DE10260216B3 - Vorrichtung zur reproduzierbaren Prüfung der Dehnbarkeit von elastischen, bandförmigen textilen Materialien - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur reproduzierbaren Prüfung der Dehnbarkeit von elastischen, bandförmigen textilen Materialien, umfassend eine Tragkonstruktion zur Aufnahme mindestens einer ersten, festen und einer zweiten, beweglichen Haltevorrichtung mit Einspannbereich für das zu prüfende Material, wobei die bewegliche Haltevorrichtung auf einer Führung verschieblich gleitet. Erfindungsgemäß ist an der Tragkonstruktion ein den Verschiebeweg der beweglichen Haltevorrichtung in Richtung fester Haltevorrichtung begrenzender Anschlag vorgesehen und es weist die bewegliche Haltevorrichtung einen Zeiger oder eine zeigerartige Markierung auf. Weiterhin ist auf der Tragkonstruktion im Bereich längs des Verschiebewegs eine Skala befindlich, die in Verbindung mit der Zeigerposition ein Ablesen oder Erkennen des jeweiligen Dehnmeßwerts ermöglicht. Weiterhin weisen die erste und die zweite Haltevorrichtung eine als manueller Zugriff ausgebildete flächige, zwischen Daumen und Zeigefinger jeweils greifbare Handhabe auf, die sich jeweils im wesentlichen parallel zum zu prüfenden bandförmigen Material, welches von der Vorrichtung aufgenommen wird, erstreckt.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur reproduzierbaren Prüfung der Dehnbarkeit von elastischen, bandförmigen textilen Materialien, umfassend eine Tragkonstruktion zur Aufnahme mindestens einer ersten, festen und einer zweiten, beweglichen Haltevorrichtung mit Einspannbereich für das zu prüfende Material, wobei die bewegliche Haltevorrichtung auf einer Führung verschieblich gleitet, gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
- Vorrichtungen zur dynamischen Messung der Dehnung, auch mit einstellbarer Vorspannung, gehören zum Stand der Technik. Bei automatisierten Meßvorrichtungen sind Aufnahmevorrichtungen für das zu prüfende Objekt, z.B. ein textiles Band, vorhanden und es wird über einen motorischen Antrieb eine definierte Kraft auf das zu prüfende Objekt übertragen. Kraftsensoren bestimmen hierbei die auftretenden Belastungen. Das Dehnungsverhalten kann über geeignete Sensoren aufgezeichnet und mit Hilfe eines Personal Computers bewertet werden.
- Derartige Vorrichtungen sind relativ teuer, kompliziert zu handhaben und für eine Anwendung in unmittelbarer Fertigungsnähe von elastischen, bandförmigen textilen Materialien nicht oder nur eingeschränkt geeignet.
- Bei sogenannten Handdehnungs-Prüfungen wird aus dem zu untersuchenden Material ein Prüfstück definierter Länge entnommen. Auf das Prüfstück selbst wird dann eine Markierung definierter Länge als Meßstrecke mit Hilfe eines Zeichengeräts aufgebracht. Im Anschluß wird das Prüfstück, d.h. das Band, durch die Prüfperson mit Hilfe von Muskelkraft in die Länge gezogen. Die Bestimmung der Dehnung des Bandes geschieht hierbei durch Anlegen des gestreckten Bandes an einen Längenmaßstab und Ablesen des entsprechenden Dehnungswerts.
- Nachteilig ist hierbei, daß zunächst ein Prüfling durch Abschneiden bzw. Trennen hergestellt werden muß. Weiterhin kommt es zu Ungenauigkeiten bezüglich der Markierung und dem Anlegen des Prüflings an einen geeigneten Maßstab.
- Letztendlich ist bei zu prüfenden bandförmigen Materialien, die breiter sind als die Fläche, die durch Zusammenpressen von Daumen und Zeigefinger berührt werden kann, eine gleichmäßige Übertragung einer Dehnungskraft eben auf die gesamte Breite des Prüfobjekts bzw. des Prüflings nicht möglich.
- Die gattungsbildende Vorrichtung nach
DE 195 08 372 A1 zur Messung und Prüfung von Dehnungs- und/oder Festigkeitseigenschaften eines Prüfgutes weist zwei Haltevorrichtungen zur Aufnahme des Prüfgutes auf, wobei das Prüfgut mit einer an wenigstens einer Haltevorrichtung angreifenden Prüfkraft beaufschlagbar ist und wobei die Haltevorrichtungen über eine Prüfstrecke relativ zueinander bewegbar sind. Vorbekannt ist weiterhin eine Einrichtung zur Messung der Dehnbarkeit von Strickwaren nachDE 42 20 977 A1 , wobei dort von einem Ständer ausgegangen wird, an dem eine erste Befestigungseinrichtung für zu vermessende Strickware stationär angebracht ist. Gegenüber dieser ersten Befestigungseinrichtung lässt sich eine zweite Befestigungseinrichtung linear verschieben, was unter dem Einfluss einer definierten Kraft erfolgt. Die verschiebbare Befestigungseinrichtung lässt sich in einem definierten Abstand von der stationären Befestigungseinrichtung festlegen. In dieser sogenannten Verriegelungsstellung wird die zu vermessende Strickware dehnungsfrei an den beiden Befestigungseinrichtungen fixiert. Nach Lösen der Verriegelungseinrichtung bewegt sich die verschiebbare Befestigungseinrichtung unter dem Einfluss einer konstanten Kraft in eine neue Position, die direkt in die Dehnbarkeit der Ware umgerechnet und angezeigt werden kann. - Der Dehnungs- und Zerreißfestigkeitsmesser mit einer feststehenden und einer mit einem verschiebbaren Federgehäuse verbundenen Klemme nach
DE 228452 zeichnet sich dadurch aus, dass übereinander und verschiebbar zueinander angeordnete Skalen für Dehnung und Festigkeit durch einen Arm eines Winkelhebels mitgenommen werden, auf dessen anderen Arm im Augenblick des Zerreißens des Prüfstreifens ein von der beweglichen Backe verstellter Hebel einwirkt. - Weitere mechanische Messvorrichtungen, umfassend ein bewegliches und ein festes Aufnahmeteil für das zu untersuchende Material, auch mit hebelunterstützter Bewegung sind aus der WO 01/11135 A1, der
US-PS 4,245,512 und der vorbekannt.JP 09021736 A - Aus dem Vorgenannten ist es daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zur reproduzierbaren Prüfung der Dehnbarkeit von elastischen, bandförmigen textilen Materialien anzugeben, welche es gestattet, eine solche Prüfung handbetätigt durchzuführen, und wobei die Kosten bei der Herstellung, der Wartung und dem Einsatz der Vorrichtung selbst gering gehalten werden sollen. Weiterhin gilt es, mit der zu schaffenden Vorrichtung die aus dem Stand der Technik bei bisher eingesetzten Handdehnungs-Prüfverfahren sich ergebenden Ungenauigkeiten in der Dehnungsmessung zu minimieren respektive zu beseitigen.
- Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einer Vorrichtung gemäß der Merkmalskombination nach Patentanspruch 1, wobei die Unteransprüche zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen umfassen.
- Demnach umfaßt die Vorrichtung einen Tragrahmen oder eine Tragkonstruktion mit einem beweglichen Schlitten. Der bewegliche Schlitten enthält eine Aufnahme für das der Dehnungsprüfung zu unterziehende Material. Eine weitere Aufnahme ist fest mit dem Rahmen verbunden. Die Aufnahmen selbst sind als lösbare, flächige Klemmen ausgebildet und ermöglichen ein gleichmäßiges Halten des zu prüfenden Materials über dessen Breite.
- An den Aufnahmen ist eine Halteplatte bzw. eine Handhabe befestigt, mit deren Hilfe analog der bisherigen manuellen Dehnungsprüfung eine Zugkraft aufgebracht werden kann, die sich dann auf das zu prüfende Material überträgt. An einer Skala bzw. einem Maßstab, der am Rahmen befestigt ist, kann dann mit Hilfe einer geeigneten Zeigereinrichtung das Dehnungsmaß nahezu fehlerfrei und schnell abgelesen werden.
- Konkret besitzt demnach die Vorrichtung die vorerwähnte Tragkonstruktion zur Aufnahme mindestens einer ersten, festen und einer zweiten, beweglichen Haltevorrichtung mit Einspannbereich für das zu prüfende Material. Die bewegliche Haltevorrichtung ist auf einer Führung bzw. dem vorerwähnten Schlitten verschieblich gleitend gelagert.
- An der Tragkonstruktion ist ein den Verschiebeweg der beweglichen Haltevorrichtung in Richtung feste Haltevorrichtung begrenzender, gegebenenfalls einstellbarer Anschlag vorgesehen.
- Die bewegliche Haltevorrichtung weist den vorerwähnten Zeiger oder eine zeigerartige Markierung auf. Der Zeiger kann hier auch als Schleppzeiger ausgebildet sein.
- Auf der Tragkonstruktion im Bereich längs des Verschiebewegs ist die Skala befindlich, die in Verbindung mit der Zeigerposition ein Ablesen oder Erkennen des jeweiligen Dehnungsmaßes ermöglicht. Die Skala kann beispielsweise metrisch normiert sein.
- Die erste und die zweite Haltevorrichtung besitzen eine als manuellen Zugriff ausgebildete, flächige, zwischen Daumen und Zeigefinger jeweils greifbare Handhabe, die sich jeweils im wesentlichen parallel zum zu prüfenden bandförmigen Material erstreckt.
- Der Einspannbereich der jeweiligen Haltevorrichtung besitzt bevorzugt eine Breite, die gleich oder größer der Breite des zu prüfenden bandförmigen Materials ist, so daß dieses gleichmäßig, die stofflichen Eigenschaften nicht negativ beeinflussend, gehalten werden kann.
- In einer Ausführungsform weist der Einspannbereich Klemmbacken auf. Die zum textilen, bandförmigen Material weisenden Seiten der Klammbacken besitzen eine die Haftreibung erhöhende Oberfläche, eine dementsprechende Oberflächenstruktur oder eine geeignete Oberflächenbeschichtung.
- Die Einspannbereiche der Haltevorrichtung können zur Aufnahme von Endlos-Prüfmaterial aufklappbar ausgeführt sein oder entsprechend mechanisch geöffnet werden.
- Die Handhabe ist, wie eingangs erwähnt, in einer besonders günstigen Ausführungsform ein Flachstück, welches oberhalb des Einspannbereichs der jeweiligen Haltevorrichtung mit dieser, gegebenenfalls lösbar oder austauschbar verbunden ist.
- Die Dicke des Flachstabs und/oder dessen Haptik ist im wesentlichen den Eigenschaften des zu prüfenden Materials entsprechend gewählt, um hier eine ähnliche Betätigung zu erreichen, wie dies bei den aus dem Stand der Technik bekannten Handdehnungs-Prüfverfahren der Fall ist.
- Der bewegliche Schlitten kann zur Vermeidung von Reibungskräften Kugelrollenlager aufweisen, welche sich auf der Oberseite und an den Innenseiten der Tragkonstruktion auf dafür vorgesehenen Laufbahnen abstützen.
- Die Führung des Schlittens weist bei dieser Ausführungsform einen Stab, z.B. Rundstab, auf, welcher in einer Ausnehmung gleitet und sich über mindestens ein weiteres Kugelrollenlager abstützt.
- Die Klemmbacken jeweils einer Haltevorrichtung sind über eine Gewindespindel oder einen ähnlichen Verstellmechanismus zueinander bewegbar und es besteht die Möglichkeit, entsprechende Klemmkräfte auf das zwischen den Klemmbacken befindliche und zu haltende bandförmige textile Material zu übertragen.
- Die Verstellung und das Anpressen der Klemmbacken unter Klemmung des zu prüfenden bandförmigen Materials erfolgt mittels einer Rändelschraube, einer Flügelmutter oder dergleichen Mittel.
- Es liegt im Sinne der Erfindung, daß die Klemmbacken mittels einer Federeinrichtung vorgespannt werden können. Die Vorspannung kann nun entgegen der Klemmrichtung erfolgen, aber auch eine Variante umfassen, bei der die Klemmbacken nach manuellem Anheben unter Federvorspannung auf das zwischen ihnen befindliche bandförmige Material zu liegen kommen.
- In einer weiteren Ausführungsform besteht die Möglichkeit, die Klemmbackenpaarung der jeweiligen Haltevorrichtung als Reibgesperre, insbesondere Kniehebelgesperre zu realisieren.
- Die Tragkonstruktion ist masseerleichternd als rechteckförmiger Rahmen, z.B. Profilrahmen, ausgebildet, wobei der Rahmen an seiner ersten Schmaloder Stirnseite die erste Haltevorrichtung trägt.
- Die zweite Stirnseite des Rahmens weist eine Ausnehmung für den Stab zur Schlittenführung der beweglichen Haltevorrichtung auf.
- An der Unterseite des Rahmens können Füße vorgesehen sein. Die Skala mit einer beispielsweise metrischen Einteilung ist auf einer der Längsseiten des Rahmens angeordnet, z.B. aufgedruckt oder dort aufgeschraubt oder als separates Bauteil aufgeklebt.
- Um das bandförmige Material, insbesondere bei einer Endlosware, leicht in die Vorrichtung einlegen zu können, ist eine jeweils untere Klemmbacke der jeweiligen Haltevorrichtung fest und eine obere Klemmbacke über einen ersten Bolzen verschwenkbar und mit Hilfe eines zweiten Bolzens geführt ausgebildet. Die obere Klemmbacke weist eine Aufnahme für die Achse des ersten Bolzens und ein Langloch für den zweiten Bolzen auf. Die Verstellmöglichkeit über die Gewindespindel befindet sich bevorzugt zwischen diesen Bolzen.
- Alles in allem gelingt es mit der Erfindung, eine einfache, kostengünstige und leicht zu handhabende, bezogen auf den Stand der Technik weitergebildete Vorrichtung zur reproduzierbaren Prüfung der Dehnbarkeit von elastischen, bandförmigen textilen Materialien anzugeben, welche dem Handdehnungswert entspricht, die aus wenigen, nicht wartungsintensiven Teilen besteht und welche in der Produktion oder Fertigung ohne weitere, d.h. ohne besondere Kenntnisse oder Einstellmaßnahmen Anwendung finden kann. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Möglichkeit der Prüfung von Endlosmaterialien, d.h. es ist nicht notwendig, einen Bandabschnitt definierter Länge abzutrennen. Die Längendefinition wird vielmehr durch den Abstand zwischen der ersten, festen Haltevorrichtung mit Einspannbereich und dem den Verschiebeweg begrenzenden Anschlag für die zweite Haltevorrichtung in reproduzierbarer Weise vorgegeben.
- Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels sowie unter Zuhilfenahme von Figuren näher erläutert werden.
- Hierbei zeigen:
-
1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung und -
2 eine Draufsicht auf die Darstellung gemäß1 . - Die Vorrichtung geht von einem Tragrahmen
1 aus, der eine Tragkonstruktion zur Aufnahme mindestens einer ersten, festen Klemme4 und einer zweiten, beweglichen Klemme 3 im Sinne von Haltevorrichtungen für das textile, bandförmige Material bildet. - An dem Tragrahmen
1 bzw. der Tragkonstruktion ist ein, den Verschiebeweg der beweglichen Haltevorrichtung3 begrenzender Anschlag8 vorgesehen. Dieser Anschlag8 kann gleichzeitig eine Halterung für eine Skala mit Längenmaßstab darstellen. - Die bewegliche Haltevorrichtung
3 weist einen Zeiger14 oder eine anders geartete zeigerartige Markierung auf. - Auf die Tragkonstruktion, d.h. dem Tragrahmen
1 im Bereich längs des Verschiebewegs, ist die Skala bzw. der Längenmaßstab13 befindlich, die in Verbindung mit der Position des Zeigers14 ein Ablesen oder Erkennen des jeweiligen Dehnungsmeßwerts ermöglicht. - Die erste und die zweite Haltevorrichtung besitzen jeweils eine als manuellen Zugriff ausgebildete, flächige, zwischen Daumen und Zeigefinger jeweils greifbare Handhabe
5 und5' , welche sich jeweils im wesentlichen parallel zum zu prüfenden bandförmigen Material (nicht gezeigt) erstreckt. - Wie aus der
1 ersichtlich, wird das zu prüfende elastische textile Material zwischen den Klemmbacken10 ,10' ,11 ,11' beider Haltevorrichtungen fest eingespannt. - Zum entsprechenden Zusammenpressen dieser Klemmbacken finden Gewindespindeln
12 und12' Anwendung, welche durch Drehen der Flügelmuttern6 und6' betätigt werden. - Das Festhalten und sichere Fixieren des textilen Bandes durch die Klemmbacken wird in geeigneter Weise durch eine entsprechende Oberflächenstruktur, z.B. in Form eines rauhen Belags, der aus geriffeltem Stahlblech, Sandpapier oder dergleichen hergestellt sein kann, unterstützt.
- Beim Einspannen des textilen Bandes ist darauf zu achten, daß die bewegliche Haltevorrichtung
3 den Anschlag8 berührt, um die erforderliche Ausgangsmeßlänge von z.B 10cm zu gewährleisten. - Zur Messung hält die Prüfperson zwischen Daumen und gekrümmtem Zeigefinger die Handhabe
5 und5' fest und zieht die Klemmen so weit auseinander, bis ein fester Widerstand oder Punkt spürbar wird. - Der mittels des Zeigers
14 auf dem Maßstab13 abgelesene Wert gibt dann die Dehnung des zu prüfenden Bandes an. - Wie erwähnt, kann der Zeiger alternativ auch als Schleppzeiger ausgebildet werden.
- Bei einer seitlich aufklappbaren Ausführung der Klemmbacken können in einfacher Weise Endlosbänder aufgenommen und geprüft werden.
- Der Vorteil des gemäß Ausführungsbeispiel erläuterten Geräts liegt im Vergleich zur üblichen Handdehnungsprüfung in der sicheren Klemmung elastischer textiler Bänder, der hohen Ablesegenauigkeit und der konstruktiv vorgegebenen Ausgangsmeßlänge sowie in dem Fortfall einer ansonstigen notwendigen Prüflingsherstellung.
- Zur leichteren Führung der beweglichen Klemme
3 ist eine Kugellagerhalterung3' mit Halteplatte3" vorgesehen. Diese Lagerung nimmt dann jeweils ein Kugellager7 auf, welches sich beidseits des Geräterahmens1 erstreckt. Mit18 und18' sind Seitenführungskugellager einschließlich Befestigung gezeigt. - Ein Führungsstab
9 für die bewegliche Haltevorrichtung3 ist über das in den Figuren rechtsseitige Schmalseitenende des Tragrahmens1 in einer entsprechenden Ausnehmung positioniert und gleitbeweglich gelagert. Auch in diesem Bereich kann ein Kugellager7' mit entsprechender Halterung7" ausgebildet werden. - An der Unterseite des Geräterahmens
1 befinden sich mehrere Füße2 und2' , die eine Gummipolsterung umfassen können. - Das elastische textile Band wird von der jeweils oberen Klemme
10 der festen Haltevorrichtung4 und der entsprechend gegenüberliegenden unteren Klemme11 aufgenommen. 10' stellt die obere Klemme der beweglichen Haltevorrichtung3 dar, wobei 11' die entsprechend untere Klemmbacke zeigt. Mit den Bezugszeichen12 und12' ist die Gewindespindel einerseits der festen Klemme und andererseits der beweglichen Klemme versehen. - Die oberen Klemmbacken
10 und10' können, wie aus der Draufsicht nach2 erkennbar, verschwenkt werden. Hierfür ist jeweils ein erster Bolzen15 vorgesehen, der als quasi Drehachse für die jeweilige Klemmbacke dient. Ein jeweils zweiter Bolzen16 dient als weitere Führung und bildet einen Anschlag beim Zurückschwenken der jeweiligen Klemmbacke von einer Öffnungsposition in die in2 gezeigte Schließposition. Zum Verschwenken und Öffnen und Schließen der jeweiligen oberen Backen besitzen diese eine Langlochaussparung17 . -
- 1
- Tragrahmen
- 2, 2'
- Gummifuß
- 3
- bewegliche Klemme oder bewegliche Haltevorrichtung
- 3'
- Kugellagerhalterung
- 3"
- Halteplatte
- 4
- feste Klemme oder Haltevorrichtung
- 5
- Handhabe der festen Klemme
- 5'
- Handhabe der beweglichen Klemme
- 6
- Flügelmutter der festen Klemme
- 6'
- Flügelmutter der beweglichen Klemme
- 7
- Kugellager für die bewegliche Klemme oder Haltevorrichtung
- 7'
- Kugellager für den Führungsstab
- 7"
- Halterung für das Kugellager
- 8
- Anschlag
- 8'
- Klemmschraube für den Anschlag 8
- 9
- Führungsstab
- 10
- obere Klemmbacke 'der festen Klemme
- 10'
- obere Klemmbacke der beweglichen Klemme
- 11
- untere Klemmbacke der festen Klemme
- 11'
- untere Klemmbacke der beweglichen Klemme
- 12
- Gewindespindel der festen Klemme
- 12'
- Gewindespindel der beweglichen Klemme
- 13
- Skala oder Längenmaßstab
- 14
- Zeiger
- 15
- erster Bolzen
- 16
- zweiter Bolzen
- 17
- Langlochaussparung in der jeweils oberen Klemmbacke
- 18, 18'
- Kugellager zur seitlichen Führung der beweglichen Klemme
Claims (21)
- Vorrichtung zur reproduzierbaren Prüfung der Dehnbarkeit von elastischen, bandförmigen textilen Materialien, umfassend eine Tragkonstruktion zur Aufnahme mindestens einer ersten, festen und einer zweiten, beweglichen Haltevorrichtung mit Einspannbereich für das zu prüfende Material, wobei die bewegliche Haltevorrichtung auf einer Führung verschieblich gleitet und an der Tragkonstruktion (
1 ) ein den Verschiebeweg der beweglichen Haltevorrichtung (3 ) in Richtung fester Haltevorrichtung (4 ) begrenzender Anschlag (8 ) vorgesehen ist, die bewegliche Haltevorrichtung (3 ) einen Zeiger (14 ) oder eine zeigerartige Markierung aufweist sowie auf der Tragkonstruktion (1 ) im Bereich längs des Verschiebewegs eine Skala (13 ) befindlich ist, die in Verbindung mit der Zeigerposition ein Ablesen und Erkennen des jeweiligen Dehnungsmeßwerts ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und die zweite Haltevorrichtung (3 ,4 ) eine als manuellen Zugriff ausgebildete, flächige, zwischen Daumen und Zeigefinger jeweils greifbare Handhabe (5 ,5' ) aufweisen, die sich jeweils mindestens über einen Abschnitt im wesentlichen parallel zum zu prüfenden bandförmigen Material erstreckt. - Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (
8 ) in Richtung des Verschiebewegs verstellbar ist. - Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Einspannbereich der jeweiligen Haltevorrichtung (
3 ,4 ) eine Breite aufweist, die gleich oder größer als die maximale Breite des zu prüfenden, bandförmigen Materials ist. - Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Einspannbereich Klemmbacken (
10 ,10' ;11 ,11' ) aufweist. - Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zum textilen bandförmigen Material weisenden Seiten der Klemmbacken (
10 ,10' ;11 ,11' ) eine die Haftreibung erhöhende Oberfläche, Oberflächenstruktur oder Oberflächenbeschichtung besitzen. - Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einspannbereiche der Haltevorrichtung (
3 ,4 ) zur Aufnahme von Endlos-Prüfmaterial aufklappbar oder aufschwenkbar ausgeführt sind oder entsprechend mechanisch geöffnet werden können. - Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Handhabe jeweils ein Flachstück aufweist, welches oberhalb des Einspannbereichs der jeweiligen Haltevorrichtung (
3 ,4 ) mit dieser verbunden ist. - Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dicke des Flachstücks und/oder die Haptik desselben im wesentlichen den Bandenden-Eigenschaften des zu prüfenden Materials entspricht.
- Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche, zweite Haltevorrichtung (
3 ) einen geführten Schlitten umfaßt. - Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten Kugellager (
18 ,18' ) aufweist, welche sich auf der Oberseite und/oder Unterseite der Tragkonstruktion und dort vorgesehenen Laufbahnen abstützen. - Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Führung des Schlittens einen Stab (
9 ) umfaßt, welcher in einer Ausnehmung gleitet und sich über mindestens ein weiteres Kugelrollenlager abstützt. - Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbacken (
10 ,10' ;11 ,11' ) jeweils einer Haltevorrichtung (3 ,4 ) über eine Gewindespindel (12 ,12' ) zueinander verstellbar sind. - Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstellung und das Anpressen der Klemmbacken (
10 ,10' ;11 ,11' ) unter Klemmung des zu prüfenden bandförmigen Materials mittels einer Rändelschraube, Flügelmutter (6 ,6' ) oder dergleichen Mittel erfolgt. - Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbacken (
10 ,10' ;11 ,11' ) mittels einer Federeinrichtung vorgespannt sind. - Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmbackenpaarung der jeweiligen Haltevorrichtung als Reibgesperre, insbesondere Kniehebelgesperre, ausgeführt ist.
- Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragkonstruktion (
1 ) einen rechteckigförmigen Rahmen umfaßt, an dessen erster Stirnseite die erste Haltevorrichtung angeordnet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 11 und 16, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Stirnseite des Rahmens die Ausnehmung für den Stab (
9 ) zur Schlittenführung aufweist. - Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, daß an der Unterseite des Rahmens Füße (
2 ,2' ) angeordnet sind. - Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Skala (
13 ) eine metrische Einteilung aufweist. - Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Skala (
13 ) auf einer der Längsseiten des Rahmens angeordnet ist. - Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine untere Klemmbacke (
11 ,11' ) der jeweiligen Haltevorrichtung (3 ,4 ) fest und eine obere Klemmbacke (10 ,10' ) über einen ersten Bolzen (15 ) verschwenkbar und mit Hilfe eines zweiten Bolzens (16 ) geführt ist, wobei die obere Klemmbacke (10 ,10' ) eine Aufnahme für die Achse des ersten Bolzens (15 ) und ein Langloch (17 ) für den zweiten Bolzen (16 ) aufweist, wobei der zweite Bolzen (16 ) in Verbindung mit dem Langloch (17 ) einen Anschlag in der Schließposition der Klemmbacke bildet.
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