten wird, die
einen Gehalt an Polyether-Verbindung von weniger als 0,1 Gew.-%
des Gesamtgewichts der Metalloxid-Dispersion aufweist, hat jedoch
eine poröse
Struktur, wodurch sein Oberflächenvolumen
groß wird,
und daher kann er vorzugsweise bei Anwendungen wie einer Elektrode
verwendet werden. Gemäß dem Herstellungsverfahren
der vorliegenden Erfindung kann ein poröser Metall-Dünnfilm
hergestellt werden, der einen Porendurchmesser von 1 μm oder weniger
hat.
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Das
Herstellungsverfahren des Metall-Dünnfilms gemäß der vorliegenden Erfindung
ist ein Verfahren zum Erhalten eines Metall-Dünnfilms durch ein Zwischen-Teilchen-Verschmelzen
der Teilchen der feinen Metallteilchen, die durch Reduktion von feinen
Metalloxidteilchen gebildet wurden. Ein Druckanwendungsschritt ist
nicht notwendig, weil dieses Verfahren auf einer autonomen Verschmelzungsanziehungskraft
beruht, die unter den Teilchen durch die Reduktion wirkt. Weil,
wie oben beschrieben wurde, der primäre Teilchendurchmesser der
feinen Metalloxidteilchen mit weniger als 200 nm sehr klein ist, und
weil die Polyether-Verbindung und der mehrwertige Alkohol von sich
aus reduzierend sind, wird angenommen, dass die autonome Verschmelzung
zwischen den feinen Metalloxidteilchen leichter erfolgt. Weil ein
organisches Bindemittel, das bei hoher Temperatur abgebrannt werden
würde,
nicht verwen- det wird, kann zusätzlich
dazu ein Metall-Dünnfilm
durch die Wärmebehandlung
bei einer relativ niedrigen Temperatur hergestellt werden. Der mehrwertige
Alkohol oder die Polyether-Verbindung werden oxidiert und zersetzt
und verdampfen, indem sie bei einer relativ niedrigen Temperatur
gebrannt werden, so dass solche isolierenden Bestandteile kaum in
dem Metall-Dünnfilm
zurückbleiben,
wodurch der Volumenwiderstand des Metall-Dünnfilms abnimmt. Wie oben ebenfalls
beschrieben wurde, kann ein poröser
Metall-Dünnfilm
leicht erhalten werden, indem man den Gehalt an Polyether-Verbindung
in der Metalloxid-Dispersion einstellt. Zusätzlich dazu kann durch Steuerung
der Dicke der Metalloxid-Dispersion, die auf das Substrat aufgetragen
wird, die Dicke des erhaltenen Metall-Dünnfilms beliebig geregelt werden. Dies
wird bei Anwendungen wie einer an einem Harz befestigten Metallfolie
besonders bevorzugt, da es den Vorteil hat, dass man leicht die
ultradünnen
Metallschichten bilden kann, die erforderlich sind, wenn man insbesondere
Schaltungen mit feinem Rasterabstand herstellt.
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Wenn
die Metalloxid-Dispersion ein Metallpulver umfasst, kann ein Metall-Dünnfilm durch Brennen erhalten
werden, in dem die feinen Metallteilchen, die durch Reduktion der
feinen Metalloxidteilchen erhalten wurden, innerhalb des Metallpulvers verschmolzen
sind. Daher bestehen die Metall-Bestandteile des Metall-Dünnfilms,
der gemäß der vorliegenden
Erfindung erhalten wird, aus Metallen, die durch Reduktion eines
Metalloxids erhalten werden können,
und Metallen, die als Metallpulver zugegeben werden. Die durch Reduktion
eines Metalloxids erhaltenen Metalle und die Metalle, die als Metallpulver
zugegeben werden, können
entweder miteinander identisch oder voneinander verschieden sein. Beispiele
der Metalle, die den Metall-Dünnfilm
ausmachen können,
schließen
die folgenden ein: Gold, Silber, Kupfer, Palladium, Platin, Nickel,
Chrom, Aluminium, Zinn, Zink, Titan, Wolfram, Tantal, Barium, Rhodium,
Ruthenium, Osmium, Bismut, Iridium, Cobalt, Indium, Eisen und Blei,
wobei der Metall-Dünnfilm wenigstens
eines dieser Metalle umfasst.
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Das
Herstellungsverfahren eines Metall-Dünnfilms gemäß der vorliegenden Erfindung
ist ein Verfahren zur Herstellung eines Metall-Dünnfilms durch die In-Situ-Bildung von
feinen Metallteilchen mittels Brennen bei einer relativ niedrigen
Temperatur, das anschließende
Verschmelzen der Teilchen, um den Metall-Dünnfilm
zu bilden. Das Verfahren hat den Vorteil, dass ein Metall-Dünnfilm unter
geringen Kosten hergestellt werden kann, weil als Rohmaterialien
für denselben
preiswerte Metalloxide und keine kostspieligen feinen Metallteilchen
verwendet werden. Es besteht auch keine Notwendigkeit, die feinen Metalloxidteilchen
zuvor in einem speziellen Medium (für dessen Zersetzung eine hohe
Temperatur notwendig ist) wie einem kristallinen Polymer zu dispergieren.
Dies bedeutet, dass ein Metall-Dünnfilm durch
Wärmebehandlung
bei einer relativ niedrigen Temperatur von 500°C oder darunter gebildet werden kann,
welcher daher den Vorteil hat, dass die Verfahrenskosten niedrig
sind. Mit anderen Worten: das Herstellungsverfahren eines Metall-Dünnfilms
gemäß der vorliegen den
Erfindung ist ein Verfahren, das die Herstellung eines Metall-Dünnfilms
durch ein Brennverfahren unter Verwendung preiswerter Rohmaterialien
bei einer niedrigen Temperatur ermöglicht.
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Beispiele
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Die
vorliegende Erfindung wird nun insbesondere durch Beispiele beschrieben.
Die vorliegende Erfindung ist jedoch nicht darauf beschränkt.
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Der
primäre
Teilchendurchmesser von Kupferoxid-Teilchen gemäß der vorliegenden Erfindung und
die Oberflächenmorphologie
eines Metall-Dünnfilms,
der durch Brennen erhalten wird, wurden bestimmt, indem man deren
Oberfläche
unter Verwendung eines Scanning-Elektronenmikroskops (S-4700), hergestellt
von Hitachi High-Technologies Corporation, beobachtete. Der durchschnittliche
sekundäre
Teilchendurchmesser des Metalloxids in der Metalloxid-Dispersion
wurde unter Verwendung eines Laserstreuungs-Teilchengrößenverteilungs-Analysators (LA-920),
hergestellt von Horiba Ltd., gemessen. Der spezifische Volumenwiderstand
des erhaltenen Metall-Dünnfilms
wurde durch eine 4 Punkt-Sonden-Methode
unter Verwendung eines Loresta-GP-Messgeräts für einen niedrigen spezifischen
Widerstand (hergestellt von Mitsubishi Chemical Corporation) bestimmt.
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Beispiel 1
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen und Herstellungsbeispiel eines porösen Kupfer-Dünnfilms)
-
5
g Kupfer(II)oxid-Nanoteilchen (Teilchendurchmesser von 10 – 100 nm,
nomineller durchschnittlicher Teilchendurchmesser 30 nm, hergestellt von
C.I. Kasei Co., Ltd.) wurden zu 5 g Diethylenglycol gegeben, und
die Mischung wurde einer Dispergierbehandlung unterzogen, und zwar
in Form eines zehnminütigen
Rührmodus
und eines fünfminütigen Entschäumungsmodus
unter Verwendung einer Rühr-Entschäumungsmaschine
(HM-500), hergestellt von Keyence Corporation, um eine Dispersion von
feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen zu ergeben. Die erhaltene Kupfer(II)oxid-Dispersion
wurde auf ein Objektglas aufgetragen, so dass sie eine Länge von 2
cm, eine Breite von 1 cm und eine Dicke von 20 μm hatte. Dieses Objektglas wurde
in einen Brennofen gelegt, und nachdem das Innere des Ofens durch eine
Vakuumpumpe entgast wurde, wurde Wasserstoffgas mit einer Strömungsgeschwindigkeit
von 1 l/min einströmen
gelassen. Die Temperatur des Brennofens wurde in 1 Stunde von Raumtemperatur auf
250°C erhöht. Sobald
250°C erreicht
wurden, wurde das Erwärmen
eine weitere Stunde fortgesetzt, um das Material zu brennen. Nach
dem Abkühlen
wurde das Objektglas entnommen. Beim Beobachten des Objektglases
ergab sich, dass der erhaltene Kupfer-Dünnfilm ein poröser Dünnfilm mit
einer Dicke von 4 μm
und einem Porendurchmesser von etwa 0,3 μm war. Der Dünnfilm ließ sich unter Verwendung eines
Scotch-Bandes leicht von dem Objektglas abschälen, und der spezifische Volumenwiderstand
dieses Films war 5 × 10–5 Ωcm.
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Beispiel 2
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen, Herstellungsbeispiel eines porösen Kupfer-Dünnfilms)
-
Eine
Dispersion von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen wurde unter Verwendung
des gleichen Dispergierverfahrens wie demjenigen, das im Beispiel
1 verwendet wurde, hergestellt, wobei das Dispergiermedium abgeändert wurde
und Ethylenglycol verwendet wurde. Die Kupfer(II)oxid-Dispersion
wurde unter den gleichen Bedingungen, wie denjenigen des Beispiels
1 mit Wasserstoff gebrannt, außer
dass die Brenntemperatur abgeändert
wurde und 200°C
betrug. Dieser Dünnfilm
ließ sich
unter Verwendung eines Scotch-Bandes leicht von dem Objektglas abschälen, und
der spezifische Volumenwiderstand dieses Films war 6 × 10–5 Ωcm. Nach
dem Kühlen
wurde das Objektglas entnommen und nach dem Beobachten des Objektglases
ergab sich, dass ein poröser
Kupfer-Dünnfilm
gebildet wurde, der eine Dicke von 4 μm und einen Porendurchmesser
von etwa 0,2 μm
hat.
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Beispiel 3
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen, Herstellungsbeispiel eines porösen Kupfer-Dünnfilms)
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Eine
Dispersion von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen wurde unter Verwendung
des gleichen Dispergierverfahrens wie demjenigen, das im Beispiel
1 verwendet wurde, hergestellt, wobei das Dispergiermedium abgeändert wurde
und ein 1 : 1-Dispergiermedium-Gemisch
von Diethylenglycol und Wasser verwendet wurde. Die Brennatmosphäre wurde
abgeändert
und war Argon, die Brenntemperatur wurde abgeändert und betrug 350°C, und der Brennofen
wurde abgeändert
und war ein geschlossenes System, wobei die Temperatur des Brennofens
1 Stunde lang von Raumtemperatur auf 350°C erhöht wurde. Sobald 350 °C erreicht
wurden, wurde das Erwärmen
eine weitere Stunde fortgesetzt, um das Material zu brennen. Nach
dem Kühlen
wurde das Objektglas entnommen. Beim Beobachten des Objektglases
ergab sich, dass der erhaltene Kupfer-Dünnfilm poröser Dünnfilm war, der eine Dicke von
5 μm und
einen Porendurchmesser von etwa 0,5 μm hat. Dieser Dünnfilm ließ sich unter
Verwendung eines Scotch-Bandes
leicht von dem Objektglas abschälen,
und der spezifische Volumenwiderstand dieses Films war 5 × 10–5 Ωcm.
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Beispiel 4
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen, Herstellungsbeispiel eines porösen Kupfer-Dünnfilms)
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Eine
Mischung von 5 g Kupfer(II)oxid-Nanoteilchen (Teilchendurchmesser
von 10 – 100
nm, nomineller durchschnittlicher Teilchendurchmesser 30 nm, hergestellt
von C.I. Kasei Co., Ltd.), 1 g Polyethylenglycol (durchschnittliche
Molmasse von 600, hergestellt von Wako Pure Chemical Industries,
Ltd.) und 4 g Ethylenglycol (hergestellt von Wako Pure Chemical
Industries, Ltd.) wurde den gleichen Dispergierbedingungen unterzogen
wie denjenigen des Beispiels 1, um eine Dispersion von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen
zu ergeben. Die erhaltene Kupfer(II)oxid-Dispersion wurde auf ein
Objektglas aufgetragen, damit sie eine Länge von 5 cm, eine Breite von
1 cm und eine Dicke von 10 μm
hat. Dieses Objektglas wurde in einen Brennofen gelegt, und nachdem
das Innere des Ofens durch eine Vakuumpumpe entgast wurde, wurde
Wasserstoffgas mit einer Strömungsgeschwindigkeit
von 1 l/min einströmen
gelassen. Die Temperatur des Brennofens wurde in 1 Stunde von Raumtemperatur
auf 250°C
erhöht.
Sobald 250°C
erreicht wurden, wurde das Erwärmen eine
weitere Stunde fortgesetzt, um das Material zu für brennen. Nach dem Kühlen wurde
bestätigt,
dass sich ein homogener Kupfer-Dünnfilm
mit einer Dicke von 8 μm
auf dem Objektglas gebildet hatte. Dieser Dünnfilm hatte ein hohes Adhäsionsvermögen am Objektglas,
wobei beim Ablösetest
unter Verwendung eines Scotch-Bandes sich der Film nicht abschälen ließ. Der spezifische
Volumenwiderstand dieses Films wies einen niedrigen Wert von 1,5 × 10–5 Ωcm auf.
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Beispiele 5 bis 7
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen,
Herstellungsbeispiel eines Kupfer-Dünnfilms)
-
Eine
Mischung von 5 g Kupfer(II)oxid-Nanoteilchen (Teilchendurchmesser
von 10 – 100
nm, nomineller durchschnittlicher Teilchendurchmesser 30 nm, hergestellt
von C.I. Kasei Co., Ltd.), 4,5 g Ethylenglycol (hergestellt von
Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) und jeweils 0,5 g Polyethylenglycol
einer durchschnittlichen Molmasse von 400, 600 und 1000 (hergestellt
von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) wurde den gleichen Dispergierbedingungen
unterzogen wie denjenigen des Beispiels 1, um eine Dispersion von
feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen
zu ergeben. Die Kupfer-Dünnfilme
wurden unter Verwendung der gleichen Arbeitsweise wie derjenigen des
Beispiels 4 erhalten. Die erhaltenen Kupfer-Dünnfilme hatten alle ein hohes
Adhäsionsvermögen an dem
Objektglas, wobei beim Ablösetest
unter Verwendung eines Scotch-Bandes sich keiner der Filme abschälte. Der
spezifische Volumenwiderstand dieser Dünnfilme war niedrig und betrug
2 × 10–5 Ωcm bis 3 × 10–5 Ωcm.
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Beispiel 8
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen, Herstellungsbeispiel eines Kupfer-Dünnfilms)
-
Eine
Mischung von 4 g Kupfer(II)oxid-Nanoteilchen (Teilchendurchmesser
von 10 – 100
nm, nomineller durchschnittlicher Teilchendurchmesser 30 nm, hergestellt
von C.I. Kasei Co., Ltd.), 2 g Wasser und 2 g Polyethylenglycol
(hergestellt von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) einer durchschnittlichen Molmasse
von 400 wurde den gleichen Dispergierbedingungen unterzogen wie
denjenigen des Beispiels 1, um eine Dispersion von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen
zu ergeben. Ein Kupfer-Dünnfilm
wurde unter Verwendung der gleichen Arbeitsweise wie derjenigen
des Beispiels 4 erhalten. Der erhaltene Kupfer-Dünnfilm ließ sich unter Verwendung eines Scotch-Bandes
leicht von dem Objektglas abschälen und
der spezifische Volumenwiderstand desselben war 4 × 10–5 Ωcm.
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Beispiel 9
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(I)oxid-Teilchen, Herstellungsbeispiel eines Kupfer-Dünnfilms)
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In
einem Dreihalsglaskolben wurden zu 90 ml Diethylenglycol 2,7 g Kupferacetat
(hergestellt von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) und 0,9 g
gereinigtes Wasser gegeben. Die sich ergebende Mischung wurde in
einem Ölbad
auf 190 °C
erwärmt, und
das Erwärmen
wurde 2 Stunden bei dieser Temperatur fortgesetzt. Die Umsetzung
wurde nach 2 Stunden beendet, und nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur wurde
durch Zentrifugalabscheidung unter Verwendung eines Fliehkraftabscheiders, hergestellt
von Hitachi Koki Co., Ltd., ein Produkt erhalten, in dem das nicht
umgesetzte Kupferacetat, das in der überstehenden Flüssigkeit
zurückblieb, verworfen
wurde. Zu dem mittels einer Zentrifuge abgetrennten Sediments wurden
100 ml Diethylenglycol zugegeben und durch Ultraschall dispergiert,
und anschließend
wurden durch zentrifugales Trennen mit einer Kraft von 20 000 g
Kupfer(I)oxid-Teilchen, die größer als
100 nm sind, sedimentiert. Kupfer(I)oxid-Teilchen von 100 nm oder
kleiner, die in der überstehenden
Flüssigkeit
zurückblieben,
wurden dann wieder durch zentrifugales Trennen mit einer Kraft von
35 000 g sedimentiert, wodurch Kupfer(I)oxid-Teilchen von 100 nm oder weniger als
Sediment erhalten wurden. Ein Teil der erhaltenen Teilchen wurde
auf ein Objektglas gelegt, und dann nach einem Vakuumtrocknen bei
85°C wurde
die Oberflächenmorphologie
unter Verwendung eines Elektronenmikroskops beobachtet. Der Durchmesser
der primären
Kupfer(I)oxid-Teilchen war 30–100
nm, wobei der durchschnittliche Teilchendurchmesser derselben 80
nm war. Der durchschnittliche Durchmesser der sekundären Teilchen,
der unter Verwendung eines Laserstreuungsverfahrens beobachtet wurde, war
120 nm.
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Zu
0,3 g Kupfer(I)oxid wurden 0,12 g Polyethylenglycol (durchschnittliche
Molmasse von 400, hergestellt von Wako Pure Chemical Industries,
Ltd.) und 0,18 g Diethylenglycol gegeben, und die sich ergebende
Mischung wurde einem Ultraschall-Dispergieren unterzogen, um eine
Kupfer(I)oxid-Dispersion zu ergeben. Die erhaltene Kupfer(I)oxid-Dispersion wurde
auf ein Objektglas aufgetragen, so dass sie eine Länge von
5 cm, eine Breite von 1 cm und eine Dicke von 30 μm hatte.
Dieses Objektglas wurde in einen Brennofen gelegt, und nachdem das
Innere des Ofens durch eine Vakuumpumpe entgast wurde, wurde Wasserstoffgas
mit einer Strömungsgeschwindigkeit
von 0,1 l/min einströmen
gelassen. Die Temperatur des Brennofens wurde in 1 Stunde von Raumtemperatur
auf 300 °C
erhöht.
Sobald 300°C erreicht
wurden, wurde das Erwärmen
eine weitere Stunde fortgesetzt, um das Material zu brennen. Nach
dem Kühlen
wurde bestätigt,
dass sich ein homogener Kupfer-Dünnfilm
mit einer Dicke von 8 μm auf
dem Objektglas gebildet hatte. Der erhaltene Kupfer-Dünnfilm hatte
ein hohes Adhäsionsvermögen am Objektglas,
wobei beim Ablösetest
unter Verwendung eines Scotch-Bandes sich der Film nicht abschälen ließ. Der spezifische
Volumenwiderstand dieses Films wies einen niedrigen Wert von 4 × 10–6 Ωcm auf.
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Beispiel 10
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(I)oxid-Teilchen und Herstellungsbeispiel eines Kupfer-Dünnfilms
(Beispiel eines Dispersionsmedium-Gemisches))
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Zu
0,3 g der Kupfer(I)oxid-Teilchen, die im Beispiel 9 erhalten wurden,
wurden 0,12 g Polyethylenglycol (durchschnittliche Molmasse von
400, hergestellt von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.), 0,05
g Ethylenglycol und 0,13 g Ethanol gegeben. Die sich ergebende Mischung
wurde einem Ultraschall-Dispergieren unterzogen, um eine Kupfer(I)oxid-Dispersion
zu ergeben. Diese wurde auf ein Objektglas aufgetragen, und zwar
auf die gleiche Weise wie im Beispiel 9, und dann gebrannt, um einen
Kupfer-Dünnfilm
mit einer Dicke von 9 μm
und einem spezifischen Volumenwiderstand von 6 × 10–6 Ωcm zu ergeben.
Der erhaltene Kupfer-Dünnfilm
hatte ein hohes Adhäsionsvermögen am Objektglas, wobei
derselbe beim Ablösetest
unter Verwendung eines Scotch-Bandes sich nicht abschälen ließ.
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Beispiel 11
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(I)oxid-Teilchen und Herstellungsbeispiel eines Kupfer-Dünnfilms
(Beispiel, in dem ein zweistufiges Brennen in einer inerten Atmosphäre und in
einer reduzierenden Atmosphäre
durchgeführt
wurde)
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In
dem Brennschritt der Dispersion von feinen Kupfer(I)oxid-Teilchen,
die im Beispiel 9 erhalten wurde, wurde zuerst das Objektglas auf
eine Heizplatte gelegt, anstatt die Wasserstoff-Reduktionsbehandlung
direkt bei 300°C
durchzuführen.
Während man
Stickstoffgas über
die gesamte Heizplatte strömen
ließ,
wurde die Temperatur der Heizplatte von Raumtemperatur auf 250°C erhöht, und
es wurde 1 Stunde bei 250°C
gebrannt. Nach dem Kühlen
wurde das vorläufig
gebrannte Objektglas in einen Brennofen überführt. Nachdem der Brennofen
durch eine Vakuumpumpe ausreichend evakuiert worden war, wurde Wasserstoffgas
für ein
einstündiges
Reduktionsbrennen bei 300°C
in den Ofen einströmen
gelassen, um einen Kupfer-Dünnfilm
einer Filmdicke von 5 μm
zu erhalten. Der spezifische Volumenwiderstand war extrem niedrig
und betrug 3 × 10–6 Ωcm. Der
erhaltene Kupfer-Dünnfilm
hatte ein hohes Adhäsionsvermögen am Objektglas,
wobei derselbe beim Ablösetest
unter Verwendung eines Scotch-Bandes sich nicht abschälen ließ.
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Beispiel 12
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(I)oxid-Teilchen, die einen Zuckeralkohol umfasst, und
Herstellungsbeispiel eines Kupfer-Dünnfilms)
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0,1
g der Kupfer(I)oxid-Teilchen, die im Beispiel 9 erhalten wurden
und einen Teilchendurchmesser von 100 nm oder weniger hatten, 0,1
g Polyethylenglycol (durchschnittliche Molmasse von 400, hergestellt
von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) und 0,1 g Sorbit wurden
zu 0,7 g Ethylenglycol gegeben. Die sich ergebende Mischung wurde
einem Ultraschall-Dispergieren unterzogen, um eine Kupfer(I)oxid-Dispersion
zu ergeben, die 10 Gew.-% Kupfer(I)oxid enthielt. Der durchschnittliche
sekundäre
Teilchendurchmesser des Kupfer(I)oxids in der Kupfer(I)oxid-Dispersion
betrug unmittelbar nach dem Dispergieren 120 nm. Nach der Durchführung eines
Ultraschall-Dispergierens wurde die Dispersion über Nacht stehen gelassen.
Es erfolgte keine Änderung
des durchschnittlichen Durchmessers der sekundären Teilchen des Kupfer(I)oxids
in der Dispersion.
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Wenn
man die erhaltene Dispersion durch Siebdruck mit einem Sieb, das
eine Linie/Abstand-Charakteristik von 30 μm hat (hergestellt von Sonocom
Co., Ltd.) auf einen Polyimidfilm auftrug, ergab sich eine ausgezeichnete
Bedruckbarkeit. Das obige Objektglas wurde in einen Brennofen gelegt, und
nachdem das Ofeninnere durch eine Vakuumpumpe evakuiert worden war,
wurde Wasserstoffgas mit einer Strömungsgeschwindigkeit von 1
l/min einströmen
gelassen. Die Temperatur des Brennofens wurde während 1 Stunde von Raumtemperatur
auf 250°C
erhöht.
Sobald 250°C
erreicht wurden, wurde das Erwärmen
eine weitere Stunde fortgesetzt, um das Material zu brennen. Nach
dem Abkühlen
wurde der Polyimidfilm entfernt. Beim Beobachten der Oberfläche des
Films unter einem Elektronenmikroskop wurde bestätigt, dass sich eine Kupfer-Verdrahtung
ohne irgendwelche Unterbrechungen gebildet hatte.
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Beispiel 13
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(I)oxid-Teilchen, die einen Zuckeralkohol umfasst, und
Herstellungsbeispiel eines Kupfer-Dünnfilms)
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Eine
Kupfer(I)oxid-Dispersion wurde im gleichen Gewichtsverhältnis und
unter der gleichen Arbeitsweise wie derjenigen des Beispiels 12
hergestellt, außer
dass Erythtrit als Zuckeralkohol verwendet wurde. Die sich ergebende
Kupfer(I)oxid-Dispersion
wurde einem Ultraschall-Dispergieren unterzogen und über Nacht
stehengelassen, es ergab sich aber keine Änderung des durchschnittlichen
Durchmessers der sekundären
Teilchen des Kupfer(I)oxids von 120 nm in der Dispersion. Wenn man
die gleiche Dispersion in gleicher Weise wie im Beispiel 12 durch Siebdruck
mit einem Sieb, das eine Linie/Abstand-Charakteristik von 30 μm hat, auf
einen Polyimidfilm auftrug, ergab sich eine ausgezeichnete Bedruckbarkeit.
Eine Erwärmungsbehandlung
wurde auf die gleiche Weise wie im Beispiel 12 durchgeführt, wobei
nach dem Kühlen
der Polyamidfilm entfernt wurde. Beim Beobachten der Oberfläche des Films
unter einem Elektronenmikroskop wurde bestätigt, dass sich eine Kupfer-Verdrahtung
ohne irgendwelche Unterbrechungen gebildet hatte.
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Beispiel 14
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen, die Metallteilchen enthält, und Herstellungsbeispiel
eines Kupfer-Dünnfilms)
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Eine
Mischung von 5 g feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen (Teilchendurchmesser
von 10 – 100
nm, nomineller durchschnittlicher Teilchendurchmesser 30 nm, hergestellt
von C.I. Kasei Co., Ltd.), 4 g Ethylenglycol (hergestellt von Wako
Pure Chemical Industries, Ltd.), Polyethylenglycol (durchschnittliche Molmasse
von 600) und 0,5 g Silber-Teilchen (durchschnittlicher Teilchendurchmesser:
2,5 μm,
hergestellt von Sigma-Aldrich Co.) wurde auf die gleiche Weise wie
im Beispiel 1 dispergiert, um eine Dispersion von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen,
die Silber-Teilchen
enthält,
zu ergeben, welche auf die gleiche Weise wie im Beispiel 1 gebrannt
wurde. Der spezifische Volumenwiderstand des erhaltenen Silber-Teilchen-enthaltenen
Kupfer-Dünnfilms
war 7 × 10–5 Ωcm. Verglichen
mit einem Kupfer-Dünnfilm,
der keine Silber-Teilchen enthält,
hatte der erhaltene Dünnfilm
eine große
Oxidationsbeständigkeit.
Zusätzlich
dazu hatte dieser Dünnfilm
ein starkes Adhäsionsvermögen am Objektglas
und ließ sich
im Ablösetest
unter Verwendung eines Scotch-Bandes nicht von dem Objektglas abschälen.
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Beispiel 15
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen, die Metallteilchen enthält, und Herstellungsbeispiel
eines Kupfer-Dünnfilms)
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Eine
Mischung von 5 g feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen (Teilchendurchmesser
von 10 – 100
nm, nomineller durchschnittlicher Teilchendurchmesser 30 nm, hergestellt
von C.I. Kasei Co., Ltd.), 4,5 g Ethylenglycol (hergestellt von
Wako Pure Chemical Industries, Ltd.), 0,1 g 1,4-Butandioldiglycidylether
und 0,4 g Polyethylenglycol (durchschnittliche Molmasse von 600)
wurde auf die gleiche Weise wie im Beispiel 1 dispergiert. Nach
dem Dispergieren wurden 0,3 g eines Mikrokapsel-Härtungsmittels
(Novacure HX-3088, hergestellt von Asahi Kasei Epoxy Co., Ltd.)
als Epoxy-Härtungsmittel
zugegeben und mit einem Spatel vermischt. Dann wurde die Mischung
gebrannt und der spezifische Volumenwiderstand wurde auf die gleiche
Weise wie im Beispiel 1 gemessen. Der spezifische Volumenwiderstand
betrug 7 × 10–5 Ωcm. Verglichen
mit den Dispersionen, die kein Epoxyharz enthalten, war das Adhäsionsvermögen zwischen
dem erhaltenen Kupfer-Dünnfilm und
dem Objektglas extrem hoch.
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Beispiel 16
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen, die ein Polyimidharz enthält, und Herstellungsbeispiel
eines Kupfer-Dünnfilms)
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In
100 g N-Methylpyyrolidon (NMP) wurden 10,0 g Bis(4-aminophenyl)ethyl
und 10,9 g Pyromellithsäureanhydrid
gelöst,
und es wurde 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt, um eine NMP-Lösung einer
Polyamidsäure
zu ergeben. Zu 2 g dieser Polyamidsäure-Lösung wurden 5 g feine Kupfer(II)oxid-Teilchen
(Teilchendurchmesser 10 – 100 nm,
nomineller durchschnittlicher Teilchendurchmesser 30 nm, hergestellt
von C.I. Kasei Co., Ltd.) und 3 g Polyethylenglycol (hergestellt
von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) gegeben und auf die gleiche Weise
wie im Beispiel 1 dispergiert. Diese Dispersion wurde auf eine Polyimidfolie
(eine Kapton-Folie, hergestellt von Dupont-Toray Co., Ltd., Foliendicke
50 μm) aufgetragen,
die zu einer Größe von 3
cm × 3
cm geschnitten wurde, und es wurde eine einstündige Reduktionsbehandlung
in einer Wasserstoffatmosphäre
bei 350°C
durchgeführt,
um einen Polyimid-enthaltenden Kupfer-Dünnfilm auf der Polyimidfolie
zu bilden. Dieser Kupfer-Dünnfilm
wies Leitfähigkeit
auf und sein spezifischer Volumenwiderstand betrug 9 × 10–5 Ωcm. Verglichen
mit einem Dünnfilm, der
auf einer Polyimidfolie ohne Verwendung einer Polyamidsäure gebildet
wurde, war sein Adhäsionsvermögen extrem
hoch.
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Beispiel 17
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Herstellung einer Dispersion
von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen, die ein Reduktionsmittel enthält, und
Herstellungsbeispiel eines porösen
Kupfer-Dünnfilms)
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Zu
0,5 g Propionaldehyd (hergestellt von Wako Pure Chemical Industries,
Ltd.) wurden 5 g Kupfer(II)oxid-Nanoteilchen (Teilchendurchmesser 10–100 nm,
nomineller durchschnittlicher Teilchendurchmesser 30 nm, hergestellt
von C.I. Kasei Co., Ltd.) und 4,5 g Diethylenglycol (hergestellt
von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) gegeben und auf die gleiche
Weise wie im Beispiel 1 dispergiert, um eine Dispersion von feinen
Kupfer(II)oxid-Teilchen zu ergeben. Diese Dispersion wurde auf die
gleiche Weise wie im Beispiel 4 auf ein Objektglas aufgetragen. Während man
Argongas mit einer Strömungsgeschwindigkeit
von 0,1 l/min in den Brennofen strömen ließ, wurde die Temperatur während einer
Stunde von Raumtemperatur auf 350°C
erhöht.
Sobald 350°C
erreicht wurden, wurden das Erwärmen
eine weitere Stunde lang fortgesetzt. Der spezifische Volumenwiderstand
des erhaltenen Kupfer-Dünnfilms betrug
3 × 10–5 Ωcm.
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Beispiel 18
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Herstellungsbeispiel
eines Kupfer-Dünnfilms
auf einem Siliciumwafer) 0,5 g Polyethylenglycol (hergestellt von
Wako Pure Chemical Industries, Ltd.),
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5
g Kupfer(II)oxid-Nanoteilchen (Teilchendurchmesser 10 – 100 nm,
nomineller durchschnittlicher Teilchendurchmesser 30 nm, hergestellt
von C.I. Kasei Co., Ltd.) und 4,5 g Ethylenglycol (hergestellt von
Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) wurden zusammengegeben und
auf die gleiche Weise wie im Beispiel 1 dispergiert, um eine Dispersion
von feinen Kupfer(II)oxid-Teilchen zu ergeben. Ein Siliciumwafer von
5 Inch, der zuvor durch ein Oberflächenbehandlungsmittel (LS-3150),
hergestellt von Shin-Etsu Chemical Co., Ltd., einer Oberflächenbehandlung unterzogen
wurde, wurde auf einen Spincoater (1H-D7), hergestellt von Mikasa
Co., Ltd., gelegt. Die obige Dispersion wurde auf den Siliciumwafer
getropft, und nach einem Vorspinnen von 10 Sekunden bei 1000 U/min
wurde ein Spincoating unter den Bedingungen von 3000 U/min × 30 Sekunden
durchgeführt.
Der beschichtete Siliciumwafer wurde auf die gleiche Weise wie im
Beispiel 1 gebrannt. Der auf dem Siliciumwafer erhaltene Kupfer-Dünnfilm hatte eine Filmdicke
von 0,6 μm
und einen niedrigen spezifischen Volumenwiderstand von 6 × 10–6 Ωcm.
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Beispiel 19
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Herstellung einer Kupfer(I)oxid-Dispersion
und Herstellungsbeispiel eines Kupfer-Dünnfilms)
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Zu
60 ml gereinigtem Wasser wurden 8 g Kupferacetatanhydrid (hergestellt
von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) zugegeben, und dann wurde
dazu Hydrazin-Monohydrat (hergestellt von Wako Pure Chemical Industries,
Ltd.) unter Rühren
bei 25°C
gegeben, um eine Reduktionsreaktion zu bewirken, die feine Kupfer(I)oxid-Teilchen
mit einem primären
Teilchendurchmesser von 10 – 30
nm ergab. Zu 0,5 g der feinen Kupfer(I)oxid-Teilchen wurden 0,1 g
Diethylenglycol und 0,4 g Polyethylenglycol (durchschnittliche Molmasse
von 200, hergestellt von Wako Pure Chemical Industries, Ltd.) gegeben,
und die sich ergebende Mischung wurde einem Ultraschall-Dispergieren
unterzogen, um eine Kupfer(I)oxid-Dispersion herzustellen. Die Dispersion wurde
auf ein Objektglas aufgetragen, so dass sie eine Länge von
5 cm, eine Breite von 1 cm und eine Dicke von 20 μm hatte.
Das Objektglas wurde in einen Brennofen gelegt, und nachdem das
Innere des Ofens durch eine Vakuumpumpe evakuiert worden war, wurde
es durch Argongas ersetzt. Die Temperatur des Brennofens wurde während 1
Stunde von Raumtemperatur auf 350°C
erhöht.
Sobald 350°C
erreicht waren, wurde das Erwärmen
eine weitere Stunde fortgesetzt, um das Material zu brennen. Nach
dem Abkühlen
wurde ein Kupfer-Dünnfilm
mit einer Dicke von 7 μm
und einem spezifischen Volumenwiderstand von 4,0 × 10–6 Ωcm erhalten.
Der erhaltene Dünnfilm
hatte ein hohes Adhäsionsvermögen an dem
Objektglas, wobei der Film unter Verwendung des Scotch-Bandes nicht
abgeschält
wurde.
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Vergleichsbeispiel 1
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Teilchendurchmesser von
feinen Metalloxidteilchen)
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Eine
Kupfer(II)oxid-Dispersion wurde hergestellt, indem man eine Mischung
von 0,5 g eines Kupfer(II)oxid-Pulvers (hergestellt von Wako Pure
Chemical Industries, Ltd.) mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 2,8 μm
und 5 g Diethylenglycol der gleichen Dispergierbehandlung unterzog wie
derjenigen des Beispiels 1, und der mit Dispersion beschichtete
Film auf einem Objektglas auf die gleiche Weise gebrannt wurde wie
im Beispiel 1. Eine große
Anzahl feiner Risse wurde auf der metallischen Kupfer-Oberfläche gebildet,
die auf dem Objektglas erhalten wurde, wodurch sich dieser als Kupfer-Dünnfilm als
ungeeignet erwies. Bei der Beobachtung mittels SEM erkannte man,
dass das Verschmelzen der Teilchen in dem Kupferpulver ungenügend war.
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Vergleichsbeispiel 2
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Teilchendurchmesser von
feinen Metalloxidteilchen)
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Eine
Kupfer(II)oxid-Dispersion wurde hergestellt, indem man eine Mischung
von 5 g eines Kupfer(II)oxid-Pulvers (hergestellt von Wako Pure
Chemical Industries, Ltd.) mit einem durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 2,8 μm,
4,5 g Diethylenglycol und 0,5 g Polyethylenglycol (durchschnittliche Molmasse
600) der gleichen Dispergierbehandlung unterzog wie derjenigen des
Beispiels 1, und der mit Dispersion beschichtete Film wurde auf
einem Objektglas auf die gleiche Weise gebrannt wie im Beispiel
1. Eine große
Anzahl feiner Risse wurde auf der metallischen Kupfer-Oberfläche gebildet,
die auf dem Objektglas erhalten wurde, wodurch sich dieser als Kupfer-Dünnfilm als
ungeeignet erwies. Bei der Beobachtung mittels SEM erkannte man,
dass das Verschmelzen der Teilchen in dem Kupferpulver ungenügend war.
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Gewerbliche Anwendbarkeit
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann durch eine Behandlung bei einer relativ niedrigen Temperatur
unter Verwendung des preiswerten Metalloxids als Rohmaterial ein
Metall-Dünnfilm
auf einem Substrat gebildet werden. Indem man die Dicke der Metalloxid-Dispersion
steuert, die auf das Substrat aufgetragen wurde, kann die Dicke
des Metall-Dünnfilms
beliebig gesteuert werden. Zusätzlich dazu
ist auch die Herstellung einer Verdrahtung durch direkte Abbildung
mittels eines Tintenstrahl-Verfahrens möglich, und daher ermöglicht das Verfahren
eine Verdrahtungsbildung zu geringen Kosten und mit weniger Ressourcen,
weil die Photolithographie- und Ätzungsschritte
des Metall-Dünnfilms,
die bei konventionellen Verfahren der Verdrahtungsbildung notwendig
waren, weggelassen werden können.
Der erhaltene Metall-Dünnfllm
kann vorzugsweise bei Anwendungen verwendet werden wie als Metall-Verdrahtungsmaterial
für Elektroden,
Verdrahtung und Schaltungen oder als leitfähiges Material. Weiterhin kann
der erhaltene poröse
Metall-Dünnfilm
mit einer homogenen und feinen porösen Struktur mit einem Poren-Durchmesser
von 1 μm oder
weniger vorzugsweise bei Anwendung verwendet werden, wie z. B. als
Träger
für einen
Katalysator, als anorganische Filter, als leitfähiges Material, als thermisch
leitfähige
Materialien und dergleichen, und er kann auch vorzugsweise bei Anwendungen
wie Elektroden verwendet werden, die eine große spezifische Oberfläche benötigen.
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Zusammenfassung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Metalloxid-Dispersion,
die durch Wärmebehandlung
bei einer niedrigen Temperatur einen Metall-Dünnfilm auf einem Substrat bilden
kann, wobei ein Metalloxid mit einem Teilchendurchmesser von weniger
als 200 nm in dem Dispergiermedium dispergiert wird. Durch Wärmebehandlung
der Dispersion nach dem Auftragen derselben auf ein Substrat wird ein
Metall-Dünnfilm
gebildet.