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Die Erfindung betrifft eine Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine,
bestehend aus gegenläufig
antreibbaren profilierten Flachbacken, jeweils gelagert auf Schlitten
mit Führungen, die
in einem Maschinengestell mit Zugverankerungen angeordnet sind.
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Bekannt ist aus der
DE 100 28 165 A1 eine Kaltwalzmaschine
mit zwei synchron gegenläufig
bewegten profilierten Walzstangen, die jeweils über einen Schlitten auf einer
Führung
gelagert sind und die beim Kaltwalzvorgang im Eingriff mit einem
zwischen den beiden Walzstangen drehbar gelagerten Werkstück stehen.
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Zwecks Verringerung der Stillstandszeiten während der
Produktion ist diese Kaltwalzmaschine für jede Walzstange über eine
Zustelleinrichtung mit einem Zustellantrieb versehen, so daß während des Walzvorganges
die Walzstangen in Eingriffsrichtung verstellbar sind. Diese Kaltwalzmaschine
besteht daher im wesentlichen aus einer vertikal ausgebildeten Brückenkonstruktion
mit nach oben vorstehenden Stützschenkeln
und jeweils daran befestigten Stützkörpern, innerhalb
deren über
Schrägbahnführungen die
Führungsschlitten
geführt
sind. Diese Schrägbahnführungen
der Führungsschlitten
sind dabei derart v-förmig
gegeneinander angestellt, beispielsweise im Winkel von 3 Grad, so
daß sich
deren Abstand zur Aufstellfläche
der Walzmaschine hin verringert.
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Die Führungsschlitten verfügen nur
jeweils über
einen NC-Antrieb, der eine Axialverschiebung der Führungsschlitten,
je nach Drehrichtung der NC-Antriebe, herbeiführt, im Rahmen der v-förmig ausgebildeten
Schrägbahnführungen.
Im übrigen sind
die Führungsschlitten
keilförmig
ausgebildet, derart, daß die
auf diesen angeordneten Schlitten mit den Walzstangen entsprechend
radial zum zu walzenden Werkstück
hin oder von diesen weg, infolge der Axialverschiebung der Führungsschlitten,
verstellt werden können.
Die Schlitten für
die beiden Walzstangen werden jeweils durch NC-Antriebe bewegt.
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Die Nachteile dieser Kaltwalzmaschine
bestehen nun offensichtlich darin, daß die Axialverschiebung der
Führungsschlitten
mit den darauf angeordneten Schlitten mit den Walzstangen jeweils
lediglich im Rahmen der ausgebildeten Schrägführungen (z. B. 1,5 Grad/Winkel)
erfolgen kann. Damit ist zwar während
des Walzvorganges diese Verstellbarkeit möglich, doch lassen sich beim
Wechsel zu anderen Profilen von zu walzenden Werkstücken bzw. Walzstangen
unterschiedlicher Dicke keine Zeiteinsparungen erzielen.
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Auch die Stabilität der Kaltwalzmaschine infolge
der C-gestell-förmigen
Konstruktion kann durch die Auffederung zu Ungenauigkeiten beim
Walzvorgang führen,
da in Höhe
des sich drehenden Werkstückes
eine gewisse Weichheit dieser Konstruktion nicht auszuschließen ist.
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Desweiteren können sich schließlich über die
NC-Antriebe der beiden Walzschlitten mit den Walzstangen die Walzgeschwindigkeiten
lediglich im bisher bekannten Bereich von höchstens 1,3 m/s bewegen, so
daß hier
ebenfalls Verbesserungsbedarf im Hinblick auf eine Produktivitätserhöhung gesehen werden
kann.
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Desweiteren sind aus der WO 99/64184
A1, WO 99/64185 A1 und WO 99/64196 A1, noch vorbekannte Kaltwalzmaschinen
zu erwähnen,
bei denen das Maschinengestell aus mehreren Teilstücken besteht,
und diese daher über
mehrere vorgespannte Zuganker verfügen, die diese einzelnen Gestellteile damit
zusammenhalten. Andererseits wird jedoch hier immer eine Lagerung
des beweglichen Schlittens angegeben (siehe dort 4), der sich letztlich über Brückenführungen
abstützt
und hiermit gleichfalls Durchbiegen beim Walzvorgang zuläßt.
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Gemäß der WO 99/43454 A1 ist nun
eine andere Kaltwalzmaschine vorbekannt, die in einem geschweißten Maschinengestell
die beim Walzvorgang auftretenden seitlichen Kräfte über vorgespannte Zugstangen
egalisieren sollen, jedoch (siehe dort 4A) infolge der angeordneten beidseitigen Schlittenlagerungen
gerade in der zu walzenden Werkstückhöhe Durchbiegungen zulassen,
so daß beim
Auftreten von großen
Seitenkräften
auch Maßabweichungen
an dem zu walzenden Werkstückes eintreten
können.
Auch ist hier ein unabhängig
arbeitendes Antriebssystem für
die beiden Walzstangen beschrieben, welches die erforderliche Synchronität über Positionssignale an
jedem der Motorenantriebe leitet und dadurch die Walzstangen-Grundpositionen jeweils
im Synchronlauf hält.
Jedoch ist auch hier eine weitere Steigerung der Walzgeschwindigkeiten infolge
der bekannten Walzspindelmutter-Antriebe nicht möglich.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht
daher darin, an einer Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine
der Eingangs genannten Art, eine andersartige Antriebsart für jeden
der Schlittenteile anzugeben, die Art der Krafteinleitung im Maschinengestell zu
verbessern und die Umrüstzeiten
(Werkstückwechselzeiten)
generell zu verkürzen,
um damit eine Produktivitätssteigerung
an einer derartigen Maschine zu erreichen.
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Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die
kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst, wobei das generell zu einer
andersartigen konstruktiven Neugestaltung bei einer Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine
führt.
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Die neue Denkweise besteht nun darin,
daß die
beiden Walzschlitten mit je einem elektrischen Linearmotoren-Antrieb
oder mit einem hydrostatischen Gewindespindel-Antrieb wirkverbunden
sind und daß hinter
jedem Walzbereich jeweils ein fest angeordneter Führungstisch
als Schlittenführung
ausgebildet und wenigstens ein Walzschlitten quer zur Profilwalz-Verfahrrichtung
jeweils mittels wenigstens einem Verstell-Antrieb einstellbar ausgebildet
ist.
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Infolge der elektrischen Linearmotoren-Antriebe
oder der hydrostatischen Gewindespindel-Antriebe können die
Walzstangen grundsätzlich
mit höheren
Geschwindigkeiten gefahren werden, regelmäßig im Bereich bis 2 m/s. Desweiteren
entfallen hier auf Grund der exakten Steuerbarkeit der beiden möglichen
Antriebe über
elektronisch gesteuerte Synchronitätsregelungen die bisher üblichen
mechanischen Kupplungssysteme.
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Die Anordnung eines festen Tisches
hinter jeder Walzstange in der Art eines stabilen Pressentisches
bringt eine bisher beim Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzen nicht
bekannte Stabilität
bei der Einleitung der beim Walzvorgang entstehenden Walzkräfte in das
Maschinen-Körper-Gestell.
Desweiteren eröffnet
eine Anordnung eines Querverstell-Antriebes für wenigstens einen Walzschlitten – senkrecht
zur Profilwalz-Verfahrrichtung – die
Möglichkeit,
die Walzschlitten in derart großen
Bereichen exakt wiederholbar über
elektronische Positionssysteme neu einzustellen, so daß letztlich
beim Wechsel zu anderen Profilen von Werkstücken gleiche Walzstangen benutzt
werden können.
Insgesamt sind mittels dieser vorgenannten Auswirkungen der erfindungsgemäßen Ausbildung
und Anordnung einer Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine
generelle Produktivitätssteigerungen
bei entsprechenden Walzteilen erzielbar.
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Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der
Erfindung besteht darin, daß jeder
der Walzschlitten als ein Walzstangen-Modul mit einem integrierten elektrischen
Linearmotoren-Antrieb oder mit einem hydrostatischen Gewindespindel-Antrieb und fest
angeordneten Führungstisch
für die
Walzschlitten ausgebildet ist.
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In Verbindung mit der weiteren Ausgestaltung
der Erfindung, daß insgesamt
jeder der Walzstangen-Module
durch einen Planetenrollspindel-Antrieb senkrecht zur Schlitten-Verfahrrichtung
verstellbar ausgebildet ist, können
insbesondere auch beim Wechseln von Walzstangen für ein anderes
Walzprofil infolge der wesentlich besseren Zugänglichkeit im auseinander gefahrenen
Zustand Zeiteinsparungen beim Aus- und Einbau erzielt werden.
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Statt des Planetenrollspindel-Antriebes
können
hier auch wahlweise Hydraulikzylinder oder Keilverstellungen oder
hydrostatische Gewindespindeln für
die Verstellbarkeit der Walzstangen-Module benutzt werden.
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Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung soll
darin bestehen, daß die
elektrischen Linearmotoren-Antriebe jeweils seitlich hinter den
Walzschlitten angeordnet sind. Insbesondere durch diese Anordnung
wird für
ein durchgehendes festes Tischprofil Platz geschaffen, senkrecht
hinter dem Walzteil, was letztlich die Stabilität der Kaltwalzmaschine erhöht und der
Walzteilgenauigkeit förderlich
ist.
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Auch können die elektrischen Linearmotoren-Antriebe
aus zwei fest angeordneten Primärteilen
und einen dazwischen angeordneten Sekundärteil bestehen. Hierbei können insbesondere
höhere Walzgeschwindigkeiten
und hohe Walzkräfte
erreicht werden.
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Desweiteren können die Walzschlitten über eine
Führungsschiene
mit dem jeweiligen feststehenden Führungstisch verbunden sein.
Diese Ausbildung der Walzschlitten gepaart mit jeweils zwei seitlichen
Führungswagen,
deren Führungsschienen sich
in den Gestell-Teilen der Walzstangen-Module abstützen, schafft äußerst hohe
Führungsgenauigkeiten
und dynamische Steifigkeit der Walzschlitten.
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Die Erfindung wird auch noch dadurch
ausgestaltet, indem innerhalb jedes Seitenständers beabstandet jeweils zwei
durchgehende Führungsschienen
angeordnet sind, an denen die Führungswagen
mit den Walzstangen-Modulen einstell- und verfahrbar sind. Hierdurch
können
die Walzstangen-Module sehr leichtgängig, auch einzeln, in kleinen
wie in großen
Bereichen verfahren werden. In Verbindung mit den Querverstell-Antrieben
und entsprechenden Wegmeßeinrichtungen
ist hierdurch auch ein Pendelwalzen möglich.
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Nachstehend wird die Erfindung an
einem Ausführungsbeispiel
noch näher
erläutert.
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Die Zeichnungen zeigen:
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1 eine
prinzipielle perspektivische Darstellung einer Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine
in Vorderansicht,
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2 Ansicht
der Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine ähnlich 1 mit perspektivischen Teileinsichten
im Maschinengestell, Walzstangen-Module und Planetenrollspindel-Trieb,
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3 perspektivische
Teilansicht in einem anderen Maßstab
des oberen Walzstangen-Moduls gemäß Pfeildarstellung
nach
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2 mit
oberem Planetenrollspindel-Trieb, Linearmotoren-Antrieb
und fest angeordnetem Führungstisch,
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4 eine
Schnittdarstellung durch den unteren Walzstangen-Modul – rechtsseitige
Ansicht und schließlich
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5 eine
Schnittdarstellung durch den unteren Walzstangen-Modul – linksseitige
Ansicht Die 1 zeigt
perspektivisch den prinzipiellen Aufbau der Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine 30,
wobei die einzelnen Maschinen-Körper-Teile jeweils aus
Stahlplatten zu Schweißteilen
zusammengefügt
sind. Die Profilwalzmaschine 30 besteht demnach aus einem
derartigen Maschinen-Körper-Unterteil 1.1 und
einem Maschinen-Körper-Oberteil 1.2. Diese
beiden Maschinen-Körper-Teile 1.1 und 1.2 werden
durch einen rechten Seitenständer 2 und durch
einen linken Seitenständer 3 prinzipiell
abgestützt.
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Mittels eines vorderen Seitenständers 4.1 und
eines hinteren Seitenständers 4.2 (2) werden die radialen Walzkräfte während des
Walzprozesses am Entstehungsort egalisiert.
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Zwecks Erhöhung der Gesamtstabilität der Profilwalzmaschine 30 sind
die vorgenannten einzelnen Maschinen-Körper-Teile über Zuganker 7 mittels entsprechender
Muttern 8 vorgespannt ausgebildet. Innerhalb dieses stabil
ausgebildeten Maschinen-Körpers sind
nun die Walzstangen-Module 5, 6 angeordnet. Das
Walzstangen-Modul 5 ist hierbei als das untere Walzstangen-Modul
ausgebildet, während
das Walzstangen-Modul 6 als Gesamtanordnung das obere Walzstangen-Modul
betrifft. Diese Walzstangen-Module 5, 6 sind gemäß dem Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzen-Prinzip
gleichartig ausgebildet, wobei die gegenläufige Anordnung in der gezeigten
Horizontallage eine linksseitige untere Walzstange 10.1 mit
einem entsprechenden unteren Walzschlitten 11.1 aufzeigt,
während
rechtsseitig die obere Walzstange 10.2 mit dem oberen Walzschlitten 11.2 (2) angeordnet ist.
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In 2 werden
nun Teileinsichten gemäß der beschriebenen 1 in die Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine 30 aufgezeigt.
Diese Teileinsichten betreffen insbesondere das Maschinengestell,
wobei der vordere Seitenständer 4.1 sowie der
rechte Seitenständer 2 bis
auf die in diesen Seitenständern
angeordneten vorgespannten Zugstangen 7 fortgelassen wurden,
so daß die
prinzipielle Anordnung der beiden Walzstangen-Module 5, 6 (1) mit deren elektrischen
Linear motoren-Antriebe 26, 27 sowie die Planetenrollspindel-Triebe 16, 17 der
Gesamt-Module einsehbar werden.
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In dieser dargestellten Grundposition
befindet sich das zu walzende Werkstück 19 in seiner Walzposition,
wobei der das Werkstück 19 tragende Spindelstück nicht
gezeigt ist. Der untere Walzstangen-Modul 5 besteht aus
der unteren Walzstange 10.1, die auf dem unteren Walzschlitten 11.1 aufmontiert
ist. Dieser untere Walzschlitten 11.1 ist mit der Führungsschiene 21.1 (4) fest verbunden, wobei diese,
die beim Walzvorgang auftretenden radialen Walzkräfte auf
den dahinter fest angeordneten Führungstisch 20.1 überträgt. Daher
ist eine Durchbiegung während
jeder Walzposition, sowohl beim Walzbeginn als auch in Walzmitte
oder zum Walzende hin, ausgeschlossen. Aus 2 ist weiterhin einsehbar, daß der elektrische
Linearmotoren-Antrieb 26 unterhalb der festen Tischanordnung 20.1 (4) vorgesehen ist, wobei
das Sekundär-Teil 9 des
elektrischen Linearmotors 26 zwischen dem Doppel-Primär-Teil 18.1 vorgesehen
ist. Die gleiche Anordnung des elektrischen Linearmotors 27 ist
für den
oberen Walzstangen-Modul 6 vorgesehen, lediglich seitenversetzt.
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Die obere Walzstange 10.2,
in 2 linksseitig, wird
vom Walzschlitten 11.2 getragen.
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Sowohl der untere Walzschlitten 11.1 als auch
der obere Walzschlitten 11.2 sind innerhalb ihrer Module 5, 6 über jeweils
beidseitig ausgebildete Führungswagen 12.1 und
Führungsschienen 13.1, gemäß 2 rechtsseitig, unten, oder
Führungswagen 12.2 und
Führungsschiene 13.2 linksseitig, oben,
entsprechend geführt
(siehe auch 3 und 4). Auch der jeweilige elektrische
Linearmotoren-Antrieb 26 des unteren Walzstangen-Moduls 5 und
der obere elektrische Linearmotoren-Antrieb 27 des oberen
Walzstangen-Moduls 6 wird mittels entsprechenden gestellfesten
Führungswagen 22.1 und 22.2 für das Sekundär-Teil 9 auf
verfahrbaren Führungsschienen 23.1 und 23.2 geführt.
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Prinzipiell ist in 2 auch dargestellt, daß die jeweiligen
Walzstangen-Module 5, 6 über jeweils innen an den beiden
Seitenständern 2, 3 angeordnete
Führungsschienen 15,
zwei an jeden der Seitenständer 2 und 3,
verfügen,
in denen die an den Walzstangen-Modulen 5, 6 integrierten
Führungswagen 14 exakt
vertikal geführt
werden. Mittels der Planetenrollspindel-Triebe 16 bzw.
17, die in den Maschinen-Körper-Unterteil 1.1 bzw.
im Maschinen-Körper-Oberteil 1.2 plaziert
sind, können
nun die Module 5, 6 insgesamt in Maschinenkörper horizontal
in großen
Bereichen entsprechend genau und über entsprechende Programme
der Steuerungen der Planetenrollspindel-Triebe 16, 17 verstellt
werden.
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Diese Verstellmöglichkeiten können während des
Walzprozesses oder beim Walzstangenwechsel genutzt werden.
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3 zeigt
eine perspektivische Teilansicht (in einem anderen Maßstab) des
oberen Walzstangen Moduls 6 gemäß Pfeildarstellung nach 2 mit dem oberen Planetenrollspindel-Trieb 17,
den elektrischen Linearmotoren-Antrieb 27 (2) und dem fest angeordneten Führungstisch 20.2.
Insbesondere zeigt die 3,
daß der
Planetenrollspindel-Trieb 17 für den Walzstangen-Modul 6 außerhalb
dieses Modul 6 im Maschinen-Körper-Oberteil 1.2 (2) plaziert ist.
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Der oberhalb des Walzteiles 19 angeordnete Walzschlitten 11.2,
der die Walzstange 10.2 trägt, überträgt die beim Walzvorgang entstehenden
Walzkräfte über die
Führungsschiene 21.2 auf
den im Walzmodul 6 fest angeordneten Führungstisch 20.2. Dieser
Walzschlitten 11.2 ist mit zwei seitlichen Führungswagen 12.2 bestückt und
läuft in
den zwei gezeigten seitlichen Führungsschienen 13.2,
welche sich an den seitlichen Gestellteilen des oberen Walzstangen-Moduls 6 abstützen. Im
oberen Teil dieses Walzstangen-Moduls 6 werden desweiteren
die feststehende Anordnung des oberen Doppel-Primär-Teiles 18.2 sowie
die horizontalen Längsführungen
des beweglichen Sekundärteiles 9 ersichtlich.
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Dem Sekundär-Teil 9 ist im oberen
Teil des Walzstangen-Moduls 6 eine beidseitige Längslagerung
und im unteren Teil eine Längslagerung
zugeordnet, wobei auf der gestellfesten Führungsschiene 25.2 der
verfahrbare Führungswagen 24.2 beidseitig vorgesehen
ist und sowohl der festen Führungstischseite 20.2 als
auch dem Planetenrollspindel-Trieb 17 zugewandt ist, während eine
weitere verfahrbare Führungsschiene 23.2,
am Mitnehmer 31 des Sekundär-Teiles 9 angeordnet im gestellfesten
Führungswagen 22.2 bewegt
wird.
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Die 4 und 5 stellen jeweils eine Schnittdarstellung
durch den unteren Walzstangen-Modul 5 dar, wobei 4 eine rechtsseitige Schnitt-Ansicht
(gemäß 2) und 5 eine linksseitige Schnitt-Ansicht (gemäß 2) ergeben, um die Anordnung
der wesentlichen Hauptteile im Walzstangen-Modul 5 aufzuzeigen.
Auf dem Walzschlitten 11.1 ist die Walzstange 10.1 fest
angeordnet. Mit dem Walzschlitten 11.1 ist eine Führungsschiene 21.1 fest verbunden,
die über
den Führungstisch 20.1 die
radialen Walzkräfte
in das Walzstangen-Modul 5 weiterleitet. Der Walzschlitten 11.1 besitzt
beidseitig Führungswagen 12.1,
die in den beiden Führungsschienen 13.1 in
Walzstangen-Modul 5 geführt
werden. Der Mitnehmer 31 übernimmt die Verbindung vom elektrischen
Linearmotoren-Antrieb, den beweglichen Sekundär-Teil 9, zum Walzschlitten 11.1. Schließlich ist
die Längslagerung
des Sekundär-Teils 9 aufgezeigt
mit zwei feststehenden Führungsschienen 25.1 und
entsprechend verfahrbaren Führungswagen 24.1 sowie
der verfahrbaren Führungsschiene 23.1 und
dem gestellfesten Führungswagen 22.1.
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Mittels der im einzelnen beschriebenen
Anordnung der neuartigen Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine
gelingt es erstmalig auf Grund des elektrischen Linearmotoren-Antriebes Walzgeschwindigkeiten
von bis zu 2m/s zu realisieren, die Walzteilgenauigkeiten in wiederholbaren
Bereichen durch hohe Steifigkeit der Tischausbildung zu gewährleisten
sowie mittels der Gesamtverstellmöglichkeit der Walzstangen-Module
sowohl beim Wechseln der Walzstangen für andere Walzprofile als auch
beim Werkstückwechsel
selbst Einsparungen zu erzielen.
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- 1.1 –
- Maschinen-Körper-Unterteil
- 1.2 –
- Maschinen-Körper-Oberteil
- 2 –
- Seitenständer, rechts
- 3 –
- Seitenständer, links
- 4.1 –
- vorderer
Seitenständer
- 4.2 –
- hinterer
Seitenständer
- 5 –
- Walzstangen-Modul,
unten
- 6 –
- Walzstangen-Modul,
oben
- 7 –
- Zuganker
- 8 –
- Mutter
- 9 –
- Sekundär-Teil beweglich,
des elektrischen
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- Linearmotors
- 10.1 –
- Walzstange,
unten / Werkzeug-Aktivteil
- 10.2 –
- Walzstange,
oben / Werkzeug-Aktivteil
- 11.1 –
- Walzschlitten,
unten / Walzstangenträger
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- unten
- 11.2 –
- Walzschlitten,
oben / Walzstangenträger
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- oben
- 12.1 –
- Führungswagen,
rechts, für
unteren
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- Walzschlitten
- 12.2 –
- Führungswagen,
links, für
oberen
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- Walzschlitten
- 13.1 –
- Führungsschiene,
rechts, für
unteren
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- Walzschlitten
- 13.2 –
- Führungsschiene,
links, für
oberen
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- Walzschlitten
- 14 –
- Führungswagen
für beide
Walzstangen-
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- Module
- 15 –
- Führungsschienen
für beide
Walzstangen-
-
- Module
- 16 –
- Planetenrollspindel-Trieb
für Walzstangen-
-
- Module,
unten
- 17 –
- Planetenrollspindel-Trieb
für Walzstangen-
-
- Module,
oben
- 18.1 –
- Doppel-Primär-Teil,
fest, des elektrischen
-
- Linearmoten-Antriebes,
unten
- 18.2 –
- Doppel-Primär-Teil,
fest, des elektrischen
-
- Linearmotoren-Antriebes,
oben
- 19 –
- Werkstück
- 20.1 –
- Führungstisch,
fest, unten
- 20.2 –
- Führungstisch,
fest, oben
- 21.1 –
- Führungsschiene
für unteren
Walzschlitten
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-
11.1
- 21.2 –
- Führungsschiene
für oberen
Walzschlitten
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-
11.2
- 22.1 –
- Führungswagen
für Sekundär-Teil 9,
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- gestellfest
- 22.2 –
- Führungswagen
für Sekundär-Teil 9,
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- gestellfest,
oben
- 23.1 –
- Führungsschiene
für Führungswagen 22,
-
- verfahrbar
- 23.2 –
- Führungsschiene
für Führungswagen 22,
-
- verfahrbar,
oben
- 24.1 –
- Führungswagen
für Sekundär-Teil 9,
-
- verfahrbar
- 24.2 –
- Führungswagen
für Sekundär-Teil 9,
-
- verfahrbar
- 25.1 –
- Führungsschiene
für Sekundär-Teil 9,
-
- gestellfest
- 25.2 –
- Führungsschiene
für Sekundär-Teil 9,
-
- gestellfest,
oben
- 26 –
- Elektrischer
Linearmotoren-Antrieb, unten
- 27 –
- Elektrischer
Linearmotoren-Antrieb, oben
- 30 –
- Zweischlitten-Flachbacken-Profilwalzmaschine
- 31 –
- Mitnehmer