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DE1027799B - Geheizte Pressvorrichtung zur Herstellung von Selengleichrichtern und Selenphotoelementen - Google Patents

Geheizte Pressvorrichtung zur Herstellung von Selengleichrichtern und Selenphotoelementen

Info

Publication number
DE1027799B
DE1027799B DES31353A DES0031353A DE1027799B DE 1027799 B DE1027799 B DE 1027799B DE S31353 A DES31353 A DE S31353A DE S0031353 A DES0031353 A DE S0031353A DE 1027799 B DE1027799 B DE 1027799B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
selenium
pressing
pressing device
movable frame
base plate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES31353A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Horst Drubig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Standard Elektrik AG
Original Assignee
Standard Elektrik AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Standard Elektrik AG filed Critical Standard Elektrik AG
Priority to DES31353A priority Critical patent/DE1027799B/de
Publication of DE1027799B publication Critical patent/DE1027799B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H10SEMICONDUCTOR DEVICES; ELECTRIC SOLID-STATE DEVICES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H10DINORGANIC ELECTRIC SEMICONDUCTOR DEVICES
    • H10D48/00Individual devices not covered by groups H10D1/00 - H10D44/00
    • H10D48/01Manufacture or treatment
    • H10D48/04Manufacture or treatment of devices having bodies comprising selenium or tellurium in uncombined form
    • H10D48/043Preliminary treatment of the selenium or tellurium, its application to foundation plates or the subsequent treatment of the combination
    • H10D48/0431Application of the selenium or tellurium to the foundation plate

Landscapes

  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Geheizte Preßvorrichtung zur Herstellung von Selengleichrichtern und Selenphotoelementen Die Erfindung bezieht sich auf eine Preßvorrichtung zur Herstellung von Selengleichrichtern und Selenphotoelementen, insbesondere auf Maßnahmen zur Erzielung einer gleichmäßig dicken Selenschicht und zur Verminderung von Verlusten an Selen.
  • Es ist bereits bekannt, daß man zur Herstellung von Selengleichrichtern das Selen auf eine metallische Grundplatte nach verschiedenen Verfahren aufbringen kann. Als Grundplatten können die verschiedensten Metalle verwendet werden, wie z. B. Eisen. Aluminium usw. Es ist auch bekannt, daß man zur besseren Haftung der Selenschicht und zur Erzeugung eines sperrfreien Kontaktes mit der Grundplatte diese einer Vorbehandlung unterwirft bzw. verschiedene Zwischenschichten zwischen Grundplatte und Selen anbringt. Zur besseren Haftung des Selens wird die Grundplatte z. B. nach einem der üblichen Verfahren aufgerauht, und zur Erzeugung eines sperrfreien Kontaktes wird die Grundplatte mit verschiedenen Stoffen, wie z. B. Nickel, Wismut, Kohle usw., auch in mehreren Schichten übereinander, überzogen. Das Selen wird hauptsächlich nach zwei Verfahren auf die Grundplatte aufgebracht, nämlich durch Aufpressen oder durch Aufdampfen im Vakuum. Beide Verfahren haben bestimmte Vor-und Nachteile. Das Preßverfahren hat den Vorteil, daß die Selenschicht mittels einfacher Vorrichtungen ohne Anwendung von Vakuumapparaturen aufgebracht werden kann. Beim Aufbringen des Selens nach dem Preßverfahren wird nach geeigneter Vorbehandlung der Grundplatte und eventuell dem Aufbringen verschiedener Zwischenschichten oftmals zuvor eine sehr dünne Selenschicht auf die Grundplatte aufgeschmolzen. die wahrscheinlich infolge Reaktion mit dem Grundplatten- bzw. Zwischenschichtmaterial einen sperrfreien Kontakt des Selen mit der Grundplatte garantiert. Danach wird die Hauptmenge des Selens in Form von Pulver oder Tabletten aufgebracht und in einer Presse mit erwärmten Stempeln zu einer dünnen Selenschicht ausgepreßt. Die Grundplatte liegt dabei auf einer wärmeisolierenden Unterlage, und das Selen wird gleichzeitig infolge der erhöhten Temperatur einem Umkristallisationsprozeß unterworfen. Je nach den eingehaltenen Bedingungen von Druck, Temperatur und Preßzeit kann man Selenschichten von verschiedenen Eigenschaften erhalten. Die Schichtdicke der aufgepreßten Selenschicht bleibt jedoch immer ungefähr gleich. Wenn man die Temperatur des Stempels höher wählt, so wird dadurch einerseits die Fließfähigkeit des Selens erhöht, was zu einer geringeren Schichtdicke führen müßte, andererseits die Kristallisationsgeschwindigkeit erhöht. Die Kristallisation des Selens bewirkt aber wieder eine Verminderung der Fließfähigkeit. Ebenso wird bei Erhöhung des Preßdruckes die Kristallisationsgeschwindigkeit erhöht. Man ersieht daraus, daß beim Verändern der Bedingungen sich die Eigenschaften des Selens, welche die Fließfähigkeit beeinflussen, gegensätzlich ändern. Dies hat zur Folge, daß man immer ungefähr die gleiche Selenschichtdicke beim Preßverfahren erhält. Da die Dicke der Selenschicht maßgeblich für die Durchschlagsfestigkeit einer Gleichrichterplatte ist, ist es oft erwünscht, Selenschichten von größerer Dicke herzustellen. Dies ist aber, wie erläutert wurde, bei dem bekannten Preßverfahren nicht ohne weiteres möglich. Ein weiterer Nachteil des bekannten Preßverfahrens ist der, daß die Selenschichtdicke auch bei vollkommen ebenem Preßkolben nach dem Rand der Platte zu abnimmt. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, daß die Kristallisation des Selens in der Mitte der Platte beginnt. Die Folge davon ist, daß sich am Rand der Platte die Durchschläge häufen. Ein weiterer Nachteil des bisherigen Preßverfahrens ist der, daß ein hoher Prozentsatz von Selen über den Plattenrand hinausgepreßt wird, und nicht ohne Umarbeitung wieder zur Herstellung von Gleichrichtern verwendet werden kann. Außerdem wirkt sich der am Rande absinkende Preßdruck nachteilig auf die elektrischen Eigenschaften der Schicht aus.
  • Die Preßvorrichtung nach der Erfindung vermeidet diese Nachteile des bekannten Preßverfahrens. Durch die Anwendung von Maßnahmen, die bei gleichmäßiger Erwärmung des Selens über die ganze Preßfläche ein seitliches Herauspressen des Selens verhindern. Erfindungsgemäß wird der das seitliche Herauspressen des Selens verhindernde Rand als beweglicher Rahmen ausgebildet und ein über die Preßfläche gleichmäßig beheizter und in an sich bekannter Weise im Verhältnis zur Grundplattenfläche großflächiger Preßstempel vorgesehen, der, sich beim Pressen auf den beweglichen Rahmen :aufsetzt und' diesen in der Preßrichtung zurückdrückt. Der Rahmen ist vorzugsweise federnd gelagert, so daß er von dem Oberstempel nach unten gedrückt werden kann. Er muß möglichst eng an die Grundplatte anschließen, damit die Selenverluste gering gehalten werden. Es sind zwar bereits ähnliche Anordnungen bei Pastillen- und Tablettenpressen bekannt, jedoch haben diese bekannten Anordnungen ganz andere Aufgaben, und diese Pressen finden nur für Stoffe Verwendung, die weder beim Pressen erweichen noch dabei einer Änderung der inneren Struktur, z. B. einer Kristallisation, unterworfen sind. Durch die erfindungsgemäßen Maßnahmen wird erreicht, daß das Selen nicht mehr seitlich ausweichen kann und sich eine gleichmäßige Schichtdicke ausbildet. Je nach der Menge des aufgebrachten Selens kann man so auf einfache Weise die Schichtdicke beliebig groß machen. Gleichzeitig werden auch die großen Verluste an Selen vermieden, da praktisch die ganze aufgebrachte Selenmenge sich als Schicht auf der Grundplatte befindet.
  • Die Preßvorrichtung nach der Erfindung soll näher an Hand der Zeichnung beschrieben werden.
  • Die Presse zum Aufpressen von Selen auf Grundplatten von Gleichrichtern oder Photozellen besteht im wesentlichen aus dem Oberstempel 1 und dem Unterstempel 2. Beide Stempel sind gegeneinander beweglich angeordnet, man kann aber auch einen Stempel, vorzugsweise den Unterstempel 2, fest anordnen, so daß sich der Oberstempel 1 gegen ihn bewegt. Auf dem Unterstempel ist z. B. eine wärmeisolierende Schicht 3 angebracht, die verhindern soll, daß die Wärme zu schnell von der Grundplatte des Gleichrichters abgeleitet wird. Es kann aber auch vorteilhaft sein, statt dieser wärmeisolierenden Schicht 3 oder zusätzlich dazu, eine Heizvorrichtung in den Unterstempel einzubauen, wie sie im Oberstempel mit 12 angedeutet ist. Seitlich befindet sich auf dem Unterstempel und gegen diesen federnd gelagert ein Rahmen 4, der durch die Federn 5 nach oben gedrückt wird, bis er an dem Widerlager 6 anstößt. Es kann vorteilhaft sein, diesen Rahmen teilweise aus einem Material schlechter Wärmeleitfähigkeit herzustellen, wie dies in der Figur bei 4a angedeutet ist. An einer beliebigen Stelle des Rahmens 4 ist vorteilhaft noch eine Vorrichtung angebracht, mit der der Rahmen vorzugsweise durch Fußbedienung gesenkt werden kann. Eine solche Vorrichtung ist durch die Hebel 7 und 8 angedeutet, welche mit dem Pedal 9 in Verbindung stehen. Auf dem Unterstempel 2 bzw. der auf ihm befindlichen Isolierschicht 3 liegt die in geeigneter Weise vorbehandelte und eventuell mit Zwischenschichten versehene Grundplatte 10, auf der das Selen in Form von Pulver, wie es bei 11 angedeutet ist, oder in Form von Tabletten aufgebracht ist.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Bei gehobenem Oberstempel 1 werden durch Bedienen des- Pedals 9.in Pfeilrichtung die Hebel 8 und 7 bewegt, welche den Rahmen 4 gegen den Druck der Federn 5 so weit nach unten bewegen, daß die Grundplatte 10 leicht auf den Unterstempel aufgelegt werden kann. Die Grundplatte wurde entweder schon vorher mit einer Schicht Selen durch Aufsieben oder auf ähnliche Weise bedeckt, oder das Selen wird erst, nachdem der Rahmen 4 wieder in die oberste Stellung gebracht wurde, auf die Grundplatte aufgebracht. Nun wird der geheizte Stempel 1 nach unten bewegt, welcher bei seiner Abwärtsbewegung den Rahmen 4 mitnimmt und schließlich das Selen zu einer kompakten Selenschicht auspreßt und zur Kristallisation bringt. Da das Selen infolge des beweglichen Rahmens 4 seitlich nicht ausweichen kann, hängt die Schichtdicke nur von der aufgebrachten Selenmenge ab. Auch wird dadurch verhindert, daß das Selen sich am Rand herauspreßt, wodurch einesteils Selenverluste vermieden werden und anderenteils eine gleichmäßig dicke Selenschicht erhalten wird.
  • Die erfindungsgemäße Preßvorrichtung zur Herstellung von Selengleichrichterplatten bzw. Selenphotoelementen ermöglicht somit nicht nur die Herstellung von beliebig dicken Selenschichten durch Aufpressen, sondern trägt auch zur qualitativen Verbesserung der Platten bei und verleiht dem Preßverfahren eine größere Wirtschaftlichkeit.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Geheizte Preßvorrichtung zur Herstellung von Selengleichrichtern und Selenphotoelementen durch Aufpressen von Selen auf eine Grundplatte bei gleichzeitiger Kristallisation des Selens, bei der ein Rand das seitliche Herauspressen des Selens verhindert, dadurch gekennzeichnet, daß dieser Rand als ein beweglicher Rahmen ausgebildet und daß ein im Verhältnis zur Grundplattenfläche großflächiger, über die Preßfläche gleichmäßig beheizter Preßstempel vorgesehen ist, der sich beim Pressen auf den beweglichen Rahmen aufsetzt und diesen in der Preßrichtung zurückdrückt.
  2. 2. Preßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Rahmen auf einem Unterstempel (Matrize) angeordnet und federnd gegen diesen abgestützt ist.
  3. 3. Preßvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Rahmen durch eine Hebelvorrichtung willkürlich gesenkt werden kann.
  4. 4. Preßvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Rahmen mit einer wärmeisolierenden Schicht versehen ist oder teilweise aus Stoffen schlechter Wärmeleitfähigkeit besteht.
  5. 5. Preßvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Rahmen mit einer Heizvorrichtung versehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschriften Nr: 247 861, 258127; britische Patentschrift Nr. 578 050.
DES31353A 1952-12-05 1952-12-05 Geheizte Pressvorrichtung zur Herstellung von Selengleichrichtern und Selenphotoelementen Pending DE1027799B (de)

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DES31353A DE1027799B (de) 1952-12-05 1952-12-05 Geheizte Pressvorrichtung zur Herstellung von Selengleichrichtern und Selenphotoelementen

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DE1027799B true DE1027799B (de) 1958-04-10

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ID=7480490

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DES31353A Pending DE1027799B (de) 1952-12-05 1952-12-05 Geheizte Pressvorrichtung zur Herstellung von Selengleichrichtern und Selenphotoelementen

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB578050A (en) * 1944-02-07 1946-06-13 Westinghouse Brake & Signal Improvements relating to dry surface contact rectifiers
CH247861A (de) * 1943-05-01 1947-03-31 Standard Telephon & Radio Ag Verfahren zur Herstellung von Trockengleichrichterscheiben und nach diesem Verfahren hergestellte Gleichrichterscheibe.
CH258127A (fr) * 1944-11-02 1948-11-15 Standard Telephone & Radio Sa Procédé de fabrication d'un élément à conductibilité électrique asymétrique.

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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CH258127A (fr) * 1944-11-02 1948-11-15 Standard Telephone & Radio Sa Procédé de fabrication d'un élément à conductibilité électrique asymétrique.

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