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Vorrichtung zum Belüften von Speicheranlagen Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum Belüften von Speicheranlagen, insbesondere Getreidespeichern,
mit senkrechtem Zuluftschacht, bei dem mindestens eine ÄVand nach Art eines Schieberspiegels
ausgebildet und von unten bis oben mit einander gleichen. in gleichen Abständen
und in einer Reihe übereinander angeordneten, nacheinander freizugebenden bzw. zu
schließenden rechteckigen Öffumigen versehen ist und bei dem vor dieser Schachtwand
ein Schieber von ihrer Höhe entsprechender Länge angeordnet ist.
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Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art ist der Schieber ein in einem
vorzugsweise zylindrischen Zuluftschacht verschiebbarer Kolben, der den Schacht
in einen belüfteten und einen unbelüfteten Abschnitt unterteilt. Da der gesamte
Kolbenweg etwa gleich der Schachtlänge ist, sind zum Verschieben des massiv oder
auch hohl ausgebildeten Kolbens lange Seile oder Ketten erforderlich. Manche Kolben
sind auch fast ebenso lang wie der Schacht, so daß zu einer extremen Bauhöhe hei
hochgezogenem Kolben noch sein beträchtliches Gewicht hinzukommt.
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Diese Mängel werden gemäß der Erfindung dadurch behoben, daß die
Abstände zwischen deii Wandöffnungen konstant, und zwar um die konstaut Höhe dieser
öffnungen größer als die Summe der Höhen aller Wandöffnungen sind, daß der Schieher
mit derselben Anzahl Öffnungen wie die Schachtwand versehen ist, wobei die Abstände
der Unterkanten der Schieberöffnungen voneinander konstant und gleich dem Abstand
der Unterkanten der Wandöffnungen voneinander sind, daß die unterste Schieberöffnung
so hoch wie die Summe aller Wandöffnullgen ist und die Höhe der anderen Schieberöffnungen
nach oben fortschreitend jeweils um die Höhe der Waudöffnungen abnimmt und daß der
Abstand zwischein Schieberunterkaute und unterster Schieberöffnung gleich dieser
Höhe ist.
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Kurze Schieber mit mehreren verschieden großen Öffnungen sind aus
der Regeltechnik bekannt. Aber abgesehen von ihrem ganz anderen Zweck sind die Öffnungen
dieser Schieber mehr oder weniger unregelmäßig gestaltet. Erst die erfindungsgemäße
Lehre, die sowohl die Schieber- als auch die Zuluftschachtöffnungen betrifft, macht
es möglich, eine Vorrichtung zum Belüften von Speicheraulagen belieobiger Höhe bei
trotzdem kleinem Verstellweg des Schiebers zu bauen.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung wil-d nach der Erfindung an Hand
eines in der Zeichnung sdematisch dargestellten Beispiels erläutert.
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Fig. 1 zeigt einen abgebrochenen Längsschnitt durch einen oben geschlossen
zu denkenden, von unten belüfteten Zu luftschacht von rechteckigem
Querschllitt,
dessen gegenüberliegende, als Schieberspiegel ausgebildete Wände 1 von unten bis
oben miteinander gleichen, in gleichen Abständen und in einer Reihe übereinander
angeordneten rechteckigen Öffzungen 11, 12, . versehen ist. Vor diesen Schachtwänden
1 ist, wie der in Fig. 2 gezeigte Schnitt nach 4-B der Fig. 1 erkennen läßt, jeweils
ein Schieber 2 angeordnet.
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Eine dieser Sdachtwände 1 mit Schieber 2 ist nun in Fig. 3 in vergrößertem
Maßstab in Draufsicht dargestellt, und zwar ist der größeren Deutlichkeit wegen
der Schieber 2 gegen die Wand 1 seitlich etwas verschaben gezeichnet.
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Wand 1 und Schieber 2 weisen jeweils acht Öffnungen auf. Es können
aber ebensogut mehr oder weniger Öffnungen sein, denn am Prinzip ändert das nichts.
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Wie deutlich zu erkennen, ist die Höhe der untersten Schieberöffnung
21 dem um die Höhe a einer Wandöffnung 11, 12,. verringerten Abstand b zwischen
zwei Wandöffnungen und außerdem der Summe der Höhen a aller Wandöffnungen 11, 12,...
gleich.
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In der dargestellten Relativlage von Wand 1 und Schieber 2 fallen
die Unterkanten von Wand- und Schieberöffnungen zusammen, denn die Abstände c der
Unterkanten der Wandöffnungen 11, 12,... voneinander sind konstant und gleich den
entsprechenden Abständen der Schieberöffnungen 21, 22,.... In dieser Lage sind also
alle Wandöffnungen 11, 12,... freigegeben.
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Bewegt man nun den Schieber 2 um die Höhe a der Wandöffnungen nach
oben, so werden sämtliche Wandöffnungen 11, 12, . . geschlossen. Diese Stellung
des
Schiebers 2 ist bei Beginn der Füllung, z. B. eines Getreidespeichers, gegeben.
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Um mit steigendem Gutspiegel die Belüftung einzuschalten, wird der
Schieber 2 aus dieser Stellung wiederum um die Höhe a nach oben bewegt. Da der Abstand
seiner Unterkante 20 von der Unterkante der untersten Öffnung 21 gleich der Höhe
a ist, wird durch eine solche Bewegung die unterste Wandöffnung 11 freigegeben.
Wiederholt man jetzt die schrittweise Bewegung des Schiebers 2 jeweils um die Höhe
a nach oben, so werden nacheinander auch die folgenden Waudöffnungen 12, 13,. .
. freigegeben, bis schließlich, wenn der Schieber 2 aus der Stellung, in der alle
Wandöffnungen 11, 12,. . geschlossen sind, um den achtfachen Betrag der Höhe a der
Wandöffnungen nach oben bewegt worden ist, sämtliche Wandöffnungen 11, 12,.. freigegeben
sind, denn die Anzahl der Wand- bzw. Schieberöffnungen bestimmt die Zahl der nötigen
Schritte bis zum vollständigen Öffnen. Bei dieser Schieberstellung wäre also der
Speicher gefüllt.
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Wird der Speicher teilweise oder ganz entleert, so bewegt man den
Schieber sinngemäß aus seiner Endlage nach unten, so daß die Wandöffunugen 18, 17,...
nacheinander wieder geschlossen werden.
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Es ist auch möglich, umgekehrt zu verfahren und den Schieber 2 aus
der in Fig. 3 dargestellten Lage nach unten zu bewegen, so daß die Wandöffnungen
18, 17>... nacheinander geschlossen werden. In diesem Fall würde Fig. 3 also
die Ausgangslage bei gefülltem Speicher zeigen. Welche Bewegungsrichtung jeweils
die zweckmäßigere ist, hängt von den baulichen Gegebenheiten ab.
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PATENTAXSPRUCIS: Vorrichtung zum Belüften von Speicheranlagen, insbesondere
Getreidespeichern, mit senkrechtem Zuluftschacht, bei dem mindestens eine Wand nach
Art eines Schieberspiegels ausgebildet und von unten bis oben mit einander gleichen,
in gleichen Abständen und in einer Reihe übereinander angeordneten, nacheinander
freizugeben den bzw. zu schließenden rechteckigen Öffnungen versehen ist und bei
dem vor dieser Schachtwand ein Schieher von ihrer Höhe entsprechender Länge angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände (b) zwischen den Wandöffnungen (11,
12,...) konstant, und zwar um die konstante Höhe (a) dieser Öffnungen größer als
die Summe der Höhen aller Waudöffnungen sind, daß der Schieber (2) mit derselben
Anzahl Öffnungen (21, 22, . . .) wie die Schachtwand (1) versehen ist, wobei die
Abstände (c) der Unterkanten der Schieberöffnungen (21, 22,...) voneinander konstant
und gleich dem Abstand der Unterkanten der Wandöffnungen (11,12 .) voneinander sind,
daß die unterste Schieberöffnullg (21) so hoch wie die Summe aller Wandöffnungen
ist und die Höhe der anderen Schieheröffnungen (22, 23, . . .) nach oben fortschreitend
jeweils um die Höhe (a) der Waudöffnungen (11, 12,...) abnimmt und daß der Abstand
zwischen Schieberunterkante (20) und unterster Schieberöffnung (21) gleich dieser
Höhe (a) ist.