DE10260031B3 - Messerhalter mit hubabhängigem Federkraftausgleich - Google Patents
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Abstract
Ein Messerhalter für Schneidemaschinen mit einem an einer Absenkvorrichtung gehalterten Messerkopf und mit einer Anstellvorrichtung für ein am Messerkopf gehaltertes Kreismesser, wobei die Anstellvorrichtung zur Bewegung des Kreismessers zwischen einer Schneidstellung und einer Bereithaltestellung eine Anstellkolbenstange mit einem in einer Kammer des Messerkopfgehäuses geführten, druckluftbetätigten Anstellkolben aufweist und die Anstellkolbenstange mittels einer Druckfeder in die Bereithaltestellung des Kreismessers vorgespannt ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß die in Anstellrichtung wirksame Kolbenfläche (23, 24, 40) des Anstellkolbens (22) einen in unterschiedlichen Kolbenstellungen verschiedenen Querschnitt aufweist, derart, daß sich mit in Anstellrichtung zunehmendem Weg des Anstellkolbens (22) die von der Druckluft beaufschlagte Kolbenfläche (23, 24, 40) vergrößert.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Messerhalter für Schneidemaschinen mit einem an einer Absenkvorrichtung gehalterten Messerkopf und mit einer Anstellvorrichtung für ein am Messerkopf gehaltertes Kreismesser, wobei die Anstellvorrichtung zur Bewegung des Kreismessers zwischen einer Schneidstellung und einer Bereithaltestellung eine Anstellkolbenstange mit einem in einer Kammer des Messerkopfgehäuses geführten, druckluftbetätigten Anstellkolben aufweist und die Anstellkolbenstange mittels einer Druckfeder in die Bereithaltestellung des Kreismessers vorgespannt ist.
- Ein Messerhalter mit den vorgenannten Merkmalen ist in der
DE 41 14 059 A1 beschrieben; der das Kreismesser tragende Messerkopf sitzt am Ende einer Absenkkolbenstange mittels der das Kreismesser in seine Schneidebene abgesenkt bzw. aus dieser angehoben werden kann. Die in dem Messerkopf angeordnete Anstellvorrichtung sorgt für eine Verstellung des Kreismessers quer zur Achse der Absenkkolbenstange bis zur Anlage an einem Untermesser bzw. hebt das Kreismesser außerhalb des Schneidvorganges von dem Untermesser ab. - Zur Durchführung dieser Bewegungsvorgänge weist die Anstellvorrichtung einen in Richtung der Schneidposition des Kreismessers druckluftbetätigbaren Anstellkolben auf, während für die Rückführung des Kreismessers aus der Schneidposition heraus eine die Anstellkolbenstange beaufschlagende Druckfeder sorgt, welche die Anstellkolbenstange in die Bereithaltestellung des Kreismessers vorspannt. Somit ist über die der vorgespannten Druckfeder überwindende, von der Druckluftbeaufschlagung des Anstellkolbens aufgebrachte Andruckkraft in Richtung der Schneidposition des Kreismessers auch die zwischen dem Kreismesser und einem zugeordneten Untermesser herrschende Schnittkraft vorgegeben.
- Da über den Anstellweg der Anstellvorrichtung je nach der Positionierung des Messerhalters an der Schneidemaschine sich unterschiedliche Schneidpositionen mit Anlage des Kreismessers an dem Untermesser ergeben können, ist mit der bekannten Ausbildung eines Messerhalters der Nachteil verbunden, daß bei jeweils gleichem Luft-Antriebsdruck sich in unterschiedlichen Schneidpositionen auch unterschiedliche Schnittkräfte einstellen, weil dem Luft-Antriebsdruck in den unterschiedlichen Schneidpositionen jeweils eine in Abhängigkeit von der Federkennlinie bzw. von Federtoleranzen unterschiedliche große Federkraft der vorgespannten Druckfeder entgegenwirkt.
- Ein gattungsgemäßer Messerhalter ist ferner in der
DE 198 06 444 C1 beschrieben; zur Ausschaltung der der Anstellung des Kreismessers entgegenwirkenden Kraft der Druckfeder ist bei diesem bekannten Messerhalter eine gesonderte Andruckvorrichtung vorgesehen, die während des Schneidbetriebs die von der Anstellkolbenstange entkoppelte Druckfeder gespannt hält, so daß während des Schneidbetriebs lediglich die von dem Anstellkolben ausgeübte Anstellkraft wirksam ist. Hiermit ist der Nachteil verbunden, daß ein zusätzlicher Aufwand für das Gespannthatten der Druckfeder mittels der gesondert vorzusehenden Andrückvorrichtung erforderlich ist. - Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einem gattungsgemäßen Messerhalter bei unverändertem Luft-Antriebsdruck über den Anstellweg der Anstellvorrichtung entgegen der Kraft der Druckfeder eine möglichst gleichbleibende Schnittkraft in unterschiedlichen Schneidpositionen des Kreismessers einzustellen.
- Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus dem Anspruch 1; vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
- Die Erfindung sieht in ihrem Grundgedanken vor, die in Anstellrichtung wirksame Kolbenfläche des Anstellkolbens einen in unterschiedlichen Kolbenstellungen verschiedenen Querschnitt aufweist derart, daß sich mit in Anstellrichtung zunehmendem Weg des Anstellkolbens die von der Druckluft beaufschlagte Kolbenfläche vergrößert.
- Mit der Erfindung ist der Vorteil verbunden, daß sich mit der zum Ende des Anstellweges wegen der in der Regel progressiven Federkennlinie verstärkenden, von dem Anstellkolben zu überwindenden Federkraft bei weiterhin gleichem Luft-Antriebsdruck aufgrund der Vergrößerung der Kolbenfläche eine Verstärkung der Kolbenkraft ergibt, so daß die mit zunehmenden Anstellweg größere Federkraft hierdurch kompensiert wird und in den unterschiedlichen, durch die jeweilige Kolbenstellung definierten Schneidpositionen sich jeweils eine in etwa gleiche Schnittkraft ergibt.
- Nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, daß sich die Kolbenfläche des Anstellkolbens stufenlos vergrößert.
- Im einzelnen kann hierzu vorgesehen sein, daß die von der Druckluft beaufschlagte Kolbenfläche des Anstellkolbens von einer an der Außenwandung der Kammer eingespannten Membran gebildet ist und daß sich die Außenwandung der Kammer in Anstellrichtung stufenlos konisch erweitert derart, daß sich die Membran mit zunehmenden Weg des Anstellkolbens in Anstellrichtung an der sich erweiternden Außenwandung abrollt, wodurch sich die als Kolbenfläche wirksame Membranfläche stufenlos vergrößert. Dabei kann es zweckmäßig sein, wenn der Anstellkolben in der Kammer unter Ausbildung eines von der die Stirnseite des Anstellkolbens überspannenden Membran überbrückten Ringraumes angeordnet ist und sich die Membran mit einer die Bewegung des Anstellkolbens in der Kammer ermöglichenden Schleife in den Ringraum erstreckt. Für eine derartige Anordnung ist vorgeschlagen, daß der Luftanschluß für die Kammer im Bereich der Stirnseite des Anstellkolbens angeordnet ist.
- Alternativ kann vorgesehen sein, daß sich die Kolbenfläche stufenweise vergrößert.
- Nach einem ersten Ausführungsbeispiel sieht die Erfindung hierzu vor, daß die Kammer einen in der Anstellrichtung des Anstellkolbens hinter dem Luftanschluß angeordneten Abschnitt mit einem durch Bildung eines Versprungs gebildeten geringeren Durchmesser aufweist, in welchen Abschnitt der Anstellkolben mit einem Ansatz einspringt. Alternativ kann anstelle des zusätzlichen Kammerabschnitts vorgesehen sein, daß der Anstellkolben wenigstens einen entgegen der Anstellrichtung axial in eine in der rückwärtigen Wandung der Kammer ausgebildete Ausnehmung einspringenden Ansatz aufweist und der Luftanschluß in dem außerhalb der Ausnehmung liegenden Bereich der Wandung der Kammer angeordnet ist.
- Mit einer solchen Ausbildung des Kolbens ist eine zweistufige Fahrweise der Anstellvorrichtung insoweit verbunden, als zunächst die wirksame Kolbenfläche die Fläche des Ansatzes ausspart, weil der noch in dem den geringeren Durchmesser aufweisenden Abschnitt der Kammer bzw. in der Ausnehmung der Kammerwandung liegende Ansatz von dem Luft-Antriebsdruck nicht beaufschlagt ist; erst wenn der Anstellkolben einen gewissen Weg zurückgelegt hat und der Ansatz aus dem Kammerabschnitt bzw. der Ausnehmung in der Kammerwandung herausgefahren ist, wird die Kolbenfläche in vollem Umfang wirksam, so daß sich eine entsprechende Erhöhung der Kolbenkraft einstellt.
- Daher ist nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen, daß die axiale Erstreckung des Ansatzes in Abhängigkeit von der Vorspannkraft der Druckfeder festgelegt ist.
- In einer Erweiterung der zweistufigen Fahrweise kann nach weiteren Ausführungsbeispielen der Erfindung vorgesehen sein, daß der Anstellkolben zwei in den Abschnitt der Kammer einspringende Ansätze mit einer unterschiedlichen axialen Erstreckung aufweist, wobei im einzelnen vorgeschlagen ist, daß der Abschnitt der Kammer durch eine Zwischenwand in zwei Teilkammern unterteilt ist, die über einen Kanal miteinander verbunden sind, wobei der Kanal durch den als ersten zur Vergrößerung der Kolbenfläche wirksamen Ansatz überdeckt und nach Erreichen eines vorgegebenen Kolbenhubes freigegeben wird derart, daß anschließend der zweite Ansatz in der weiteren Teilkammer zusätzlich beaufschlagt ist. Alternativ kann der Anstellkolben über seine Kolbenfläche verteilt mehrere, jeweils eine unterschiedliche axiale Erstreckung aufweisende und in zugeordnete Ausnehmungen der Wandung der Kammer einspringende Ansätze aufweisen. Mit einer derartigen Ausgestaltung lassen sich je nach Erfordernissen beliebig viele stufenweise Erhöhungen der Kolbenkraft einstellen.
- In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung wiedergegeben, welche nachstehend beschrieben sind. Es zeigen:
-
1 einen Messerhalter mit Anstellvorrichtung in einem Längsschnitt, -
2 die Anstellvorrichtung gemäß1 in einem Schnitt nach Linie II – II in1 , -
3 die aus1 ersichtliche Anstellvorrichtung in einem anderen Ausführungsbeispiel, -
4 die Anstellvorrichtung gemäß3 in einem Schnitt nach Linie IV – IV in3 , -
5 die Anstellvorrichtung gemäß1 in einer weiteren Ausführungsform. - Bei dem aus
1 ersichtlichen Messerhalter10 sitzt am Ende einer Absenkkolbenstange12 mit einer nicht zum Gegenstand dieser Erfindung gehörenden und im übrigen zum Stand der Technik gemäß derDE 38 41 576 C1 zu zählenden Absenkvorrichtung11 ein Messerkopf13 , in welchem eine Anstellkolbenstange14 quer zur Achse der Ansenkkolbenstange12 verschiebbar angeordnet ist. An dem zugeordneten Ende der Anstellkolbenstange14 ist ein Messerträger15 angebracht, auf welchem ein Kreismesser16 gehaltert ist. Das Kreismesser16 ist in der in der Zeichnung dargestellten Bereithaltestellung des Kreismessers16 von einem Handschutz17 umschlossen. - Wie nicht weiter dargestellt, ist das Kreismesser
16 durch Verschiebung der Anstellkolbenstange14 in der Darstellung der Zeichnung nach links in eine nicht dargestellte Schneidposition bringbar, in welcher es mit einem ebenfalls nicht dargestellten Untermesser zusammenwirkt. - Zur Ausführung dieser Verstellbewegung ist in dem Messerkopfgehäuse
20 eine Kammer2i mit einem Luftanschluß30 angeordnet. Die Anstellkolbenstange14 durchsetzt die Kammer21 , und auf der Anstellkolbenstange14 ist ein Anstellkolben22 angeordnet, der mit seinem äußeren Umfang dicht gegen die zugehörige Gehäusewandung der Kammer21 in dem Messerkopfgehäuse20 anliegt. Der Kammer21 in Richtung auf den Messerträger15 benachbart weist das Messerkopfgehäuse20 eine Ausnehmung31 auf, in welcher eine Druckfeder18 angeordnet ist, die sich einerseits gegen das Messerkopfgehäuse20 und andererseits gegen einen an der Anstellkolbenstange14 ausgebildeten Absatz19 abstützt und dabei die Anstellkolbenstange14 in die in1 dargestellte Bereithalteposition des Kreismessersl6 vorspannt. - Bei dem in den
1 und2 dargestellten Ausführungsbeispiel weist der Anstellkolben22 einen entgegen der Anstellrichtung axial abstehenden Ansatz24 auf, der in der in1 dargestellten Ausgangsstellung der Anstellvorrichtung in einen in der Anstellrichtung des Anstellkolbens22 hinter dem Luftanschluß30 angeordneten Abschnitt21a der Kammer21 mit einem durch Bildung eines Versprungs32 der Kammerwandung gebildeten geringeren Durchmesser einspringt bzw. hineinragt. Damit ist die in dieser Stellung dem über den Luftanschluß30 aufgebrachten Luftdruck zugängliche wirksame Kolbenfläche23 auf die Ringfläche zwischen dem Umfang des Ansatzes24 und dem äußeren Umfang des Anstellkolbens22 begrenzt. Soweit über den Luftanschluß30 Druckluft in den Ringraum27 eingeleitet wird, beaufschlagt diese Druckluft lediglich die ringförmige Kolbenfläche23 , um den Anstellkolben22 entgegen der Kraft der Druckfeder18 zu verfahren. Erst wenn nach Durchschreiten des vorgegebenen Anstellweges der Ansatz24 aus dem Abschnitt21a der Kammer21 herausgefahren ist, kommt auch die dem Ansatz24 zugeordnete Kolbenfläche23a unter die Wirkung des Luftdruckes, so daß sich aufgrund der damit verbundenen Erhöhung der Kolbenfläche auf die Gesamtfläche23 ,23a eine Verstärkung der Kolbenkraft des Anstellkolbens22 ergibt. Diese Kraftverstärkung wirkt dann der sich über den Kolbenweg verstärkenden Kraft der Druckfeder18 entgegen. - Das in den
3 und4 dargestellte Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiel dadurch, daß an dem Anstellkolben22 zwei Ansätze24 mit jeweils einer unterschiedlichen axialen Erstreckung vorgesehen sind. Zur Aufnahme der Ansätze24 mit jeweils wirksamer Kolbenfläche23a ist der in Übereinstimmung mit dem Ausführungsbeispiel gemäß1 und2 vorgesehene Abschnitt21a der Kammer21 durch eine Zwischenwand25 in zwei Teikammern28 und29 geteilt, wobei jeweils ein Ansatz24 in eine Teilkammer28 bzw. 29 hineinragt. Die Teilkammern28 und29 sind über einen die Zwischenwand25 durchsetzenen Kanal26 miteinander verbunden, der derart angeordnet ist, daß der Kanal26 von dem zuerst wirksamen Ansatz24 mit der kleineren axialen Erstreckung überdeckt ist. Erst wenn nach dem Verfahren des Anstellkolbens22 über den durch die axiale Erstreckung des ersten Ansatzes24 vorgegebenen Kolbenweg der erste Ansatz24 in der Teilkammer28 den Kanal26 freigibt, kommt auch der in der zweiten Teilkammer29 liegende Ansatz24 unter die Wirkung der zugeführten Druckluft. - Damit ergibt sich eine insgesamt dreistufige Fahrweise der Anstellvorrichtung, weil in der aus
3 ersichtlichen Stellung zunächst nur die um die Kolbenflächen23a der beiden Ansätze24 verminderte Rest-Kolbenfläche23 wirksam ist. Nach Durchschreiten eines ersten Anstellweges kommt der erste Ansatz24 aus der zugehörigen Teilkammer28 frei, so daß sich die wirksame Kolbenfläche um den Betrag der dem ersten Ansatz24 zuzurechnenden Kolbenfläche23a vergrößert, womit eine erste Kraftverstärkung verbunden ist. Ist nach Durchschreiten eines weiteren Anstellweges der Kanal26 freigegeben und auch der zweite Ansatz24 aus der ihm zugehörigen Teilkammer29 herausgefahren, vergrößert sich die wirksame Kolbenfläche nochmals um die dem zweiten Ansatz24 zuzurechnende Kolbenfläche23a , so daß bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel nunmehr die gesamte Fläche23 ,23a des Anstellkolbens22 wirksam ist. - Bei dem in
5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Anordnung derart getroffen, daß sich die in Anstellrichtung wirksame Kolbenfläche des Anstellkolbens22 stufenlos vergrößert. Hierbei weist der aus5 ersichtliche Messerhalter den gleichen Aufbau auf, wie insbesondere zu1 bereits beschrieben. - Zur Ausführung der Anstellbewegung ist in dem Messerkopfgehäuse
20 wiederum eine Kammer21 ausgebildet, in welche sich der mit der Anstellkolbenstange14 verbundene Anstellkolben22 unter Ausbildung eines zwischen dem Anstellkolben22 und der Außenwandung45 der Kammer21 gebildeten Ringraums42 hineinerstreckt. Die Kolbenfläche40 ist in diesem Fall von einer Membran40 gebildet, die die Stirnseite41 des Anstellkolbens22 überspannt und nach Überbrückung des Ringraumes42 an ihrem äußeren Umfang in dem Messerkopfgehäuse20 bzw. bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel an einem gesonderten, die Kammer2l ausbildenden Einsatzstück festgelegt ist. Um eine Bewegung des Anstellkolbens22 mit der daran befestigten Membran40 in der Kammer21 zu ermöglichen, ragt die Membran40 mit einer Schleife43 in Anstellrichtung in den Ringraum42 hinein derart, daß beim Verfahren des Anstellkolbens22 in Anstellrichtung, also in der Darstellung gemäß5 nach links, die Membran40 sich an der Außenwandung45 der Kammer21 abrollt. Um diese Vorschubbewegung des Anstellkolbens22 einzuleiten, ist der Luftanschluss30 im Bereich der Stirnseite41 des Anstellkolbens22 angeordnet, so daß in der in5 dargestellten Ruhe- bzw. Ausgangsstellung die über den Luftanschluß30 eingebrachte Druckluft die Stirnseite41 des Anstellkolbens22 mit Membran40 unmittelbar beaufschlagt. - Um eine stufenlose Vergrößerung der als Kolbenfläche wirksamen Membranfläche zu erreichen, ist die Außenwandung
45 der Kammer21 in einem sich stufenlos in Anstellrichtung konisch erweiternden Verlauf angeordnet derart, daß sich die Membran40 mit zunehmendem Weg des Anstellkolbens22 in der Kammer21 an der sich erweiternden Außenwandung45 abrollt, woraus sich die stufenlose Vergrößerung der als Kolbenfläche wirksamen Membranfläche ergibt.
Claims (13)
- Messerhalter für Schneidemaschinen mit einem an einer Absenkvorrichtung gehalterten Messerkopf und mit einer Anstellvorrichtung für ein am Messerkopf gehaltertes Kreismesser, wobei die Anstellvorrichtung zur Bewegung des Kreismessers zwischen einer Schneidstellung und einer Bereithaltestellung eine Anstellkolbenstange mit einem in einer Kammer des Messerkopfgehäuses geführten, druckluftbetätigten Anstellkolben aufweist und die Anstellkolbenstange mittels einer Druckfeder in die Bereithaltestellung des Kreismessers vorgespannt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die in Anstellrichtung wirksame Kolbenfläche (
23 ,23a ,40 ) des Anstellkolbens (22 ) einen in unterschiedlichen Kolbenstellungen verschiedenen Querschnitt aufweist derart, daß sich mit in Anstellrichtung zunehmendem Weg des Anstellkolbens (22 ) die von der Druckluft beaufschlagte Kolbenfläche (23 ,23a ,40 ) vergrößert. - Messerhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Kolbenfläche (
40 ) stufenlos vergrößert. - Messerhalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Druckluft beaufschlagte Kolbenfläche (
40 ) des Anstellkolbens (22 ) von einer an der Außenwandung (45 ) der Kammer (21 ) eingespannten Membran gebildet ist und daß sich die Außenwandung (45 ) der Kammer (21 ) in Anstellrichtung stufenlos konisch erweitert derart, daß sich die Membran mit zunehmenden Weg des Anstellkolbens (22 ) in Anstellrichtung an der sich erweiternden Außenwandung (45 ) abrollt, wodurch sich die als Kolbenfläche (40 ) wirksame Membranfläche stufenlos vergrößert. - Messerhalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstellkolben (
22 ) in der Kammer (21 ) unter Ausbildung eines von der die Stirnseite (41 ) des Anstellkolbens (22 ) überspannenden Membran überbrückten Ringraumes (43 ) angeordnet ist und sich die Membran mit einer die Bewegung des Anstellkolbens (22 ) in der Kammer (21 ) ermöglichenden Schleife (43 ) in den Ringraum (42 ) erstreckt. - Messerhalter nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Luftanschluß (
30 ) für die Kammer (21 ) im Bereich der Stirnseite (41 ) des Anstellkolbens (22 ) angeordnet ist. - Messerhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Kolbenfläche (
23 ,23a ) stufenweise vergrößert. - Messerhalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (
21 ) einen in der Anstellrichtung des Anstellkolbens (22 ) hinter dem Luftanschluß (30 ) angeordneten Abschnitt (21a ) mit einem durch Bildung eines Versprungs (32 ) gebildeten geringeren Durchmesser aufweist, in welchen Abschnitt (21a ) der Anstellkolben (22 ) mit einem Ansatz (24 ) einspringt. - Messerhalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstellkolben (
22 ) wenigstens einen entgegen der Anstellrichtung axial in eine in der rückwärtigen Wandung der Kammer (21 ) ausgebildete Ausnehmung einspringenden Ansatz (24 ) aufweist und der Luftanschluß (30 ) in dem außerhalb der Ausnehmung liegenden Bereich der Wandung der Kammer (21 ) angeordnet ist. - Messerhalter nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Erstreckung des Ansatzes (
24 ) in Abhängigkeit von der Vorspannkraft der Druckfeder (18 ) festgelegt ist. - Messerhalter nach Anspruch 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstellkolben (
22 ) zwei in den Abschnitt (21a ) der Kammer (21 ) einspringende Ansätze (24 ) mit einer unterschiedlichen axialen Erstreckung aufweist. - Messerhalter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Abschnitt (
21a ) der Kammer (21 ) durch eine Zwischenwand (25 ) in zwei Teilkammern (28 ,29 ) unterteilt ist, die über einen Kanal (26 ) miteinander verbunden sind, wobei der Kanal (26 ) durch den als ersten wirksamen Ansatz (24 ) überdeckt und nach Erreichen eines vorgegebenen Kolbenhubes freigegeben wird derart, daß anschließend der zweite Ansatz (24 ) in der weiteren Teilkammer zusätzlich beaufschlagt ist. - Messerhalter nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß am Anstellkolben (
22 ) mehrere Ansätze (24 ) mit zugeordneten Teilkammern der Kammer (21 ) vorgesehen sind. - Messerhalter nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Anstellkolben (
22 ) über seine Querschnittsfläche verteilt mehrere, jeweils eine unterschiedliche axiale Erstreckung aufweisende und in zugeordnete Ausnehmungen der rückwärtigen Wandung der Kammer (21 ) einspringende Ansätze (24 ) aufweist.
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| US20040211070A1 (en) | 2004-10-28 |
| US7472635B2 (en) | 2009-01-06 |
| US20080040933A1 (en) | 2008-02-21 |
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