[go: up one dir, main page]

DE1028279B - Verfahren zum Entfernen von Acetylen aus organischen Gasgemischen - Google Patents

Verfahren zum Entfernen von Acetylen aus organischen Gasgemischen

Info

Publication number
DE1028279B
DE1028279B DEK21742A DEK0021742A DE1028279B DE 1028279 B DE1028279 B DE 1028279B DE K21742 A DEK21742 A DE K21742A DE K0021742 A DEK0021742 A DE K0021742A DE 1028279 B DE1028279 B DE 1028279B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solvent
acetylene
absorber
pressure
gas
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK21742A
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Leard Irvine
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Beazer East Inc
Original Assignee
Koppers Co Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Koppers Co Inc filed Critical Koppers Co Inc
Publication of DE1028279B publication Critical patent/DE1028279B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/14Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols by absorption
    • B01D53/1487Removing organic compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entfernen von Acetylen aus organischen Gasgemischen Die Erfindung bezieht sich auf die Entfernung von Acetylen oder Acetylen und kleineren Mengen von Äthylen aus einem acetylenhaltigen Gasstrom.
  • Die Abtrennung von Acetylen aus Gas strömen ist von besonderem Interesse wegen der Bedeutung der Acetylenherstellung und wegen der Anwesenheit von Acetylen in Industriegasen, insbesondere in Wärmespalt- und Raffineriegasen. Die Entfernung von Acetylen aus diesen Gasen ist eine Sache von größter Bedeutung. Im Falle von an Acetylen reichem, durch Hochtemperaturwärmespaltung von Kohlenwasserstoffen erhaltenem Regenerativofengas hat die Erfindung besondere Bedeutung. Zusätzlich muß Acetylen aus gasförmigen, durch Kracken von Kohlenwasserstoffölen bei erhöhten Temperaturen, z. B. im elektischen Lichtbogen, erhaltenen Produkten gewonnen werden. Ferner ist bei der Herstellung von Butadien, beispielsweise zur Verwendung bei der Gewinnung von synthetischem Kautschuk, das Rohbutadien im allgemeinen acetylenhaltig.
  • Es ist bekannt, daß es schwierig ist, durch Destillation Acetylen von beigemischten Gasen, wie z. B.
  • Äthylen, wegen geringer Unterschiede in den in Betracht kommenden Siedepunkten oder weil die Mischung einen konstanten Siedepunkt besitzt, zu trennen. Ferner ist Acetylen von Natur aus explosibel, und normalerweise müssen Sicherheitsmaßnahmen gegen das tbersteigen des Partialdrucks von Acetylen über etwa 1,8 kg/cm2 absolut getroffen werden. Daher sind zahlreiche andere Verfahren als Destillation für die Abtrennung von Acetylen aus Gasgemischen vorgeschlagen worden. Ein solches Verfahren ist Lösungsmittelextraktion. Nach diesem Verfahren wird aus wirtschaftlichen Gründen ein flüchtiges Lösungsmittel, üblicherweise Acetaldehyd, Athylalkohol, Cyclohexanon, Diäthylcarbonat, Methyläthylketon, Diäthylglykol und Dimethylformamid, benutzt.
  • Andere flüchtige Lösungsmittel mit einem hohen Selektivitätsgrad für Acetylen sind dem Fachmann bekannt, und zwar Lösungsmittel mit einem Siedepunkt von weniger als 1500 C bei atmosphärischem Druck. Flüchtige Lösungsmittel für Acetylen, z. B.
  • Aceton, vermögen ein Vielfaches ihres Volumens an Acetylen zu absorbieren. Zusätzlich werden flüchtige Lösungsmittel insbesondere von dem Gesichtspunkt der Wärmewirtschaftlichkeit bevorzugt, weil sie leicht wieder zu verdampfen sind. Obwohl diese Lösungsmittel für die Absorption geeigneter als die üblichen Lösungsmittel sind, welche Gase nur gemäß dem Raoultschen Gesetz lösen, sind gewisse Schwierigkeiten damit verbunden. Wegen ihrer Flüchtigkeit werden beträchtliche Mengen davon mit den frei gesetzten Gasströmen weggetragen. Die Reinigung von Gasströmen mit merklichen Acetylmengen unter Be- nutzung eines flüchtigen Lösungsmittels bringt daher einen beträchtlichen Lösungsmittelverlust oder die Verwendung zusätzlicher Chemikalien zwecks ihrer Entfernung mit sich.
  • Dieses Verfahren wird durch die Erfindung verbessert. Gemäß der Erfindung wird ein Verfahren zum Abtrennen von Acetylen aus Gasgemischen unter Verwendung eines flüchtigen Lösungsmittels jedoch mit einem sehr geringen Lösungsmittelverlust unter sehr wirksamer und wirtschaftlicher Lösungsmittelrückgewinnung geschaffen.
  • Das neue Verfahren zum Entfernen von Acetylen aus organischen Gasgemischen durch selektive Absorption mit unter 1500 C siedenden Lösungsmitteln ist gekennzeichnet durch die Verwendung der Expansionskälte des aus dem Absorber kommenden Abgasstromes insbesondere zum Kühlen des flüchtigen Lösungsmittels bzw. des zu behandelnden Rohgases, wobei der Speisegasstrom unter Druck mit dem flüchtigen Lösungsmittel in Berührung gebracht wird, der Druck auf den Abgasstrom verringert wird, die Lösungsmittelphase aus der Acetylenextraktion zwecks Abtreibens des acetylenreichen Gases daraus auf die Siedetemperatur von Acetylen erhitzt wird und das acetylenfreie Lösungsmittel aus der Acetylenabtreibungsstufe und das verflüssigte Lösungsmittel aus der Expansionsstufe zur Acetylenextraktion zurückgeführt werden.
  • Dabei. wird der lösungsmittelgesättigte. acetyl enreiche, in der Abtreibungsstufe entfernte Gas strom über ein festes Adsorbens wie aktivierte Kohle oder Aluminiumgel geleitet.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird ein Teil des Speisegasstromes über das Adsorbens vor seiner Einführung in die Acetylenextraktion geleitet.
  • Der Druck bei der Acetylenextraktion und der Druck des expandierten Abgases werden so geregelt, daß das Expansionsverhältnis im Bereich von 8 :1 bis 4 :1 liegt.
  • In der Regel wird der Gasstrom mit dem Lösungsmittel bei einer Temperatur von etwa 30° C und bei einem Druck von etwa 4,2 bis 14 kg/cm2 absolut in Berührung gebracht.
  • Im einzelnen wird die Erfindung in der nachstehenden Weise durchgeführt: Gemäß der Erfindung wird der Acetylenbestandteil von einem Lösungsmittel in einem Absorber absorbiert. Das aus dem oberen Teil des Absorbers herausgehende Absorbergas wird zwecks Verflüssigung des Lösungsmittels expandiert, und das expandierte Abgas geht zu einem Lösungsmittelabscheider, aus welchem das wiedergewonnene Lösungsmittel in den Absorber zurückgeführt wird. Das Acetylen enthaltende Lösungsmittel geht aus dem Boden des Absorbers heraus und wird in den oberen Teil einer Destillati onskolonne eingeführt. Der abdlestillierte Dampf, das mit Lösungsmittel gesättigte Acetylen, wird dann zwecks Entfernung des Lösungsmittels daraus behandelt. Er wird entweder durch den kalten Abgasstrom, wie noch beschrieben wird, gekühlt oder abwechselnd durch einen von zwei Behältern, die mit festem Absorbens angefüllt sind, durchgeleitet. Der eine Behälter adsorbiert Lösungsmittel, während der andere durch den Speisestrom regeneriert und dadurch das Lösungsmittel zu dem Absorber zurückgeführt wird. Acetylenfreies Lösungsmittel wird vom Boden der Destillationskolonne ebenfalls zurück in den Absorber geleitet.
  • Das in dem Absorber bei der Acetylenextraktion benutzte Lösungsmittel soll naturgemäß eine größere Affinität für den Acetylenbestandteil als für den Gas rest besitzen. Daher wird gemäß einer Ausführungsform der Erfindung Acetylen aus einem Gas strom mit einem flüchtigen Lösungsmittel folgendermaßen entfernt: Der gasförmige Speisestrom wird unter Druck mit dem flüchtigen Lösungsmittel in Berührung gebracht zur Bildung einer Lösungsmittelphase, welche einen an Acetylen reicheren Extrakt als der gasförmige Speisestrom und einen an den Restgasen reicheren Abgasstrom als der gasförmige Speisestrom enthält; der Druck des Abgasstroms wird zwecks Abkühlung des Stroms durch Expansion verringert, wodurch das darin befindliche flüchtige Lösungsmittel verflüssigt wird; die Lösungsmittelphase aus der Acetylenextraktion wird zum Zweck des Abdestillierens des acetylenreichen Gases daraus als ein an Lösungsmittel gesättigter acetylenreicher Gasstrom erwärmt; der so entfernte an Lösungsmittel gesättigte acetylenreiche Gas strom wird über ein festes A.dsorbens geleitet, so daß das flüchtige Lösungsmittel dadurch adsorbiert wird; mindestens ein Teil des gasförmigen Speisestroms wird vor seiner einführung in die Acetylenextraktion über dieses Adsorbens geleitet, wodurch flüchtiges Lösungsmittel von der Oberfläche des Adsorbens in das System zurückgeführt wird; das acetylenfreie Lösungsmittel aus der Acetylendestillationsstufe und das verflüssigte Lösungsmittel aus der Expansionsstufe werden zur Acetylenextraktion zwecks weiterer Verwendung für die Acetylenentfernung zurückgeleitet.
  • Verschiedene Ausführungsformen der Erfindung werden in den Fig. 1, 2 und 3 gezeigt. Es stellt dar Fig. 1 ein schematisches Acetylenabtrennverfahren, wobei der expandierte Abgasstrom teilweise das im Kreislauf zurückgeführte Lösungsmittel kühlt, Fig. 2 ein schematischies Acetyienabtrennverfahren, wobei der expandierte Abgasstrom zum Kühlen des Speisegases verwendet wird, Fig. 3 ein schematisches Acetylenabtrennverfahren, wobei der expandierte Abgasstrom zum Kühlen der aus der Destillationskolonne abströmenden Dämpfe benutzt wird.
  • Nach Fig. 1 strömt Speisegas. aus welchem Acetylen entfernt werden soll, durch einen der Aktivkohlebehälter 22, 24 und durch Leitung 34 in den Absorber 2.
  • Das Lösungsmittel wird in die Absorptionssäule 2 durch Leitung 54 eingeführt, so daß innerhalb der Säule ein Gegenstrom vorhanden ist. Die Absorptionssäule 2 ist mit einem Siedeabteil versehen, wodurch die weniger löslichen Bestandteile heraus destilliert werden. Das hei 4 herausgehende Absorberabgas wird mittels einer Turbine oder einer ähnlichen Expansionsmaschine 6 zwecks Verflüssigung des Lösungsmittels entspannt. Das expandierte Abgas geht zu dem Lösungsmittelabscheider 8, von wo das wiedergewonnene Lösungsmittel zum Absorber 2 durch Leitungen 56 und 54 zurückgeführt wird. Der gekühlte lösungsmittelfreie Abgasstrom kann dann, wie noch beschrieben wird, verwendet werden. Die einen an Acetylen reicheren Extrakt als der Speisestrom enthaltende Lösungsmittelphase wird vom Boden des Absorbers 2 durch Leitung 10 zur Destillationskolonne 12 geleitet, die mit Wasserdampf i4 beheizt wird. In der Destillationskoloune 12 wird eine Trennung zwischen dem Acetylen und dem Lösungsmittel durchgeführt. Das Lösungsmittel wird vom Boden der Kolonne durch Leitung 36 abgezogen und durch Pumpe 38 durch Leitung 40 weitergeleitet, um indirekte Verdampfungswärme dem Absorber 2 abzugeben, wodurch das Lösungsmittel teilweise abgekühlt wird. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 wird das so teilweise gekühlte Lösungsmittel dann indirekt durch Wasser und Salzlösung in Austauschern 44 und 46 weiter gekühlt und dann noch weiter durch indirekten Wärmeaustausch in Kühler 48 mit dem zuvor durch Expansion in 6 abgekühltem Abgas weitergekühlt. Selbstverständlich kann jedes andere Kühlmittel an Stelle von Wasser und Salzlösung benutzt werden. Das den Kopf der Destillationskolonne 12 verlassende Acetylen ist mit Lösungsmitteldampf gesättigt. Zwecks Entfernung des Lösungsmittels wird dieses Acetylen über ein festes, für das Lösungsmittel selektives Adsorbens durch Leitung 16 und 18 oder 20 geleitet. Die Adsorber 22, 24 werden abwechselnd durchströmt. In einer wird das Lösungsmittel aus dem Acetylenstrom adsorbiert, während die andere mit Speisegas regeneriert und so das Lösungsmittel zurück zum Absorber 2 geführt wird. Der Speisestrom tritt bei 28 ein und geht durch Kammer 22 oder 24 und durch Leitung 36 oder 32 (Fig. 1) zur Absorptionssäule 2 über Leitung 34.
  • Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 wird der Speisegasstrom durch indirekten Wärmeaustausch mit dem expandierten, den Abscheider 8 verlassenden Abgasstrom gekühlt. Der den Abscheider 8 verlassende Abgasstrom geht durch den Speisegasstromkühler 66 und zu dem Auslaß 68. Bei dieser Ausführungsform wird ein getrennter Kühler 60 zum Kühlen des zum Absorber 2 zurückzuführenden Lösungsmittels verwendet. Die anderen Teile der Fig. 2 haben die gleichen Bezugszeichen wie die entsprechenden Teile in Fig. 1. Bei beiden Verfahren wird erforderlichenfalls frisches Lösungsmittel bei 42 zugeführt.
  • Beispielsweise tritt Aceton in den oberen Teil eines Absorbers ein und absorbiert im Gegenstrom Acetylen aus dem Speisegasstrom. Das abziehende Absorbergas, welches mit Lösungsmitteln gesättigt ist, verläßt denselben mit einem Druck von etwa 8 kg/cm2 und einer Temperatur von 50 C. Dieses Abgas geht durch einen Abscheider für mitgerissene Stoffe und wird adiabatisch auf 1,4 kg/cm2 zwecks Erzielung einer Temperatur von etwa 75° C expandiert, wodurch Verflüssigung des Acetons durch innere Abkühlung eintritt. Das expandierte Abgas wird dann durch einen Lösungsmittelabscheider geleitet und das wiedergewonnene Lösungsmittel zum Kopf des Absorbers zurückgeführt. Das Acetylen enthaltende Lösungsmittel verläßt den Boden des Absorbers mit einer Temperatur von 10° C und wird in den Kopf einer mit 1,4 kg/cm2 arbeitenden und mit einem Wasserdampferhitzer ausgerüsteten Destillationskolonne eingeführt. Der abgetriebene Dampf ist das mit Aceton gesättigte Acetylen und geht abwech,sUelnd durch einen von zwei Aktivkohlebehälter hindurch. Der eine adsorbiert Aceton, während der andere mit Speisegas regeneriert wird. Das acetylenfreie Aceton wird vom Fuß der Destillationskolonne nach erfolgtem Wärmeaustausch zu dem Absorber, mit Kühlwasser, welches das Lösungsmittel auf 32° C kühlt, mit abgekühlter Salzlösung, welche das Lösungsmittel auf etwa5° C, und mit dem expandierten Absorberabgas, welches das Lösungsmittel auf etwa 100 C kühlt, in den Kreislauf zurückgeleitet.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können auch die Lösungsmitteladsorptionsbehälter weggelassen werden. In diesem Fall werden die aus der Destillationskolonne abgehenden Dämpfe durch kaltes Abgas gekühlt (Fig. 3).
  • Bei diesem Verfahren wird der zuvor durch Expansion gekühlte und lösungsmittelfreie Abgasstrom einem indirekten Wärmeaustausch mit dem an Lösungsmittel gesättigten acetylenreichen und den Kopf der Destillationskolonne 12 verlassenden Gasstrom unterworfen, wobei die Abscheidung von flüchtigem Lösungsmittel aus dem acetylenreichen Gasstrom bewirkt wird. Nach seiner Abkühlung durch den kalten Abgasstrom wird das aus dem Lösungsmittelabdampfer oben herauskommende Gas selbst zum Vorkühlen anderer den Lösungsmittelabscheider verlassender Gase verwendet. Mit anderen Worten, um flüchtiges Lösungsmittel aus dem die Destillationskolonne 12 durch Leitung 88 (Fig. 3) verlasEsenden Gas zu entfernen, wird das Destillationsgas zuerst in Kühler 86 durch indirekten Wärmeaustausch vorgekühlt. Die Destillatorgase werden anschließend weiter in Kühler 82 gekühlt, um Verflüssigung des Lösungsmittels durch indirekten Wärmeaustausch mit dem kalten expandierten den Lösungsmittelabscheider 8 durch Leitung 80 verlassenden Abgasstrom zu bewirken. Das Lösungsmittel wird aus dem so gekühlten Strom im Lösungsmittelabscheider 84 entfernt, wobei die gasförmige Acetylenphase aus dem Lösungsmittelabscheider 84 zur Vorkühlung, d. h. im Vorkühler 86, verwendet wird.
  • Selbstverständlich wird die Absorptionskoloune unter Druck betrieben, so daß der Abgasstrom vom Kopf des Absorbers zwecks Bewirkung der Verflüssigung des Lösungsmittels expandiert werden kann. Im allgemeinen werden Absorberdruck und Druck des expandierten Gases so geregelt, daß durch die Gasentspannung eine solche Temperatur erzeugt wird, welche ausreichend ist, um die Verflüssigung des flüchtigen Lösungsmittels zu erzielen. Normalerweise werden Acetylenextraktionsdruck und Druck des expandierten Abgasstroms so gewählt sein, daß das Expansionsverhältnis im Bereich von 8 l bis 4 1, vorzugsweise 6 :1, liegt. Das verflüssigte Lösungsmittel kann in dem Lösungsmittelabscheider wiedergewonneu werden. Der kalte expandierte Abgasstrom kann dann zur Abkühlung (gemäß Fig. 1) von dem umlaufenden Lösungsmittelstrom oder (gemäß Fig. 2) der Absorberbeschickung nach Regenerierung der Lösungsmittelwiedergewinnungshehälter oder (gemäß Fig. 3) der aus dem Kopf des Destillators abziehenden Dämpfe benutzt werden.
  • Der Absorber kann bei einer Temperatur, die unterhalb des Siedepunktes des Lösungsmittels beim Arbeitsdruck liegt, bis zu Temperaturen von etwa 300 C betrieben werden. Der Absorberkolonnendruck muß für eine gute Selektivität niedrig genug sein, aber auch hoch genug gehalten werden, etwa 4 bis 14 kg/cm2, um die Lösungsmittelrückgewinnung durch Expansion des Abgases sicher zu stellen. Die Destillationskolonne wird gewöhnlich bei der Siedetemperatur des Lösungsmittels betrieben. Da der Betrieb des Destillators die Explosionsgrenze für Acetypen nicht überschreiten darf, sollte der Druck weniger als etwa 2,1 kg/cm2 absolut betragen.
  • Zusätzlich zu Acetylen können andere gegebenenfalls in dem Acetylenhestandteil vorhandene Gase ebenfalls wiedergewonnen werden, das sind Gase, welche in einem beliebigen Grad von dem Aceton mit dem Acetylen gelöst werden. In diesen Fällen sind nur zusätzlich Türme zur Bewirkung weiterer Trennung notwendig. Wenn z. B. das Speisegas Acetylenderivate höheren Molekulargewichts enthält, kann ein zusätzlicher Turm nach dem Acetylendestillator angeordnet werden. Das mit Acetylen beladene Lösungsmittel aus dem Absorber wird dann zu einer ersten Destillationskolonne geleitet, worin das Acetylen entfernt und über feste Absorberbehälter gemäß der Erfindung geleitet wird. Die Lösungsmittelphase vom Fuß des Destillators wird aber, an Stelle gekühlt und zu dem Absorber zurückgeleitet zu werden, zu einer zweiten Destillationskolonne geführt, worin die Acteylenderivate als oben abziehende Produkte entfernt werden. Die Acetylenderivate können auch über ein festes Adsorbens gemäß der Erfindung geleitet werden, während das Lösungsmittel vom Fuß des zweiten Destillators gekühlt und in den Absorber zurückgeleitet wird.
  • Feste, gemäß der Erfindung verwendbare Adsorbentien sind in der Technik bekannt, von denen z. B.
  • Aktivkohle brauchbar ist. Andere geeignete Adsorbentien sind Silikagel, Tierkohle, Tonerdegel und Diatomeenerde.
  • Die Erfindung ist auch als Lösungsmittelwiedergewinnungsverfahren anwendbar, wie Äthylen, das als selektives Lösungsmittel für Acetylen gedient hat. In diesem Fall wird ein zusätzlicher Turm verwendet.
  • Das selektive Absorbens absorbiert das Acetylen mit einer geringeren Menge Äthylen, während das meiste Äthylen des Speisegases durch das Absorbens hindurchgeht. Im ersten Turm, zu welchem die Lösungsmittelphase aus dem Absorber geleitet wird, wird Äthylen als oben abziehendes Produkt entfernt. Die Lösungsmittelphase wird dann zu einem weiteren Turm geleitet, worin Acetylen als oben abziehendes Produkt entfernt wird. Das Lösungsmittel wird dann gekühlt und zu dem Absorber zurückgeleitet, und das Äthylen und das Acetylen gehen zu getrennten Aktivkohlebehältern gemäß der Erfindung. Wenn der Speisegasstrom noch höhermolekulare Acetylen-Verbindungen enthält, kann eine dritte Kolonne zu deren Entfernung in entsprechender Weise verwendet werden.
  • Wenn Kohlendioxyd im Acetylen zugegen ist, kann es zusammen mit dem Äthylen aus dem ersten Turm entfernt werden. Das Kohlendioxyd enthaltende Äthylen kann dann durch ein selektives Lösungsmittel für Kohlendioxyd geleitet werden, um einen gereinigten Sithylenstrom zu erhalten.
  • Gemäß einem Merkmal der Erfindung dient der Speisegasstrom als Regeneriergasstrom für die Lösungsmittel-Adsorbensbehälter, wodurch das Lösungsmittel in den Kreislauf zurückgeführt wird. Da gemäß der Erfindung das Expansionsverhältnis 4:1 bis 8 :1 beträgt, ist der Druck des zur Entfernung des Lösungsmittels gehenden Speisegasstroms vier- bis achtmal größer als der Druck des Gases am Kopf der Destillationskolonne, aus welcher das Lösungsmittel durch das Adsorbens entfernt wird. Unter Annahme isothermischer Bedingungen wird das Lösungsmittel adsorbiert oder desorbiert, und zwar in der Richtung des niedrigsten Lösungsmittelp artialdrucks, wobei der Partialdruck etwa der Molbruchteil multipliziert mit dem Gesamtdruck ist. Das in bezug auf das Lösungsmittel, z. B. Aceton, gesättigte Destillatorabgas wird sein Aceton abgeben, bis es Gleichgewicht mit der adsorbierenden Phase in dem Adsorbens, z. B. Aktivkohle, erreicht. Das Absorberspeisegas, welches ursprünglich kein Lösungsmittel enthält, wird dann die Aktivkohle reaktivieren, weil der Partialdruck des Acetons in dem Speisegas immer niedriger als der in der adsorbierten Phase der Aktivkohle ist. Das Lösungsmittel wird daher in die Absorptionsanlage zurückgeführt. Der Grund dafür, daß der Partialdruck niedriger ist, liegt darin, daß die Hauptmasse des Gases das durch Verflüssigung unter Expansion wiedergewonnene Lösungsmittel enthalten hat und das Destillatorabgas nur einen Teil des gesamten Gasstromes darstellt. Da der Druck des Speisegasstromes in dem Aktivkohlebehälter etwa das vier- bis achtfache des Druckes der Destillatorabgase beträgt, würde der Partialdruck des Acetons in dem Behälter normalerweise hoch und eine Desorption ohne regeneratives Erwärmen unmöglich sein.
  • PATENTANSPRVCHE 1. Verfahren zum Entfernen von Acetylen aus organischen Gasgemischen durch selektive Absorption mit unter 1500 C siedenden Lösungsmitteln, gekennzeichnet durch die Verwendung der Expansionskälte des aus dem Absorber kommenden Abgasstromes insbesondere zum Kühlen des flüchtigen Lösungsmittels bzw. des zu behandelnden Rohgases, wobei der Speisegasstrom unter Druck mit dem flüchtigen Lösungsmittel in Berührung gebracht wird, der Druck auf den Abgasstrom verringert wird, die Lösungsmittelphase aus der Acetylenextraktion zwecks Abtreibens des acetylenreichen Gases daraus auf die Siedetemperatur von Acetylen erhitzt wird und das acetylenfreie Lösungsmittel aus der Acetylenabtreibungsstufe und das verflüssigte Lösungsmittel aus der Expansionsstufe zur Acetylenextraktion zurückgeführt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der lösungsmittelgesättigte, acetylenreiche, in der Abtreibungsstufe entfernte Gasstrom über ein festes Adsorbens wie aktivierte Kohle oder Aluminiumgel geleitet wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Teil des Speisegasstromes über das Adsorbens vor seiner Einführung in die Acetylenextraktion geleitet wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekentzeichnet, daß der Druck bei der Acetylenextraktion und der Druck des expandierten Abgases so geregelt werden, daß das Expansionsverhältnis im Bereich von 8 :1 bis 4 : 1 liegt.
    5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gasstrom mit dem Lösungsmittel bei einer Temperatur von etwa 30° C und bei einem Druck von etwa 4,2 bis 14 kg/cm2 absolut in Berührung gebracht wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 606 343.
DEK21742A 1953-04-20 1954-04-03 Verfahren zum Entfernen von Acetylen aus organischen Gasgemischen Pending DE1028279B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US1028279XA 1953-04-20 1953-04-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1028279B true DE1028279B (de) 1958-04-17

Family

ID=22291887

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEK21742A Pending DE1028279B (de) 1953-04-20 1954-04-03 Verfahren zum Entfernen von Acetylen aus organischen Gasgemischen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1028279B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2204065A1 (de) * 1972-01-28 1973-08-02 Tenneco Chem Verfahren zur reinigung von bei der kohlenwasserstoffpyrolyse gebildeten gasen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE606343C (de) * 1932-02-23 1934-11-30 Bataafsche Petroleum Verfahren zur Entfernung von Acetylen aus Gasgemischen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE606343C (de) * 1932-02-23 1934-11-30 Bataafsche Petroleum Verfahren zur Entfernung von Acetylen aus Gasgemischen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2204065A1 (de) * 1972-01-28 1973-08-02 Tenneco Chem Verfahren zur reinigung von bei der kohlenwasserstoffpyrolyse gebildeten gasen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE19753903C2 (de) Verfahren zur Entfernung von CO¶2¶ und Schwefelverbindungen aus technischen Gasen, insbesondere aus Erdgas und Roh-Synthesegas
DE2709501C3 (de) Verfahren zur Reinigung von Naturgas mit einem hohen Anteil an sauren Gasen
DD236717A5 (de) Verfahren zur rueckgewinnung von wasserstoff
DE19818810A1 (de) Verfahren zum Trennen eines C4-Kohlenwasserstoffgemisches
DE1418428B1 (de) Kontinuierliches Verfahren zur Abtrennung eines Normalparaffins mit mehr als vier Kohlenstoffatomen aus verzweigtkettige und cyclische Kohlenwasserstoffe enthaltenden Gemischen
DE2704065A1 (de) Verfahren zum entfernen von gasfoermigem vinylchlorid-monomer aus einem abgasstrom
DE1033689B (de) Verfahren zum Eindampfen kohlenwasserstoffhaltigen, fluessigen Sauerstoffes und Einrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE2143994A1 (de) Verfahren zur reinigung von chlorwasserstoff
CH388925A (de) Verfahren zur Abtrennung von Kohlenwasserstoffen mit mehr als zwei Kohlenstoffatotomen aus einem acetylen- und/oder äthylenhaltigen Spaltgasgemisch
DE1028279B (de) Verfahren zum Entfernen von Acetylen aus organischen Gasgemischen
DE4412496C2 (de) Verfahren zur verbesserten Rückgewinnung von Benzin- und/oder Lösemitteldämpfen in mit Druckkondensation und/oder Druckabsorption arbeitenden Anlagen zur Abluftreinigung
DE1296724C2 (de) Verfahren zur verhinderung der eis- und hydratbildung bei der trennung eines wasserhaltigen, leichte kohlenwasserstoffe enthaltenden gemisches durch fraktionierung
US2787335A (en) Removal of acetylene components from gas
DE3038870A1 (de) Verfahren zur dampfgewinnung
EP0084319B1 (de) Verfahren zur Trocknung und Entfernung von Kohlenwasserstoffen aus bzw. von Gasen
US2847487A (en) Prewash for acetylene removal from butadiene stream
DE1544123C3 (de) Verfahren zur Entfernung von sauren Gasen aus gasförmigen Mischungen
US2754930A (en) Removal of acetylene components from gas
DE1443947C (de) Verfahren zur getrennten Gewinnung von Acetylen und Äthylen
DE1643685C2 (de) Verfahren zur Entfernung von Wasserdampf aus Spaltgasen
DE1198812B (de) Verfahren zur Entfernung von Acetylen aus einem ueberwiegend AEthylen enthaltenden, verfluessigten C- bis C-Kohlenwasserstoff-gemisch
US2420915A (en) Butadiene extraction
DE740347C (de) Verfahren zur getrennten Gewinnung von Kohlenwasserstoffgemischen aus solche enthaltenden Gasen
DE1494789C (de) Verfahren zur Zerlegung brennbarer Gase Ausscheidung aus 1222198
DE1091552B (de) Kreislaufverfahren zum Trennen eines aus Kohlenwasserstoffen bestehenden Gasgemisches durch Adsorbieren und anschliessendes Desorbieren