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Die Erfindung betrifft einen Verbrennungsmotor
mit wenigstens einer Kurbelwelle und mit wenigstens zwei insbesondere
als Ausgleichswellen ausgebildeten Ausgleichselementen.
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Die
DE 32 11 655 A1 offenbart eine Brennkraftmaschine
mit einem Massenausgleich zweiter Ordnung. Hierzu sind zwei mit
Ausgleichsgewichten versehene, beiderseits einer Kurbelwelle angeordnete
Ausgleichswellen vorgesehen. Eine der Ausgleichswellen wird über einen
Kettentrieb von der Kurbelwelle angetrieben. Die andere Ausgleichswelle
wird unter Zwischenschaltung eines Zahnradpaares angetrieben. Diese
Anordnung ist sehr aufwendig herzustellen.
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Die
DE 199 08 437 C1 offenbart eine Vorrichtung
zum Massen- und Momentenausgleich, bei der zwei von der Kurbelwelle
angetriebene und sich gegensinnig zueinander mit doppelter Kurbelwellendrehzahl
drehende Ausgleichswellen vorgesehen sind. Die eine Ausgleichswelle
ist da bei mit zwei Zahnrädern
versehen, von denen das eine zum Antrieb der Ausgleichswelle mit
einem an der Kurbelwelle ausgebildeten Zahnrad in Eingriff steht,
und von denen das andere mit einem Ausgleichsgewicht ausgebildet
ist und ein weiteres Zahnrad drehantreibt, das die mit einem weiteren
Ausgleichsgewicht ausgebildete Ausgleichswelle bildet. Bei dieser
Lösung
ist von Nachteil, dass zahlreiche zusätzliche Bauteile notwendig
sind, die viel Montageaufwand erfordern.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die
vorstehenden Nachteile zu vermeiden. Diese Aufgabe wird durch den
Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Weiterbildungen ergeben sich aus den jeweiligen Unteransprüchen.
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Mit der Erfindung lassen sich Ausgleichseinheiten,
die aus Komfortgründen
an Bedeutung gewinnen, auch in kleineren Motoren vorsehen. Mit den Ausgleichseinheiten
lassen sich zusätzliche
Gehäuse
mit geteilten Lagern vermeiden. Zusätzliche Teilebenen mit Zentrierungen
für die
separate Befestigung an den Motorblock in entsprechenden zusätzlichen
Gewindebohrungen können
ebenfalls entfallen.
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Bei Erfindung der entfällt nicht
nur ein zusätzliches
Gehäuse,
sondern die Lager sind auch ungeteilt. Ebenso entfallen auch etwaige
zusätzliche Teilebenen
nebst Zentrierungen, sowie auch Gewindebohrungen zur Befestigung
der Ausgleichseinheit an den Motorblock. Damit ergibt sich eine
drastische Reduzierung an Teilen und zusätzlicher Bearbeitung, denn
wenigstens zwei Teilebenen nebst Zentrierbearbeitung entfallen ganz.
Die Motoreinheit wird erheblich leichter und wesentlich kompakter,
da jetzt die Ausgleichswellenlager mit den Kurbelwellenlager in
einem Stück
verbunden sein können.
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Ganz besondere Vorteile ergeben sich
aus den kompakten Abmessungen, insbesondere an der geringen Breite
der Ausgleichseinheit. Anstelle die Befestigungsschrauben direkt
links und rechts der Ausgleichswellenlager anzubringen, entfallen
diese und der Platz hierfür
wird für
andere Komponenten gewonnen.
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Durch die Erfindung können jetzt
wesentlich größere Wälzlager
in ein Kurbelgehäuse
mit einer relativ kleinen Ölwanne
montiert werden, für
die bisher links und rechts der Kurbelwellenlager kein Platz für eine Schraubbefestigung
vorhanden war. Dadurch können
ungünstige,
komplizierte und teure Konstruktionen vermieden werden.
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Ausgleichseinheiten mit Lancaster-Prinzip, die
unterhalb der Kurbelwelle angeflanscht sind, können nun in einem sehr kleinen
Abstand links und rechts der Kurbelwellenlagerdeckel befestigt werden. Bei
der Erfindung kann die Befestigungsbreite der Ausgleichseinheit
gleich dem schmalen Schraubenabstand der Kurbelwellenlagerdeckel
sein, was einen günstigen
Kraftfluss und eine niedrigere Biegebeanspruchung ergibt. Dadurch
wird weniger Material verbraucht.
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Mit der Erfindung lassen sich dauerhaltbare Ausgleichswellen
mit relativ geringem Aufwand einbauen, wobei die Ausgleichswellenlagerdeckel
mit einer zusätzli chen
Teilebene nebst Zentrierungen an je einen Kurbelwellenlagerdeckel
vermieden werden können.
Die Erfindung sieht ein Lancaster-Prinzip vor, bei der die Lagerdeckel
für die
Ausgleichswellenlager und die Kurbelwellenlagerdeckeln in einem Stück ausgeführt sind,
wodurch sich eine hohe Stabilität
bei einem günstigeren
Kraftfluss und noch kompakteren Abmessungen ergibt.
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Die Montage ist sehr einfach. Zum
Beispiel können
zwei Stehbolzen in Gewindebohrungen der Kurbelwellenlagerdeckel
eingeschraubt werden, die in einem Stück mit der Ausgleichseinheit
verbunden sind, die durch Schraubenpfeifen des Zylinderblocks und
-kopfs geführt
werden und die oberhalb des Zylinderkopfs mit Schraubenmuttern verspannt
werden. Ebenso besteht die Möglichkeit,
mit langen Schrauben, die durch Schraubenpfeifen des Zylinderkopfs und
-blocks gesteckt werden, die Ausgleicheinheit in den Gewindebohrungen
der Kurbelwellenlager zu verschrauben und im Lagerstuhl zu befestigen.
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Geführt wird die Ausgleichseinheit
wie bisher wie die Kurbelwellenlagerdeckel in Lagerstühlen des Kurbelgehäuses.
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Um sich lange Stehbolzen oder Befestigungsschrauben
in der Art eines Zugankers zu ersparen, besteht die Möglichkeit,
erheblich kürzere Schrauben
zu verwenden. Diese sind etwas schräg angeordnet und befestigen
die Ausgleicheinheit in Kurbelwellenlagerstühlen von außen durch das Kurbelgehäuse. Dies
gestaltet die Montage auf der Transferstrasse wesentlich einfacher.
Die Aus gleichswellen können
in zwei separaten stabilen Lagerdeckeln gelagert werden, oder in
einem noch steiferen Lagerrahmen in einem Stück, gegebenenfalls auch ohne
zusätzliches
Gehäuse.
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Die Ausgleichswellen können mit
Gleitlagern gelagert sein, welche wie üblich einen zusätzlichen Ölkreislauf
benötigen.
Ebenso ist eine Ausführung mit
Wälzlagern
möglich,
wobei der Ölkreislauf
entfallt, oder mit einer Kombination aus Gleit- und Wälzlagern.
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Die Ausgleichswellen können mit
Ketten- oder Zahnradantrieb angetrieben werden, oder mit einer Kombination
aus beiden.
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Die vorgestellten Ausgleichseinheiten
können
in Otto- und Dieselmotoren und sonstigen unterschiedlichen Verbrennungsmotoren
eingebaut werden.
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Die Vorteile der Erfindung sind:
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- – Entfall
eines Gehäuses
aus schwerem Material,
- – Ausgleichswellenlagerdeckel
sind ungeteilt,
- – Keine
zusätzliche
Teilebene und keine Zentrierungen zur Befestigung der Ausgleichseinheit
an den Motorblock erforderlich,
- – Ausgleichseinheit
ist wesentlich leichter durch Entfall des Ausgleichsgehäuses, zusätzlicher
Befestigungsschrauben, Zentrierungen und durch kleinere Abmessungen,
- – Motorblock
ist leichter durch Entfall zusätzlicher Befestigungspunkte
für die
Ausgleichseinheit,
- - Geringere Beanspruchung der Ausgleichseinheit durch nahe zusammenliegender
Befestigungspunkte am Motorblock,
- – Geringer
Konstruktionsaufwand, besonders der Ausgleichseinheit,
- – Geringer
Fertigungsaufwand durch Entfall der Gehäuseteilung, einer zusätzlichen
Teilebene, der dazugehörigen
Zentrierungen, separater Befestigungen der Ausgleichseinheit, und
Entfall zusätzlicher
Bearbeitung des Motorblocks.
- – Geringe
Abmessungen der Ausgleichseinheit bei der Befestigung, besonders
bei der Ausführung
mit Wälzlagern,
ohne Vergrößerung der Ölwanne,
- – Montageaufwand
ist gering,
- – nur
wenige Teile sind erforderlich durch Entfall zusätzlicher Lager, geteilter Lagerschalen,
Befestigungsschrauben, zusätzlicher
Teilebenen und zusätzlicher
Zentrierungen,
- – Geringe
Kosten durch Entfall zusätzlicher
Bearbeitungen der Ausgleichseinheit und des Motorblocks, weniger
Montage und Material,
- – kleiner
Bauraum durch Entfall des das die Ausgleichswellen umgebenden Gehäuses und schmalerer
Lagerdeckel.
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Die Erfindung ist geeignet für alle Verbrennungsmotoren,
Otto- und Dieselmotoren mit unterschiedlichen Zylinderzahlen, besonders
für den
4-Zylindermotor mit 2- und Mehrventiltrieb.
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Die Erfindung ist in der Zeichnung
anhand mehrerer Ausführungsbeispiele
veranschaulicht.
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1 zeigt
einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Verbrennungsmotor, nämlich in einer
Ansicht von der Seite,
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2 zeigt
einen weiteren Querschnitt durch den Verbrennungsmotor aus 1, und zwar in einer Ansicht
quer zur Kurbelwelle geschnitten entlang der Schnittebene A-A,
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3 zeigt
einen weiteren Querschnitt durch den Verbrennungsmotor aus 1, und zwar in einer Ansicht
quer zur Kurbelwelle geschnitten entlang der Schnittebene B-B,
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4 zeigt
einen weiteren Querschnitt durch den Verbrennungsmotor aus 1, und zwar in einer Ansicht
quer zur Kurbelwelle geschnitten entlang der Schnittebene C-C,
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5 zeigt
einen weiteren Querschnitt durch den Verbrennungsmotor aus 1, und zwar in einer Ansicht
quer zur Kurbelwelle geschnitten entlang der Schnittebene F-F,
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6 zeigt
einen Querschnitt durch einen weiteren erfindungsgemäßen Verbren nungsmotor, nämlich in
einer Ansicht von der Seite,
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7 zeigt
einen Querschnitt durch einen weiteren erfindungsgemäßen Verbrennungsmotor, nämlich in
einer Ansicht von der Seite, und
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8 zeigt
einen Querschnitt durch einen weiteren erfindungsgemäßen Verbrennungsmotor, nämlich in
einer Ansicht von der Seite.
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In 1, 2, 3, 4 und
in 5 ist ein erster
erfindungsgemäßer Verbrennungsmotor 1 teilweise
geschnitten dargestellt. Von dem Verbrennungsmotor 1 sind
hier nur drei Zylinder dargestellt. Er hat vier Zylinder, wobei
der vierte Zylinder und die dazugehörigen Bauteile und Komponenten
durch die hier vorgesehene Schnittdarstellung nicht sichtbar sind.
Der Verbrennungsmotor 1 gliedert sich in ein Motorgehäuse 2,
in dem eine Kurbelwelle 3 aufgenommen ist, sowie in eine Ölwanne 4.
Die Kurbelwelle 3 weist drei Pleuelzapfen 5 auf,
auf denen je ein Pleuel 6 befestigt ist. Je ein Pleuelzapfen 5 wird
dabei von einer Pleuelwange 7 begrenzt, wobei eine der Pleuelwangen 7 als
Antriebspleuelwange 7a ausgebildet ist.
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Die Antriebspleuelwange 7a weist
eine umlaufende Kurbelwellenradnut 8 auf, in der ein als
Kettenrad ausgebildetes Kurbelwellenrad 9 angeordnet ist.
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Die Kurbelwelle 3 ist an
vier Kurbelwellenlagerstellen 10 im Motorgehäuse 2 drehbar
um ihre Kurbelwellenachse 11 gelagert. Es ist eine Kurbelwellenführungslagerstelle 10' für eine exakte
Positionierung der Kurbelwelle 3 vorgesehen. Jeweils ein Kurbelwellenlagerdeckel 12 an
den beiden Enden der Kurbelwelle 3 stellt dabei einen festen
Sitz bei gleichzeitiger Drehbarkeit sicher. An der in 1 links gelegenen inneren
Kurbelwellenführungslagerstelle 10' ist dabei ein
als Ausgleichwellenhalter 13 ausgebildeter Lagerdeckel
für die
Kurbelwelle vorgesehen. Der Ausgleichswellenhalter 13 weist
dabei an seiner untenseitig gelegenen Oberfläche je eine Lagerstelle 14 für je eine
Ausgleichswelle 15 auf, wie man am besten in 2 sieht. Die Lagerstelle 14 stellt
eine exakte Positionierung der Ausgleichswellen 15 bereit,
deren Lage damit exakt über
der Kurbelwellenführungslagerstelle 10' festgelegt
ist. An der in 1 rechtsseitig
gelegenen Kurbelwellenlagerstelle 10 im Inneren des Motorgehäuse 2 ist
der betreffende Lagerdeckel als Steuerkettenhalterung 16 ausgebildet.
Die Steuerkettenhalterung 16 weist dabei so wie der Ausgleichswellenhalter 13 an
seiner nach unten gerichteten Oberfläche je eine Lagerstelle 17,
hier als Loslager dargestellt, für
die beiden Ausgleichswellen 15 auf.
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Die beiden Ausgleichswellen 15 sind
entlang ihrer Längsachse 18 mit
je einem Ausgleichsgewicht 19 versehen, wobei an dem in 1 rechtsseitig gelegenen
Ende jeder Ausgangswelle 15 ein als Kettenrad ausgebildetes
Ausgleichswellenritzel 20 aufgeschraubt ist.
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Wie man am besten in 1 und 4 sieht,
ist im Bereich der Steuerkettenhalterung 16 noch ein als Kettenritzel
ausgebildetes Umlenkrad 21 vorgesehen, das auf einer Befestigungsschraube 22 mit
einem Wälzlager 23 gelagert
ist.
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Wie in 4 am
besten zu sehen ist, ist eine Rollenkette 24 um das Kurbelwellenrad 9,
um die beiden Ausgleichswellenritzel 20 und um das Umlenkrad 21 herumgelegt.
Dabei wird die Innenseite der Rollenkette 24 vom Kurbelwellenrad 9,
von dem in 3 links gelegenen
Ausgleichswellenritzel 20 und vom Umlenkrad 21 beaufschlagt.
Die Außenseite
der Rollenkette 24 wird von dem in 4 rechts gelegenen Ausgleichswellenritzel 20 beaufschlagt.
Diese Führung
der Rollenkette 24 stellt eine Bewegung der beiden Ausgleichswellenritzel 20 in
entgegengesetzter Richtung sicher, wenn sich das Kurbelwellenrad 9 dreht.
Vorteilhafterweise drehen sich die Ausgleichswellenritzel 20 doppelt
so schnell wie das Kurbelwellenrad 9. Im Bereich zwischen
dem Umlenkrad 21 und dem in 3 links
gelegenen Ausgleichswellenritzel 20 ist eine Führungsschiene 25 vorgesehen,
die auf der Außenseite
der Rollenkette 24 anliegt und ein Schlagen des sich in
unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen Kettentrums verhindert.
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Im Bereich zwischen dem in 4 links gelegenen Ausgleichswellenritzel 20 und
dem Kurbelwellenrad 9 ist ein Kettenspanner 26 angeordnet,
der die Rollenkette 24 unter Spannung hält. Der Kettenspanner 26 kann
dabei hydraulisch, pneumatisch oder auch mechanisch nachspannbar
sein.
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Wie man am besten in 1 sieht, ist der Bereich oberhalb der
Ausgleichswellenritzel 20 und des Umlenkrads 21 mit
einer Abdeckhaube 27 versehen. Dadurch wird einer Schaumbildung
aufgrund der sich bewegenden Rollenkette 24 und der sich drehenden
Ausgleichswellenritzel 20 und des Umlenkrads 21 in
dem Motoröl
entgegenwirkt, das im Inneren der Ölwanne 4 steht.
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Die Ausgleichswelle ist im vorliegenden
Ausführungsbeispiel
geteilt ausgeführt,
und zwar an einer Teilungsstelle 28. Ein Zentrierstift 29 sorgt
dabei für
eine positionsgenaue Anordnung eines ersten Ausgleichswellenabschnitts 30 und
eines zweiten Ausgleichswellenabschnitts 31 zueinander.
Eine durch den ersten Ausgleichswellenabschnitt 30 verlaufende
Durchsteckschraube 32 stellt dabei eine feste und dauerhafte
Verbindung zwischen dem ersten Ausgleichswellenabschnitt 30,
dem zweiten Ausgleichswellenabschnitt 31 und dem Ausgleichswellenritzel 20 sicher.
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2 zeigt
einen Schnitt entlang der Schnittlinie A-A aus 1. Wie man in dieser Ansicht besonders
gut sieht, ist der Ausgleichswellenhalter 13 insbesondere
im Bereich um die Lagerstelle 14 herum ungeteilt und einstückig ausgeführt, wobei
Teilungsstellen im Bereich der Lagerstellen 14 vermieden
werden. Die Versorgung der Lagerstellen 14 mit Drucköl erfolgt über Ölzuführbohrungen 33 ausgehend
von der Kurbelwellenführungslagerstelle 10'. Der Ausgleichswellenhalter 13 dient
nicht nur zur Lagerung der beiden Ausgleichswellen 15,
sondern er stellt auch die Kurbelwellenlagerstelle 10' bereit. Hierzu
ist der Ausgleichswellenhalter 13 an sei ner Oberseite mit
je einem Sackloch 34 mit Innengewinde versehen, die links
und rechts von der Kurbelwelle 3 angeordnet sind. Über zwei
Zugbolzen 35, die durch entsprechende Durchgangslöcher im
Zylinderkopf 36 sowie im Motorgehäuse 2 verlaufen, ist
der Ausgleichswellenhalter 13 fest mit dem Motorgehäuse 2 verschraubt.
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3 zeigt
einen Schnitt durch den Verbrennungsmotor 1 entlang der
Linie B-B aus 1. Wie man
in dieser Ansicht besonders gut sieht, stellt die Steuerkettenhalterung 16 die
Lagerung für
die beiden Ausgleichswellen 15 und an einer Kurbelwellenlagerstelle 10 für die Kurbelwelle 3 bereit.
Die Steuerkettenhalterung 16 ist im Bereich der Ausgleichswellen 15 einstückig und
ungeteilt ausgeführt.
Die Lagerstellen 17 werden über Ölführbohrungen 33 ausgehend
von der Kurbelwellenlagerstelle 10 mit Drucköl versorgt.
Zugbolzen 35 verschrauben die Steuerkettenhalterung 16 fest
mit dem Motorgehäuse 2.
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5 zeigt
zur Veranschaulichung einen Schnitt entlang der Linie F-F aus 1.
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Zur Montage des Verbrennungsmotors 1 wird
wie folgt vorgegangen. In einem ersten Arbeitsschritt wird die Kurbelwelle 3 in
das Motorgehäuse 2 eingesetzt
und mit dem Ausgleichswellenhalter 13 und der Steuerkettenhalterung 16 fixiert.
Danach werden die Kurbelwellenlagerdeckel 12 aufgeschraubt.
Anschließend
werden der Ausgleichswellenabschnitt 30 und der zweite
Ausgleichswellenabschnitt 31 in den Ausgleichswellenhalter 13 und
in die Steuerkettenhalterung 16 eingesetzt und mit der Durchsteckschraube 32 verschraubt.
Danach werden die üb rigen
in 1 bis 5 gezeigten Komponenten
des Verbrennungsmotors angebaut.
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6 zeigt
eine weitere Version eines erfindungsgemäßen Verbrennungsmotors 1', der in vielen Teilen
mit dem Verbrennungsmotor 1 aus den 1 bis 5 übereinstimmt.
Gleiche Teile haben gleiche Bezugsziffern.
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Im Verbrennungsmotor 1' sind anstelle
von Gleitlagern zur Lagerung der Ausgleichswellen 15' ein erstes
Ausgleichswellenwälzlager 37 und
ein zweites Ausgleichswellenwälzlager 38 vorgesehen. Dadurch
können Ölzuführbohrungen 33 in
Ausgleichswellenhalter 13' und
in der Steuerkettenhalterung 16' vermieden werden.
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Im Verbrennungsmotor 1' ist in der
in 6 links gelegenen
Lagerstelle der Ausgleichswelle 15' ein Zylinderrollenlager als Festlager
vorgesehen. Das zweite Ausgleichswellenwälzlager 38 ist als Wälzkugellager
ausgebildet, das als Loslager angeordnet ist.
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In einer hier nicht gezeigten Ausführungsform
ist dabei das erste Ausgleichswellenwälzlager 37 durch ein
besonders belastungsfestes Gleitlager ersetzt, dass dem in 1 gezeigten Gleitlager 14 entspricht.
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7 zeigt
einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Verbrennungsmotor 1''. Der Verbrennungsmotor 1'' entspricht in wesentlichen Teilen
dem Verbrennungsmotor 1 und dem Verbrennungsmotor 1' gemäß den 1 bis 6. Gleiche Teile sind daher mit gleichen
Bezugsziffern versehen.
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Im Unterschied zu den vorstehend
genannten Versionen ist die Ausgleichswelle 15'' aus einem einzigen Stück gefertigt,
wobei auch das Ausgleichswellenritzel 20' mit an der Ausgleichswelle 15'' ausgebildet ist.
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In der in 7 links gezeigten Lagerstelle ist dabei
ein Wälzkugellager
als Festlager im Ausgleichswellenhalter 13'' vorgesehen.
In der in 7 rechts gezeigten
Lagerstelle ist ein Gleitlager in der Steuerkettenhalterung 16'' vorgesehen, dass hohe Lagerkräfte aufnehmen
kann.
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Zur Montage des Verbrennungsmotors 1'' wird die Ausgleichswelle 15'' durch die Steuerkettenhalterung 16'' hindurch geschoben, bis sie in
dem Ausgleichswellenhalter 13'' zum
liegen kommt.
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Anstelle eines Kettentriebs kann
in einer hier nicht gezeigten Ausführungsform auch ein Zahnradantrieb
oder eine Kombination aus Kettenantrieb und Zahnradantrieb vorgesehen
werden. So können
die beiden Ausgleichswellen 15'' mit
Zahnradantrieb gegeneinander mit doppelter Drehzahl rotieren, während der
Antrieb einer Ausgleichswelle 15'' über die Kurbelwelle
erfolgt, und zwar über
die in 7 gezeigten Kettenräder.
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8 zeigt
einen Verbrennungsmotor 1''' im Querschnitt. Der Verbrennungsmotor 1''' entspricht
in vielen Teilen den Verbrennungsmotoren 1, 1', 1'' aus den 1 bis 7.
Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugsziffern bezeichnet.
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Wie man in dieser Ansicht besonders
gut sieht, ist der Ausgleichswellenhalter 13''' mit zwei schräg verlaufenden
Sacklöchern 34' versehen. Gegenüber der
in 1 gezeigten Ausführungsform des
Verbrennungsmotors 1 ergibt sich ein geringes Gewicht und
eine einfachere Montage.
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- 1,1',1'',1'''
- Verbrennungs
-
- motor
- 2
- Motorgehäuse
- 3
- Kurbelwelle
- 4
- Ölwanne
- 5
- Pleuelzapfen
- 6
- Pleuel
- 7
- Pleuelwange
- 7a
- Antriebspleuelwange
- 8
- Kurbelwellenradnut
- 9
- Kurbelwellenrad
- 10
- Kurbelwellen
-
- lagerstelle
- 10'
- Kurbelwellen-
-
- Führungslagerstelle
- 11
- Kurbelwellenachse
- 12
- Kurbelwellenlager
-
- deckel
- 13,13',13'',13'''
- Ausgleichswellen
-
- halter
- 14
- Lagerstelle
- 15,15',15''
- Ausgleichswelle
- 16,16',16''
- Steuerketten
-
- halterung
- 17
- Lagerstelle
- 18
- Längsachse
- 19
- Ausgleichsgewicht
- 20,20'
- Ausgleichswellen
-
- ritzel
- 21
- Umlenkrad
- 22
- Befestigungs
-
- schraube
- 23
- Wälzlager
- 24
- Rollenkette
- 25
- Führungsschiene
- 26
- Kettenspanner
- 27,27'
- Abdeckhaube
- 28
- Teilungsstelle
- 29
- Zentrierstift
- 30,30'
- Erster
Ausgleichs
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- wellenabschnitt
- 31,31'
- Zweiter
Ausgleichs
-
- wellenabschnitt
- 32
- Durchsteckschraube
- 33
- Ölzuführbohrung
- 34,34'
- Sackloch
- 35,35'
- Zugbolzen
- 36
- Zylinderkopf
- 37
- Erstes
Ausgleichs
-
- wellenwälzlager
- 38
- Zweites
Ausgleichs
-
- wellenwälzlager