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DE10260311A1 - Mehrfachspulen und Träufelwicklungen aus Litze sowie entsprechendes Herstellungsverfahren - Google Patents

Mehrfachspulen und Träufelwicklungen aus Litze sowie entsprechendes Herstellungsverfahren Download PDF

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DE10260311A1
DE10260311A1 DE2002160311 DE10260311A DE10260311A1 DE 10260311 A1 DE10260311 A1 DE 10260311A1 DE 2002160311 DE2002160311 DE 2002160311 DE 10260311 A DE10260311 A DE 10260311A DE 10260311 A1 DE10260311 A1 DE 10260311A1
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DE
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coil
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electrical machine
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Withdrawn
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DE2002160311
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Gerhard Dressel
Manfred Hetterich
Axel Dr. Möhle
Rudolf Senger
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Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
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Publication date
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K3/00Details of windings
    • H02K3/04Windings characterised by the conductor shape, form or construction, e.g. with bar conductors
    • H02K3/12Windings characterised by the conductor shape, form or construction, e.g. with bar conductors arranged in slots
    • H02K3/14Windings characterised by the conductor shape, form or construction, e.g. with bar conductors arranged in slots with transposed conductors, e.g. twisted conductors
    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K3/00Details of windings
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  • Power Engineering (AREA)
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Abstract

Träufelwicklungen von elektrischen Maschinen sollen hinsichtlich ihrer Herstellung und ihres Wirkungsgrads verbessert werden. Daher ist vorgesehen, die Träufelwicklungen aus Litzendraht zu fertigen, der einen veränderbaren Querschnitt besitzt. So lassen sich hohe Nutfüllfaktoren und damit ein erhöhter Wirkungsgrad erzielen. Um die Stromverdrängungseffekte weitgehend zu minimieren, werden die Einzelspulen (A1, A2, B1, B2, C1, C2) jeder Teilspule (10, 20, 30) in mehreren Ebenen der Nuten angeordnet.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Mehrfachspule für eine elektrische Maschine mit mehreren Einzelspulen, die miteinander in Reihe verbunden sind. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung Träufelwicklungen, die aus derartigen Mehrfachspulen hergestellt sind. Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung auch ein entsprechendes Herstellungsverfahren von Träufelwicklungen.
  • Bislang wurden Träufelwicklungen mit Runddrähten ausgeführt. Bei der Träufelwicklung ist der Streusteg schmäler als die Nutbreite, so dass keine Formspulen in die Nut eingelegt werden können. Stattdessen müssen einzelne Drähte nacheinander durch der Streusteg in die Nut „eingeträufelt" werden. Bei den derzeit eingesetzten Runddrähten ergibt sich durch die unvermeidbaren Zwischenräume zwischen den Runddrähten eine relativ schlechte Nutfüllung.
  • Bei der Herstellung von Träufelwicklungen werden üblicherweise Mehrfachspulen verwendet. Eine derartige Mehrfachspule besteht aus 2, 3, 4, 5 usw. Einzelspulen, die vor der Montage in die Nuten eines Stators oder Rotors einer elektrischen Maschine zusammenhängend gewickelt wurden. Üblicherweise werden in einer Nut mehrere Mehrfachspulen als Teilspulen in übereinanderliegenden Ebenen beziehungsweise Schichten aus Gründen der Stromverdrängung angeordnet. Da die Einzelspulen verhältnismäßig starr sind, gestaltet sich das Einträufeln und das Formen des Wickelkopfs sehr aufwändig.
  • In diesem Zusammenhang ist aus der internationalen Patentanmeldung WO 02/11268 bekannt, dass Wicklungen, deren Spulen aus Litze hergestellt sind, eine einfachere Herstellung als herkömmliche Formspulenwicklungen mit Rechteckdrähten erlau ben. Die Wicklungen eignen sich unter anderem für rotierende elektrische Hochspannung- oder Niederspannungsmaschinen. Mit Hilfe rechteckig geformter Litzen lassen sich flachkant und hochkant gewickelte Spulen in unterschiedlichsten Formen herstellen.
  • Weiterhin ist der deutschen Patentschrift DE 198 46 923 C1 zu entnehmen, dass in die zu bewickelnden Nuten des Ständers einer elektrischen Maschine eine an sich bekannte mehrphasige Wicklung eingelegt wird. Diese Wicklung innerhalb der Nut wird aus quadratischen oder rechteckförmigen Litzenleitern gewickelt, wobei sie weitestgehend pro Spulengruppe durchgängig geschleift ausgebildet ist. Dabei erfolgt eine Direktbewicklung der Zähne in der Art und Weise, dass in der Nut zwei Spulenseiten unterschiedlicher Spulen nebeneinander oder übereinander liegen oder bei Wegfall jeder zweiten Spule in der Nut nur eine Spulenseite liegt.
  • Darüber hinaus ist in der deutschen Auslegeschrift DE 19 37 377 B2 ein Stator für einen Einphasen-Induktionsmotor und ein Verfahren zur Herstellung des Stators beschrieben. Bei der Herstellung wird eine Spule, nachdem sie in einer Nut angeordnet worden ist, mittels eines entsprechenden Werkzeugs zusammengepresst, das radial nach außen eine Kraft auf die Spule ausübt. Die ausgeübte Druckkraft wandelt den ursprünglich praktisch kreisförmigen Querschnitt der einzelnen Drähte in einen nichtkreisförmigen polygonalen Querschnitt um, ohne dass die Drahtisolierung beschädigt wird. Dadurch werden die Lücken zwischen den einzelnen Leitern wesentlich verkleinert und der Füllfaktor wird wesentlich vergrößert. Weiterhin ist dort beschrieben, dass die erforderliche Druckkraft bei Verwendung von isolierten Aluminiumdrähten kleiner sein kann als bei einem Kupferdraht.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, Mehrfachspulen vorzuschlagen, mit denen sich Träufelwicklun gen leichter herstellen lassen. Darüber hinaus soll ein entsprechendes Herstellungsverfahren ermittelt werden.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe gelöst durch eine Mehrfachspule für eine elektrische Maschine mit mehreren Einzelspulen, die miteinander in Reihe verbunden sind, wobei die Einzelspulen aus Litze gefertigt sind.
  • Ferner ist erfindungsgemäß vorgesehen ein Verfahren zum Herstellen einer Träufelwicklung einer elektrischen Maschine durch Bereitstellen von mehreren Mehrfachspulen mit jeweils mehreren Einzelspulen, wobei jede Mehrfachspule bezüglich der axialen Richtung der elektrischen Maschine eine linke und rechte Hälfte besitzt, und Einträufeln der Mehrfachspulen in Nuten der elektrischen Maschine, wobei beim Einträufeln einer der Mehrfachspulen Einzelspulenabschnitte einer der Hälften der Mehrfachspule in mehreren radialen Ebenen der Nuten angeordnet werden.
  • In vorteilhafter Weise wird die Nutfüllung von Träufelwicklungen durch den Einsatz von unisolierten oder isolierten Litzendrähten in beliebiger Form und Ausbildung erhöht. Durch die spezielle Einlegefolge von unterteilt gewickelten Spulen in mehreren radialen Ebenen beziehungsweise Schichten wird der bei Litzendrähten aufgrund der Verdrillung bereits reduzierte Stromverdrängungseffekt noch deutlich weiter vermindert.
  • Die Flexibilität der Litzen erlaubt, dass die Spulen zusammenhängend gewickelt werden. Damit entfallen die Schaltverbindungen zwischen den Spulen einer Gruppe und den verschiedenen Spulengruppen, was zu Kosteneinsparungen führt. Eine weitere Kostenreduzierung kann erreicht werden, indem die Litze direkt auf die Verbindungsstelle zum nächsten Bauteil geführt wird und somit das Anschließen von separaten Leitungen entfällt. Außerdem können durch die Litzentechnik die Ausladungen der Wickelköpfe reduziert werden, so dass ein hö herer Wirkungsgrad der elektrischen Maschine bei gleichem Bauraum erzielt werden kann.
  • Die Flexibilität der Litze bei Träufelwicklungen ermöglicht auch, den Wickelkopf derart zu gestalten, dass eine bessere Entwärmung möglich ist. So kann der Wickelkopf beispielsweise in Blattform gestaltet werden, die eine vergleichsweise hohe Oberfläche besitzt und damit einen erhöhten Wärmeabtransport garantiert.
  • Die für die Träufelwicklungen verwendeten Litzen können einen rechteckförmigen Querschnitt wie bei Flachdrahtspulen besitzen. Damit ist ebenfalls ein hoher Nutfüllfaktor gewährleistet. Die Litzendrahtspulen erfordern aber nicht im Gegensatz zu Flachdrahtspulen ein Durchrunden der Spulenstirnseiten vor dem Einbau.
  • Die Litzendrähte zur Herstellung der Träufelwicklungen können auch einen verformbaren Querschnitt besitzen. Falls die Filamente jeder Litze nicht künstlich isoliert sind, ist der Litzenquerschnitt in der Regel auch ohne weiteres verformbar und passt sich während des Wickelns an die Nutform beziehungsweise die bereits in die Nut eingebrachten Litzen an. Ebenso anpassungsfähig sind Litzen, die beispielsweise durch Extrusion in hochflexible Massen zur Isolation eingebettet sind. Dieser umformbare Querschnitt der Litzen ermöglicht grundsätzlich höhere Nutfüllfaktoren und damit bessere elektrische Kennwerte.
  • Vorzugsweise werden die Litzen oder Einzelspulen durch Extrusion isoliert. Dies hat den Vorteil, dass auf komplizierte Isolationsverfahren verzichtet werden kann.
  • Aus Stromverdrängungsgründen ist es günstig, wenn die Mehrfachspulen, aus denen die Träufelwicklungen hergestellt sind, Teilspulen darstellen, mit denen die Nuten der elektrischen Maschine schichtweise gefüllt sind. Aufgrund der Teilung wird der durch die Litzen verminderte Stromverdrängungseffekt der Spulen in einer Nut weiter vermindert.
  • Eine weitere Verminderung der Stromverdrängung kann durch spezielle stromverdrängungsarme Einlegetechniken erzielt werden. Vorteilhaft dabei ist, die Spulenabschnitte einer bezogen auf die axiale Richtung der elektrischen Maschine linken oder rechten Hälfte einer Mehrfachspule in unterschiedlichen radialen Ebenen der Nuten, d. h. Zylindermantelflächen unterschiedlicher Radien, einzuträufeln. Hierzu können auch Abschnitte unterschiedlicher Einzelspulen einer Mehrfachspule in mehreren Ebenen einer einzigen Nut eingeträufelt werden.
  • Die vorliegende Erfindung wird nun anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert, in denen zeigen:
  • 1 eine Draufsicht auf zwei Teilspulen;
  • 2 einen Querschnitt durch Nuten mit den eingelegten Spulen von 1;
  • 3 eine Draufsicht auf zwei Teilspulen;
  • 4 einen Querschnitt durch Nuten, in die die Teilspulen von 3 eingeträufelt sind;
  • 5 eine Draufsicht auf eine Mehrfach-Teilspule Beta 3 + 3;
  • 6 einen Querschnitt durch Nuten, in die die Spulen von 5 eingeträufelt sind;
  • 7 einen Querschnitt durch Nuten, in die die Spule von 5 gemäß einer anderen Ausführungsform eingeträufelt sind;
  • 8 einen Querschnitt durch eine Nut mit eingeträufelter Runddrahtwicklung;
  • 9 einen Querschnitt durch eine Nut mit eingeträufelter Litzendrahtwicklung mit eckigem Leiterquerschnitt; und
  • 10 einen Querschnitt durch eine Nut mit einer eingeträufelten Litzendrahtwicklung mit beliebigem Leiterquerschnitt.
  • Die nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen stellen bevorzugte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung dar.
  • In 1 sind zwei Mehrfachspulen 1 und 2 dargestellt. Beide Mehrfachspulen 1 und 2 stellen jeweils Teilspulen dar, die in mehreren Schichten in die Nuten einer elektrischen Maschine eingeträufelt werden. Im konkreten Fall handelt es sich bei den beiden Teilspulen 1 und 2 um Vierfachspulen mit jeweils vier Einzelspulen A beziehungsweise B. Jede der Teilspulen 1 und 2 besitzt jeweils eine linke und rechte Hälfte bezogen auf die jeweiligen Symmetrieachse S1 beziehungsweise S2. Die Symmetrieachsen S1 und S2 verlaufen in axialer Richtung der elektrischen Maschine.
  • In 2 ist zur besseren Erläuterung der Erfindung dargestellt, wie die Teilspulen 1 und 2 gemäß 1 üblicherweise in die Nuten einer elektrischen Maschine eingeträufelt werden. Die axial verlaufenden vier Leiter A der rechten Hälfte der Teilspule 1 sind in eine erste Nutgruppe 3 am Nutgrund eingeträufelt. In einer darüber liegenden Schicht sind die Leiter der vier Einzelspulen der rechten Hälfte der Teilspule 2 in die Nutgruppe 3 eingeträufelt. Diese beiden Schichten bilden die Unterschicht der Nutgruppe 3.
  • Die beiden linken Hälften der Teilspulen 1 und 2 sind in zwei Einzelschichten in eine zweite Nutgruppe 4 als Oberschicht eingeträufelt. Die Unterschicht der zweiten Nutgruppe 4 wird durch ein anderes Teilspulenpaar gebildet. Durch diese Art des Einträufelns in die Unter- und Oberschichten der Nuten wird der Effekt der Stromverdrängung in einem gewissen Grad reduziert.
  • In 3 sind wiederum zwei Teilspulen 1 und 2 dargestellt, die mit den Vierfach- beziehungsweise Teilspulen 1 und 2 von 1 identisch sind. Im Fall von 3 sind lediglich die beiden äußeren Einzelspulen der Teilspule 1 mit A1 und die beiden inneren Einzelspulen mit A2 bezeichnet. In gleicher Weise sind die beiden äußeren Einzelspulen der Teilspule 2 mit B1 und die beiden inneren Einzelspulen der Teilspule 2 mit B2 bezeichnet.
  • 4 zeigt nun eine erfindungsgemäße Einlege- beziehungsweise Einträufeltechnik, bei der die Leiter jeder Hälfte der Teilspulen in unterschiedlichen Ebenen beziehungsweise Schichten in den Nuten abgelegt sind. Am Nutgrund der Nutgruppe 3 befinden sich in diesem Fall die äußeren beiden Leiter A1 der Teilspule 1 und die inneren beiden Leiter B2 der Teilspule 2. In der darüber liegenden Schicht befinden sich über den Leitern A1 die äußeren Leiter B1 der Teilspule 2 und über den inneren Leitern B2 der Teilspule 2 die inneren Leiter A2 der Teilspule 1. Diese Leiteranordnung bildet wiederum die Unterschicht der Nutgruppe 3. Versetzt in der Nutgruppe 4 bilden wiederum die linken Hälften der Teilspulen 1 und 2 die Oberschicht. In gleicher Weise bilden hier die erste Schicht die äußeren Leiter A1 der Teilspule 1 und die inneren Leiter B2 der Teilspule 2. Die oberste Schicht wird entsprechend von den äußeren Leitern B1 der Teilspule 2 und den inneren Leitern A2 der Teilspule 1 gebildet. Der Versatz der Leiter jeder Teilspule innerhalb der Einzelschichten sowohl der Unterals auch der Oberschicht der Nuten bringt eine zusätzliche Reduzierung der Stromverdrängung in den Leitern.
  • In 5 ist eine Teil- beziehungsweise Mehrfachspule 10 dargestellt, die aus zwei zusammenhängenden gewickelten Spulen 5 und 6 mit jeweils drei Einzelspulen besteht. Die Spule 5 kann hier ausgehend von der Darstellung in 5 als linke Hälfte und die Spule 6 als rechte Hälfte der Mehrfachspule betrachtet werden. Die eingewickelte Spulenverbindung 7 stellt den Übergang zwischen den beiden Spulen 5 und 6 dar.
  • In 6 ist wiedergegeben, wie drei derartige Mehrfachspulen 10, 20, 30 in die Nuten einer elektrischen Maschine eingebaut werden, wobei insgesamt drei Schichten in der Unterschicht und drei Schichten in der Oberschicht entstehen. Die Leiter A1 der rechten Hälfte der linken Spule 5 der in 5 dargestellten Mehrfachspule 10 sind am Nutgrund einer aus sechs Nuten bestehenden Nutgruppe gemäß 6 eingebaut. Ebenfalls am Nutgrund in den rechts anschließenden drei Nuten der Nutgruppe befinden sich die Leiter der rechten Hälfte der rechten Spule 6 einer Teilspule 30. Über dieser ersten Schicht am Nutgrund befinden sich die Leiter B1 und B2 der rechten Hälften der Spulen einer Teilspule 20. In einer dritten Schicht darüber befinden sich über den Leitern A1 die Leiter C1 der rechten Hälfte der linken Spule der Teilspule 30. Ferner befinden sich über den Leitern C2 in der dritten Schicht die Leiter A2 der rechten Hälfte der rechten Spule der Teilspule 10. Diese drei Schichten bilden wiederum die Unterschicht der Nutgruppe. Links der gestrichelten Linien in 6 befinden sich somit die Leiter der jeweils linken Spule jeder Mehrfach- beziehungsweise Teilspule und rechts der gestrichelten Linie jeweils die Leiter der rechten Spule.
  • Die Oberschicht in einer versetzten Nutgruppe ist sinngemäß aufgebaut. Der Aufbau ergibt sich ohne weiteres aus 6.
  • In 7 ist eine sogenannte KK-Wicklung mit drei unterteilt gewickelten Teilspulen 100, 200 und 300 dargestellt. Jede Teilspule besteht ähnlich der in 5 dargestellten Teilspule aus einer linken Spule und einer rechten Spule. Beide Spulen sind jedoch nicht miteinander verbunden. In diesem Fall sind die drei Teilspulen 100, 200 und 300 in zwei Nutgruppen mit jeweils fünf Nuten eingebaut. Dabei befinden sich die Leiter A1, B1 und C1 der jeweiligen linken Spulen übereinandergeschichtet in der Unterschicht der Nuten und die Leiter A2, B2 und C2 der jeweils rechten Spulen übereinandergeschichtet in der Oberschicht der Nuten einer jeweiligen Nutgruppe. Die drei Teilspulen 100, 200 und 300 füllen dabei die Unterschicht der linken drei Nuten jeder Nutgruppe und die Oberschicht der rechten drei Nuten jeder Nutgruppe. In der Unterschicht und der Oberschicht sind die Teilspulen 100, 200 und 300 jeweils in umgekehrter Reihenfolge abgelegt. Auch diese Anordnung reduziert die Stromverdrängungseffekte.
  • Die nachfolgenden 8 bis 10 zeigen in einem vergrößerten Maßstab, wie die einzelnen Nuten mit Runddrähten beziehungsweise Litzen gefüllt werden. Zum besseren Verständnis der Erfindung wird in Zusammenhang mit 8 die Herstellung einer Träufelwicklung nach dem Stand der Technik erläutert.
  • 8 zeigt einen Querschnitt durch eine Nut 41, die teilweise mit Runddrähten 42 gemäß dem Stand der Technik gefüllt ist. Die Runddrähte 42 werden durch einen Nutschlitz 43 in bekannter Weise in die Nut 41 eingeträufelt. Hierbei ist die Anordnung der einzuziehenden Drähte nahezu beliebig. Zwischen den Runddrähten 42 ergeben sich Zwischenräume 44 und damit eine relativ schlechte Nutfüllung.
  • Zur Optimierung der Nutfüllung bei Träufelwicklungen werden erfindungsgemäß entsprechend 9 Litzen mit quadratischen oder rechteckigen Querschnitten 45 in die Nuten 41 eingezogen oder eingeträufelt. Im Gegensatz zum Einziehen von Runddrähten, die in der Nut beliebig zu liegen kommen können, muss bei rechteckiger Litzenform der Einzeldraht in eine definierte Lage gebracht werden. Die definierte Lage im späteren Nutbereich wird dadurch erreicht, dass bereits beim Wickeln die einzelnen Drähte über Vorrichtungen geführt und an vorgegebenen Orten in der Wickelform abgelegt werden.
  • Das erfindungsgemäße Füllen einer Nut 41 mit Litzen mit verformbarem Querschnitt 46 ist in 10 dargestellt. Leiter in beliebig verformbarer Litzenform können mit hierfür geeigneten Werkzeugen mit den bekannten Einziehsystemen maschinell eingezogen werden. Im Gegensatz zum Einziehen von Runddrähten ergibt sich bei beliebig verformbaren Litzen und bei beliebiger Nutform eine Füllung nahezu ohne Zwischenräume.
  • Die höhere Nutfüllung kann auch mit üblichen Einziehwerkzeugen erreicht werden. Aufgrund des sich beim Einziehen ergebenden Drucks, insbesondere auch in senkrechter Richtung zur jeweiligen Nut, verformen sich die umformbaren Leiter in Litzentechnik von selbst und füllen bei nahezu beliebigen Nutformen die komplette Nutfläche aus. Um die aufzubringende Verformungsenergie gering zu halten, können die Litzenleiter bereits rechteckig oder quadratisch vorgeformt sein.
  • Besonders vorteilhaft ist die umformbare Litze dort einzusetzen, wo sich eine Nut beispielsweise nicht lückenlos mit quadratischen Litzenleitern vorgegebenen Querschnitts füllen lässt. Entspricht beispielsweise die Nutbreite nicht einem Vielfachen der Breite einer Einzellitze, so würde bei nicht verformbaren Litzen ein Spalt in der Nut nicht gefüllt werden können. Bei im Querschnitt verformbaren Litzen 46 jedoch lässt sich auch ein derartiger Spalt füllen. Damit können für beliebige Nutquerschnitte sehr hohe Nutfüllfaktoren erzielt werden.
  • Um die verformbaren Litzen 46 in der Nut 41 noch stärker als durch das reine Einziehen in die Nut zu komprimieren, können geeignete Werkzeuge 47 verwendet werden.

Claims (10)

  1. Mehrfachspule (1,2,10) für eine elektrische Maschine mit – mehreren Einzelspulen (A,B), die miteinander in Reihe verbunden sind, dadurch gekennzeichnet , dass die Einzelspulen aus Litze (45, 46) gefertigt sind.
  2. Mehrfachspule nach Anspruch 1, wobei die Litze (45) rechteckförmigen Querschnitt besitzt.
  3. Mehrfachspule nach Anspruch 1, wobei die Litze (46) einen verformbaren Querschnitt besitzt, so dass ihr Querschnitt beim Einträufeln ohne weiteres deutlich verformbar ist.
  4. Mehrfachspule nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Litze (45,46) durch Extrusion isoliert ist.
  5. Träufelwicklung mit mehreren Mehrfachspulen (1,2,10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, die in Nuten einer elektrischen Maschine eingeträufelt sind.
  6. Träufelwicklung nach Anspruch 5, wobei die Mehrfachspulen (1,2,10) Teilspulen darstellen, die schichtweise in die Nuten eingeträufelt sind.
  7. Träufelwicklung nach Anspruch 5 oder 6, wobei jede Mehrfachspule (1,2,10) bezüglich der axialen Richtung der elektrischen Maschine eine linke und rechte Hälfte besitzt und Einzelspulenabschnitte einer der Hälften der Mehrfachspule in mehreren radialen Ebenen der Nuten angeordnet sind.
  8. Träufelwicklung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei Abschnitte unterschiedlicher Einzelspulen einer Mehrfachspule (1,2,10) in mehreren radialen Ebenen einer einzigen Nut eingeträufelt sind.
  9. Verfahren zum Herstellen einer Träufelwicklung einer elektrischen Maschine nach einem der Ansprüche 5 bis 8 durch – Bereitstellen von mehreren Mehrfachspulen (1,2,10) mit jeweils mehreren Einzelspulen, wobei jede Mehrfachspule bezüglich der axialen Richtung der elektrischen Maschine eine linke und rechte Hälfte besitzt, und – Einträufeln der Mehrfachspulen (1,2,10) in Nuten der elektrischen Maschine, dadurch gekennzeichnet, dass beim Einträufeln einer der Mehrfachspulen Einzelspulenabschnitte einer der Hälften der Mehrfachspule in mehreren radialen Ebenen der Nuten angeordnet werden.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei Abschnitte unterschiedlicher Einzelspulen einer Mehrfachspule (1,2,10) in mehreren Ebenen einer einzigen Nut eingeträufelt werden.
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