DE10260175B3 - Verschraubungswerkzeug - Google Patents
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Abstract
Für das Festlegen und Lösen eines 6-Kant-Verschraubungselements beispielsweise einer Kabelverschraubung werden geeignete Verschraubungswerkzeuge eingesetzt. Um die Kabelverschraubung besonders komfortabel und schnell festlegen und lösen zu können, insbesondere auch dann, wenn mehrere Kabelverschraubungen nahe nebeneinander angeordnet sind und/oder durch die Kabelverschraubung ein Kabel geführt ist, wird vorgeschlagen, dass das Betätigungselement (20) hohlzylinderförmig ausgebildet ist und eine Längsachse (22) aufweist, die im Wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse (12) des Halteelements (10) verläuft, dass das Betätigungselement (20) entlang der Längsachse (22) einen Längsschlitz (28) und an gegenüberliegenden Enden je einen Klemmbereich (21a, 21b) aufweist, und dass die Klemmbereiche (21a, 21b) derart ausgebildet sind, dass das Drehmoment mittels des ersten Klemmbereichs (21a) nur in einer ersten Drehrichtung und mittels des zweiten Klemmbereichs (21b) nur in einer zu der ersten Drehrichtung entgegengesetzten zweiten Drehrichtung auf das Verschraubungselement (61, 62) übertragen werden kann. Auf diese Weise kann eine Ratschenfunktion des Verschraubungswerkzeugs (1) realisiert werden.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verschraubungswerkzeug zum Festlegen und Lösen eines Verschraubungselements. Das Verschraubungswerkzeug umfasst ein länglich ausgebildetes Halteelement und ein daran befestigtes Betätigungselement zum Übertragen eines Drehmomentes auf das Verschraubungselement. Außerdem weist das Betätigungselement mindestens einen Klemmbereich auf, der zwei in einem vorgebbaren Abstand zueinander angeordnete Klemmbacken umfasst, welche die Kabelverschraubung an einem dafür vorgesehenen Bereich umgreifen.
- An vielen elektrischen Geräten, beispielsweise an Schaltschränken oder Stromverteilern, werden Stromzuführungen und Stromableitungen mittels Kabelverschraubungen durch die Wandung eines Gehäuses in das Gehäuseinnere geführt. Durch die Kabelverschraubung wird eine Zugentlastung des Kabels und eine Abdichtung des Gehäuseinneren gewährleistet. Dabei wird die Kabelverschraubung von einer Seite der Wandung in eine entsprechende in der Wandung ausgebildete Öffnung eingeführt, bis ein Zwischenstutzen an der Gehäuseseite zur Auflage kommt und von der anderen Seite der Wandung eine Gegenmutter aufgeschraubt. Ein durch die Kabelverschraubung hindurchgeführtes Kabel wird mittels einer Hutmutter im allgemeinen spritzwasserdicht an der Kabelverschraubung festgelegt.
- Für das Festdrehen und Lösen sowohl der Hutmutter als auch der Gegenmutter und des Zwischenstutzens einer Kabelverschraubung werden geeignete Verschraubungswerkzeuge eingesetzt. Da häufig eine Vielzahl von Kabelverschraubungen dicht nebeneinander an einem Gehäuse angeordnet sind, bedarf es besonderer Werkzeuge, welche trotz beengter Platzverhältnisse Zugang zu den einzelnen Verschraubungselementen erlauben.
- Vom Markt her sind eine Vielzahl verschiedener Steckschlüssel bekannt. Diese sind jedoch häufig in Richtung einer Längsachse des Steckschlüssels nicht tief genug gebaut, um bei aufgesetzter Hutmutter den Zwischenstutzen umgreifen und durch eine Drehbewegung des Steckschlüssels ein Drehmoment auf den Zwischenstutzen ausüben zu können. Für das Festdrehen und Lösen der Hutmutter sind Steckschlüssel auch deshalb ungeeignet, weil während des Befestigens der Kabelverschraubung in der Öffnung der Wandung das Kabel bereits durch die Kabelverschraubung geführt ist und der Steckschlüssel nicht ohne weiteres angesetzt werden kann, um die Hutmutter festzudrehen bzw. zu lösen.
- Aus der
DE 201 06 916 U1 ist ferner ein Werkzeug zum Lösen oder Anziehen von mit überwurfmutterartigen Schraubhülsen versehenen Steckern bekannt, wobei die Schraubhülsen außenseitig mit einer Rändelung versehen sind. Das Werkzeug weist ein ringartiges und mit einem axial durchgängigen Schlitz versehenes Betätigungselement mit einer der Rändelung der Schraubhülsen entsprechenden Innenverzahnung auf. Das Schlüsselteil ist mit zu dem Schlitz versetzt angeordneten, radial vorspringenden Stegen versehen, mittels derer das Werkzeug in eine Drehbewegung um dessen Längsachse gebracht wird, wodurch ein für das Lösen oder Anziehen der Schraubhülse notwendige Drehmoment auf die Schraubhülse übertragen werden kann. Die Stege erlauben durch ihre geringe Entfernung von der Drehachse des Werkzeugs jedoch nur die Übertragung relativ geringer Drehmomente. Ferner ist insbesondere bei nahe nebeneinander angebrachten Schraubhülsen ein häufiges Absetzen und erneutes Ansetzen des Werkzeugs notwendig, da bei der Drehung des Werkzeuges die Stege durch die nahe liegenden Schraubhülsen behindert werden. - Vom Markt her sind ferner eine Vielzahl verschiedenartiger Gabelschlüssel bekannt. Diese umfassen ein im allgemeinen flach gebautes Halteelement und ein entsprechend flach gebautes Betätigungselement mit einem Betätigungsbereich, der zwei sich gegenüberliegende Klemmbacken aufweist. Das festzulegende oder zu lösende Verschraubungselement wird an einem Betätigungsbereich beziehungsweise an seiner Angriffsfläche von den Klemmbacken umfasst, so dass durch eine Drehbewegung des Verschraubungswerkzeugs ein Drehmoment auf das Verschraubungselement ausgeübt wird. Diese flache Bauform der Gabelschlüssel bedingt eine von einer vorgegebenen Drehrichtung radial nach außen gehende breite Bauform der Klemmbacken, da eine gewisse Materialfestigkeit gegeben sein muss, die eine Übertragung eines mittels des Halteelements erzeugten Drehmoments auf ein umfasstes Verschraubungselement gewährleistet. Bei eng nebeneinander angeordneten Kabelverschraubungen ist es häufig nur möglich, einen Gabelschlüssel in einem sehr kleinen Winkelbereich zu betätigen, was ein häufiges Neuansetzen des Gabelschlüssels erfordert.
- Um dieses Neuansetzen eines Gabelschlüssels zu umgehen, sind beispielsweise aus der
US 3,921,476 und aus derUS 6,089,131 Gabelschlüssel bekannt, die eine sogenannte Ratschenfunktion besitzen. Dabei sind die Klemmbacken derart ausgestaltet, dass ein Drehmoment nur in einer Drehrichtung des Gabelschlüssels um die vorgesehene Drehachse auf ein umfasstes Verschraubungselement ausgeübt werden kann. Jedoch sind auch diese bekannten Gabelschlüssel aufgrund der flachen Bauform für nahe nebeneinander angeordnete Kabelverschraubungen nicht anwendbar. - Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verschraubungswerkzeug der eingangs genannten Art dahingehend auszugestalten und weiterzubilden, dass beliebige 6-Kant-Verschraubungselemente komfortabel und schnell festgedreht und gelöst werden können, insbesondere auch dann, wenn die mittels des Verschraubungselements festzulegenden Bauteile (beispielsweise Kabelverschraubungen) nahe nebeneinander angeordnet sind und/oder durch die festzulegenden Bauteile bereits beliebige zylinderförmige Elemente (beispielsweise Kabel) hindurchgeführt sind.
- Zu Lösung dieser Aufgabe wird ausgehend von dem Verschraubungswerkzeug der eingangs genannten Art vorgeschlagen, dass das Betätigungselement hohlzylinderförmig ausgebildet ist und eine Längsachse aufweist, die im wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse des Halteelements verläuft, dass das Betätigungselement entlang der Längsachse einen Längsschlitz und an gegenüberliegenden Enden je einen Klemmbereich aufweist, und dass die Klemmbereiche derart ausgebildet sind, dass das Drehmoment mittels des ersten Klemmbereichs nur in einer ersten Drehrichtung und mittels des zweiten Klemmbereichs nur in einer zu der ersten Drehrichtung entgegengesetzten zweiten Drehrichtung auf das Verschraubungselement übertragen werden kann. Ein Abstand der Längsachse des Halteelements zu einem der Klemmbereiche entspricht dabei mindestens einer Bauhöhe eines mittels des Verschraubungselements festzulegenden oder festgelegten Bauteils zuzüglich des halben Durchmessers des Halteelements quer zu der Längsachse an einem dem Betätigungselement zugewandten Ende des Halteelements.
- Erfindungsgemäß wird ein Verschraubungswerkzeug vorgeschlagen, das sich ganz besonders gut zum Festlegen oder Lösen von beliebigen 6-Kant-Verschraubungselementen eignet, durch welche ein beliebiges zylinderförmiges Element hindurchgeführt ist und/oder die relativ dicht nebeneinander angeordnet oder auf andere Weise schwer zugänglich angeordnet sind. Ein Bauteil, das durch Festlegen oder Lösen des Verschraubungselements mit dem erfindungsgemäßen Verschraubungswerkzeug festgelegt beziehungsweise gelöst werden kann ist beispielsweise eine Kabelverschraubung, durch welche ein Kabel hindurchgeführt oder in ein Gehäuse eingeführt wird, oder eine Schlauchverschraubung, durch welche ein Schlauch hindurchgeführt oder in ein Gehäuse eingeführt wird.
- Dadurch, dass der Abstand der Längsachse des Halteelements zu einem Klemmbereich mindestens der Bauhöhe der Kabelverschraubung zuzüglich des halben Durchmessers des Halteelements quer zu der Längsachse an einem dem Betätigungselement zugewandten Ende des Halteelements entspricht, ist es möglich, beispielsweise eine von allen Seiten mit weiteren Kabelverschraubungen umgebene Kabelverschraubung bequem zu erreichen und problemlos festzulegen oder zu lösen, ohne dass ein möglicher Drehwinkel des Verschraubungselements um die Drehachse dadurch eingeschränkt wird, dass das Halteelement während der Drehbewegung durch eine andere Kabelverschraubung blockiert wird.
- Alternativ kann das Bauteil, das durch Festlegen oder Lösen des Verschraubungselements mit dem erfindungsgemäßen Verschraubungswerkzeug festgelegt beziehungsweise gelöst werden kann, beispielsweise auch eine Zündkerze sein, an der ein Zündkabel angeschlossen ist, oder ein Anschluss für eine Bremsleitung. Darüber hinaus sind eine Vielzahl weiterer Einsatzmöglichkeiten für das erfindungsgemäße Verschraubungswerkzeug denkbar.
- Das erfindungsgemäße Verschraubungswerkzeug ist vorzugsweise aus Metall, insbesondere aus einem Werkzeugstahl wie beispielsweise Chrom-Vanadium, gefertigt. Alternativ kann es ganz oder teilweise auch aus Kunststoff, insbesondere aus einer Polyamidverbindung mit oder ohne einer Verstärkung aus Glasfaser oder aus einer Polypropylenverbindung, gefertigt sein.
- Nachfolgend werden die Vorteile des erfindungsgemäßen Verschraubungswerkzeugs anhand einer Kabelverschraubung näher erläutert, ohne dass dadurch der Einsatzbereich des Werkzeugs in irgend einer Weise eingeschränkt werden soll. Die geschlitzte, hohlzylinderförmige Bauform des Betätigungselements ermöglicht es, Kabelverschraubungen mit durchgeführtem Kabel festzusetzen und zu lösen, wobei das Kabel durch den Schlitz in das Innere des Betätigungselements eingeführt wird und somit während des Schraubvorgangs durch den Hohlzylinder geführt wird.
- Die beiden Klemmbereiche sind so ausgestaltet, dass jeweils nur in eine Drehrichtung ein Drehmoment auf das Verschraubungselement ausgeübt werden kann. Eine solche Ratschenfunktion an sich ist beispielsweise aus der
US 3,921,476 , derUS 6,089,131 oder der US 6,269,715 bekannt. In Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Verschraubungswerkzeug stellt die Ratschenfunktion jedoch eine vorteilhafte Ausgestaltung dar. Die Ratschenfunktion ermöglicht es, ein Drehmoment in eine bestimmt Drehrichtung auf das Verschraubungselement auszuüben. Dabei umgreifen die Klemmbacken den Betätigungsbereich des Verschraubungselement fest, so dass das Drehmoment auf das Verschraubungselement übertragen werden kann. Am Ende der Drehbewegung wird das Verschraubungswerkzeug einfach ohne Absetzen in die entgegengesetzte Drehrichtung in die Ausgangsposition zurückgedreht. Dabei lösen sich die Klemmbacken von dem Betätigungsbereich des Verschraubungselements, so dass kein Drehmoment auf das Verschraubungselement ausgeübt wird. - Um die Ratschenfunktion zu realisieren ist der Klemmbereich in einer besonderen Weise ausgebildet. Bezüglich der Ausbildung des Klemmbereichs zum Erzielen der Ratschenfunktion wird ausdrücklich auf die
US 3,921,476 , die US 6,089,131 und dieUS 6,269,715 Bezug genommen, deren diesbezüglicher Inhalt damit Bestandteil der vorliegenden Beschreibung sein soll. - Um die Drehrichtung, in der ein Drehmoment auf das Verschraubungselement ausgeübt werden kann, umzukehren, wird das erfindungsgemäße Verschraubungswerkzeug einfach von dem Verschraubungselement abgesetzt, so dass sich der an einem ersten Ende des Betätigungselements ausgebildete erste Klemmbereich von dem Betätigungsbereich des Verschraubungselements löst. Dann wird das Verschraubungswerkzeug um 180° um die Längsachse des Halteelements gedreht und wieder auf das Verschraubungselement aufgesetzt, so dass der an dem gegenüber liegenden Ende des Betätigungselements ausgebildete zweite Klemmbereich nun den Betätigungsbereich des Verschraubungselements umfasst. Auf diese Weise kann das Verschraubungselement mit demselben Verschraubungswerkzeug festgeschraubt und wieder gelöst werden.
- Die Klemmbacken des erfindungsgemäßen Verschraubungswerkzeugs weisen einen festen Abstand relativ zueinander auf. Der Abstand der Klemmbacken ist also nicht variabel verstellbar. Das hat den Vorteil, dass das Verschraubungswerkzeug das Verschraubungselement sicher umgreift und das Drehmoment zuverlässig auf das Verschraubungselement übertragen werden kann. Um den verschiedenen möglichen Abmessungen von Verschraubungselementen Rechnung zu tragen, kann das erfindungsgemäße Verschraubungswerkzeug einen nahezu beliebigen Arbeitsbereich aufweisen. Der Arbeitsbereich wird durch den Abstand der Klemmbacken relativ zueinander definiert und liegt vorzugsweise in einem Bereich von 4 mm bis 75 mm. Es ist denkbar, mehrere Verschraubungswerkzeuge mit unterschiedlichen Arbeitsbereich zu einem Satz zusammenzufassen, aus dem dann in Abhängigkeit von der Größe eines festzulegenden oder zu lösenden Verschraubungselements das Werkzeug mit dem richtigen Arbeitsbereich ausgewählt wird.
- In einer vorteilhaften Weiterbildung ist der Längsschlitz an einer dem Halteelement gegenüberliegenden Seite des hohlzylinderförmigen Betätigungselements ausgebildet. Dies ermöglicht ein besonders bequemes Ansetze: des Verschraubungswerkzeuges, da bei dieser Anordnung sich unabhängig von einer gewünschten Drehrichtung der Längsschlitz an der selben Stelle relativ zum Halteelement befindet.
- Vorteilhafterweise sind die Klemmbereiche bezüglich einer virtuellen Ebene, welche die Längsachse des Halteelements enthält und senkrecht zu der Längsachse des Betätigungselements verläuft, spiegelbildlich ausgebildet. Diese Ausführungsform gewährleistet, dass für ein Festlegen und Lösen des Verschraubungselements dasselbe Verschraubungswerkzeug eingesetzt werden kann und dass beim Festlegen und beim Lösen das gleiche Drehmoment aufgebracht werden kann.
- Vorzugsweise weist das Halteelement an einem dem Betätigungselement zugewandten Ende einen Vorsprung und das Betätigungselement eine Aussparung zur Aufnahme des Vorsprungs auf. Dies ermöglicht ein platzsparendes Aufbewahren des Verschraubungswerkzeugs. Außerdem ist es damit möglich, verschiedenartig ausgestaltete Halteelemente an dasselbe Betätigungselement zu befestigen. So kann beispielsweise bei schwer zugänglichen Kabelverschraubungen ein sehr kurzes Halteelement an dem Betätigungselement befestigt werden. Ebenso kann ein besonders langes Halteelement an dem Betätigungselement befestigt werden, beispielsweise um ein besonders hohes Drehmoment zu erzielen. Des weiteren ist es damit möglich, verschiedene Betätigungselemente mit unterschiedlichen Arbeitsbereichen an demselben Halteelement zu befestigen. Ein Werkzeugsatz mit Werkzeugen für verschiedene Arbeitsbereiche muss somit nicht vollständige Verschraubungswerkzeuge, sondern lediglich verschiedene Betätigungselemente mit unterschiedlichen Arbeitsbereiche: aufweisen.
- In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist der Vorsprung als ein Vierkantbolzen ausgebildet. Dies kann beispielsweise ein 1/4" oder ein 3/4" Vierkantbolzen sein, so dass bereits vorhandene Halteelemente und Verlängerungen, die an anderen Werkzeugen eingesetzt werden, auch an dem Betätigungselement des erfindungsgemäßen Werkzeugs befestigt werden können. Dem entsprechend weist die Aussparung einen rechteckigen Querschnitt auf.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind zwischen dem Vorsprung und der Aussparung wirkende Haltemittel vorgesehen, durch welche der Vorsprung in der Aussparung lösbar gehalten ist. Das verhindert ein unbeabsichtigtes Lösen des Halteelements von dem Betätigungselement, beispielsweise während des Verschraubens einer Kabelverschraubung. Die Haltemittel wirken beispielsweise magnetisch, reibschlüssig oder formschlüssig.
- Weitere Merkmale, Anwendungsmöglichkeiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, die in der Zeichnung dargestellt sind.
-
1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Verschraubungswerkzeuges; -
2a die einem Halteelement zugewandte Seite eines Halteelements eines erfindungsgemäßen Verschraubungswerkzeuges; -
2b eine Draufsicht auf ein in2a dargestelltes Betätigungselement; -
2c eine Sicht von unten auf ein in2a dargestelltes Betätigungselement; -
2d eine Seitenansicht eines in2a dargestellten Betätigungselements; -
3 ein Gehäuse mit daran angebrachten Kabelverschraubungen. - In
1 ist ein Verschraubungswerkzeug1 dargestellt, das ein Halteelement10 und ein Betätigungselement20 umfasst. Das Halteelement10 ist über einen Vierkantbolzen14 und eine zur Aufnahme des Vierkantbolzens14 vorgesehene Innenvierkantnut 15 des Betätigungselements20 mit diesem derart verbunden, dass eine Längsachse12 des Halteelements10 senkrecht zu einer Längsachse22 des Betätigungselements20 angeordnet ist. Das Halteelement10 ist mit einem vorzugsweise ergonomisch geformten Überzug aus Leder, Kunststoff oder einem anderen geeigneten Material versehen, um die Haptik des Halteelements zu verbessern. - An den beiden sich in Richtung der Längsachse
22 des Betätigungselements20 gegenüberliegenden Enden des Klemmelements20 ist jeweils ein Klemmbereich21a ,21b ausgebildet. Die Klemmbereiche21a ,21b sind bezüglich einer virtuellen Ebene, welche die Längsachse12 des Halteelements10 enthält und senkrecht zu der Längsachse22 des Betätigungselements20 verläuft, spiegelbildlich ausgebildet. Der Klemmbereich21a umfasst eine Klemmbacke30a und eine dieser bezüglich einer weiteren virtuellen Ebene, welche durch die beiden Längsachsen12 und22 verläuft, gegenüberliegende Klemmbacke40a . Der Klemmbereich21b umfasst eine Klemmbacke30b und eine dieser bezüglich einer virtuellen Ebene, welche durch die beiden Längsachsen12 und22 verläuft, gegenüberliegende Klemmbacke40b . Das Bezugszeichen28 bezeichnet den Längsschlitz des Betätigungselements20 und die Bezugszeichen29a ,29b bezeichnen die Abstände der Klemmbereich21a ,21b zu der Längsachse12 des Haltelements10 . - In den
2a bis2d ist das Betätigungselement20 ohne das Haltelement10 dargestellt. Dabei zeigt2a eine Rückansicht des Betätigungselements20 , wobei die Blickrichtung der Längsachse12 des nicht dargestellten Haltelements10 entspricht. Die2b bzw.2c zeigen eine Sicht von oben bzw. von unten, jeweils in Richtung der Längsachse22 auf das Betätigungselement20 . In2b ist der Klemmbereich21a mit den Klemmbacken30a und40a und in2c der Klemmbereich21b mit den Klemmbacken30b und40b dargestellt.2d zeigt eine Seitenansicht des bereits in den2a bis2c dargestellten Betätigungseiements20 . Ebenso wie in1 ist auch in den2a bis2d die Vierkantnut zur Aufnahme des Vierkantbolzens14 des Halteelements10 mit dem Bezugszeichen15 versehen. - In
3 sind an einem Gehäuse63 befestigte Kabelverschraubungen60 dargestellt, wie Sie beispielsweise an einem Schaltschrank angeordnet sind. Die Kabelverschraubungen 60 werden durch in der Wandung des Gehäuses ausgebildete Öffnungen eingesetzt. Wenn die Kabelverschraubung60 von der Gehäuseaußenseite aus eingesetzt wird, wird vom Gehäuseinneren aus eine Gegenmutter (nicht dargestellt) auf ein in das Gehäuseinnere ragendes Außengewinde der Kabelverschraubung60 aufgeschraubt und festgezogen, um die Kabelverschraubung60 an der Gehäusewandung festzulegen. Wenn die Kabelverschraubung60 von der Gehäuseinnenseite aus eingesetzt wird, wird von der Gehäuseaußenseite aus ein Zwischenstutzen61 auf ein nach außen ragendes Außengewinde der Kabelverschraubung60 aufgeschraubt und festgezogen, um die Kabelverschraubung60 an der Gehäusewandung festzulegen. Des weiteren ist es denkbar, dass die Kabelverschraubung60 mit ihrem Außengewinde in ein an der Innenseite der Öffnung ausgebildetes Gewinde eingeschraubt wird bis der drehfest mit dem Außengewinde in Verbindung stehende Zwischenstutzen61 oder die drehfest mit dem Außengewinde in Verbindung stehende Gegenmutter an der Gehäusewandung zur Auflage kommen und dagegen verspannt werden. - Anschließend wird ein Kabel
64 durch eine Hutmutter62 und eine Öffnung der Kabelverschraubung60 in das Gehäuseinnere geführt und die Hutmutter62 festgeschraubt, um das Kabel64 an d.er Kabelverschraubung60 festzulegen. Durch Festschrauben der Hutmutter62 wird eine Lamellenkonstruktion (nicht dargestellt) der Kabelverschraubung62 radial nach innen auf eine Außenisolation des Kabels64 gedrückt. Zwischen den Lamellen der Lamellenkonstruktion und der Außenisolation des Kabels64 kann ein Dichtelement (nicht dargestellt) aus Neoprene, Gummi oder einem geeigneten Kunststoff angeordnet sein, um das Gehäuseinnere feuchtigkeitsdicht gegenüber der Umgebung abzudichten. Die Hutmutter62 , der Zwischenstutzen61 und die Gegenmutter sind Verschraubunaselemente im Sinne der vorliegenden Erfindung, die mittels des erfindungsgemäßen Verschraubungswerkzeugs1 festgelegt oder gelöst werden können. Das Bezugszeichen69 bezeichnet die Bauhöhe, mit der die an dem Gehäuse63 befestigte Kabelverschraubung60 das Gehäuse63 radial nach außen überragt. - Eine Verwendung des Verschraubungswerkzeugs zum Lösen einer Kabelverschraubung
60 geschieht dadurch, dass das hohlzylinderförmige Betätigungselement20 des Verschraubungswerkzeugs1 derart über die Kabelverschraubung 60 geführt wird, dass sich ein Betätigungsbereich des Zwischenstutzens61 oder der zu lösenden Gegenmutter oder Hutmutter62 im Wirkbereich der Klemmbacken30b und40b des Klemmbereichs21b befindet. Dabei wird das Kabel64 , das durch die Kabelverschraubung60 durch das Gehäuse63 geführt ist, durch den Längsschlitz28 derart in das Betätigungselement20 eingeführt, dass es aus der durch den Klemmbereich21a gebildeten Öffnung wieder aus dem Betätigungselement20 herausragt. Dies ermöglicht eine Drehung des Verschraubungswerkzeugs1 um die Längsachse22 des Betätigungselements20 , die auch als Drehachse bezeichnet wird, ohne dass das Kabel64 die Drehbewegung des Verschraubungswerkzeugs1 behindert. - Der Abstand
29b des Klemmbereichs21b bis zu der Längsachse12 des Halteelements10 ist dabei vorzugsweise derart gewählt, dass er mindestens der Bauhöhe69 der Kalberverschraubung60 zuzüglich des halben Durchmessers des Halteelements10 quer zu der Längsachse12 an einem dem Betätigungselement20 zugewandten Ende des Halteelements10 entspricht. Dabei ist es häufig von Vorteil, den Abstand29b noch größer zu wählen, so dass das Verschraubungswerkzeug1 um 360° um die Drehachse22 frei verdreht werden könnte, ohne durch sich im Drehbereich befindliche Kabelverschraubungen60 oder dort befestigter Kabel64 behindert zu werden. Aufgrund der Ratschenfunktion des erfindungsgemäßes Verschraubungswerkzeugs1 ist es in der Praxis jedoch nicht erforderlich, das Verschraubungswerkzeug1 in einem so großen Winkelbereich zu drehen. - Die Klemmbacken
30a ,40a ,30b ,40b der Klemmbereiche21a ,21b sind derart ausgebildet, dass eine Ratschenfunktion gegeben ist. Bezüglich der Ausbildung der Klemmbereiche21a ,21b zum Erzielen der Ratschenfunktion wird ausdrücklich auf dieUS 3,921,476 , dieUS 6,089,131 und dieUS 6,269,715 Bezug genommen, deren diesbezüglicher Inhalt Bestandteil der vorliegenden Beschreibung sein soll. Damit kann beispielsweise der Zwischenstutzen61 der Kabelverschraubung60 durch Hin- und Herdrehen des Verschraubungswerkzeugs1 um die Längsachse22 ohne Absetzen und Neuansetzen des Verschraubungswerkzeugs1 gelöst werden, sofern sich der Zwischenstutzen61 im Wirkbereich des Klemmbereichs21b befindet. Soll beispielsweise der Zwischenstutzen61 wieder festgelegt werden, so wird das Verschraubungswerkzeug1 von der Kabelverschraubung60 abgezogen, wobei das Kabel64 durch den Schlitz28 aus den hohlzylinderförmigen Betätigungselement20 herausgenommen wird, dann wird das Verschraubungswerkzeug1 um die Längsachse12 des Halteelements10 um 180° gedreht, und das Verschraubungswerkzeug1 derart an der Kabelverschraubung60 wieder angesetzt, dass der Zwischenstutzen61 sich im Wirkbereich des Klemmbereichs21a befindet.
Claims (12)
- Verschraubungswerkzeug (
1 ) zum Festlegen und Lösen eines 6-Kant-Verschraubungselements (61 ,62 ), wobei das Verschraubungswerkzeug (1 ) ein länglich ausgebildetes Halteelement (10 ) und ein daran befestigtes Betätigungselement (20 ) zum Übertragen eines Drehmomentes auf das Verschraubungselement (61 ,62 ) umfasst und das Betätigungselement (20 ) mindestens einen Klemmbereich (21a ) aufweist, der zwei in einem vorgebbaren Abstand zueinander angeordnete Klemmbacken (30 ,40 ) umfasst, welche das Verschraubungselement (61 ,62 ) an einem dafür vorgesehenen Betätigungsbereich umgreifen, dadurch gekennzeichnet, dass – das Betätigungselement (20 ) hohlzylinderförmig ausgebildet ist und eine Längsachse (22 ) aufweist, die im wesentlichen senkrecht zu einer Längsachse (12 ) des Halteelements (10 ) verläuft, – das Betätigungselement (20 ) entlang der Längsachse (22 ) einen Längsschlitz (28 ) und an gegenüberliegenden Enden je einen Klemmbereich (21a ,21b ) aufweist; – die Klemmbereiche (21a ,21b ) derart ausgebildet sind, dass das Drehmoment mittels des ersten Klemmbereichs (21a ) nur in einer ersten Drehrichtung und mittels des zweiten Klemmbereichs (21b ) nur in einer zu der ersten Drehrichtung entgegengesetzten zweiten Drehrichtung auf das Verschraubungselement (61 ,62 ) übertragen werden kann; – ein Abstand (29a ,29b ) der Längsachse (12 ) des Halteelements (10 ) zu einem der Klemmbereiche (21a ,21b ) mindestens einer Bauhöhe (69 ) eines mittels des Verschraubungselements (61 ,62 ) festzulegenden Bauteils zuzüglich des halben Durchmessers des Halteelements (10 ) quer zu der Längsachse (12 ) an einem dem Betätigungselement (20 ) zugewandten Ende des Halteelements (10 ) entspricht. - Verschraubungswerkzeug (
1 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbacken (30a ,40a ;30b ,40b ) einen festen Abstand relativ zueinander aufweisen. - Verschraubungswerkzeug (
1 ) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Klemmbacken in einem Bereich von 4 mm bis 75 mm liegt. - Verschraubungswerkzeug (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (20 ) aus Metall, insbesondere Chrom-Vanadium, gefertigt ist. - Verschraubungswerkzeug (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis3 , dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (20 ) aus Kunststoff gefertigt ist. - Verschraubungswerkzeug (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis5 , dadurch gekennzeichnet, dass der Längsschlitz (28 ) an einer dem Halteelement (10 ) gegenüberliegenden Seite des hohlzylinderförmigen Betätigungselements (20 ) ausgebildet ist. - Verschraubungswerkzeug (
1 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbereiche (21a ,21b ) bezüglich einer virtuellen Ebene, welche die Längsachse (12 ) des Halteelements (10 ) enthält und senkrecht zu der Längsachse (22 ) des Betätigungselements (20 ) verläuft, spiegelbildlich ausgebildet sind. - Verschraubungswerkzeug (
1 ) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (10 ) an einem dem Betätigungselement (20 ) zugewandten Ende einen Vorsprung (14 ) und das Betätigungselement (20 ) eine Aussparung (15 ) zur Aufnahme des Vorsprungs (14 ) aufweist. - Verschraubungswerkzeug (
1 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (14 ) als ein Vierkantbolzen ausgebildet ist und die Aussparung (15 ) eine entsprechende rechteckige Querschnittsfläche aufweist. - Verschraubungswerkzeug (
1 ) nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Vorsprung (14 ) und der Aussparung (15 ) wirkende Haltemittel vorgesehen sind, durch welche der Vorsprung (14 ) in der Aussparung (15 ) lösbar gehalten ist. - Verwendung eines Verschraubungswerkzeugs (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschraubungswerkzeug (1 ) zum Festlegen und Lösen eines Verschraubungselements (61 ,62 ) einer Kabelverschraubung (60 ) oder eines Verschraubungselements einer Schlauchverschraubung verwendet wird. - Verwendung eines Verschraubungswerkzeugs (
1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschraubungswerkzeug (1 ) zum Festlegen und Lösen eines Verschraubungselements einer Zündkerze oder eines Verschraubungselements zum Anschluss einer Bremsleitung verwendet wird.
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