DE1029090B - Anordnung zum Schutz von Quecksilberdampfgleichrichtern gegen Kurzschluesse - Google Patents
Anordnung zum Schutz von Quecksilberdampfgleichrichtern gegen KurzschluesseInfo
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- H02H7/12—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers
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- H02H7/127—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers for rectifiers having auxiliary control electrode to which blocking control voltages or currents are applied in case of emergency
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Schutz von Quecksilberdampfgleichrichtern gegen
Kurzschlüsse, wobei im Störungsfalle die Gleichrichtergitter durch entsprechende Schaltmaßnahmen
von Überstromrelais ein gegenüber der Kathode negatives Potential erhalten.
Um Gleichrichter gegen Kurzschlüsse zu schützen, sind bereits verschiedene Maßnahmen zur Anwendung
gekommen. So ist es seit langem bekannt, auf der Primär- oder Sekundärseite des Gleichrichtertransformators
oder auf der Gleichstromseite der Stromrichter Relais anzuordnen, die beim Auftreten eines Kurzschlusses
selbsttätig die Gitter an ein negatives Sperrpotential legen, so daß die Kurzschluströme begrenzt
oder unterdrückt werden können. Um eine möglichst rasche Sperrung zu erreichen, verwendet man oftmals
mehrere Relais gleichzeitig, die dann beispielsweise von der Gleichstromseite oder von den einzelnen
Phasen aus gespeist sind. Die bisher bekannten Anordnungen weisen jedoch den Nachteil auf, daß ihre
Ansprechzeit nicht ohne weiteres so klein gehalten werden kann, daß in allen Störungsfällen ein einwandfreier
Schutz gewährleistet ist. Eine wirksame Sperrung der Anoden ist nämlich nur dann möglich, wenn
die Relais etwa innerhalb von 2 bis 3 Millisekunden ansprechen. Der angegebene Wert bezieht sich auf
eine Netzfrequenz von 50 Hz. Unter bestimmten Bedingungen, insbesondere bei Rückzündungen, erfolgt
nun aber der Anstieg des Kurzschlußstromes relativ langsam. Die Auslösung der Relais durch den Überstrom
ist dann nicht mehr mit der erforderlichen Schnelligkeit zu erreichen.
Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden, die Ansprechzeiten von Relais, die in Fernsprechanlagen
Verwendung finden, mit Hilfe einer speziellen Schaltanordnung zu verändern. Hierbei liegen zwei Relaiswicklungen
parallel, und eine dieser Wicklungen wird transformatorisch von einer weiteren beeinflußt, so
daß der Einschaltinduktionsstoß in gewünschter Weise eine Beschleunigung oder Verzögerung des Stromanstieges
bewirken kann. Eine solche Anordnung erfordert jedoch verhältnismäßig viele Spulen, und ihre
Anpaßfähigkeit ist gering.
Die Mängel des Bekannten lassen sich vermeiden, wenn erfindungsgemäß parallel zu den Überstromrelais
induktiv-ohmsche Scheinwiderstände geschaltet sind und die gleichgerichteten Sekundärströme von
Stromwandlern die Parallelschaltungen speisen. Die Schaltzeiten sind dann stets außerordentlich klein.
Die Zeichnung gibt ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Gitterlöschanordnung wieder (Fig. 1), und sie zeigt ferner eine Kennlinie, welche die
Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes erklärt (Fig. 2).
Anordnung zum Schutz
von Quecksilberdampfgleichrichtern
gegen Kurzschlüsse
Anmelder:
Maschinenfabrik Oerlikon,
Zürich-Oerlikon (Schweiz)
Zürich-Oerlikon (Schweiz)
Vertreter: Ph. Frhr. v. Habermann, Rechtsanwalt,
München 22, Widenmayerstr. 34
München 22, Widenmayerstr. 34
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 17. Januar 1957
Schweiz vom 17. Januar 1957
Dipl.-Ing. Bjarne Storsand, Zürich (Schweiz),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
In Fig. 1 sind die Primärwicklungen des Gleichrichtertransformators
mit 1, die Sekundärwicklungen mit 2, die Saugdrosselspule mit 3, die Gleichrichter
mit 4 und die Gleichstromsammelschienen mit 5 und 6 bezeichnet. In den Transformatorzuleitungen liegen
die Stromwandler 7, deren Sekundärströme von den Brückenschaltungen 8 gleichgerichtet werden. Diese
Gleichströme erregen ein Überstromrelais 9 und einen parallel geschalteten stark induktiven Scheinwiderstand
10. Im Störungsfalle spricht dann das Relais 9 an und legt das negative Potential der Sperrspannungsquelle
11 über die Vorwiderstände 12 an die Gleichrichtergitter 13. Nach Fig. 1 sind die Stromwandler
7 in den einzelnen Phasen der Transformatorwicklung 1 angeordnet, sie können aber auch in die
Anodenleitungen geschaltet werden.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Anordnung sei an Hand von Fig. 2 erläutert, in der auf der
Abszisse die Zeit t und auf der Ordinate die Stromstärke i aufgetragen ist. Zunächst soll angenommen
werden, daß der Scheinwiderstand 10 (Fig. 1) nicht vorhanden ist. Dann durchfließt der gesamte Gleichstrom
i das Überstromrelais 9 (Kurve c). Tritt nun zum Zeitpunkt tt infolge einer Störung eine Strom-
5c änderung auf, deren Verlauf vereinfacht als lineare
Funktion dargestellt wurde, so ist die Ansprechzeit des Überstromrelais durch die Strecke b gegeben,
wenn die Ansprechstromstärke α·ΐ beträgt. Bei Parallelschaltung
eines Scheinwiderstandes, dessen ohm-
809 508/131
scher Widerstand kleiner ist als derjenige des Uberstromrelais,
wird dieser bei normaler Belastung der Gleichrichter nur noch von Strom i' erregt (Kurve c'),
während der Widerstand 10 die Stromdifferenz i-i' führt. Auch nach dem Zeitpunkt t1 ändert sich die genannte
Stromdifferenz nicht, da der stark induktive Widerstand praktisch eine Stromänderung nicht zuläßt.
Das Uberstromrelais spricht also bereits nach der Zeit d an, wenn die Ansprechstromstärke wieder
das α-fache des stationären Wertes beträgt. Es ist also möglich, die Ansprechzeit erheblich zu verkürzen.
Claims (4)
1. Anordnung zum Schutz von Quecksilberdampfgleichrichtern gegen Kurzschlüsse, wobei
im Störungsfalle die Gleichrichtergitter durch entsprechende Schaltmaßnahmen von Uberstromrelais
ein gegenüber der Kathode negatives Potential erhalten, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zu
den Uberstromrelais induktiv-ohmsche Scheinwiderstände geschaltet sind und die gleichgerichteten
Sekundärströme von Stromwandlern die Parallelschaltungen speisen.
2. Anordnung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den einzelnen Phasen der
Gleichrichtertransformatorwicklung (1) Stromwandler (7) liegen, deren Sekundärwicklungen mit
Gleichrichterbrücken (8) verbunden sind, die eine Parallelschaltung speisen, welche aus einem
Scheinwiderstand (10) und einem Uberstromrelais (9) besteht, das im Störungsfalle die Gleichrichtergitter
(13) über Vorwiderstände (12) mit dem negativen Pol der Sperrspannungsquelle (11) verbindet.
3. Anordnung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der ohmsche Widerstand des
Uberstromrelais (9) größer ist als derjenige des parallel geschalteten Scheinwiderstandes (10).
4. Anordnung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromwandler in den
Anodenleitungen der Gleichrichter liegen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 569 924.
Deutsche Patentschrift Nr. 569 924.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
ι 809 508/131 4.58
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1190179X | 1957-01-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1029090B true DE1029090B (de) | 1958-04-30 |
Family
ID=4562157
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM33691A Pending DE1029090B (de) | 1957-01-17 | 1957-03-27 | Anordnung zum Schutz von Quecksilberdampfgleichrichtern gegen Kurzschluesse |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1029090B (de) |
| FR (1) | FR1190179A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1091659B (de) * | 1959-07-06 | 1960-10-27 | Ludwig Schubert Dipl Ing | Schaltung zur Erfassung der maximalen Einflussgroesse |
| DE1154567B (de) * | 1960-12-22 | 1963-09-19 | Westinghouse Electric Corp | Schutzeinrichtung fuer eine mehrphasige Stromrichteranordnung |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE569924C (de) * | 1926-04-02 | 1933-02-09 | Siemens & Halske Akt Ges | Relaisschaltung, insbesondere fuer Fernsprechanlagen |
-
1957
- 1957-03-27 DE DEM33691A patent/DE1029090B/de active Pending
-
1958
- 1958-01-16 FR FR1190179D patent/FR1190179A/fr not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE569924C (de) * | 1926-04-02 | 1933-02-09 | Siemens & Halske Akt Ges | Relaisschaltung, insbesondere fuer Fernsprechanlagen |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1091659B (de) * | 1959-07-06 | 1960-10-27 | Ludwig Schubert Dipl Ing | Schaltung zur Erfassung der maximalen Einflussgroesse |
| DE1154567B (de) * | 1960-12-22 | 1963-09-19 | Westinghouse Electric Corp | Schutzeinrichtung fuer eine mehrphasige Stromrichteranordnung |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1190179A (fr) | 1959-10-09 |
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