DE1027414B - Pneumatisches Lehrenmessgeraet - Google Patents
Pneumatisches LehrenmessgeraetInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein pneumatisches Lehrenmeßgerät, bei welchem eine Austrittsdüse in nahe
Entfernung zu dem zu messenden Körper gebracht wird, dergestalt, daß sich für das Gas eine Austrittsöffnung von veränderlichem Widerstand ergibt; der
Gasdruck, der sich vor der genannten Austrittsöffnung ausbildet, ist eine Funktion des Abstandes zwischen
öffnung und Meßobjekt. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf pneumatische Lehren dieser Art, die
nach dem bekannten Prinzip der Wheatstone-Brücke arbeiten. Diese Vorrichtungen umfassen im allgemeinen
zwei Kammern, denen Gas unter Druck unabhängig von einer gemeinsamen Quelle zugeführt wird,
und zwar erfolgt die Zuführung über verengte Kanäle; eine dieser Kammern hat eine Austrittsöffnung
bestimmter Größe, während die andere mit der eingangs erwähnten, der Messung dienenden Austrittsdüse ausgestattet ist. Die Kammern sind durch ein
auf Druck ansprechendes Element voneinander getrennt, welches derart ausgebildet ist, daß es eine bestimmte
Funktion bewirkt, wie beispielsweise ein Anzeigeinstrument betätigt, elektrische Kontakte od. dgl.,
und zwar in Abhängigkeit von der Ausbildung eines Druckgleichgewichtes zwischen den Kammern je nach
den sich ändernden Bedingungen der Meßdüsen.
Bei den bekannten Differentialdruckmessern, bei welchen eine ringsum abgedichtete und mittelbar oder
unmittelbar auf die Anzeigevorrichtung einwirkende Membran als Trennung zwischen zwei mit Druckmedium
beschickten und je eine Auslaßöffnung aufweisenden Kammern vorgesehen ist, ergeben sich noch
gewisse Übelstande, auch wenn beiderseits der Membran zur Begrenzung der Durchbiegung derselben
schalenförmig geformte Abstützflächen vorgesehen sind. Damit nämlich die Elastizitätsgrenzen der empfindlichen
durchbiegsamen Trennmembran nicht überschritten werden, ergibt es sich, daß die Kontaktorgane
der Anzeigevorrichtung, welche die Membran betätigt, sehr nahe der Gleichgewichtslage der Membran
angeordnet sein müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung zu treffen, bei der ein Überschreiten der
Elastizitätsgrenze der Membran grundsätzlich ausgeschlossen ist, bei der also beträchtlich große Membranbewegungen
ausgenützt werden können.
Gemäß der Erfindung besteht die Trennmembran der beiden Meßkammern eines Differentialdruckmessers
aus faltbarem Werkstoff und ist die Membran derart ausgebildet, daß sie sich mit ihrer gesamten
Fläche gegen die eine oder die andere von zwei Ab-Stützflächen im wesentlichen ungespannt anlegen kann.
Es ist offensichtlich, daß bei einer solchen Anordnung die Membran sich überall in neutraler Position
befindet, vorausgesetzt, daß an beiden Seiten die Pneumatisches Lehrenmeßgerät
Anmelder:
Andre Fortier, Clamart, Seine (Frankreich)
Andre Fortier, Clamart, Seine (Frankreich)
Vertreter: Dr.-Ing. E. Maier, Patentanwalt,
München 22, Widenmayerstr. 4
München 22, Widenmayerstr. 4
Andre Fortier, Clamart, Seine (Frankreich),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Kräfte sich Gleichgewicht halten; mit anderen Worten, hängt die Wirkungsweise der Anordnung nicht von
dem absoluten Werte des speisenden Druckes ab, so daß derselbe sich beliebig ändern kann, sei es, daß er
absichtlich geändert wird oder sich infolge ungleichmäßiger Arbeitsweise der speisenden Energiequelle
ändert, ohne daß sich Fehler in die Wirkungsweise der Membran einschleichen. Dabei verdient auch Berücksichtigung,
daß die Meßvorrichtungen, welche auf einem bestimmten elastischen Verhalten der Membran
beruhen, den Nachteil bieten, daß im Laufe der Zeit eine Änderung der Elastizität festzustellen ist.
Weiter bezweckt die Erfindung, daß bei der pneumatischen Lehre die Formänderungen entsprechender
elektrischer oder ähnlicher Relais den Querschnitt der einen Austrittsöffnung verändern, welche die Strombedingungen
in der Meßvorrichtung steuern; die Betätigung der Steuermittel, die sich zu diesem Zwecke
zwischen der biegsamen Membran und der gesteuerten Austrittsöffnung befinden, werden dabei benutzt, um
die gewünschten Anzeigevorgänge auszulösen.
Die Meßvorrichtung bietet eine größere Anzahl von Vorzügen.
Insbesondere sind die Steueranordnungen, mechanisch betrachtet, außerordentlich einfach, sie werden
betätigt innerhalb des Bereiches der Durchbiegung der biegsamen Membran in einem zunehmenden Maße, so
daß ihre Betätigung eine stetige Funktion des Querschnittes der öffnung ist, die sich zwischen dem
Meßobjekt und der Meßdüse ausbildet, also mit anderen Worten, des Abstandes zwischen Meßobjekt und
Austrittsöffnung. Weiterhin ist die erfindungsgemäße pneumatische Lehre in Anbetracht der Eigenschaften
der biegsamen Membran außerordentlich empfindlich und neigt in keiner Weise zu Unstabilitäten
(»hunting«).
Weiter bezweckt die Erfindung eine pneumatische Meßlehre der geschilderten Art, bei der die Steue-
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rungsmittel, die zwischen Membran und der gesteu- Bei einer Ausführungsform gemäß der Erfindung
erten Austrittsöffnung angeordnet sind, lediglich aus (Fig. 1) umfaßt die pneumatische Lehre zwei Geeiner
kegelstumpfförmigen Nadel bestehen, die sich häusekammern, die aus den Teilen 1 und 2 bestehen;
axial frei in einer Kreisöffnung bewegen kann und zwischen den Teilen ist der Randteil der Membran 3,
auf diese Weise einen veränderlichen Widerstand 5 der beispielsweise, wie dargestellt, kreisförmig sein
schafft. kann, eingeklemmt, so daß der Hohlraum in dem Ge-
Auf diese Weise kann die Austrittsöffnungsänderung häuse 1, 2 in zwei Kammern unterteilt wird,
in linearer Bezielrung zu der zu messenden Entfernung In der Zeichnung besitzt die obere Kammer eine
gebracht werden. Weiter kann, wenn ein kleiner Höhlung 4, die durch den oberen Gehäuseteil 1 ge-Konuswinkel
gewählt wird, erreicht werden, daß er- io bohrt ist; eine obere Kammer 6 ist in einem aufhebliche
axiale Verschiebungen der Nadel nur einer geschraubten Kopfteil 8 mit Schraubgewinde 9 an
verhältnismäßig kleinen Änderung des Austritts- dem genannten Gehäuseteil 1 vorgesehen, und der
querschnittes entspricht, so daß sozusagen eine hohe Raum 10 zwischen Membran 3 und dem Gehäuseteil 1
Verstärkung der Anzeige erreicht wird. _ steht damit in \^erbindung. Geeignete Kanäle 5 und 7
Weiter bietet die Erfindung eine Verbindung zwi- 15 sind vorgesehen, um die Höhlungen 4, 6 und 10 der
sehen Nadel und biegsamer Membran, die keine be- genannten oberen Gaskammer miteinander zu versonderen
Mittel vorsieht, nämlich derart, daß die binden.
Nadel über ein Fußstück auf die Membran wirkt und In ähnlicher Weise besitzt die untere Gaskammer
gegen letzteres nicht durch den Druck des Mediums ejne Höhlung 11, die durch den unteren Teil 2 des Gein
der Anordnung, sondern durch eine äußere Kraft 20 häuses gebohrt ist, und der Raum 12, der zwischen
gedruckt wird, wobei die genannte Kraft, verglichen Membran 3 und dem unteren Gehäuseteil 2 sich bildet,
mit der Wirkung der Druckunterschied«, in der An- besitzt Bohrungen 13, welche eine Verbindung der
Ordnung beliebig klein sein kann. Dies gestattet ins- Räume 11 und 12 der unteren Gaskammer bilden,
besondere die Nadel in präziser Weise zu führen, ohne Be{de Kammern werden von einer gemeinsamen
daß die Gefahr besteht, daß sie sich unter der Wir- 25 Quelle komprimierten Gases gespeist, welche in der
kung der Membran verklemmt. Es ist auch möglich, Zeichnung in Form einer Gasbombe 14 mit einem gedie
Nadel zweiteilig auszuführen, wobei das wirk- eigneten Austrittsventil 15 dargestellt ist. Die
same Ende derselben, nämlich dasjenige, welches mit Kanäle 4 und 11 der oberen bzw. unteren Gaskammer
dem kegelstumpfförmigen Teil mit der gesteuerten erhalten Gaszufuhr über die kalibrierten Zufuhrdüsen
Austrittsöffnung zusammenwirkt, lediglich auf den 3o ±q fozw. 17,
anderen Teil aufgesetzt ist, so daß die einfache Mög- Bei dieser Ausführungsform steht der Kanal 11
lichkeit besteht, es zu reinigen oder zu erneuern. der unteren Kammer über die Leitung 18 mit einem
Die Erfindung bezweckt weiter eine pneumatische Meßkopf in Verbindung, welcher eine kalibrierte Aus-Meßlehre
der geschilderten Art, welche mehr als vier trittsöffnung 19 besitzt, sowie eine ■U-förmige Klamenge
Austrittskanäle besitzt, so daß man, indem man 35 mer 20, welche dem Zwecke dient, in bestimmte Lage
mehr als zwei fest gewählte Austrittsöffnungen an- relativ zu der Austrittsöffnung 19 das Meßobjekt, beiwendet,
eine differentielle bzw. sich addierende Meß- spielsweise die Welle 21, zu bringen, deren Durchwirkung
erzielt. Im letzteren Falle ist es nicht mehr messer kontrolliert werden soll. Zu diesem Zweck
erforderlich, irgendeine bestimmte Beziehung zu den muß das Meßobjekt in nahe Entfernung zu der Düse
fest gewählten Querschnitten einzuhalten, was bisher 40 19 gebracht werden, so daß Änderungen des Abimmer
die Möglichkeit einer zeitlichen Veränderung Standes den Gasdruck in der unteren Kammer der
einschloß. pneumatischen Meßvorrichtung, wie nachstehend be-
AIs weitere Vorteile der Erfindung ist die zweck- schrieben wird, beeinflussen können,
mäßige Ausgestaltung der Anordnung in der Richtung Dje Leitung 4 ist bei dieser Ausführungsform
zu nennen, daß die Meßanordnung verschiedensten 45 durch einen Gewindestopfen 22 abgeschlossen. Die
Meßbereichen, verschiedensten Kalibrierungen, ver- Austrittsöffmung dieser Kammer bildet eine hinschiedensten
Meßarten und Steuerarten angepaßt sichtlich ihres Querschnittes gesteuerte Öffnung 23,
werden kann. Von den wiedergegebenen Figuren ist welche sich zwischen einem Nadelventil 27 a und 27 &
Fig. 1 ein Längsschnitt einer erfindungsgemäßen und einem kreisförmigen Loch 24 in der oberen Wan-Lehre,
die mit einem Mikrometermeßgerät ausge- 50 dung des Raumes 6 ausbildet, es entsteht so eine Verstattet
ist; bindung mit dem Raumteil 25 des Innenraumes des Fig. 2 zeigt schematisch eine der Fig. 1 ähnliche Kopfstückes 8, welcher wiederum mit dem freien
Schnittdarstellung einer anderen Ausführungsform, Raum durch ein Loch 26 in Verbindung steht. Das
bei der die pneumatische Meßlehre so ausgebildet ist, Nadelventil 27a, 27 b besitzt einen wirksamen
daß sie Kleinschalter betätigt; 55 Kegelstumpf teil 27 α, dessen axiale Verschiebung im
Fig. 3 ist eine pneumatische Lehre gemäß der Er- Loche 24 die Querschnittsänderungen der ringfindung,
die mit Zuführungen von zwei verschiedenen förmigen Durchtrittsöffnung bestimmt, und ein
Gasdrücken ausgebildet ist, wobei die Anordnung so zylindrischer Teil 27 b ist frei in einer mittleren
gewählt ist, daß sie den Innendurchmesser von Rin- Bohrung des oberen Wandungsteiles des Gehäusegen
od. dgl. messen kann; 60 teiles 1 geführt.
Fig. 4 ist eine Schnittdarstellung längs der Linie 4-4 In dem dargestellten Beispiel ist eine Meßuhr 28
der Fig. 3; mittels einer Schraube 29 auf dem Kopfteil 8 an-
Fig. 5 ist eine Teilansicht der Fig. 3, welche die geordnet, und ein Schaft 30 der genannten Meßuhr
Art der Messung von Ringinnendurchmessern zeigt; wirkt gegen das obere Ende der Nadel 27a, 27b und
Fig. 6 zeigt eine Meß vorrichtung zum Messen von 65 steht unter der Kraft einer schwachen Feder 31. Auf
Konuswinkeln; diese Weise gibt der Zeiger 32 der Meßuhr ein Maß
Fig. 7 zeigt schematisch teilweise geschnitten eine der axialen Stellung der Nadel an, und daher bildet
weitere Ausführungsform, bei der die durch die Nadel seine Anzeige auch ein Maß des ringförmigen Spaltes
gesteuerte Strömungsöffnung eine Zuführungsöffnung zwischen der Nadel und dem Loch 24. Wie in Fig. 1
zu einer der Gaskammern des Meßgerätes ist. 70 dargestellt ist, wirkt die Nadel 27 a., 27 b gegen die
Membran 3 unter der Wirkung der Feder 31, und zwar über einen pilzförmigen Fußteil, der einen
Schaft 33 und einen flachen verhältnismäßig breitrandigen Kopf 34 besitzt; die Fußfläche des Kopfteiles
34 stützt sich frei auf der Membran 3 ab, an welcher er nicht weiter befestigt ist.
Auf diese Weise ist es möglich, daß das pilzförmige Stück 33, 34 bestens in der Bohrung des Gehäuseteiles
1 geführt ist, ohne daß die Gefahr besteht, daß es sich bei Betätigung durch die Membran irgendwie
verklemmt. Eine Ausbohrung 35 ist an der unteren Seite des Gehäuseteiles 1 vorgesehen und dient dem
Zweck, den pilzförmigen Kopfteil 34 aufzunehmen und
zu gestatten, daß die Membran 3 in ihre äußerste obere Lage gebracht wird.
Es bildet ein wesentliches Merkmal der Erfindung, daß die Membran 3 außerordentlich biegsam ist und
aus praktisch nicht elastischem Material besteht, beispielsweise aus dünnem Leder; sie kann auf diese
Weise leicht durchgebogen werden, und ihre sich unter der Wirkung von Druckunterschieden ergebenden
Formänderungen werden durch zwei begrenzende Flächen aufgefangen, im Falle des Ausführungsbeispieles
durch die konvexen Wandungen 36 und 37 des oberen und des unteren Teiles 1 bzw. 2 des Gehäuses.
In Fig. 1 wurde der Abstand dieser Begrenzungsflächen sehr stark übertrieben dargestellt im Interesse
besserer Übersicht. Bei einer praktischen Ausführungsform wird indessen der Abstand etwa so
sein, wie er beispielsweise in der Fig. 2 wiedergegeben wurde. Es ist zweckmäßig, die wirksame Fläche der
Membran 3 ebenso groß zu wählen wie die Fläche der konvexen Wandungen 36, 37, so daß in ihren beiden
extremen Stellungen die Membran 3 sich ohne wesentliche Spannungen, aber auch ohne sich zusammenzufalten,
gegen die genannten Wandungen legt. In den Zwischenstellungen faltet sich die Membran etwas ein,
so wie übertrieben in Fig. 1 dargestellt ist.
Für einen bestimmten Abstand d zwischen Austrittsöffnung 19 und Welle 21 und für eine bestimmte
axiale Stellung des Kegelstumpfteiles 27a der Nadel befindet sich der dynamische Gasdruck in beiden Kammern
im Gleichgewicht. Dieser Zustand ist in Fig. 1 dargestellt. Unter diesen Umständen ist die Membran
3 an ihren beiden Seiten demselben Druck unterworfen,
so daß sie jede beliebige Form zwischen ihren beiden begrenzenden Flächen annehmen kann.
Indessen übt das Fußstück 34 auf den mittleren Teil der Membran einen geringen mechanischen Druck aus,
der von der Feder 31 herrührt. Dieser geringe mechanische Druck wird kompensiert durch eine Zunahme
des Gasdruckes in der unteren Kammer von gleicher und entsprechender Größe, durch den der
mittlere Teil der Membran gegen den Kopf 34 gepreßt wird. Die Kraft indessen, die von der Feder 31
ausgeübt wird, ist außerordentlich gering, verglichen mit der Wirkung des Gasdruckes, so daß praktisch
die Stellung der Nadel 27a von ihr nicht beeinflußt wird und ihre Stellung daher für alle praktischen
Zwecke ein genaues Maß des Abstandes el ist. Dieses Maß wird an der Meßuhr durch den Zeiger 32 abgelesen.
Wenn indessen der Widerstand d abnimmt, beispielsweise dadurch, daß eine andere Welle von etwas
größerem Durchmesser, als ihn die Welle 21 besaß, eingelegt wird, so wird sich in der unteren Gaskammer
ein etwas größerer dynamischer Druck ergeben und dadurch das Druckgleichgewicht zwischen
beiden Flächen der Membran stören. Es wird sich daher der Zustand der Membran ändern und die
Nadel 27a, 27 & durch den pilzförmigen Teil 33, 34 angehoben werden. Die sich ergebende, nach oben gerichtete
Verschiebung des kegelstumpfförmigen Teiles 27a bewirkt eine Reduktion des Querschnittes der
Austrittsöffnung zwischen dem konischen Teil der Nadel und der Umrandung des runden Loches 24;
dieses äußert sich in einer Zunahme des dynamischen Druckes in der oberen Kammer, bis Druckgleichgewicht
zwischen beiden Kammern wieder erreicht ist. Die neue Stellung der Nadel wird durch den Zeiger
32 der Meßuhr angezeigt.
Es ist bei dieser Anordnung ersichtlich, daß zu jedem beliebigen Abstandswert d eine bestimmte
Stellung der Nadel gehört und dementsprechend auch des Zeigers 32, wenigstens innerhalb des möglichen
Bereiches der Formänderungen der Membran 3. Mit anderen Worten, ist die Stellung des Zeigers 32 eine
stetige Funktion des Abstandes d innerhalb desjenigen Bereiches, welcher dem obengenannten Formänderungsbereich
der Membran entspricht.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 wird der Meßkopf über seine Leitung 18 parallel mit der gesteuerten
veränderbaren Austrittsöffnung zwischen konischem Nadelteil 27 a und Kreisloch 24 gespeist.
Dagegen ist die untere Kammer mit einer fest gewählten Austrittsöffnung 38 ausgestattet, der gegebenenfalls
eine zusätzliche Austrittsöffnung 39 zugeordnet sein kann, die für den nachstehend noch geschilderten
Zweck mittels eines punktiert dargestellten Verschlußstopfens verschlossen werden kann.
Mit dieser Anordnung kann der dynamische Druck in der unteren Kammer nach Wahl zwei bestimmte
feste Werte annehmen, was gestattet, Messungen innerhalb zweier verschiedener Meßbereiche vorzunehmen.
Es ist ferner ersichtlich, daß statt eines Verschlußstopfens die zusätzliche Austrittsöffnung 39 mit
einer Reihe kalibrierter Austrittsdüsen versehen werden kann, welche es gestatten, eine beliebige Zahl von
Meßbereichen nach Wahl einzustellen.
Es ist zu bemerken, daß die Nadel 27a, 27&, weil sie auf die Membran nicht direkt, sondern über den
pilzförmigen Teil 33, 34 wirkt, leicht entfernt werden kann, so daß sie gereinigt werden kann oder ersetzt
werden kann. Es ist lediglich erforderlich, den Kopfteil 8 zu entfernen.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 wirkt die Ventilnadel 27 a, 27 & auf eine Zahnstange 40, die
sich im Eingriff mit einem Zahntrieb 41 befindet; letzterer ist fest mit einem Zahnrad 42 verbunden,
welches mit einer zweiten Zahnstange 43 kämmt, die ständig unter dem Druck einer Feder 31 steht und
Nockenflächen 44, 45 besitzt, die mit der Schubstange 47 der Kontaktlamelle 46 von zwei Kleinschaltern
48, 49 zusammenwirken. Der Kleinschalter 48 ist in dem Speisestromkreis einer Lampe 50 eingeschaltet.
Der Kleinschalter 49 besitzt zwei Kontaktstellungen. In seinen beiden Stellungen schließt er
Kontakt für die eine von zwei elektrischen Verbindungen, beispielsweise für die Anschaltung einer von
zwei Lampen 51, 52.
Die Meßvorrichtung arbeitet wie folgt: Angenommen, es sollen Meßobjekte nach drei Gruppen geordnet
werden, nämlich in eine Gruppe, welche eine zwischen zwei definierten Grenzwerten liegende Abmessung
besitzt, eine zweite Gruppe, welche Übermaß besitzt, und eine dritte Gruppe, welche Untermaß
besitzt.
Die axiale Länge der Nockenfläche 44 \vird so gewählt,
daß der Kleinschalter geschlossen bleibt für alle Stellungen der Ventilnadel 27a, 27 b, welche einer
Claims (9)
1. Differentialdruckmesser mit zwei mit Druckmedium beschickten und wenigstens je eine Auslaßöffnung
aufweisenden Kammern, zwischen welchen eine ringsum abgedichtete mittelbar oder unmittelbar auf die Anzeigevorrichtung einwirkende
Membran angeordnet ist, der gegenüber auf beiden Seiten schalenartig geformte, mit Bohrungen
versehene Abstützflächen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (3) aus
faltbarem Werkstoff besteht und derart ausgebildet ist, daß sie sich mit ihrer gesamten Fläche
gegen die eine oder die andere der zwei Abstützflächen (36, 37) wesentlich ungespannt anlegen
kann.
2. Differentialdruckmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein die Auslaßöffnung
(23) der einen Kammer (4) regelnder, durch die Membran (3) gesteuerter Ventilkörper (27 a) auf
eine Anzeigevorrichtung mittelbar oder unmittelbar einwirkt, während die Auslaßöffnung der anderen
Kammer (11) als Vergleichsöffnung dient.
3. Differentialdruckmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Steuermittel eine
axial verschiebbare Ventilnadel (27 a, 27 b) vorgesehen ist, die bei Störung des Druckgleichgewichtes
durch die Membran (3) verschoben wird und der konische Teil (27a) der Ventilnadel sich
in einer kreisförmigen öffnung (24) bewegt.
4. Differentialdruckmesser nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft der Ventilnadel
(27 b) mittels eines verbreiterten Fuß Stückes
(33, 34) gegen die Membran (3) wirkt und gegen letztere durch eine vom Gasdruck unabhängige
Kraft gepreßt wird.
5. Differentialdruckmesser nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilnadel aus
zwei Teilen (27 a, 27 b; 33, 34) besteht.
6. Differentialdruckmesser nachAnspruch2 oder
folgende, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Kammern je eine kalibrierte Zuleitungsöffnung
(16, 17) besitzt und, abgesehen von den Austritts-Öffnungen regelbaren Austrittsquerschnittes (24,
19), je eine auswechselbare kalibrierte Austrittsöffnung.
7. Differentialdruckmesser nach Anspruch 2 oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang
eines konischen Meßkopfes diametral gegenüberliegend zwei enge Auslaßöffnungen (19, 19 c) vorgesehen
sind, die von der einen Druckkammer ge-
speist werden, und daß zwei weitere axial versetzte Austrittsöffnungen (19 b, 19 c) von der
anderen Druckkammer gespeist werden.
8. Differentialdruckmesser nach Anspruch 1 oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß das Anzeigemittel
aus einer Meßuhr (28, 32) besteht, deren Betätigungsschaft (30) in Verbindung mit der
Ventilnadel (27 a, 27 δ) besteht.
9. Differentialdruckmesser nach Anspruch2 oder folgende, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigemittel
aus mindestens einem elektrischen Schalter bestehen, dessen Schaltlamellen wirkungsmäßig
in Verbindung mit der Ventilnadel (27 a, 27 b) stehen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 866 853, 836 577, 857.
Deutsche Patentschriften Nr. 866 853, 836 577, 857.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 958/191 3.58
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