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DE10256778A1 - Schwingungsdämpfer - Google Patents

Schwingungsdämpfer Download PDF

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DE10256778A1
DE10256778A1 DE2002156778 DE10256778A DE10256778A1 DE 10256778 A1 DE10256778 A1 DE 10256778A1 DE 2002156778 DE2002156778 DE 2002156778 DE 10256778 A DE10256778 A DE 10256778A DE 10256778 A1 DE10256778 A1 DE 10256778A1
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DE
Germany
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vibration damper
blades
friction
blade vibration
fibers
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE2002156778
Other languages
English (en)
Inventor
Jaroslaw Dr. Szwedowicz
Christian Dr. Wüthrich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
General Electric Switzerland GmbH
Original Assignee
Alstom Schweiz AG
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Publication date
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D5/00Blades; Blade-carrying members; Heating, heat-insulating, cooling or antivibration means on the blades or the members
    • F01D5/12Blades
    • F01D5/22Blade-to-blade connections, e.g. for damping vibrations
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
    • Y02T50/00Aeronautics or air transport
    • Y02T50/60Efficient propulsion technologies, e.g. for aircraft

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  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Turbine Rotor Nozzle Sealing (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

Abstract

Schaufel-Schwingungsdämpfer (24) zur Dämpfung von Schaufelschwingungen von Laufschaufeln (14) axial überströmter Rotoren, wobei die Schaufel-Schwingungsdämpfer (24) zwischen benachbarten Laufschaufeln (14) des Rotors (10) angeordnet sind. Erfindungsgemäß sind die Schaufel-Schwingungsdämpfer (24) im wesentlichen aus einem leichten, steifen, nichtmetallischen Werkstoff gebildet. Während des Betriebes werden die Schaufelschwingungsdämpfer (24) infolge der auftretenden Fliehkräfte in Reibkontakt mit den Reibkontaktflächen (26) der Laufschaufeln (14) gebracht und dämpfen durch die Reibung die Schwingungen der Schaufeln (14).

Description

  • Technisches Gebiet
  • Die Erfindung betrifft einen Schaufel-Schwingungsdämpfer zur Dämpfung von Schaufelschwingungen von Laufschaufeln gemäss den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
  • Um die Schwingungen bzw. Vibrationen von Laufschaufeln in Turbinen oder Verdichtern axialer Bauweise zu dämpfen werden bereits seit längerem Schaufel-Schwingungsdämpfer eingesetzt, deren Dämpfungsprinzip auf der Vernichtung der Schwingungsenergie durch Reibung basiert. Derartige Dämpfer werden beispielsweise in Flugzeugtriebwerken, in Axialturbinen von Gasturbinen, eingesetzt. Beispiele für solche, auf dem Prinzip der Reibung basierende Schaufel-Schwingungsdämpfer sind z. B. aus EP-A-0 918 139 und US-A-3 666 376 bekannt. Die Schaufel-Schwingungsdämpfer werden zwischen benachbarten Laufschaufeln eingebaut und durch die während des Betriebes auftretende Fliehkraft an die Schaufeln angepresst. Werden die Schaufeln zu Schwingungen angeregt, tritt an der Kontaktstelle zwischen Schaufel und Schaufel-Schwingungsdämpfer Gleitreibung auf, die zu einer Dämpfung der Schwingung führt. Eine wesentliche Kenngrösse für einen effizient arbeitenden Dämpfer ist das Produkt aus Normalkraft an der Kontaktstelle und dem Reibungskoeffizienten des Dämpfers. Die Normalkraft ist ihrerseits im wesentlichen durch die Masse des Dämpfers und die Beschleunigung in Richtung der Normalkraft infolge der Rotation bestimmt. Für jeden Anwendungsbereich gibt es einen optimalen Wert für das Produkt aus Normalkraft und Reibungskoeffizient und damit auch für die Masse des Dämpfers. Au sserdem muss der Dämpfer in Richtung der Schwingungsauslenkung eine möglichst hohe Steifigkeit aufweisen, um effizient arbeiten zu können. Um diesen Materialanforderungen gerecht zu werden, werden bisher metallische Werkstoffe wie Stahl oder je nach Einsatztemperatur des Dämpfers auch Nickelbasis-Lagierungen eingesetzt, wie dies beispielsweise auch in US-A-4 101 245 beschrieben ist.
  • Die ständig steigenden Anforderungen für Laufräder in Turbinen und Verdichtern führen zu Konstruktionen, bei denen die Anforderungen an die Steifigkeit der Schaufel-Schwingungsdämpfer steigt, wobei gleichzeitig eine immer geringere Dichte der Dämpfer gefordert wird. Bei sehr steifen Laufschaufeln, bei denen die Schaufel-Schwingungsdämpfer radial innen, unter der Plattform der Laufschaufeln in einem Dämpfungshohlraum angeordnet sind, ist es mit den bekannten Mitteln kaum mehr möglich Dämpfer mit genügender Steifigkeit und genügend kleiner Masse herzustellen.
  • Darstellung der Erfindung
  • Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, Schaufel-Schwingungsdämpfer der eingangs genannten Art zu schaffen, die bei hoher Steifigkeit eine geringe Masse aufweisen.
  • Diese Aufgabe löst ein Schaufel-Schwingungsdämpfer mit den Merkmalen des Patentanspruches 1.
  • Der Schaufel-Schwingungsdämpfer ist, wie bekannt, zwischen benachbarten Laufschaufeln des Rotors angeordnet und steht während des Betriebes infolge der auftretenden Fliehkräfte in Reibkontakt mit den Laufschaufeln. Der erfindungsgemässe Schaufel-Schwingungsdämpfer ist im wesentlichen aus einem nichtmetallischen, leichten, steifen Werkstoff hergestellt und ist damit hervorragend geeignet, um Schaufelschwingungen von Laufschaufeln axial überströmter Rotoren zu dämpfen.
  • Besitzt der nichtmetallische Werkstoff ein Verhältnis von Elastizitätsmodul „E" zur Dichte „p", der grösser ist als 25 × 106 m2/s2, so weist er ein Verhältnis von Steifigkeit zu Dichte auf, das bestens geeignet ist, auch bei hohen Anforderungen an den Rotor, eine hohe Lebensdauer und gute Dämpfungseigenschaften zu vereinigen.
  • Besonders günstig ist die Wahl eines keramischer Werkstoffes. Dies vor allem dort, wo geringe Reibungskoeffizienten gefragt sind und/oder bei sehr hohen Einsatztemperaturen bis über 700°C. Als besonders vorteilhaft haben sich Schaufel-Schwingungsdämpfer aus Siliziumkarbid bzw. Siliziumnitrid erweisen.
  • Ebenfalls sehr vorteilhaft kann der Schaufel-Schwingungsdämpfer aus einem Fasenverbundwerkstoff hergestellt werden. Als besonders günstig hat sich die Wahl von Kohlefasern und/oder Glasfasern als Faserwerkstoff in dem Verbundwerkstoff herausgestellt. Der Anteil der Verstärkungsfasern am Gesamtvolumen beträgt etwa 30 vol.-%. bis 70 vol.-%. und bewegt sich insbesondere in einem Bereich von 40 vol.-% bis 60 vol.-%. Schaufel-Schwingungsdämpfer aus einem Faserverbundwerkstoff sind günstig in der Herstellung und bestens geeignet für den Einsatz bei mittleren und tiefen Temperaturen.
  • Sind die im Faserverbundwerkstoff verwendeten Fasern unidirektional, so lässt sich die Steifigkeit gezielt in der gewünschten Richtung erhöhen. Besonders günstig ist es beispielsweise, wenn die Fasern unidirektional etwa in Reibungsrichtung ausgerichtet sind. Die Fasern liegen dabei vorzugsweise in Form kontinuierlicher Fasern oder in Form eines Gewebes vor.
  • Als Matrix des Faserverbundwerkstoffes sind für Temperaturen bis 200°C Epoxidharze besonders gut geeignet oder für Temperaturen bis zu 400°C thermoplastische Materialien, wie insbesondere PEEK.
  • Ein Rotor, bei dem erfindungsgemässe Schaufel-Schwingungsdämpfer radial innen, unterhalb von sich in Umfangsrichtung erstreckenden Plattformen der Laufschaufeln angeordnet sind, weist besonders tiefe Schwingungsamplitude der Laufschaufeln und damit eine höhere Lebensdauer derselben auf.
  • Auch die Schaufeln von Rotoren, bei denen die erfindungsgemässen Schaufel-Schwingungsdämpfer in Nuten von sich in Umfangsrichtung erstreckenden Konsolen angeordnet sind, weisen sehr günstige Schwingungswerte und eine höhere Lebensdauer auf.
  • Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand weiterer abhängiger Patentansprüche.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Im folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen, welche in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigen rein schematisch:
  • 1 einen Teil eines Rotors im Schnitt quer zu seiner Rotationsachse mit erfindungsgemässem Schaufel-Schwingungsdämpfer;
  • 2 in Vergrösserung den Bereich mit dem Schaufel-Schwingungsdämpfer aus 1 mit einem Schaufel-Schwingungsdämpfer leicht abgewandelter Geometrie ;
  • 3 in einer analogen Darstellungsweise zu 1 eine andere Ausführungsform eines Rotors mit einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Schaufel-Schwingungsdämpfers;
  • 4 in Vergrösserung den Bereich mit dem Schaufel-Schwingungsdämpfer aus 3; und
  • 5 ein Beispiel für einen Faserverbundwerkstoff mit unidirektional ausgerichtete Fasern, wie er zur Herstellung eines erfindungsgemässen Schaufel-Schwingungsdämpfers verwendet werden kann;
  • 6 ein Beispiel für einen Faserverbundwerkstoff mit einer Gewebeverstärkung, wie er zur Herstellung eines erfindungsgemässen Schaufel-Schwingungsdämpfers verwendet werden kann; und
  • 7a, 7b weitere Ausführungsformen des erfindungsgemässen Schaufel-Schwingungsdämpfers.
  • Die in den Zeichnungen verwendeten Bezugszeichen und deren Bedeutung sind in der Bezugszeichenliste zusammengefasst aufgelistet. Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die beschriebene Ausführungsform steht beispielhaft für den Erfindungsgegenstand und hat keine beschränkende Wirkung.
  • Wege zur Ausführung der Erfindung
  • Die 1 und 3 zeigen jeweils einen Teil eines Rotors 10, 10' im Schnitt durch seine Drehachse (nicht dargestellt). Der Rotor 10, 10' weist eine Rotorscheibe 12 auf, in der Laufschaufeln 14 befestigt sind. Für die Befestigung sind die Laufschaufeln 14 mit ihren Schaufelfüssen 16 axial in dafür vorgesehenen, sich axial erstreckende Radialnuten 17 der Rotorscheibe 12 eingeschoben. Die Schaufelblätter 18 der Laufschaufeln 14 stehen radial nach aussen von der Rotorscheibe 12 ab. Die Laufschaufeln 14 weisen benachbart zur Oberfläche der Rotorscheibe 12 Plattformen 20 auf, die sich jeweils von den Schaufeln 14 weg in Umfangsrichtung erstrecken.
  • In 1 begrenzen die Plattformen 20 je zweier benachbarter Laufschaufeln 14 zusammen mit der Rotorscheibe 12 einen Dämpfungshohlraum 22. In anderen Ausführungsformen des Rotors kann der Dämpfungshohlraum 22 ausserdem noch von weiteren Bauelementen, wie beispielsweise den Schaufelfüssen 16 begrenzt sein. Im Dämpfungshohlraum 22 ist radial innen, unterhalb der Plattformen 20 ein erfindungsgemässer Schaufel-Schwingungsdämpfer 24 aus einem keramischem Werkstoff, in diesem speziellen Beispiel aus Siliziumkarbid an geordnet, der zur Dämpfung der während des Betriebes auftretenden Schwingungen der Laufschaufeln 14 dient. Je nach den spezifischen Anforderungen könnte hier als keramischer Werkstoff auch Siliziumnitrid eingesetzt sein, oder aber ein Faserverbundwerkstoff, wie er weiter unten beschrieben ist. Die radial innen liegenden Oberflächen der Plattformen 20 bilden Reibungskontaktflächen 26, die während des Betriebes mit den Reibflächen 27 der erfindungsgemässen Schaufel-Schwingungsdämpfer 24 in Reibkontakt stehen. In 2 ist dies deutlich zu erkennen. Durch die Reibung zwischen den Reibflächen 27 der erfindungsgemässen Schaufel-Schwingungsdämpfer 24 und den Reibkontaktflächen 26 der Laufschaufeln 14 wird während des Betriebes Schwingungsenergie vernichtet und dadurch die Schwingung der Laufschaufeln gedämpft und so deren Lebensdauer erhöht.
  • Bei der in den 3 und 4 gezeigten Ausführungsform des Rotors 10' ist, im Gegensatz zu der Ausführungsform des Rotors 10 in den 1 und 2 der Dämpfungshohlraum 22 nicht im Bereich zwischen den Plattformen 20 und der Rotorscheibe 12 angeordnet, sondern im Bereich der Schaufelspitzen 28. Die Laufschaufeln 14 weisen im Bereich ihrer Schaufelspitzen 28 sich in Umfangsrichtung erstreckende Konsolen 30, auch Deckplatten genannt, auf, die primär der Strömungsführung im Bereich der Schaufelspitzen 28 dienen sollen. Wie in der vergrösserten Darstellung der 4 deutlich erkennbar, weisen die Konsolen 30 jeweils Konsolennuten 32 auf, die sich ebenfalls in Umfangsrichtung erstrecken und deren Öffnungen aufeinander zu weisen. Die Konsolennuten 32 begrenzen zusammen wiederum einen Dämpfungshohlraum 22, der je einen Schaufel-Schwingungsdämpfer 24` aufnimmt. Die radial gegen innen ausgerichteten Oberflächen der Konsolennuten 32 dienen als Reibkontaktflächen 26 und stehen während des Betriebes mit den Reibflächen 27 der Schaufel-Schwingungsdämpfer 24' in Reibkontakt. Entsprechend der spezifischen Anforderungen im Bereich der Schaufelspitzen sind die hier eingesetzten Schaufel-Schwingungsdämpfer 24' aus einem Faserverbundwerkstoff gefertigt. Aber auch hier ist es natürlich je nach Anforderungsprofil denkbar keramische Schaufel-Schwingungsdämpfer einzusetzen.
  • Insbesondere bei Laufschaufeln 14 mit einer grossen radialen Länge können Konsolen 30, wie sie im vorhergehenden Abschnitt beschrieben sind, auch im Bereich zwischen den Schaufelspitzen 28 und den Plattformen 20 ausgebildet sein. Solche Konsolen 30 werden dann nicht Deckplatten genannt und dienen im Gegensatz zu den Deckplatten nicht der Strömungsführung sondern der Stabilisierung der Schaufeln. Aber auch solche Konsolen 30 können zur Aufnahme von Schaufel-Schwingungsdämpfern 24, 24' eine entsprechende in Umfangsrichtung ausgerichtete Nut 32 aufweisen.
  • Erfindungsgemäss ist der in den 3 und 4 gezeigte Schaufel-Schwingungsdämpfer 24' aus einem faserverstärkten Kunststoff hergestellt. Ein Beispiel für einen unbearbeiteten Materialblock, aus dem ein erfindungsgemässer Schaufel-Schwingungsdämpfer 24', beispielsweise durch Fräsen gewonnen werden kann, ist in 5 gezeigt. Als Verstärkungsfasern dienen in diesem Fall kontinuierliche, unidirektional ausgerichtete Kohlefasern 42, die in einer Matrix 44 aus PEEK eingebettet sind und zwar mit einem Volumenanteil von etwa 60 vol.-%. Der Schaufel-Schwingungsdämpfer 24' wird derart aus dem Materialblock herausgearbeitet, dass die Fasern etwa in Reibrichtung ausgerichtet sind. Statt der unidirektionalen Fasern 42 können auch Gewebe 46 in die Matrix 44 eingebettet sein, wie dies in 6 veranschaulicht ist. In beiden Fällen können statt PEEK als Matrix 44 natürlich auch andere thermoplastische Kunststoffe, wie aromatische Polyetherketone und Polyimide, oder aber Epoxidharze verwendet werden. Statt der Kohlefasern 42 können auch Glasfasern und/oder Aramidfasern oder auch ein Gemisch aus diesen Fasern zum Einsatz kommen. Besonders bei Geweben 46 ist es möglich entsprechend der auftretenden Reibrichtungen zwischen den Reibkontaktflächen 26 der Laufschaufeln 14 und den Reibflächen 27 der Schaufel-Schwingungsdämpfer 24' die Fasern der einen Richtung steifer, z. B. in Form von dickeren Faserbündeln, und die der anderen Richtung etwas weniger steif, in Form von dünneren Faserbündeln, auszugestalten. Unterschiedliche Steifigkeiten lassen sich aber z. B. auch durch die Verwendung von Kohlefasern in der einen und von Glasfasern in der anderen Richtung erreichen. Auch Laminate aus mehreren Schichten und somit mit mehr als zwei Richtungen von unidirektionalen Fasern sind für die Schaufel-Schwingungsdämpfer aus Faserverbundwerkstoffen geeignet. Bei in Schichten aufgebauten Schaufel-Schwingungsdämpfern 24, 24' ist es auch denkbar zur Verstärkung dünne Metallschichten zwischen den nichtmetallischen Schichten vorzusehen.
  • Bei speziellen Anforderungen an den Reibungskoeffizienten ist es möglich die Reibfläche 27, 27' der Schaufel-Schwingungsdämpfer 24, 24' mittels einer speziellen Reibschicht 29 zu bilden, wie dies in den 7a, 7b gezeigt ist. Als Reibschicht 29 kann eine dünne Metallschicht mit dem Körper 31 des Schaufel-Schwingungsdämpfers 24, 24' verbunden werden (7a). Ebenso kann diese Reibschicht 29 aber auch gebildet werden durch das disperse Einbringen spezieller Komponenten, wie z. B. Blei, PTFE oder ähnlichem zur Minderung des Reibungskoeffizienten oder aber harter Metalle oder Kunststoffe zur Erhöhung des Reibungskoeffizienten, in die oberste Schicht des Körpers 31 des Schaufel-Schwingungsdämpfers 24, 24' (7b). Dabei spielt es jeweils keine Rolle ob der Körper 31 des Schaufel-Schwingungsdämpfers 24, 24' aus einem keramischen Werkstoff (7a) oder einem Faserverbundwerkstoff (7b) besteht. Eine Verbindung zwischen einer metallischen Reibschicht 29 und a) einem keramischen Körper 31 kann beispielsweise durch Kleben oder Löten, und b) einem Körper aus Faserverbundwerkstoff kann beispielsweise durch Kleben oder Pressschweissen erfolgen.
  • Der Vorteil des erfindungsgemässen Schaufel-Schwingungsdämpfers 24, 24' aus im wesentlichen einem nicht metallischen Werkstoff liegt in seiner geringen Masse und seiner hohen Steifigkeit, was zu einem idealen Verhältnis von E-Modul und Dichte ρ, führt. Dies gilt selbst bei Wahl einer metallischen Reibschicht 29 oder dünnen metallischen Zwischenschichten im Körper 31 des Schaufel-Schwingungsdämpfer 24, 24', da die Masse eines solchen Schaufel-Schwingungsdämpfer 24, 24' immer noch viel geringer ist als die Masse eines ganz aus Metall gefertigten Schaufel-Schwingungsdämpfers, wie er heute eingesetzt wird. Dass Verhältnis von E-Modul und Dichte ρ ist jeweils grösser als 30∙106 m2/s2. Dabei ist durch entsprechende Wahl des nichtmetallischen Materials, d. h. der Keramik oder des Faserverbundwerkstoffes, der Art der Keramik bzw. der Zusammensetzung des Faserverbundwerkstoffes (Kohle- und/oder Glas- und/oder Aramidfaser, Anteil 30–70 vol.-%, Länge, Ausrichtung und Volumenanteil der Fasern, Epoxidharz oder thermoplastisches Kunststoff als Matrix) und der Ausgestaltung der Reibschicht 29 eine individuelle Anpassung auch an sehr hohe Anforderungen, z. B. bezüglich Steifigkeit, Masse, Reibungskoeffizient und Temperaturbeständigkeit möglich.
  • In der unten gezeigten Tabelle 1 sind beispielhaft für erfindungsgemässe nichtmetallische Werkstoffe der E-Modul, die Dichte, und das Verhältnis von E-Modul zu Dichte für einige ausgewählte Materialien im Vergleich mit den typischen Werten für sonst verwendeten Stahl bzw. Nickelbasislegierung angegeben.
  • Tabelle 1
    Figure 00090001
  • Es ist selbstverständlich, dass die geometrische Form der Schaufel-Schwingungsdämpfer 24, 24' nicht auf die gezeigten Formen beschränkt ist, sondern beliebig ist. So können z. B. Formen, wie sie in US-A-4 101 245 , EP-A-O 918 139 und US-A-3 666 376 beschrieben sind, erfindungsgemäss aus nichtmetallischen Werkstoffen hergestellt sein.
  • Zur Dämpfung der Schaufelschwingungen werden die erfindungsgemässen Schaufel-Schwingungsdämpfer 24, 24' in bekannter Weise während des Betriebes durch die auftretenden Fliehkräfte von radial innen gegen die Reibkontaktflächen 26, 26' der Laufschaufeln 14 gedrückt und stehen so mit diesen in Reibkontakt, so dass sie ihre dämpfende Wirkung entfalten können.
  • 10, 10'
    Rotor
    12
    Rotorscheibe
    14
    Laufschaufel
    16
    Schaufelfuss
    17
    Radialnut
    20
    Schaufelblatt
    20
    Plattform
    22
    Dämpfungshohlraum
    24, 24'
    Schaufel-Schwingungsdämpfer
    26
    Reibkontaktflächen
    27
    Reibfläche
    28
    Schaufelspitze
    29
    Reibschicht
    30
    Konsole
    31
    Körper
    32
    Konsolennuten
    42
    Kohlefaser
    44
    Matrix
    46
    Gewebe

Claims (11)

  1. Schaufel-Schwingungsdämpfer zur Dämpfung von Schaufelschwingungen von Laufschaufeln axial überströmter Rotoren, wobei die Schaufel-Schwingungsdämpfer zwischen benachbarten Laufschaufeln des Rotors angeordnet sind und mit ihren Reibflächen infolge der während des Betriebes auftretenden Fliehkräfte in Reibkontakt mit Reibkontaktflächen der Laufschaufeln stehen, dadurch gekennzeichnet, dass sie im wesentlichen aus einem leichten, steifen, nichtmetallischen Werkstoff sind.
  2. Schaufel-Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaufel-Schwingungsdämpfer (24, 24') einen Körper (31) aus einem im wesentlichen nichtmetallischen Werkstoff aufweist, der ein Verhältnis von Elastizitätsmodul „E" zur Dichte „ρ" besitzt, das grösser ist als 30 x 106 m2/s2.
  3. Schaufel-Schwingungsdämpfer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reibschicht (29), deren Oberfläche die Reibfläche (27) des Schaufel-Schwingungsdämpfers (24, 24') bildet, reibfest mit dem Körper (31) verbunden ist.
  4. Schaufel-Schwingungsdämpfer nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibschicht (29) eine dünne Metallschicht ist oder eine nichtmetallische Randschicht des Körpers (31) des Schaufel-Schwingungsdämpfer (24, 24') ist, welche disperse, den Reibungskoeffizienten verändernde Einschlüsse aufweist.
  5. Schaufel-Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der nichtmetallische Werkstoff ein keramischer Werkstoff, und zwar insbesondere Siliziumkarbid oder Siliziumnitrid ist.
  6. Schaufel-Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der nichtmetallische Werkstoff ein Faserverbundwerkstoff ist, vorzugsweise mit einem Fasergehalt von 30 vol.-%. bis 70 vol.-%., insbesondere von 40 vol.-% bis 60 vol.-%.
  7. Schaufel-Schwingungsdämpfer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserverbundwerkstoff als Fasern (42) Kohlefasern und/oder Glasfasern und/oder Aramidfasern aufweist, wobei die Fasern (42) vorzugsweise unidirektional, etwa in Rei brichtung ausgerichtet sind.
  8. Schaufel-Schwingungsdämpfer nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die im Faserverbundwerkstoff verwendeten Fasern (42) in Form kontinuierlicher Fasern (42) unidirektional oder in Form eines Gewebes (46) vorliegen.
  9. Schaufel-Schwingungsdämpfer nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern (42) des Faserverbundwerkstoffes in einer Matrix (44) aus thermoplastischem Material, wie insbesondere PEEK, oder einem Epoxidharz eingebettet sind.
  10. Schaufel-Schwingungsdämpfer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie radial innen, unterhalb von sich in Umfangsrichtung erstreckenden Plattformen (20) der Laufschaufeln (14) angeordnet sind oder in Konsolennuten (32) von sich in Umfangsrichtung erstreckenden Konsolen (30) der Laufschaufeln (14), deren Öffnungen aufeinander zu weisen.
  11. Rotor mit Laufschaufeln (14) und mit in Dämpfungshohlräumen (22) angeordneten Schaufel-Schwingungsdämpfern, deren Dämpfungsprinzip auf Reibung basiert, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufel-Schwingungsdämpfer (24, 24') gemäss einem der obengenannten Ansprüche im wesentlichen aus einem nichtmetallischen Werkstoff ausgebildet sind.
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