[go: up one dir, main page]

DE10259574A1 - Servolenkung, insbesondere eines Kraftfahrzeuges - Google Patents

Servolenkung, insbesondere eines Kraftfahrzeuges Download PDF

Info

Publication number
DE10259574A1
DE10259574A1 DE2002159574 DE10259574A DE10259574A1 DE 10259574 A1 DE10259574 A1 DE 10259574A1 DE 2002159574 DE2002159574 DE 2002159574 DE 10259574 A DE10259574 A DE 10259574A DE 10259574 A1 DE10259574 A1 DE 10259574A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steering
straight
power steering
vehicle wheels
ahead
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2002159574
Other languages
English (en)
Inventor
Dieter Dipl.-Ing. Neugebauer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mercedes Benz Group AG
Original Assignee
DaimlerChrysler AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DaimlerChrysler AG filed Critical DaimlerChrysler AG
Priority to DE2002159574 priority Critical patent/DE10259574A1/de
Publication of DE10259574A1 publication Critical patent/DE10259574A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D5/00Power-assisted or power-driven steering
    • B62D5/04Power-assisted or power-driven steering electrical, e.g. using an electric servo-motor connected to, or forming part of, the steering gear
    • B62D5/0457Power-assisted or power-driven steering electrical, e.g. using an electric servo-motor connected to, or forming part of, the steering gear characterised by control features of the drive means as such
    • B62D5/046Controlling the motor
    • B62D5/0466Controlling the motor for returning the steering wheel to neutral position
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D5/00Power-assisted or power-driven steering
    • B62D5/06Power-assisted or power-driven steering fluid, i.e. using a pressurised fluid for most or all the force required for steering a vehicle
    • B62D5/08Power-assisted or power-driven steering fluid, i.e. using a pressurised fluid for most or all the force required for steering a vehicle characterised by type of steering valve used
    • B62D5/083Rotary valves
    • B62D5/0835Rotary valves characterised by means for actively influencing the deflection angle of the valve, e.g. depending on driving parameters
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62DMOTOR VEHICLES; TRAILERS
    • B62D6/00Arrangements for automatically controlling steering depending on driving conditions sensed and responded to, e.g. control circuits
    • B62D6/002Arrangements for automatically controlling steering depending on driving conditions sensed and responded to, e.g. control circuits computing target steering angles for front or rear wheels

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mathematical Physics (AREA)
  • Steering Control In Accordance With Driving Conditions (AREA)

Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine Servolenkung, insbesondere für Kraftfahrzeuge, wobei der Servomotor (7) auch zu einer selbsttäigen Rückstellung der gelenkten Fahrzeugräder (1) in deren Geradeausstellung ansteuerbar ist. Diese Rückstellung wird durch eine Rückstellbewegung der Lenkhandhabe, in der Regel ein Lenkhandrad (6), initiiert.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Servolenkung eines nicht spurgebundenen Fahrzeuges, insbesondere eines Kraftfahrzeuges, dessen gelenkte Fahrzeugräder über eine Lenkgetriebeanordnung mit einer durch Handkraft betätigten Lenkhandhabe, insbesondere einem Lenkhandrad, sowie mit einem Servomotor gekoppelt sind, welcher in Abhängigkeit von Maß und Richtung der auf die Lenkhandhabe einwirkenden Handkraft steuerbar ist.
  • Mit Ausnahme sehr leichter Kraftfahrzeuge sind heute praktisch alle Kraftfahrzeuge mit Servolenkungen ausgerüstet, so dass der Fahrer Lenkmanöver mit geringer Handkraft auszuführen vermag. Die EP 0 566 168 B1 zeigt eine als Zahnstangenlenkung ausgebildete Servolenkung, bei der das mit der Zahnstange kämmende Ritzel mit einer mit einem Lenkhandrad gekoppelten Welle begrenzt drehelastisch verbunden ist, so dass bei Lenkmanövern begrenzte Relativdrehungen zwischen dem Ritzel und der vorgenannten Welle in Abhängigkeit von der am Lenkhandrad wirkenden Handkraft auftreten. Diese Relativdrehungen werden zur handkraftabhängigen Steuerung eines im Beispiel der EP 0 566 168 B1 elektrischen Servomotors herangezogen.
  • Aus der DE 34 14 843 A1 ist eine hydraulische Servolenkung bekannt, bei der das Lenkhandrad mit einer Lenkspindel verbunden ist, die ihrerseits über einen Kugelumlauf mit einem Kolben eines als doppeltwirkendes Kolben-Zylinder-Aggregat ausgebildeten Hydraulischen Servomotors zwangsgekoppelt ist.
  • Der Kolben wird bei Drehung der Spindel bzw. des Lenkhandrades je nach Drehrichtung in der einen oder anderen Richtung verschoben. Ein kolbenseitiges Verzahnungsteil kämmt mit einem Zahnsegment eines Lenkstockhebels, der seinerseits zur Lenkverstellung mit den lenkbaren Fahrzeugrädern verbunden ist, so dass Hübe des vorgenannten Kolbens analoge Lenkwinkeländerungen der gelenkten Fahrzeugräder bewirken. Bei Drehungen der Lenkspindel führt eine damit zusammenwirkende kolbenseitige Lenkmutter begrenzte Drehbewegungen aus, so dass ein mit der Lenkmutter gekoppeltes Servoventil entsprechend verstellt wird, über das die beiden Stirnseiten des Kolbens mit unterschiedlichen Druckdifferenzen beaufschlagt werden. Damit wirkt auf dem Kolben eine hydraulisch erzeugte Servokraft, durch die die am Lenkhandrad bei Lenkmanövern aufzubringende Handkraft vermindert wird.
  • Die Lenkkinematik heutiger Fahrzeuglenkungen ist oftmals so ausgebildet, dass bei niedrigen bis mittleren Fahrgeschwindigkeiten nur äußerst geringe dynamische Rückstellkräfte auftreten, die die gelenkten Fahrzeugräder bei Lenkverstellungen in ihre Geradeausstellung zurückzudrängen suchen.
  • Aus diesem Grunde wurden bereits Servolenkungen entwickelt, bei denen der Servomotor auch zu einer aktiven Lenkrückstellung eingesetzt wird.
  • In diesem Zusammenhang ist es aus der eingangs angegebenen EP 0 566 168 B1 bekannt, den Servomotor immer dann zur Lenkrückstellung anzusteuern, wenn das zwischen Ritzel und Lenkhandrad übertragene Moment einen geringen Schwellwert unterschreitet bzw. verschwindet. Dies ist gleichbedeutend damit, dass die Lenkung automatisch in ihre Geradeausstellung zurückgestellt wird, wenn das Maß der auf das Lenkhandrad ausgeübten Handkraft einen geringen Schwellwert unterschreitet oder das Lenkhandrad losgelassen wird.
  • Im Beispiel der vorgenannten DE 34 14 843 A1 steuert der Lenkstockhebel ein zusätzliches Proportionalventil, über das das Servoventil mit einer hydraulischen Stellkraft beaufschlagt werden kann, so dass dieses bei zunehmender Abweichung der gelenkten Fahrzeugräder von ihrer Geradeausstellung mit einer zur Lenkstellung der gelenkten Fahrzeugräder analogen Zusatz-Stellkraft belastet und entsprechend verstellt wird. Im Ergebnis wird damit auf den Kolben des hydraulischen Servoaggregates eine hydraulische Druckdifferenz ausgeübt, die den Kolben in seine der Geradeausstellung der gelenkten Fahrzeugräder zugeordnete Lage drängt.
  • Aufgabe der Erfindung ist es nun, das Rückstellverhalten einer Servolenkung der eingangs angegebenen Art zu verbessern, wobei insbesondere gewährleistet sein soll, dass eine automatische Rückstellung nur bei entsprechendem Rückstellwunsch des Fahrers erfolgt.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine Sensorik zur Erfassung der Lenkwinkel der gelenkten Fahrzeugräder und/oder der Stell- oder Drehhübe der Lenkhandhabe oder des Lenkhandrades vorgesehen ist und der Servomotor von einer mit der Sensorik zusammenwirkenden automatischen Steuerung zur zumindest teilweisen aktiven Rückstellung der gelenkten Fahrzeugräder in deren Geradeausstellung betätigbar ist, wenn und/oder solange die Sensorik Änderungen des Lenkwinkels und/oder der Stell- oder Drehhübe in Richtung der Geradeausstellung erfaßt.
  • Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, eine aktive Lenkrückstellung erst dann durchzuführen, wenn der Fahrer eine Rückführung der Lenkung in die Geradeauslage aktiv eingeleitet oder passiv hingenommen hat.
  • Des Weiteren nutzt die Erfindung vorteilhaft die Tatsache, dass heutige Kraftfahrzeuge zur Erhöhung der dynamischen Fahrstabilität oftmals mit elektronischen Stabilitätssteuer systemen ausgerüstet sind, die eine umfangreiche Sensorik aufweisen, welche vielfältige dynamische Parameter, unter anderem auch die Lenkwinkel der gelenkten Fahrzeugräder bzw. die Stell- oder Drehhübe der Lenkhandhabe oder des Lenkhandrades erfassen. Damit stehen die für die erfindungsgemäße Lenkrückstellung auszuwertenden Signale ohne weiteres zur Verfügung.
  • Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Sensorik eine den Stell- oder Drehhub der Lenkhandhabe oder des Lenkhandrades erfassende Sensoranordnung aufweist, die handhaben- bzw. handradseitig eines elastischen Übertragungselementes angeordnet ist, welches die Lenkhandhabe oder das Lenkhandrad mit den gelenkten Fahrzeugrädern koppelt.
  • Das elastische Übertragungselement hat eine Doppelfunktion. Einerseits ermöglicht es eine von der an der Lenkhandhabe bzw. am Lenkhandrad wirkenden Handkraft abhängige Relativbewegung zwischen der der Lenkhandhabe bzw. dem Lenkhandrad zugeordneten Seite und der den gelenkten Fahrzeugrädern zugehörigen Seite des Übertragungselementes. Damit kann diese Relativbewegung zur handkraftabhängigen Steuerung des Servomotors bei Lenkmanövern herangezogen werden. Andererseits bewirkt das elastische Übertragungselement eine kleine Rückstellbewegung der Lenkhandhabe bzw. des Lenkhandrades in Richtung der der Geradeausstellung der gelenkten Fahrzeugräder zugeordneten Lage, wenn die Lenkhandhabe bzw. das Lenkhandrad nach einer fahrerseitigen Auslenkung in eine von der vorgenannten Lage entfernte Stellung losgelassen wird. In diesem Fall kann dann die von dem elastischen Übertragungselement bewirkte kleine Rückstellbewegung der Lenkhandhabe oder des Lenkhandrades die automatische Rückstellung der Lenkung in die Geradeausstellung einleiten.
  • Im Übrigen wird hinsichtlich bevorzugter Merkmale der Erfindung auf die Ansprüche sowie die nachfolgende Erläuterung der Zeichnung verwiesen, anhand der bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung näher beschrieben werden. In diesem Zusammenhang sei hervorgehoben, dass Schutz nicht nur für ausdrücklich in den Ansprüchen oder der Beschreibung oder der Zeichnung dargestellte Merkmalskombinationen sondern auch für prinzipiell beliebige Unterkombinationen beansprucht wird.
  • In der Zeichnung zeigt
  • 1 eine schematisierte Darstellung einer hydraulischen Servolenkung mit erfindungsgemäßer aktiver Rückstellung und
  • 2 eine schematisierte Darstellung einer elektrischen Servolenkung mit erfindungsgemäßer aktiver Rückstellung.
  • Ein nicht näher dargestelltes Kraftfahrzeug besitzt lenkbare Räder 1, die zu ihrer Lenkverstellung in grundsätzlich bekannter Weise über Spurstangen 2 mit einer Zahnstange 3, die in Fahrzeugquerrichtung verschiebbar angeordnet ist, gekoppelt sind. Die Zahnstange 3 kämmt mit einem Ritzel 4, welches über eine Lenksäule 5 mit einem Lenkhandrad 6 verbunden ist, so dass die Zahnstange 3 bei Drehverstellung des Lenkhandrades 6 in Fahrzeugquerrichtung verschoben und die gelenkten Fahrzeugräder 1 entsprechend der Drehrichtung des Lenkhandrades 6 verstellt werden.
  • Die Zahnstange 3 besitzt einen als Kolbenstange eines doppeltwirkenden Kolben-Zylinder-Aggregates 7 ausgebildeten Teil. Der Zylinder des Kolben-Zylinder-Aggregates 7 ist im wesentlichen stationär im Fahrzeug angeordnet, so dass der Kolben des Aggregates 7 zu den Lenkwinkeländerungen der gelenkten Fahrzeugräder 1 analoge Hübe ausführt.
  • Die beiden Seiten des Kolben-Zylinder-Aggregates 7 sind mit zugeordneten Anschlüssen eines als Proportionalventil ausge bildeten Servoventiles 8 verbunden, welches des Weiteren einen mit der Druckseite einer Servopumpe 9 verbundenen Anschluß sowie einen mit einem ebenfalls als Proportionalventil ausgebildeten Steuerventil 10 verbundenen Anschluss aufweist.
  • In der dargestellten hydraulischen Mittellage des Servoventiles 8 sind dessen Anschlüsse miteinander im wesentlichen drosselfrei verbunden, so dass die mit dem Kolben-Zylinder-Aggregat 7 verbundenen Anschlüsse des Servoventils 8 immer gleiche Drücke haben. Wird das Servoventil 8 aus der dargestellten Lage nach rechts oder links verschoben, tritt bei arbeitender Servopumpe 9 zwischen den zum Kolben-Zylinder-Aggregat 7 führenden Anschlüssen des Servoventiles 8 eine mehr oder weniger große Druckdifferenz in der einen oder anderen Richtung auf, so dass der Kolben des Kolben-Zylinder-Aggregates 7 mit einer entsprechenden Druckdifferenz beaufschlagt und dementsprechend mit mehr oder weniger großer Kraft in die eine oder andere Richtung gedrängt wird.
  • Die Verstellung des Servoventiles 8 erfolgt in Abhängigkeit von dem zwischen dem Lenkhandrad 6 und dem Ritzel 4 übertragenen Drehmoment.
  • Um dies zu ermöglichen, ist im dargestellten Beispiel innerhalb der Lenksäule 5 nahe des Ritzels 4 ein elastisches Übertragungselement 11 angeordnet, beispielsweise in Form eines Torsionsstabes, so dass zwischen der dem Lenkhandrad 6 zugeordneten Seite und der den gelenkten Rädern 1 zugeordneten Seite des Übertragungselementes 11 Relativdrehungen in der einen oder anderen Richtung in Abhängigkeit von dem zwischen Lenkhandrad 6 und Ritzel 4 übertragenen Drehmomenten auftreten. Das Maß der Relativdrehungen wird durch spielbehafteten Formschluß zwischen den beiden Seiten des Übertragungselementes 11 begrenzt.
  • Die Relativdrehungen steuern in herkömmlicher Weise das Servoventil 8, so dass das als Servomotor dienende Kolben- Zylinder-Aggregat 7 im Ergebnis eine das jeweilige Lenkmanöver unterstützende Servokraft erzeugt.
  • Das Steuerventil 10 besitzt zwei Anschlüsse, die an zwei Kolbenarbeitsräume 12 und 13 angeschlossen sind, deren Kolben mit dem Steuerorgan des Servoventils 8 verbunden sind. Im Übrigen besitzt das Steuerventil 10 neben dem mit dem Servoventil 8 verbundenen Anschluss einen zu einem relativ drucklosen Hydraulikreservoir 14 führenden Anschluss.
  • In der dargestellten Mittellage sind alle Anschlüsse des Steuerventiles 10 miteinander im wesentlichen drosselfrei verbunden, so dass in den Kolbenarbeitsräumen 12 und 13 gleiche hydraulische Drücke vorliegen. Wird das Steuerventil 10 aus der dargestellten Mittellage in der einen oder anderen Richtung verstellt, tritt bei arbeitender Servopumpe 9, die einen vom Servoventil 8 zum Steuerventil 10 führenden Hydraulikstrom bewirkt, eine mehr oder weniger große Druckdifferenz in der einen oder anderen Richtung zwischen den Kolbenarbeitsräumen 12 und 13 auf, so dass das Servoventil 8 mit einer Stellkraft beaufschlagt wird, die das Servoventil 8 in der einen oder anderen Richtung zu verstellen sucht.
  • Das Steuerventil 10 besitzt nicht dargestellte elektromagnetische Stellorgane, die von einer elektronischen Steuerschaltung 15 betätigt werden.
  • Die Steuerschaltung 15 ist eingangsseitig mit einem Drehwinkelgeber 16 verbunden, durch den Drehbewegungen des Lenkhandrades 6 erfaßt werden. Im Übrigen kann die Steuerschaltung 15 mit weiterer Sensorik verbunden sein, über die verschiedene fahrdynamische Parameter, unter anderem z.B. die Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeuges, erfaßt werden. Dies ist schematisiert durch einen Pfeil 17 angegeben.
  • Die in 1 dargestellte Lenkung arbeitet wie folgt:
    Werden die gelenkten Fahrzeugräder 1 durch fahrerseitige Betätigung des Lenkhandrades 6 in einer Richtung verstellt, in der sich die gelenkten Fahrzeugräder 1 von ihrer Geradeausstellung entfernen, meldet der Drehwinkelgeber 16 eine zunehmende Abweichung der Stellung des Lenkhandrades 6 von der der Geradeausstellung der gelenkten Fahrzeugräder 1 zugeordneten Stellung. In diesem Falle bleibt das Steuerventil 10 in seiner dargestellten Mittellage bzw. wird in diese Mittellage gestellt.
  • Dies hat zur Folge, dass das Servoventil 10 ausschließlich in Abhängigkeit von dem zwischen Lenkhandrad 6 und Ritzel 4 übertragenen Drehmoment gesteuert wird und das Kolben-Zylinder-Aggregat 7 eine das jeweilige Lenkmanöver unterstützende Servokraft erzeugt.
  • Sobald der Drehwinkelgeber 16 eine Drehbewegung des Lenkhandrades 6 zurück in dessen der Geradeausstellung der gelenkten Fahrzeugräder 1 zugeordnete Stellung meldet, steuert die Steuerschaltung 15 das Steuerventil 10 derart an, dass zwischen den Kolbenarbeitsräumen 12 und 13 eine Druckdifferenz auftritt, die das Servoventil 10 in eine Stellung zu drängen sucht, in der das Kolben-Zylinder-Aggregat 7 eine die Rückstellung der gelenkten Fahrzeugräder 1 in deren Geradeausstellung unterstützende Servokraft erzeugt.
  • Die Steuerschaltung 15 kann gegebenenfalls zusätzliche Parameter berücksichtigen, beispielsweise die Fahrgeschwindigkeit. Damit kann beispielsweise erreicht werden, dass die vorgenannte Verstellung des Steuerventiles 10 nur bei geringen und/oder mittleren Fahrgeschwindigkeiten erfolgen kann. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise berücksichtigen, dass die gelenkten Fahrzeugräder 1 bei höherer Fahrgeschwindigkeit ohnehin eine mehr oder weniger ausgeprägte Tendenz zur Rückstellung in die Geradeausstellung haben.
  • Bei der Ausführungsform der 2 ist ein elektrischer Servomotor 18 vorgesehen, welcher im dargestellten Beispiel direkt mit dem Ritzel 4 antriebsverbunden ist.
  • Die Steuerung des elektrischen Servomotors 18 erfolgt mittels der elektronischen Steuerschaltung in Abhängigkeit von der am Lenkhandrad 6 wirkenden Handkraft. Je nach Maß und Richtung der Handkraft tritt zwischen den beiden Seiten des elastischen Übertragungselementes 11 eine mehr oder weniger große Relativverdrehung in der einen oder anderen Richtung auf. Diese Relativverdrehung wird dann in ein elektrisches Signal umgesetzt, welches die Handkraft repräsentiert.
  • Außerdem erfaßt die Steuerschaltung 15 über den Drehwinkelgeber 16 wiederum Drehwinkeländerungen des Lenkhandrades 6. Damit kann die Steuerschaltung 15 wiederum erkennen, ob das Lenkhandrad 6 eine Rücklenkbewegung in Richtung seiner der Geradeausstellung der gelenkten Fahrzeugräder 1 zugeordneten Stellung ausführt. In einem solchen Falle wird der elektrische Servomotor 18 von der Steuerschaltung 15 derart angesteuert, dass eine selbsttätige Rückstellung der gelenkten Fahrzeugräder 1 in die Geradeausstellung unterstützt.
  • Abweichend von den zeichnerisch dargestellten Ausführungsformen kann grundsätzlich auf das elastische Übertragungselement 11 vollständig verzichtet werden. Auch bei einer solchen Anordnung kann die automatische Rückführung der Lenkung in die Geradeausstellung durch eine Rücklenkbewegung des Lenkhandrades 6 (oder einer sonstigen Lenkhandhabe) in Richtung der der Geradeausstellung der gelenkten Fahrzeugräder 1 zugeordneten Lage initiiert werden.
  • Darüber hinaus ist es auch möglich, die Lenksäule 5 mit einer. gewissen Drehelastizität auszubilden, so dass die Lenksäule 5 auch die Funktion eines elastischen Übertragungselementes 11 übernimmt. Wenn der Fahrer das Lenkhandrad 6 gegenüber der der Geradeaussstellung der gelenkten Fahrzeugräder 1 zugeord neten Lage nach rechts oder links dreht, werden die elastische Lenksäule 5 und/oder das elastische Übertragungselement 11 entsprechend der für das jeweilige Lenkmanöver notwendigen Handkraft verspannt. Sollte nun der Fahrer das Lenkhandrad 6 loslassen, wird es aufgrund der vorgenannten elastischen Verspannung der Lenksäule 5 bzw. des Übertragungselementes 11 einen geringfügigen Drehhub in Richtung seiner der Geradeausstellung der gelenkten Fahrzeugräder 1 zugeordneten Lage ausführen. Dieser Drehhub in Rückstellrichtung wird dann mittels des Drehwinkelgebers 16 von der Steuerschaltung 15 erkannt, die daraufhin das Steuerventil 10 (vgl. 1) bzw. den elektrischen Servomotor 18 (vgl. 2) ansteuert, um eine selbsttätige Rückstellung der Lenkung in die Geradeausstellung einzuleiten.
  • Darüber hinaus kann auch eine fahrerseitig vorgenommene Verstellung des Lenkhandrades 6 bzw. einer sonstigen Lenkhandhabe in Rückstellrichtung die automatische Rückstellung der Lenkung in die Geradeausstellung durch die Steuerschaltung 15 initiieren.

Claims (6)

  1. Servolenkung eines nicht spurgebundenen Fahrzeuges, insbesondere eines Kraftfahrzeuges, dessen gelenkte Fahrzeugräder (1) über eine Lenkgetriebeanordnung (2,3) mit einer durch Handkraft betätigten Lenkhandhabe, insbesondere einem Lenkhandrad (6), sowie mit einem Servormotor (7,18) gekoppelt sind, welcher in Abhängigkeit von Maß und Richtung der auf die Lenkhandhabe oder das Lenkhandrad einwirkenden Handkraft steuerbar ist, wobei eine Sensorik (16) zur Erfassung der Lenkwinkel der gelenkten Fahrzeugräder und/oder der Stell- oder Drehhübe der Lenkhandhabe oder des Lenkhandrades vorgesehen ist und der Servomotor von einer mit der Sensorik zuzsammenwirkenden automatischen Steuerung (15) zur zumindest teilweisen aktiven Rückstellung der gelenkten Fahrzeugräder in deren Geradeausstellung betätigbar ist, wenn und/oder solange die Sensorik Änderungen des Lenkwinkels und/oder der Stell- oder Drehhübe in Richtung der Geradeausstellung erfaßt.
  2. Servolenkung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensorik (16) mit einem Stabilitätssteuersystem des Fahrzeuges vernetzt oder Teil des Stabilitätssteuersystems ist.
  3. Servolenkung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die automatische Steuerung (15) parametergesteuert arbeitet.
  4. Servolenkung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die automatische Steuerung (15) in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit arbeitet.
  5. Servolenkung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine den Stell- oder Drehhub der Lenkhandhabe oder des Lenkhandrades erfassende Sensoranordnung (16) der Sensorik handhabenseitig oder handradseitig eines elastischen Übertragungselementes (11) angeordnet ist, welches die Lenkhandhabe oder Lenkhandrad mit den gelenkten Fahrzeugrädern koppelt.
  6. Servolenkung nach einem der Anspruche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die automatische Rückstellung mit regelbarer Stellgeschwindigkeit erfolgt.
DE2002159574 2002-12-19 2002-12-19 Servolenkung, insbesondere eines Kraftfahrzeuges Withdrawn DE10259574A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2002159574 DE10259574A1 (de) 2002-12-19 2002-12-19 Servolenkung, insbesondere eines Kraftfahrzeuges

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2002159574 DE10259574A1 (de) 2002-12-19 2002-12-19 Servolenkung, insbesondere eines Kraftfahrzeuges

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10259574A1 true DE10259574A1 (de) 2004-07-08

Family

ID=32477806

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2002159574 Withdrawn DE10259574A1 (de) 2002-12-19 2002-12-19 Servolenkung, insbesondere eines Kraftfahrzeuges

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE10259574A1 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102010032769B4 (de) Lenkvorrichtung
DE19805383B4 (de) Kraftfahrzeug-Lenkvorrichtung
EP3036147B1 (de) Lenkanschlag
DE102005015816B4 (de) Lenkvorrichtung
DE102007061911B4 (de) Vorrichtung zum Steuern des Verhaltens einer Fahrzeugkarosserie
EP3814198A1 (de) Steer-by-wire-lenksystem mit kennlinien für eine der lenksituation angepasste lenkübersetzung
EP1251059B1 (de) Verfahren zum Steuern eines Servolenksystems
EP0970875A2 (de) Lenksystem für Kraftfahrzeuge
EP3837151B1 (de) Lenkgetriebe für ein steer-by-wire-lenksystem
DE102010041738A1 (de) Betriebsverfahren für ein Fahrzeug-Lenksystem der by-wire-Bauart und entsprechendes Lenksystem
DE102006052660B4 (de) Lenkvorrichtung
DE19837340B4 (de) Lenksystem in einem mit einer Spurfolgeeinrichtung ausgestatteten Fahrzeug
WO2002060741A1 (de) Lenksystem für nicht spurgebundene fahrzeuge
EP2802505B1 (de) Servolenkbaugruppe mit differenzwinkelsensorik
EP2421741B1 (de) Fahrzeug-lenksystem der by-wire-bauart
DE102020208261B4 (de) Endanschlags-Rückstellfunktion für eine Fahrzeuglenkung
DE102005019316B4 (de) Verfahren zur Erkennung eines von einem Fahrer verursachten Lenkeingriffs in ein Servolenksystem eines Kraftfahrzeugs
DE10259574A1 (de) Servolenkung, insbesondere eines Kraftfahrzeuges
DE10253468A1 (de) Servolenkung mit Rangier-Betriebsweise
DE202004013834U1 (de) Servolenkventil für eine Fahrzeug-Servolenkung
EP2852520B1 (de) Verfahren zur kompensation des spiels im getriebe zwischen lenkrad und lenkventil
WO2008009448A1 (de) Hydraulische servolenkung sowie verfahren zur steuerung einer solchen servolenkung
EP1812275B1 (de) Hydraulische servolenkung
DE10102246A1 (de) Lenkung eines nicht spurgebundenen Fahrzeuges, insbesondere Kraftfahrzeuges
DE102006006722A1 (de) Elektrohydraulische Fahrzeuglenkung mit linearer Druckcharakteristik

Legal Events

Date Code Title Description
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: DAIMLERCHRYSLER AG, 70327 STUTTGART, DE

8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: DAIMLER AG, 70327 STUTTGART, DE

8139 Disposal/non-payment of the annual fee