DE1029503B - Verfahren zum Trennen von Stuecken aus einem ferromagnetischen Werkstoff - Google Patents
Verfahren zum Trennen von Stuecken aus einem ferromagnetischen WerkstoffInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
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- B23K11/22—Severing by resistance heating
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Description
- Verfahren zum Trennen von Stücken aus einem ferromagnetischen Werkstoff Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Trennen eines ferromagnetischen Werkstoffes. Unter einem ferromagnetischen Werkstoff werden insbesondere ferromagnetische Polyoxyde mit Spinellstruktur insbesondere von Eisen verstanden. Diese unter dem Namen »Ferritkerne« bekannten Werkstoffe sind bekanntlich im gebrannten Zustand sehr hart und können praktisch nur mit Diamantsägen zerkleinert werden. Berücksichtigt man, daß beispielsweise kleine Kerne von einem Hohlstab einzeln abgeschnitten werden müssen, so ergibt sich ohne weiteres, daß dieses Trennungsverfahren verhältnismäßig teuer ist und außerdem unverhältnismäßig viel Zeit beansprucht. Eine genaue Anpassung vor dem Brennen ist aber nicht immer möglich.
- Es ist bekannt, einzelne Kerne aus derartigen Werkstoffen durch eine örtliche thermische Erhitzung aufzuspalten. Bei diesem Verfahren werden beispielsweise mit Hilfe von kleinen Gasflammen oder elektrisch geheizten Drähten einzelne Kerne radial gespalten, um Übertragerwicklungen usw. leichter aufbringen zu können.
- Mit der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren angegeben, das sich zum Trennen der genannten Werkstoffe ebenfalls einer örtlichen Erhitzung bedient. Gemäß der Erfindung wird aber diese örtliche Erhitzung dadurch unmittelbar auf dem Kernmaterial an einer definierten Stelle erzeugt, daß zunächst an der Stelle, an der der ferromagnetische Körper gespalten werden soll, eine leitende Schicht aufgebracht wird und daß in dieser Schicht ein Strom zur Erzeugung der Trennungswärme erzeugt wird. Im einfachsten Falle besteht die leitende Schicht aus einem Graphitstrich, in dem dann durch einen Stromfluß, der in vorteilhafter Weise induziert sein kann, auf Grund des durch geeignete Wahl des Stromwertes und gegebenenfalls der Frequenz eine so hohe Wärme erzeugt wird, daß der ferromagnetische Körper zerspringt.
- An Hand der Fig. 1 und 2 der Zeichnung sei das Verfahren nach der Erfindung im einzelnen erläutert: Die Fig. 1 zeigt einen ringförmigen Magnetkern 1, der längs der Linie 2 gespalten werden soll. Zu diesem Zweck wird auf diesen Ringkern eine leitende Schicht, also ein Strich aus einem leitenden Material, aufgebracht, der beispielsweise aus Graphit, einer leitenden Paste oder auch Metallspuren bestehen kann, wie sie durch ein Überstreichen des Kernes mit einem Metallstift hinterlassen werden. Nunmehr wird der so vorbereitete Kern einem hochfrequenten Induktionsfeld, das beispielsweise durch die Leiter 3 erzeugt wird, ausgesetzt. Die leitende Schicht erhitzt sich hierbei so stark, daß der Kern längs der genannten Linie aufgetrennt wird.
- Die Fig.2 zeigt die Anwendung eines Verfahrens nach der Erfindung für die Herstellung von einzelnen ringförmigen Magnetkernen, die von einem hohlzylindrischen Ferritstück 4 abgeschnitten werden. Für die für das Abspalten einzelner Kerne notwendige Erhitzung ist ein Induktor 5, der in beliebiger Weise mit einer Hochfrequenzstromquelle verbunden sein kann, vorgesehen, in der der Ferritkörper 4 jeweils bis zu der Linie, z. B. der Linie 6, eingeschoben wird, längs der ein einzelner Kern abgetrennt werden soll. Diese Linie ist zunächst gemäß der Erfindung mit einer leitenden Schicht 6 in Form einer einfachen Linie gekennzeichnet. Bei einem Stromfluß durch den Induktor 5 wird dann in dieser leitenden Schicht, sofern sie nur nahe genug an dem Induktor 5 liegt, eine so große Wärme erzeugt, daß an dieser Stelle der Ferritkörper aufgetrennt wird.
- Die erläuterten Beispiele zeigen das Verfahren nach der Erfindung bei Anwendung der Induktionserhitzung. Soll das Verfahren bei direktem Stromdurchgang verwendet werden, dann muß lediglich an entsprechenden Punkten über entsprechend geformte Anschlüsse der zur Erhitzung zu verwendende Gleich-oder Wechselstrom zugeführt werden. Das Verfahren arbeitet dann genauso.
- Das Verfahren nach der Erfindung kann in verschiedenster Weise angewendet werden. Besonders vorteilhaft dürfte es überall dort sein, wo es auf eine einfache und schnelle Abtrennung von Ferritstücken ankommt, also beispielsweise zur Längenabstimmung von Ferritantennen usw. Da die Abtrennung längs einer auf dem Ferritkörper aufzubringenden Linie erfolgt, ist es hierbei in gewissem Umfange sogar möglich, Sonderformen aus Ferritstoffen, die bisher nur mit langwierigen Schleifverfahren zu erzielen waren, zu erzeugen.
- Die Rückstände von leitendem Material müssen im Regelfall nach der Behandlung entfernt werden, zumindest so weit, daß kein nennenswerter Stromkreis mehr vorhanden ist.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE:. 1. Verfahren zum Trennen von ferromagnetischen Stoffen, z. B. Körpern aus einem ferromagnetischen Polyoxyd mit Spinellstruktur (Ferriten) mit Hilfe- von örtlich thermischer Einwirkung, dadurch gekennzeichnet, daß längs der gewünschten Trennungslinie eine Schicht (Linie, Strich) aus leitendem Material unmittelbar aufgebracht wird und daß in dieser Schicht ein Strom erzeugt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als leitende Schicht ein Graphitstrich aufgebracht wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der ganze Körper zum Erzeugen eines elektrischen Stromes in der leitenden Schicht einem induktiven Wechselfeld, insbesondere einem Hochfrequenzfeld, ausgesetzt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 938 324.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES51515A DE1029503B (de) | 1956-12-07 | 1956-12-07 | Verfahren zum Trennen von Stuecken aus einem ferromagnetischen Werkstoff |
Applications Claiming Priority (1)
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| DES51515A DE1029503B (de) | 1956-12-07 | 1956-12-07 | Verfahren zum Trennen von Stuecken aus einem ferromagnetischen Werkstoff |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1029503B true DE1029503B (de) | 1958-05-08 |
Family
ID=7488277
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES51515A Pending DE1029503B (de) | 1956-12-07 | 1956-12-07 | Verfahren zum Trennen von Stuecken aus einem ferromagnetischen Werkstoff |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1029503B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0186408A3 (en) * | 1984-12-22 | 1987-07-01 | Nl Petroleum Products Limited | Improvements in or relating to cutting elements for rotary drill bits |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE938324C (de) * | 1951-10-01 | 1956-01-26 | Philips Nv | Verfahren zum Teilen eines ringfoermigen Kernes aus einem ferromagnetischen Werkstoff |
-
1956
- 1956-12-07 DE DES51515A patent/DE1029503B/de active Pending
Patent Citations (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE938324C (de) * | 1951-10-01 | 1956-01-26 | Philips Nv | Verfahren zum Teilen eines ringfoermigen Kernes aus einem ferromagnetischen Werkstoff |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0186408A3 (en) * | 1984-12-22 | 1987-07-01 | Nl Petroleum Products Limited | Improvements in or relating to cutting elements for rotary drill bits |
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