-
LED-Chip mit Konversionsstoff, optoelektronisches
Bauelement mit einem derartigen LED-Chip und Verfahren zum Herstellen
eines derartigen LED-Chips.
-
Die Erfindung betrifft einen LED-Chip
nach dem Oberbegriff des Anspruches 1, ein optoelektronisches Bauelement,
insbesondere ein oberflächenmontierbares
optoelektronisches Bauelemente, nach dem Oberbegriff des Patentanspruches
6, 13 oder 18, sowie ein Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruches
11, 17 oder 22.
-
Oberflächenmontierbare optoelektronische Bauelemente
sind in verschiedensten Ausführungsformen
bekannt. Aus dem Stand der Technik ist es ebenfalls bekannt, einer
strahlungsdurchlässigen Vergussmasse
für den
LED-Chip einen Konversionsstoff beizumengen, der einen Teil der
von dem LED-Chip ausgesendeten Strahlung absorbiert und eine gegenüber der
absorbierten Strahlung längerwellige
Strahlung emittiert, so dass insgesamt vom Bauelement mischfarbiges
Licht aus Primärlicht
des LED-Chips und Sekundärlicht
des Konversionsstoffes emittiert wird. Ein Beispiel eines derartigen
optoelektronischen Bauelements mit einer solchen wellenlängenkonvertierenden
Vergussmasse ist zum Beispiel aus der WO-A-98/12757 bekannt. Das
aus diesem Dokument bekannte optoelektronische Bauelement weist
auf, ein Gehäuse
mit wenigstens einer Ausnehmung, einen Leadframe mit in die Ausnehmung
hinein ragenden Leadframeanschlüssen,
einen in der Ausnehmung des Gehäuses
angeordneten und auf dem Leadframe montierten und mit den Leadframeanschlüssen elektrisch
verbundenen LED-Chip und eine den LED-Chip in der Ausnehmung einbettende
Vergussmasse aus einem transparenten Material. Bei der Vergussmasse
handelt es sich um eine wellenlängenkonvertierende
Vergussmasse auf der Basis eines transparenten Reaktionsharzes,
in dem ein anorganisches Leuchtstoffpigmentpulver mit speziellen
Leuchtstoffpigmenten dispergiert ist.
-
Ein weiteres optoelektronisches Bauelement mit
einer wellenlängenkonvertierenden
Vergussmasse ist aus der WO-A-01/50540 bekannt. Bei der aus dieser
Druckschrift bekannten Bauart weist das optoelektronische Bauelement
einen Leadframe mit Leadframeanschlüssen, einen auf dem Leadframe montierten
und mit den Leadframeanschlüssen
elektrisch verbundenen LED-Chip und einen Formkörper aus einem transparenten
Material auf, der den Leadframe und den LED-Chip derart umformt,
dass die Leadframeanschlüsse
aus dem Formkörper
herausragen. Der Kunststoff-Pressmasse des Formkörpers ist ein organischer oder
anorganischer Konversionsstoff beigemengt, welcher die Wellenlänge der
von dem LED-Chip ausgesendeten elektromagnetischen Strahlung in
der oben beschriebenen Weise konvertiert.
-
Den oben genannten herkömmlichen
optoelektronischen Bauelementen mit wellenlängenkonvertierender Vergussmasse
ist gemeinsam, dass die Vergussmasse nicht an eine in der Regel
winkelabhängig
inhomogene Abstrahlcharakteristik, d.h. lokal unterschiedliche Intensitätsverteilung
der ausgesendeten Strahlung, angepaßt ist. Die Kombination einer inhomogenen
Primärstrahlung
des LED-Chips und der Strahlung des Konversionsstoffes in der Vergussmasse
ruft oftmals ungewünschte „Farbringe'' der kombinierten Strahlung hervor.
Zum Beispiel kann eine Kombination einer blauen Primärstrahlung
des LED-Chips und
einer gelben Sekundärstrahlung
des Konversionsstoffes zu einer weißen Strahlung unterschiedlicher
Farbtemperatur führen.
-
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht
darin, einen gattungsgemäßen LED-Chip und
ein gattungsgemäßes optoelektronisches
Bauelement zur Verfügung
zu stellen, bei dem das oben angegebene Problem vermindert ist.
Weiterhin soll ein Verfahren zum Herstellen eines solchen LED-Chips
und eines solchen optoelektronischen Bauelements angegeben werden.
-
Diese Aufgabe wird durch einen LED-Chip bzw.
ein optoelektronisches Bauelement mit den Merkmalen des Patentanspruches
1 bzw. des Patentanspruches 6, 13 oder 18 gelöst. Verfahren zum Herstellen
solcher LED-Chips bzw. Bauelemente sind in den Ansprüchen 22
bzw. 11 und 17 angegeben.
-
Vorteilhafte Ausgestaltungen und
Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
-
Bei einem gattungsgemäßen LED-Chip
gemäß der Erfindung
weist das Matrixmaterial ein Material auf, das bei einer von dem
LED-Chip emittierten Strahlung härtend
ist und das eine Masseverteilung um den LED-Chip besitzt, welche
der Abstrahlcharakteristik des LED-Chips entspricht. Der Konversionsstoff
kann vorzugsweise ein organischer oder ein anorganischer Leuchtstoff
oder eine Mischung davon sein.
-
Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung
des LED-Chips enthält
der Konversionsstoff eine Mehrzahl von unterschiedlichen organischen
und/oder anorganischen Leuchtstoffen, die bei unterschiedlichen Wellenlängen absorbieren
und/oder reemittieren.
-
Das Matrixmaterial enthält vorzugsweise
ein Reaktionsharz, besonders bevorzugt ein Epoxidharz.
-
Ein LED-Chip gemäß der Erfindung läßt sich sowohl
in Radial-LED-Bauformen
als auch in oberflächenmontierbaren
LED-Bauformen mit Vorteil einsetzen.
-
Ein bevorzugtes optoelektronisches
Bauelement weist auf:
- – einen Grundkörper bzw.
ein Gehäuse
mit wenigstens einer Ausnehmung,
- – einen
Leadframe mit in die Ausnehmung hinein ragenden Leadframeanschlüssen,
- – wenigstens
einen in der Ausnehmung des Gehäuses
angeordneten und mit den Leadframeanschlüssen elektrisch verbundenen
LED-Chip und
- – wenigstens
eine den LED-Chip zumindest teilweise bedeckende
-
Matrixmaterialschicht aus einem strahlungsdurchlässigen Material,
in das ein Konversionsstoff eingebettet ist und das strahlungshärtend ist.
Der Konversionsstoff dient zum Konvertieren einer vom LED-Chip ausgesandten
Strahlung einer ersten Wellenlänge
in Strahlung einer zweiten Wellenlänge.
-
Erfindungsgemäß ist das Matrixmaterial ein bei
einer von dem LED-Chip emittierten Strahlung härtendes Material und besitzt
das Matrixmaterial eine über
den LED-Chip lokal variierende Masseverteilung, die der winkelabhängig variierenden
Abstrahlcharakteristik des LED-Chips entspricht.
-
Die wellenlängenkonvertierende Schicht
auf dem LED-Chip trägt
damit der inhomogenen Abstrahlcharakteristik des LED-Chips Rechnung.
Mit anderen Worten wird an Stellen höherer Strahlungsintensität des LED-Chips
mehr Matrixmaterial mit Konversionsstoff zum Aushärten gebracht
als an Stellen niedrigerer Strahlungsintensität, so dass sich die wellenlängenkonvertierende
Materialschicht in Abhängigkeit
von der jeweiligen lokalen Abstrahlcharakteristik des LED-Chips
automatisch einstellt. Auf diese Weise wird eine homogenere Abstrahlcharakteristik
des optoelektronischen Bauelements bei gleichzeitig vergleichsweise
niedrigem technischen Aufwand möglich.
Das Prinzip der Erfindung trifft sowohl für weiße als auch für andere
mischfarbig emittierende optoelektronische Bauelemente mit wellenlängenkonvertierender
Masse zu.
-
Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung
eines LED-Chips
umfasst die Schritte:
- – Aufbringen von Matrixmaterial
mit Konversionsstoff auf den LED-Chip;
- – Betreiben
des LED-Chips, so dass dieser Strahlung emittiert und das Matrixmaterial
härtet;
und
- – Entfernen
des verbleibenden, nicht gehärteten Matrixmaterials
inklusive darin enthaltenem Konversionsstoff.
-
Ein Verfahren zum Herstellen eines
optoelektronischen Bauelements gemäß der Erfindung umfasst die
Schritte:
- – Bereitstellen
eines Leadframes mit Leadframeanschlüssen;
- – Ausbilden
eines Grundkörpers
bzw. Gehäuses mit
wenigstens einer Ausnehmung, in welche die Leadframeanschlüsse hinein
ragen;
- – Montieren
wenigstens eines LED-Chips auf den Leadframe in der Ausnehmung und
elektrisches Verbinden des wenigstens einen LED-Chips mit den Leadframeanschlüssen;
- – Einfüllen eines
Matrixmaterials mit darin dispergiertem Konversionsstoff in die
Ausnehmung;
- – Betreiben
des LED-Chips, so dass dieser Strahlung emittiert und das Matrixmaterial
teilweise härtet;
und
- – Entfernen
der verbleibenden, nicht-gehärteten Vergussmasse.
-
In einer bevorzugten Ausführungsform
sind die Seitenwände
der Ausnehmung in dem Gehäuse als
Reflektoren ausgebildet. Außerdem
ist in der Ausnehmung des Gehäuses
vorzugsweise eine Vergussmasse aus einem strahlungsdurchlässigen Material
vorgesehen, welche den LED-Chip einschließlich Matrixmaterial in der
Ausnehmung einbettet.
-
Der Konversionsstoff im Matrixmaterial
kann ein organischer oder anorganischer Leuchtstoff oder eine Mischung
davon sein. Die strahlungsdurchlässige
Vergussmasse ist zum Beispiel ein Epoxidharz, ein Silikonharz oder
ein anderes geeignetes Reaktionsharz.
-
Das optoelektronische Bauelement
gemäß dieser
Ausführungsform
weist auf:
- – einen Leadframe mit Leadframeanschlüssen,
- – wenigstens
einen auf dem Leadframe montierten und mit den Leadframeanschlüssen elektrisch verbundenen
LED-Chip und
- – einen
Formkörper
aus einem transparenten Material, der den Leadframe und den wenigstens
einen LED-Chip derart umformt, dass die Leadframeanschlüsse aus
dem Formkörper
herausragen.
-
Erfindungsgemäß ist der wenigstens eine LED-Chip
mit einer Matrixmaterialschicht aus einem strahlungsdurchlässigen Material
eingebettet, die einen Konversionsstoff zum Umwandeln der Wellenlänge der
von dem wenigstens einen LED-Chip erzeugten Strahlung enthält. Das
Matrixmaterial besteht aus einem bei der von dem LED-Chip erzeugten
Strahlung härtenden
Material und weist eine lokal variierende Masseverteilung entsprechend
der lokal variierenden Abstrahlcharakteristik des LED-Chips auf.
-
Die Grundform des optoelektronischen
Bauelements entspricht somit der zum Beispiel aus der WO-A-01/50540
bekannten Konstruktion. Das Prinzip dieser Ausführungsform bezüglich der
wellenlängenkonvertierenden
Vergussmasse entspricht dem oben anhand der ersten Ausführungsform
erläuterten Prinzip.
-
Das Verfahren zur Herstellung dieses
optoelektronischen Bauelements umfasst die Schritte:
- – Bereitstellen
eines Leadframes mit Leadframeanschlüssen;
- – Montieren
des LED-Chips auf dem Leadframe und elektrisches
-
Verbinden des LED-Chips mit den Leadframeanschlüssen;
- – Beschichten
des LED-Chips mit einem Matrixmaterial aus einem strahlungsdurchlässigen Material,
in dem Konversionsstoff dispergiert ist und das bei einer von dem
LED-Chip erzeugten Strahlung härtet;
- – Betreiben
des LED-Chips, so dass dieser Strahlung emittiert und das Matrixmaterial
Vergussmasse härtet;
- – Entfernen
des verbleibenden, nicht gehärteten Matrixmaterials;
- – Umformen
des Leadframes und des in der Vergussmasse eingebetteten LED-Chips
einschließlich
Matrixmaterial mit einer strahlungsdurchlässigen Kunststoff-Pressmasse
derart, dass die Leadframeanschlüsse
aus dem so geformten Formkörper
heraus ragen.
-
Ein Verfahren zur Herstellung einer
Mehrzahl von LED-Chips gemäß der Erfindung
umfasst die Schritte:
- – Bereitstellen eines Wafers
mit einer Halbleiterschichtfolge mit strahlungserzeugender aktiver Zone,
auf dem vorderseitig mehrere elektrische Kontaktflächen vorgesehen
sind;
- – Aufbringen
eines elektrisch leitfähigen
Materials auf die elektrischen Kontaktflächen;
- – Aufbringen
eines strahlungsdurchlässigen
Matrixmaterials, das Konversionsstoff enhält und das bei einer von der
aktiven Zone der Halbleiterschichtfolge erzeugten Strahlung härtet, auf
den Wafer;
- – Härten des
Matrixmaterials entsprechend der lokal variierenden Abstrahlcharakteristik
der Halbleiterschichtfolge; und
- – Entfernen
des verbleibenden nicht gehärteten Matrixmaterials.
-
Bevorzugt wird nachfolgend der Wafers
mit einer strahlungsdurchlässigen
Masse beschichtet, die danach, falls erforderlich, mindestens bis
zur Freilegung des elektrisch leitfähigen Materials abgetragen
wird. Gemäß diesem
Aspekt wird die wellenlängenkonvertierende
Vergussmasse somit im „Wafer-Level'' auf die LED-Chips aufgebracht. Ein
solches Verfahren des Aufbringens einer Beschichtung auf Wafer-Level
ist Gegenstand einer älteren,
noch nicht veröffentlichten
deutschen Patentanmeldung Nr. 10257664.5 der Anmelderin zur vorliegenden
Erfindung, deren Offenbarungsgehalt insofern hiermit durch durch
Rückbezug
aufgenommen wird. Ein weiteres Verfahren zum Aufbringen von Matrixmaterial mit
Konversionsstoff ist in der noch nicht veröffentlichten deutschen Patentanmeldung
Nr. 10258193.2 der Anmelderin zur vorliegenden Erfindung offenbart, deren
Offenbarungsgehalt insofern hiermit ebenfalls durch durch Rückbezug
aufgenommen wird.
-
Bei diesem Verfahren kann das Härten des Matrixmaterial
zum Beispiel durch Einstrahlen einer Strahlung mit einer Wellenlänge entsprechend
der von der aktiven Zone der Halbleiterschichtfolge erzeugten Strahlung
von der Waferrückseite
erfolgen, so dass das Aushärten
der Vergussmasse mit Hilfe der durch den Wafer transmittierten Strahlung
in Abhängigkeit
von der Strahlungsauskopplung aus der Halbleiterschichtfolge erfolgt.
-
Den verschiedenen Lösungsaspekten
der vorliegenden Erfindung ist gemeinsam, dass die wellenlängenkonvertierende
Masse (Matrixmaterial + Konversionsstoff) eine lokale Massen- bzw.
Volumenverteilung besitzt, die der inhomogenen Abstrahlcharakteristik
des in dem Matrixmaterial eingebetteten LED-Chips entspricht. Auf
diese Weise wird letztlich eine homogenere Abstrahlcharakteristik
des optoelektronischen Bauelements erzielt.
-
Das Prinzip der vorliegenden Erfindung
ist sowohl für
weiße
als auch für
andere mischfarbig emittierende optoelektronische Bauelemente mit
wellenlängenkonvertierender
Vergussmasse anwendbar. Ferner ist das Prinzip der vorliegenden
Erfindung auch auf verschiedene herkömmlicht Bauarten von optoelektronischen
Bauelementen, wie oben gemäß den verschiedenen
Aspekten beschrieben, anwendbar. Außerdem ist die vorliegende
Erfindung nicht auf spezielle Konversionsstoffe in dem transparenten Matrixmaterial
beschränkt.
-
Die obigen sowie weitere Merkmale
und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den im
Folgenden in Verbindung mit den 1 bis 3f erläuterten Ausführungsbeispielen.
Darin zeigen:
-
1 eine
schematische Schnittdarstellung des Grundaufbaus eines optoelektronischen
Bauelements mit wellenlängenkonvertierender
Vergussmasse gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel;
-
2 eine
schematische Schnittdarstellung des Grundaufbaus eines optoelektronischen
Bauelements mit wellenlängenkonvertierender
Vergussmasse gemäß einem
zweiten Ausführungsbeispiel; und
-
3a bis 3f schematische Schnittdarstellungen
eines Wafers in verschiedenen Verfahrensstadien bei der Herstellung
eines optoelektronischen Bauelements mit wellenlängenkonvertierender Vergussmasse
gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel.
-
In den verschiedenen Ausführungsbeispielen
sind gleiche oder gleichwirkende Bestandteile jeweils mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
-
Die 1 zeigt
den grundsätzlichen
Aufbau eines optoelektronischen Bauelements, insbesondere eines
oberflächenmontierbaren
optoelektronischen Bauelements gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung.
-
Ein Grundkörper 12 für ein optoelektronisches
Bauelement 10 wird durch Umspritzen eines Leadframes 14 mit
einem geeigneten Kunststoffmaterial, zum Beispiel ein gefülltes Epoxidharz,
unter Formung eines Gehäuses
gebildet. Das Gehäuse 12 weist
von einer Vorderseite her eine Ausnehmung 16 auf, in der
ein LED-Chip 18 angeordnet und mit den elektrischen Anschlüssen 14a, 14b des
Leadframes 14 (den Leadframeanschlüssen) elektrisch leitend verbunden
wird. Der LED-Chip ist beispielsweise mittels eines elektrisch leitenden
Klebstoffes mit einem seiner Kontakte auf das Leadframe geklebt.
Ein zweiter Kontakt ist mittels eines Bonddrahtes 20 mit
dem Leadframe elektrisch verbunden.
-
Innenflächen 16A der Ausnehmung 16 des Gehäuses 12 sind
vorzugsweise schräg
ausgebildet, wie dies in 1 gezeigt
ist. Durch die Auswahl eines geeigneten Materials für den Grundkörper 12 mit einem
hohen Reflexionsvermögen
können
diese schrägen
Innenflächen 16b zudem
als Reflektoren dienen, um die Abstrahlleistung des optoelektronischen
Bauelements zu erhöhen
und/oder die Abstrahlcharakteristik wunschgemäß zu gestalten.
-
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass
die vorliegende Erfindung nicht nur auf die in 1 dargestellte Toplooker-Konstruktion
des ersten Ausführungsbeispiels
beschränkt
ist. Insbesondere können
alternativ auch optoelektronische Bauelemente mit Sidelooker-Konstruktion
unter Verwendung der erfindungsgemäßen Maßnahme aufgebaut werden.
-
Der LED-Chip 18 ist in einer
für eine
vom LED-Chip ausgesandten elektromagnetischen Strahlung durchlässigen,
wellenlängenkonvertierenden Vergussmasse 22 (strahlungsdurchlässiges Matrixmaterial
+ Konverterstorf) eingebettet. Die Vergussmasse 22 besitzt
eine lokale Masseverteilung, die einer inho mogenen Abstrahlcharakteristik
des LED-Chips 18 angepaßt ist. Dies wird bei der Herstellung
des optoelektronischen Bauelements 10 auf die folgende
Weise erreicht: Für
die Vergussmasse 22 wird ein transparentes Material gewählt, das
bei der von dem LED-Chip 18 emittierten Strahlung härtet. Die
transparente Vergussmasse enthält
ferner Konversionsstoff zur Umwandlung der 'Wellenlänge einer von dem LED-Chip 18 emittierten
Strahlung. Die Konversionsstoffe sind in der transparenten Vergussmasse
vorzugsweise gleichmäßig verteilt.
Ferner können
der transparenten Vergussmasse auch weitere Füllstoffe und dergleichen beigemengt
sein.
-
Als Konversionsstoff wird zum Beispiel
ein anorganischer oder organischer Leuchtstoff oder eine Mischung
davon verwendet. Insbesondere kann in einem strahlungsdurchlässigen Epoxidharz
als Matrixmaterial ein anorganisches Leuchstoffpigmentpulver mit
Leuchtstoffpigmenten der allgemeinen Zusammensetzung A3B5X12:M, wie Y3A15O12 :
Ce, Tb3Al5O12 : Ce, (Y, Tb) 3A15O12: Ce, (Y,Gd)3Al5O12:Ce etc.
dispergiert sein. Die vorliegende Erfindung ist aber keineswegs
auf diese speziellen Materialien beschränkt; vielmehr können der
transparenten Vergussmasse grundsätzlich beliebige für den jeweiligen Zweck
geeignete Konversionsstoffe beigemengt sein.
-
Die vorbereitete Vergussmasse 22 mit dem/den
Konversionsstoff/en 24 wird in die Ausnehmung 16 des
Gehäuses 12 gefüllt. Anschließend wird der
LED-Chip 18 über
die Leadframeanschlüsse 14a, 14b betrieben,
so dass er Strahlung emittiert und die Vergussmasse 22 härtet. Hierbei
erfolgt die Härtung automatisch
entsprechend der lokal variierenden inhomogenen Abstrahlcharakteristik
des LED-Chips 18, so dass eine lokal variierende Masseverteilung der
Vergussmasse 22 entsteht, die der Abstrahlcharakteristik
des LED-Chips 18 entspricht. Nach dem Härten der Vergussmasse 22 werden
verbleibende, nicht ge härtete
Anteile der Vergussmasse 22 entfernt. Dies kann zum Beispiel
mittels Lösungsmitteln, Oxidation,
thermischer Umwandlung oder dergleichen erfolgen.
-
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass
die in
-
1 dargestellte
lokale Masseverteilung der wellenlängenkonvertierenden Vergussmasse 22 stark
schematisiert dargestellt ist, um das Grundprinzip der vorliegenden
Erfindung zu veranschaulichen. Die gezeigte Verteilung entspricht
im allgemeinen nicht der tatsächlichen
Masseverteilung der Vergussmasse 22 bzw. der tatsächlichen
Abstrahlcharakteristik des LED-Chips 18. Änderungen
der Masseverteilung entstehen zum Beispiel durch verschiedene Chipkonstruktionen
oder durch verschiedene Konstruktionen der reflektierenden Seitenwände 16A der Ausnehmung 16.
-
Nach dem Entfernen der verbleibenden, nicht
gehärteten
Vergussmasse 22 wird in die Ausnehmung 16 des
Gehäuses 12 eine
weitere Vergussmasse 26 aus einem strahlungsdurchlässigen Material
eingefüllt,
so dass die weitere Vergussmasse 26 den LED-Chip mit der
Vergussmasse 22 in der Ausnehmung 16 umhüllt. Die
weitere Vergussmasse 26 besteht vorzugsweise wie die Vergussmasse 22 beispielsweise
aus einem Epoxidharz oder aus Silikonharz. Durch das Vorsehen der
weiteren Vergussmasse 26 werden die inhomogene Schichtdicke
der Vergussmasse 22 auf dem LED-Chip ausgeglichen und eine
bessere optische Abstrahlcharakteristik des optoelektronischen Bauelements
erzielt sowie optische Effekte verringert.
-
Anhand von 2 wird nun ein zweites Ausführungsbeispiel
eines optoelektronischen Bauelements mit wellenlängenkonvertierender Vergussmasse
gemäß der vorliegenden
Erfindung beschrieben. Die Grundform des optoelektronischen Bauelements
dieses Ausführungsbeispiels
ist zum Beispiel aus der eingangs bereits genannten WO-A-01/50540 bekannt.
Auf das in dieser Druckschrift beschriebene Verfahren zur Herstellung
des optoelektronischen Bauelements, insbesondere auf das Bilden
des Kunststoff-Formkörpers
wird zur Vermeidung von unnötigen
Wiederholungen hierdurch vollinhaltlich Bezug genommen.
-
Das optoelektronische Bauelement 10' weist einen
Leadframe 14 mit zwei Leadframeanschlüssen 14A und 14B auf.
Auf einen Leadframeanschluss 14A wird ein LED-Chip 18 elektrisch
leitend montiert, und der LED-Chip 18 wird durch einen
Bonddraht 20 mit dem anderen Leadframeanschluß 14B elektrisch leitend
verbunden. Der LED-Chip 18 ist mit einer strahlungsdurchlässigen Vergussmasse 22 mit
Konversionsstoff 24 beschichtet. Der Aufbau, die Zusammensetzung
und die Ausbildung der wellenlängenkonvertierenden
Vergussmasse 22 entsprechen denen des oben anhand von 1 beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel,
weshalb an dieser Stelle auf eine nochmalige Erläuterung verzichtet wird.
-
Der Leadframe 14 und der
in der wellenlängenkonvertierenden
Vergussmasse 22 eingebettete LED-Chip 18 sind
mit einer transparenten Kunststoff-Pressmasse 28 umformt,
die dem Formkörper des
herkömmlichen
Bauelements entspricht und aus der je ein Leadframeanschluss 14A, 14B an
zwei gegenüberliegenden
Seitenflächen
heraus ragt. Innerhalb der transparenten Kunststoff-Pressmasse 28 weist
jeder der Leadframeanschlüsse 14A, 14B vorzugsweise
eine S-artige Biegung auf, wie dies in
-
2 dargestellt
ist, um eine bessere Montierbarkeit des optoelektronischen Bauelements
zu erzielen.
-
Alternativ kann ein LED-Chip 18 anstatt
auf einem Leadframe auf einem elektrisch isolierenden Träger mit
auf diesem aufgebrachten elektrischen Leiterbahnen angeordnet sein,
wobei der LED-Chip 18 mit den elektrischen Leiterbahnen
elektrisch verbunden ist, mit einer oben beschriebenen Vergußmasse 22 mit
Konversionsstoff nach der oben beschriebenen Weise zumin dest teilweise
beschichtet ist und der LED-Chip 18 einschließlich Vergußmasse 22 mit
einem strahlungsdurchlässigen
Umhüllungsmaterial,
beispielsweise einem Epoxidharz oder einem Silikonharz umhüllt ist.
Der Aufbau, die Zusammensetzung und die Ausbildung der wellenlängenkonvertierenden
Vergussmasse 22 entsprechen denen des oben anhand von 1 beschriebenen ersten Ausführungsbeispiel,
weshalb an dieser Stelle auf eine nochmalige Erläuterung verzichtet wird.
-
Als drittes Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung wird schließlich
anhand der 3a bis 3e ein Verfahren zur Herstellung
eines optoelektronischen Bauelements 10'' beschrieben,
bei der das Aufbringen der Vergussmasse auf „Wafer-Level" erfolgt.
-
Dieses anhand von 3 beschriebene Verfahren der vorliegenden
Erfindung ist eine Weiterentwicklung der Beschichtung auf Wafer-Level,
die in der weiter oben bereits genannten noch nicht veröffentlichten
deutschen Patentanmeldung Nr. 10257664.5 der Anmelderin zur vorliegenden
Erfindung beschrieben ist. Für
nähere
Erläuterungen
zu diesem Verfahren wird deshalb an dieser Stelle auf diese ältere Anmeldung
verwiesen, deren Offenbarungsgehalt hiermit ausdrücklich durch
Rückbezug aufgenommen
wird.
-
3a zeigt
einen Wafer 30, der ein Substrat 32 und eine epitaktische
Halbleiterschichtfolge 34 mit einer strahlungsemittierenden
aktiven Zone umfasst. Auf dem Wafer 30 sind in einem Chipraster
jeweils vorderseitig elektrische Kontaktflächen 36 aufgebracht.
Im Verfahrensschritt von 3b wird
eine Erhöhung
der elektrischen Kontakte erreicht, indem ein elektrisch leitfähiges Material 38 auf
die elektrische Kontaktfläche 36 aufgebracht
wird. Das elektrisch leitfähige
Material 38 ist beispielsweise etwa ellipsoidförmig und
kann zum Beispiel aus Gold bestehen.
-
Anschließend wird auf den Wafer 30 eine transparente
wellenlängenkonvertierende
Vergussmasse 22'' aufgebracht.
Diese transparente Vergussmasse 22'' enthält Konversionsstoff(e) 24'' und entspricht in Zusammensetzung
und Wirkungsweise der oben anhand des ersten Ausführungsbeispiels
von 1 beschriebenen
transparenten Vergussmasse 22.
-
Zum Härten der Vergussmasse 22" kann bei diesem
Ausführungsbeispiel
beispielsweise eine Strahlung mit einer Wellenlänge entsprechend der von der
aktiven Zone der Halbleiterschichtfolge 34 emittierten
Strahlung von der Rückseite
des Wafers 30 her eingestrahlt werden, so dass die Aushärtung der
Vergussmasse 22'' mittels der
durch den Wafer 30 transmittierten Strahlung initiiert
wird.
-
Nach dem Entfernen der verbleibenden, nicht-ausgehärteten Vergussmasse 22'' zum Beispiel in der oben angegebenen
Weise wird der Wafer 30, wie in 3d dargestellt, mit einer weiteren Vergussmasse 26'' beschichtet. Nach dem Härten auch
der weiteren Vergusmasse 26'' werden die
aufgebrachten Schichten zum Beispiel mittels Schleifen (40)
abgedünnt,
wie in 3e veranschaulicht.
Sobald das elektrisch leitende Material 38 durch das Abdünnen freigelegt
ist, ist eine gezielte elektrische Kontaktierung und Anlegen. einer
Spannung an Bereiche einzelner LED-Chips 10'' möglich. Dies
ermöglicht
ein Ermitteln des Farbortes der ausgesendeten Strahlung mittels
eines Spektrometers, woraufhin LED-Chips 10'' aus
dem Waferverbund 30 entlang von Trennungslinien vereinzelt
und soritert werden können.