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Einrichtung zur optischen Anzeige von Zug- oder Gleisnummern Zusatz
zur Patentanmeldung L 2226211 / 20 i (Auslegeschrift 1024 550) Die Erfindung
befaßt sich mit einer Einrichtung zur optischen Anzeige von Nummern und/oder Buchstaben,
wie sie in der Eisenbahnsicherungstechnik vor allem als Zugnummernmelder oder Gleisnummernanzeiger
verwendet wird. Mittels derartiger Einrichtungen "werden beispielsweise auf einem
Gleisbildtisch oder auf einer Meldetafel die Nummern der einzelnen im Bereich des
Stellwerks befindlichen Züge und gleichzeitig deren Standort angezeigt: bei der
Weiterfahrt eines Zuges steuert dieser die zugehörige Nummernanzeige in ein Feld
des nächsten von ihm besetzten Gleisabschnitts um und veranlaßt die Löschung des
bisher ausgeleuchteten Nummernfeldes.
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Die Hauptpatentanmeldung L 22262 1I / 20 i bezieht sich auf solche
Einrichtungen, bei denen die anzuzeigende Nummer mit Hilfe einer Lampen- oder Leuchtstreckenkombination
gebildet wird, deren Lampen- bzw. Leuchtstrecken sich in einem normalen Stelltisch
in geringem Abstand unter der Abdeckplatte befinden. Jede Ziffer und (da hierbei
nur einige Buchstaben des Alphabets verwendet «-erden) jeder zur Zugnummer gehörende
Buchstabe kann aus mehreren von insgesamt zwölf Lampen gebildet werden. mittels
derer einzelne Leuchtstreifen auf einer Mattscheibe ausgeleuchtet werden; durch
entsprechende Auswahl der Leuchtstreifen entsteht das Bild der gewünschten Ziffer
bzw. des gewünschten Buchstabens.
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Zur Verbesserung derartiger Einrichtungen wird in der Hauptpa.tentanmeldung
vorgeschlagen, daß zwischen den Lampen und der Abdeckplatte eine Zwischenschablone
angeordnet ist, die mit Lichtführungskanälen derart versehen ist, daß diese Lichtführungskanäle
eine Verbindung zwischen den in regelmäßigen Abständen angeordneten Lampen und den
entsprechend den anzuzeigenden Ziffern geformten Leuchtschlitzen herstellen.
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Die einzelnen Tischfelder von Gleisbildtischeii und Meldetafeln sollen
zum Zwecke einer möglichst geringen räumlichen Ausdehnung der Tische und Tafeln
eine bestimmte Größe nicht überschreiten; dadurch wird es schwierig, in einem für
die Nümmernanzeige bestimmten Tischfeld mehr Lampen unterzubringen, als für die
normalen Überwachungs- und Rückmeldezwecke verwendet werden müssen. Die Erfindung
behebt diese Schwierigkeiten dadurch, daß in jedem Ziffern- oder Buchstabenfeld
nur neun Lampen zur wechselweisen Ausleuchtung der anzuzeigenden Nummer angeordnet
sind. Damit lassen sich normale Tischfelder, die ebenfalls mit höchstens neun Lampen
zur Anzeige und Rückmeldung von Bedienungshandlungen und Überwachungsbegriffen versehen
sind, durch Austausch des Tischfeldoberteils ohne weiteres auch zur Anzeige von
Zug- oder Gleisnummern verwenden. Bei den verschiedenen anzuzeigenden Großbuchstaben
ist wegen der zu sehr voneinander abweichenden Form der Buchstaben die Verwendung
von nur neun Lampen mit Schwierigkeiten verbunden. Die wenigen anzuzeigenden Kleinbuchstaben
können dagegen mit insgesamt sieben Lampen dargestellt werden. Nach einem weiteren
Erfindungsgedanken werden deshalb zur Ausleuchtung der Großbuchstaben noch einige
Lampen des benachbarten Kleinbuchstabenfeldes herangezogen. Damit wird es möglich,
für alle Einzelfelder einer Nummernanze:igeeinrichtung Teile gleicher Größe und
gleicher Lampenanordnung für die Ziffern, die Großbuchstaben und die Kleinbuchstaben
zu verwenden; lediglich die für die einzelnen darzustellenden Begriffe verwendeten
Abdeckplatten und Lichtführungsschablonen sind voneinander verschieden.
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In der Zeichnung ist in den Fig. 1 bis -1 eine mögliche Ausführungsform
der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt die Abdeckplatten eines Großbuchstabenfeldes
a, eines Kleinbuchstabenfeldes b und eines Ziffernfeldes c, von oben
gesehen, mit den zur Darstellung der einzelnen Ziffern bzw. Buchstaben erforderlichen
Leuchtstreifen 1 bis 27, die zweckmäßig unter einer Mattscheibe angeordnet sind.
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Aus Fig. 2 geht die Zuordnung der einzelnen Leuchtstreifen der Fig.
1 zu den entsprechenden Lampen 1 bis 9, 10 bis 18, 19 bis 27 der einzelnen Felder
a, b und c hervor. Rechts vom Feld c können je nach Stellenzahl weitere Ziffernfelder
vorgesehen werden.
Die Fig. 3 und -I zeigen in einer graphischen
Darstellung, welche Lampen jeweils zur Anzeige einer bestimmten Ziffer oder eines
bestimmten Buchstabens eingeschaltet sein müssen.
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Aus Fig. 4 geht im Vergleich mit dem Ziffernfeld c in den Fig. 1 und
2 deutlich hervor, daß alle Ziffern 1 bis 0 durch höchstens acht Lampen gleichzeitig
und durch nicht mehr wie insgesamt neun Lampen gebildet werden können, ohne daß
die Darstellung an Deutlichkeit verliert. Geringe Abweichungen von der üblichen
Form der Ziffern können unbedenklich zugelassen werden, da einerseits die aufgesetzte
Mattscheibe eine gewisse ausgleichende Wirkung hat und andererseits die Anzeigen
nur von eingearbeitetem Personal beobachtet werden, das sich sehr schnell an diese
vereinfachte Art der Anzeige gewöhnen kann. In der Darstellung des Feldes c in Fig.
1 ist die Form der einzelnen Leuchtstreifen etwas genauer dargestellt worden; nicht
dargestellt sind einzeineAbschrägungen an den Kanten der Leuchtstreifen, mit deren
Hilfe Überstrahlungen erzeugt werden können, die das Bild einzelner Ziffern noch
deutlicher machen.
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Im Feld a der Fig. 1 und 2 werden die Großbuchstaben angezeigt; im
Eisenbahnsicherungswesen kommt man mit nur einigen Buchstaben des Alphabets (K,
L, M, N, P, S, V, Z) betrieblich ohne große Schwierigkeiten aus. Auch die Darstellung
dieser Buchstaben ist technisch nicht schwierig, nur die Buchstaben 1V1 und N lassen
sich in einem Feld mit neun Lampen nicht wiedergeben. Dagegen lassen sich die drei
Kleinbuchstaben (1, p, z), die als Ergänzung der vorher genannten Großbuchstaben
verwendet werden, aus nur sieben Lampen bilden, so daß zwei Lampen dieses Feldes
noch frei sind. Deshalb sind zwei Leuchtstreifen, die vorzugsweise bei den Buchstaben
M und N gebraucht werden, mittels der zwischen Lampen und Abdeckplatte liegenden
L ichtführungsschablone mit den beiden unbenutzten Lampen des benachbarten Kleinbuchstabenfeldes
verbunden. Das Feld b in den Fig. 1 und 2 zeigt das Kleinbuchstabenfeld; aus der
Darstellung der Felder a und b in Fig. 2 und aus der graphischen Darstellung in
Fig. 3 geht die Zuordnung der Lampen zu den einzelnen Leuchtstreifen und die jeweils
zusammen eingeschalteten Lampen für die Darstellung eines bestimmten Buchstabens
ahne- weitere Erläuterung hervor. Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel
und die in ihm angegebenen Buchstaben beschränkt. Insbesondere kann auch eine Reihe
von anderen Buchstaben auf die erfindungsgemäße Weise angezeigt werden. beispielsweise
C. E, F, H usw. Auch können statt der einzelnen angenähert punktförmigen Glühlampen
auch solche mit gestreckten Leuchtfäden oder auch Glimmlampen mit entsprechend geformten
Leuchtstrecken verwendet werden, wodurch unter Umständen eine LichtführungsschabIone
unter der Abdeckplatte erspart werden kann, sofern man die Glasrohre der Glimmstrecken
sehr genau entsprechend der Ziffernform herstellen kann; es wird jegoah zweckmäßig
sein, auch hierbei eine Lichtführungsschablone zu verwenden, um eine einfachere
Herstellung der Glasrohre zu ermöglichen.