-
HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
-
BEREICH DER ERFINDUNG
-
Diese Erfindung bezieht sich den
Bereich der Molekularbiologie, Zellbiologie, und Krebstherapie.
-
ZUSAMMENFASSUNG
DES STANDES DER TECHNIK
-
In Säugetieren ist die Modifizierung
der 5' Position
des Cytosin durch Methylierung die einzige bekannte, natürlich vorkommende
kovalente Modifizierung des Genoms. DNA Methylierungsmuster korrelieren
invers mit der Genexpression (Yeivin, A., und Razin, A. (1993) EXS
64: 523). Deshalb ist vorgeschlagen worden, dass DNA Methylierung
eine epigenetische Determinante der Genexpression ist. DNA Methylierung
ist ebenfalls korreliert mit verschiedenen anderen zellulären Prozessen,
einschließlich
der Chromatinstruktur (Keshet, I. et al., (1986) Cell 44: 535–543; und
Kass, S. U., et al., (1997) Curr. Biol., 7: 157–165), genomisches Imprinting (Barlow,
D. P. (1993) Science, 260: 309–310;
und Li. E., et al., (1993) Nature 366: 362–365), somatische X-Chromosom
Inaktivierung in Frauen (6), und Timing der DNA Replikation (Shemer,
R., et al. (1996) Proc. Natl. Acad. Sci. USA 93: 6371–6376).
-
Selig et al. beschreibt, dass die
DNA 5-Cytosin Methyltransferase (DNA MeTase) Enzyme den Transfer
einer Methylgruppe von S-Adenosyl-methionine zu der 5-Position des Cytosin-Restes
in der Dinukleotid Sequenz CpG katalysieren (Selig, S., et al. (1988)
EMBO J., 7: 419–426).
Bisher sind drei DNA MeTasen in somatischen Geweben von Vertebraten
identifiziert worden. Adams et al. lehrt das DNMT-1 die am meisten
vorkommende DNA MeTase in Säugerzellen
ist (Adams, R. L., et al., (1979) Biochem. Biophys. Acta 561: 345–357). Glickman
et al. lehrt, dass DNMT-1 vorzugsweise halbmethylierte DNA als Substrat
methyliert, und es wird daher angenommen, dass sie in erster Linie
verantwortlich ist für
die Aufrechterhaltung der Methylierungsmuster, die sich in der Entwicklung
etabliert haben (Glickman, F. J., et al., (1997) Biochem. Biophys.
Res. Comm. 230: 280–284).
Okano et al. schlägt
vor, dass die kürzlich
identifierten DNA MeTase Enzyme DNMT3a und DNMT3b, die langgesuchte
de novo Methylierungs-aktivität
kodieren, die verantwortlich ist für die Methylierung zuvor unmethylierter
DNA, um neue DNA Methylierungsmuster herzustellen (Okano, M., et
al., (1998) Nat. Genet. 19: 219–20).
-
DNA-Methylierungsmuster sind sehr
variabel während
der Entwicklung und schließen
sowohl die globale Demethylierung als auch de novo Methylierungs-ereignisse
ein (zum Nachlesen, siehe Razin, A., und Cedar, H. (1993) EXS 64:
343–57).
Genetische Experimente haben gezeigt, dass die richtige Regulierung
der DNA Methylierung essential ist für die normale Säuger Entwicklung.
Li et al. beschreibt das Mäuse,
homozygot für
die gezielte Ausschaltung der DNMT-1 (DNMT-1 -/- Maus), nicht in
der Lage sind die etablierten DNA Methylierungsmuster aufrechterzuerhalten
und sie überleben
die Hälfte
der Schwangerschaft nicht (Li, E., et al., (1992) Cell 69: 915–926). Gleichermaßen beschreibt
Okano et al, dass der DNMT 3b -/- Genotyp letale Embryos in Maus
verursacht, wohingegen DNMT3a -/- Mäuse sich bis zur Geburt entwickeln,
allerdings unterentwickelt sind und nach ungefähr vier Wochen sterben (Okano,
M., et al., (1999) Cell 99: 247–57).
-
Zusätzlich zu der Rolle, die die
DNA-Methylierung in der Entwicklung spielt, hat sie ebenfalls eine
Bedeutung in der Tumorgenese (zum Nachlesen, siehe Jones, P. A.,
und Laird, P. W. (1999) Nat. Genet. 21: 163–167). Baylin et al. beschreibt,
dass abnormale Methylierungmuster in Krebszellen beobachtet werden. Diese
Muster könnten
zur Tumorgenese durch unpassendes Silencing der Tumor Suppressorgene
oder Wachstumsreguliergungsgene beitragen (Baylin, S. B., et al.,
(1998) Adv. Cancer Res. 72: 141–196).
Sayf et al., US. Patent No. 5,919,772 beschreibt, dass Tumorentwicklung
durch Reduzierung der Expression von DNMT-1 rückgängig gemacht werden kann. Erhöhte Spiegel
von DNMT3a und DNMT3b mRNA werden ebenfalls in menschlichen Tumoren
gefunden, was die Frage aufwirft, ob sie eine Rolle in der Tumorgenese
haben (Li, E., et al., (1992) Cell 69: 915–926; Robertson, K. D., et
al. (1999) Nucleic Acids Res. 27: 2291–2298, und Robertson, K. D.,
et al., (2000) Nucleic acid Res. 28: 2108–2113).
-
Deshalb besteht ein Bedarf Mittel
zur Inhibierung spezifischer DNA MeTase Isoformen zu entwickeln. Es
besteht ebenfalls ein Bedarf für
die Entwicklung von Verfahren zur Verwendung dieser Mittel, um spezifische
DNA MeTase Isoformen, die in der Tumorgenese involviert sind, zu
identifizieren und zu inhibieren.
-
KURZE ZUSAMMENFASSUNG
DER ERFINDUNG
-
Der Erfindung stellt Verfahren und
Mittel zur Inhibierung spezifischer DNA Methyltransferase (DNA MeTase)
Isoformen durch Inhibierung der Expression auf dem Nukleinsäure Level
oder durch Inhibierung der enzymatischen Aktivität auf den Protein Level bereit.
Die Erfindung ermöglicht
die Identifizierung und spezifische Inhibierung von spezifischen
DNA MeTase Isoformen, die in der Tumorgenese involviert sind. Daher
stellt die Erfindung eine Behandlung von Krebs bereit. Die Erfindung
ermöglicht
ferner die Identifizierung und spezifische Inhibierung von spezifischen
DNA MeTase Isoformen involviert in Zellproliferation- und/oder Differenzierung
und stellt somit ein Verfahren zur Behandlung von Zellproliferation- und/oder Differenzierungsstörungen bereit.
-
Die Erfinder haben neue Mittel entdeckt,
die spezifische DNA MeTase Isoformen inhibieren. Entsprechend stellt
die Erfindung in einem ersten Aspekt Mittel bereit, die ein oder
mehrere spezifische DNA MeTase Isoformen, aber nicht alle DNA MeTase
Isoformen, inhibieren. Solche spezifischen DNA MeTase Isoformen schließen DNMT-1,
DNMT3a, und DNMT3b ein, ohne auf diese beschränkt zu sein. Nicht einschränkende Beispiele
dieser neuen Mittel schließen
Antisense Oligonukleotide (Oligos) und Small Molecule Inhibitoren,
spezifisch für
ein oder mehrere, aber nicht alle, DNA MeTase Isoformen ein.
-
Die Erfinder haben überraschenderweise
entdeckt, dass spezifische Inhibierung von DNMT3a und DNMT3b den
tumorogenen Zustand einer transformierten Zelle umkehrt. Die Erfinder
haben ebenfalls überraschenderweise
entdeckt, dass die Inhibierung der DNMT3a und DNMT3b Isoformen dramatisch
den Wachstumsstop und Apoptosis in Krebszellen induziert. Daher
ist in verschiedenen Ausführungsformen
dieses Aspektes der Erfindung die inhibierte DNA MeTase Isoform
DNMT3a und/oder DNMT3b. In verschiedenen bevorzugten Ausführungsformen
ist das Mittel, dass die spezifische DNA MeTase Isoform inhibiert
ein Oligonukleotid, dass die Expression eines Nukleinsäuren-Moleküls, kodierend
eine DNA MeTase Isoform, inhibiert. In einigen Ausführungsformen
inhibiert das Oligonukleotid die Transkription der mRNA, die DNA
MeTase Isoform kodieret. In anderen Ausführungsformen inhibiert das
Oligonukleotid die Translation der DNA MeTase Isoform. In verschiedenen
Ausführungsformen
verursachen die Oligonukleotide einen Abbau der Nukleinsäure-Moleküle. Besonders
bevorzugte Ausführungsformen
schließen
Antisense Oligonukleotide für
DNMT-1, DNMT3a, oder DNMT3b ein. In einer Ausführungsform, dieses ersten Aspekts
ist das Mittel, dass eine spezifische DNA MeTase Isoform inhibiert
ein Small Molecule Inhibitor, der die Aktivität einer oder mehrerer spezifischer
DNA MeTase Isoformen, aber nicht aller DNA MeTase Isoformen, inhibiert.
-
In einem zweiten Aspekt, stellt die
Erfindung ein Verfahren zu Inhibierung einer oder mehrerer, aber nicht
aller, DNA MeTase Isoformen in einer Zelle bereit, umfassend das
Kontaktieren der Zelle mit einem Mittel des ersten Aspektes der
Erfindung. In anderen, bevorzugten Ausführungsformen ist das Mittel
ein Oligonukleotid. In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen,
ist das Mittel ein Small Molecule Inhibitor. In bestimmten bevorzugten
Ausführungsformen
des zweiten Aspektes der Erfindung ist die Zellproliferation in
der kontaktierten Zelle inhibiert. In bevorzugten Ausführungsformen
ist die Zelle eine neoplastische Zelle, die in einem Tier, einschließlich eines
Menschen, sein kann und die ein neoplastisches Wachstum zeigt. In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
umfasst das Verfahren des zweiten Aspektes der Erfindung ferner
das Kontaktieren der Zelle mit einem Small Molecule Inhibitor einer
DNA MeTase, der mit einer oder mehreren spezifischen DNA MeTase
Isoformen interagiert und die die enzymatische Aktivität reduziert.
In anderen bevorzugten Ausführungsformen
des zweiten Aspektes der Erfindung, umfasst das Verfahren ein Mittel
des erstes Aspektes der Erfindung welches eine Kombination von einem
oder mehreren Antisense Oligonukleotiden und/oder einem oder mehreren
Small Molecule Inhibitors des ersten Aspektes der Erfindung ist.
-
In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT-1,
DNMT3a, oder DNMT3b. In anderen bevorzugten Ausführungsformen ist die DNA MeTase
Isoform DNMT3a und/oder DNMT3a. In einigen Ausführungsformen ist der Small
Molecule Inhibitor der DNA MeTase funktional assoziiert mit dem
Antisense Oligonukleotid.
-
In einem dritten Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahren zur Inhibierung der neoplastischen Zellproliferation
in einem Tier bereit, umfassend das Verabreichen einer therapeutisch
effizienten Menge eines Mittels des ersten Aspektes der Erfindung
an ein Tier mit mindestens einer neoplastischen Zelle im Körper. In
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
ist das Mittel ein Antisense Oligonukleotid, dass mit einem pharmazeutisch
verträglichen
Träger
kombiniert ist und für
eine therapeutisch effiziente Zeit verabreicht wird. In bestimmten
bevorzugten Ausführungsformen
ist das Mittel ein Small Molecule Inhibitor der mit einem pharmazeutisch
verträglichen
Träger
kombiniert ist und für
eine therapeutische effiziente Zeit verabreicht wird. In bestimmten
bevorzugten Ausführungsformen
dieses Aspekts der Erfindung ist die Zellproliferation in der kontaktieren
Zellen inhibiert. In bevorzugten Ausführungsformen ist die Zelle
eine neoplastische Zelle, die in einen Tier, einschließlich eines
Menschen ist und die ein neoplastisches Wachstum zeigt. In anderen
bestimmten Ausführungsformen
ist das Mittel ein Small Molecule Inhibitor des ersten Aspektes
der Erfindung, dass mit einem pharmazeutisch verträglichen
Träger
kombiniert ist und für
eine therapeutisch effiziente Zeit verabreicht wird. In anderen
bevorzugten Ausführungsformen
des dritten Aspektes der Erfindung umfasst das Verfahren ein Mittel
des ersten Aspektes der Erfindung, dass eine Kombination aus einem
oder mehreren Antisense Oligonukleotiden und/oder einem oder mehreren
Small Molecule Inhibitoren des ersten Aspektes der Erfindung ist.
In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT-1 , DNMT3a, oder DNMT3b. In anderen
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT3a und/oder DNMT3b.
-
In einem vierten Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahren zur Identifizierung einer spezifischen DNA MeTase
Isoform bereit, die für
die Induktion der Zellproliferation erforderlich ist, umfassend
das Kontaktieren einer Zelle mit einem Mittel des ersten Aspekts
der Erfindung. In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen ist das Mittel
ein Antisense Oligonukleotid, dass die Expression der DNA MeTase
Isoform inhibiert, wobei das Antisense Oligonukleotid spezifisch
ist für
eine bestimmte DNA MeTase Isoform und daher wird durch Inhibierung
der Zellproliferation in der kontaktierten Zelle die DNA MeTase
Isoform als eine DNA MeTase Isoform identifiziert, die für die Induktion
der Zellproliferation erforderlich ist. In bestimmten anderen Ausführungsformen
ist das Mittel eine Small Molecule Inhibitor, der die Aktivität der DNA
MeTase Isoform inhibiert, wobei der Small Molecule Inhibitor spezifisch
ist für
eine bestimmte DNA MeTase Isoform und das Inhibieren der Zellproliferation
in der kontaktierten Zelle die DNA MeTase Isoform als eine DNA MeTase
Isoform, die für
die Zellproliferation erforderlich ist, identifiziert. In bestimmten
bevorzugten Ausführungsformen
ist die Zelle eine neoplastische Zelle und die Induktion der Zellproliferation
ist Tumorgenese. In anderen bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
des vierten Aspektes der Erfindung umfasst das Verfahren ein Mittel
des erstes Aspektes der Erfindung, dass eine Kombination von einen
oder mehreren Antisense Oligonukleotiden und/oder einen oder mehreren
Small Molecule Inhibitoren des erstes Aspektes der Erfindung ist.
In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen,
ist die DNA MeTase DNMT-1, DNMT3a, oder DNMT3b. In anderen bestimmten
bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT3a und/oder DNMT3b.
-
In einem fünften Aspekt stellt die Erfindung
ein Verfahren zur Identifizierung einer DNA MeTase Isoform bereit,
die an der Induktion der Zelldifferenzierung beteiligt ist, umfassend
Kontaktieren einer Zelle mit einem Mittel, dass die Expression einer
DNA MeTase Isoform inhibiert, wobei die Induktion der Differenzierung in
der kontaktierten Zelle, die DNA MeTase Isoform als eine DNA MeTase
Isoform identifiziert, die bei der Induktion der Zell Differenzierung
beteiligt ist. In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen ist das Mittel
ein Antisense Oligonukleotid des erstes Aspektes der Erfindung.
In anderen bestimmten bevorzugten Ausführungsformen ist das Mittel
ein Small Molecule Inhibitor des ersten Aspekts der Erfindung. In
anderen bestimmten Ausführungsformen
ist die Zelle eine neoplastische Zelle. In andern bevorzugten Ausführungsformen
des fünften
Aspektes der Erfindung umfasst das Verfahren ein Mittel des erstes
Aspektes der Erfindung, dass eine Kombination eines oder mehrerer Antisense
Oligonukleotide und eines oder mehrerer Small Molecule Inhibitoren
des ersten Aspektes der Erfindung ist. In bestimmten bevorzugten
Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT-1, DNMT3a oder DNMT3b. In anderen
bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT3a und/oder DNMT3b.
-
In einem sechsten Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahrung zur Inhibierung des neoplastischen Zellwachstums
in einen Tier bereit, umfassend das Verabreichen einer therapeutisch
effizienten Menge eines Mittels des ersten Aspektes der Erfindung
an ein Tier mit mindestens einer neoplastischen Zelle. In bevorzugten Ausführungsformen
ist das Mittel ein Antisense Oligonukleotid, dass mit einem pharmazeutisch
verträglichen Träger kombiniert
wird und für
eine therapeutische effektive Zeit verabreicht wird.
-
In einem siebten Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahren zur Identifizierung einer DNA MeTase Isoform
bereit, die an der Induktion der Zelldifferenzierung beteiligt ist,
umfassend das Kontaktieren einer Zelle mit einem Antisense Oligonukleotid,
dass die Expression einer DNA MeTase Isoform inhibiert, wobei die
Induktion der Differenzierung in der kontaktierten Zelle die DNA
MeTase Isoform als eine DNA MeTase Isoform identifiziert, die bei
der Induktion der Zell Differenzierung beteiligt ist. Vorzugsweise
ist die Zelle eine neoplastische Zelle. In bestimmten bevorzugten
Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT-1, DNMT3a oder DNMT3b. In anderen
bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT3a und/oder DNMT3b.
-
In einem achten Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahren zur Inhibierung der Zellproliferation in
einer Zelle bereit, umfassend dass Kontaktierten einer Zelle mit
mindestens zwei Mitteln, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus einem Antisense Oligonukleotid des
ersten Aspektes der Erfindung das die Expression der spezifischen
DNA MeTase Isoform inhibiert, einem Small Molecule Inhibitor des
erstes Aspektes der Erfindung, der eine spezifische DNA MeTase Isoform
inhibiert, einem Antisense Oligonukleotid, das eine DNA Methyltransferase
inhibiert und einem Small Molecule, das eine DNA Methyltransferase
inhibiert. In einer Ausführungsform,
ist die Inhibierung des Zellwachstums der kontaktierten Zelle größer als
die Inhibierung des Zellwachstums einer Zelle, die nur mit einem
Mittel kontaktiert wird. In bevorzugten Ausführungsformen ist jedes Mittel
ausgewählt
aus der Gruppe im Wesentlichen rein. In bevorzugten Ausführungsformen
ist die Zelle eine neoplastische Zelle. In stärker bevorzugten Ausführungsformen
sind die Mittel ausgewählt
aus die Gruppe funktionell assoziiert. In bestimmten bevorzugten
Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT-1, DNMT3a oder DNMT3b. In anderen
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT3a und/oder DNMT3b.
-
In einem neunten Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahren zur Modulierung der Zellproliferation oder Differenzierung
bereit, umfassend Kontaktieren einer Zelle mit einem Mittel des
erstes Aspektes der Erfindung, wobei eine oder mehrere, aber nicht
alle, DNA MeTase Isoformen inhibiert werden, was zu einer Modulierung der
Proliferation oder Differenzierung führt. In bestimmten bevorzugten
Ausführungsformen
ist das Mittel ein Antisense Oligonukleotid des erstes Aspektes
der Erfindung. In anderen bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
ist das Mittel eine Small Molecule Inhibitor des ersten Aspektes
der Endung. In bevorzugten Ausführungsformen
ist die Zellproliferation Neoplasia. In anderen bevorzugten Ausführungsformen
dieses Aspektes der Erfindung umfasst das Verfahren ein Mittel des
erstes Aspektes der Erfindung, dass eine Kombination von einem oder
mehreren Antisense Oligonukleotiden und/oder einem oder mehreren
Small Molecule Inhibitoren des erstes Aspektes der Erfindung ist.
In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT-1, DNMT3a oder DNMT3b. In anderen
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT3a und oder DNMT3b.
-
In einem zehnten Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahren zur Inhibierung der Zellproliferation in
einer Zelle bereit, umfassend Kontaktieren einer Zelle mit mindestens
zwei Mitteln ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus einem Antisense Oligonukleotid des
erstes Aspektes der Erfindung, dass die Expression einer spezifischen
DNA MeTase Isoform inhibiert, einem Small Molecule Inhibitor, der
eine spezifische DNA MeTase Isoform inhibiert, einem Antisense Oligonukleotid,
das eine Histon-Deactylase inhibiert, und einem Small Molecule,
das eine Histon-Deactylase inhibiert. In einer Ausführungsform,
ist die Inhibierung des Zellwachstums der kontaktierten Zelle größer als
die Inhibierung des Zellwachstums einer kontaktierten Zelle mit
nur einem der Mittel. In bestimmten Ausführungsformen ist jedes der
Mittel ausgewählt
aus der Gruppe, im Wesentlichen rein. In bevorzugten Ausführungsformen,
ist die Zelle eine neoplastische Zelle. In besonders bevorzugten
Ausführungsformen
sind die Mittel, ausgewählt
aus der Gruppe, funktionell assoziiert.
-
In einem elften Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahren zur Inhibierung der Zellproliferation in
einer Zelle bereit, umfassend das Kontaktieren einer Zelle mit mindestens
zwei Mitteln, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus einem Antisense Oligonukleotid des
erstes Aspektes der Erfindung, dass die Expression einer spezifischen
DNA MeTase Isoform inhibiert, einem Small Molecule Inhibitor, der
eine spezifische DNA MeTase Isoform inhibiert, einem Antisense Oligonukleotid,
das eine Histon-Deacylase inhibiert und einem Small Molecule Inhibitor,
der eine Histon-Deacylase
inhibiert. In einer Ausführungsform
ist die Inhibierung des Zellwachstums der kontaktierten Zelle größer als
die Inhibierung des Zellwachstums eine Zelle kontaktiert mit nur
einem der Mittel. In bestimmen Ausführungsformen ist jedes Mittel,
ausgewählt
aus der Gruppe, im Wesentlichen rein. In bevorzugten Ausführungsformen
ist die Zelle eine neoplastische Zelle. In besonderen bevorzugten Ausführungsformen
sind die Mittel, ausgewählt
aus der Gruppe, funktionell assoziiert.
-
KURZE BESCHREIBUNG
DER FIGUREN
-
1A ist
ein schematisches Diagramm, das die Strukturen und die Genbank Hinterlegungsnummer der
DNA Methyltransferase Gene, DNMT-1, DNMT3a, und DNMT3b zeigt.
-
1B ist
ein schematisches Diagramm, das die Nukleotidsequenz der DNMT-1
cDNA gemäß Genbank
Hinterlegungsnummer NM_001379 zeigt.
-
1C ist
ein schematisches Diagramm, das die Nukleotidsequenz der DNMT3a
cDNA gemäß Genbank
Hinterlegungsnummer AF_067972 zeigt.
-
1D ist
ein schematisches Diagramm, das die Nukleotidsequenz der DNMT3b
cDNA gemäß Genbank
Hinterlegungsnummer NM_006892 zeigt.
-
1E ist
ein schematisches Diagramm, das die Nukleotidsequenz der DNMT3b3
cDNA gemäß Genbank
Hinterlegungsnummer AF156487 zeigt.
-
1F ist
ein schematisches Diagramm, das die Nukleotidsequenz der DNMT3b4
cDNA gemäß Genbank
Hinterlegungsnummer AF_129268 zeigt.
-
1G ist
ein schematisches Diagramm, das die Nukleotidsequenz der DNMT3b
cDNA gemäß Genbank
Hinterlegungsnummer AF_129269 zeigt.
-
2 ist
ein schematisches Diagramm, das die Struktur der DNMT3a cDNA und
die Position der in anfänglichen
Screens getesteten Antisense Oligonukleotide zeigt. Die Zahlen in
Klammern zeigen die Anfangsposition der Antisense Oligonukleotide
auf der DNMT3a Sequenz. Die Sequenz und Position der aktivsten Antisense
Inhibitoren, identifiziert im Screen, ist ebenfalls gezeigt.
-
3 ist
ein schematisches Diagramm, das die Struktur der DNMT3b cDNA und
die Position der in anfänglichen
Screens getesteten Antisense Oligonukleotide zeigt. Die Zahlen in
Klammern zeigen die Anfangsposition der Antisense Oligonukleotide
auf der DNMT3b Sequenz. Die Sequenz und Position der aktivsten Antisense
Inhibitoren, identifiziert im Screen, ist ebenfalls gezeigt.
-
4 ist
eine Darstellung eines Northern Blots, der die Dosis abhängigen Effekte
des DNMT3a Antisense Oligonukleotids (SEQ ID NO:33) auf die Expression
der DNMT3a mRNA in menschlichen A549 „non small cell" Lungenkrebs Zellen
zeigt. Ebenfalls gezeigt ist die Spezifität von SEQ ID NO:33 für DNMT3a.
Als nicht Targets sind die mRNAs DNMT-1, DNMT3b, und Glyceraldehyd
3'-Phosphat-Dehydrogenase
nicht betroffen.
-
5 ist
eine Darstellung eines Northern Blots, der die Dosis abhängigen Effekte
des DNMT3b Antisense Oligonukleotids (SEQ ID NO:18) auf die Expression
der DNMT3b mRNA in menschlichen A549 „non small cell" Lungenkrebs Zellen
zeigt. Ebenfalls gezeigt ist die Spezifität von SEQ ID NO:18 für DNMT3b.
Als nicht Targets sind die mRNAs DNMT-1, DNMT3a, und Glyceraldehyd
3'-Phosphat-Dehydrogenase
nicht betroffen.
-
6 ist
eine Darstellung eines Western Blots, der die Dosis abhängigen Effekte
der DNMT3b Antisense Inhibitoren SEQ ID NO:18 auf den DNMT3b Protein
Spiegel in menschlichen T24 Blasenkrebszellen und menschlichen A549 „non small
cell" Lungenkrebszellen
zeigt. Die Zellen werden 48 Stunden mit ansteigenden Dosen von SEQ
ID NO:18 behandelt. Danach werden die Zellen geerntet und die DNMT3b
Spiegel werden durch Western Blot mit einem DNMT3b spezifischen
Antikörper
bestimmt.
-
7 ist
eine graphische Darstellung, die den apoptopischen Effekt der DNMT3a
und DNMT3b Inhibierung bei menschlichen „non small cell" Lungenkrebs Zellen
zeigt.
-
8 ist
eine graphische Darstellung, die den Dosis abhängigen apoptopischen Effekt
der DNT3b Inhibierung bei menschlichen „non small cell" Lungenkrebs Zellen
durch DNMT3b Antisense Inhibitoren zeigt.
-
9 ist
eine graphische Darstellung, die den Dosis abhängigen apoptopischen Effekt
der DNT3b Inhibierung bei menschlichen T24 „non small cell" Lungenkrebs Zellen
durch DNMT3b Antisense Inhibitoren zeigt.
-
10 ist
eine graphische Darstellung, die den Krebs spezifischen apoptotischen
Effekt der DNMT3b Inhibierung zeigt. DNMT3b Inhibitor SEQ ID NO:18
induziert Apoptosis in A549 Zellen. Eine ähnliche Behandlung der beiden
normalen Zelllinien HMEC und MRHF zeigt keine Apoptosis.
-
11A ist
eine graphische Darstellung, die den Dosis abhängige Effekt der DNMT3b AS1
Antisense Oligonukleotide auf die Proliferation bei menschlichen
A459 Krebszellen zeigt.
-
11B ist
eine graphische Darstellung, welche die Krebsspezifität des antiproliferativen
Effektes der DNMT3a und DNMT3b Inhibierung zeigt. Die Inhibierung
von DNMT3a und DNMT3b verursacht antiproliferative Effekte auf Krebszellen,
aber beeinflusst nicht die Proliferation der normalen menschlichen
Hautfibroblasten Zelllinien MRHF.
-
DETAILIERTE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
-
Die Erfindung stellt Verfahren und
Mittel zur Inhibierung spezifischer DNA MeTase Isoformen durch Inhibierung
der Expression auf dem Nukleinsäuren
Level oder Protein Aktivität
auf dem enzymatischen Level bereit. Die Erfindung erlaubt die Identifizierung
und spezifische Inhibierung von spezifischen DNA MeTase Isoformen,
involviert in Tumorgenese, und stellt daher eine Behandlung für Krebs
bereit. Die Erfindung erlaubt ferner die Identifizierung und spezifische
Inhibierung von spezifischen DNA MeTase Isoformen, involviert in
Zell-proliferation und/oder Differenzierung, und stellt daher eine
Behandlung für
Zell-proliferations und/oder Differenzierungsstörungen bereit.
-
Die Patente und wissenschaftliche
Literatur auf die Bezug genommen wird, zeigt das Wissen auf, das für den Fachmann
zur Verfügung
steht. Die erteilten Patente, Anmeldungen und Referenzen, einschließlich der Genbank
Database Sequenzen, die zitiert werden, sind in demselben Umfang
eingeschlossen als wenn auf sie spezifisch und individuell Bezug
genommen würde.
-
In einem ersten Aspekt stellt die
Erfindung Mittel bereit, die ein oder mehrere DNA MeTase Isoformen, aber
nicht alle, spezifischen DNA MeTase Isoformen inhibieren. Wie hier
austauschbar verwendet beziehen sich die Begriffe „DNA MeTase", „DNMT", „DNA MeTase
Isoform", „DNMT Isoform", und ähnliche
Begriffe auf jede Familie von Enzymen, die eine Methylgruppe an
die C5-Position von Cytosin in DNA. Bevorzugte DNA MeTase Isoformen
schließen
Erhaltungs und de novo Methyltransferasen ein. Spezifische DNA MeTasen schließen ein
DNMT-1, DNMT3a, und DNMT3b ohne auf diese beschränkt zu sein. Als nicht limitierendes
Beispiel schließen
nützliche
Mittel, die ein oder mehrere DNA MeTase Isoformen, aber nicht alle
spezifischen DNA MeTase Isoformen inhibieren, Antisense Oligonukleotide
und Small Molecule Inhibitoren ein.
-
Die Erfinder haben überraschenderweise
entdeckt, dass spezifische Inhibierung der DNMT-1 den tumorogenen
Zustand einer transformierten Zelle umkehrt. Die Erfinder haben
ebenfalls überraschenderweise entdeckt,
dass die Inhibierung der DNMT3a und/oder DNMT3b Isoformen dramatisch
den Wachstumsstop und die Apoptosis in Krebszellen induziert. Daher
ist in verschiedenen Ausführungsformen
dieses Aspektes der Erfindung die inhibierte DNA MeTase Isoform
DNMT3a und/oder DNMT3b.
-
Bevorzugte Mittel, die DNMT3a und/oder
DNMT3b inhibieren dramatisch das Wachstum von menschlichen Krebszellen,
unabhängig
vom p53 Status. Diese Mittel induzieren signifikant Apoptosis in
den Krebszellen und verursachen einen dramatischen Wachstumsstop.
Inhibitorische Mittel, die ein oder mehrere dieser Ergebnisse erzielen,
fallen in der Schutzbereich der Erfindung. Antisense Oligonukleotide
und/oder Small Molecule Inhibitoren von DNMT3a und/oder DNMT3b sind
nicht einschränkende
Beispiele für
die Erfindung.
-
In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
ist das Mittel, dass die spezifische DNMT Isoform inhibiert, ein
Oligonukleotid, dass die Expression einer Nukleinsäuren, kodierend
eine spezifisches DNA MeTase Isoform, inhibiert. Das Nukleinsäuren-Molekülen kann
eine genomische DNA (zum Beispiel, ein Gen), cDNA, oder RNA sein.
In einer anderen Ausführungsform
inhibiert das Oligonukleotid ultimativ die Translation der DNA MeTase.
In bestimmten Ausführungsformen,
verursacht das Oligonukleotid den Abbau der Nukleinsäuren-Moleküle. Bevorzugte
Antisense Oligonukleotide haben wirksame und spezifische Antisense
Aktivität
in nanomolaren Konzentrationen. Die Antisense Oligonukleotide gemäß der Erfindung
sind komplementär
zu einer Region der RNA oder doppelsträngiger DNA, die einen Teil
einer oder mehrerer DNA MeTase Isoformen kodiert (hierbei wird berücksichtigt,
dass die Homologie zwischen verschiedenen Isoformen einem einzigen Antisense Oligonukleotid
ermöglichen
kann, komplementär
zu einem Teil mehrerer Isoformen zu sein).
-
Für
die Zwecke der Erfindung bedeutet der Begriff „Komplementär" die Fähigkeit
zu einer genomischen Region, einem Gen, oder einem RNA Transkript
hiervon unter physiologischen Bedingungen zu hybridisieren. Diese
Hybridisierung ist das Ergebnisse von Basen spezifischen Wasserstoffbrücken zwischen
komplementären
Strängen,
vorzugsweise auf Grund von Watson Crick oder Hoogsteen Basenpaarungen,
obgleich andere Arten der Wasserstoffbrücken genauso wie Basenstappelung
ebenfalls zu Hybridisierung führen
können.
Praktisch gesehen, kann Hybridisierung beobachtet werden durch die
spezifische Inhibierung der Gen Expression, auf der Stufe der Transkription
oder Translation (oder auf beiden).
-
Für
die Zwecke der Erfindung schließt
der Begriff „Oligonukleotid" ein, Polymere von
zwei oder mehr Deoxyribonukleotiden, Ribonukleotiden, oder 2'-O-substituierten
Ribonukleotide-Resten, oder jede Kombination hiervon. Vorzugsweise
haben diese Oligonukleotide von etwa 8 bis etwa 50 Nukleosid-Reste
und besonderes bevorzugt von etwa 12 bis etwa 30 Nukleosid-Reste.
Die Nukleosid-Reste können
durch jede der bekannten Internukleosid-Bindungen miteinander verbunden
sein. Diese Internukleosid-Bindungen schließen ohne Einschränkung die
folgenden ein, Phosphorothioat, Phosphorodithioat, Alkylphosphonat,
Alkylphosphonothioat, Phosphotriester, Phosphoramidat, Siloxan,
Carbonat, Carbolxymethylester, Acetamidat, Carbamat, Thioether,
Phosphoramidat-Brücken,
Methylen-Phosphonat-Brücken,
Phosphorothioat-Brücken,
und Sulfon-Internukleosid-bindungen. In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
können
diese Internukleosid-Bindungen Phosphodiester, Phosphotriester,
Phosphorothioat, oder Phosphoramidat Bindungen, oder Kombination
hiervon sein. Der Begriff Oligonukleotid schließt ebenfalls Polymere mit chemischen
modifizierten Basen oder Zucker-Resten und/oder mit zusätzlichen
Substituenten, einschließlich
lipophilen Gruppen, interkalierender Agenzien, Diamine, und Adamantane
ein, ohne auf diese beschränkt
zu sein. Der Begriff Oligonukleotid schließt ebenfalls Polymere wie PNA
und LNA ein. Für
die Zwecke der Erfindung bedeutet der Begriff " 2'-0-substituiert", Substitution an
der 2'-Position des Pentose-Restes
mit einer O-Niederalkylgruppe mit 1–6 gesättigten oder ungesättigen Kohlenstoffatomen,
oder mit einer O-Aryl oder Alkyl Gruppe mit 2–6 Kohlenstoffatomen, wobei
die Alkyl-, Aryl-, oder Allyl- Gruppe unsubstituiert oder substituiert
sein kann, zum Beispiel mit einer Halogen-, Hydroxy-, Trifluromethyl-,
Cyano-, Nitro-, Acyl-, Acyloxy-, Alkoxy-, Carboxyl-, Carbalkoxyl-, oder
Amino-Gruppe, oder
die 2'-Substitution
kann eine Hydroxy-Gruppe haben (um ein Ribonukleosid herzustellen),
eine Amino- oder eine Halogen- Gruppe, aber nicht mit einer 2'-H-Gruppe.
-
Besonders bevorzugte Antisense Oligonukleotide
die gemäß diesem
Aspekt der Erfindung benutzt werden, schließen Chimärische Oligonukleotide und
Hybridoligonukleotide ein.
-
Für
die Zwecke der Erfindung bezieht sich ein „chimärisches Oligonukleotid" auf ein Oligonukleotid
mit mehr als einem Typ von Internukleosid-Bindung. Eine bevorzugte
Ausführungsformen
eines Chimären
Oligonukleotids ist ein chimäres
Oligonukleotide, umfassend eine Phosphorothioat-, Phosphodiester-
oder Phosphorodithioat-Region, vorzugsweise umfassend von etwa 2
bis etwa 12 Nukleotide, und eine Alkylphosphonat- oder Alkylphosphonothioat-
Region (siehe z.B. Pederson et al. U. S. Patents 5,635,377 und 5,366,878).
-
Vorzugsweise enthalten die Chimären Oligonukleotide
mindestens drei aufeinander folgende Internukleosid-Bindungen ausgewählt von
Phosphodiester- und Phosphorothioat-Bindungen oder Kombination hiervon.
-
Für
die Zwecke der Erfindung bezieht sich ein „Hybrid Oligonukleotid" auf eine Oligonukleotid
mit mehr als einem Nukleosidtyp. Eine bevorzugte Ausführungsform
eines Hybrid Oligonukleotids umfasst eine Ribonukleotid Region,
vorzugsweise umfassend etwa 2 bis etwa 12 2'-0-substituierte Nukleotide und eine
Deoxyribonukleotid-Region. Vorzugsweise enthält ein Hybrid Oligonukleotid
mindestens 3 aufeinander folgende Deoxyribonukleoside und enthält ebenfalls
Ribonukleosid, 2'-O-substituierte
Ribonukleoside, oder Kombination hiervon (siehe, z.B. Metelev und
Agrawal, U. S. Patents 5,652,355 und 5,652,356).
-
Die exakte Nukleotidsequenz und chemische
Struktur eines Antisense Oligonukleotids zur Anwendung in der Erfindung
kann variiert werden, so lange wie das Oligonukleotid die Fähigkeit
behält
die Expression einer spezifischen DNA MeTase Isoform zu inhibieren,
eine oder mehrere DNA MeTase Isoformen, aber nicht alle, spezifischen
DNA MeTase Isoformen zu inhibieren. Dies kann einfach festgestellt
werden durch den Test, ob ein bestimmtes Antisense Oligonukleotid
aktiv ist z.B. durch Quantifizierung der Menge von mRNA, kodiert durch
eine spezifisches DNA MeTase Isoform, Quantifizierung der Menge
von Protein einer DNA MeTase Isoform, Quantifizierung der enzymatischen
Aktivität
der DNA MeTase Isoform oder Quantifizierung der Fähigkeit der
DNA MeTase Isoform Zellwachstum in einem in vitro oder in vivo Zellwachstumsassay
zu inhibieren. Details sind in dieser Patentanmeldung beschrieben.
Der Begriff „Expressions
Inhibierung" und ähnliche
hier verwendete Begriffe umfassen eine oder mehrere dieser Parameter.
-
Antisense Oligonukleotide zur Verwendung
in dieser Erfindung können
auf einen geeigneten festen Träger
synthesiziert werden unter Verwendung bekannter chemische Verfahren,
einschließlich
H-Phosphonat Chemie, Phosphoramidit Chemie, oder einer Kombination
von H-Phosphonat Chemie und Phosphoramidit Chemie (d.h. H-Phosphonate Chemie
für einige
Zyklen und Phosphoramidit Chemie für andere Zyklen). Geeignete
feste Träger
schließen
alle Standard festen Träger
ein, die für
Festphasen-oligo-synthese wie Controlled Pure Glass (CPG) (siehe,
z.B. Pon, R. T., Methods in Molec. Biol. 495–496, 1993) verwendet werden.
-
Antisense Oligonukleotide gemäß der Erfindung
sind nützlich
für eine
Vielzahl von Zwecken. Zum Beispiel, können sie als „Proben" der physiologischen
Funktion der spezifischen DNA MeTase Isoformen verwendet werden
durch Verwendung der Inhibierung der Aktivität der spezifischen DNA MeTase
Isoform in einen experimentellen Zell-Kultur – oder Tier-System und Evaluierung
der Effekte der Inhibierung dieser spezifischen DNA MeTase Isoform
Aktivität.
Dies wird erreicht durch Verabreichung eines Antisense Oligonukleotid,
dass die Expression einer oder mehrerer DNA MeTase Isoformen gemäß der Erfindung
inhibiert an eine Zelle oder ein Tier und beobachten der phenotypischen
Effekte. Bei diese Verwendung wird ein Antisense Oligonukleotid gemäß der Erfindung
einem traditionellen „Gene
Knockout" Ansatz
vorgezogen, da die Verwendung einfacher ist, um die Aktivität einer
spezifischen DNA MeTase Isoform an ausgewählten Stadien der Entwicklung
oder Differenzierung zu inhibieren.
-
Bevorzugte Antisense Oligonukleotide
der Erfindung inhibieren entweder die Transkription eines Nukleinsäure-Moleküle, kodierend
die DNA MeTase Isoform und/oder die Translation eines Nukleinsäure-Moleküle, kodierend
die DNA MeTase Isoform und/oder führen zum Abbau von dieser Nukleinsäure. DNA
MeTase kodierende Nukleinsäure-Moleküle können RNA
oder doppelsträngige
DNA Regionen sein und schließen ohne
auf diese beschränkt
zu sein intronische Sequenzen, nicht translatierte 5' und 3' Regionen, Intron-Exon Grenzen
genauso wie kodierende Sequenzen eines Gens für ein Familien Mitglied einer
DNA MeTase ein (Siehe, z.B., Yoder, J. A., et al. (1996) J. Biol.
Chem. 271: 31092–31097;
Xie, S., et al. (1999) Gene 236: 87–95; und Robertson, K. D.,
et al. (1999) Nucleic Acids Research 27: 2291–2298).
-
Besonders bevorzugte nicht beschränkende Beispiele
von Antisense Oligonukleotiden der Erfindung sind komplementär zu Bereichen
der RNA oder doppelsträngiger
DNA, kodierend eine DNA MeTase Isoform (z.B., DNMT-1, DNMT3a, DNMT3b
(auch genannt DNMT3b1), DNMT3b2, DNMT3b3, DNMT3b3, DNMT3b4, DNMT,
3b5) (siehe, z.B., GenBank Accession No. NM001379 für humane
DNMT-1 (1B); GenBank Accession No.
AF-067972 für
humane NMT3, (1C); GenBank Accession
Nos. NM006892, AF_156 188, AF_176228, und XM-009449 für humane
DNMT3b (1D); Nukleotide Positionen
115–1181
und 1240–2676 of
GenBank No. NM006892 für
humane DNMT3b2, GenBank Accession No. AF 156487 für human
DNMT3b3 (1E), GenBank Accession No.
AF 129268 für
humane DNMT3b4 (1F), und GenBank Accession
No. AF 129269 für
humane DNMT3b5 (1G).
-
Wie hier verwendet, schließt die Referenz
zu einer spezifischen DNA MeTase Isoform die Referenz zu allen RNA
Splice Varianten dieser bestimmten Isoform ein. Als nicht einschränken des
Beispiel bedeutet die Referenz zu DNMT3b, dass auch dies Splice
Varianten DNMTb2, DNMTb3, DNMTb4, und DNMTb5 eingeschlossen sind.
-
Die Sequenzen kodierend DNA MeTasen
von nicht menschlichen Tier Spezies sind ebenfalls bekannt, siehe,
z.B., GenBank Accession Nummer AF_175432 (murine DNMT-1) ; NM_010068
(murine DNMT3a) ; und NM_007872 (murine DNMT3b).
-
Entsprechend können die Antisense Oligonukleotide
der Erfindung ebenfalls komplementär sein zu Bereichen von RNA
oder doppelsträngiger
DNA, die DNA MeTase von nicht menschlichen Tieren kodieren. Antisense
Oligonukleotide gemäß dieser
Ausführungsform
sind nützlich
als Werkzeuge in Tier-Modellen zum Studium der Rolle von spezifischen
DNA MeTase Isoformen.
-
Besonders bevorzugte Oligonukleotide
haben Nukleotidsequenzen von etwa 13 bis 35 Nukleotiden, die etwa
13 bis alle Nukleotidsequenzen von Tabelle 1 und 2 einschließen. Besondere
bevorzugte Oligonukleotide haben Nukleotidsequenzen von etwa 15
bis etwa 26 Nukleotiden. Insbesondere bevorzugt sind nachstehend
gezeigte Oligonukleotide mit Phosphorothioate Rückrat und 20–26 Nukleotiden
länge und
Modifizierungen, so dass die 4 Nukleotide am 5' Ende des Oligonukleotids und die 4
Nukleotide am 3' Ende
des Oligonukleotids je 2'-O-Methyl
Gruppen an dem Zucker-Resten
aufweisen.
-
Antisense Oligonukleotide verwendet
in der vorliegenden Studie sind in Tabellen 1 und 2 gezeigt. TABELLE
1
Sequenzen humaner DNA MeTase DNMT-1 Antisense (AS) Oligonukleotide
und ihre Mismatch (MM) Oligonukleotide
Tabelle
2
Sequenzen humaner DNA MeTase DNMT3a und DNMT3b Antisense (AS)
Oligonukleotide und ihre Mismatch (MM) Oligonukleotide
-
PTE bezieht sich auf ein Phosphorothioat-Rückrat anstelle
eines Phosphodiester- Rückrats.
-
PTE-OME bezieht sich auf ein Phosphorothioat-
Rückrat
mit 2'-Methyl Modifizierung
in den ersten vier und letzten vier Basen dieser Oligonukleotide.
Wo Thymin vorkommt in der Oligonukleotidsequenz, ist es ersetzt
durch Uracil.
-
Die Antisense Oligonukleotide gemäß der Erfindung
können
mit jedem bekannten pharmazeutisch verträglichen Träger oder Verdünnungsmittel
formuliert werden (siehe die Herstellung von pharmazeutisch verträglichen
Formulierungen in beispielsweise Remington's Pharmaceutical Sciences, 18th Aus.,
ed. A. Gennaro, Mack Publishing Co., Easton, PA, 1990) mit der Maßgabe, dass
solche Träger
oder Verdünnungsmittel
die Fähigkeit
der Modulierung der DNA MeTase Aktivität nicht beeinflussen.
-
Als nicht einschränkendes Beispiel können die
Mittel des ersten Aspektes der Erfindung auch Small Molecule Inhibitoren
sein. Der Begriff „Small
Molecule" wie er
bezogen auf die Inhibierung der DNA MeTase verwendet wird, meint
eine Verbindung mit einem Molekulargewicht, von vorzugsweise weniger
als 100 Da, und stärker
bevorzugt von weniger als 600 Da, die zur Interaktion mit einer
DNA MeTase in der Lage ist und die Expression eines Nukleinsäuremoleküls, kodierend
eine DNMT Isoform, oder die Aktivität eines DNMT Proteins zu inhibieren.
Die Inhibierung einer enzymatischen Aktivität der DNA MeTase bedeutet,
die Reduzierung der Fähigkeit
einer DNA MeTase eine Methylgruppe an die C5-Position von Cytosin
anzufügen.
In einigen bevorzugten Ausführungsformen
ist die Reduzierung der DNA MeTase Aktivität mindestens 50%, vorzugsweise
mindestens 75 % und mehr bevorzugt mindestens 90%. In anderen bevorzugten
Ausführungsform
die DNA MeTase Aktivität
um mindestens 95% und mehr bevorzugt um mindestens 99% reduziert.
In einer bestimmten Ausführungsform
ist der Small Molecule Inhibitor ein Inhibitor von einer oder mehreren,
aber nicht allen DNMT Isoformen. Mit „allen DNMT Isoformen" sind alle Proteine
gemeint, die spezifisch eine Methylgruppe zu der C5-Position von
Cytosin hinzufügen;
eingeschlossen sind DNMT-1, DNMT3a, oder DNMT3b, die alle als „verwandte
Proteine" angesehen
werden. Besonders bevorzugt ist, dass ein DNA MeTase Small Molecule
Inhibitor mit einer oder mehreren DNA MeTase Isoformen interagiert
und deren Aktivität
reduziert (z.B. DNMT3a und/oder DNMT3b), aber nicht mit allen interagiert
und die Aktivität
von allen DNA MeTase Isoformen reduziert (z.B. DNMT-1, DNMT3a und
DNMT3b). Wie nachstehend dargestellt ist ein bevorzugter DNA MeTase
Small Molecule Inhibitor einer, der mit einer DNA MeTase Isoform,
die in Tumorgenese involviert ist, interagiert und deren Aktivität reduziert.
-
Die hier beschriebene Erfindung umfasst
die Verwendung von verschiedenen Bibliotheken zur Identifizierung
von Small Molecule von einer oder mehreren, aber nicht allen MeTasen.
Bibliotheken nützlich
für die Zwecke
der Erfindung sind (1) Chemische Bibliotheken, (2) Naturprodukt-
Bibliotheken, (3) Kombinatorische Bibliotheken, umfassend Peptide,
Oligonukleotide und/oder organische Moleküle nach dem Zufallsprinzip.
-
Chemische Bibliotheken bestehen aus
Strukturanaloga von bekannten Verbindungen oder Verbindungen, die
als „Hits" oder „Leads" durch Naturprodukt-Screening
identifiziert wurden. Naturprodukt-Bibliotheken sind abgeleitet
von Sammlungen von Mikroorganismen, Tieren, Pflanzen oder Meeresorganismen,
die verwendet werden, um Gemische für die folgenden Screeningverfahren
zu erzeugen: (1) Fermentation und Extraktion von Brühe von Erde,
Pflanzen oder Meeresorganismen oder (2) Extraktion von Pflanzen
oder Meeresorganismen. Naturprodukt-Bibliotheken schließen Polyketide,
nicht-ribosomale Peptide und nicht-natürlich vorkommend Varianten
hiervon ein. Siehe Übersichtsartikel
Cane, D. E., et al., (1998) Science 282: 63–68. Kombinatorische Bibliotheken
sind zusammengesetzt aus einer großen Anzahl von Peptiden, Oligonukleotiden
oder organischen Verbindungen als ein Gemisch. Sie sind relativ
leicht durch traditionelle automatische Syntheseverfahren, PCR,
Klonierungsverfahren oder Syntheseverfahren bestimmter Hersteller
herzustellen. Von besonderem Interesse sind Peptide und Oligonukleotide
aus kombinatorischen Bibliotheken.
-
Genauer ist eine kombinatorische
Bibliothek eine Sammlung von verschieden chemischen Verbindungen
hergestellt durch chemische Synthese oder biologische Synthese,
durch Kombinieren einer Anzahl von chemischen „Bausteinen", wie Reagenzien.
Zum Beispiel wird eine lineare kombinatorische Bibliothek wie ein Polypeptid
Bibliothek gebildet durch das Kombinieren eines Satzes von chemischen
Bausteinen (Aminosäuren)
in jeder möglichen
Weise für
eine gegebene Verbindungslänge
(d.h. die Anzahl der Aminosäuren
in einem Polypeptid). Millionen von chemischen Verbindungen können durch
kombinatorisches Mixen von chemischen Bausteinen synthetisiert werden.
-
Für Übersichtsartikel
betreffend kombinatorische Chemie und dadurch erzeugte Bibliotheken
siehe Huc, I. und Nguyen, R. (2001) Comb. Chem. High Throughput
Screen 4: 53–74;
Lepre, C. A. (2001) Drug Discov. Today 6: 133–140; Peng, S. X. (2000) Biomed.
Chromatogr. 14: 430 441; Bohm, H. J. und Stahl, M. (2000) Curr.
-
Opin. Chem. Biol. 4: 283–286; Barnes,
C. und Balasubramanian, S. (2000) Curr. Opin. Chem. Biol. 4: 346–350; Lepre,
Enjalbal, C., et al., (2000) Mass Septrom Rev. 19: 139–161, Hall,
D. G., (2000) Nat. Biotechnol. 18: 262–262; Lazo, J. S., und Wipf
P. (2000) J. Pharmacol. Exp. Ther. 293: 705–709; Houghten, R. A., (2000)
Ann. Rev. Pharmacol. Toxicol. 40: 273–282; Kobayashi, S. (2000)
Curr. Opin. Chem. Bid. (2000) 4: 338–345; Kopylov, A. M. und Spiridonova,
V. A. (2000) Mol. Biol. (Mosk) 34: 1097–1113; Weber, L. (2000) Curr. Opin.
Chem. Biol. 4: 295–302;
Dolle, R. E. (2000) J. Comb. Chem. 2: 383–433; Floyd, C. D., et al.,
(1999) Prog. Med. Chem. 36: 91–168;
Kundu, B., et al., (1999) Prog. Drug Res. 53: 89–156; Cabilly, S. (1999) Mol.
Biotechnol. 12: 143–148;
Lowe, G. (1999) Nat. Prod. Rep. 16: 641–651; Dolle, R. E. und Nelson,
K. H. (1999) J. Comb. Chem. 1: 235–282; Czarnick, A. W und Keene,
J. D. (1998) Curr. Biol. 8: R705–R707; Dolle, R. E. (1998)
Mol. Divers. 4: 233–256;
Myers, P. L., (1997) Curr. Opin. Biotechnol. 8: 701–707; und
Pluckthun, A. und Cortese, R. (1997) Biol. Chem. 378: 443.
-
Geräte zur Herstellung von Kombinatorischen
Bibliotheken sind erhältlich
(siehe z.B. 357 MPS, 390 MPS, Advanced Chem Tech, Louisville Ky.,
Symphony, Rainin, Woburn, Mass., 433A Applied Biosystems, Foster
City, Calif., 9050 Plus, Millipore, Bedford, Mass). Darüber hinaus
sind eine Vielzahl von Kombinatorische Bibliotheken selbst erhältlich (siehe
z.B. ComGenex, Princeton, N.J., Asinex, Moscow, Ru, Tripos, Inc., St.
Louis, Mo., ChemStar, Ltd., Moscow, RU, 3D Pharmaceuticals, Exton,
Pa., Martek Biosciences, Columbia, Md., usw.).
-
Andere Bibliotheken von Interesse
schließen
Peptid-, Protein-, Peptidomimetische Bibliotheken, multiparallele
synthetische Sammlungen und rekombinatorische und Polypeptid Bibliotheken
ein. Small Molecule Inhibitoren von einer oder mehreren, aber nicht
allen MeTasen werden identifiziert und isoliert aus den hier beschriebenen
Bibliotheken durch bekannte Methoden. Solche Screeningverfahren
schließen
funktionelles Screening und Affiniätsbindungsmethoden ein. Zusätzlich werden
auch Highthroughput Assays als Screeningverfahren zur Identifizierung
von Small Molecule Inhibitoren von einer oder mehreren, aber nicht
allen MeTasen eingesetzt. Beispielsweise beschreibt Meldal M. die
Verwendung von kombinatorischen Festphasenassays für Enzymaktivitäts- und
Inhibierungsexperimente (Meldal M. (1998) Methods Mol. Biol. 87:
51–57),
und Dolle R.E. beschreibt im Allgemeinen die Verwendung von Kombinatorischen
Bibliotheken zum Auffinden von Inhibitoren von Enzymen (Dolle, R.
E (1997) Mol. Divers. 2: 223–236).
-
Als nicht einschränkendes Beispiel beschreibt
nachstehendes Beispiel s ein erfindungsgemäßes Screening für Small
Molecule Inhibitoren.
-
Die erfindungsgemäßen Mittel sind nützlich als
analytische Werkzeuge und als therapeutische Werkzeuge, einschließlich als
Werkzeug für
die Gentherapie. Die Erfindung stellt ebenfalls Verfahren und Zusammensetzungen
bereit, die manipuliert werden können
oder durch Feinabstimmung verändert
werden können, um
weniger Nebenwirkungen zu verursachen bei der bestimmungsgemäßen Verwendung.
-
In einem zweiten Aspekt stellt die
Erfindung einem Verfahren zur Inhibierung einer oder mehrerer, aber nicht
aller DNA MeTase Isoformen in einer Zelle bereit, umfassend das
Kontaktieren einer Zelle mit einem Mittel des ersten Aspektes der
Erfindung. Als nicht einschränkendes
Beispiel können
die Mittel ein Antisense Oligonukleotid oder ein Small Molecule
Inhibitor sein, die die Expression einer oder mehrerer, aber nicht
aller DNA MeTase Isoformen in einer Zelle inhibieren.
-
In bestimmten Ausführungsformen
stellt die Erfindung ein Verfahren bereit, umfassend das Kontaktieren
einer Zelle mit einem Antisense Oligonukleotid, dass eine oder mehrere,
aber nicht alle DNA MeTase Isoformen in einer Zelle inhibiert. Vorzugsweise
ist die Zellproliferation in der kontaktierten Zelle inhibiert.
Daher ist das erfindungsgemäße Antisense
Oligonukleotid nützlich
für therapeutische
Behandlungen von menschlichen Krankheiten, einschließlich gutartiger
und bösartiger
Neoplasmen durch Inhibierung der Zellproliferation in der kontaktierten
Zelle mit dem Antisense Oligonukleotid. Der Begriff „Inhibierung
der Zellproliferation" bedeutet
die Fähigkeit
eines DNA MeTase Antisense Oligonukleotids oder eines Small Molecule
DNA MeTase Inhibitors (oder Kombinationen hiervon) das Wachstum
der Zellen, kontaktiert mit dem Oligonukleotid oder Small Molecule
Inhibitor, zu verzögernd
verglichen mit einer nicht kontaktierten Zelle. Diese Untersuchung
der Zellproliferation kann gemacht werden durch Zählen der
kontaktierten und nicht-kontaktierten Zellen unter Verwendung eines
Coulter Cell Counters (Coulter, Miami, FL) oder eines Hemacytometers.
Wenn die Zellen sich in einem gebundenen Zustand befinden (z.B.
in einem Tumor oder einem Organ) kann die Untersuchung der Zellproliferation
durch das Messen des Wachstums mit Zirkel durchgeführt werden
und die Größe des Wachstums
der kontaktierten Zellen wird mit dem der nicht-kontaktierten verglichen.
Vorzugsweise umfasst der Begriff eine Verzögerung des Wachstums der Zellproliferation
die mindestens 50% höher
ist als in nicht-kontaktierten Zellen. Stärker bevorzugt ist, dass der
Begriff eine Verzögerung
von 100% verglichen mit nicht kontaktierten Zellen umfasst (d.h.
die kontaktierten Zellen nehmen in Anzahl und Größe nicht zu). Besonders bevorzugt
umfasst der Begriff eine Reduktion der Anzahl oder der Größe der kontaktierten
Zellen verglichen mit nicht-kontaktierten Zellen. Daher kann ein
DNA MeTase Antisense Oligonukleotid oder DNA MeTase Small Molecule
Inhibitor, der die Zellproliferation in einer kontaktierten Zelle
inhibiert, eine Wachstumsverzögerung, einen
Wachstumsstillstand, den programmierten Zelltod (d.h. Apoptose)
oder den nekrotischen Zelltod in der kontaktierten Zelle induzieren.
-
Im Gegensatz dazu bedeutet der Ausdruck „Induzieren
der Zellproliferation" und ähnliche
Begriffe, dass Erfordernis des Vorhandenseins oder die enzymatische
Aktivität
einer spezifischen DNA MeTase Isoform für die Zellproliferation in
einer normalen (d.h. nicht neoplastischen) Zelle. Daher kann oder
kann nicht die Überexpression
einer spezifischen DNA MeTase Isoform, die die Zellproliferation
induziert, zur erhöhten
Zellproliferation führen.
Jedoch führt
die Inhibierung einer spezifischen DNA MeTase Isoform, die die Zellproliferation
induziert, zur Inhibierung der Zellproliferation.
-
Die Zellproliferationsinhibierungsfähigkeit
der erfindungsgemäßen Antisense
Oligonukleotide erlaubt die Synchronisation einer Population von
synchron wachsenden Zellen. Zum Beispiel kann ein erfindungsgemäßes Antisense
Oligonukleotid verwendet werden, um eine Population von nicht neoplastischen
Zellen, vermehrt in vitro, in der G1 oder G2 Phase des Zellzyklus
zu stoppen. Diese Synchronisation erlaubt zum Beispiel die Identifizierung
eines Gens oder Genproduktes, exprimiert während der G1 oder G2 Phase
des Zellzyklus. Solch eine Synchronisation von Zellkulturen kann
nützlich
sein, um die Effizienz eines neuen Transfektionsprotokolls zu testen,
wobei die Transfektionseffizienz variiert und abhängt von
der Phase des Zellzykluses der zu transfizierenden Zelle. Die Verwendung
von erfindungsgemäßen Antisense
Oligonukleotide erlaubt die Synchronisation einer Population von
Zellen, und ermöglicht
daher den Nachweis von erhöhter
Transfektionseffizienz.
-
Die anti-neoplastischen Eigenschaften
der erfindungsgemäßen Antisense
Oligonukleotide sind an anderer Stelle beschrieben.
-
In anderen bevorzugten Ausführungsformen
wird die Zelle, die mit einem DNA MeTase Antisense Oligonukleotide
kontaktiert wird, ebenfalls mit einem DNA MeTase Small Molecule
Inhibitor kontaktiert.
-
In einigen Ausführungsformen ist der DNA MeTase
Small Molecule Inhibitor funktionell mit einem Antisense Oligonukleotide
assoziiert. Wie vorstehend beschrieben, kann das erfindungsgemäße Antisense
Oligonukleotid mit bekannten pharmazeutisch-verträglichen
Trägern
oder Verdünnungsmitteln
formuliert werden. Diese Formulierungen können zusätzlich ein oder mehrere weitere
DNA MeTase Antisense Oligonukleotide und/oder ein oder mehre DNA
MeTase Small Molecule Inhibitoren enthalten oder können jedes
andere pharmakologisch aktive Mittel enthalten.
-
In einer besonders bevorzugten Ausführungsformen
ist ein Antisense Oligonukleotid funktionell mit einem DNA MeTase
Small Molecule Inhibitor assoziiert. Der Begriff „funktionell
assoziiert" bedeutet
jede Assoziation zwischen Antisense Oligonukleotid und Small Molecule
Inhibitor, die dem Antisense Oligonukleotide ermöglicht, die Expression einer
oder mehrerer spezifischer DNA MeTase Isoform-kodierender Nukleinsäuren zu
inhibieren und dem DNA MeTase Small Molecule Inhibitor ermöglicht,
die enzymatische Aktivität
spezifischer DNA MeTase Isoformen zu inhibieren. Ein oder mehrere
erfindungsgemäße Antisense
Oligonukleotide können
funktionell mit einem oder mehreren DNA MeTase Small Molecule Inhibitoren
assoziiert sein. In einigen bevorzugten Ausführungsformen ist ein erfindungsgemäßes Antisense
Oligonukleotid, dass gegen eine spezifische DNA MeTase Isoform gerichtet ist
(z.B. DNMT-1, DNMT 3a oder DNMT3b) funktionell mit einem DNA MeTase
Small Molecule Inhibitor assoziiert, der gegen eine DNA MeTase Isoform
gerichtet ist. Eine bevorzugte funktionelle Assoziation ist hydrolysierbar.
Vorzugsweise ist eine hydrolysierbare Assoziation eine kovalente Bindung
zwischen dem Antisense Oligonukleotide und dem DNA MeTase Small
Molecule Inhibitor. Bevorzugte kovalente Bindungen sind durch Esterasen
und/oder Amidasen spaltbar. Beispiele derartiger hydrolysierbarer Assoziationen
sind bekannt. Phosphatester sind besonders bevorzugt.
-
In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
kann die kovalente Bindung direkt zwischen Antisense Oligonukleotid
und DNA MeTase Small Molecule Inhibitor sein, um den Small Molecule
Inhibitor in das Rückrat
zu integrieren. Alternativ kann die kovalente Bindung über eine
verlängerte
Struktur erfolgen und kann gebildet sein durch kovalente Bindung
des Antisense Oligonukleotids zu dem DNA MeTase Small Molecule über eine
Kopplung von beiden an ein Trägermolekül wie einen
Zucker, ein Peptid oder ein Lipid oder ein Glycolipid. Andere bevorzugte
funktionelle Assoziationen umfassen lipophile Assoziationen, wie
die Bildung eines Liposoms enthaltend ein Antisense Oligonukleotid
und ein DNA MeTase Small Molecule Inhibitor, kovalent gebunden zu
einem lipophilen Molekül
und daher assoziiert mit dem Liposom. Solche lipophilen Moleküle umfassen
Phosphatidylcholin, Cholesterol, Phosphatidylethanolamin und synthetische
Neoglycolipide wie syalyllacNAc-HDPE. In bestimmten bevorzugten
Ausführungsformen
kann die funktionelle Assoziation eine nicht physikalische Assoziation
sein, sondern einfach aus dem simultanen Vorkommen im Körper bestehen,
z.B. wenn das Antisense Oligonukleotid mit einem Liposom assoziiert
ist und der Small Molecule Inhibitor ist assoziiert mit einem anderen
Liposom.
-
In einem dritten Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahren zur Inhibierung der neoplastischen Zellproliferation
in einem Tier bereit, umfassend die Verabreichung einer therapeutisch
effizienten Menge eines Mittels des ersten Aspekts der Erfindung
an ein Tier mit mindestens einer neoplastischen Zelle im Körper. In
einer Ausführungsform,
ist das Mittel ein Antisense Oligonukleotid und das Verfahren umfasst
ferner einen pharmazeutisch verträglichen Träger. Das Antisense Oligonukleotid
und der pharmazeutisch verträgliche
Träger
werden über
eine pharmazeutisch effiziente Zeit verabreicht. Vorzugsweise ist
das Tier ein Säuger,
besonders bevorzugt ein domestizierter Säuger. Insbesondere bevorzugt
ist das der Säuger
ein Mensch ist.
-
Der Begriff „neoplastische Zelle" bedeutet eine Zelle,
die abweichendes Wachstum zeigt. Vorzugsweise ist das abweichende
Wachstum einer neoplastischen Zelle erhöhtes Zellwachstum. Eine neoplastische
Zelle kann eine hyperplastische Zelle sein, eine Zelle, die ein
Fehlen der Kontaktinhibierung des Wachstums in vitro zeigt, eine
gutartige Tumorzelle, die in vivo keine Metastasen bildet oder eine
Krebszelle, die in vivo Metastasen bildet und die nach der versuchten
Entfernung wiederkommen kann. Der Begriff „Tumorgenese" bedeutet die Induktion
der Zellproliferation, die zu neoplastischem Wachstum führt.
-
Die Begriffe „therapeutische effiziente
Menge" und „therapeutische
effiziente Zeit" bedeutet
Behandlung mit einer Dosis und für
eine Zeit effektiv, um neoplastisches Zellwachstum zu reduzieren.
Bevorzugt erfolgt Verabreichung parenteral, oral, sublingual, transdermal,
topical, intranasal, oder intrarectal. Für lokale Verabreichung können sehr
viel niedrigere Konzentrationen effektiv sein und viel höhere Konzentrationen
toleriert werden. Der Fachmann weis, dass dieser therapeutische
Effekt, der zu einen niedrigeren effektiven Konzentration des DNA
MeTase Inhibitors, führt
vom zu behandelndem Gewebe, Organ, oder dem Tier oder Patienten
abhängig.
-
In einer bevorzugten Ausführungsform
wird die therapeutische Zusammensetzung in einer ausreichend Dosis
verabreicht, um den Blutspiegel des Antisense Oligonukleotids von
etwa 0,01 μM
bis etwa 20 μM zu
erhalten. In eine besonders bevorzugten Ausführungsformen wird die therapeutische
Zusammensetzung in einer ausreichend Dosis verabreicht, um den Blutspiegel
des Antisense Oligonukleotids von etwa 0,05 μM bis etwa 15 μM zu erhalten.
In einer noch mehr bevorzugten Ausführungsformen wird die therapeutische
Zusammensetzung in einer ausreichend Dosis verabreicht, um den Blutspiegel
des Antisense Oligonukleotids von etwa 0,1 μM bis etwa 10 μM zu erhalten.
-
Für
lokale Verabreichung können
sehr viel niedrigere Konzentrationen therapeutisch effektiv sein.
Vorzugsweise beträgt
die totale Dosis des Antisense Oligonukleotids von 0,1 mg bis etwa
200 mg Oligonukleotid per kg Körpergewicht
pro Tag. Besonders bevorzugt Ausführungsformen beträgt die totale
Dosis des Antisense Oligonukleotids von 1 mg bis etwa 20 mg Oligonukleotid
per kg Körpergewicht
pro Tag. Noch mehr bevorzugt Ausführungsformen beträgt die totale
Dosis des Antisense Oligonukleotids von 1 mg bis etwa 10 mg Oligonukleotid
per kg Körpergewicht
pro Tag. In besonderen bevorzugt Ausführungsformen beträgt die totale
Dosis des Antisense Oligonukleotids etwa 5 mg Oligonukleotid per
kg Körpergewicht
pro Tag.
-
In bestimmten bevorzugt Ausführungsformen
des dritten Aspektes der Erfindung umfasst das Verfahren die Verabreichung
einer therapeutisch Effektiven Menge eines DNA MeTase Small Molecule
Inhibitors mit einem pharmazeutischen verträglichen Träger für eine therapeutische effizient
Zeit. In einigen bevorzugt Ausführungsformen
ist der DNA MeTase Small Molecule Inhibitor funktionell assoziiert
mit dem vorstehend beschriebenem Oligonukleotid.
-
Die therapeutische Zusammensetzung
enthaltend den DNA MeTase Small Molecule Inhibitor wird systematisch
in ausreichender Dosis verabreicht, um einen Blutspiegel von etwa
0,01 μM
bis etwa 10 μM
DNA MeTase Small Molecule Inhibitor zu erhalten. In bestimmten bevorzugt
Ausführungsform
wird die therapeutische Zusammensetzung systematisch in ausreichender
Dosis verabreicht, um einen Blutspiegel von etwa 0,05 μM bis etwa
10 μM DNA
MeTase Small Molecule Inhibitor zu erhalten. In besonders bevorzugt
Ausführungsformen
wird die therapeutische Zusammensetzung in ausreichender Dosis verabreicht,
um einen Blutspiegel von etwa 0,1 μM bis etwa 5 μM DNA MeTase
Small Molecule Inhibitor zu erhalten. Für lokale Verabreichung können niedrigere
Konzentrationen therapeutisch effektiv sein. Vorzugsweise beträgt die Gesamtmenge
des DNA MeTase Small Molecule Inhibitors von etwa 0,01 mg bis etwa
100 mg Protein Effektor pro kg Körpergewicht
pro Tag. In einer stärker
bevorzugten Ausführungsformen
beträgt
die Gesamtmenge des DNA MeTase Small Molecule Inhibitors von etwa
0,1 mg bis etwa 50 mg Protein Effektor pro kg Körpergewicht pro Tag. In einer
noch stärker
bevorzugten Ausführungsformen
beträgt
die Gesamtmenge des DNA MeTase Small Molecule Inhibitors von etwa
0,1 mg bis etwa 10 mg Protein Effektor pro kg Körpergewicht pro Tag. In einer
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
beträgt
die therapeutische effiziente synergistische Menge von DNA MeTase
Small Molecule Inhibitor (wenn verabreicht mit einem Antisense Oligonukleotide)
etwa 5 mg pro kg Körpergewicht
pro Tag.
-
Bestimmte bevorzugte Ausführungsformen
dieses Aspektes der Erfindung resultieren in einen gesteigerten
inhibitorischen Effekt, wodurch die therapeutisch effizienten Konzentrationen
von einem oder beiden, dem Nukleinsäure Spiegel Inhibitor (d.h.
Antisense Oligonukleotid) und dem Protein Spiegel Inhibitor (d.h. DNA
MeTase Small Molecule Inhibitor) reduziert werden, die erforderlich
sind, um einen bestimmten inhibitorischen Effekt zu erreichen, im
verglich zur einzelnen Verabreichung.
-
Der Fachmann weis, dass die therapeutisch
effiziente synergistische Menge von beiden, durch „fine tuning" erhöht oder
erniedrigt werden kann und entsprechender Änderung der Menge der anderen
Verbindung. Die Erfindung stellt daher ein Verfahren bereit zum
Anpassen der Verabreichung/Behandlung an ein bestimmtes Exemplar
einer gegebenen Tierspezie oder einen bestimmten Patienten. Therapeutisch
effiziente Bereiche können
leicht bestimmt werden, zum Beispiele empirisch durch beginnen mit
einer relativ niedrigen Menge und schrittweisen Erhöhen bei
evaluieren der Inhibierung.
-
In einem vierten Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahren zur Identifizierung einer spezifischen DNA MeTase
Isoform bereit, die für
die Induktion der Zellproliferation erforderlich ist, umfassend
das Kontaktieren einer Zelle mit einem Mittel des ersten Aspekts
der Erfindung. In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen ist das Mittel
ein Antisense Oligonukleotid, dass die Expression der DNA MeTase
Isoform inhibiert, wobei das Antisense Oligonukleotid spezifisch
ist für
eine bestimmte DNA MeTase Isoform und durch Inhibierung die Zellproliferation
in der kontaktierten Zelle die DNA MeTase Isoform als eine DNA MeTase
Isoform, die für
die Induktion der Zellproliferation erforderlich ist, identifiziert.
In bestimmten anderen Ausführungsformen
ist das Mittel eine Small Molecule Inhibitor, der die Aktivität der DNA
MeTase Isoform inhibiert, wobei der Small Molecule Inhibitor spezifisch
ist für
eine bestimmte DNA MeTase Isoform und das Inhibieren der Zellproliferation
in der kontaktierten Zelle die DNA MeTase Isoform als eine DNA MeTase
Isoform, die für
die Zellproliferation erforderlich ist, identifiziert. In bestimmten
bevorzugten Ausführungsformen
ist die Zelle eine neoplastische Zelle und die Induktion der Zellproliferation
ist Tumorgenese. In anderen bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
des vierten Aspektes der Erfindung umfasst das Verfahren ein Mittel
des erstes Aspektes der Erfindung, dass eine Kombination von einen
oder mehreren Antisense Oligonukleotiden und/oder einen oder mehreren Small
Molecule Inhibitoren des erste Aspekt der Erfindung ist. In bestimmten
bevorzugten Ausführungsformen, ist
die DNA MeTase DNMT-1, DNMT3a, oder DNMT3b. In anderen bestimmten
bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT3a und/oder DNMT3b.
-
In einem fünften Aspekt stellt die Erfindung
ein Verfahren zur Identifizierung einer DNA MeTase Isoform bereit,
die an der Induktion der Zelldifferenzierung beteiligt ist, umfassend
Kontaktieren einer Zelle mit einem Mittel, dass die Expression einer
DNA MeTase Isoform inhibiert, wobei die Induktion der Differenzierung in
der kontaktierten Zelle, die DNA MeTase Isoform als eine DNA MeTase
Isoform identifiziert, die bei der Induktion der Zell Differenzierung
beteiligt ist. In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen ist das Mittel
ein Antisense Oligonukleotid des erstes Aspektes der Erfindung.
In anderen bestimmten bevorzugten Ausführungsformen ist das Mittel
ein Small Molecule Inhibitor des ersten Aspekts der Erfindung. In
anderen bestimmten Ausführungsformen
ist die Zelle eine neoplastische Zelle. In andern bevorzugten Ausführungsformen
des fünften
Aspektes der Erfindung umfasst das Verfahren ein Mittel des erstes
Aspektes der Erfindung, dass eine Kombination eines oder mehrerer
Antisense Oligonukleotide und eines oder mehrerer Small Molecule
Inhibitoren des erstes Aspektes der Erfindung ist. In bestimmten
bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT-1, DNMT3a oder DNMT3b. In anderen
bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT3a und/oder DNMT3b.
-
In einem sechsten Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahrung zur Inhibierung des neoplastischen Zellwachstums
in einen Tier bereit, umfassend das Verabreichen einer therapeutisch
effizienten Menge eines Mittels des ersten Aspektes der Erfindung
an ein Tier mit mindestens einer neoplastischen Zelle. In bevorzugten Ausführungsformen
ist das Mittel ein Antisense Oligonukleotid, dass mit einem pharmazeutisch
verträglichen Träger kombiniert
wird und für
eine therapeutisch effektiv Zeit verabreicht wird.
-
In bestimmten Ausführungsformen,
in denen das Mittel des ersten Aspektes der Erfindung ein DNA MeTase
Small Molecule Inhibitor ist, werden die therapeutischen Zusammensetzungen
enthaltend den DNA MeTase Small Molecule Inhibitor systematisch
in ausreichender Dosis verabreicht, um einen Blutspiegel von etwa
0,01 μM
bis etwa 10 μM
DNA MeTase Small Molecule Inhibitor zu erhalten. In bestimmten bevorzugt
Ausführungsform
wird die therapeutische Zusammensetzung systematisch in ausreichender
Dosis verabreicht, um einen Blutspiegel von etwa 0,05 μM bis etwa
10 μM DNA
MeTase Small Molecule Inhibitor zu erhalten. In besonders bevorzugten
Ausführungsformen
wird die therapeutische Zusammensetzung in ausreichender Dosis verabreicht,
um einen Blutspiegel von etwa 0,1 μM bis etwa 5 μM DNA MeTase
Small Molecule Inhibitor zu erhalten. Für lokale Verabreichung können niedrigere
Konzentrationen therapeutisch effektiv sein. Vorzugsweise beträgt die Gesamtmenge
des DNA MeTase Small Molecule Inhibitors von etwa 0,01 mg bis etwa
100 mg Protein Effektor pro kg Körpergewicht
pro Tag. In einer stärker
bevorzugten Ausführungsformen
beträgt
die Gesamtmenge des DNA MeTase Small Molecule Inhibitors von etwa
0,1 mg bis etwa 50 mg Protein Effektor pro kg Körpergewicht pro Tag. In einer
noch stärker
bevorzugten Ausführungsformen
beträgt
die Gesamtmenge des DNA MeTase Small Molecule Inhibitors von etwa
0,1 mg bis etwa 10 mg Protein Effektor pro kg Körpergewicht pro Tag. In einer
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
beträgt
die therapeutische effiziente synergistische Menge von DNA MeTase
Small Molecule Inhibitor (wenn Verabreicht mit einem Antisense Oligonukleotide)
etwa 5 mg pro kg Körpergewicht
pro Tag.
-
In einem siebten Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahren zur Untersuchung der Rolle einer bestimmten
DNA MeTase Isoform in der Zellproliferation bereit, einschließlich der
Proliferation von neoplastischen Zellen. In diesem Verfahren wird
die interessierende Zelle mit einer Menge eines Antisense Oligonukleotids
kontaktiert, die die Expression von einer oder mehreren spezifischen
DNA MeTase Isoformen inhibiert, wie beschrieben für den ersten
Aspekt die Erfindung, resultierend in der Inhibierung der Expression
der DNA MeTase Isoform(en) in der Zelle. Wenn die kontaktierte Zelle
mit inhibierter Expression der DNA MeTase Isoform ebenfalls eine
Inhibierung der Zellproliferation zeigt, dann ist die DNA MeTase
Isoform(en) erforderlich für
die Induktion die Zellproliferation. Falls in diesem Szenario die
kontaktierte Zelle eine neoplastische ist und die kontaktierte neoplastische
Zelle eine Inhibierung der Zellproliferation zeigt, dann ist die
DNA MeTase Isoform deren Expression inhibiert wurde, eine DNA MeTase
Isoform, die für
die Tumorgenese erforderlich ist. In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT-1, DNMT3a oder DNMT3b. In anderen bevorzugten
Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT3a und/oder DNMT3b.
-
Durch Identifizierung einer bestimmten
DNA MeTase Isoform, die für
die Induktion der Zellproliferation erforderlich ist, muss nur diese
bestimmte DNA MeTase Isoform mit einem Antisense Oligonukleotid
angegriffen werden, um die Zellproliferation zu inhibieren oder
die Differenzierung zu induzieren. Entsprechend kann eine niedrigere
therapeutisch effektiv Dosis eines Antisense Oligonukleotids in
der Lage sein, die Zellproliferation effektiv zu inhibieren. Darüber hinaus
können
unerwünschte
Nebeneffekte der Inhibierung alle DNA MeTase Isoformen durch die
spezifische Inhibierung der einen (oder mehrerer) DNA MeTase Isoform(en)
erforderlich für
die Induktion der Zellproliferation vermieden werden. Wie zuvor
beschrieben, schließen
die Mittel des ersten Aspektes der Erfindung Oligonukleotide und
Small Molecule Inhibitoren ein, die die Aktivität einer oder mehrerer, aber
nicht aller, DNA MeTase Isoformen inhibieren. Das Messen der enzymatischen
Aktivität der
DNA MeTase Isoform kann durch bekannte Verfahren erfolgen. Siehe
z.B. Szyf, M. et al. (1991) J. Biol. Chem. 266: 10027–10030.
-
Vorzugsweise ist der DNA MeTase Small
Molecule Inhibitor der Erfindung, der eine DNA MeTase Isoform inhibiert,
die für
die Induktion der Zellproliferation erforderlich ist, ein DNA MeTase
Small Molecule Inhibitor, der mit weniger als allen DNA MeTase Isoformen
interagiert und die enzymatische Aktivität reduziert.
-
In einem achten Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahren zur Identifizierung einer DNA MeTase Isoform
bereit, die an der Induktion der Zelldifferenzierung beteiligt ist, umfassend
das Kontaktieren einer Zelle mit einem Antisense Oligonukleotid,
dass die Expression einer DNA MeTase Isoform inhibiert, wobei die
Induktion der Differenzierung in der kontaktierten Zelle die DNA
MeTase Isoform als eine DNA MeTase Isoform identifiziert, die bei
der Induktion der Zell Differenzierung beteiligt ist. Vorzugsweise
ist die Zelle eine neoplastische Zelle. In bestimmten bevorzugten
Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT-1, DNMT3a oder DNMT3b. In anderen
bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT3a und/oder DNMT3b.
-
Der Ausdruck „Induzieren der Zelldifferenzierung" und ähnliche
Begriffe bedeutet die Fähigkeit
eines DNA MeTase Antisense Oligonukleotides oder eines DNA MeTase
Small Molecule Inhibitors (oder Kombinationen hiervon) die Differenzierung
in einer kontaktierten Zelle zu induzieren verglichen mit einer
nicht kontaktierten Zelle. Daher kann eine neoplastische Zelle induziert
werden zu differenzieren, wenn sie mit einem DNA MeTase Antisense
Oligonukleotid oder einem DNA MeTase Small Molecule Inhibitor (oder
beiden) kontaktiert wird. Die resultierende Tochterzelle ist phylogenetisch
weiter fortgeschritten als die kontaktierte Zelle.
-
In einem neunten Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahren zur Inhibierung der Zellproliferation in
einer Zelle bereit, umfassend dass Kontaktierten einer Zelle mit
mindestens zwei Mitteln, ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus einem Antisense Oligonukleotid des
ersten Aspektes der Erfindung, dass eine spezifische DNA MeTase
Isoform inhibiert, einem Small Molecule Inhibitor, einem Antisense
Oligonukleotid, das eine DNA Methyltransferase inhibiert und einem
DNA MeTase Small Molecule Inhibitor. In einer Ausführungsform,
ist die Inhibierung des Zellwachstums der kontaktierten Zelle größer als
die Inhibierung des Zellwachstums einer Zelle, die nur mit einem
Mittel kontaktiert wird. In bevorzugten Ausführungsformen ist jedes Mittel
ausgewählt
aus der Gruppe im Wesentlichen rein. In bevorzugten Ausführungsformen
ist die Zelle eine neoplastische Zelle. In stärker bevorzugten Ausführungsformen
sind die Mittel ausgewählt
aus die Gruppe funktionell assoziiert.
-
In einem zehnten Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahren zur Modulierung der Zellproliferation oder Differenzierung
bereit, umfassend Kontaktieren einer Zelle mit einem Mittel des
erstes Aspektes der Erfindung, wobei eine oder mehrere, aber nicht
alle, DNA MeTase Isoformen inhibiert werden, was zu einer Modulierung der
Proliferation oder Differenzierung führt. In bevorzugten Ausführungsformen
ist die Zellproliferation Neoplasia. In bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT-1, DNMT3a oder DNMT3b. In anderen
bestimmten bevorzugten Ausführungsformen
ist die DNA MeTase Isoform DNMT3a und oder DNMT3b.
-
Für
Zwecke dieses Aspektes ist es nicht bedeutend wie die spezifische
DNMT Isoform inhibiert wird. Die vorliegende Erfindung stellt die
Lehre bereit, dass spezifische individuelle DNMTs an der Zellproliferation oder
Differenzierung beteiligt sind, wohingegen andere nicht beteiligt
sind. Wie hier dargestellt, trifft dies zu unabhängig wie (eine) bestimmte DNMT
Isoform(en) inhibiert wird (werden).
-
Der Ausdruck „Modulieren" der Proliferation
oder Differenzierung bedeutet Änderung
der relativen Betrages der Proliferation oder Differenzierung durch
Anstieg oder Abnahme verglichen mit einer Kontrollzelle, die nicht
mit einem Mittel des ersten Aspektes der Erfindung kontaktiert wird.
Vorzugsweise handelt es sich um einen Anstieg oder eine Abnahme
von etwa 10% bis 100%. Stärker
bevorzugt ist ein Anstieg oder eine Abnahme von etwa 25% bis 100%.
Insbesondere bevorzugt ist ein Anstieg oder eine Abnahme von etwa
50% bis 100%. Der Begriff „etwa" beschreibt eine
Abweichung von bis zu 20% von den genannten Zahlenwerten.
-
Die folgenden Beispiele beschreiben
bestimmte bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung und sind nicht als einschränkend zu betrachten. Ebenfalls
umfasst sind verschiedene Äquivalente
der spezifischen Substanzen und Verfahren, die der Fachmann durch
Routineexperimente auffinden kann.
-
In einem elften Aspekt stellt die
Erfindung ein Verfahren zur Inhibierung der Zellproliferation in
einer Zelle bereit, umfassend Kontaktieren einer Zelle mit mindestens
zwei Mitteln ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus einem Antisense Oligonukleotid des
erstes Aspektes der Erfindung, dass die Expression einer spezifischen
DNA MeTase Isoform inhibiert, einem Small Molecule Inhibitor, der
eine spezifische DNA MeTase Isoform inhibiert, einem Antisense Oligonukleotid,
das eine Histon-Deactylase inhibiert, und einem Small Molecule,
das eine Histon-Deactylase inhibiert. In einer Ausführungsform,
ist die Inhibierung des Zellwachstums der Kontaktierten Zelle größer als
die Inhibierung des Zellwachstums einer kontaktierten Zelle mit
nur einem der Mittel. In bestimmten Ausführungsformen ist jedes der
Mittel ausgewählt
aus der Gruppe, im Wesentlichen rein. In bevorzugten Ausführungsformen,
ist die Zelle eine neoplastische Zelle. In besonders bevorzugten
Ausführungsformen
sind die Mittel, ausgewählt
aus der Gruppe, funktionell assoziiert.
-
BEISPIELE
-
Beispiel 1
-
Synthese und Identifizierung
von aktiven DNMT3a und DNMT3b Antisense Oligonukleotiden
-
Antisense (AS) Moleküle wurden
entworfen, um gegen die 5'-
oder 3'-untranslatierte
Region (UTR) der Zielgene DNMT3a und DNMT3b gerichtet zu sein. Oligos
wurden mit einem Phosphorothioat-Rückrat mit einem automatischen
Synthesizer synthetisiert und durch und eine Präparativ Revers-Phasen HPLC
gereinigt. Alle verwendeten Oligos waren 20 Basenpaare lang.
-
Um Antisense Oligodeoxynukleotide
(ODN), fähig
zur Inhibierung der DNMT3a oder DNMT3b Expression in humanen Krebszellen
zu identifizieren, wurden Antisense Oligonukleotide anfänglich in
T24 (human Blase) A549 (Humane „non small cell" Lungenkrebszellen
bei 100 nM gescreent. Zellen wurden nach 24 h Behandlung geerntet
und die DNMT3a oder DNMT3b RNA Expression wurde durch Northern Blot
Analyse analysiert.
-
Insgesamt wurden 27 Phosphorothioat
ODNs, enthaltend Sequenzen, komplementär zu dem 5' oder 3 UTR des humanen DNMT3 Gens (GenBank
Accession No. AF067972) gescreent, siehe oben (2). Die erste Generation von DNMT3a AS-ODNs
mit größter Antisense
Aktivität
gegen humane DNMT3a wurde ausgewählt
für die Herstellung
der zweiten Generation. Diese Oligos wurden dann als zweite Generation
synthetisiert (Phosphorothioat-Rückrat
und 2'-0-methyl
Modifizierung) und geeignete Mismatch-Kontrollen wurden hergestellt.
-
Insgesamt wurden 34 Phosphorothioat
ODNs, enthaltend Sequenzen, komplementär zu dem 5' oder 3' UTR des humanen DNMT3b Gens (GenBank
Accession No. NM_006892) gescreent, siehe oben (3). Die erste Generation von DNMT3b AS-ODNs mit größter Antisense
Aktivität
gegen humane DNMT3b wurde ausgewählt
für die
Herstellung der zweiten Generation. Diese Oligos wurden dann als
zweite Generation synthetisiert (Phosphorothioat-Rückrat und
2'-0-methyl Modifizierung)
und geeignete Mismatch-Kontrollen wurden hergestellt.
-
Tabelle 1 und Tabelle 2 zeigen eine
Zusammenfassung der Oligonukleotidesequenzen, Nukleotide-Position
und chemische Modifizierung der Antisense Oligonukleotide gegen
DNMT-1, DNMT3a und DNMT3b Gene. Sequenzen der Mismatch-Kontrololigonukleotide
sind ebenfalls dargestellt.
-
Beispiel 2
-
Dosis Abhängige Inhibierung
der DNMT3a und DNMT3b mRNA Expression, durch Antisense Oligonukleotide
-
Aktive Oligonukleotide, identifiziert
in anfänglichen
Screens, werden synthetisiert mit Phosphorothiate-Rückrat und
2'-0-Methyl Modifikation
des Zuckers an den vier 5' und
3' Nukleotiden.
Um zu bestimmen, ob AS ODN Behandlung die DNMT3a und DNMT3b Expression
auf dem mRNA Level reduziert, wurden „Dose-Response" Experimente durchgeführt. Humane
A549 oder 724 Zellen wurden mit ansteigenden Dosen von Antisense
(AS) Oligonukleotiden von 0–75
nM für
24 Stunden behandelt.
-
Humane A549 oder T24 humane Blasenkrebszellen
wurden in 10 cm Kulturschalen einen Tag vor der Oligonukleotid Behandlung
ausgesät.
Die Zellleinen wurden erhalten von der American Type Culture Collection
(ATCC) (Manassas, VA) und angezogen unter den empfohlenen Kultur-Bedingungen.
Vor der Zugabe der Oligonukleotide, wurden die Zellen mit PBS (Phosphat
gepufferter Salzlösung)
gewaschen. Danach wurde „Lipofectin
Transfektions Reagenz" (GIBCO
BRL Mississauga, Ontario, CA) bei einer Konzentration von 6,25 μg/ml zu Serum-freien
OPTIMEM Medium (GIBCO BRL, Rockville, MD) hinzubegeben, welches
dann zu den Zellen gegeben wurde. Die zutestenden Oligonukleotide
wurden direkt zu den Zellen gegeben (d.h. ein Oligonukleotid pro
Zellplatte).
-
Die Zellen wurden geerntet und Gesamt-RNAs
wurden durch Northern Blot Analyse bestimmt. Gesamt-RNA wurde extrahiert
unter Verwendung von RNeasy Miniprep Saulen (QIAGEN). Zehn bis zwanzig
Mikrogram Gesamt-RNA wurden auf ein Formaldehyd-enthaltendes 1%
Agarose Gel aufgetragen, mit 0,5 M Natrium Phosphat (pH 7.0) als
Puffer. RNAs wurden dann auf Nitrocellulose Membranen transferiert
und mit Radioaktiv-markierten DNA-Proben, spezifisch für DNMT3a
oder DNMT3b Messenger RNA hybridisiert.
-
Autoradiographie wurde nach bekanntem
Verfahren durchgeführt. 4 zeigt die Ergebnisse der
Experimente mit Antisense Inhibitoren von DNMT3a der ersten Generation. 5 ist ein repräsentativen
Northern Blot, der die Dosis abhängige
Inhibierung der DNMT3b Expression durch AS-ODN (SEQ ID NO:18) in A549
humanen „non
small cell" Lungenkrebszellen
zeigt (bestimmter IC50 Wert bei 25 nM).
Gezeigt ist also die Spezifität
von SEQ ID NO:18 für
DNMT3b. Die mRNAs für
DNMT1, DNMT3a und Glyceraldehyd 3'-Phosphate Dehydrogenase waren nicht
betroffen. MM zeigt Kontrol-Mismatch Oligonukleotide.
-
Die Behandlung von Zellen mit dem
angegebenen AS-ODN inhibiert signifikant die Expression der Ziel mRNA
DNMT3a oder DNMT3b in einer Dosis abhängigen Weise in menschlichen
A549 und T24 Zellen.
-
Beispiel 3
-
DNMT3b Antisense ODNs
inhibieren DNMT3b Protein-Expression
-
Um zu bestimmen, ob die Behandlung
mit DNMT3a oder DNMT3b AS-ODNs die Expression auf dem Protein Level
inhibiert, wurden Antikörper,
spezifisch für
DNMT3a oder DNMT3b, hergestellt zur Verwendung in Western Blots.
DNMT3b wird in ausreichend hohen Mengen in menschlichen Krebszellen
exprimiert, um durch unseren DNMT3b Antikörper nachgewiesen zu werden.
Jedoch wird DNMT3a nicht in nachweisbaren Mengen exprimiert. Daher
werden humane A549 "non
small cell" Lungenkrebszellen
und T24 humane Blasekrebszellen mit Dosen des DNMT3b Antisense Inhibitors
(SEQ ID NO:18) von 0–75
nM für
48 Stunden behandelt und die DNMT3b Protein Menge wird durch Western
Blot bestimmt.
-
Zellen wurden in Puffer, enthaltend
1% Triton X-100, 0,5% Natriumdeoxycholat, 5 mM EDTA, 25 mM Tris-HCI,
pH 7,5, und Protease Inhibitoren lysiert. Gesamt-Protein wurde durch
das Protein Assay Reagenz von Bio-Rad bestimmt (Hercules, CA). 100 μg von Gesamt-Protein
durch SDS PAGE analysiert. Gesamt-Protein wurde auf eine PVDF Membrane
transferiert und mit dem DNMT3b spezifischen Antikörper getestet.
Anti-DNMT3b Antikörper
wurden gewonnen durch immunisieren von Kaninchen mit einem GST Fusionsprotein, enthaltend
ein Fragment des DNMT3b Proteins (Aminosäuren 4-101 der GenBank Accession
No. NM006892).
-
Kaninchen Antiserum wurde getestet
und reagierte spezifisch mit der humanen DNMT3b Isoform. DNMT3b
Antiserum wurde in einer 1:500 Verdünnung im Western Blots verwendet,
um DNA MeTase-6 in Gesamt-Zell Lysaten nachzuweisen. Meerrettich
Peroxidase konjugiert mit einem zweiten Antikörper wurde bei einer Verdünnung von
1:5000 verwendet, um Bindung des ersten Antikörpers nachzuweisen. Die Bindung
die zweiten Antikörpers
wurde durch den Enhanced Chemiluminescence (ECL) Nachweis Kit (Amersham-Phannacia
Biotech., Inc., Piscataway, NJ) sichtbar gemacht.
-
Wie in 6 gezeigt,
inhibiert die Behandlung von T24 oder A549 Zellen mit DNMT3b AS-ODN MG3741
die Expression des DNMT3b Proteins.
-
Beispiel 4
-
Effekt der DNMT3a und
DNMT3b Inhibition auf Krebszell-Apoptose und Wachstum
-
Um die Effekte der DNMT3a und DNMT3b
Inhibition auf die Apoptose von Krebszellen zu bestimmen, wurden
verschiedene Krebszelllinien (A549 oder T24 Zellen, MDAmb231) DNMT3a
und DNMT3b AS-ODN für verschiedene
Zeiten ausgesetzt und die Effekte auf die Apoptose wurden bestimmt.
Für die
Untersuchung der Apoptose (aktiver Zelltod) wurden die Zellen gemäß Herstellerangaben
mit dem „Cell
Death Detection ELISA Plus" Kit
(Roche Diagnostic GmbH, Mannheim, Deutschland) analysiert. Typischerweise
werden 10.000 Zellen auf 96-Well Zellkulturplatten 2 Stunden vor
der Ernte und Lyse platiert.
-
Jede Probe wurde zweifach analysiert.
ELISA Auswertung erfolgte mit einem „MR700 Plate Reader" (DYNEX Technology,
Ashford, Middlesex, England) bei 410 nm. Die Referenz wurde auf
490 nm gesetzt. Die Ergebnisse dieser Studien der DNMT3a und DNMT3b
Inhibierung in humanen Krebszellen sind in den 7–9 gezeigt.
-
Die Effekte der DNMT3b Inhibierung
auf die Induktion der Apoptose in normalen Zellen wurden ebenfalls
bestimmt. Die Ergebnisse sind in 10 dargestellt.
HMEC (humane epitheliale Brustzellen, ATCC, Manassas, VA) und MRHF
(männliche
Vorhaut-Fibroblasten, ATCC, Manassas, VA) wurden mit 75 nM DNMT3b AS
(SEQ ID NO:18) oder deren Mismatch-Kontrolle SEQ ID NO:19 für 48 Stunden
behandelt, wie vorstehend für
humane Krebszellen beschrieben. 10 zeigt,
dass der DNMT3b AS Inhibitor in normalen Zellen keine Apoptose induziert,
anders als in Krebszellen in denen Apoptose induziert wird.
-
Um die Effekte der DNMT3a und DNMT3b
Inhibierung auf die Proliferation von Krebszellen zu bestimmen,
wurden verschiedene Krebszell-Linien (A549 oder T24t Zellen, MDAmb231)
den DNMT3a und DNMT3b AS-ODN unterschiedlichen Zeiten ausgesetzt
und die Effekte auf die Zellproliferation wurden bestimmt. Die Ergebnisse
dieser Studien sind in den 11A und 11B gezeigt und zeigen, dass
die Inhibierung der DNMT3a oder DNMT3b Expression die Krebszell-Proliferation
drastisch beeinflusst.
-
Die Ergebnisse dieser Studien zeigen,
dass die Inhibierung von der DNMT3a oder DNMT3b zur Wachstums-Inhibierung
führt und
Apoptose in humanen Krebszellen, aber nicht in normalen Zellen induziert. Da
T24 Zellen keine p53 Aktivität
haben, wohingegen A549 Zellen ein funktionsfähiges p53 Protein haben, ist die
Induktion der Apoptose unabhängig
von der p53 Aktivität.
-
Zusammengefasst zeigen diese Ergebnisse,
dass die Inhibierung DNMT3a oder DNMT3b eine spezifische und effektive
Antikrebstherapie sein könnte.
-
Beispiel 5
-
Identifizierung von Small
Molecule Inhibitoren von DNA Methyltransferase Isoformen
-
Die enzymatischen Aktivitätsassays
und die Bestimmungen zur Substratspezifität der verschiedenen Isoformen
der DNA Methyltransferase werden wie vorstehend beschrieben durchgeführt (Szyf
M. et al. (1991) J. Biol. Chem. 266: 10027–10030). Kernextrakte wurden
hergestellt von 1 × 108 humanen H446 Zellen oder Maus-Y1 (ATCC, Manassas,
VA) Zellen in der mittleren Log-Phase, die unter Standardbedingungen
angezogen wurden.
-
Die Zellen wurden behandelt mit Medium
supplementiert mit der Testverbindung mit einer Konzentration von
etwa 0,001 μM
bis etwa 10 mM, oder einer Konzentration von etwa 0,01 μM bis etwa
1 mM oder einer Konzentration von etwa 0,1 μM bis etwa 1 mM. Die Zellen
wurden geerntet und zweimal mit Phosphat-gepufferter Salzlösung (PBS)
gewaschen und dann in 0,5 ml Puffer A (10 mM Tris pH 8,0; 1,5 mM
MgCl2, 5 mM KCl2, 0,5
mM DTT, 0,5 mM PMSF und 0,5% Nonidet P40) resuspendiert, um die
Zellkerne von den anderen Zellkomponenten zu trennen. Die Zellkerne
werden durch Zentrifugation in einer Eppendorf Mikrofuge bei 2,000 RPM
für 15
min bei 4°C
pellitiert.
-
Die Zellkerne werden einmal in Puffer
A gewaschen und re-pelletiert und danach in 0,5 ml Puffer B (20 mM
Tris pH 8,0, 0,25% Glycerol, 1,5 mM MgCl2,
0,5 mM PMSF, 0,2 mM EDTA, 0,5 mM DTT und 0,4 mM NaCl) resuspendiert.
-
Die resuspendierten Zellkerne werden
für 15
Minuten auf Eis inkubiert und dann für 15 Minuten bei 15.000 RPM
zentrifugiert, um die nuklearen Tümmer zu pelletieren. Der nukleare
Extrakt im Überstand
wird vom Pellet getrennt und für
die DNA MeTase Aktivitätsassays
verwendet.
-
Jeder Assay wurde dreifach durchgeführt. 3 μg des nuklearen
Extraktes werden in einem Reaktionsgemisch verwendet, umfassend
0,1 μg eines
synthetischen 33-Basenpaar
langen-halbmethylierten DNA Moleküls-Substrats mit 0,5 μCi S-[methyl-3H] Adenosyl-L-methionin (78,9 Ci/mmol) als
Methyldonor in einem Puffer, enthaltend 20 mM Tris-HCl (pH 7,4),
10 mM EDTA, 25% Glycerol, 0,2 mM PMSF, und 20 mM 2-Mercaptoethanol.
Das Reaktionsgemisch wird für
1 Stunde bei 37°C
inkubiert, um die anfängliche
Rate der DNA MeTase Aktivität
zu bestimmen. Die Reaktion wird gestoppt durch Zugabe von 10% TQA,
um die DNA zufällen.
Die Proben werden dann bei 4°C
für 1 Stunde
inkubiert und die TCA Präzipitate
werden dann durch GFC Filter (Fischer, Hampton, N. H.) gewaschen.
Kontrollen sind DNA inkubiert in dem Reaktionsgemisch in Abwesenheit des
nuklearen Extraktes und der nukleare Extrakt inkubiert in dem Reaktionsgemisch
in Abwesenheit der DNA.
-
Die Filter werden in ein Scintillationsröhrchen gelegt,
enthaltend 5 ml eines Scintillationscocktails und H3-enthaltende
Methyl-Gruppen eingebaut in die DNA werden im Scintillationszähler gemäß Standardverfahren
gezählt.
Um die Inhibierung der DNA MeTase Expression zu messen, wird die
spezifische Aktivität
des nuklearen Extraktes von den mit den Testverbindungen behandelten
Zellen mit der spezifischen Aktivität unbehandelter Zellen verglichen.
Die Behandlung der Zellen mit den Testverbindungen, die Small Molecule
Inhibitor-Kandidaten der DNA MeTase sind, führt zu einer Reduzierung der
DNA MeTase Aktivität
in den nuklearen Extrakten.
-
Der vorstehende Assay kann einfach
angepasst werden, um die Effekte der Testverbindungen auf die Aktivität von individuellen,
rekombinant-hergestellten DNA MeTase Isoformen zu testen. Um rekombinante Proteine
für jede
DNA MeTase Isoform herzustellen, wird ein Expressionskonstrukt für jeden
Isotyp (DNMTI, DNMT3a und DNMT3b (DNMT3b2 und DNMT3b3 Splice-Varianten))
durch Insertion der gesamten kodierenden Sequenz des jeweiligen
Isotyps in den pBlueBac4.5 Baculovirus-Expressionvektor (Invitrogen,
Carlsbad, CA) hergestellt. Jedes Konstrukt wurde dann verwendet,
um "High Five" Insektenzellen gemäß den Herstellerangaben
zu infizieren.
-
Die Reinigung der Baculovirus exprimierten
humanen Proteine DNMTI, DNMT3a und DNMT3b wurde folgendermaßen durchgeführt: Nukleare
Extrakte wurden aus "High
Five" Insektenzellen
isoliert, die Salzkonzentration wurde mit Puffer (20 mM Tris pH
7,4, 1 mM Na EDTA, 10% Sucrose) auf eine Endkonzentration von 0,1
M NaCl eingestellt. Die Lysate wurden bei 9500 g für 10 min
zentrifugiert. Der Überstand
wurde nacheinander auf eine Q-Sepharose-, Heparin- und Source-Q15 Säule gegeben.
Alle Reinigungen wurden mit einem Gradientensystem mit einer P1-Pumpe
bei 4°C
durchgeführt.
-
Die DNA MeTase Isotyp spezifischen
Aktivitätsassays
wurden folgendermaßen
durchgeführt:
-
Etwa 100 pg bis etwa 25 μg, oder bevorzugt
etwa 10 ng bis etwa 10 μg,
oder mehr bevorzugt etwa 100 ng bis etwa 2,5 μg rekombinantes Protein des
DNA MeTase Isotyps wurde in einem Reaktionsgemisch inkubiert, enthaltend
0,1 μg eines
synthetischen 33-Basenpaar langen- halbmethylierten DNA Molekülssubstrats mit
0,5 μCi
S-[Methyl-3H] Adenosyl-L-methionin (78,9
Ci/mmol) als Methyldonor in einem Puffer, enthaltend 20 mM Tris-HCl
(pH 7,4), 10 mM EDTA, 25% Glycerol, 0,2 mM PMSF, und 20 mM 2- Mercaptoethanol
in einem Gesamtvolumen von 30 μl.
Die Testproben schließen
auch Small Molecule Inhibitor-Testverbindungen mit einer Konzentration
von etwa 0,001 μM
bis etwa 10 mM, oder einer Konzentration von etwa 0,01 μM bis etwa
1 mM, oder mit einer Konzentration von etwa 0,1 μM bis etwa 1 mM ein. Die Reaktionen
werden gestoppt und die Proben aufgearbeitet, wie vorstehend beschrieben.
-
Es wird erwartet, dass bestimmte
Kandidaten der Small Molecule Inhibitoren der DNA MeTase Aktivität signifikant
die Menge an eingebautem radioaktivem Methyl in die Substrat DNA
reduzieren.
-
Äquivalente
-
Ebenfalls umfasst sind Äquivalente
der spezifischen Ausführungsformen
der Erfindung, die der Fachmann durch Routineexperimente auffinden
kann. SEQUENCE
LISTING
-
Zusammenfassung
-
Die Erfindung bezieht sich auf die
Inhibierung der DNA MeTase Expression und der enzymatischen Aktivität.
-
Die Erfindung stellt Verfahren und
Mittel zur Inhibierung spezifischer DNA MeTase Isoformen durch die Inhibierung
der Expression auf dem Nukleinsäurelevel
oder der enzymatischen Aktivität
auf dem Proteinlevel bereit.