DE10259417A1 - Betätigungseinrichtung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verstellelement mit einem Zylinder 1, dessen Innenraum 8 ein unter Druck stehendes Medium enthält. In dem Zylinder 1 ist ein Kolben verschiebbar angeordnet, der eine Kolbenstange 4 aufweist, die an einem Ende des Zylinders 1 aus dem Zylinder 1 herausragt. Die Kolbenstange 4 wird von einer Ringdichtung 5 umschlossen, die mit ihrem inneren radial umlaufenden Umfang an der Kolbenstange 4 und mit ihrem äußeren radial umlaufenden Umfang an der Innenwand des Zylinders 1 dichtend in Anlage ist, auf der dem Innenraum 8 zugewandten Seite von dem Druck des Mediums beaufschlagt ist und mit ihrer dem Innenraum 8 abgewandten Seite an einem Abstützelement 10 abgestützt ist. Das Abstützelement stützt sich wiederum mit seinem der Ringdichtung 5 abgewandten Ende an einem Teil des Zylinders 1 ab, wobei das Abstützelement 10 bei Überschreitung einer bestimmten Anlagekraft der Ringdichtung 5 an dem Abstützelement 10 aus einer Normalposition in eine Überlastposition etwa teleskopartig seine axiale Länge im Zylinder 1 verringernd verformbar ist, wodurch eine Durchtrittsöffnung 19 vom Innenraum 8 des Zylinders 1 zur Umgebung herstellbar ist. Das Abstützelement 10 weist ein in dem Zylinder 1 angeordnetes erstes Teil 11 und ein damit verbundenes, aus der Normalposition in die Überlastposition zum ersten Teil 11 hin bewegbares zweites Teil 13 auf, an dem die Ringdichtung 5 in Anlage ist, wobei an dem ersten Teil 11 ein Anschlag mit seinem einen Ende abstützbar ...
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf ein Verstellelement mit einem Zylinder, dessen Innenraum ein unter Druck stehendes Medium enthält, mit einem in dem Zylinder verschiebbar angeordneten Kolben, der eine Kolbenstange aufweist, die an einem Ende des Zylinders aus dem Zylinder herausragt, mit einer die Kolbenstange umschließenden Ringdichtung, die mit ihrem inneren radial umlaufenden Umfang an der Kolbenstange und mit ihrem äußeren radial umlaufenden Umfang an der Innenwand des Zylinders dichtend in Anlage ist, auf ihrer dem Innenraum zugewandten Seite von dem Druck des Mediums beaufschlagt ist und mit ihrer dem Innenraum abgewandten Seite an einem Abstützelement abgestützt ist, welches sich wiederum mit seinem der Ringdichtung abgewandten Ende an einem Teil des Zylinders abstützt, wobei das Abstützelement bei Überschreitung einer bestimmten Anlagekraft der Ringdichtung an dem Abstützelement aus einer Normalposition in eine Überlastposition etwa teleskopartig seine axiale Länge im Zylinder verringernd verformbar ist, wodurch eine Durchtrittsöffnung vom Innenraum des Zylinders zur Umgebung herstellbar ist.
- Bei derartigen Verstellelementen, die vorzugsweise Gasfedern sind, ist der mit dem Medium gefüllte Innenraum bei Überschreitung eines bestimmten Innendrucks im Zylinder mit der Umgebung verbindbar, um einen zu hohen Innendruck im Zylinder zu vermeiden. Ein zu hoher Innendruck der z.B. im Falle eines Brandes in der Umgebung des Verstellelements durch Temperaturerhöhung oder aber auch durch Deformation entstehen kann, kann zu einer Zerstörung des Zylinders oder zu einem Herausdrücken der Kolbenstange aus dem Zylinder führen.
- Gasfedern dieser Art können z.B. pneumatische Verstellelemente zur leichten Handhabung für die Kofferraumklappe bzw. die Motorhaube eines Kraftfahrzeugs sein, die einen Gewichtsausgleich der verstellten Teile bilden.
- Ein Verstellelement der eingangs genannten Art ist aus der
DE 41 01 567 bekannt. Bei Überschreitung der bestimmten Anlagekraft der Ringdichtung an dem Abstützelement, wird die Ringdichtung zur Austrittsöffnung der Kolbenstange aus dem Zylinder hin verschoben und damit eine Bohrung im Zylinder freigegeben, über die der Innenraum des Zylinders mit der Umgebung verbunden wird, so daß das im Zylinder enthaltene Medium in die Umgebung entweichen kann. Dabei ist von Nachteil, daß durch die Bohrung Feuchtigkeit in den Zylinder eintreten kann, was zu Korrosion führt. - Ein weiteres bekanntes Verstellelement (
DE 24 57 938 C2 ) weist eine Sollbruchstelle auf, die bei Überbeanspruchung bricht, so daß das im Innenraum des Zylinders enthaltene Gas nach außen entweichen kann. Diese Sollbruchstelle kann an der Zylinderwand oder an der mit einer nach außen verschlossenen Koaxialbohrung versehenen Kolbenstange ausgebildet sein. Bei Überschreiten eines bestimmten Berstdruckes im Zylinder, können die an der Sollbruchstelle abgetrennten Teile umherfliegen und Schäden verursachen. - Aus der
DE 195 35 711 C1 ist ein Verstellelement bekannt, das einen als Hülse ausgebildeten Anschlag für den Kolben aufweist, der die Auswärtsbewegung von Kolben und Kolbenstange begrenzt. Die Hülse besteht aus einem oberhalb einer bestimmten Temperatur schmelzbaren Material. Kommt es zu einer Erhöhung der Temperatur über die bestimmte Temperatur hinaus, so schmilzt die Hülse und der Kolben kann sich weiter nach außen verschieben. Dabei wird ein die Ringdichtung umgehender Bypass nach außen geschaffen, über den das im Zylinder enthaltene Gas entweichen kann. Dieser Bypass wird durch eine Querschnittsverjüngung der Kolbenstange gebildet, die aber zu einer Schwächung der Kolbenstange führt. - Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verstellelement der eingangs genannten Art zu schaffen, das diese Nachteile vermeidet und das bei einer Druckerhöhung im Innenraum des Zylinders über einen bestimmten Innendruck hinaus zu einer sicheren Druckentlastung des Innenraums führt, sowie mit wenigen einfachen Bauteilen aufgebaut ist.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Abstützelement ein in dem Zylinder angeordnetes erstes Teil und ein damit verbundenes, aus der Normalposition in die Überlastposition zum ersten Teil hin bewegbares zweites Teil aufweist, an dem die Ringdichtung in Anlage ist, wobei der das erste Teil bildende erste Rohrabschnitt an einer Stirnwand des Zylinders axial abgestützt ist, die eine Durchtrittsöffnung aufweist, durch die die Kolbenstange aus dem Zylinder herausragt und wobei an der Stirnwand ein Anschlag mit seinem einen Ende abstützbar ist, der in der Normalposition das zweite Teil axial zur Erstreckung des Zylinders zumindest bis nahe der Ringdichtung durchragt.
- Eine Öffnung der vom Innenraum des Zylinders zur Umgebung führenden Durchtrittsöffnung erfolgt nur in Abhängigkeit von dem Innendruck im Zylinder, unabhängig davon, wie dieser überhöhte Innendruck zustande kam. Dies kann sowohl durch Überhitzung in einem Brandfall oder durch mechanische Deformierung des Zylinders sein.
- Durch Verschiebung des bewegbaren Teils des Abstützelements und damit Verringern der axialen Länge des Abstützelements wird die Ringdichtung an zumindest einer Stelle von dem Anschlag so beaufschlagt, daß es zumindest zu einem Abheben der Ringdichtung von der Innenwand des Zylinders oder von der Kolbenstange kommt, wenn nicht sogar zu einer Beschädigung der Ringdichtung. Damit wird eine Durchtrittsöftnung vom Innenraum des Zylinders zu einem mit der Umgebung verbundenen Bereich geschaffen, die ein Ausströmen des unter Druck stehenden Mediums, insbesondere eines Gases, aus dem Innenraum des Zylinders in die Umgebung ermöglicht und so den Druck im Zylinder abbaut.
- Schwächungen an Zylinderwand oder Kolbenstange sowie große nach außen führende Öffnungen werden vermieden.
- In der Normalposition können auf einfache Weise das erste und das zweite Teil durch eine kraftschlüssige Verbindung oder durch eine formschlüssige Verbindung miteinander verbunden sein, die durch Überschreitung der bestimmten Anlagekraft der Ringdichtung lösbar ist.
- Eine weitere, ebenfalls einfach aufgebaute und bauteilarme Möglichkeit besteht darin, daß das erste und das zweite Teil in der Normalposition über eine Sollbruchstelle miteinander verbunden sind, die durch Überschreitung der bestimmten Anlagekraft der Ringdichtung aufbrechbar ist.
- Weist die Ringdichtung eine an der Kolbenstange anliegende innere Dichtlippe und/oder eine an der Innenwand des Zylinders anliegende äußere Dichtlippe auf, wobei der Anschlag sich axial zur inneren und/oder äußeren Dichtlippe hin erstreckt, so wird die Ringdichtung von dem Anschlag an einer leicht verformbaren oder zerstörbaren Stelle beaufschlagt, so daß es bei einem Überschreiten des bestimmten Innendrucks im Zylinder zu einem schnellen Druckabbau kommt.
- Damit zwar die Dichtlippen flexibel, die Basis der Ringdichtung aber formstabil ist, kann die Ringdichtung einen Stabilisierungsring aus einem Material geringerer Flexibilität als dem Material der Ringdichtung aufweisen, an dem der Anschlag radial innen und/oder radial außen vorbeibewegbar ist.
- Der Anschlag kann ein insbesondere aus Stahl bestehender, stiftartiger Stößel sein, der die Ringdichtung an einer Stelle beaufschlagt.
- Ist der Anschlag eine ringartig die Kolbenstange umgebende Hülse, so wird die Ringdichtung an ihrem gesamten Umfang beaufschlagt, was zu einer sofortigen großen Durchtrittsöffnung und somit einem besonders schnellen Druckabbau führt. Vorzugweise ist der Anschlag an dem ersten Teil befestigt.
- Um zu einer weiteren Reduzierung der Bauteile zu gelangen und den Montageaufwand noch weiter zu reduzieren, kann der Anschlag einteilig mit dem ersten Teil ausgebildet sein.
- Zu einem einfach ausgebildeten, bauteilarmen und leicht montierbaren Aufbau führt es, wenn das erste und/oder das zweite Teil Rohrabschnitte bilden, die in der Normalposition zumindest weitgehend axial hintereinander angeordnet und an ihren einander zugewandten Endbereichen miteinander verbunden sind, wobei diese Verbindung bei Überschreitung der bestimmten Anlagekraft der Ringdichtung lösbar und die Rohrabschnitte teleskopartig ineinander schiebbar sind.
- Ist das Abstützelement mit zumindest einem Teil seiner radial umlaufenden äußeren Mantelfläche an der Innenwand des Zylinders und mit zumindest einem Teil seiner radial umlaufenden inneren Mantelfläche an der Kolbenstange in Anlage und bildet eine Kolbenstangenführung, so erfüllt das Abstützelement eine Doppelfunktion.
- Um breite Abstützflächen für die Ringdichtung und/oder zur Axialabstützung zu bilden, können das erste und/oder das zweite Teil des Abstützelements an seinem dem jeweils anderen Teil abgewandten Ende einen radial sich erweiternden und/oder radial verringernden Kragen besitzen.
- Ist der das erste Teil bildende erste Rohrabschnitt der äußere Teil und der das zweite Teil bildende zweite Rohrabschnitt der innere Teil des Teleskops, wobei der Außendurchmesser des zweiten Rohrabschnitts kleiner als der Durchmesser der Durchtrittsöffnung ist, so kann bei einem teleskopischen Einfahren des zweiten Teils in den ersten Teil der zweite Teil mit seinem einen Endbereich durch die Durchtrittsöffnung nach außen ragen. Dies ermöglicht eine axial kurze Ausbildung des ersten Teils und damit auch eine axial kürzere Ausbildung des Verstellelements.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben. Es zeigen
-
1 einen Ausschnitt einer Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines Verstellelements in Normalposition im Schnitt -
2 einen Ausschnitt einer Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines Verstellelements in Normalposition im Schnitt Das in den Figuren dargestellte Verstellelement besitzt einen rohrartigen Zylinder1 , dessen Wandung an dem einen Ende des Zylinders1 zu einer Stirnwand2 umgebördelt ist. Koaxial zur Längserstreckung des Zylinders1 ist in der Stirnwand2 eine durchgehende Durchtrittsöffnung3 ausgebildet. - In dem Zylinder
1 ist ein nicht dargestellter Kolben verschiebbar angeordnet, der eine Kolbenstange4 besitzt, die durch die Durchtrittsöffnung3 nach außen ragt. - Die Kolbenstange
4 ist von einer Ringdichtung5 umschlossen, die mit ihrer radial umlaufenden inneren Dichtlippe6 an der Kolbenstange4 und mit ihrer radial umlaufenden äußeren Dichtlippe7 an der Innenwand des Zylinders1 in Anlage ist. Die Dichtlippen6 und7 sind auf der dem Innenraum8 des Zylinders1 zugewandten Seite der Ringdichtung5 angeordnet und werden durch ein im Innenraum8 befindliches, unter Druck stehendes Gas gegen die Kolbenstange4 bzw. die Innenwand des Zylinders1 beaufschlagt. - Zur Stabilisierung der Ringdichtung
5 besitzt diese an ihrer dem Innenraum8 abgewandten Seite einen eingesetzten Ring9 aus einem Material geringerer Flexibilität als dem Material der Ringdichtung5 . - Mit ihrer dem Innenraum
8 abgewandten ringförmigen Fläche ist die von dem Gasdruck beaufschlagte Ringdichtung5 an einem Abstützelement10 abgestützt. Dieses Abstützelement10 besteht aus einem als Rohrabschnitt ausgebildeten ersten Teil11 ,11' , das mit seiner radial umlaufenden äußeren Mantelfläche an der Innenwand des Zylinders1 in Anlage und mit seiner der Stirnwand2 zugewandten Stirnfläche an der Stirnwand2 abgestützt ist. - An seinem der Stirnwand
2 abgewandten Endbereich ist das erste Teil11 ,11' radial nach innen über eine unter Krafteinwirkung lösbare Verbindung12 mit einem Endbereich eines ebenfalls als Rohrabschnitt ausgebildeten zweiten Teils13 ,13' des Abstützelements10 verbunden, wobei der Außendurchmesser des Rohrabschnitts des zweiten Teils13 ,13' etwas geringer ist als der Innendurchmesser des Rohrabschnitts des ersten Teils11 . Die innere radial umlaufende Mantelfläche des zweiten Teils13 ,13' umschließt die Kolbenstange4 und bildet eine Führungsbuchse der Kolbenstange4 . - An dem zum Innenraum
8 hin ragenden anderen Ende ist das zweite Teil13 ,13' mit einem radial sich erweiternden Kragen14 ausgebildet, dessen radial äußere umlaufende Mantelfläche an der Innenwand des Zylinders1 anliegt und verschiebbar geführt ist. Somit bildet der zweite Teil13 ,13' eine Axialführung der Kolbenstange4 im Zylinder1 . - An der zum Innenraum
8 gerichteten Ringfläche des Kragens14 ist die Ringdichtung5 abgestützt. - Die Verbindung
12 besteht aus einem von der inneren Mantelfläche des ersten Teils11 ,11' nach innen hervorstehenden radial umlaufenden Ringansatz15 , der in der dargestellten Normalposition in eine entsprechende radial umlaufende Ringnut16 an der äußeren Mantelfläche des Rohrabschnitts des zweiten Teils13 ,13' hinragt und mit dieser eine Rastverbindung bildet. - Diese Rastverbindung ist so ausgelegt, daß sie bei einer Überschreitung einer bestimmten Anlagekraft der durch den Gasdruck gegen das zweite Teil
13 ,13' beaufschlagten Ringdichtung5 an dem zweiten Teil13 ,13' ausrastet, so daß sich der Rohrabschnitt des zweiten Teils13 ,13' aus der Normalposition teleskopartig in das Innere des ersten Teils11 ,11' hinein in eine Überlastposition verschiebt, bis der Kragen14 an dem ersten Teil11 ,11' zur Anlage kommt. - In
1 ist an dem radial äußeren Mantelbereich des ersten Teils11 und des zweiten Teils13 in einer axial durchgehenden Ausnehmung18 ein stiftartiger Stößel17 angeordnet, der sich axial zur Ringdichtung5 hin erstreckt und in der dargestellten Normalposition bis nahe an die Ringdichtung5 im Bereich deren äußerer Dichtlippe7 heranragt. Mit seinem anderen Ende ist der Stößel17 an der Stirnwand2 abgestützt. - Durch die teleskopartige Verschiebung des zweiten Teils
13 in den ersten Teil11 wird die Ringdichtung5 radial außerhalb des Rings9 im Bereich ihrer äußeren Dichtlippe7 von dem Stößel17 derart beaufschlagt, daß im Bereich des Stößels17 die Dichtlippe7 von dem Kragen14 und von der Innenwand des Zylinders1 abhebt und eine Durchtrittsöffnung von dem Innenraum8 zu der dem Innenraum8 abgewandten Seite der Ringdichtung5 hergestellt wird. - In der Überlastposition kann über diese Durchtrittsöffnung und die Spalte zwischen der Kolbenstange
4 und dem ersten Teil11 sowie zwischen dem ersten Teil11 und dem zweiten Teil13 nun das Gas aus dem Innenraum8 zur Durchtrittsöftnung3 und von dort in die Umgebung entweichen. Damit wird der Gasdruck im Innenraum8 abgebaut. - Durch die unterschiedliche Bestimmung der Rastkraft der Verbindung
12 kann festgelegt werden, bei welchem Gasdruck im Innenraum8 und somit bei welcher Anlagekraft der Ringdichtung5 am Abstützelement10 ein Kurzschluß des Innenraums8 mit der Umgebung erfolgen soll. - Das Ausführungsbeispiel der
2 entspricht weitgehend dem Ausführungsbeispiel der1 . Im Unterschied zu1 ist der Stößel17' einteilig mit dem ersten Teil11' ausgebildet und so mit dem ersten Teil11' an der Stirnwand2 abgestützt. Er ragt durch eine axiale Ausnehmung19 im zweiten Teil13' dornartig axial zur Ringdichtung5 hin, wobei er in der dargestellten Normalposition mit seinem freien Ende bis nahe an die Ringdichtung5 im Bereich von deren innerer Dichtlippe6 heranragt. - Durch die teleskopartige Verschiebung des zweiten Teils
13' in den ersten Teil11' wird die Ringdichtung5 radial innerhalb des Rings9 im Bereich ihrer inneren Dichtlippe6 von dem Stößel17' derart beaufschlagt, daß im Bereich des Stößels17' die Dichtlippe6 von dem Kragen14 und von der Innenwand des Zylinders1 abhebt und wie in1 eine Durchtrittsöffnung von dem Innenraum8 zu der dem Innenraum8 abgewandten Seite der Ringdichtung5 sowie zur Umgebung hergestellt wird. -
- 1
- Zylinder
- 2
- Stirnwand
- 3
- Durchtrittsöftnung
- 4
- Kolbenstange
- 5
- Ringdichtung
- 6
- innere Dichtlippe
- 7
- äußere Dichtlippe
- 8
- Innenraum
- 9
- Ring
- 10
- Abstützelement
- 11
- erster Teil
- 11'
- erster Teil
- 12
- Verbindung
- 13
- zweiter Teil
- 13'
- zweiter Teil
- 14
- Kragen
- 15
- Ringansatz
- 16
- Ringnut
- 17
- Stößel
- 17'
- Stößel
- 18
- Ausnehmung
- 19
- Ausnehmung
Claims (14)
- Verstellelement mit einem Zylinder, dessen Innenraum ein unter Druck stehendes Medium enthält, mit einem in dem Zylinder verschiebbar angeordneten Kolben, der eine Kolbenstange aufweist, die an einem Ende des Zylinders aus dem Zylinder herausragt, mit einer die Kolbenstange umschließenden Ringdichtung, die mit ihrem inneren radial umlaufenden Umfang an der Kolbenstange und mit ihrem äußeren radial umlaufenden Umfang an der Innenwand des Zylinders dichtend in Anlage ist, auf ihrer dem Innenraum zugewandten Seite von dem Druck des Mediums beaufschlagt ist und mit ihrer dem Innenraum abgewandten Seite an einem Abstützelement abgestützt ist, welches sich wiederum mit seinem der Ringdichtung abgewandten Ende an einem Teil des Zylinders abstützt, wobei das Abstützelement bei Überschreitung einer bestimmten Anlagekraft der Ringdichtung an dem Abstützelement aus einer Normalposition in eine Überlastposition etwa teleskopartig seine axiale Länge im Zylinder verringernd verformbar ist, wodurch eine Durchtrittsöffnung vom Innenraum des Zylinders zur Umgebung herstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstützelement (
10 ) ein in dem Zylinder (1 ) angeordnetes erstes Teil (11 ,11' ) und ein damit verbundenes, aus der Normalposition in die Überlastposition zum ersten Teil (11 ,11' ) hin bewegbares zweites Teil (13 ,13' ) aufweist, an dem die Ringdichtung (5 ) in Anlage ist, wobei der das erste Teil (11 ,11' ) bildende erste Rohrabschnitt an einer Stirnwand (2 ) des Zylinders (1 ) axial abgestützt ist, die eine Durchtrittsöffnung (3 ) aufweist, durch die die Kolbenstange (4 ) an dem Zylinder (1 ) herausragt und wobei an der Stirnwand ein Anschlag mit seinem einen Ende abstützbar ist, der in der Normalposition das zweite Teil (13 ,13' ) axial zur Erstreckung des Zylinders (1 ) zumindest bis nahe der Ringdichtung (5 ) durchragt. - Verstellelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Teil in der Normalposition durch eine kraftschlüssige Verbindung miteinander verbunden sind, die durch Überschreitung der bestimmten Anlagekraft der Ringdichtung lösbar ist.
- Verstellelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Teil (
11 ,11' ,13 ,13' ) in der Normalposition durch eine formschlüssige Verbindung (12 ) miteinander verbunden sind, die durch Überschreitung der bestimmten Anlagekraft der Ringdichtung (5 ) lösbar ist. - Verstellelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und das zweite Teil in der Normalposition über eine Sollbruchstelle miteinander verbunden sind, die durch Überschreitung der bestimmten Anlagekraft der Ringdichtung aufbrechbar ist.
- Verstellelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringdichtung (
5 ) eine an der Kolbenstange (4 ) anliegende innere Dichtlippe (6 ) und/oder eine an der Innenwand des Zylinders (1 ) anliegende äußere Dichtlippe (7 ) aufweist und daß der Anschlag sich axial zur inneren und/oder äußeren Dichtlippe hin erstreckt. - Verstellelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringdichtung (
5 ) einen Stabilisierungsring (9 ) aus einem Material geringerer Flexibilität als dem Material der Ringdichtung (5 ) aufweist, an dem der Anschlag radial innen und/oder radial außen vorbeibewegbar ist. - Verstellelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag ein insbesondere aus Stahl bestehender, stiftartiger Stößel (
17 ,17' ) ist. - Verstellelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag eine ringartig die Kolbenstange umgebende Hülse ist.
- Verstellelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag an dem ersten Teil (
11 ) befestigt ist. - Verstellelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag einteilig mit dem ersten Teil ausgebildet ist.
- Verstellelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und/oder das zweite Teil (
11 ,11' ,13 ,13' ) Rohrabschnitte bilden, die in der Normalposition zumindest weitgehend axial hintereinander angeordnet und an ihren einander zugewandten Endbereichen miteinander verbunden sind, wobei diese Verbindung (12 ) bei Überschreitung der bestimmten Anlagekraft der Ringdichtung (5 ) lösbar und die Rohrabschnitte teleskopartig ineinander schiebbar sind. - Verstellelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Abstützelement (
10 ) mit zumindest einem Teil seiner radial umlaufenden äußeren Mantelfläche an der Innenwand des Zylinders (1 ) und mit zumindest einem Teil seiner radial umlaufenden inneren Mantelfläche an der Kolbenstange (4 ) in Anlage ist und eine Kolbenstangenführung bildet. - Verstellelement nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß das erste und/oder das zweite Teil (
13 ,13' ) des Abstützelements (10 ) an seinem dem jeweils anderen Teil abgewandten Ende einen radial sich erweiternden und/oder radial verringernden Kragen (14 ) besitzt. - Verstellelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der das erste Teil (
11 ,11' ) bildende erste Rohrabschnitt der äußere Teil und der das zweite Teil (13 ,13' ) bildende zweite Rohrabschnitt der innere Teil des Teleskops ist, wobei der Außendurchmesser des zweiten Rohrabschnitts kleiner als der Durchmesser der Durchtrittsöffnung (3 ) ist.
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