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DE10259111B3 - Vorrichtung zum Längsschlitzen einer Rohrleitung - Google Patents

Vorrichtung zum Längsschlitzen einer Rohrleitung Download PDF

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DE10259111B3
DE10259111B3 DE2002159111 DE10259111A DE10259111B3 DE 10259111 B3 DE10259111 B3 DE 10259111B3 DE 2002159111 DE2002159111 DE 2002159111 DE 10259111 A DE10259111 A DE 10259111A DE 10259111 B3 DE10259111 B3 DE 10259111B3
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DE
Germany
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cutting rollers
cutting
rollers
rotation
support body
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DE2002159111
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Horst Heidenreich
Reinhold Englisch
Gert Lucke
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Perforator GmbH
Original Assignee
Perforator GmbH
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L55/00Devices or appurtenances for use in, or in connection with, pipes or pipe systems
    • F16L55/16Devices for covering leaks in pipes or hoses, e.g. hose-menders
    • F16L55/162Devices for covering leaks in pipes or hoses, e.g. hose-menders from inside the pipe
    • F16L55/165Devices for covering leaks in pipes or hoses, e.g. hose-menders from inside the pipe a pipe or flexible liner being inserted in the damaged section
    • F16L55/1658Devices for covering leaks in pipes or hoses, e.g. hose-menders from inside the pipe a pipe or flexible liner being inserted in the damaged section the old pipe being ruptured prior to insertion of a new pipe

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Abstract

Die Vorrichtung (1) weist einen in einer zu schlitzenden Rohrleitung zentriert geführten Tragkörper (5) auf, der wenigstens zwei in Längsrichtung zueinander versetzte Schneidrollenpaare (14, 15, 16; 50, 51, 52; 60, 61) mit um 180 DEG umfangsseitig zueinander versetzten Schneidrollen (18) mit keilförmigen Schneiden besitzt. Alle Schneidrollen (18) drehen in einer gemeinsamen Rotationsebene (RE). Ein in der die Drehachsen der Schneidrollen (18) eines in Vorschubrichtung (VR) des Tragkörpers (5) vorderen Schneidrollenpaars (z. B. 14) schneidenden Querebene (QE) um die Schneiden der Schneidrollen (18) gelegter Hüllkreis weist einen kleineren Durchmesser auf als ein um die Schneiden der Schneidrollen (18) des entgegen der Vorschubrichtung (VR) jeweils folgenden Schneidrollenpaars (15 usw.) in der deren Drehachsen schneidenden Querebene (Q1 usw.) gelegter Hüllkreis. Der Tragkörper (5) kann in mehrere zug- und druckfest sowie lösbar miteinander verbundene Tragkörperabschnitte (6, 7, 8) segmentartig gegliedert sein.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Längsschlitzen der Wand einer im Erdreich verlegten Rohrleitung gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
  • Es ist bekannt, im Erdreich verlegte Rohrleitungen, die aus Kunststoff, Gusseisen oder Stahl bestehen können, unmittelbar im Erdreich so zu zerstören, dass sie durch neue Rohrleitungen grabenlos ersetzt werden können. Beim Einziehen neuer Rohrleitungen werden dann die Reste der alten Rohrleitungen in das sie umgebende Erdreich verdrängt.
  • In diesem Zusammenhang zählt es im Umfang der EP 0 731 252 A2 zum Stand der Technik, die Spitze eines Rammbohrgeräts mit einem separaten Zertrümmerungskopf zu versehen. Dieser Zertrümmerungskopf besitzt über seinen Umfang verteilte gehäusefeste Schneiden, deren Hüllkreis einen sich entgegen der Vorschubrichtung vergrößernden Konus bilden. Bei der Verlagerung des Rammbohrgeräts durch eine Rohrleitung zerstören die Schneidkanten des Rammbohrgeräts die Wand der Rohrleitung mit einer radial nach außen gerichteten Kraftkomponente.
  • Durch die EP 0 731 252 A2 ist es ferner bekannt, die Zerstörung einer alten Rohrleitung durch rotierende Messerscheiben gegen das die alte Rohrleitung umgebende und mehr oder minder mit Steinen und anderen Bodenhindernissen versehene Erdreich durchzuführen.
  • Alle diese Maßnahmen erfordern hohe Zug- und/oder Vortriebskräfte, weil mehr oder weniger gleichzeitig die eine Rohrleitung zerstörende Zertrümmerungs- und/oder Schneidkraft aufgebracht sowie der Verformungswiderstand des die Rohrleitung umgebenden Erdreichs zu überwinden ist. Hinzu tritt, dass bei Rohrleitungen aus zähen Werkstoffen die Gefahr besteht, dass sich die Rohrleitungen im Bereich der Schneiden zumindest zunächst aufweiten und demzufolge auch noch der Verformungswiderstand des Rohrwerkstoffs überwunden werden muss. Des Weiteren kommt es häufig vor, dass die Rohrleitungen nicht durch die Schneiden getrennt, sondern im günstigsten Fall aufgerissen werden und dann die Leistungsgrenzen der Vortriebsaggregate erreicht werden. Ferner kann bei Wasserversorgungsleitungen ein Lösen von an den Innenwänden angelagerten Rückständen erfolgen, die sich vor den Schneidwerkzeugen sammeln können und dann einen zusätzlichen Widerstand darstellen.
  • Insbesondere bei Stahlrohren, die eine große Zähigkeit aufweisen, kann es darüberhinaus zu starken, nach innen gerichteten Verformungen der Rohrleitungen kommen. Diese Verformungen können dann ein Aufschlitzen der Rohrleitungen verhindern bzw. nur ein Aufreißen der Rohrleitungen zulassen. In diesem Zusammenhang rufen insbesondere die Verbindungsbereiche der Rohrleitungen zwischen einzelnen Rohrschüssen Probleme hervor. Der Verschleiß der einzusetzenden Schneid- bzw. Schlitzwerkzeuge ist erheblich und der Kraftaufwand beim Schneidprozess sowie bei der zu leistenden Verdrängungs arbeit der zerstörten Rohrleitungen erfordert den Einsatz von leistungsstarken und damit kostenintensiven Vorschubaggregaten.
  • Des Weiteren erweist es sich bei den bekannten Vorrichtungen als nachteilig, dass ihre Längenabmessungen sehr groß sind, so dass hieraus entsprechend groß dimensionierte Vorschubaggregate resultieren, wodurch wieder entsprechende Ausgangsbaugruben notwendig sind. Auch sind die bekannten Vorrichtungen zumeist auf festgelegte Rohrdimensionen festgelegt. So können Rohrverbindungen, die nicht im Rohrdimensionsbereich liegen, nicht oder nur mit großen Schwierigkeiten sowie mit hohem Energieaufwand geschlitzt bzw. zerstört werden.
  • Darüber hinaus zählt durch die DE 198 31 190 C1 eine Vorrichtung zum Längsunterteilen erdverlegter Rohre zum Stand der Technik. Diese Vorrichtung umfasst zum Längsschlitzen erdverlegter Rohre und zum gleichzeitigen grabenlosen Einziehen einer neuen Rohrleitung einen Wagen in Gestalt eines Rahmens. In diesem Wagen sind übereinander eine Schneidscheibe zum Auftrennen einer Rohrwandung und eine als Wiederlager dienende, sich an der Rohrwandung abstützende Stützrolle angeordnet. Der Wagen besitzt einen Sockel, der formschlüssig in ein rahmenartiges Fenster eines leiterartig ausgebildeten Zug- und/oder Schubgestänges eingreift. Mit dem Wagen ist ein Aufweitkopf verbunden, in den ein Ziehkopf eingegliedert ist. Der Ziehkopf wird mit der neu einzuziehenden Rohrleitung verbunden.
  • Der Erfindung liegt – ausgehend vom Stand der Technik – die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Längsschlitzen der Wand einer im Erdreich verlegten Rohrleitung zu schaffen, die ein verbessertes statisches Durchtrennen der Wand der Rohrleitung mit wesentlich weniger Kraftaufwand, kleineren Vorschubaggregaten, geringeren Kosten sowie höheren Standzeiten ermöglicht und welche problemlos in kurzer Zeit unterschiedlichen Durchmessern von Rohrleitungen und diversen Wanddicken angepasst werden kann.
  • Diese Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst.
  • Danach wird jetzt ein in einer zu schlitzenden Rohrleitung zentriert geführter Tragkörper bereit gestellt, welcher wenigstens zwei in Längsrichtung zueinander versetzte Schneidrollenpaare aufweist. Jedes Schneidrollenpaar weist zwei um 180° umfangsseitig zueinander versetzte Schneidrollen mit keilförmigen Schneiden auf. Alle Schneidrollen der Schneidrollenpaare rotieren in ein und derselben Längsebene. Wichtig ist ferner, dass der Durchmesser eines Hüllkreises, der um die Schneiden der Schneidrollen des in Vorschubrichtung vorderen Schneidrollenpaares in der die Drehachsen der Schneidrollen dieses Schneidrollenpaares schneidenden Querebene gelegt wird, im Durchmesser kleiner ist als der Durchmesser eines Hüllkreises, der in der Querebene der Drehachsen der Schneidrollen des jeweils folgenden Schneidrollenpaares um die Schneiden dieser Schneidrollen gelegt ist.
  • Wenn folglich der Tragkörper durch die zu schlitzende Rohrleitung bewegt wird, gelangen zunächst die Schneiden der Schneidrollen des in Vorschubrichtung vorderen Schneidrollenpaars in Kontakt mit der Wand der Rohrleitung und erzeugen von deren inneren Oberfläche ausgehend zwei gegenüber liegende Nuten. Die Wand der Rohrleitung wird dann durch die Schneiden der Schneidrollen des in Vorschubrichtung folgenden Schneidrollenpaars im Bereich der Nuten ganz durchtrennt, d.h. geschlitzt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die Wand der Rohrleitung vergleichsweise dünn ist und/oder das Material der Rohrleitung aus Kunststoff besteht.
  • Ist die Wand dicker oder besteht die Rohrleitung z.B. aus Stahl, so werden mehrere aufeinander folgende Schneidrollenpaare eingesetzt, um die Wand der Rohrleitung zu schlitzen. Die Schneidrollen jedes Schneidrollenpaars übernehmen hierbei stets nur einen geringen Anteil am gesamten Schlitzvorgang.
  • Durch diese spezielle Anordnung von Schneidrollen mit keilförmigen Schneiden in einer einzigen Längsebene kann jetzt eine Vorrichtung zum Längsschlitzen der Wand einer im Erdreich verlegten Rohrleitung bereit gestellt werden, bei welcher der zum Schlitzen der Wand erforderliche Kraftaufwand minimiert wird und somit kleinere Vorschubaggregate sowie geringere Antriebsleistungen erforderlich sind. Auch können die zum Einsetzen der kompletten Vorrichtung notwendige Baugrube kleiner gehalten und dadurch der zum Herstellen der Baugrube notwendige Aufwand verringert werden.
  • Ist gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 2 der Tragkörper segmentartig in mindestens zwei axial aufeinander folgende, zug- und druckfest sowie lösbar miteinander verbundene Tragkörperabschnitte gegliedert, die jeweils wenigstens ein Schneidrollenpaar aufweisen, so kann durch Entfernen oder Hinzufügen von Tragkörperabschnitten der Tragkörper optimal auf die Dimension und die Wanddicke einer zu schlitzenden Rohrleitung und auch auf evtl. vor handene Antriebs- und Vorschubaggregate abgestellt werden. Innerhalb der einzelnen Tragkörperabschnitte ist es ferner möglich, die Anzahl der Schneidrollenpaare auf die jeweiligen örtlichen Anforderungen abzustimmen. Durch die angewendete Segmentbauweise können mithin die Schneid- und Berstarbeit im Bereich der Rohrwandung und der Verbindungen der diversen Rohrleitungsabschnitte (größere Wanddicken im Vergleich zu den Rohrabschnitten) optimiert und die Längen der Tragkörperabschnitte auf die Abmessungen des Vorschubaggregats gezielt abgestimmt werden.
  • Die Merkmale des Patentanspruchs 3 führen zu der vorteilhaften Maßnahme, dass jede einer Schneidrolle nachfolgende Schneidrolle ohne Zwängungen in eine Nute eingreift, die querschnittsmäßig größer als der Querschnitt der Schneide ausgebildet ist. Dadurch wird der Schlitzvorgang bei geringerem Kraftaufwand optimiert.
  • Obwohl es bei entsprechenden Rohrwanddicken denkbar ist, dass die entgegen der Vorschubrichtung des Tragkörpers im Abstand aufeinander folgenden Schneidrollen wachsende Außendurchmesser aufweisen, um das Schlitzen der Rohrwand durchführen zu können, kann es vorteilhaft sein, wenn die Merkmale des Patentanspruchs 4 angewandt werden. Danach weisen alle Schneidrollen denselben Außendurchmesser auf. Die Herstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird hierdurch vereinfacht. Auch kann ein Austausch von Schneidrollen problemloser vorgenommen werden.
  • Besitzen alle Schneidrollen denselben Außendurchmesser, ist es entsprechend Patentanspruch 5 von Vorteil, dass der Abstand der Drehachsen der Schneidrollen eines Schneidrollenpaars entgegen der Vorschubrichtung des Tragkörpers von Schneidrollenpaar zu Schneidrollenpaar zunimmt. Die Größe der Zunahme kann in Abhängigkeit von dem Material der Rohrleitung und/oder der Wanddicke und/oder der gegebenenfalls vorhandenen Rohrverbindungen bestimmt werden.
  • Nach Patentanspruch 6 weist jeder Tragkörper zwei um 180° zueinander und um 90° zu den Schneidrollen versetzte, sich in Längsrichtung des Tragkörpers erstreckende, durchgehende Spreizleisten mit dachförmigen Schmalseiten auf. Die größte radiale Distanz über die Grate der beiden Schmalseiten gemessen ist dann in der Querebene der Drehachsen eines Schneidrollenpaars jeweils kleiner als der Durchmesser eines Hüllkreises, der um die Schneiden der zugeordneten Schneidrollen gelegt wird.
  • Derartige Spreizleisten verhindern auf der einen Seite eine nach innen gerichtete Verformung der Rohrleitung und ermöglichen auf der anderen Seite ein Verdrängen der geschlitzten Rohrleitung in das umgebende Erdreich. Vorteilhaft ist es in diesem Zusammenhang, wenn sich die dachförmigen Schmalseiten der Spreizleisten entgegen der Vorschubrichtung des Tragkörpers über zumindest eine Teillänge des Tragkörpers keilförmig voneinander entfernen, um auf diese Weise den Berstvorgang der Rohrleitung zu intensivieren.
  • Die Biege- und Verwindungsstabilität des Tragkörpers wird nach Patentanspruch 7 dadurch verbessert, dass der Tragkörper zwei miteinander verschraubbare, die Schneidrollen zwischen sich aufnehmende, zueinander parallel ausgerichtete Lagerplatten aufweist. Die Lagerplatten können aneinander liegen und auf den einander zugewandten Breitseiten Ausnehmungen haben, die den Schneidrollen angepasst sind. Bevorzugt sind jedoch zwischen den Lagerplatten im Bereich zwischen zwei aufeinanderfolgenden Schneidrollenpaaren Distanzleisten angeordnet. Hierdurch wird ein Freiraum gebildet, der die Rotation der Schneidrollen sicherstellt. Im Bereich der Distanzleisten erfolgt auch die Verschraubung der Lagerplatten. Dazu werden Schraubbolzen verwendet, die Stufenbohrungen in der einen Lagerplatte sowie Durchgangsbohrungen in den Distanzleisten durchsetzen und in Gewindebohrungen der anderen Lagerplatte eingedreht sind.
  • Die Schneidrollen sitzen auf Lagerbolzen, die durch Querbohrungen in den Lagerplatten getrieben und lagefixiert sind. Die Lagefixierung kann beispielsweise durch Heftschweißungen erfolgen. Die Lagefixierung wird auf jeden Fall so vorgenommen, dass beim Wechsel von Schneidrollen oder bei einem Austausch der Lagerbolzen diese mit einem nur geringen Kraftaufwand aus den Querbohrungen der Lagerplatten getrieben werden können. Die Distanzleisten sind vorzugsweise an einer innen liegenden Breitseite einer Lagerplatte durch Heftschweißung lagefixiert. Der Querschnitt der Lagerplatten ist trapezförmig ausgebildet. Auf diese Weise werden neben den Schneidrollen geneigte Schmalseiten gebildet, die das radiale Verpressen von Bruchstücken der geschlitzten Rohrleitung in das umgebende Erdreich unterstützen.
  • Damit die zum Längsschlitzen bzw. Bersten einer Rohrleitung erforderliche Kraft reduziert, der Schlitzvorgang erleichtert und die Verdrängung der voneinander getrennten Einzelteile der Rohrleitung in das umgebende Erdreich erleichtert wird, kann es entsprechend den Merkmalen des Patentanspruchs 8 zweckmäßig sein, dass der Tragkörper zusätzlich zu den Schneidrollen weitere Schlitzrollen aufweist, deren Drehachsen um 90° in Umfangsrichtung versetzt in den die Drehachsen der Schneidrollen eines Schneidrollenpaars schneidenden Querebene liegen. Auf diese Weise wird die Rohrleitung viermal längsgeschlitzt.
  • Die bogenförmigen Stützstreben gemäß Patentanspruch 9 verhindern wie die Spreizleisten ein nach innen gerichtetes Verformen der Rohrleitung. Da die Stützstreben im axialen Abstand zueinander angeordnet sind, entstehen zudem vergleichsweise großvolumige Bereiche, die den Durchlass von Bruchstücken der geschlitzten Rohrleitung ermöglichen. Die Stützstreben sind einmal an die Lagerplatten und zum anderen an die Spreizleisten geschweißt.
  • Entsprechend den Merkmalen des Patentanspruchs 10 sind endseitig der Lagerplatten des Tragkörpers Hinterschneidungen zur formschlüssigen Aufnahme von mit den Lagerplatten zusammensteck- und verschraubbaren Kuppelstücken vorgesehen. Die Hinterschneidungen an einem Ende der Lagerplatten bilden im verschraubten Zustand der Lagerplatten T-förmige Aussparungen.
  • Die Kuppelstücke besitzen an diese Aussparungen angepasste T-förmige Kuppelanschlüsse. Im Bereich der Kuppelanschlüsse werden die Kuppelstücke mit den Lagerplatten verschraubt. Dazu sind in einer Lagerplatte Stufenbohrungen, in den Kuppelanschlüssen Durchgangsbohrungen und in der anderen Lagerplatte Gewindebohrungen für Schraubbolzen vorgesehen.
  • In diesem Zusammenhang bildet es dann eine vorteilhafte Weiterbildung, dass gemäß Patentanspruch 11 ein zwei Tragkörperabschnitte zug- und druckfest verbindendes Kuppelstück in der Querschnittskonfiguration hundeknochenartig ausgebildet ist.
  • Das in Vorschubrichtung des Tragkörpers vordere Kuppelstück ist durch eine sich in der Rotationsebene der Schneidrollen erstreckende Keilplatte mit einem T-förmigen Kuppelanschluss an einem Ende, Dachschrägen an den Schmalseiten und einem Schraubanschluss am anderen Ende gebildet (Patentanspruch 12). Mittig der Keilplatte ist diese ausgenommen. In die Ausnehmung ist ein Rundbolzen eingeschweißt, der am freien Ende mit dem Schraubanschluss zur lösbaren ziehenden Verbindung mit einem Vorschubaggregat versehen ist.
  • Letztlich ist es entsprechend den Merkmalen des Patentanspruchs 13 noch vorteilhaft, dass das in Vorschubrichtung des Tragkörpers hintere Kuppelstück durch eine sich in der Rotationsebene der Schneidrollen erstreckende Aufweitplatte mit einem T-förmigen, stirnseitig angeschrägten Kuppelanschluss an einem Ende, Dachschrägen an den Schmalseiten und einem Schraubanschluss am anderen Ende gebildet ist. Hierbei ist die Aufweitplatte im mittleren Bereich ebenfalls ausgenommen. In die Ausnehmung ist ein Rundbolzen eingeschweißt, der einen Schraubanschluss zur Verbindung mit einem Aufweitkopf und/oder mit einer Vorrichtung zum Einziehen eines neuen Rohrs trägt.
  • Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 in der Seitenansicht eine Vorrichtung zum Längsschlitzen einer Rohrleitung;
  • 2 einen vertikalen Querschnitt durch die Darstellung der 1 entlang der Linie II-II in Richtung der Pfeile IIa gesehen;
  • 3 die Vorrichtung der 1 in der Draufsicht gemäß dem Pfeil III;
  • 4 ein 1. Kuppelstück der Vorrichtung der 1 in der Draufsicht;
  • 5 ein 2. Kuppelstück der Vorrichtung der 1 in der Draufsicht;
  • 6 ein 3. Kuppelstück der Vorrichtung der 1 in der Draufsicht;
  • 7 einen 1. Tragkörperabschnitt der Vorrichtung der 1 und 3 in der Draufsicht;
  • 8 einen 2. Tragkörperabschnitt der Vorrichtung der 1 und 3 in der Draufsicht;
  • 9 einen 3. Tragkörperabschnitt der Vorrichtung der 1 und 3 in der Draufsicht und
  • 10 im schematischen Längsschnitt eine Hälfte einer Rohrleitung mit Schneidrollen.
  • Mit 1 ist in den 1 bis 3 eine Vorrichtung zum Längsschlitzen der Wand 2 einer im Erdreich 3 verlegten Rohrleitung 4 aus Stahl bezeichnet (siehe auch 10).
  • Die Vorrichtung 1 weist einen Tragkörper 5 auf, der segmentartig in drei axial aufeinander folgende, zug- und druckfest sowie lösbar miteinander verbundene Tragkörperabschnitte 6, 7 und 8 gegliedert ist.
  • Wie die 1 bis 3 und 7 erkennen lassen, umfasst der 1. Tragkörperabschnitt 6 zwei zueinander parallel ausgerichtete Lagerplatten 9, 10, die unter Eingliederung von zwei Distanzleisten 11 miteinander verschraubt sind. Dazu sind in der Lagerplatte 9 Stufenbohrungen 39, in den Distanzleisten 11 Durchgangsbohrungen 40 und in der Lagerplatte 10 Gewindebohrungen 41 vorgesehen. Hierbei zeigt die 2, dass die Lagerplatten 9, 10 einen trapezförmigen Querschnitt besitzen, wobei die größeren Breitseiten 12 der Lagerplatten 9, 10 einander frontal gegenüberliegen. Durch die Distanzleisten 11 wird zwischen den Lagerplatten 9, 10 ein Freiraum 13 gebildet, in welchen drei Schneidrollenpaare 14, 15, 16 mit keilförmige Schneiden 17 aufweisenden Schneidrollen 18 rotationsfähig eingegliedert sind. Die Schneidrollen 18 sind auf Lagerbolzen 19 drehbar gelagert, welche in Querbohrungen 20 der Lagerplatten 9, 10 befestigt sind. Die Schneidrollen 18 besitzen alle denselben Außendurchmesser AD. Der Abstand A der Drehachsen 21 der Schneidrollen 18 jedes Schneidrollenpaars 14-16 wächst von dem in Vorschubrichtung VR des Tragkörpers 5 vorne liegenden Schneidrollenpaar 14 ausgehend bei jedem entgegen der Vorschubrichtung VR nachfolgenden Schneidrollenpaar 15, 16. Aufgrund dessen weist ein in der die Drehachsen 21 der Schneidrollen 18 des in Vorschubrichtung VR des Tragkörpers 5 vorderen Schneidrollenpaars 14 schneidenden Querebene QE um die Schneiden 17 der Schneidrollen 18 gelegter Hüllkreis HK einen kleineren Durchmesser D auf als ein um die Schneiden 17 der Schneidrollen 18 des entgegen der Vorschubrichtung VR jeweils folgenden Schneidrollenpaars 15, 16 in der deren Drehachsen 21 schneidenden Querebene Q1, Q2 gelegter Hüllkreis HK. Dies hat zur Folge (siehe auch 10), dass die von den Schneidrollen 18 in der Wand 2 der Rohrleitung 4 erzeugten Nuten 22 von Schneidrollenpaar 14 zu Schneidrollenpaar 15, 16 vertieft bzw. die Wand 2 der Rohrleitung 4 letztlich auf ganzer Dicke D1 geschlitzt wird.
  • Zu diesem Zweck ist ferner vorgesehen, dass der Keilwinkel der Schneiden 17 der Schneidrollen 18 sich entgegen der Vorschubrichtung VR des Tragkörpers 5 von Schneidrollenpaar 14 zu Schneidrollenpaar 15, 16 verringert. Dieser Sachverhalt ist in der 2 in der oberen Bildhälfte in strichpunktierter, unterbrochener und durchgezogener Linienführung anhand der Keilwinkel ?, ß, und γ näher dargestellt. Das heißt, die Schneidrollen 18 des Schneidrollenpaars 14 weisen den Keilwinkel α, die Schneidrollen 18 des Schneidrollenpaars 15 den Keilwinkel β und die Schneidrollen 18 des Schneidrollenpaars 16 den Keilwinkel γ auf.
  • An die einander abgewandten Breitseiten 23 der Lagerplatten 9, 10 sind um 90° zu der Rotationsebene RE der Schneidrollen 18 versetzte, sich in Längsrichtung der Lagerplatten 9, 10 erstreckende durchgehende Spreizleisten 24 geschweißt. Die Spreizleisten 24 sind an den in Vorschubrichtung VR des Tragkörpers 5 vorderen Enden 25 schräg ausgebildet (3 und 7). An den anderen Enden 26 fluchten die Stirnseiten 27 der Spreizleisten 24 mit den Stirnseiten 28 der Lagerplatten 9, 10. Die Schmalseiten 29 der Spreizleisten 24 sind dachförmig ausgebildet. Die 2 lässt erkennen, dass die größte radiale Distanz D2 der Spreizleisten 24 kleiner als der Durchmesser D des Hüllkreises HK ist, der in der die Drehachsen 21 der Schneidrollen 18 schneidenden Querebene QE um die Schneiden 17 gelegt ist.
  • Zur Aussteifung und zur Distanzierung gegenüber der inneren Oberfläche 45 der Wand 2 der Rohrleitung 4 dienen ferner neben den Lagerbolzen 19 für die Schneidrollen 18 sich erstreckende bogenförmige Stützstreben 46. Diese Stützstreben 46 sind an die einander abgewandten Breitseiten 23 der Lagerplatten 9, 10 und an die Seiten 47 der Spreizleisten 24 geschweißt.
  • Die äußeren Oberflächen 48 der Stützstreben 46 liegen innerhalb des die Schneiden 17 der Schneidrollen 18 in der Querebene QE ihrer Drehachsen 21 ummantelnden Hüllkreises HK.
  • Die 1, 3 und 7 lassen noch erkennen, dass der Querschnitt der Lagerplatten 9, 10 über die gesamte Länge des 1. Tragkörperabschnitts 6 gleich bleibt. Auch die Breite der Spreizleisten 24 bleibt über die Länge des 1. Tragkörperabschnitts 6 gleich. Lediglich die Schneidrollen 18 stehen, wie die 1 zeigt, entgegen der Vorschubrichtung VR des Tragkörpers 5 von Schneidrol lenpaar 14 zu Schneidrollenpaar 15, 16 um einen jeweils größeren Betrag radial gegenüber den geneigten Schmalseiten 49 der Lagerplatten 9, 10 vor.
  • Endseitig der Lagerplatten 9, 10 befinden sich Hinterschneidungen 30, die bei zusammengeschraubten Lagerplatten 9, 10 (siehe 3 und 7) sich zu T-förmigen Aufnahmen 31 ergänzen, welche über die gesamte radiale Erstreckung der Lagerplatten 9, 10 verlaufen.
  • Die Aufnahme 31 an dem in Vorschubrichtung VR vorderen Ende des 1.Tragkörperabschnitts 6 dient der Verbindung mit einem 1. Kuppelstück 32 ( 1, 3 und 4). Dieses 1. Kuppelstück 32 ist durch eine sich in der Rotationsebene RE der Schneidrollen 18 erstreckenden Keilplatte 33 mit einem T-förmigen Kuppelanschluss 34 an dem dem 1. Tragkörperabschnitt 6 benachbarten Ende, Dachschrägen an den Schmalseiten 35 und einem Schraubanschluss 36 am anderen Ende gebildet. In der Keilplatte 33 ist eine Ausnehmung 37 vorgesehen, in die ein Rundbolzen 38 eingeschweißt ist. Am Ende des Rundbolzens 38 befindet sich der Schraubanschluss 36 in Form eines konischen Außengewindes.
  • Ist das 1. Kuppelstück 32 mit dem Kuppelanschluss 34 in die Aufnahme 31 des 1. Tragkörperabschnitts 6 eingesetzt, kann das 1. Kuppelstück 32 über Schraubbolzen SB mit den Lagerplatten 9, 10 verbunden werden. Dazu sind in der Keilplatte 33 Durchgangsbohrungen 42 vorgesehen. Schraubbolzen SB werden dann durch die Stufenbohrungen 39 sowie die Durchgangsbohrungen 42 gesteckt und in die Gewindebohrungen 41 gedreht.
  • Die T-förmige Aufnahme 31 in dem anderen Ende der Lagerplatten 9, 10 des 1. Tragkörperabschnitts 6 dient der zug- und druckfesten Verbindung mit dem 2. Tragkörperabschnitt 7 über ein 2. Kuppelstück 43, das über seine gesamte radiale Erstreckung eine Querschnittskonfiguration in Form eines Hundeknochens besitzt (3 und 5).
  • Die Verbindung des 1. und 2. Tragkörperabschnitts 6, 7 über das 2. Kuppelstück 43 erfolgt durch die T-förmigen Kuppelanschlüsse 34, welche in die Tförmigen Aufnahmen 31 eingeschoben und dann mittels Schraubbolzen SB fixiert werden. Dazu sind in dem 2. Kuppelstück 43 Durchgangsbohrungen 44 vorgesehen.
  • Der aus den 1, 3 und 8 erkennbare 2. Tragkörperabschnitt 7 besitzt Lagerplatten 9a, 10a, die auf Abstand miteinander verschraubt sind, wobei der Abstand ebenfalls durch Distanzleisten 11 bestimmt wird. In dem Freiraum zwischen den Lagerplatten 9a, 10a sind drei Schneidrollenpaare 50, 51, 52 mit sechs Schneidrollen 18 angeordnet. Auch diese Schneidrollen 18 erstrecken sich in der Rotationsebene RE der Schneidrollen 18 des 1. Tragkörperabschnitts 6.
  • Die Endabschnitte der Lagerplatten 9a, 10a sind identisch wie die Endabschnitte der Lagerplatten 9, 10 des 1. Tragkörperabschnitts 6 ausgebildet, so dass eine nochmalige Erläuterung entbehrlich ist.
  • Allerdings zeigt die 1, dass die Höhe der Lagerplatten 9a, 10a in der Rotationsebene RE der Schneidrollen 18 gesehen von den in Vorschubrichtung VR vorne liegenden Stirnseiten 53 ausgehend zu den anderen Stirnseiten 54 hin zunimmt. Auch die Breite der Spreizleisten 24a nimmt von den Stirnseiten 55 zu den Stirnseiten 56 zu (3 und 8). Die bogenförmigen Stützstreben 46a sind der jeweiligen Querschnittsgröße der Lagerplatten 9a, 10a und der Spreizleisten 24a angepasst.
  • Der Abstand A der Drehachsen 21 der Schneidrollen 18 nimmt von dem in Vorschubrichtung VR vorne liegenden Schneidrollenpaar 50 von Schneidrollenpaar 50 zu Schneidrollenpaar 51, 52 zu. Die Schneidrollen 18 stehen alle mit demselben Maß über die Schmalseiten 49a der Lagerplatten 9a, 10a radial vor.
  • Insgesamt ist zu erkennen, dass im Gegensatz zu der im Prinzip zylindrischen Querschnittskonfiguration des 1. Tragkörperabschnitts 6 der 2. Tragkörperab schnitt 7 eine sich konusartig aufweitende Querschnittskonfiguration besitzt. Dadurch können nicht nur Rohrverbindungen geschlitzt, sondern auch geschlitzte Rohrabschnitte aufgeweitet und in das Erdreich 3 gepresst werden; in der 10 durch die Pfeile 55 schematisch dargestellt. Hinsichtlich der Verschraubungen der Lagerplatten 9a, 10a miteinander und mit dem 2. Kuppelstück 43 wird auf die Erläuterungen zum 1. Tragkörperabschnitt 6 verwiesen.
  • Der aus den 1, 3 und 9 hervorgehende 3. Tragkörperabschnitt 8 hat ebenfalls eine im wesentlichen sich konusartig erweiternde Querschnittskonfiguration entgegen der Vorschubrichtung VR des Tragkörpers 5.
  • Demzufolge nimmt der Querschnitt der Lagerplatten 9b, 10b von den in Vorschubrichtung VR vorne liegenden Stirnseiten 56 ausgehend in Richtung zu den anderen Stirnseiten 57 hin zu (1 und 9). Auch die Breite der Spreizleisten 24b nimmt von den Stirnseiten 58 zu den Stirnseiten 59 zu. Die bogenförmigen Stützstreben 46b sind der jeweiligen Querschnittskonfiguration angepasst (3 und 9). An den Enden der Lagerplatten 9b, 10b sind entsprechend der 7 Hinterschneidungen 30 vorgesehen, die sich zu T-förmigen Aufnahmen 31 ergänzen. Folglich kann auch der 2. Tragkörperabschnitt 7 mit dem 3. Tragkörperabschnitt 8 über ein aus der 5 erkennbares 2. Kuppelstück 43 zug- und druckfest verbunden werden. Die Verbindung erfolgt über Schraubbolzen SB, wie anhand des 1. Tragkörperabschnitts 6 erläutert.
  • Der 3. Tragkörperabschnitt 8 besitzt lediglich zwei Schneidrollenpaare 60, 61 mit vier Schneidrollen 18 in einem Freiraum zwischen den Lagerplatten 9b, 10b. Die Lagerplatten 9b, 10b sind nur durch eine Distanzleiste 11 zueinander distanziert. Die Drehachsen 21 des in Vorschubrichtung VR vorderen Schneidrollenpaars 60 besitzen einen kleineren Abstand A voneinander als die Drehachsen 21 des hinteren Schneidrollenpaars 61.
  • Die Schneidrollen 18 stehen mit demselben Abstand über die Schmalseiten 49b der Lagerplatten 9b, 10b vor.
  • Mit dem 3. Tragkörperabschnitt 8 ist ein aus den 1, 3 und 6 erkennbares 3. Kuppelstück 62 verbindbar. Dieses 3. Kuppelstück 62 ist durch eine sich in der Rotationsebene RE der Schneidrollen 18 erstreckende Aufweitplatte 63 mit einem T-förmigen Kuppelanschluss 34 an dem in Vorschubrichtung VR vorderen Ende, Dachschrägen an den Schmalseiten 64 und einem Schraubanschluss 65 am anderen Ende gebildet. Die Aufweitplatte 63 ist mittig ausgenommen. In die Ausnehmung 66 ist ein Rundbolzen 67 eingeschweißt, der am freien gegenüber der Aufweitplatte 63 vorstehenden Ende den Schraubanschluss 65 in Form eines konischen Innengewindes besitzt.
  • Auch das hintere 3. Kuppelstück 62 ist, wie vorstehend erläutert, über zwei übereinander liegende Schraubbolzen SB mit den Lagerplatten 9b, 10b des 3. Tragkörperabschnitts 8 verschraubbar.
  • Wird der vorstehend beschriebene Tragkörper 5 durch eine Rohrleitung 4 gezogen oder gedrückt (siehe 10), so sorgen die entgegen der Vorschubrichtung VR einem Schneidrollenpaar, z.B. 14, folgenden Schneidrollen 18 des Schneidrollenpaars 15 dafür, dass zunächst die in der Wand 2 der Rohrleitung 4 erzeugten Nuten 22 vertieft werden und letztlich die Wand 2 auf ganzer Dicke D1 geschlitzt wird. Die Schmalseiten 49a, 49b der Lagerplatten 9a, 10a; 9b, 10b und die Schmalseiten 29a, 29b der Spreizleisten 24a, 24b drücken gemäß den Pfeilen 55 die voneinander getrennten Bereiche der Rohrleitung 4 radial nach außen in das Erdreich 3, so dass letztlich ein Freiraum geschaffen wird, in den eine neue Rohrleitung problemlos eingebracht werden kann.
  • Der vorstehende Sachverhalt ist anhand der 10 schematisch veranschaulicht. Hierbei sind Schneidrollen 18 des 1. Tragkörperabschnitts 6 und des 2. Tragkörperabschnitts 7 dargestellt. Die Schneidrollen 18 des 1. Schneidrollenpaars 14 erzeugen Nuten 22 in der Wand 2 der Rohrleitung 4. Die Schneidrollen 18 des 2. Schneidrollenpaars 15 vertiefen die Nuten 22. Auch die Schneidrollen 18 des 3.Schneidrollenpaars 16 vertiefen die Nuten 22 weiter. Die Schneidrollen 18 des 1. Schneidrollenpaars 50 des 2. Tragkörperabschnitts 7 durchtrennen die Wand 2 auf ganzer Dicke D1, so dass anschließend die alte Rohrleitung 4 in dem erforderlichen Umfang gemäß den Pfeilen 55 in das umgebende Erdreich 3 gepresst werden kann.
  • 1 –
    Vorrichtung
    2 –
    Wand v. 4
    3 –
    Erdreich
    4 –
    Rohrleitung
    5 –
    Tragkörper v. 1
    6 –
    1. Tragkörperabschnitt
    7 –
    2. Tragkörperabschnitt
    8 –
    3. Tragkörperabschnitt
    9 –
    Lagerplatte
    9a –
    Lagerplatte v. 7
    9b –
    Lagerplatte v. 8
    10 –
    Lagerplatte
    10a –
    Lagerplatte v. 7
    10b –
    Lagerplatte v. 8
    11 –
    Distanzleisten
    12 –
    Breitseiten v. 9, 10
    13 –
    Freiraum zw. 9 u. 10
    14 –
    Schneidrollenpaar
    15 –
    Schneidrollenpaar
    16 –
    Schneidrollenpaar
    17 –
    Schneiden v. 18
    18 –
    Schneidrollen
    19 –
    Lagerbolzen
    20 –
    Querbohrungen in 9, 10
    21 –
    Drehachse v. 18
    22 –
    Nuten in 2
    23 –
    Breitseiten v. 9, 10
    24 –
    Spreizleisten
    24b –
    Spreizleisten
    24a –
    Spreizleisten
    25 –
    Ende v. 24
    26 –
    Ende v. 24
    27 –
    Stirnseiten v. 24
    28 –
    Stirnseiten v. 9, 10
    29 –
    Schmalseiten v. 24
    29a –
    Schmalseiten v. 24a
    29b –
    Schmalseiten v. 24b
    30 –
    Hinterschneidungen an 9, 10
    31 –
    T-förmige Aufnahmen
    32 –
    1. Kuppelstück
    33 –
    Keilplatte v. 32
    34 –
    Kuppelanschluss v. 32
    35 –
    Schmalseiten v. 33
    36 –
    Schraubanschluss v. 32
    37 –
    Ausnehmung in 33
    38 –
    Rundbolzen v. 32
    39 –
    Stufenbohrungen in 9
    40 –
    Durchgangsbohrungen in 11
    41 –
    Gewindebohrungen in 10
    42 –
    Durchgangsbohrungen in 33
    43 –
    2. Kuppelstück
    44 –
    Durchgangsbohrungen in 43
    45 –
    innere Oberfläche v. 2
    46 –
    Stützstreben
    46a –
    Stützstreben v. 7
    46b –
    Stützstreben v. 8
    47 –
    Seiten v. 46
    48 –
    Oberflächen v. 46
    49 –
    Schmalseiten v. 9, 10
    50 –
    Schneidrollenpaar v. 7
    51 –
    Schneidrollenpaar v. 7
    52 –
    Schneidrollenpaar v. 7
    53 –
    Strinseiten v. 9a, 10a
    54 –
    Stirnseiten v. 9a, 10a
    55 –
    Pfeile
    56 –
    Stirnseiten v. 9b, 10b
    57 –
    Stirnseiten v. 9b, 10b
    58 –
    Stirnseiten v. 24b
    59 –
    Stirnseiten v. 24b
    60 –
    Schneidrollenpaar v. 8
    61 –
    Schneidrollenpaar v. 8
    62 –
    3. Kuppelstück
    63 –
    Aufweitplatte v. 62
    64 –
    Schmalseiten v. 63
    65 –
    Schraubanschluss v. 62
    66 –
    Ausnehmung in 63
    67 –
    Rundbolzen v. 62
    A –
    Abstand v. 21
    AD –
    Außendurchmesser v. 18
    D –
    Durchmesser v. HK
    D1 –
    Dicke v. 2
    D2 –
    Distanz v. 24
    HK –
    Hüllkreis
    QE –
    Querebene v. 14
    QE1 –
    Querebene v. 15
    QE2 –
    Querebene v. 16
    RE –
    Rotationsebene v. 18
    SB –
    Schraubbolzen
    VR –
    Vorschubrichtung v. 5
    α –
    Keilwinkel v. 14
    β –
    Keilwinkel v. 15
    γ –
    Keilwinkel v. 16

Claims (13)

  1. Vorrichtung zum Längsschlitzen der Wand (2) einer im Erdreich (3) verlegten Rohrleitung (4), die einen durch die Rohrleitung (4) bewegbaren Tragkörper (5) mit Schneidrollen (18) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der in der Rohrleitung (4) zentriert geführte Tragkörper (5) wenigstens zwei in Längsrichtung zueinander versetzte Schneidrollenpaare (14, 15, 16; 50, 51, 52; 60, 61) mit um 180° umfangsseitig zueinander versetzten Schneidrollen (18) mit keilförmigen Schneiden (17) aufweist, die alle in einer gemeinsamen Längsebene (RE) rotieren, wobei ein in der die Drehachsen (21) der Schneidrollen (18) eines in Vorschubrichtung (VR) des Tragkörpers (5) vorderen Schneidrollenpaars (z.B. 14) schneidenden Querebene (QE) um die Schneiden (17) der Schneidrollen (18) gelegter Hüllkreis (HK) einen kleineren Durchmesser (D) als ein um die Schneiden (17) der Schneidrollen (18) des entgegen der Vorschubrichtung (VR) jeweils folgenden Schneidrollenpaars (z.B. 15) in der die Drehachsen (21) seiner Schneidrollen (18) schneidenden Querebene (Q1) gelegter Hüllkreis (HK) aufweist.
  2. Vorrichtung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper (5) segmentartig in mindestens zwei axial aufeinander folgende, zug- und druckfest sowie lösbar miteinander verbundene Tragkörperabschnitte (6, 7, 8) gegliedert ist, die jeweils wenigstens ein Schneidrollenpaar (14, 15, 16; 50, 51, 52; 60, 61) aufweisen.
  3. Vorrichtung nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Keilwinkel (?, ß, ?) der Schneiden (17) der Schneidrollen (18) sich entgegen der Vorschubrichtung (VR) des Tragkörpers (5) von Schneidrollenpaar (z.B. 14) zu Schneidrollenpaar (z.B. 15) verringert.
  4. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass alle Schneidrollen (18) denselben Außendurchmesser (AD) aufweisen.
  5. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (A) der Drehachsen (21) der Schneidrollen (18) eines Schneidrollenpaars (z.B. 14) entgegen der Vorschubrichtung (VR) des Tragkörpers (5) von Schneidrollenpaar (z.B. 14) zu Schneidrollenpaar (z.B. 15) zunimmt.
  6. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper (5) zwei um 180° zueinander und um 90° zu den Schneidrollen (18) versetzte, sich in Längsrichtung des Tragkörpers (5) erstreckende durchgehende Spreizleisten (24, 24a, 24b) mit dachförmigen Schmalseiten (29, 29a, 29b) aufweist, deren größte Distanz (D2) jeweils kleiner als der Durchmesser (D) eines Hüllkreises (HK) ist, der in der die Drehachsen (21) der Schneidrollen (18) schneidenden Querebene (z.B. QE) um die Schneiden (17) gelegt ist.
  7. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper (5) zusätzlich zu den Schneidrollen (18) weitere Schlitzrollen aufweist, deren Drehachsen um 90° in Umfangsrichtung versetzt in den die Drehachsen (21) der Schneidrollen (18) eines Schneidrollenpaars (z.B. 14) schneidenden Querebene (QE) liegen.
  8. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper (5) zwei miteinander verschraubbare, die Schneidrollen (18) zwischen sich aufnehmende, zueinander parallel ausgerichtete Lagerplatten (9, 10; 9a, 10a; 9b, 10b) aufweist.
  9. Vorrichtung nach Patentanspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerplatten (9, 10; 9a, 10a; 9b, 10b) im Bereich neben den Schneidrollen (18) an den einander abgewandten Breitseiten (23) mit bogenförmigen Stützstreben (46, 46a, 46b) versehen sind, deren äußere Oberflächen (48) innerhalb eines die Schneiden (17) der Schneidrollen (18) in der Querebene (z.B. QE) ihrer Drehachsen (21) ummantelnden Hüllkreises (HK) liegen.
  10. Vorrichtung nach Patentanspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass endseitig der Lagerplatten (9, 10; 9a, 10a; 9b, 10b) des Tragkörpers (5) Hinterschneidugnen (30) zur formschlüssigen Aufnahme von mit den Lagerplatten (9, 10; 9a, 10a; 9b, 10b) zusammensteck- und verschraubbaren Kuppelstücken (32, 43, 62) mit T-förmigen Kuppelanschlüssen (34) vorgesehen sind.
  11. Vorrichtung nach Patentanspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass ein zwei Tragkörperabschnitte (z.B. 6, 7) zug- und druckfest verbindendes 2. Kuppelstück (43) in der Querschnittskonfiguration hundeknochenartig ausgebildet ist.
  12. Vorrichtung nach Patentanspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das in Vorschubrichtung (VR) des Tragkörpers (5) vordere 1. Kuppelstück (32) durch eine sich in der Rotationsebene (RE) der Schneidrollen (18) erstreckende Keilplatte (33) mit einem T-förmigen Kuppelanschluss (34) an einem Ende, Dachschrägen an den Schmalseiten (35) und einem Schraubanschluss (36) am anderen Ende gebildet ist.
  13. Vorrichtung nach einem der Patentansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das in Vorschubrichtung (VR) des Tragkörpers (5) hintere 3. Kuppelstück (62) durch eine sich in der Rotationsebene (RE) der Schneidrollen (18) erstreckende Aufweitplatte (63) mit einem T-förmigen Kuppelanschluss (34) an einem Ende, Dachschrägen an den Schmalseiten (64) und einem Schraubanschluss (65) am anderen Ende gebildet ist.
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